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Jüdische Rundschau · 1935-12-24 · Heft 103-104 (24.12.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 103-104 (24.12.1935)
Date
1935-12-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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¥ Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 103/104, 24, XII. 1935 Intransigenten und daher auch den Juden unversöhnlich gegenüberstehenden Elementes, — eine Konstellation, die vom jüdischen Gesichtspunkt gewiß nicht zu begrüßen wäre, auch wenn sie den momentanen taktischen Vorteil, daß der Vorschlag der Regierung zum Scheitern käme, zur Folge hätte. * Die arabische Welt befindet sich seit einiger Zeit in deutlicher Bewegung. Wie sehr die Vorgänge in Aegypten auf die palästinensischen Araber gewirkt haben, wurde hier schon dargestellt. Die mysteriösen Andeutungen, die in den letzten Wochen in bezug auf Verhandlungen zwischen England und Ibn Saud, weiter zwischen Ibn Saud und König Gazi von Irak, ja zwischen dem ganzen Staatenblock des Islam von der Türkei über Irak und Iran (Persien) bis Afghanistan, unter steter Fühlungnahme mit Ibn Saud, in die Weltpresse gedrungen sind, lassen erkennen, daß die weitpolitische Erschütterung des Kontinents von Japan bis Abessinien nicht ohne Wirkung geblieben ist. Die islamischen Linder haben in den letzten 15 Jahren eine radikale Verwestlichung durchgemacht, sie sind nicht nur technisch Europa näher gekommen, sondern auch die europäischen Ideen, vor allem der nationale Freiheitsdrang, der die Karte Europas im 19. Jahrhundert völlig umgebildet hat, haben jetzt ihre Wirksamkeit im Osten. Es ist unmöglich, daß die Araber Palästinas von dieser Welle nicht erfaßt wären. Aus dieser Situation ergibt sich eine Sorge für das jüdische Nationalheim in Palästina, die in den letzten Tagen ihren Ausdruck gefunden hat in einer Acußerung des katholischen Schriftstellers Hilaire Belloc, eines Mannes, der kein Judenfreund ist, aber doch die jüdischen Dinge mit Objektivität verfolgt. Es ist eine richtige Beobachtung, wenn Belloc darauf liinweist, daß die jüdische Siedlung Palästinas immer eine Insel im arabischen Meer bleiben wird, die von stürmischen Wogen umspült ist Dieses Bewußtsein muß unseres Erachtens auch das Leitmotiv einer jüdischen Politik sein, wenn die Juden in Palästina ihre dauernde Einordnung finden wollen. Gewöhnlich sind die Blicke nur auf die Aktualitäten der augenblicklichen politischen und Wirtschaftliehen Probleme gerichtet. Es geht aber in Palästina darum, Politik auf 1 a n g e S i c h t zu machen. Die nachster. Wochen werden für Palästina entscheidend sein. Die Exekutive der Jewish Agency, an deren Spitze heute Dr. Weizmann und Ben Gurion stehen, trägt eine große Verantwortung, und zwar nicht nur eine formelle gegenüber dieser oder jener jüdischen Versammlung, sondern eine fast tragische vor der Geschichte. * Ein Teil der heutigen Ausgabe der ״Jüdischen Rundschau" ist dem 100. Geburtstag von Mendele Moeher Sforim gewidmet, einem Schriftsteller, der an der Wende der Zeiten das Nahen einer neuen Epoche des jüdischen Erlebens signalisiert Mendele — wahrscheinlich (genau ist es nicht feststellbar) geboren in der Chanukkah-Woche 5596 — ist für die Gesamtheit der jiddisch sprechenden und hebräisch lesenden Juden eine gewaltige revolutionäre Erscheinung gewesen, und nichts ist so charakteristisch für den Bruch innerhalb der jüdischen Welt, als die Tatsache, daß er an den We s t j u d e n fast s p 11 r 10 s vo r ü h e rgc g a n ge n ist. Noch