Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 101 (17.12.1935)
- Date
- 1935-12-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Literatnr- Blatt NR. 101,17. DEZEMBER 1935 Bruch der Kontinuität Ein ״Roman in Erzählungen“ Rudolf Frank: Ahnen und Enkel. Roman in Erzählungen. Jü• dische Buch-Vereinigung, Berlin 1936. Der ״Roman in Erzählungen“ bestellt aus einer einheitliehen Rahmenerzählung, deren behandelnde Personen die Enkel, und aus verschiedenen und verschiedenartigen, von den Enkeln berichteten Geschichten, deren Figuren die Almen sind. Die Enkel wandern aus Bingen nach Birma aus und gründen am Irawaddi eine ländlich brave Kolonie, wobei eben erzählt, aber auch viel gesungen wird. Die Ahnen sind weniger weit, gereist, haben aber Abenteuer erlebt; einer, der sympathischste, ha. sogar als jüdischer Fuhrmann mitten in den napoleonischen Wirren eine wandernde Theatertruppe jahrelang in Deutschland und Dänemark gefahren und geleitet, nicht ohne eine Schauspielerin zu lieben; ein anderer hat bei der Namengebung der Juden keinen!,a״w,1 linden können, der seiner widerspenstigen Braut zusagte; ein Jockelche Bür wird als Jude nicht zugelassen, die Kaiserkrönung in Frankfurt mitanzusehen und tut einige sprichwortkräftige Aussprüche; und von dieser Art gibts in Franks Buch eine ganze Menge Unterhaltendes. Alles in allem ist das nicht ohne Reiz. Es hat die harinlose und wohlkonservierte Behaglichkeit und Gemächlichkeit von Genre-Bildern, ist putzig und familiär und gemütlich, wie cs der Gebrauch von Dialekt und der Seitenblick auf ״die gute, alte Zeit“, wo Urgrottmüttcrchen Urgroßväterc!־en nahm, nun einmal zu Wege bringen. ״Jeder Jude“, vermutet Frank in der Vorrede, ״findet in den Lebensläufen seiner Vorfahren und in dem eigenen die Melodie zu einem ähnlich frohliehen und tröstlichen Schicksalslied“, und das stimmt, derfleichen Geschichten könnte beinahe jeder Jude erzählen. lußten sie darum publiziert und so hcrausgestcllt werden? Was Frank nicht kann, sieht man etwa, wo es Vergleichs- Ungleichheiten gibt; seine Geschichte des Königs Asoka ist nichtssagend; selbst H. O. Wells in seiner gekürzten, Volkstümlichen Geschichte bat tausendmal eiutlrucksvo'ler angedeutet, wer und wie Asoka war; was also hätte ein wirklicher Erzähler daraus machen können! Nun fühlte sich Frank offenbar selbst nicht wohl in diesem Buch, sonst hätte er nicht ein Vor- und ein Nachwort angeklebt. Iin Nachwort entschuldigt er seine ״Enkel“, weil sie ausgerechnet nach Birma ziehen, es handle sich bloß um ״die Auswanderung der Seelen, den Transfer des geistigen Erbes“, welches aber doch nur in Faniilicnhistürdien bestellt; im Vorwort verteidigt er sich gegen den Vorwurf, die ewige ״Schwere, Dumpfheit, Beladenheit“ der jüdischen Belletristik •— als ob es von Scholem Alejchem bis Karichen Ettiingcr und von Bernstein bis Zangwiil nur Tragiker gegeben batte! — endlich einmal mit Humor unterbrochen zu haben. ״I.neben heilt“, betont er mit Recht, aber wenn er auch dann und wann ganz spaßig wird, so würde doch niemand ihm den ״Vorwurf“ mach er können, daß er ein Humorist wäre. Was uns leid tut. LeoFfirsch Wohin steuert unsere Literatur? Wem die jüdische Literatur ans Herz gewachsen ist, der kann sich, bei näherer Betrachtung ihrer gt genwärtigen Lage, gewissen Eindrücken nicht entziehen, die bedenklich stimmen. Wir haben dabei vor allem die schöne Literat u r im Auge. Ls liegt uns gänzlich fern, die nationale Bedetiümg schon unserer wissenschaftlichen Literatur und erst recht unserer Publizistik schmälern zu wollen. Die Aufsätze eines Achad-Haam möchten wir wahrlich nicht missen. Sie