Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 102 (20.12.1935)
- Date
- 1935-12-20
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102, 20. XII. 1935 Seite 1יל Aus dem Reich Briefe an die Redaktion Die Ursachen der Krise Von unseren Berichterstattern Bamberg. Auf einem Schuh!ngsabcm! der ZOG. am 9. Dezem!>er sprach I)r. Hans Capcil: ..^ur Araberfrage“. Fritz Stein betonte die lati^Lvü des. KKL. Beufhen (Oberschlesien). Unter Leitung von K.-A. J)r. VV« iCmann* l?cuti1cn (Ohe!־-( hk0״ hin«! eine enycic Hu^diulDhzuny' des GrapperivL-rhandcs zur A u - - p ׳ 1 ■■ ז- In־ über;iLmu-IL■ 7 ■■ ■;■ ho F1>׳l>lcme s»au, bei der neben 'G>Itre.1.crn der Uit ■-ynipjH u iieullum, Gleiwtu, llindcnburg, l(a? ihm־ und (Oppeln LanhiH-Tich! >rut. Rau. Ih 11m, anwesend war. Ls wurden Fra^:n der Pakt •t ina-Au^wandernn^, der Stand der Gemeinde ha^cn und die: Si:ua!i<m der jüdischen Scliulen erörtert, ln der Dihkus׳ioi! ergriffen dn> Wort: Jv-nri׳. Be;”. Pr. i׳'idnkei. Salo Gutimann, Moritz U\:inreicl1, Arn*dd Wiener, Reuthen, J. PniozuM'er, Ratihor, und l)r. Ilevnmnn. Oppeln. Bingen. Am 10. Dezember ״yr,(i׳h i:1 der ZoG. KahK Pr. Rothschuld, Suarbiürken. über: ,, i)u: Wiikun^׳ Lrez Israels ,1 ui die GaludG. Bittcrfeld. Aii) 12. Dezember äj.r.n'h Lun!lur! O'h י .Miitrk! or a. 1). Alterthuin. 1 ci;>zig, über: ,,Ibncre — uit.ere Zukunft*'. Nach dein Vortrag tut'deite Iler! I J1. 1’lam, Zeilc.1, die Anu!.:»u13c11 auf, sich der bcntuliUuteii Zue, Du-.;ui :11121 bchlicüen. Nahezu sämtliche Erschienenen leisteten 11cm Auhuf Kt>l״e. Ccilc. in der e1a!un ׳;ruiA nui \L r,tn.:>! ..ü!unjj; der Ortsgruppe sprach am 14. Dezember Max \\ 1 aieia I!annover, über da> ’l hema: .,Nach dem XIX. /. i«)1u.־.teiiktmpreb Neue F; ״mhe — Neue FuPcheidun־ gen“. Dortmund. Z!11n ih־:v1!1 der \S tun. iiulk .^.mgen in der Syna״oo<• 100 Kinder unter Leitung mn!.!■hier Nudhan'n. L!,:u KU■ l1-Arndt, Ruin, vei ■..!•! .׳ e:'e ih!!־ Ih :1׳0־ Le S izmn י! iv Yc: an>taluing. Euskirchen. Am ö. h , . . ' ■o :.!.־h S. G. ■I b<!:mi it über das lluma: ,,W.1 . :׳׳;!׳ ■. nי: *!׳ S'th.h v־־n um?‘* Gera. Am 31. <b..״׳Or vr,, I! R. A. Pu PehPound, 1.einzig, iiU-r das!.Oma: .d ׳ ׳ י •oo A1 u .־i< •״O Ln An-!L!uL au den Aoruap w;!!d׳: (je־• '/! in. ׳y :/!t:!<?■!, ■ L־r >•:■;10 h 4ü und .spater noch v'n.i 2' 1 Mtieie Mu ,;e-'f'׳r bO:r.d׳. n. Gladbeck (Westfalen). Am 1 ׳. Dt/eoiUr rcnr:<rie in der Ortsgruppe Pr. Nmeenem, In;-■]!■-!!, ־ 'יוc ן da, 'Ihvna: ,,Naeb dem XIX. Zit)־ n i-a.!ס, n; Güttingen. A;! 2<־L Nuvo*1!k■!׳ le:d La > u:־!c Konzert de־־' ueu:_ygrurzivten Ku!׳ u ז I >u: Oe י na'l. PanP Li.Ghef:; (Ah: -a: 1; Lieder und Alien. RalO. Pu!1. Oen.dd 1e;״! n־ die Km:am!ue!e Am Flügel bcpleiiete Werner Tu!׳. tir, de •m S: i ■ d mum n .10,! mb igeii J-.indiuek hin*e fließ. Maile (Saale•)״ Der 10■ < P u:: ׳ai!0 w 1 ..n.>U11!em ,m! 3 j. N!-wm!