heute kann man wohl die Zahl der Westjuden, die Mendele kennen, sehr gering beziffern, obwohl eine vorliegende deutsche lieber Setzung einiger Hauptwerke (im Jüdischen Verlag, Berlin) einen entfernten Begriff von seinem Dichtertum geben kann. Einen sehr entfernien: denn kaum jemals gehört die Sprache so eng zu dem Bezirk des Gedichteten wie in diesem mit Mendele beginnenden Abschnitt der hebräischen und jiddischcn Literatur, in der zugleich mit der dargestellten Welt auch die Sprache erst zum literarischen Leben erwacht. ״Erwachen" — das ist vielleicht eine richtige Bezeichnung für die Funktion Mendelcs. Es ist die Lösung aus der Erstarrung eines tausendjährigen Sehiafes — ganz anders als sie bei den Westjuden hundert Jahre früher vor sich ging. Ein Aufschluchzen, ein Aufschluchzen vor Eiche und vor Leid, vor stammelnder Hilflosigkeit, aber doch mit jener wundersamen lösenden und erlösenden Wirkung, die die Träne und das Lächeln haben, in einem Zustand des Druckes und der Qual. In Mendele sammelte sich das Erleben des ganzen Volkes in einem bestimmten Moment seines Schicksalsvollen Gestaltswandels; und er war fcin großer Dichter, der aus diesem Stoff das Kunstwerk formen konnte. Für uns Westjuden, die wir heute auf der Suche nach einer jüdischen Welt sind, entsteht die Frage: was kann Mendele uns bedeuten? Die Frage existiert ganz ähnlieh, ja noch zugespitzter, für die in Palästina aufwachsende hebräische Jugend, die das russische Ghetto nicht mehr kannte. Die Welt, die Mendele schildert, existiert in dieser Form nicht mehr; wir sind gewiß weit von ihr entfernt, lebensmäßig und empfiridungsmäßig. Der ״Aufgeklärte“ blickt mit Geringschätzung auf die Ghettoweit, auf den mittelalterlichen Formenkram, auf die Unwissenheit und die seltsame Befangenheit in irrealen Vorstellungen. Aber da kommt Mendele und zeigt: gerade in diesen Menschen wirkt der Zauber des Juden- Die Kündigung Mit einer Kündigungswiderrufsklage vonfristgemäß entlassenen nicntarischen Angestellten wegen unbilliger Härte hatten sich vor einiger Zeit sowohl das Arbeitsgericht Berlin wie das in Gelsenkirchcn zu beschäftigen. •as Arbeitsgericht Gelsenkirchen hat in einer Entschcidüng vom 31. Juli (veröffentlicht in der Arbeitsrechts- Sammlung vom 15. November) eine solche Klage a b g e - wiesen. Dort hatte ein Kaufhaus im Rahmen eines allgemeinen Personalabbaues auch mehrere leitende Angestellte entlassen, unter denen sich der Kläger befand. Dieser berief sich daraut, daß seine Abteilung noch gut gegangen sei und keine Einschränkung erforderlich gemacht habe. Seine dennoch ausgesprochene Entlassung stelle deshalb eine unbillige Härte dar. Das Gericht wies ihn ab, weil cs zwar eine Härte, aber keine unbillige Härte als gegeben, die Entlassung überdies als durch die Notwendigkeit des Betriebes bedingt ansah. Wenn das beklagte Kaufhaus zunächst die Nichtarier entlassen habe, so entspreche das dem Selbsterhaltungswillen des deutsehen Volkes und den Grundsätzen des deutsehen Staates. Auch sei die Kündigung schon deshalb betriebsbedingt, weil die Stimmung des Volkes gegen die Juden auf Grund ihres eigenen Verhaltens immer mehr zunehine und die Beklagte mit weiterem Absatzrückgarig rechnen müsse, wenn sie ihre jüdischen Angestellten aut die Dauer behalte. Das Berliner Gericht hat dagegen in seiner Ent- Scheidung vom 27. November der Klage statt gege bei» und dabei den Grundsatz aufgestellt, daß der Kündigungsschütz auf Grund des ״Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit“ prinzipiell auch von Nichtariem in