gehören zum eisernen Bestand unserer nationalen Literatur. Allein, mögen Ausgang und Ziel der Publizistik noch so national und mag ihr Charakter in dieser Beziehung noch .so grundsätzlich sein: in ihrem Wesen selbst liegt doch eine Einschränkung, die durch ihren zentralen Zug ־ - die Aktualität, die Einstellung auf die konkreten E fordernisse der Zeit, bedingt ist. Für eine Nation, die ihr eigenes L eben wicderz.ulcbcn beginnt, mag schon die iit eigener Sprache geschriebene Zeitung ein teures Symbol des eigenen Volkstu ms sein; eine Verkörperung dieses Volkstums ist sie nicht. LJnd dies gilt selbst von publizistischen Spitzenleistungen. Unsere Literatur ist so reich, daß wir schon eine gewisse Gradabstufung feststellen können — und müssen. National im Sinne des Volkstums ist ohne Volkstümlichkeit tuulenkbar, zumindest unvollständig. Vielleicht gibt uns unsere Zweisprachigkeit hier einen nicht zu unterschätzenden .Maßstab. Man kann Mendcle Moclier Sfarim, Schalom-Alcicliein, Perez, soweit das Original hebräisch war, ins Jiddische Obersetzen — und sie sind auch mit Recht ins Jiddische übertragen worden. W'ie würde sich aber ״Am Scheidewege“ aut jiddisch ausrieh men (von Achad Haams Anfeindung des Jicklischeu ganz abgesehen) — und rechte Volkstümlichkeit erlangen? Aber wir brauchen nicht diesen Maßstab von außen her. Wir können aus einer eigentlich nationalen Literatur zwei innere substantielle Merkmale nicht wegdenken: ihre Oeslalten müssen typisch, müssen Volksgestalten sein; sie (und der Rahmen, in dem sie sich bewegen) müssen so typisch sein, daß sie, ins Denken des Volkes, das sie hervorgebracht hat, aufgenominen, schließlich alles Individuelle abstreifen, verewigt werden, also als zeitlos empfunden werden. Das ist etwas, was nur die reine, tendenziöse Kunst, die Dichtung, niemals aber die Publizistik erreichen kann; und das ist es eben, was den Gestalten Schalom-Aleichems, Perez.' und Mendelcs widerfahren ist. Aber die Vorbedingung für eine Kunst dieser Art ist doch auch das reale Vorhatidcnsein — nein, nicht bloß Vorhanden-, sondern ein tiefes Verwurzeltsein jener Menschen, jenes materiellen und geistigen Lebenshabitus, aus und an dem die nationale Literatur selbst emporgewachsen ist. Und hier setzt eben Jener Zweifel ein, der eingangs angedeutet wurde: Du das ganze Zeitalter, aus dem jene volkstümliche, nationa e Literatur herstammt, zur Vergangenheit geworden, die Gegenwart aber ein ausg.'s-roclienes IV־. .׳:■■gaugsstadiiun i-t — wie wird die Zukunlt, ja die Möglichkeit unserer nationalen Literatur sein? Denn es handelt sich ja!»Mit einfach um Vergangenheit und Gegenwart iin zeif'ichen Sinne, sondern zwischen den beiden klafft ein ungeheurer Bruch. Für die Entwicklung unserer Literatur inuß die Lage so formuliert werden, daß uns der V e r I!1 s t d e r K o n t i 11 u i - t ä t droht, wenn er nicht schon zur Tatsache geworden ist, und zwar ein Verlust nicht nur vom Lesepublikum aus, sondern auch vom Kreise der Schaffenden aus gesehen. Was aber ein solcher Verlust in national-geistiger Beziehung bedeutet, das zu verkennen vermögen nur oberflächliche Geister. Worin der tiefste Grund jenes Verlustes liegt, dürfte klar sein; es ist der Zusammenbruch des russisehen Judentums mit seinem ganzen historisch gewordenen, lcidcnsrcichcn, aber dennoch o r g a n i s c h c n, materiellen und geistigen Habitus, der, eben als stabiler Habitus, den so fruchtbaren Boden für die nationale Lite■ ratur abgab. Ein Ersatz aber ist nicht vorhanden. Der Schicksalswcehsel des deutschen J 1! d e n t 11 111 s ist noch allzu frisch, wir haben «och keine Distanz zu ihm, als daß aus ihm Stoft für eine nationale Dichtung erwachsen könnte. Was bisher nach dieser Richtung hin produziert wurde, ist übereilt und tragt den Stempel der Konjunktur an der Stirn. Das .