« r einen KanmuiuU-b, .,hed, .1U׳.p: \um ,Al! ח P׳,d1!-i 1 1׳; ׳, I.einzig (I! elP t In'!;,״ Kuiv;.r, Le•! s :.־a.n/, Ve-Lue. ued i'aul Illunten- Md. Yi׳;Pm ־13 י!, Hamburg. Ami '6. Pc/00: ■!:־*'!!!■׳ bP < 1 lundunp-vt? * .!ni :nlmig der SedL.-Ouin. gsu, •; •c judi -!.«r K ■1;.c: 0 L, 1• r ei ',!!*gnmpu OndPihenbürg siaH. d'un! 1. Ymu^emimi mr Pi o!d | Limburg wurde Faul l־mnekri ,1;,L. F. v,u!dc ( 1:. e <!־׳• P'.;:---! Le g׳'p1 :1;1׳ ie׳', bei der Pr. Hi aiuKclrw 0;»er ul> S^'udimn n'i'Hirk.*. Dem sveitemn iiberhaiuii Sclnia Lehmasin und 10? ui Liombeitn (L׳: Hera! une-Ue! ie lur judmhe Knrperbehinde'rte. — Hei ciaier Kundm 1 m hg 11 s Ha( Lad spiucli RaLlj. Dr. SimniisOni, H!e>Lm. Hannover. PP l’e!Uner PianOnn I.iliv־ Pynumt spielte mit. dem 1־ rank in 1 ז er KuLudi ׳und ׳rehr■.!er ui üer I ,eil ung von Pme-; ,d;nn>ik- Direktor Stelnherg mit gtuLcin Friolg das F-M• ■Il-Ktnjzc!! von CP ׳.;׳in. Harburg־Wi!h dmsburg. Am 12. Pe/embrr iand tüe \b ׳rlühning des ersten Idlm-Mnna• ha.!!!rhu־־ <k־' KKL .suitu Herr W. Mannheim begriÜAc die Eru-bicnencn. Im z\n-׳'liluli vnr A: die erue -Monat *,mdiau des KKL dui!י!־! Herrn .־\. Imndling voigH'ühn. Koblenz. Auh 21. XdVeun .־or hielt S. Goldsebmidt einen Voriug: ,»Was vl-1 langt!Le ge ■0;i* L de 0׳.. Siundc voll um JudeiO“ Bad Krcuznacli. Am 24. Nm-mOcr gtu h. Pu Fom׳. ranz. Fianbfnn, über .,Pno-re Z51Nm.1t ־- dm n.,.־L •!e dag! Wog und SrhPksai der Juden in I'HtH י•: Lla'.d‘•. LauphOm. An! '}. Xuvmdu ■-;ma־.־h Pr. Kieh.-.vd SirnuL, PL.n, in der Oit-gnipye i:’f,׳c־r di• k.Omnzer Tu;g!1n׳u Frau I>r. S'iauß gab einen Einblick in die Arbeit in Lehnitz. — Am IS. November sprach in der Ortsgruppe Dr. Licht, Mannheim,, über ״Palästina 19350 Leipzig. In edier Versammlung des Rrith Chaluzim Padim und tler ZOG. sprach;nn 10. Pczeniber Pr. Alhnann, Herlin. iiher <1ü5s Thema: ,.Juden — wohin r“ Anrtdiliebend wurde der HiLLucif. n: ,,Wir vom Raehau“ vorgeiülut, lieg lei! et durelL hehiaiscdie Gesänge, unter Leitung des 1 Herrn Rmnhaisi. Magdeburg. Am 12.! )mMnber sprach Walter Ilcinemanr» im Rahmen des Lchrkumu* des I lechaluz in Gemeinschaft mit der ZOG.: .,Juden, Engländer und Araber**. München. Feuer die wiiOGhuUlPhe .Stellung der Juden im islamischen Kuhurkreis untcr den Kalifen sprach auf Grund eigener Forschungen Professor Arthur C oben im Rahmen der Lchrkurse der Israelit!sehen Kultu>gemeindc. Der \’ort rügende bezog sich auf einen Aufsatz, den F’rof. FKchvl, der Oiientaii^t der Jeru alemer Universität, in der Zeitschrift, der Roy ul Asiatic Socict)־־ verüffeinlicht hat. Diese N eröffemlit hung, wie das Referat selbst behandelt im wesentlichen die Zeit der Ablucsidisdier) Kalifen im Bagdad des 10. Jahrhunderts und die RcFuigung der Juden im Wirtschaftsleben des mohammedänischen Aegypten im 10. und 11. Jahrhundert. Cohen wandte sich gegen die sowohl von Fische! wie von dein