Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 105 (31.12.1935)
- Date
- 1935-12-31
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Berliner Rundschau NR. 105, 31. DEZEMBER 1935 ״Carmen" im Kulturbund Di« Reihe der Repertoireopern wird — nach den! ״Barbier“ — mit ״Carmen“ fortgesetzt. Das geschieht sicherlich deswegen, weil man sich auf eine spezifisch-jüdische üpernproduktion noch nicht stützen kann. Inzwischen darf man nicht warten. Man muß sich andere künstlerische Aufgaben stellen. Die Aufgäbe aber, wenigstens Opern mit jüdischen lnhalten (darunter auch Oratorien, die man mit zeitgemäßen Bühnenmitteln wirksam wiedergeben kann), Opern allgemeinen Charakters von lebenden jüdischen Komponisten aufzuführen, bleibt noch dabei zu erfüllen. — ״Carmen“ ist eins der genialsten Werke auf diesen Brettern und zwischen diesen äußerlich glänzenden Kulissen, die so viel falsche Leidenschaft und innerlich faule Tragik erleben müssen. Es gibt Wohl nur wenige Opern, in denen das wirkliche Leben so echt pulsiert lind so erschütternd wahrhaft un-d maskenlos sich aufrecht wie in ״Carmen“. Der feinen Form, der Explosivkraft der unheimlich sparsamen Mittel ist damit eine Verfestigung und Legitimität verliehen, die der Oper Ewigkeitswert sichert. Man hat schon viele Carmen-Aufführungen gesehen, und es war für die junge Kulturbundoper kein ungefährliches Wagnis, hohe Vergleiche heratifzubeschwören. Aber die Probe hat sie voll und ganz bestanden. Sie hat ja ganz andere Bedingungen, und cs kam nur darauf an, sich auf sie cinzustcllcn und gerade die Eigenart der Quantität und Qualität der Möglichkeiten zu niitzen. So hat man alles Starmiißigc zurückgedrängt und hat aus Jugendlichkeit, künstlerischern Ehrgeiz, unverbrauchter Spannkraft mit behutsamsten Händen eine Aufführung zusainmengezimmert, die sich unter der bewundernswerten Leitung von Rosen stock als erstaunlich gelungene Ensembleleistung ausweist. Susanne Locwe 11 stein (Stein) hat schon immer bedeutsame Anlagen gezeigt; die Gesundheit ihres künstlerischen Wachstums stand fest. Ihre Begabung, durch Fleiß und Verticiungswillen in feste Grenzen gebannt, hat eine Leistung hervorgebracht — die beste in der Oper, die wir in zwei Jahren von ihr gesellen haben. Ihre Carmen war sowohl gesanglich als darstellerisch von bemerkenswerter Geschliffenheit und Reife: weniger knallig, weniger zigeunerisch itn Sinne der Rampenkonvention, dafür stiller, verhaltener — schon weil ihr Organ keine aufwirbelnde dramatisch« Schärfe besitzt. Ihr Gegenspieler Jose — Bert Meyer (Dago Meybert) — entfaltet Kräfte, die man anfangs nicht vermutet; er tritt zunächst als ein Tenor mit •weichen! und kräftigem Organ, mit schönem Timbre, einem klingenden Mezzavoce und Piano auf, aber bald entwickelt er sich zu einem überzeugenden Menschendarsteller. Er läßt die ganz« Breite des von Bizet aufgerollten Problems ahnen, besonders im vierten Akt. Wie soll Jose es fassen, daß sich ihm Carmen Bert Meyer als Don Jose Fritz Lechner als Escamillo und Susanne Loewenstein als Därmen Foto.: j. Abr*h«1» für immer versagt? Er hat sich ״weggegeben“ und kann sich nicht ״zurückholcii“. Arm und zerfalle,1 steht er da in seinem Schmugglerklcid, hoffnungslos wird er vor Erregung — und der Mord kommt selbstverständlich; der Widerspruch, der nicht aulhört, weil er in Carmen lebendig ist, muß mit Gewalt beendet werden. Der Escamillo Fritz