־unerikanisclie Judentum stellt allerdings eine Massenjudenheit, eine Volkshtdenheit mit (bisher wenigstens) stabilein Lebcnshabifiis dar. Aber sofern die,er Habitus jüdischnational ist, ist er doch nur eine l'utleli innig. ein Abglanz vom Leben des ostliehen Judentums — wie es in Schalorn Aschs ״Onkel Moses" so plastisch zum Ausdruck kommt. Unsere Bücke wenden sieh nach Palästina. Dort ringt sich ein neues und eigenes Lebert empor. Aber eben weil es ein neues Leben, weil es noch ein Ringen um I ehenstormen ist, ist es noch kein festgefügter, in sieh ruhender Lebenshabitus, aus dein der Genius der Liierutiir zeitlose (jestaltcn hervorbringen könnte. Kurz, wohin wir auch blicken, liberall stoßen wir auf Anzeichen eines Ucbergangs. Und ob sieh die entstandene Bresche schließen, ob die unterbrocliene Kontinuität irgendw ie \\ ieilcrliergcslellt wir«.!, das ist die bange Frage, die wir im Interesse unserer Literatur, die ja. Produkt und doch wieder ein Teil unseres geistigen Da- «eins ist, an die Zukunft richten müssen. Denn hier irgendwelche Rezepte zu geben, erscheint kaum möglich. Lfr. Elias Hurwicj Ein politisches Nadisdilagebudi Wie wird regiert? Politisches Lexikon aller Länder der Erde. XVI und 248 Seiten. Oktav. Broschiert RM. 3,50, Leinen geb. RM. 4,80. C. Weller ft Co. Verlag, Leipzig. Das politische Lexikon ״Wie wird regiert?“ schildert leiciu verständlich, wissenschaftlich einwandfrei und objektiv die heutigen Verf':;1׳ng;n und Regierungsmetlioden in allen Ländern der Erde. Im Rahmen des Britischen Weltreiches wird unter den Mandatsgebieten auch Palästina behandelt, wobei die Sonderstellung Palästinas im Hinblick auf die Errichtung des Jüdischen Nationalheims in großen Zügen korrekt dargestellt ist. Nicht ganz riefifig ist die Behauptung, die britische Regierung habe außer dem Auftrag zur Errichtung der Jüdischen Heimstätte vom Völkerbund auch den Auftrag erhalten, ״Selbstverwaltungskörper und ein allgemeines Parlament zu schaffen“. In dem betreffenden Artikel 3 des Mandats ist zwar von ״Selbstverwaltungs-Institutionen“, aber mit keinem Wort von einem ״Parlament“ die Rede. Wir vev.iissen bei dem Kapitel Palästina auch einen Hinweis auf die durch die ständige jüdische Ein- Wanderung sich dauernd verändernden Bevölkerungsverhälfnisse, ein für Palästina zweifellos charakteristisches Moment. Im übrigen sind in dem Abschnitt über das Britische Weltreich gerade die Angaben über die Regiernngsformen in den einzelnen Kolonien und über den Grad der Selbst- Verwaltung, die Zusammensetzung der gesetzgebenden Körpersckr.ften usw. für einen zionistischen Leser interessant. Das Buch enthält auch sonst eine Fülle von gutem Informationsmatcrial über alle Länder der Welt nach dem neuesten Stand. Zur Puschkin-Hundertjahrfeier bereitet der ukrainische Staatsverlag eine jiddische Puschkin-Ausgabe vor; die Uebertragung wird von verschiedenen Dichtern besorgt. Soeben •!*schien bei unn ״Der Weg in die jüdische Neuzeit“ von S. Müller (Heidelberg) Jüdische Geschieht• von Moses Mendelssohn bis zur Gegenwart 320 Seiten, broseh. RM 2.60, in Leinen gib. RM 3.40, Luxuteinband RM, 4.». ״Klar, vernahm •acMlch und im besten Sinn» erbauend, seiet diese Daret llung unter Heranziehung auch der hebrlleehen und Heldischen Literatur den Weq nach innen, den Weg zu uns selbst.