Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 102 (20.12.1935)
- Date
- 1935-12-20
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdische. Rundschau NR. 102, 20. DEZEMBER 19« PALÄSTINA-BLATT Das Wahlresultat 6 Rechte, 6 Linke, Dizengoff und Rosenblüth gewählt Tel-Awiw, 18. Dezember. (JTA.) Die abgeschlossene Zählung der bei der Neuwahl des Stadtrats von Tel-Awiw ab• gegebenen Stimmen zeigt folgendes Endergebnis: An den Wahlen haben insgesamt 21 677 Wahlberechtigte teilgenommen. Die Arbeiterpartei erhielt 87(W Stimmen, die ״Zentristen“ 8651 Stimmen, auf die Liste des bisherigen Bürgermeisters Meir D i zen go ff entfielen 2007, auf die verbundenen Listen der fortschrittlichen Zionisten und derHitachdut Oie Germania (Liste Felix Rosenblüth) 1632 Stimmen. Von den zu vergebenden 15 Mandaten erhalten dieArbeiterparteiler und die Zentristen je 6; die sechs Mandate der Zentristen werden folgendermaßen verteilt: je ein Mandat fällt an die Gruppen des Vizebürgermeisters Rokcach, Shatzows, der Revisionisten und des Misrachi, während die Gruppe der Hausbesitzer zwei Mandate erhält. Das 13. und 14. Mandat wurde der Liste Dizengoff bzw. Rosenblüth zugesprochen. Das 15. Mandat war zunächst noch strittig; schließlich wurde es dem sephardischen Listenführer Benvenisti zugeteiit- Für Konzentration der Kräfte Weizmanns Bemühungen Von unserem palästinensischen Korrespondenten. gl. Tel-Awiw, 12. Dezember Weizmann, der vor kurzem ins Land gekommen ist und seine Zeit zwischen dem Sieff-lnstitut in Rechowotli, der fixekutive in Jerusalem und der neu wachsenden naturwissenscliafiliehen Fakultät der Hebräischen Universität teilt, hat in den letzten Tagen an zwei Stellen in die palästinensische ״Tages- Politik“ eingegriffen, beide Male mit derselben Absicht einer Konzenirierimg der Kräfte und einer Beilegung schon ״historisch“ gewordener Konflikte im Jischuvv. Vor einigen Tagen hatte er einen Empfang bei den Allgemeinen Zionisten und erwähnte dabei die dicht bevorstehenden Wahlen von Tel-Awiw. Er teilte seine Absicht mit, nach Bildung des neuen Stadlrats mit ihm in Verbindung zu treten, ״ob er mich einlädt oder nicht“, und von ihm eine Kooperationspolitik mit den zentralen Institutionen des jüdischen Palästina zu verlangen. Bekanntlich hat die Munizipalität Tel-Awiw in den letzten Jahren eine Tendenz gezeigt, sich gegen den Waad Leumi, der die palästinensische Judenheit als Ganzes vertritt, abzusondern und sowohl gegen ihn (wie zum Beispiel in Erziehungsfragen) als auch gegen die Zionistische Exekutive eine gewisse separatistische Oppositionspoliiik zu treiben. Die Aeußerung Weiztnanns ist nicht nur eine Stärkung der progressiven Elemente im Stadtrat, sondern ein Zeichen dafür, daß der Präsident der Zionistischen Organisation seine Kräfte der Uehcrwindung des gegenwärtigen Zustandes widmen will. Nicht zu Unrecht hat daher diese Haltung große Aufmerksamkeit erregt. Noch größeres Aufsehen machte jedoch der Besuch Weizmanns bei der Konferenz der P f 1 a 11 z e r (s. ״Jiki. Rundschau“, Nr. 101). Die Pflanzervereinigimg (Hitachduth Ha'ikarim) hat seit langer Zeit eine ähnliche Politik getrieben wie die Munizipaiität Tel-Awiw, nur noch stärker betont. Es wurde der Versuch gemacht, die Zentralisierung des hebräischen Schulwcrkcs dadurch abzubauen, daß die Kolonieräte, in denen die Pflanzer das ausschlaggebende Element bilden, sich mehr und mehr van der