Lechners ist ein stimmgewaltiger, kraftvoller Torero, in seiner heldischen Haltung ein wenig starr; man könnte ihn sich etwas einfacher und wärmer denken. Dadurch würde auch das Umschwenken Carmens, ihr Abfall von Jose, lebensnaher und deswegen tiefer motiviert werden. Ruth W o I f f r e i m bemüht sich als Micaela um Naivität; cs gelang ihr zum Teil, aber im ganzen liegt ihr die Rolle nicht. Als^Vbigai! und als Lenorc konnte sie sich besser entfalten. Von sogenannten kleineren Partien der Oper nennen wir: Rechner und Kuthan, zwei drastische Schmuggler, hinter deren Humor ein fast unheimlicher Ent- Schluß zur Gewalttat steht, Korn als Sergeant Morales, 01 i t z k i als Leutnant Zuniga, der eine herrische, noch schlichter zu gebende, Distanz hält; Rita Atlasz und Thea Stuck enschmidt (Sillen) als Zigeunerinnen. Es wurde vortrefflich gesungen und musiziert. Rosenstock brachte mitreißendes Tempo in die Handlung. Er Aus der Repräsentantenversammlung Annahme des Etats (Aus dam soeben ausgsgobonon offiziellen Communique) ln der Sitzung vom 12. Dezember wurde zunächst folgender Antrag Kozower-Arthur Marcus angenommen: ״Der Gemeindevorstand möge an das Rabbinat der Kaschruth־ Kommission herantreten und von diesem Vorschläge erbitten dahingehend, wie einerseits das Kaschruth der Gemeindeinstitutionell nicht angetastet zu werden braucht, andererseits wie man bei dem jetzt herrschenden Mangel an Koscherfleisch, der einem Notstand gleichkommt, sich hinsichtlich der Kranken und Schwachen, die auf Fleischnahrung flicht verzichten können, im Sinne des Religionsgesetzes zu verhalten habe.“ •Zum Etat 1935 und zu einem Antrag der Religiös- Liberaler! Fraktion, den Etatausschuß zu beauftragen, die von der Sparkommission des Gemeindevorstandes beabsichtigten Einsparungen gleichzeitig zu beraten und auch von sich aus dem Gemeindevorstand entsprechende Spar,Vorschläge zu unterbreiten, damit der Etat 1936 bis 31. März 193(1 verabschiedet werden kann, spricht Wilhelm Marcus. Da die Vorschläge der Sparkommission des Gemcindevorstandes bisher nicht bekannt geworden seien, habe seine Fraktion den Antrag eingebracht, die Etatkominission der Repräsentanten- Versammlung sofort als Sparkommission einzuberufen; sie solle dem Gemeindevorstand Sparvorschläge unterbreiten. Verwaltungsdirektor Dr. Breslauer gibt einen Rückblick auf das abgelaufcne Etatjahr. Im Gesamtergebnis weide das Etatjahr 1933 ohne Defizit abschließen. Der Etat 1936 müsse um wesentliche Summen gekürzt aufgestelit werden. Rechtsanwalt Kozowcr stimmt dein Antrag Marcus zu, bedauert aber die späte Vorlegung des Etats. Er und seine Fraktion beantragen, den Etat 1933 mit dem Etat 1 936 zu beraten. Dr. Luhinski stimmt Rechtsanwalt Kozowcr sachlich zu, wendet sich aber gegen seinen Vertagungsantrag. Er begrüßt die Zusicherung von Dr. Breslauer, daß der Etat 1936 so rechtzeitig vorgelegt werden wird, daß eine «ingehende Prüfung lind Beratung möglich ist. Dr. Luhinski weist kurz auf notwendige Aufgaben hin, die im Etat 1936 Berücksichtigung finden müssen. Die Ausweitung des Schulwesens ab April 1936 mache es notwendig, eine ihrer jüdischen Aufgabe gewachsene Lehrerschaft heranzubilden. Für das Gebiet der Wirtschaftshilfe schlage er nochmals einen Ausschuß zur beratenden Unterstützung der Leitung der Wirtschaftshilfe vor. Zum Schlüsse stellt Dr. Lubinski mit Freude fest, daß das Verhältnis der