Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 100 (13.12.1935)
- Date
- 1935-12-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seife 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100, 13. XII. 1935 Eine 700־ J ahr - Erinnerung Die Einfalt des Weisen Eine Legende von Hermann Sinsheimer Als im Heiligen Land nach der Zerstörung des Tempels die Schulen auiblühten und in ihnen die Gottesweisheit, lebte dort ein Weiser, den mau das Feuer, die Leuchte und den Glanz der Gelehrtheit nannte. Wie weise er war, so fromm war er auch, und man erzählte von ihm, daß die Hinirnelslichter heller strahlten, wenn er betete. Als dieser Weise schon hoch an Jahren war, als er seine Frau in die Frde gebettet und gesehen hatte, wie seine Söhne utid Töchter sich in alle Richtungen der Fremde zerstreuten, nahm er eines Tages selbst den Wanderstab, hing sich ein leichtes Bündel um, in das er einen Laib Brot und ein paar Kupferlinge tat, und verließ den großen lärinenden Kreis seiner Schüler. Vergebens eilten sie ihm nach, um das Ziel seiner Reise zu erfahren oder um ihn zurückzuhalten. Er wehrte sie mit erhobenen Händen ab und W'ar zu nichts anderem zu vermögen, als über sie, die er zu verlassen gedachte, den Segen zu sprechen. Weinend brachen sic vor ihm in die Knie und senkten ihre Häupter zur Erde, so daß sie nicht einmal sahen, wie ihr Meister im Staub der Landstraße verschwand, den seine schweren, des Wanderns ungewohnten Fuße aufwirbelteji. Einer von ihnen, der vordem der Lieblingsschüler des Weisen gewesen war, behauptete später, er habe gesehen, wie der Prophet Elijaliu ihren Herrn und Meister hiinveggeieitct habe. Dieser aber ging allein über die beschwerlichen Wege des tast entvölkerten Landes der Väter wie einer, der nirgends etwas zu suchen und nirgends ein Ziel hat. Er ging wie einer, der nichts als gehen wollte. Den wenigen Menschen, die seinen Weg kreuzten oder bei denen er zur Nachtzeit eine Ihiterkunft fand, entbot er freundlich seinen Gruß oder, wenn er sie wieder hinter sieh ließ, seinen Dank. Niemals kam ein weises oder gelehrtes Wort über seine Lippen. Ja sogar dm Gedanken über Sinn und Wesen der Schrift, von denen er früher bis zum Rande erfüllt war, wehrte er den Eintritt über die Schwelle seines Bewußtseins. Denn dies war der iiisgcheime, j.ih über ihn hereingebrochene T rieh, der ihn st, plötzlich aus dem Lchrhaus auf die Wanderschaft geworfen hatte: daß er sich nach der Einfalt sehnte und sie sich zu erwandern gedachte. Fr hatte der Weisheit genug und übergenug bekommen. Er hatte zu fühlen begonnen, wie sein Inneres unter der Vielfalt von Gesetz und Legende litt und wie sie ihm das Bild des Allmächtigen verdunkelte. Auf endlosen und einsamen Pfaden wollte er sieh drum den nahen und klaren Weg zum Vater crlvandern. Und da er von Jugend an seinen Willen gestählt und geübt hatte, auf all und jedes zu verzichten, so gelang 1's ihm nun auch, sich seiner (ielehrtheil zu enfäußerii, in dem zerstreuten Volk umer/utauchen und hei allen, mit denen er in Berührung kam, für einen einfachen, der Gelehrtheit baren Atensehen zu gelten. Fa betete, wann es Zeit war dazu, und richtete sein Augen merk sonst nur auf die Werke Gottes, als da sind Stein, Pflanze, Tier und Mensch. In ihrer Sprache 1111(1 in ihren! Schweigen erkannte er des Schöpfers Größe ebensogut wie je vorher ans den Gesetzen und Legenden. Ja, er sah in der Schöpfung und den Geschöpfen die heilige t Tbcrlieferung deutlicher als in den Worten der Weisen. So wurde er