franzosbclsen Forscher Massignon rctlrctcne Thes«e, dalS die groben jüdischen flofagenturen der damaligen Zeit bereits die ersten Vorläufer des modernen kapifalLrisrhen Bankwesens gr wesen seien. Fs handle siclk bei diesen ldmernehutun|»1׳n noch nicht um rationale Betriebe, sondern um Geschäfte melir gelegentlicher, wenn auch überaus großzügiger Art. So habe eine Intervention der großen jüdischen ״Firma“ Josef und Aharon die Wiedereinsetzung des berühmten Gaon Saadja in sein Amt bewirkt. Die wcitcr^ebenden .\u -!001 ungen Gubens gipfelten in der Feststellung, daß die Wirtschaftseinheit der Juden in den islami.vjheü!-;indem des Mittelalters durch eigenes Recht, eigene Sprache und ן'olit Rehe NV!.r!raliLit zu einer weit größeren Wirksamkeit gelangt sei, ois dies der an sieh zutietknnle Max WeLer.xdie Ausdruck ״Fai iak;1pi!al1.>mu.s“ ,«־eimuieu Lt->e11 kd!n1te. - in einer Kundgehung der Zt M L sprach Dr. Haus C.ipel! (NLi 1 n!'ei'1;׳ über seine iLil.i'! iit.u ei-e 1P35. —- läu NLuh'im (iiiial hat von .^.iner jüngsten Fala-יי i0.11 v i-c e;1n׳n SehniüLLm ..!,ah'i't i na 1935" mitgebi aeht. den er .uäM LL, ״ad zeigte. An! Fnda iuug der l>raeiitiH.:he11 Kultusgemeinde und des Ort.-nngp der JugeudvcrLunde sprach Dr. Eduard Mr.julj (l’Ljnilun) übe!: ,.Rcligton und Vernunft“. — Vor der Wizo-Gruppc sprach Frau Pr. Rccha Freier (Berlin), di« Schöpferin der Jugend-AIiimi. Ankündigungen Chemnitz: /J IG. Am 21. Dezember, 20.30 Uhr, Acußere Klosterst taßt 13, ( d iariukkuh-1'A■it r de•; Zeirc Ali-rat 11 i-Bachad. Fe-''r<. dtan : Siegmtmd Koliel: ,.Das (‘hamikkah-Freigiiis und wir“, — Frankfurt am Main: An! 23. l)ez.eud •er. 20.30 Phr. W reimdiaus. Ko'het >heimer i.lindst ruße, Makkabiiei -LeHT des Bar Kochbj, Frankfurt am Main. AmpvaeUe: R.iLU. Dr, L»n!de. — Karlsruhe: Am 22. Dezend hu, 2°.30 Ihr, Münzend: Makkai>äcr-Feier. Ansprache: Rabl». RoHUtberg, hbims, .. Kühl: Z<)G. Am 21. DezuinLer, 20-45 Ihr. I> ׳ ,L '-Wolf i - M'hn-1 leim. (M< i!i־•ns!r. 18 •22, 11. (duinikk.ih-Feier. — Trier: Am 21 Dezember ('hanukkah ■Abend des lluhnuim. Anspiadic: Rah- Inner Dr. RodiseliÜd. Saarbrücken. — WitUich. ZOG. Am 21. Dez. Ghanukkalr Fe-icr. — Zwickau: (. hanukka h-Feief des Makkabi Ilazair an! 21. Dezember, Gemeindeln im, Nord st r. 24. Familien - Nachrichten Hm Salomon Beermaüin, Hannover, begeht am 24. Dezember den 80. Geburtstag. Herr Max G u t t m a n n ttnd Frau Jenny, geh. Goldtnann, Kohvlin (früher Frov. begehn! am 28. J.)ez<׳nd>er ihre goldene Hochzeit. Der 1. Vorsitzende der Jüd. Gemeinde Miillieim-Ruhr, M<yer Kann, begeht am 31. Dezember den 75. Geburtstag. Herr Max S inger und Frau Frieda, geh. Magnus, Brandenburg {Havel). ILiuntsir. 