Anspruch geriommen werden könne, sofern nicht nach Lage des einzelnen Falles, z. B. um eine sonst etwa zu erwartende Gefährdung des Betriebszweeks oder der ungestörten Zusammenarbeit der Gefolgschaft zu vermeiden, eine andere Entscheidung fums, in ihrem Narrendasein ist eine Fülle naiven und echten Menschentums, das Träumen und Sehnen, die Regungen des menschlichen Herzens, Kummer, Leid und Glück, — durch alle äußeren Fesseln hindurch spricht es uns an. Aus dieser Nähe wächst bei Mendele die Liebe zu diesem Volk, die sich auf den Leser überträgt. Wenn wir es vermögen, einen Dichter wie Mendele zu unserem lebendigen Besitz zu machen, dann werden wir in der Volkswerdung sicherlich viel weiter gekommen sein als durch alle möglichen innerjüdischen Parteikämpfe oder Programm-Deklarationen. Der beste Schlüssel zum Verständnis sind Bialiks wunderbare drei Mendele-Aufsätze, die auch in deutscher Uebersetzung zugänglich sind (in der im Jüdischen Verlag erschienenen Sammlung ״Essays“). Es sollte eine Ehrenpflicht auch der Juden Deutschlands sein, diesen 100. Geburtstag so zu begehen, wie Völker Gedenktage ihrer großen Dichter zu begehen pflegen. Wir versuchen heute in der ״Jüdischen Rundschau“, unseren Lesern einen kleinen Begriff davon zu geben, was Mendele für das jüdische Volk bedeutet. Aber wirkliche Kraft wird diese Besinnung nur dann haben, wenn sie zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Werke des Dichters führt._ Emwanderermangel in Brasilien Nach einer Darstellung in ״New York Times“ hat der Präsident Getulio Var gas sich kürzlich in einer Botschaft an den Kongreß von Brasilien gegen das Quoten- System in der Einwanderungsregelung ausgesprochen, das in der neuen Verfassung festgelegt ist. Nach diesem System dürfen in jedem Jahr nur so viele Personen einer bestimmten Staatsbürgerschaft nach Brasilien einwandem, wie einem Satz von 2 »;0 der in den letzten 50 Jahren aus dem betreffenden Staat gekommenen Personen entspricht. Der Präsident erklärt nun, daß diese Quoten manchmal zu klein sind, um den brasilianischen Bedarf an Arbeitern einer bestimmten Nationalität zu befriedigen. So z. B. batten die großen Güter in Sao Paulo 40 000 japanische Arbeiter in diesem Jahre ancfordert, während nach der verfassungsmäßigen Beschränung eine so große Zahl von Japanern nicht lu-reingelassen werden konnten. Auf der anderen Seite können andere Nationalitäten, 7. B. die Italiener, die ihnen zustehende.Quote gar nicht erreichen. Das Resultat ist, wie der Präsident sagt, ein Mangel an Einwanderern, der nicht durch Arbeifskräfte aus anderen I.ändern aufgefüllt werden kann, weif erade deren Quoten bereits erschöpft sind. In Anbetracht er dünnen Bevölkerungsdichte Brasiliens (5 Personen pro Quadratkilometer) müsse diese Diskrepanz sofort einer ernsten Untersuchung unterzogen werden. Dieses Eintreten des Präsidenten für eine großzügige re Handhabung der Einwanderung in Brasilien ist gewiß auch vom jüdischen Standpunkt sehr bedeutsam. Dabei ist freilich zu berücksichtigen, וי׳ i ' gemellte Einwandcrer-Kntegoric hauptsächlich der Klasse der Arbeiter und Landwirte angehört. Aus der Einwanderungsstatistik ergibt sich, daß in den letzten zwei Jahren die Gesamteinwanderung gegenüber 1931 gestiegen ist. In der Statistik für 1933 werden als Einwanderer auch 2180 deutsche Staatsangehörige, 1034 3629 angegeben. Von den Auswanderern des Jahres 1934 kommen an zweiter Stelle (nach den Portugiesen) die Deutschen mit 2115. Dabei dürfte es sich zum Teil um Ausländsdeutsche handeln, die nach Deutschfand