ein ftülilichcr Wandersmann und war überall wohlgviitten, wo er haitinachte oder einkehrte. Alle wurden, ohne daß es der Worte und Winke bedurft hätte, seiner Frömmigkeit intte und taten ihm Gutes, ohne daß er darum bat. Daraus ersah der Wandersmann, daß die Engel Gottes um ihn waren und seine Einfalt im Namen ihres Herrn segneten. Der Schüler aber gedachte er im Erbarmen über ihre Beflissenheit, und oft mußte er lächeln, wenn er in seiner Erinnerung ihre gebeugten Rucken, ihre gerunzelten Stirnen und ihre ermüdeten Äugen vor sich sah. Wenn er seinen Rücken jetzt beugte, hackte er die Erde um das bißchen täglich Brot. Wenn er seine Stirne runzelte, geschah es um das kleine Um wesen der Menschen. Und wenn seine Augen müde wurden, dann kam dies vom Anschauen der Werke des Ewigen, vom Anschauen des 1 iiinin eis und der Erde. Aber das war nur vorübergehend. Sein Gesicht glättete sich, seine Augen waren hell und froh, und aufrecht ging er durch das Land, so (1:115 die Last und Trubnis der Jahre von ihm abfiel, also daß er wieder jung wurde wie ehedem. Bisweilen stieß er ln-i reiner Wanderschaft auf einen Meister der Lehre, so wie er selbst einmal einer gewesen war, auf einen Meister im Kreis vieler Schüler. Dann hemmte er seine Schlitte und ließ sieh in gebührender Entfernung von dem grollen Manne, die seinen! jetzigen tmgelehrten Stand entsprach, nieder und lauschte den Reden und Gegenreden, die da hin und her gingen. Da geschah ihm das Seltsame, daß er glaubte, wenn der eine sagte: ״Du sollst!“ 11ml dal! er wiederum glaubte, wenn der andere widersp! ach: 11(1״ snikf nicht I“ 1111111־ nun erkannte er in jeder Meinung und AioUsnmg die Stimme des Ewigen, die ganze urut wahre Stimme!1:1111 lieh, von der Menschen wort immer nur einen schwachen \X!!.!erhall tinil fahlen Abglanz geben kann. Spruch mul Widerspruch fugten sich ihm ins Eine und (ian/e, in den (!1:111/ und in die 1 füllt des himmlischen Lichtes, unter dem er zu wandern ge wohnt war. Ais der WTi-c solcher Erprobungen sind Erfahrungen viele gemacht brüte in vielen Schulen und hei vielen Meistern der Schrift um! der kehre, da sah er die Zeit zur Umkehr ekommen. I)ciui er sah sich am Ziel. Als״ lenkte er, ohne es esonders eilig damit zu haben, seine Schritte heimwärts und erschien eines gesegneten Tages wieder im Kreis seiner Schüler. Aber so sehr hatte sich sein Aeußeres verändert, daß ihn keiner erkannte, auch nicht sein Lieblingsschüler, ja sogar dieser, wie es schien, am wenigsten, da er inzwischen den Sitz des!Meisters eingenommen hatte. Einige aber, von den jüngeren ein paar, erinnerte eine gewisse Achnlichkcit im Gesicht des Zurückgekehrten an ihren teuren Meister, aber sie waren versucht, den vor ihnen Stehenden für einen seiner Söhne aus der Fremde zu halten. Den!Meister selbst erkannten auch sie nicht. Indes der Weise lächelnd vor ihnen stand, machte einer den Vorschlag, der Ankömmling möchte ihnen eine Stelle Der Stauferkaiser Friedrich 11. Von Dr. Willy Cohn, Breslau Unter den großen Persönlichkeiten, die das Mittelalter hervorbrachte, hat durch alle Zeiten hindurch der Enkel Friedrich Barbarossas, Kaiser Friedrich II. (1215—1250), das Interesse der Geschichtsfreundc auf sich gelenkt. Er, dessen Denken außerhalb seiner Zeit stand und in vielen Kulturkreisen zu Haus war, hat auch für die jüdische Geschichte seine besondere Bedeutung. Es war das Jahr 1235. Kreuzfahrer waren durch Fulda gezogen. Ihnen waren 32 Juden zu tu Opfer gefallen, die man tötete, weil zwei von ihnen nach ihrem angeblichen Eingeständnis fünf Kinder eines Müllers getötet hatten. Man brachte die Leichen der Kleinen zürn Kaiser, der sich damals in Hagenau befand. Dieser erklärte: ״Wenn sie tot sind, so geht und begrabt sie, da sic doch zu etwas anderem nicht taugen.