Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 102 (20.12.1935)
- Date
- 1935-12-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 102, 20 XII 1933 J0DISCHI RUNDSCHAU Seite 3 Stufen der Erneuerung Eine bange Frage — Der Weihnachtsbaum bei Juden — Differenzierung zur Umwelt—Ein Wort zur Schulfrage — Die Rolle der Jugend—Ironie und Volksliebe Wenn man mit Juden unserer Tage über die Aufgaben spricht, die der Einzelne zu bewältigen hat, um seiner Existenz als Jude einen Sinn zu geben, dann taucht dort, wo die Aussprache eine ehrliche ist und sich frei von dogmatischen Voraussetzungen mit der Wirklichkeit des Lebens auseinandersetzt, sehr bald die bange Frage auf: Worin unterscheiden wir uns als Juden in unseren konkreten Lebensformen und Lebensinhalten von der nichtjüdischen Umwelt? Jnd manchmal wird diese Frage auch noch in dem spezielleren Sinne gestellt, daß sie lautet: Was ist der Inhalt unseres nationalen Judentums, der dieses für uns zu einem Kriterium des Lebens macht, uns deutlich von der nichtjüdischen Welt und auch von den Juden unterscheidet, die das nationale Bekenntnis für sich nicht akzeptieren? ln der Tat ist in diesen Fragen ein ernstes Problem beschlossen. Es ist auf die Dauer unbefriedigend, durch Bekennlnisse als Jude Stellung zu nehmen, aber dabei zu fühlen, daß diese Bekenntnisse allein nicht ausreichen, um eine echte Wandlung des Lebens, das man führt, einzuleiten. Wenn wir in die Vergangenheit bücken, so wird diese Erscheinung noch deutlicher, Gewiß war manches an der Lebenshaltung der Juden vor 1933 — oder gar vor 1914 — deutlich von der Lebenshaltung der Nichtjuden unterschieden. Aber diese Differenzierung erstreckte sich mehr oder weniger auf gewisse geistige Bezirke oder auf Impomlcrabilicn des gesellschaftlichen und geselligen Lebens, während der Großteil aller Lebensäußerungen den Juden von seiner deutschen Umwelt kaum unterschied. Dadurch kam es, daß im Gegensatz zum Ostjudentum, in dem Sprache, Sitte, vielfach auch Tracht und manches andere mehr den Juden Abgrenzung und Lebensinhalt gaben, für das Judentum Deutschlands gerade die entgegengesetzte Haltung typisch wurde; so konnte z. B. der Weibnachtsbaum zu einer Art ״Symbol“ des jiidischcn Lebens werden, wobei Hunderte und Tausende von jüdischen Vätern und Müttern ihn den Kindern ganz naiv und ohne besondere Uebcrlcgungen ins Zimmer stellten. (Wie man hört — so sonderbar das ist — halten manche emigrierte Juden noch heute an diesem Brauch fest, selbst in Ländern, wo der Weihnachtsbaum keine Landessitte ist; dort sind also die jüdisch-deutschen Häuser die einzigen, in denen der Weihnachtsbaum leuchtet!) Der kleine Kreis derer, die schon ausgeprägt jüdisches Nationalbewußtsein mehr oder weniger deutlich in der Vergangenheit besaßen, hielt sich wohl von solchen extremen üleichsetzungen der Lebensformen fern, aber es gelang ihm doch auch nur in einem verhältnismäßig engen Bezirk, zu einer Eigenständigkeit des Lebens zu gelangen. Seit der Umwandlung der deutschen Lebensverhäituissc im Jahre 1933 ist allerdings ein Prozeß der D i f f e r e n z i e - rung der jüdischen und der allgemeinen Lebenssphäre eingetreten, der viel tiefgreifender ist. Wir Juden nehmen heute an den wesentlichsten Bezirken des Staats- und Gesellschaftslebens nicht mehr teil. Wir sind aus der politischen Sphäre vollkommen ausgeschaltet, müssen unsere kulturelle Betätigung ganz, und gar auf den jüdischen Bereich beschränken und haben auch auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Mitbesti•-!