Gemeinde zur Rcichsvertretung im letzten Jahre von sehr vielen Schwierigkeifen befreit worden ist. Dr. Gut mann hält es für notwendig, daß die Lehrer, die im April 1936 von den allgemeinen Schulen zu den jüdischen Schulen kommen werden, schon jetzt für die jüdische Schule interessiert und mit den notwendigen jüdischen Kenntnissen vertraut gemacht werden. Diese Aufgabe werde am besten von den Rabbinern erfüllt. Die Arbeit konnte nicht früher in Angriff genommen werden, da man erst vor wenigen Tagen genaueres über die Gestaltung des jüdischen Schulwesens erfahren habe. Kammergerichtsrat i. R. Wolff weist auf die Lehrerbildung, die vom Preußischen Landesverband schon seit längerer Zeit für die aus dem Staatsdienst ausgeschiedenen jüdischen Lehrer dtirchgefiihrt wird, hin. Auch für den Nachwuchs werde durch Kurse zur Ausbildung von Volksschullehrern, die evtl, ein staatlich anerkanntes Examen machen können, gesorgt. — Der Etat fiir 1933 wird sodann mit einer Neubewiliigiing in erster und zweiter Lesung einstimmig angenommen. Landgerichtsrat i. R. Rau gibt als Berichterstatter davon Kenntnis, daß der Etat des jüdischen Kulturbundes in der Ausschuß-Sitzung mit dem I inan/dc/ernenten des Kulturbundes durchgesprochen worden ist. Es sei dem Kulturbund in zwei Jahren gelungen, ohne Defizit, aber auch ohne lieberschuß, zu arbeiten. Er erörtert kurz die sachliche Arbeit des Kulturbundes, die im nächsten Jahre durch Einrichtung eines hebräischen Studios erweitert werden soll. Zur Prüfung von Besol düng s fragen der Lehrer wird eine Kommission, bestehend aus den Herren Luhinski, Rau, Lesscr, Baerwald und Holländer, eingesetzt, die der Ver- Sammlung Bericht erstatten soll. Ebenso wird eine Kommission mit der Prüfung einer Vorlage des Gemeinde- Vorstandes beauftragt, die eine Aendormig der Resokiungs- Ordnung bc/wcckt. Rabbiner Dr. van der Zyl wird als akademisch gebildeter Religinnslehrer mit Predigtauftrag angestellt lind heim Gemeindevorstand beantragt, diese An- Stellung zu einer solchen als Prediger der Gemeind« aus zugestalten. Anläßlich des 25jährige11 1 Henstjuhiläum von Rcdifsanwalt Wolff hat der (iemeindevorstand beschlossen, eine W i 1 h e 1 m - W o I f f - S t i f tu ״ g für n o t I e i d e n de J u - risten cin/usct/en. Rechtsanwalt Kozowcr begrü ßt diese Stiftung und ihren Zweck sehr, und bittet, den notleidenden Rechtsanwälten Arbeit zu übertragen. Direktor Stab! sagt eine wohlwollende Prüfung /u. Elin Antrag der Fraktion des Jüdischen Volkshuiules, der <ietneindevorstand möge dafür Sorge tragen, daß die von der Gemeinde subventionierten Organisationen nur solche Personen beschäftigen und unterstützen, die entweder der Jüdisehen Gemeinde oder der Adass-Jisrocl-tiemeinde angeboren, wird angenommen. Iin Verlaufe der Sitzung werden u. a. Bewilligungen für frühere Siedler von Groll-Gaglow und für die J ugend- Aiijah ausgesprochen. Besonderer Dank wurde l>r. Moritz Garbaty zuteil, der den Betrag für eine Zimmerstiftung im Altersheim Schmargendorf der Gemeinde gespendet hat. Dic Zuwahlcn in den O cm cidcvorstand wurden vertagt. führte das Orchester mit wundervoller Präzision, wobei er aufs delikateste die zarten Farben des französischen Orchester-Koiorits entfaltete. Die tragischen, so wahren menschliehen Spannungen des Dramas gestaltete er_ mit echter Leidenschaft und Tiefe. Die Chöre, die gerade in ״Carmen“ eine wichtige Rolle