“ (Aue Kritiken.) Bestellen Sie bei Ihrem Buchhändler oder direkt beim Verlag der ״JUdlschen Schulleitung“ Ludwigshafen a. Rhein, Schulstraße 14 Jüdische Wissenschaft für jedermann Wissenschaft für jedermann? Alle Wissenschaft geht von Voraussetzungen aus, darf man einwendea, die nicht jedermann erfüllen kann. Die ״Wissenschaft des Judentums“, eine bedeutsame Schöpfung des 19. Jahrhunderts, war durchaus nicht jedermanns Sache; sie saugte vielmehr alles jüdische Wissen so zäh und unbedingt in den Trichter ihrer Gelehrtheit hinein, daß es jedermann nur noch übrig zu bleiben schien, seinen Wissensdurst anderweitig zu stillen. Kein Wort gegen wissenschaftliche Untersuchungen!, es ist auch selbstverständlich, daß alle Disziplinen der jüdischen ״Archäologie“ immer weiter durchpflügt, aus gebaut und spezialisiert werden, aber.... Es ist nicht zu leugnen, daß die jüdische Wissenschaft der ungemein Wenigen, der paar judaistischen Professoren, der Dozenten und Schüler der spärlichen Rabbinersetninare und Lehranstalten schließlich zum Ausgleich der jüdischen Un- Wesenheit bei der Mehrheit besonders des Judentums in Deutschland geworden ist. Und es ist nicht zu leugnen, daß dergleichen den tiefsten Mißsfand einer Kultur kennzeichnet. In echten Kulturzeiten ist der geistige Besitz allgemein, in Zeiten des Niedergangs gehört er den Spezialisten, ln Kultur- Zeiten ist Religion, Kunst und nationaler Wissensbestand ein Anliegen des ganzen Volkes, im Abstieg Sache der Priester, Aeslheten und Professoren. Solch eine Trennung von Geist und Volk, solch eine Scheidung von Wissen und Wissenschaff, Wissen und Glauben, Glauben und Dienst, Part potir Part und Kunst-Gewerbe haben wir, hoffentlich, hinter uns. Wenn wir nämlich unsere jetzige Chance wahrnehmen. Man kann es nicht scharf genug klarmachen, daß unsere Judenkrise heute eine moralische, eine Kulturkrise ist. Unsere wirtschaftlichen und sozialen Existenzbedingungen verschmälern sich von Tag zu Tag, aber wenn es schon gar zu bequem ist, die ״Schuld“ daran von uns ab/uschkben, so ist es vollends untunlich, Gesundung außerhalb unser selbst zu erhoffen. Nicht bloß berufliche, vor allem moralische, kulturelle Umschichtung tut not Es ist zuerst und zuletzt Sache unseres Bewußtseins, unseres bewußten Willens, unser Lebensrecht und unsere Lebensart an großen moralischen, an den jüdischen Aufgaben zu messen und auf sie hin zu gestalten, anstatt umgekehrt unser inneres und allgemeines Sein nach unseren jeweils aktuellen Lebensbedingungen ökonomischer oder sozialer Natur zu richten. Praktisch heißt das, daß mit bloßer Berufsumschichtung oder Vertauschung unserer geographischen Situation noch gar nichts getan ist. Unser Problem ist noch längst nicht gelöst, wenn unsere Kinder statt Rechtsanwälte Ackerbauern werden. Hachscharah kann und soll nur ein Anfang _ sein. Die Bedingung, daß jeder Einwanderer nach Palästina hebräische Vokabeln beherrscht, ist unerläßlich, ist aber auch mir eine Mindestforderung. Wer sie nur um des nun einmal nicht zu umgehenden Examens willen eben noch erfüllt, hat zur Behebung seines derzeitigen privaten Mißstandes, aber nicht zur allgemeinen Sache bcigctragen. Nun kommt es natürlich nicht darauf an, daß die Lehrer der jüdischen Dinge das Pensum erhöhen, wir selber müssen lernen, mehr lernen, uns nicht bloß aut das vorgeschriebene Pensum einstellen. Selbstverständlich muß jeder wissen, wer Theodor Herzl und was die Balfour-I)eklaration ist, aber wer von unserer Sache nicht mehr weiß, nicht mehr spürt, nicht mehr Bewußtsein in produktive Energie umsetzt, dient ihr schlecht.... Es mag ungewöhnlich erscheinen, wenn liier in solchem Zusammenhang auf eine Reihe von Publikationen hingewiesen wird, die zunächst nur hübsch und