- mung entscheidende Einbußen erfahren. Dazu kommt, daß das öffentliche Leben heute viel mehr als jemals früher in das Privatleben des einzelnen Menschen eiligreift, so daß der Einfluß von Staat und Gesellschaft auf Lebensformen und Lebensinhalte der Umwelt heute außerordentlich groß ist. So entsteht naturgemäß eine stärkere Differenzierung zwischen Juden und Umwelt. Dennoch kann diese Tatsache den zu jüdischem Selbstbewußtsein erwachten Juden nur wenig bctriedigen. Der Umstand, daß wir Juden von weiten Teilen des Lebens der Umwelt ausgeschlossen sind, hat ja noch nicht die zwangsläufige Folge, daß wir nun eigene, uns selbst angemessene Lebensformen ausbilden; es ist vielmehr so, daß wir geneigt sind, das Leben in unserem eigenen Kreise fortzusetzen, das wir bis 1933 geführt haben, und sozusagen eine ״Mumifizierung“ unserer eigenen Vergangenheit in Person darzustellen. Und auch die jüdischer! Formen und Inhalte, die wir heute besitzen, bleiben auf einiges wenige beschränkt, etwa auf die geistigen Interessen des Einzelnen, aut seine Lektüre und ähnliches. In den großen, entscheidenden Bezirken des Lebens aber regiert auch jetzt noch im besten Falle das Bekenntnis, das für die eine kere Form bleiben muß, die nicht den Weg darüber hinaus finden. Wir dürfen nicht meinen, daß diese Frage nur eine Angelegenheit der Juden in Deutschland oder in der Galuth ist. Sie besteht auch in Palästina. Dort gibt es ebenfalls das Problem der Fortsetzung des Lehens, das man außerhalb des Landes geführt hat, in materieller und in geistiger Be- Ziehung. Auch in Palästina existieren Kräfte — und zwar in ganz verschiedenen Lagern —, die den Weg zu neuen Lehensformen und zu neuen, jüdischen Lebensinhalten suchen. Ihre Bemühungen sind vielleicht nicht immer erfolgreich und hier und da wohl auch einseitig gerichtet, aber sie deuten an, daß hier die Forderung nach Renaissance des jüdischen Volkstums sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzt und im Leben derer, die damit ernst machen wollen, zu neuem Ge- *talten führt. — In diesem Zusammenhänge muß ein Wort zu unserer Schulfrage gesagt sein. Wir glauben nicht, daß der Prozeß des Rückfindens zu sich selbst Sache einer Generation oder gar der heute lebenden Erwachsenen ist. So selbstverständlich es ist, daß wir Heutigen es unternehmen, Wege dorthin zu bahnen, die uns selbst poch etwas von dem gewähren können, was wir uns unter der Erneuerung des jüdischen Lebens vorstellen, so klar ist es, daß der Hauptweg, der zu diesem Ziele führt, die Erziehung der nächsten Generation ist. Und darum hat sich die Aufgabe der jüdischen Schule grundlegend gewandelt. Sie war in Deutschland einst ein Instrument der Assimilation, gegründet mit der Aufgabe, junge jüdische Menschen im eigenen jüdischen Bezirk der deutschen und europäischen Kultur zuzuführen. Sie war späterhin, noch bis vor wenigen Jahren, bestenfalls ein Instrument der Erhaltung des Bestehenden, das bemüht war, in der Hochflut der Auflösung Inseln des jüdischen Widerstandes zu schäften. Heute dagegen ist die jüdische Schule zu einem Faktor, ja zu dem wesentlichsten Mittel der Umwandlung unserer Menschen geworden. Von ihr aus soll jene Umwertung der Werte ausgehen, die in unserem eigenen Kreise notwendig ist, von ihr aus und von