spielen, klangen vorzüglich, was der höchst sorgfältigen Einstudierung Berthold Sanders zu danken ist. Die Jospeschen Sängerknaben bewiesen wieder Frische, Unbefangenheit und Musikalität. Die ganze Aufführung war von einem geschlossenen und vielfältigen Ensemblegeist durchflutet, der aus gemeinsamen! und produkfive״! Wirken des Dirigenten und des Regisseurs entstanden ist. Es ist erstaunlich, was der Regisseur mit der kleinen und unkomfortablen Bühne hat anfangen können. Die vielen Aufzüge und Masscnstellungen mußten schwierige Probleme ergeben. Sie sind alle durch unerhört günstige und natürliche Schauplätze gelöst worden. Heinz Cond eil hat mit «einen einfallsreichen und farbenfrohen Dekorationen und Prospekten einen grundlegenden Anteil daran. Wie groß erscheint der Platz in Sevilla, wieviel Raum hat er zum Schleudern, zum Aufmarschieren der Wachen, zum Scherzen und Getändel; in welcher Klarheit laufen die Geschehnisse nacheinander ab und ineinander über, von welcher Selbstverständlichkeit sind jetzt Auftritte und Abgänge! Endlich einmal •wird diese immer etwas läppisch wirkende Szene, in der Carmen Verabredung«- cmäß Jose entflieht, argumentiert: die Menge (d. h, die igeunerkumpane, die instinktiv die Absicht der bedrängten Genossin fühlen und sich wohlweislich in ihrer Nähe halten), nimmt sie auf, verschluckt sie. Neben dein Anfangsakf fällt besonders der Schlußakt durch die originelle Lösung des Ratirnproblems und eine Fidle fruchtbarer Einfälle auf. Die wichtigste Tat der Regie (die sich am stärksten im vierten Akt, weniger in der ersten Hälfte des dritten Aktes auswirkte» bleibt die Schaffung eines realen spanischen Lebens, das nichts von verstaubter OnernUift an sich hat, das kühne Vorstoßen in einen Raum, in dem der Opernsänger zum Gestalter wird, der die Handlung mitträgt und initfreiN. Die in ihrer Art vo!l*ndetc Auffahrung erhielt durch Tänze (von R ä d o, Hirsch, Anselm, Krause 11. a.) ausgeprägtes Kolorit und südliche Belebung. Der Beifall, der allen Mitwirkenden galt, war stark, ehrlich und verdient. Dr. Hans Nathan Ein Kunstabend im Religionsverein Friedenau vereinigte Dichtungen mit musikalischen Darbietungen und wurde hesonders. durch die Mitwirkung der Rczitatorinnen Else und Inge borg Roman bedeutsam. Wie sich diese in Stefan Zweigs Legende vom Höhendrang der dritten Taube zu eigenem seelischem Aufschwung binreißen ließ, gestaltete sich zum Erlebnis der in jenem Kreis auch durch ihre religiösen Interessen und Geselligkeit Verbundenen Hörerschaff. Else Roman entfaltete wirksame Gelöstheit in der entspannenden Heiterkeit Kybenscher Tiergeschichten, ahmte überraschend getreu die Stimmen einer Katze, Bulldogge und eines Raben nach und begleitete die Anspielungen unserer Wescnsvcrwandtscltaften mit schalkhafter Mimik. Der Klangadel des Geigers Michael Kr ein und der Pianistin Ilse Stern gab der harmonischen Stunde ebenbürtigen Ausdruck. Jüdische Musik unserer Zeit. Zu dem Bericht über dieses Konzert in Nr. 102 ist nachzutragen, daß Dr. Hans Nathan nicht nur den einleitenden Vortrag hielt, sondern auch begleitend und solistisch erfolgreich mitwirkte. Haneroth Hatalu ... Hebräischer Chanukkah-Abend der BZV. Wodurch unterschied sich... diese Chanukkah-Feicr von allen anderen Clianukkah-Fcicrn, die man in diesem Jahre, in Berlin mitgenießen konnte? — Bei allen anderen Feiern wurde ein wenig Hebräisch gesprochen