gefällig wirken. Es handelt sich um die kleinen S c 11 o c k c 11 ־ B ü c 11 c r, von denen jetzt bald fiinf/ig vorliegen. Jedes einzelne ist nur gerade ein gut gemachtes k.eiues Bändchen, zusammen sind sie heute schon eine Art jüdischer E״/y■Idtnadie. Von ihrer Art ist, was wir jüdische .,Wissenschaft'' für!eilermami zu nennen wagen — mit allem Respekt vor der 1; ■lehrten ״reinen“ Wissenschaft für die Wenigen. Nicht, dali diese Bücher sieh an eine Leserscluiit wenden, die anspruchs- und voraussetzungslos wäre: Gerhard Ach ol eins hier e ehienene Sohar-Einfüliruug ist das Mu-fe; Beispiel da.iir, d.di w issensdiaftliehe Errungenschaften auch allgemein zugänglich und notwendig gemacht Werden kömii'ii. Die anlU.Toi'deiitlklic Verbreifung.der beiden M a i m o 11 i d e s - B ä n d c 11 e 11, die gewiß keine!eichte Lektüre sind, beweist das Bedürfnis, Der Beträditliche Erfolg des (iedicht bändchens von W o 1 f s k e h 1 ist ein Beweis nicht bloß für den guten (k'schmack, sondern auch für die moralische Auf wort Zähigkeit des Publikums. Bücher dieser Art, wozu auch die Bliiidclien von A g 11 o 11 iinü Bernstein, Strauß, Stifter und Kafka zu rechnen sind, wirken keineswegs nur unterhaltsam, belletristisch, sotidern ebenso wie die llistorica von Hacek, Flavins Jos e p h 11 s, S c h u d t, M a i ni o :1 indisch cr/idu risch. Dies alles und die foflclor ist isclicn Arbeiten von T e 11 11 I a u, Ols« vanger, Strauß und ganz besonders die alten Texte in den Ucbcrtragimgen von Bu her, R ose 11 zw ci g, Glatze r, Strauß und Diencmann, die bin Clorionschen Legeiidensammhmgcn und Zobels .Schabbatbuch, Frankls Jerusalem und Simons Bialik־, Cohens vier AbhandltingerMwnd Goitcins Yeinen-Anthologie, dies alles ist, was uns dringend nottut, beste jüdische Wissenschaft für jedermann. In diesem Kreis sind einige neue Bä n d c 11 c n bemerkenswert. Martin B übers ,,Deutung des Chassidismus“, die drei große prinzipielle Abhandlungen enthält, davon eine bisher unveröffentlichte. An ihnen spürt man die Phasen, in denen Bubers großartiges Erlebnis sich vertieft und aus• breitet. Hier ist klarer denn je, was solche Betrachtung uns scheinbar entrückter Gebiete uns für unser Leben angebt. Schon im ersten Abschnitt wird der Chassidismus nicht als eine historische Merkwürdigkeit berichtet, sondern als rcli• giöse Bewegung zur Erneuerung der Seele für jeden, de; lesen kann, aktualisiert. Im zweiten wird das Bild seines Joachim Prinz SUuftrierte güDtfcöe ®efcljtcljte Ptt ןג!Bildtafeln 8 Söüocrn un irrt und ein« Äartc {ft und bleibt bat geft«@efcbenf bei Süden Do« ü ״taufend ließt Mt. 3n Semen band J.80 I« dtjieben Bund tu («bildüti •tidbankUagtii Das Meine Gesehen/t im Taschenformatt 3n det neuen Ifibifdjen Sammlung »©«(lern und JJeute״ erfedienett b(«bert fttoHBrtefe,!)erauflqcßeben und ein^el eitet t>on Manfred Georg, feinen tföW 1.70 Joachim Prim: )Der jTreitagalient. ©ebet und ®Inn,?einen 9M 1.70 Ser gedeckte ttifft. Sin SSucd üb« jübifebe* (Sffen und fteinfen pon Micha Michatmit*. Seinen 9®? 140 Ste friiönfien legenden au« dem Salmud t»n Manuel Schnitser. Setnen 9&R 140 »ab&llatfi.ffin Jtulturdohimcnt tn iHnef&eten, b*g. 0. M. Schnitser. Setnen 01® 140 Debet bei Sfinscben!ft na<t> Snbatt uitb Itmflattuitg eine Heine ftailbarleli BRANDUS•״*■ VERLAGSBUCHHANDLUNG BERLIN W50 Karl Emil Franzos Der |30fa? Der flafftfcfje jüctfclx (Roman 486 ©eiten 23.!taufend 3n getiten 3!₪Jl 4.- ©tef« ungewäbtilicde SRomait, ootlee ©djinbett und Spannung, wurde nt 20 ©pradjen überfegt und ifl tn ■bunberttaufenben oon ®remplaren tn aller ©eit oerbreitet 2• btltllin burtf) die itldifdjtn fcud)t1“nBlunaen