den Kindern, die sie erzieht, soll der neue Funke in jedes jüdische Elternhaus getragen werden; sie muß ein wahrhaft umwälzendes Element sein, das mit Kraft, Schwung und Liebe zur Sache unserer Jugend neue, jüdische Lebensgrund־ lagen geben kann. Wenn an dieser Stelle vor kurzem eine Kontroverse über den Wert der heute bestehenden jüdischen Schulen geführt worden ist, so scheint dabei dieses Problem noch nicht voll erkannt worden zu sein. Es geht heute nicht um einen Streit über die Verdienste der jüdischen Schulen, die seit längerer Zeit bestehen, und der Lehrer, die an ihnen wirken; diese Verdienste sind in ihrer Art unbestritten. Es geht auch nicht darum, daß eine jüngere Generation der Lehrer etwa nun glaubt, alles besser machen zu können als die, die vor ihr waren. Aber man muß erkennen, daß unter den Gesichtspiinkten, die wir hier angeführt haben, das jüdische Schulwesen Deutschlands noch bei weitem nicht ausreicht. Seiner Struktur nach kann es sich nur allmählich auf die großen voikscrzichcrischcn Aufgaben umstellen, die ihm heute obliegen, und gerade auch die jüngere Lehrergeneration empfindet den Mangel an Wissen, an Verbuvdenheit mit dem Judentum, die sie selbst hat, am allerschwersten, weil dieser Mangel ein Hindernis in der täglichen erzieherischen Arbeit ist. Dennoch wird niemand leugnen, daß auch das, was heute in vielen Schulen geleistet wird, ein wichtiger Beitrag zur Neubegriindting jüdischer Werte in unserer Zeit ist. Wir werden aber irr ganz anderer״ Maße, als es bisher geschehen ist, auf geistige Hilfe von außen angewiesen sein. Der Osten und Palästina mit ihren größeren Erfahrungen auf dem Gebiete der jüdischen Er- Ziehung und mit den Menschen, die über das nötige jiidische Wissen und Begeisterung für die Sache verfügen, werden uns beispringen müssen und uns Anregungen, Ideen und Erziehungspcrsünlichkeiteu zu liefern haben. Die Kinder, junge Menschen tragen unsere Zukunft in sich, die eine Rückkehr zu unseren eigenen Werten ist; sie besitzen die Ursprünglichkeit und Kraft, um neue, unbekannte Wege zu gehen. Es ist ja für Ackere ״ulk'rordentlich schwer, liebgewordene Maßstäbe auf/ugeben und zu neuen Idolen auf/ubJicken, besonders dann, wenn man diese kaum kennt. So ist es verständlich, daß sich viele, allzuvicle auch heute noch nach dem richten, was einst in der Welt draußen Geltung hatte. Dies kann man deutlich . beobachten, wenn man etwa das Wirken jüdischer Künstler verfolgt und sieht, wie schwer es diejenigen haben, sich durchzusetzen, die die zarten Keime einer jüdischen Kunst pflegen, wie laut der Beifall der Menge aber bei kirnstlerischen Leistungen allgemeiner Art ist, die heute von denen in unserem engeren Kreis produziert werden, die einst gefeierte Sterne des Publikums draußen waren. Hoffnung auf die Jugend. Gewiß, sie ist die Trägerin unserer großen Erneuerungsbcwegting, und sie ist sich zum großen Teile auch dessen bewußt. Der Wille der besten Kräfte der jungen Generation geht dahin, nicht nur nach Palästina zu übersiedeln und dort eine neue ״Wohnung“ zu beziehen, sondern hier wie dort den Aufgaben der inneren, der menschlichen Erneuerung unseres Volkes gerecht zu werden. Dabei wissen diese Kreise der Jugend selbst am besten, wie sehr wir alle noch am Anfang stehen, und wie bescheiden wir sein müssen, wenn wir uns dem Erbe unserer Vergangenheit als Lernende und wieder Begreifende n«ähern. Die Jugend