־׳ (Si mortui sunt, ite sepclite eos, quia ad aliud non valent.) Kaiser Friedrich II. pflegte in seinem siziüschen Königreich, in dem er vor allem lebte, vertrauten Umgang mit Juden. Er beherrschte neben vielen anderen Sprachen wahrscheiniieh auch das Hebräische und wußte, daß die jiidische Religion von solch blutigen Gebräuchen, wie man sie ihr unterstellte, weit entfernt war. An seinem Ffofe arbeitete der gelehrte Juda ben Salomon Hakohen an einer Enzyklopädie. Hier übersetzte der aus der Provence stammende Jacob ben Abbamari und widmete seine Uebersetzuiigcn dem Kaiser. Juden waren neben ihrer eigenen schöpferischen Tätigkeit Mittler zwischen dem arabisehen und abendländischen Kultiirkreis. An dem einzigartigen Ftofe dieses Fürsten trafen sich die Gelehrten vieler Rassen und Zungen zu harmonischer Zusammenarbeit. In diesem Jahre, in dem die Juden des ganzen Erdkreises das Andenken des Maimonides feierten, dürfen wir daran erinnern, daß Friedrich II. seinen ״More nebuchim“, den ״Führer der Verirrten“, kannte. Moses ben Salomo aus der Stadt der berühmtesten medizinischen Hochschule des Mittelalters, aus Salerno, hat ihn erläutert. Wir wissen, daß man am Hofe dieses Kaisers über Maimonides sprach und daß Friedrich selbständig zu strittigen Fragen Stellung nahm und Sachkenntnis bewies. Er, dessen rastloser Geist überall versuchte, den Problemen wirklich aut den Grund zu gehen, der selbständig ein großes naturwissenschaftliches Werk verfaßte und in einer Zeit, in der man in der Regel sich damit begnügte, sich auf geistige Autoritäten zu berufen, nur den Versuch als zwingend ansall, wußte, daß jene Entscheidung über den Vorfall in Fulda nur aufschiebende Wirkung haben konnte. Der Haß gegen die Juden war in den Ländern, die von den Gedanken der Kreuzzüge erfüllt waren, zeitweise groß. Wenn auch der Kaiser selbst von der Linsehuld der Juden überzeugt war, so wollte er hier nach seiner Art auf den Grund gehen. Er berief eine Kommission von Männern aus den angeschcnsten Kreisen des Reiches ein, nicht als ob diese fiir seine eigene Meinung bedeutsam sein konnte, sondern um der Welt willen, um damit die Gerüchtbildung im Keime zu ersticken. Friedrich erkannte •— auch damit seiner Zeit voraus —, daß die Judenfrage die ganze Welt anginge, er sandte Boten an die Könige der Welt, um ihre Meinung einzuholen. In einem Briefe antwortete König Heinrich 111. von England und schickte Mitglieder fiir diese internationale Studienkomtnission. Das Resultat dieser offenbar sehr eingehenden Untersuchung ist uns erhalten. Als Kaiser Friedrich II. im Juli 1236 von Augsburg aus den Juden von Worms ihr berühmtes von Kaiser Heinrich VI. ausgestelltes Privileg erneuerte, nahm er in dieses den entlastenden Rechtsspruch auf, der der Schrift auslegcn und mit ihnen einen gelehrten Disput führen. Lächelnd erklärte sich der Meister damit einverstanden. Er wählte dazu das Wort: ״Heilig sollt ihr sein — denn Ich bin heilig.“ Als Erklärung fügte er nur den einen Satz bei: ״Natürlich — denn da der Vater heilig ist, müssen die Kinder desgleichen heilig sein. Pas ist doch jedem klar.