1, begehen am 25. J)eze1nf>er die sillxTne Hochzeit. PitIJ£§4hia-A19&4 Berliit AIR. 3 i W IS M AGENCY POA PAtESTtNE W 15; Münekestr. )0. Telephon: J 1, Bismarck 7165 70. Die l’al ästina-Bcr;1t1»ng bleibt znviseben Weihnaehten und Neujahr an allen Vrbeiktasjen Da während dieser Tage rnit M’lir viel .Aniiivldungcii *«11 auswärts zu rechnen Ist, *verden die Berliner Besucher gebeten, ma^liebst wührend dieser Zeit die Beratungsstelle nicht in .Anspruch zu nehmen. Die Zertifikat-Abteilung hält die übliclicn Sprechstunden ein. Ausb'ld11n״skursus für jüdische Sozialarbeit. Die Reichs- Vertretung der Juden in I)cttlschlrtnil teilt mit, daß die Zentralwohlidntsstcllc beabsichtigt, gemeinsam mit dem Jüdischcn Tra ucntnnul cinvit einjährig-tti Ausbiidimgskursus für jiidiscl;; So/ialarbi•!( in Berlin fisiznrichten. Voraussetzung zur Aufnahme in diesen Lehrgang׳ ist für weibliche und männliche Teilnehmer vollendetes 2(1. Lebensjahr, Ausbildung in einem anderen Berul oder beriits ausgeübte Tätigkeit. Die voraussichtlich entstellenden Ausbildungskosten werden monatlich 20-25 RM. Betragen. Der Lehrgang soll im April bzw. Mai 1036 beginnen, wobei für die einzelnen Teilnehmer eine mehrwöchige Vorpraxis bis zum Beginn der Ausbildung in einem jüdischen sozialen Betrieb geplant ist. Meldungen mit einem Lebenslauf, Zeugnisabschriften über Ausbildung und berufliche Tätigkeit bei der Keichsvertretung der Juden in Deutschland, Abt. Zcntrahvohlfahrtsstelle, Berlin-Qiarlottenbnrg 2, Kanlstr. 153. Der Verband polnischer Juden (Berlin N 51, Linienstr. 69) feilt mit: Die Polnische Regierung hat dem Sejm einen Amnestie-Oesetzentwurf unterbreitet, wonach u. a. asich denjenigen Militärpflichtigen, di« bis zum 30. März 1923 ihrer Militärpfliclit nicht nnchgekoitiineii sind, oder sich im Auslände bei den Konsulaten nicht registriert haken, Straffreiheit gewährt wird, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Amnestie-(.iesetzes sich der Militärbehörde stellen. Es liegt daher im Interesse der Betroffenen, sich sofort mit dem \ erband zur Erteilung weiterer Auskünfte in Verbindung zu setzen. Die Palästina-Treuhand-Stelle Berlin teilt uns mit: ״Das im Sommer d. J. an die Einzahler der Transfcrliontcn und die hierfür vorgeinerkien Personen gerichtete Sonderangebot der Nir Ltd. Tel-Awiw ist insgesamt mit2356 137,99 RM. gezeichnet worden. Nach dem Angebot wird den Zeichnern eine Bar1|t!ote und im übrigen Wertpapiere des Keren Kajenieth Lejisrnei Ltd., der Nir Ltd. und der Bank Hapoaliin Lta. zur Verfügung gestellt. Bei der nunmehr erfolgten Zuieihmg konnten nach dem Angebot nur 2 095 537,90 RM. berücksichtigt werden, während im übrigen die vorliegenden Zeichnungen leider ausfallen mußten.