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Jüdische Rundschau · 1935-12-13 · Heft 100 (13.12.1935) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 100 (13.12.1935)
Date
1935-12-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 100, 13. XU. 1935 V wi S* DER JÜDISCHEN RUNDSCHAU Von jemenitischen Gesängen Von Chemjo Win a wer Um oinoii cl1,1S'i(lisd1(;j1 Nigun auch nur cinicermaßen ״echt“ simrcn 1.11 können, muß man einiges über Milieu und Saneesarl der GI1n?sidim wissen, t'm so mehr gilt dies von den Oeslinsen der jemenitischen Juden, die «ms vielfach noch fremder anmuten, da sie s׳anz orientalisch klingen. Unser heutig('? Singbkilt bring! eine originale j e nt e n i t i s c he (>tbetsweis«.• , eine typische Melodie, wie man sii* 111 «len jemenitischen Retsttiheii Palästinas häufig zn hören bekommt. Die kleine Gruppe der jemenitischen Juden, die auch nach der Zerstörung Jerusalem? den Orient nicht verlassen hat, wird vielleicht später einmal den Stil der Juden bestimmen. Ich \veil'>, dal'i viele europäische Juden sich dagegen au fleh• neu, zumindest jedoch ganr im geheimen gar nicht wiin- Sclien, wieder zu dem zu werden, was sie insprfinglieh waren. Aber, mag man zu dieser Frage?leben, wie man will, eines wird ■mch der ,.europäisch?!(1'' Jude ein *»esteiien müssen: der Stil dieser ,11-mrnilen palet m die palä?tmensische Land- Schaft. besser;11? irgendein anderer, und aller Walirscln'inhclikeil uael( werden im \ erlauf der Jali!•zehnte die ver- Seliiedenen Sldaiten -— der p>111enit1?rhe, d(,r?elardisehe und der o?l 11111i-e|1e Stil — zu einer embrillielirn Stil-Synthese V(-r?eh 1! H1׳/en, zu euean organi'ehen Gan/cn, m dem das Jemenitisch׳■ einen bedeutenden Hang besitzen wird. (Sem es einmal vergönnt war, einem jemenitischen C. <1 t I e s d i e n י t bei/uwoluieii und 111 i 1/ue riehen , wie hier jeder rin/ejne lieler leliemlegeu Anteil nimmt am liebet der hteliilla, wird eine Shnung davon bekommen haben, wie sehr der!einend!?( Im Jude ui?einem religiösen heiien vervvurzell «st, ilii'1 w ei 11?( 1t das liebel kapilelvvei?«? von einem zum aitilereii hiiiiil׳!■״, anders wie bei me, wo nur der Sorhcter aktiv ist und die Grmehnle?1111־ höchstens mit einem ,Amen" beledig!, I he Lröminigkeil de? Jemeniten ist etwas I 1:.־ezvvungeni׳>, rin;!? ml!?(!nein Ulla ״■.!eben untrennbar Verknüpfte?, | )er j 1 ■! neu 1!i?('h e Jude 1?t fromm, ab könnte es gar nicht amlers?־׳in. Sein in der kleine Jemenilenknabe wächst in 11! cm?i'lh'l vemlandl! die Frömmigkeit hinein und bleibt mb ihr mdö-har veile mdeii, auch daun, wenn er — gottbehüte! — später rimnaf ein ,,Doktor*' werden sollte, was ja in die-eii Zeiten lue und da Vorkommen mag, ja sogar auch .., wenn er. wovor einen der Himmel!«wahren möge, gla(!r,1sirrt umlieiläiil't! Der Höhepunkt eines jemenitischen (!otlosdicnstcs ist die \orlesung der Thora, bei der die kleinen Jemenitenknabe 11 die aramäische Lobersetzung, —• den ״Targum not,.In?“ — ״;ich jedem Vers rezitieren. Es ist geradem ein r Hochgenuß zu hören, mit welcher teher natürlichen Musikalität sie dies tun. tara, von diesen Knirpsen in der arabischen imgen, mit ihren reinen unverbildeten Kines i-t ein Erlebnis, dem beiwohnen zu dürfenbart sich dem Europäer, wie diese jenieschien ,Inden eins?ind mit. der uralten Art ihres Gebets, i religiös!■ Lebe» des .leineinten spielt in sein gan7.es Le- 1 hinüber, ist durchaus nirlit eingezwängt in die Mauern 1er Synagoge. Es gibt erbitterte Kämpfe unter den voricdeiieii Gruppen der jetiien i I bellen Juden, die in den linhagim“ 1( 1«׳i1>,l>l11׳;iu׳'hco! kleine \ ariationi'n aufweisen, Grunde aher voneinander mellt sehr verschieden sind.? I i'i'lia-heavv im vergangenen Jahre war ich Zeuge einer Schlägerei vor einer Jemenitenschul in Tel-Awiw, die entstanden war, weil die eine Gruppe für die Vorlesung nach dem Ilitus des Rambam war, die zweite Gruppe jedoch einen anderen Ritus wünschte. Das Leben des Jemeniten beginnt und endet in seiner Schul. Um die Diimmerungsstundc begegnet man hastigen kleinen Gestalten, die dem jemenitischen Viertel in Eile zustreben, es ist ״Minrha"-Zc1t. Schnell wirft der Jemenit seinen zerschlissenen Arbeilsrock ab, schnell streift er die Tragschnur von der Achsel (die Jemeniten sind vielfach Lastträger und dergleichen), schlüpft in seinen weißen Kaftan, und schon stellt er über allen! erhaben und verklärt in seiner winzigen weißgelünehten Betstube. Nur, wer selbst einmal an einem Tiseha-Beaw inmitten dieser klagenden, jammernden Gestalten auf dem Kußhoden einer solchen Jemenitenschul gehockt hat, — nach ihrer Art die Reine im Türkensitz, — wer seihst drei Stunden lang, von ihrem iiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiMiiiiuiiiiiiimiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiMiimiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiniiiiiiiiiiiii Jemenitisches Gebet- Naehdmck verboten (Chemjo Wrnawer) Alle Rechte Vorbehalten E - Io ־* lnm esch - 4 » U ׳!