zentralen Instanz beim Waad Leumi unabhängig zu machen suchen. Die Pflanzer nehmen nicht nur nicht am zionistischen Kongreß teil (sie begründen das, vielleicht mit einiger Logik damit, daß sie keine politische Partei, sondern einen Wirtschaftliehen Interessenverband bilden), sondern sie sitzen auch nicht im Waad Leumi, weil sie sich mit der Wahlordnung nicht beirumden können. Die Pflanzer haben verlangt, daß die Knesseth sich aus den Vertretern der einzelnen Lokalgemeinden in den Siedlungen zusammensctz.e, wodurch sich ihr Gewicht in dieser Körperschaft stark vermehrt haben würde. Da diese Forderung nicht durchdrang, hat sich die Hitachduth Ha'ikarim nicht mehr am Waad Leumi beteiligt und ihn als Domäne der Arbeiter bekämpft. Weizmann liat nun den ungewöhnlichen Schritt getan, auf der Konferenz der ״Hitachduth Ha'ikarim“ zu erscheinen und von den Delegierten eine Aenderung ihrer bisherigen Politik zu verlangen. Daß die Konferenz die Sauberkeit der Motive und die Kühnheit dieser Aktion zu würdigen wußte, zeigte sie in dem warmen Empfang, den sie dem Präsidenten der Zionistischen Organisation bereitete. Weizmann hat auf seine übliche Art die Dinge sehr klar und einfach dargestellt; er hat die Notwendigkeit nacligcwiesen, alle Kräfte zu konzentrieren und die Forderung an die Konferenz gerichtet, eine Kommission zur Klärung der Wege, die zu einer gemeinsamen Arbeitsbasis führen, einzusetzen. Die Konferenz hat eine solche Kommission gewählt, aber die Antwortrede von S m i I a n s k i war nicht b esonders ermutigend. Er begann mit einer Sympathieerkliiriing für Weizmann, mit dem er auch in den Fragen der Außenpolitik iibereinstimmt, betonte dann aber im einzelnen seine Differenzen in bezug auf die Innenpolitik. Er kam auf die Forcierungen der Hitachduth Ha'ikarini im Waad Leumi zurück, über die wir oben gesprochen haben, und in der gesamten Rede war keine Basis für die von Weizmann gefordertc L"׳ pp.mgsnktion zu finden. Immerhin gibt die gewählte Kommission zur Klärung der Frage eine Verhandlungsplattform, und jetzt, wo Weizmann dieses neue Werk begonnen hat, wird er daran Weiterarbeiten, die Hitachduth Ha'ikarim, zweifellos einen außerordentlich wichtigen Faktor im Lande, auf irgendeine Weise mit der Arbeit der verantwortlichen Instanzen zu verbinden. In diesem Zusammenhang sind die Vorschläge interessant, die die bürgerlich-progressive Zeitung ״Haarez“ an das Zwiegespräch Weizmann—Smilanski auf der Konferenz knüpft. Das Blatt mißt dem Besuch des Präsidenten bei den Pflanzern gröBte Bedeutung zu und weist auf den Beschluß von Luzern hin, neben der Exekutive einen W i r t s c h a f ts r a t zu bilden, der aus Vertretern der großen Wirtsehaftskörper (Industrielle, Pflanzer, Handwerker, Arbeiter) zusammengesetzt werden soll. Der ״Haarez“ sieht in der Bildung eines solchen Rates eine Notwendigkeit für die Regelung der ökonomischen Entwicklung und eine Möglichkeit, den Pflanzern eine Stelle zuzuweisen, an der sie arbeiten und ihre Meinung zum Ausdruck bringen können. Als zweiten Vorschlag bringt das Blatt die Schaffung einer Stelle für die Regelung der Arhcitsbezieh ungen, an der ebenfalls die Pflanzer beteiligt sein sollen. Beide Vorschläge verdienen Beachtung. Sie sind nach dem Kongreß in der OÖffentlichkeit noch kaum besprochen worden. Es ist möglich, daß sich bei den geplanten Verhandlungen noch manche anderen Vorschläge bilden werden, und