“ Absage der Tagung gesetzestreuer Lehrer. Für die von der Sa1r.so:t1-Rap!1ac׳l-I lirsch-Schule, Frankfurt a. M., geplante Tagung gesetzestreuer Lehrer haben sich unvorhergesehene Schwierigkeiten ergeben, so daß die Tagung abgesagt werden muß. Warnung! Ein Josef Fleisch mann, Frankfurt a. M., sammelt Anzeigen für einen jüdischen Kalender, der als Branchenverzeichnis in verschiedenen Städten herauskommen soll. F. kassiert die Gebühren und verschwindet dann unbekannt wohin. Da es auch möglich ist, daß er seinen Namen wechselt, wird hierdurch seine Personalbeschreibung gegeben: Kleine Figur, schwarzes welliges Haar, gescheitelt, siiddeutsche Mundart, gewandtes Auftreten. Es wird hierdurch vor ihm gewarnt und gebeten, ihn der Polizei zu übergeben unter Benachrichtigung an die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158. Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 20. Qeiembcrs Ltixemhnrg (13D4), 13.30: u. a« Rubins)ein. —־ Wien (506). 12: u. a, MemPPso|,n; 16.05: Schallp!., Arthur Schnabel. — 'Warschau (117.20 ,(3־ ״: u. a. KorngoM. Sonnabend, 21. Dezembers Wien (500), 15.15: u. a. Mihul: Joseph in Ägypten. — Laliti (1807). 18.55: HaU-vy: Di« Jüdin. — Lontlon (342), 19.30; u. a. WunlxTpcr. -־- Radio Normandie (113.3), 11: u. a. Jnuav-on, MilUaud. Sonntag, 22. Dezember: Radio N.nmanTie (1113), 13.30; u. a. Me״- delssohn; L4.05: n. a. 31 t־vc!l»eer; 20: u. a. MendeF:&ohn, Jacob. Radio Cite (1068), 20-45: Albert Sandler spielt. Montag, 23. Dezember: Radio Normandie (1113)» 11: u. a. Mosikowski; 14.05: St. Saef15: Samson und Dalila. Karlsruhe, 17. Dezember 3935 Redaktion der ״Jüd. Rundschau“ Gestatten Sic einige Bernerkungen zu llircm Artikel ״An der Biegung der Kurve“, sowie den zwei darauffolgenden Aufm!» zeu in Nr. 100 von! 13. Dezcmher 1935. Ich hahe das Land vor kurzem aus eigener Ans׳ Lauung kennen gelernt, zu einer Zeh, aU es schon mitten in der Krise stand. Pie Frage nach Bekämpfung der Kris*! Kl zugleich die!,’rage nach 1 ki Ursache derselben. —־ Wie enOstand die Krise — mußte Ae kommen — ist. Ae gesund —־ worauf ist Ae zu!ückzufüliren i Die Meinung, d r a!j־.׳ss;1u>:׳h* i'aiienhche Krieg hat sie herbeigehüllt, ist sein ober!lüchlich. Sie vv;i!e viHlrirlit später — nach ul me diesen Krieg׳ gelmnuuen, der lc׳iigli'h den Anbiß z1.1t u akuten Audtrueh der Krise ^ab. Das Faml hat seit lahren einen Uü1m>i. lircioliclicii AuFehwung gennimnen. last ohne Kucksc 11 und Pnierbrcrhiing. Pie Linv. andvUH'.g ״iug uuvermindert weiicr. Sie b lach1 e um ei mindert Kapital und Untenudimejg׳ Pt mit und das Risiko der Kajut.dmvcsti iun war nieht al:, 1״■ t.i zu vi ran ■.chlay en. 1 )ie ('< nun 1 ih k ■יkletterten empor, und ein einmal eiwurln׳ne.s (ärund.-!ück zu vt rkaukn, selbst mit Gewinn, galt als veitehii, da immer nmer WtdmungAicd arf auiirat. und n*:ue Si. dlung.sj arzcllen gesucht wurden.!las Bauen wurde immer teurer, und die Lohne stiegen oftmals mitte 11 im Bau. so daß die Baukosten im voraus gar nicht mehr kalkulierbar waren, was sich sellmtverCiiiidiieh auf die Preise der Wohnungen, die Hohe 1 h31 1־!eiet! ulte! trug. F 3.