zurückgekehrt sind. Auch hieraus ergibt sich für Juden deutscher Staatsangehörigkeit, die nach Brasilien gehen wollen, eine Einwanderungsmöglichkeit, auf die wir das Augenmerk der jüdischen Wanderungs-Organisationen lenken möchten. Wie von dem Generalsekretär des Komm issariats für Auswandererfürsorge, A. Wurfhain, mitgeteilt wird, wird das Oberkommissariat seine Tätigkeit bis zur Entscheidung des Völkerhundrats über die weitere Führung der Arbeiten fortsetzen. Diese Entscheidung wird Voraussichtlieh auf der Januar-Sitzung des Völkerbundrats gefällt werden. von Nichtariern notwendig sei. Es werden Erlasse des Reichsarbeitsministere und des Reichsministers des Innern, ferner die Stellungnahme des Propaganda- und des Wirtschaitsniinistcrs hervorgehoben, die den Willen der Reichsregierung zum Ausdruck brächten, die Arierparagraphen auf die trete Wirtschaft nicht zu übertragen und die Ausdehnung dieser Gesetze durch andere Stellen als die Reichsregierung für unzulässig zu erklären. Wenn die Ansicht, daß Nichtarier keinen Kündigungsschutz beanspruchen könnten, von der Reichsregierung gebilligt würde, so hätte diese Billigung irgendwie Ausdruck gefunden. Aber weder in der 14. Vcr- Ordnung zum Arbeitsordnungsgesetz noch in den Ausfiilirungsbesfimmungen zu den Nürnberger Gesetzen sei dies geschoben. In dem entschiedenen Fall hatte eine Angestellte geklagt, die zwölf Jahre lang demselben Betrieb angehört hatte. Die Kündigungsfrist betrug daher nach dem Kündigungs- Schutzgesetz sechs Monate. Das Gericht betonte, daß auch eine solche Länge der Kündigungsfrist eine unbillige Härte noch keineswegs ausschließe. Sonst würde der betriebsjüngere Arbeitnehmer, der eine kürzere Kündigungsfrist habe, regelmäßig besser stehen als der ältere mit längerer Kündigungsfrist. Die Beklagte hatte sich ferner darauf berufen, daß von behördlicher Seite die Beschäftigung einer Nichtarierin nicht gewünscht werde. Demgegenüber stellte das Gericht fest, daß eine Kündigung oder Entlassung der Klägerin von der Beklagten nicht verlangt worden sei. Aber selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, wäre die Beklagte verpflichtet gewesen, den Versuch zu machen, die Klägerin in einer anderen Abteilung zu beschäftigen, um so mehr, als die Beklagte gegenüber einer so langjährigen Angestellten, die stets gewissenhaft ihre Pflicht getan habe, eine besondere Fürsorgepflicht habe, die auch durch die der Beklagten seit langem bekannte Nichtariereigenschaft der Klägerin nicht ausgeschaltet werde. Wiener Brief Von unserem Berichterstatter J. R. Wien, 19. Dezember Im Rahmen der Beratung des Budgetvoranschlages der Stadt Wien für 1936 in der Wiener Bürgerschaft ergriff in der Spezialdebatte auch der Vertreter der Wiener Judenschaft, der Rat der Stadt Wien, Dr. Jakob Ehrlich, das Wort zu einer längeren Rede, in der er mit besonderer Wärme die Lage der jüdischen städtischen Angestellten, sowie das Schicksai der jüdischen Jungärzte in den Vordergrund rückte. Dr. Ehrlich befaßte sich ausführlich mit der Personal- Politik der städtischen Verwaltung. Er habe sich nur solcher Angestellter angenommen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen und aus den städtischen Diensten nur deshalb ausscheiden mußten, weil sie der Gemeinschaft angehören, für deren Vertretung der Redner vom Bürgermeister berufen sei. Es seien für ihn zwei Gesichtspunkte maßgebend gewesen: soziale Rücksichten, weil es sich meist um sehr arme Menschen handelt, vor allem aber grundsätzliehe Erwägungen, weil derartige Kündigungen bei allen Angehörigen