Weizmann hat sich bei seiner Demarche noch in keiner Weise festgelegt, sondern sich mit der Formulierung des Zides begnügt. Die Hitachduth Ha'ikarim ist in den letzten Jahren ständig an Macht gewachsen, vor allem durch die Vergrößerung der Orangenwirtschaft. Die letzte Konferenz hat von neuem diese Tatsache bewiesen. Der Rechenschaftsbericht umfaßt unter anderen! die Tätigkeit der Bank des Verbandes, die Kredit für Pflanzer gibt, die Entwicklung der Schule der Hitachduth Haikarim im Pardess Channah lind den im letzten Jahre gemachten Versuch, vom Verband aus Einwanderer für die Arbeit in den Plantagen aus dem Gaiuth zu bringen. Man sieht aus der Zusammensetzimg der Konferenz, daß hier eine wirtschaftlich potente Vereinigung vorhanden ist, die ihre spezifischen wirtschaftlichen Interessen auch politisch verteidigt (es sei hier an Was nun? Das Wahlresultat ist insofern überaus interessant, als es zeigt, daß die große Masse der Bevölkerung Tel-Awiws in zwei zahlenmäßig fast gleiche Lager zerfällt. Zwischen diesen stellt eine verhältnismäßig kleine Gruppe, die nicht einheitlich ist, sondern auch ihrerseits aus zwei Hälften bestellt, von denen die eine (Diz.engoff-Gruppe) wohl dem Rechtsblock zugerechnet werden kann, die andere, das linksgerichtete Bürgertum, zwar nicht mit der Arbeiterpartei zu identifizieren ist, aber doch mit dieser die Opposition gegen gewisse Verwaltungsgrundsätze der bisherigen, von den Rechts-Biirgerlichen geleiteten Stadtverwaltung gemeinsam hat. Es entsteht nun die Frage, wie der kiinftige Stadtrat aussehen wird. Von den zw׳ei großen einander gegeiüiherstelienden Gruppen hat keine für sich allein die Mehrheit. Es hieße wohl die parlamcntarische Haarspalterei zu weit treiben, wenn man nun der Ansicht wäre, daß das 15. Mandat, dessen endgültige Zuteilung an die S e f a r d i m nachträglich gemeldet wird, den Ausschlag geben soll, ob sich die Waage nach rechts oder nach links neigt. Dazu kommt noch, daß der bisherige Bürgermeistcr Dizengoff, der zweifellos, wenn er die Kandidatur annimmt, auch jetzt wieder zum Bürgermeister gewählt werden würde, vor der Wahl erklärt hat, daß er eine überparteiliche Stellung einzunelimcn wünscht und demgemäß auch nicht auf der Liste der bürgerlichen Partei, der er bisher ztigezähit wurde, kandidierte, sondern eine eigene persönliche Liste aufsteilte. Die große Aufgabe, die sich vor dem Stadtparlament angesichts dieses Wahlresultates erhebt, ist die Bildung einer Verwaltung, in der alle wesentliehen Kräfte vertreten sind. Die Stadt Tel-Awiw befindet sich gegenwärtig in einer Lage, für die bereits das alarmierende Wort ״Krise“ verwendet wurde. Seit dem wirtschaftlichen Rückschlag im September, der ein Stocken des Baugewerbes zur Folge hatte, gibt es eine nicht unbeträchtliche Arbeit slosigkeit, die auf einige Tausend geschätzt wird. Dies brauchte für eine Großstadt wie Tel-Awiw noch kein erschütterndes Problem zu sein, zumal da ja die Bedürfnisse unvermindert anhalten und also auch die Bedarfsdeckung, u. a. auf dein Wohnungsmarkt, notwendig sein wird. Aber die Stadtverwaltung müßte tatkräftig eingreifen, ein weiteres Umsichgreifen der Arbeitslosigkeit Verbindern, die lange fälligen öffentlichen Arbeiten durchführen und auch sonst der Stadtbevölkerung das Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens geben. Das kann aber nicht eine Stadtverwaltung, die in sich selbst gespalten