Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-12-20 · Heft 102 (20.12.1935) · page 26

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 102 (20.12.1935)
Date
1935-12-20
Page
– (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653919--27933-2689393
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

Niederstetten (Württemberg): Betty Braun. — Julius Kirchheimer. — Manfred Ney. Nor deck b. Gießen: Berhold Stern. Nördlingen: Gerda Hamburger. Nürnberg: Hilde Katzenberger. — Rath Lewin. Oehringen: Suse Kaufmann. Oldenburg: Gerda Seligmann. Ostheim b. Butzbach: Fritz Rosenzweig. Pforzheim: Siegfried Reutlinger. Pirmasens: Lothar und Gerhard Benedick. R a t i b o r: Jizrhak Herbet. — Evelyne Rechnitz. — Günther Rechnitz. — Rita Schaub. — Rita Schmul. — Fritz Weißkopf. Recklinghausen: Lothar Katz. Reichenbach: Ilse Marg. Ring. Remscheid: Iians Mandelbaum. Riga: B. Lurie. Bad Salzbrunn: Heini Reichmann. Sieg bürg: Ilse Falkenstein. — Hanna Heymann, —■ Helma Hirschfeld. — Margot Löbenstein. Sieglitz: Lotte Sattler. S o r a u: Ruth Sabor. — L. Kalitzki. Spandau: Rüben Baer. 4 Schönow: Hans Abraham. Schw.-Hall: Marga Heumann. — Ruth Horwitz. Stadtlengsfeld: Egon Wildmann. S t a r g a r d: Ellen Camminer. — Hildegard Klein. Stettin: Otto Lindner. Stolp: Alice Baum. — Eva Alice Casper. •—־ Annelore Cassel, —־ Makkabi Hazair. — Ruth Salinger. — Ellen Karla Stenschewski. Tangermünde: Georg Fabisch. Tel• A viw: Eva Brauer. — U. Mannheim, — Gert Voienberg. Teterow: Siegmund Rosenzweig. Themar: Willi Müller. Trachenberg: Hanna Lewinger. Treuburg: Ilse Friedmann. Treuchtlingen: Herbert Jochsberger. Ulm: Heinz Erlanger. Wartenburg (Ostpr.): Willy Direktor. — Gerda Flatow. —* Ruth Hirsch. —־ Erna Schein. Wien: Eva Iloffmann. Wittlich: Oberstufe und Bettina Rachel und Walter Hartmann. Würzburg: Hanna Stolberg. Ziegenhals: Heinz Zweigel. Zweibrücken: Gretel Moses. Wir danken nochmals allen Teilnehmern für ihne Mitarbeit und hoffen, daß ihr an diesem Wettbewerb ebenso viel Freude gehabt habt wie wir selbst' bei dem Empfang eurer Arbeiten. JledaUüwt ckt, ,,iände^lluMiUcUau'‘ Was das Preisgericht zu sagen hat So wie ihr euch jetzt über eure Preise freut, so haben wir uns über all die Mühe gefreut, die ihr euch gegeben habt, und über die Liebe, die darin steckte. Ihr wäret sicher gern dabei gewesen, um zu sehen, wie eure Arbeit gewirkt hat, was die andern gemacht haben, und wie wir die Preise verteilt haben. Ich will euch jetzt davon erzählen, nach welchen Gesichtspunkten wir geurteilt haben. Und wenn ihr wieder einmal eine Bastelarbeit macht, dann könnt ihr euch bevor ihr beginnt, überlegen, wie man eine solche Arbeit anzufassen hat. Wir haben uns also erst einmal angesehen, ob die Arbeit sauber und ordentlich und exakt ausgeführt w־ar. Das ist eigentlich so selbstverständlich, daß darüber gar nichts zu sagen ist. Wenn eine Arbeit schon bei leiser Berührung entzwei geht, dann ist sie wertlos. Ein Kinderspielzeug z. B. muß so fest und stabil gebaut sein, daß ein Kind auch damit spielen kann, ohne daß das Spielzeug zerbricht. Aber es gehört auch dazu, daß man die Technik oder das Handwerk, das man sich gewählt hat, gut versteht. Man muß Holz z. B. anders behandeln als Pappe, Ton anders als Metall usw. Denn jedes Material, jeder Stoff hat seine eigenen Gesetze der Behandlungsweise. Man kann z. B. in Samt nicht ein Kreuzstichmuster sticken, sondern nur in einen Stoff, der durch deutlichen Fadenlauf zu dieser Stichart anregt. Aber auch die geschmackliche Lösung des Themas ist wichtig. Ihr werdet vielleicht sagen, über den Geschmack läßt sich doch nicht streiten, der ist bei allen Menschen verschieden. Es gibt aber auch da Gesetze und Regeln, die es bestimmen, ob ein Gegenstand unser Auge erfreut, oder ob uns etwas stört. Wenn man z. B. eine Flache durch Muster oder Zeichen aufteilen, gliedern will, so muß man empfinden, wie die Breite des Musters im Verhältnis zur Breite des Randes, zur Größe der freibleibenden Fläche sein soll. Auch die Farben müssen gut zusammenstimmen. Wenn die Farben um die Vorherrschaft kämpfen und sich gegenseifig übertönen, wird man. beim Ansehen ganz verwirrt; also muß man vorher entscheiden, welches die Hauptfarb sein soll, welches die Nebenfarben, und wie sich eine an di andere fügt. Die Farben werden auch viel harmonischer sei! wenn sie einer einheitlichen Farbskala angehören. Wichtig ist es auch, ob die Materialien, die ihr zusan men verarbeitet, zueinander passen. Man kaun z. B. Ledc nicht gut mit Bast oder Strippe verarbeiten. Leder, ein hoci wertiges, kostbares Material, kann man nicht mit einem eir fachen verarbeiten. Man kann sich ja feine Lederstreife schneiden und damit arbeiten. Es ist sehr erfreulich, wenn ihr Gegenstände aus wer losem, billigem Material, wie z. B. Garnrollen, Scheuerlappt usw. schafft. Nur dürft ihr nicht den Fehler machen, wc das Material billig ist, nun nicht genug Mühe und Sorgfa und Geschmack aufzuvvenden. Davon wird es dann abhä! gen, ob der Gegenstand, den ihr aus den einfachen Sacht gemacht habt, immer noch billig wirkt oder hübsch ui geschmackvoll. Habt ihr eigentlich gedacht, daß wir es besonders g finden, wenn an allen Gegenständen jüdische Zeichen, w Magen David, hebräische Buchstaben usw. sind? Es ist sehr verständlich, daß euch diese Zeichen naheliegen. Ab man muß doch überlegen, wofür ein Gegenstand bestimmt v Was hat ein Tintenfaß, ein Lampenschirm mit dem David stern zu tun? Ein Lampenschirm soll eine Birne oder Ker halten und dann möglichst viel und ein angenehmes Lic durchlassen. Das ist ein Zweck,•und daran müßt ihr denkt Bei jüdischen Gegenständen, wie z. B. Schabbat-Deckche sind diese Zeichen natürlich angebracht. Lotte Simon, Werklehrerin an der Jüdischen Schi Berlin am Kaiserdamm Die Ausstellung und der Verkauf der Werkarbeiter) zugunsten des Keren Kajemeth Lejisrael finden vom Sonntag, dem 19. Januar 1936, vorm.11 Uhr, bis Freitag, 24. Januar 1936, nachm. 4 Uhr, in Berlin, im Vestibül des Logenhauses, Kleiststraße 10, statt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.