— für ein leerem Zimmer in 1 luiia urnl mehr wurden verlangt und bezahl!. Der I iruivPnh ks-[>ckuhnion waren Tür und Tor ge» dfiiie', Gewi! iru hancen bei kLdnem Ri-iko. — die Meiisdien mü-mn ja w־o!men. Alu-r nun kommt der Funkt, wo diese hoben Mieten eint.ich nicht mehr Bezahlt werden konneu: die Einkommen haben nicht Selcht gehalten mit den Ausgaben, den LcbeiiAusten. Die Laden weifen die hohen Renditen nicht ah, die notig wa! n zur Zahlung ®!er abnormen Nliet. kosten. Die Einkommen .־־in׳.! zu kh 1!1 im Ve-rSuiFnis zu den Ausgaben. Diese Spekulation, oder bes־er gesagt Ucberuives' ition, die darin be-Laüd, daß viele Ia־u:e ihre letzten Mittel feMegten, ha» te zur!,'olge. dalj sie ohne alle Barmittel in die Krise gingm». Das Gehl war inveoti/rt iu leureu Grundstücken, teuren Läden; man besaß eine fabelhafte Feilsinn und — ein wenig bdiPh gesprochen — mußte seine Daschcreehnun״ mi! einem Wecinel bezahlen. Weelioel über Wechsel —- Grün P ü׳ k.:>weeh ei. lLmweuisei —, jawohl Wechsel für flllli^cLoiiuc. A.I>.:ai1lu1tgawcciirf«. 1 lur kk;in.i?e dt׳. li. |״:n G11!׳r.1u*.;!\s um! Ve.bsrt lür viele anäere L:1U nun be״anu die Kri-e damit, daß tihi 0׳ Ii.iilkeii hluizi״ geW1׳f,!en, durch Alihchungen iitwr das normale Ma0 bei verschiedenen In« sliiulen, ihr VVechseLm aterial sieblen und manchen Wechsel ablehnten, den sie kurz zuvor noch diskontiert hätten. Ein begreiflieber Vorgang, den wir alle kennen. Und nun zum Kern der Sache. Ks ist kenn großes l'rtj:lüclt, wenn nun auch einmal einige, sagen wir Grundstückswcchsvl. zu Prolest geben und die Eigentümer gezwungen werden, von ihrem Grundbesitz, den sie normalerweise nicht losgeschlagen hätten, etwas verkaufen müssen, um sich Geld zu Beschaffen. Dieser Zustand wird erwartet, und darauf gründet sich die Zurückhaltung lür N( .i 0 1 ׳i i• •:.cn. Man glaubt, daß aut tliese Art und Weise der s« hrankc-nlösen Spekulation ein Riegel vorgeschoben wird. Wer nie an einem Grundstück Geld verloren hat, hält die»e Spekulation wahrscheinlich Mr eine be- <1 ictüc -Ar*, sein l'-itileommen auf Kosten der Allgemeinheit zu erhohen, ent d •י s.Ti ja vermieden wer ’eit. Die Konjunktur, die den Keim tier Krise mitgebracht hat, wird jetzt überschattet von dit׳er Krise, die, kürr-Ttch überbrückt und verschleiert, gewiß verstärkt und gekillt lieber gelegent 11111־ W iederkäme. Aber was sollen die Menschen, die A1׳H!,!r. wahrend tler Krise, — wir si l> ernähren'!* Kill ytober Teil der zugewanderten Arbeiter, die hauptsäch• lieh aus Pulen kamen, geht in die Krise ohne alle Reserven. Und trotz lein sehen Tte »e Arbeitcr ihr gelassener entgegen als 2. 