ist und deren beide Hälften einander leidenscliaftden alten Kampf mit der Arbeiterorganisation um die Durch- Setzung der jüdischen Arbeit in den Plantagen erinnert). Das erste Auftreten der Exekutive, das durch den Ruf zur Konzentrierung der Kräfte charakterisiert war, und der Versuch von Weizmann zur Heranziehung der Pflanzer für die allgemeine Arbeit des Jischuw zeigt die Tendenz der Exekutive in der inneren Politik, wie sie einer Koalitionsexekutive entspricht. Palästina wartet jetzt auf die weiteren Schritte der Leitung. Insbesondere ist es von dringender Wichtigkeit, sehr bald die ökonomischen und politischen Pläne der Exekutive für die nächste Zeit zu liören. Die gespannte Lage verlangt auf beiden Gebieten erhöhte Aktivität. Legislative Council wird verkündet Jerusalem, 18. Dezember. (JTA.) In einer Mitteilung an die Jüdische Telegraphen-Agentur bestätigt die Palästina- Regierung die Meldung, daß High Commissioner Sir Arthur Wauchope die arabischen Führer für Sonnabend, den 21. Dezember, zu sich gerufen hat. um ihnen die Schaffung des Legislative Council zu verkünden. 57000 Einwanderer bis 1. Dezember Jerusalem. (Palcor.) Nach den Ziffern des Einwanderimgsdepartemcnts der Jewish Agency sind im Mqnat November 1935 4086 j ii d i s c 11 e Einwanderer über die Häfen Haifa und Jaffa nach Palästina gekommen. Es fehlen noch die Ziffern über die Einwanderung im genannten Monat über die Festlandsgrenzen und die Zahl der Touristen, die das Rocht erhalten haben, legal im Lande zu vorbleiben. Unter den Einwanderern, die im November ins Land gekommen sind, befanden sich 1056 Personen, die als Kapitalisten einwanderten; 1018 Personen, die auf Grund von Zertifikaten der Jewish Agency einwanderten; 1281 kamen als Angehörige von Bewohnern Palästinas ins Land, 623 als Schüler und Studenten. Bis zum 1. Dezember 1935 sind 56 944 jüdische Ein- Wanderer nach Palästina gekommen, darunter 9388 als Kapitalisten. (Im Jahre 1934 betrug die Zahl der jüdischen Einwanderer im Laufe des ganzen Jahres 42 359. Personen.) lieh bekämpfen. Ein solcher Bürgerkrieg im Stadthaus könnte die Stadt an den Rand des Ruins bringen. Dazu kommt noch, daß gerade in solcher Zeit ein öffentliches Interesse daran besteht, daß auch die Arbeiterkreise Vertrauen zur Stadtverwaltung haben; es wäre unklug, auch wenn man es technisch könnte, die Arbeiterschaft in eine radikale Opposition zu treiben, die ja wahrscheinlich dann nicht auf den Raum innerhalb der vier Wände des Stadtparlamentes beschränkt bliche. Alles spricht also dafür, daß eine Koalit t i o n zustande gebracht werden m 11 ß. Es ist eine Probe auf die staatsmännische Reife des jüdischen Volkes, denn Tel-Awiw ist der erste rein jüdische Verwaltungskörper, wo sich die Fähigkeit zur Sclbstregierung erweisen muß. In der letzten Zeit ist häufig genug die Parole der Einigkeit ausgegeben worden. Der Kongreß stand in diesem Zeichen, und gerade jetzt hat Dr. Weizmann eine bewunderiingswürdige Aktion unternommen, um auch die Kräfte, die noch außerhalb stellen, in den Bereich der Zusammenarbeit zu bringen. Für die Stadtverwaltung Tel-Awiw bleibt schon nach der Logik des Walil resultats kein anderer Weg. Wir täuschen uns nicht darüber, daß bei der bestehenden Animosität eine Annäherung schwierig sein wird, denn man hat sich zu sehr auseinandergeredet. Die Exekutive der jewish Agency mit Dr. Weizmann an der Spitze muß hier mit