steht erst am Beginn eines Lebens, das ein Weg von Pionieren ist, und sie ist weit davon entfernt, für das Bekenntnis zu einer Aufgabe, die sie auf sich genommen hat, Henrietta Szold Zu ihrem 75. Geburtstag Miss Henrietta Szold wird in diesen Tagen 75 Jahre alt. Miss Szold braucht heute dem jüdischen Publikum in Deutschland nicht mehr vorgesteüt zu werden. Sie, die früher in Amerika eine zentrale jüdische Figur war, dann in Palästina eine Position allgemeinen Respekts und Verehrung sich errang, ist heute auch in Deut :'1land bei den Juden eine popu- Lire Gestalt. Ist sie doch in ihrem hohen Alte! die Beircuerin von hunderten jüdischer Khnlcr aus Deutschland, für die sie in Palästina arbeitet, um ihr.en eine neue Heimat und neue Lcbensgmndlagcii zu schaffen! Ein Leben voll uiiermiidlicher Arbeit im Dienste des jüdischen Volkes, durchpulst von echter Menschenliebe und Volksliebe, geadelt durch die höchsten weibliche!. - - nstilgenden und zugleich gekennzeichnet von sachlicher, organisatorischer Begabung, zeichnet den Weg von Miss Szold, und auch heute, in ihrem hohen Alter, ist sie mit unverminderter Kraft tätig. Schöpferin der Frauenorganisation Hadassa, Organisatorin des jüdischen Sanitiitswerks Palästinas, Leiterin der sozialen Arbeit und Protcktorin der Jugendalijah — so ist diese Frau eine Führergestalt im Judentum, wie vir wenige ihresgleichen aufzuweisen, haben, ihre Klugheit, ihr allein Neuen und Frischen tolo: Archiv Aus der Haftarah für Schabbat, den 21. Dezember 1035 Jauchze, freue dich, Todifer Zion, denn da komme ich, dafe ldh einwohne dir inmitten — Erlaufen von IHM —. Viele Weltstfimme hangen MIR an an jenem Tag und sie werden mir zum Volk, da Idi einwohne dir inmitlen. — Dann wirst du erkennen, dafe midi ER der Umsdiarle gesandt hat zu du als sein Teil eignet ER sich Jehuda zu auf dem Heiligkeiisboden, nodimals wShit er Jerusalem. Still» alles Fleisch, vor IHM, denn schon regi er sich von der Burg seiner Heiligkeit. Secharja 2, 14 — 17 Verdeulschi von Martin Bubet sich Vorschußlorbeeren zu holen. Die Haltung der jüdischen Oeffentlichkeit, die den Entschluß der Jugend zu beruflieber und geistiger Umstellung 1) lieh die Befürchtung aufkommeii, daß ganz vermieden wird. Gerade den schweren Weg der Arbeit in Palästina ferner, als aus ihrem Entschluß allem ab/ulcitcn. Auf diesem Wege der Erneuerung sich um den geistigen Bezirk unseres Lei in der Situation eines .Münchhausen, 1U Versinken retten will. Wir wollen der Fntjiidiuig heraus, wir haben rdert, läßt gelcgent- ו¬¬ - 3 diese Gefahr nicht s ■i gen aber, die den j dien wollen, ist nichts י 1 schon ein Verdient r! 1 * sind wir, soweit es r bims handelt, beinahe V sich seihst vor dem יי 3 aus dem Zustande den Willen, \yedcr •It etwas zu repräsen- 5 \ che Wesen nicht oder 1 1 eit können uns dabei ־ - seihst im jüdischen unseres Schulwesens, •1 r; wie für viete andere C i e 11 a u p t a 11 f g a b e ,1 I;< irdische Volk, wie es '> sich uns in unseren unzufrieden mit linser-3־ trebt, dieses zu überhelfen, soweit sie noch stärker als wir Bezirk leben. Das gilt für den Aufbau von dem wir oben gesprochen haben, Bezirke unserer Arbeit. Dennoch liegt di bei uns selbst: Wir müssen in dieses j geschichtlich geworden ist und wie es Tagen darbietet, wieder liineinwachsen, rem eigenen, entjudeten Dasein und bes winden. Darin liegt ja die jugendliche Kraft der nationalen Bewegung i m