1!. der Einwanderer aus Deutschland. Der polnische Jude kommt aus einem Land, in dem die Krise lür ihn schon chronisch geworden war. er hat sie schon Olt erlebt, und er Endet Mittel und Wege, sielt darüber hinweg- Zubringern 5c׳ine l’ciiston wird borgen, sein Haus wird mit der Miete und (Um Wa.sergcld wartett, und er hat 1׳ reuiiilc, die mit ihm da, Letzte teilen. Nicht so der |mie aus Deutschland. Kür ihn hat die Krise etwas schrecklieh licung-uigendes, und er, der schon verst 1 itedene׳ Male au, seiner lialrn gcw'orten wurde, furchtet vielk׳r ein ähnliches Schicksah liier wird die Regierung cingreiten müssen, Kotstandsarbl heil lut den!, nette Mittel und Wege werden gehindert werden müssen, um dem «Außenhandel eie־s Landes einen neuen Auf,rieb zu gebest- Der Zug aufs Land und das Abwander» von der (iiotis a,it wird wieder einsetzen mit allen K0:tset|tn'nz(:11. die sich duuum ergeben, und allmählich vrrrd von altem t'in nahirlieher Ausgleich geschaffen werden■ Die Kn-e aber gew aitsuira bekämpfen durth Vertuschung iltter Ursachen mit kleinen Mitteln oder datlu 1011, ela■'׳ man die Hanken veraiilaüi schlechte Wechsel zu diskontieren, winl sie nur hinausschieben, und sie wind im Kltythntu, des Aul- und Abstiegs viel druckender und schwerer wiederkommen. Hochachtungsvoll Lazarus Barth Gemeindewahlen in Württemberg Bei den wiirttcmbcrgisehen üemeinilevvahlei! vom 1. Dezernber wurde die Pari f ri t zwischen den Zionisten und N ic J1 i 7. i o n i st e n zugr. ide gelegt. Neu gewählt wurden in den Vorstand der Ue.ucitule S t u t tga r t: Josef Briickel, 1 copold Goklschmielt, Ihewlor (.ל. Hirsch, Dr..Marcus Mater, Moritz Marx, Fritz Bcnario, Dr. Walter Einstein, Dr. Emil Sander, ln den Vorstand der Oetnemde Cannstatt wurde Ludwig Strauss gewählt. ln den würt.emhergisTun Ober rat vntrden gewählt: Rabb. Dr. Kahn, Lehrer Karl Kahn, Fritz Bcnario, Max Feldmann, Hugo Davidsolm, Carl Levi, Dr. Marcus Maier, Dr. Paul Tänzer, Dr. Heinrich Wolf, Emanuel Adler, Kuno Fleischer, Siegfried Mann, Franz Moos, Anselm Kahn I, Dr. Manfred Scheuer, Albert Adler, David Stein, Jakob Wolfsheimer und Hermann Kahn. Zionistische Arbeit in der Pfalz. Uni zionistisches Wissen, Wollen und Fühlen allen Juden ihres Bereiches näherzubringen und Interessierten Anregung und Grundlegung für das Studium zionistischer Fragen zu geben, führen alle Ortsgruppen der Pfalz auf Anregung des Orttppciivcrbandes Bade״, Württemberg, Pfalz ein gemeinsames Wintcrprogramm durch. In wöchentlichen Abständen wird unter Austausch der Referenten über Volk, Land und Bewegung berichtet. Der Hcctialuz macht alle Haushaltungen darauf aufmerk■ sam, daß die Stellenvermittlung lediglich durch den jüdischen Arbeitsnachweis, Lindenstr. 48/50, geschelten dart. Aus diesem Grunde ist es zwecklos, sich direkt mit dem Hechaluz wegen der Besetzung von Haushaltstcllcn in Verbindung zu setzen. Solange uorrall Am La5r*r 50vtr*״rhieü. Posten u. *8mtl.Typ#n vorführun״»o»־reit, (nV>ri,-n«*uer, ptre! ss<41 u♦ * Freier Gf räW (Pabrikrestb(• stände): Trlcfunknn, ■OcicfliA DaaiuiiI TauanuiMStp.m Blaupunkt, Kf'iriin? usw. z. 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