ihrer ganzen Autorität eingreifen. Wenn man auf dem letzten Kongreß der Meinung war, man müsse in den einzelnen Ländern gemeinsame zionistische Landesverbände schaffen, wieviel mehr gilt das für die Verwaltung der ersten und einzigen jüdischen Stadt auf dem Boden des verwirklichten Nationalheims! Von einer weiteren Analyse des Wahlrcsultats sehen wir ab, bis genauere Einzelheiten vorlicgen werden. Für die Zionisten aus Deutschland ist es gewiß eine große Befriedigung, daß Felix Rosenblüth, dessen Besonnenheit und Energie sie zu schätzen wissen, in die Stadtverwaltung eintritt; dadurch ist auch zum erstenmal das west jüdische Element darin vertreten. (In der Meldung ist die Rede von einem Mandat für die verbundenen Listen der Hitachduth Oie Germania [Rosenblüth] und der ״Fortschrittlichen Zionisten“ [Gliickson], Es scheint jedoch daraus hervorzugehen, daß der Listenführer der ersteren Liste, also Rosenblüth, das Mandat erhält,) Der Wahlkampf war in der letzten Woche vor dem Abstimnmngsfag besonders heftig und bewegt. Von den eingereichten Listen ist ein großer Teil völlig leer ausgegangen, anscheinend auch die Liste der Einwanderer aus Polen. Vielleicht wird dieser Mißerfolg dazu beitragen, dem Unfug dieser Zersplitterung hei künftigen Geiegenheiten ein Ende zu machen, Stagnation des Touristenverkehrs? J er us a I c m, 15. Dezember. (JTA.) Die a r a b i s c h e Presse weist daraut hin, daß der Touristenverkehr vor den diesjährigen Feiertagen äußerst schwach ist. Während im vergangenen Jahr in den Monaten Dezember bis März 31 Sonderschiffe mit Touristen nach Palästina kamen, sind für dieses Jahr bisher erst drei Schiffe angckiinciigt. Der Rückgang des Touristenverkehrs wird auf die Unsicherheit der internationalen Lage zurückgeführt. Geschädigt sei insbeson« dere der arabische Bevölkerungslei!, da die Reiseagenturen zum großen Teil in arabischen Händen Siegen und die Touristcngcsellscliaften arabischen Führern an vertraut und in arabischen Hotels untergehracht werden. (Es handelt sich offenbar um die christliche Touristik anläßlich des Weihnachtsfesies. — A. d. Red.) Die Wohnungsverhältnisse in Tel-Awiw Jerusalem. (Palcor.) In der zweiten Hälfte des Monats November hat das Arbeitsdepartement der Jewish Agency in Tel-Awiw eine Wohnungszählung vorgeiiommen, um die Wohnverhältnisse in der Stadt und die Zahl der leeren Wohnungen fcstzustellen, die vorhanden sind. Aus dem Ergebnis dieser Zählung ist zu ersehen, daß die Zahl der leeren Wohnungen in Tel-Awiw ungewöhnlich niedrig ist. Die Gesamtzahl der iccrgestandenen Wohnungen betrug 132 mit insgesamt 423 Zimmern, darunter 16 Wohnungen zu 2 Zimmern, 81 zu 3 Zimmern, 29 zu 4 Zimmern, 5 zu 5 Zimmern und eine Wohnung von 6 Zimmern. (47 in alten Häusern, 85 in neuen.) Der größte Teil der leerstehenden Wohnungen befindet sich in den neuen Stadtvierteln im Norden. Nach den Ziffern der Wasserwerkvenvaltung des Stadtrats von Tel- Awiw gibt es in Tel-Awiw 6000 Häuser mit 60 000 Zimmern. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen beträgt demnach kaum 0,7 n'n der Gesamtzahl der Wohnungen der Stadt. In Europa und Amerika wird als Normalreserve an leerstehenden Wohnungen, die eine Stadt besitzen soll, ein Prozentsatz von 2,5 0/0 bis 3 0/0 der Gesamtzahl der Zimmer angesehen. י *־׳ '* . -in allen Sparten ־ w *a■vnn\\ R*>rlm Aiisbad»«־' SiniHc 9 Dacna! au1׳, De.rim.!>!.:-b,s nar|>; 3436,1101׳