“ Dann verstummte er und sah die Schüler an. Aber auch sie büchen stumm und warteten, daß nun erst die Weisheit des Lehrers sich über das Wort der Schrift ergösse. Da nichts dergleichen geschah, sondern mir das Olir des heiteren Mannes sich neigte wie das eines Schülers, das den Worten der Meister zu lauschen bereit ist, da scholl ihm ein rauhes Gelächter entgegen. Auch dieses Gelächter verschlug dem!Meister nicht die Laune. Er lachte fröhlich mit, weil er auch aus dem Lachen der Schüler das Flcilige hcraushörte. Da aber gerieten diese in großen Zorn, stürzten von ihren Plätzen auf und fielen über den Meister her, um ihn aus ihrer Mitte zu vertreiben. Er leistete nicht Widerstand und Gegenwehr und enteilte. Die Schüler schauten ihm mit zornigen Blicken nach und sahen ihn im Staub der Landstraße verschwinden. Dann kehrten sie auf ihre Plätze tun den Sitz des Meisters zurück und fielen erneut in große Trauer, daß sie auch weiterhin ohne seinen erhabenen Geist lernen, forschen und erklären müßten. Der Weise aber büeb spurlos verschwunden. Erst spätere Geschlechter wußten zu berichten, daß ihm bei seiner Flucht vor den Schülern der Prophet Elijahu entgegengetreten sei und ihn zum Lohn für seine Einfalt in einer Wolke silbernen Staubes vor den Thron des Ewigen geführt habe. Der Gruppenverband Mitteldeutschland hielt am 8. Dezember in Leipzig eine Sitzung des Vorstandes ab, an der auch eine Anzahl aktiver Mitarbeiter des Bezirks teilnahmen, fm Mittelpunkt der Tagung stand ein instruktives Referat Rechtsanwalt Benno Cohns über die zionistische sich aus der Untersuchung des Vorfalls in Fulda ergeben hatte. Hier sagte der Kaiser, daß ihm schon aus seinen» eigenen Wissen heraus die Unschuld der Ju« den klar gewesen war, daß es ihm aber richtig erschien, die Entscheidung auch durch eine Untersuchung herbeizuführen. Getaufte Juden aus den verschiedensten Ländern waren gefragt worden und hatten ausgesagt, daß das jüdische Schrifttum nichts enthalte, was mit der Blutbeschuidigung in Verbindung gebracht werden könne, und somit nur das bestätigt, was der Kaiser aus eigenem Studium wußte. So verbot Friedrich, die Juden des Reiches derartiger Dinge zu beschuldigen, indem er das Wormser Privileg für alle Juden des Reichsgebietes ausdehnte, soweit sie unmittelbar der kaiserlichen Verwaltung unterstanden, ein für die Geschichte des Judentums in Deutschland höchst bedeutsamer Akt. Wie wichtig diese Untersuchung war und wie sachlich sie offenbar geführt wurde, geht daraus hervor, daß auch des Kaisers größter Gegner, der Papst Innocenz IV., der den Bannfluch gegen Ihn erneute, sich dem Spruch, der die Juden von diesem grausigen Verdacht für alle Zeiten reinigen sollte, anschloß. Das aber, was an dein Verhalten des Kaisers bedeutsam erscheint, ist sein Streben nach Gerechtigkeit. Er ersparte selbstverständlich auch den Juden, wenn es für das Wohl seines Riesenreiches notwendig war, nichts und benutzte sie als Steuerquelle bei seinen Monopolen im sizilischen Reiche, er schätzte sie besonders als Färber, als tüchtige Handwerker —, er wollte hier gerecht sein und nicht haben, daß während ‘seiner Regierungszeit sich derartige Gerüchte bildeten. Als der Kaiser jenes Urteil sprach, hatte er schon viel von der Welt gesehen. Im Jahre 1228 war er nach Palästina als Gebannter gekommen. Gläubig im Sinne seiner, der katholischen, Kirche mag er nicht gewesen sein, dem Aberglauben aber w׳ar er abhold. ln der jüdischen Geschichtsauffassung war sein Andenken getrübt, weit in jener erwähnten Urkunde die Juden zuerst als ״Kaminerkncchtc“, als ״servi camerae nostrac“ bezeichnet wurden. — Heute wissen