und gesungen und sehr viel [Deutsch. Bei dieser Chamikkah-Eeier aber wurde vom Anfang bis zum Ende hebräisch gesprochen — und cstingen, — vor einer recht beträchtlichen Zuhörerschar im ogenhaus. Hebräische Reden hielten Dr. Rorodianski und 1 )r. K a I e k o. Rorodianski ging von einer Hcinc-Erinnenmg aus: wie Heine und Börne sich in Frankfurt über den Sinn des Chanukkah-Ecstc« unterhalten. Und er ging dann zu dem Lichtwunder über, das sich am Chanukkah-Feste vollzog und das sinnbildlich für alle Geschlechter des Juden- Volkes geworden ist: nicht das Feuer, das verheerende, sondern das Licht, das erhellende, ist cs, dem unsere Liebe gehört, — das Licht der Thora, das uns als Licht des Lehens den Weg durch die Finsternisse des Lebens zeigt. Kaleko führte dann diesen Gedanken weiter aus: kein Sieg der Gewalt war der unsere, sondern ein Sieg des (ieistes. Wir Juden von heute aber erleben das Chamikkah-Wunder ues Oelkriigleiris aufs neue an uns selbst; auch unser Licht war geschwunden, war versiegt bis auf den letzten Rest. Aber an diesem ״letzten Rest“ geschah ein Wunder: er ent zündete neues Feuer in unseren! Herzen, — dies ist das Ghaniikkah-Wunder, das sich ״honte in unseren Tagen“ erneut. — Schone Musik umrahmte die beiden Ansprachen: Chassidisehe Nigunim wurden von Cello und Klavier vorgetragen (Wallenberg und Sabel), Lieder europäischer m!:1 palästinensischer Herkunft wnnlci! von Barr zynski eindrucksvoll gesungen. Rose Liechtenstein las kraftvoll ein Kapitel aus dem Buche (kr Makkabäer. Der ganze Sa,11׳ vereinte sich in Begeisterung, als Barc/vnski schließlien das Emek-Licd sang. Die I latikwah beschloß dann diese erste hebräische (ihanii'kkah-l'eier, die man in Berlin erlebt hatte. — bs— Chanukkaii-Feicrn der zionistischen Ortsgruppe Zentrum- Nord. In ihrer! neuen Räumen in der Rosenthaler Str. 44 veranstaltcte die Bezirks g r u p p t 7. entr 11 m -Nor d am 21. 12. ihre Chanukkah-Fcicr. Der Bezirksvorsit/cnde, Adolf Locker, hielt eine Begrüßungsansprache. Die Jemenitin Z i p p o r a sowie Alice Hannes -Cassircr u nd die Herren ü I o w i n s k i, S t e i n f e 111 und W e s 111 e i m c r erntoten großen Beifall. Am Klavier begleitete Herr Sabel. — Am Sonntagnachmittag hotte die Bezirksgruppe ihre kleinen Freunde versammelt. Zuin Gelingen Irugen bei: Herr Pelz, Zippora und die Mäclclicngruppe des Makkabi-Hazair, die ein biblisches Bild ״Ruth“ vorSührte. Lehrer Lcwin erfreute di« kleinen Gäste durch die von ihm einstudierten Chaiiukkah- Spiele. ״Ejn chadasch tachat hascherocsch“. Eine Illustration zur Chanukkah-Geschieht« gab A. Tobias in seinen Szenen aus der Makkabäerzeit ״Ejn chadasch tachat haschetnesch“. In einem Viergespräch, das die jüdischen Parteien jener Tage zu Worte kommen laßt, wird die politische Situation der Zeit dramatisch aufgelockcrt und verdeutlicht. Chawerim der Gruppe Oper der BZV haben das Spiel inszeniert und zur Aufführung gebracht. Die Regie führte Fred Gold borg. Adolf Daus, Georg Engel, Hans Jaroschewski und Abraham Tobias charakterisierten ausdrucksvoll die vier Vertreter der Parteien. Die Szenen, die bei den Cbanukkah-Fciern der Gruppe Oper und des Bezirks Friedrichshain aufgeführt wurden, hatten starken Erfolg. Hauptgeschäft: Stadtbahnhof BBroo Zweiggeschäft: Wilmerodorfer Str. 83 Qegr 1828 Bettfadern, Daunen, Inlette, Bettwäsche, Deunensteppdecken, Bettstellen, Matratzen usw. Für AUSWANDERER