der jüdischen Gemeinschaft das bedrückende Gefühl hervorrufen, daß an diesen ein Akt der Zurücksetzung begangen wurde, der sich mit den Grundsätzen der Verfassung nicht in Uebereinstimmung bringen läßt. In seiner Antwort verwies Bürgermeister Schmitz auf die große Anzahl der jüdischen Acrzte in städtischen Diensten. * Nach mehr als einjähriger Tätigkeit im engen Rahmen hat die ״Jüdische K u 11 u r s t e 11 e“ in den letzten Monaten einen bemerkenswerten Ausbau erfahren. Aus der Vertriebsstelle verbilligter und ermäßigter Theater- und Konzertkarten ist langsam eine Stätte der Pflege jüdischer Kultur und Kunst geworden. Nachdem bereits vor einem Jahre im Rahmen des allgemeinen Volksbildungswerkes der Gemeinde Wien die ״Jüdische Volkshochschule“ begründet wurde, die nunmehr auch räumlich mit der ״Jüdischen Kultursfelle“ vereinigt wurde, ist vor einigen Tagen ebenfalls im Rahmen der ״Kultursfelle“ das ״Jüdische Kulturt h e a t e r“ mit der Aufführung von Ossip Dymows ״Höre Israel“ eröffnet worden. Aus Anlaß der Eröffnung ihrer neuen Räume am Fratw Josefs-Kai fand dieser Tage unter Teilnahme offizieller Verfreier der Staats- und Stadtbehörden und der Repräsentanten der jüdischen Verbünde die Feier statt. Für den Bürgermeister von Wien war ein Bezirksvorstehcr der Inneren Stadt erschienen, ebenso hatte der Volksbildungsreferent der Stadt Wien einen Vertreter entsandt. Ferner waren Oberrabbiner Dr« Feuchtwang, Staatsrat Dr. Friedmann u. a. m. erschienen. Das Andenken an den vor acht Jahren verstorbenen Wiener Oberrabbitier Prof. Z. P. C h a j e s wurde durch eine vom Präsidium der Kultusgemeinde veranstaltete Gedächtnisfeier geehrt. Die Gedenkandacht fand im Anschluß an den Abendgottesdiersst im Großen Stadttempel in der Seitenstettengasse unter zahlreicher Anteilnahme der jüdischen Bevölkerung statt. Die Gedenkrede hielt Oberrabbiner Dr. Feuchtwang. Ein Artikel von Lady Erlelgk Die Londoner ״Times“ vom 21. d. M. veröffentlicht einen langen Artikel von Lady Erleigh, der Tochter des ersten Lord Melchett (Sir Alfred Mond), über das zionistische Siedlungswerk ln Palästina. Die Verfasserin gibt ein eindrucksvolles Bild der Entwicklung der jüdischen Land- Wirtschaft in den letzten 15 Jahren, vom Beginn der ersten Keren Hajessod-Siedlungen bis zur Stufe der Selbsterhaltung und der reichen Ernten der letzten Jahre. Als ein Zeichen dieses Fortschrittes sei auch die Anleihe zu werten, die die Jewish Agency von Lloyds Bank erhalten hat. Hauptschrift leiten Dr. Robert Welt sch, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich Br die Aufnahm« von Bildern). Stellvertreter: Kurt Locwenstein, Berlin W 15. Anzeigenlelter u. verantwortlich für den Inhalt der Anreigen: Hermann F i n n, Bcrlin-Tcmpclhof. Gültig: Anreigen-Prcisliste 4 vom 15. Oktober 1935• Verlag und Anzeigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W15, Meinekcstr. 90. D.-A. Nor. 38 278. — Druck: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg. Sachgemäße u. schleunige Durchführung Ihrer AUS llf ANDiRIINfl nach Palästina und anderen Ländern Generalrepräsentanz in HAIFA Dip! -Kaufmann Dr. Paul Schnurmachar HOUSE JEWISH CHAMBER OF COMMERCE Haifa, P. O. B. 2«6 . Telefon 197 Amtsger.-Rat a. D. Dr. Aschnor Oberreg. »Rat a. D. R. Kempnor Berlin W1I, MainakaStr. ». J1 Blsmar* 2856 <9'/a13־ u. 16»/t-t9Uhr) Eigenes Büro in TEl-AVIV mit Dr. Jur. W. Marx, Tel-Aviv 18 Schalem Alclch <m Str* Ecke Ben Jehuda Roxi VERMOGKNS-UQUID ATIONEN - TRANSFIR-PROJIKTI ANIAQIBRRATUN6 L

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