wir, daß dies nur eine Feststellung eines Rcchtszustandcs war, der den Juden selbst nicht unerwünscht sein konnte, weil er sie stärker an die Zentralgewalt anschloß. Mancherlei erzählte man sich vom Kaiser, weil man sein Wesen nicht recht begriff. Der Minoritcnbruder Salintbene berichtet, ״daß er, der Kaiser, ein Experiment machen wollte, welche Art, Sprache und Sprechweise Knaben nach ihrem Heranwachsen hätten, wenn sie (vorher) mit niemandem sprächen. Und deshalb befahl er den Aminen und Pflegerinnen, sie sollten den Kindern Milch geben, daß sic an den Brüsten saugen mögen, sie baden und waschen, aber in keiner Weise mit ihnen schön tun und zu ihnen sprechen. Er wollte nämlich erforschen, ob sic die hebräische Sprache sprächen als die älteste, oder griechisch oder latein oder arabisch oder aber die Sprache der Eitern, die sie geboren hatten. Aber er mühte sich vergebens, weil die Knaben und (anderen) Kinder alle starben. Denn sie vermöchten nicht zu leben ohne das Händcpatschen und das fröhliche Gesichterschneiden und die Kosevvortc ihrer Ammen und Nährerinnen.“ Wenn dieser große Kaiser, an dessen Tod das deutsche Volk nicht glauben wollte — denn an ihn, nicht an Friedrich Barbarossa, knöpfte sich ursprünglich die Sage von seinem Weiterleben und seiner Wiederkehr —, dessen Geist einsam seine Zeit überragte und dessen Gewalt von der Ostküste des Mittelinceres bis an Ost- und Nordsee reicht, sich Zeit nahm, um dem Häuflein Juden gerecht zu sein, so danken wir es ihm nach 700 Jahren. Situation lind die Aufgaben der Gegenwart, das noch durch Ausführungen von Dr. Weiß über die Arbeit der Fonds ergänzt wurde. Dr. Lochen stein (Leipzig) berichtete über die gegenwärtige Situation in Palästina. An das Hauptreferat knüpfte sich eine lebendige und ausgedehnte Ausspräche an. Es wurden folgende Beschlösse gefaßt: 1. Der Gruppenverbands-Vorstand soll in Zukunft in regelmäßigen Zwischenräumen von 6- 8 Wochen in Leipzig zusammentreten. —- 2. Der Vorstand dezentralisiert die laufende Arbeit durch Schaffung folgender Referate: Schulwesen (Dr. Loebensteint-Leipzig); Zionistische Bildungs- und Schulungsarbeit (Dr. Markowiez-Zwickau); Sport und Jugendarbeit (Dr. Lehrfrcimd-Leipzig); Hcbraisicrung (Pr. Wt.'skin-Lcipzig mit Kurt Goldinann-Leipzig); Chaluzuilh (Heinz Gabbe- Ilmenau); Geineindearbeit (RA. Nenianri-I lalle); Propaganda (Hans Posner-Leipzig). Alle Anfragen und Zuschriften sind an den Vorsteher des Gnippenvcrbaiules (Lärmiger.-Dir. a. D. Altcrthum, Leipzig, Keilstr. •1) zu richten. . 3. Ein Bezirkssduilungsseitiinar ward im Laufe des Februar abgehalten. Näheres wird noch bekanntgegeben. — 4. Kreistagungen sollen in Zukunft nicht nur für den Untcrbczirk Thüringen, sondern auch für die Unterbe/irkc Altinark in Mägdebürg und Ostsachsen in Dresden staltfinden. — 5. Die nächste Vorstandssitzung findet am 12. Januar in Leipzig statt. — 6. Der nächste Verbandstag wird alsbald nach dem Delcgiertentag cinberufcn werden. Wie ein Palcor-Tclcgramm miltcilt, hat Ing. Abraham Werber (der hydrologische Experte, dessen Aeußerung zur Wasserfrage wir in Nr. 0<) der ״Jüd. Rundschau“ im Palästina-Blatt wiedergcgeben haben) sich um di« Erteilung eines Patentes der Palästina-Regierung bemüht, betreffend die Erfindung einer neuen Methode, Grundwasser von Salz zu befreien. Diese Erfindung wäre für die Entwicklung des Landes, insbesondere für den Negew (Süden), von großer Bedeutung. ־KT <«»י iMBUg gettlYaieC זיייי! 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