J u d e n t u m, daß sie den Zustand unserer Generation verneint, daß sie liinwegführt von der satten Zufriedenheit, in der manche jüdisches Kreise gelebt haben, denen der einzige Ausdruck der Knüll an sich selbst, der erlaubt war, die Ironie war. Wir wollen ihn nicht, den ironischen Juden, der sicM und die Welt bespöttelt, sondern wir wollen uns, uns selbst, wie wir in unserm tiefsten Wesen sind und uns als Glieder eines Volkes empfinden! Der Weg dorthin ist schwer, und, wenn wir ehrlich sind* empfinden wir jeden Tag, wie unzureichend unser Fort» schritt ist, wie wir oft trotz äußeren Erfolgen unserer Be» wegung auf anderen Gebieten wieder nachlassen, weil unsere eigene Anspannung sinkt. Dennoch gilt es, die Kraft in uns wachzuhalten und Wächter zu sein über uns seihst, über das, was wir tun, und noch mehr über das, was wir versäumen. Hellhörig sind wir geworden, und scharfäugig hat uns diese Aufgabe gemacht! Die Kraft, die uns dabei leitet, ist nicht etwas Abstraktes, nicht etwas Nm/liclikeitsgehundenes, sondern es ist die Liebe zum jüdischen Volk, die wir gerade in der Epoche seiner Bedrängnis doppelt empfinden, es ist der Glaube an die in ihm liegenden schöpferischen Kräfte, der Glaube an uns selbst, der uns beflügelt, den Weg zu unseren eigenen Werten zu gehen. Dies ist nicht ein Weg aus lier Weit heraus in ein Ghetto, sondern der Schritt in die grolle Welt hinein, die uns sich erst dann voll erschließen kann, wenn wir als Volk vollberechtigtes Mitglied in ihrem Kreise geworden sind. K. L. Male auf dem Kongreß in vor einer weiteren Oeifentoffenes, niemals verknöchertes Urteil, und vor allem der ethische Maßstab, den sic auch an das eigene Volk anlegt, bewahren diese Frau davor, in einem engen Nationalismtis zu erstarren. Sie ist jugendlichen Gemüts auch auf der Höhe des Alters. Miss Szold hat zu in letzten Luzern im August dieses Jahres lichkcit Rechenschaft abgelegt, und die einmütige Huldigung, die ihr zuteil wurde, zeigt, daß auch in der ungemütlichen Atmosphäre des politischen Parteikampfes noch Sinn für große menschliche Leistung vorhanden ist. Miss Szold hat nach dem Kongreß Deutschland besucht, hier in mehreren Versammlungen gesprochen, und so ist sie auch zahlreichen Juden Deutschlands persönlich bekanntgcwordcn. Man kann wohl ohne Uebertreibung sagen, daß sie überall, wohin sie kommt, eine Atmosphäre der Wärme, der Arbeitslust und der zionistischen Zukunftsgläubigkeit erzeugt, die noch lange nachwirkt. An ihrem 75, Geburtstag soll Miss Szold überzeugt sein, daß sie die Liehe eines ganzen Volkes gewonnen hat. Eine Siedlung in Palästina auf ihren Namen hat d!Q Judenheit Deutschlands ihr zum Geburtstag geschenkt. Ls ist ein Zeichen des Dankes für das, was sie in selbstloser Auf- Opferung getan hat und immer weiter tut; wir wissen, daß sie keinen Dank braucht, da das Bewußtsein ihres Wirkens ihr die höchste Befriedigung verschafft. Möge sie uns noch lange erhalten bleiben. __ Der Feldmarschall der rumänischen Armee im Weltkrieg und Führer der rumänischen Volkspariei, Aver escu, ha; den Präsidenten der Union rumänischer Juden, Dr. Wilhelm! F i 1 d c r in a n n, Und den Generalsekretär dieses Verbandes, M. Zclter-Sarateanu, zu einer längeren Unterredung empfangen und gab die Versicherung ah, daß er sich nach wie vor rückhaltlos für die Gleichberechtigung aller Bürger in Rumänien cinsctzcn werde. t 1 1: t l ' H D 1!י 1i J tf