> j ־ n piD~är!־! - Wi Me ־ sclü - chr>, £־־ ja - ebiseb kex, da - io us - ra, niss - mach - chat ha-sebo - e ** wt, wc - mt - pt ■ Id be - loch bet ba - be - c.bi - ן Vom Herrn erflehe ich, er möge bald seinen Mo*chiach senden. und er möge die Erlösung seinem Volke bringen, der zerstreuten Herde. Dann werden wir uns freuen am Fest des Schöpfens, Fnd wir werden beten inmitten des aUsSerwählten Hauses. אלהים אשאלה יביא משיה1׳ r r-1 t r vi : ■ יחיש קץ?im שה פזורה׳ •ץ •♦יו ל— r ••־; t ונשמת בשמחת השואבה׳; * J -; ־; ״ *• T ונתפלל בתיך פית הבחירה•! ־ 1 ־ ~; י־* ” 5 י T Wehgeschrei hingerissen, mitgeklagt und geschluchzt hat, wird verstehen, wenn man sagt, daß dieje Menschen noch' heute die Zerstörung Jerusalems erleben und immer wieder erleben. Und nur der kann die Verzweiflung jenes Jemeniten begreifen, der, als wir nach einem Tischa-boaw von der Synagoge auf die Straße tretend, die Jugend Tel-Awiws vorüberschreiten sahen, über diese ,,Schmach" jaminerte. ״In Jemen“, sagte er, ״hüllt man sich jetzt in Sack und Asche, aber hier, im Heiligen Land, geht man spazieren am Tisch»- bcaw, als wäre nichts geschehen...“ Ich hin der Meinung, daß der jemenitische Stil ein bedcutsames Kapitel zur Frage des künftigen jüdischen Stils überhaupt dnrslellt. Ich halie darum auch schon, während meines Aufenthaltes in Erez-Israel, darauf hingewiesen und gefordert, daß man diesen Schatz an Musikalität bei den Jemeniten wahrnehmen solle, daß man diese begabten jetnenitischen Jungen in einem Knabenchor sammeln solle usw. Ich würde sehr wünschen, daß die Leser des Singblattes sich um die jemenitische Gebetsweis« ernstlich bemühen und cs nicht dabei bewenden lassen möchten, sie einmal auf dem Klavier heninterzuspielen. Zur Vortragsweise: Die ersten, drei Vers!• kehren —- mit unwesentlichen Veränderungen in deff Melodie wieder, diese Wiederholungen sind typisch, die eigentliche Steigerung liegt weniger in der Veränderung der Noten als im Vortrag selbst. Das Schwergewicht ruht »u£ dem letzten Vers und den letzten Takten. Bemerkenswert scheint mir, daß das Gebet der Juden aus dem 1. Akt von ,,Samson und Dalila“ von Saint-Saens eine frappante Achnlichkeit mit dieser jemenitischen Gebetsweise aufweist. Es ist nötig, sieh in diese Melodie zu verliefen, hincinzuhören in ihre Monotonie — derselben Monotonie, die zugleich einförmig und großartig ist» wie manche Gegend in der Landschaft Palästinas. Franz Werfels Bibelspiel ״Der Weg der Verheißung“, das Ende dieses Monats in New York in der Regie von Max Reinhardt zur Aufführung gelangt, ist jetzt in Buchform im Verlag Paul Zsolnay, Wien, erschienen. Das Werk ist unseren Lesern bekannt, da es Anfang dieses Jahres in der ,,Jüdischen Rundschau“ zum Abdruck gelangte. Werfel hat bekanntlich eine Reihe charakteristischer Szenen der Bibel dramatisch so aufgebaut, daß sie sich sichtbar vor den Augen des Zuschauers auf einer erhabenen Bühne abspielen, während die Einheit der Handlung — wie es auch im jüdischen Volksbewulitsein und Volksbrauch der Fall ist — durch die Vorlesung des Rabbi hergestellt wird, der in der Nacht vor der Vertreibung in einer mittelalterlichen Gemeinde zur seelischen Stärkung des Volkes aus dem Buch vorliest, das der ewige Begleiter Israels bei allen seinen Wanderungen ist. Während sich gegen das Verhalten der Gemeinde der ״Widersprecher“ — der Opportunist und Ungläubige, der sich aus dem gemeinsamen Schicksal ausschließen will — aufbäumt, entzünden sich zugleich die (ilaubcnskraft der Gemeinde und der Enthusiasmus des jungen in die Zukunft weisenden Geschlechtes an diesem ewigen Erbgut der Verheißung für Israel. Die szenische und dramatische Wirkung dieses Spiels wird sich bei der Aufführung in New York und später in Tel Awiw und anderwärts erweisen. Die dichterische Gestaltung, die den poetischen Gehalt der einzelnen Szenen auszuwerten weiß, reiht das Buch in die Reihe der großen Werke des Dichters Franz Werfel ein. Ein neues Gedichtbuch von Arthur Silbergleit ״Der ewige Tag“ hat die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin (Charlottenbürg, Kantstr, 158) herausgebracht. Das etwa 30 Seiten starke, kartonierte Bändchen kostet eine Mark. Eine Anzahl Exemplare der in beschränktem Umfange hergestellten Auflage wurde vom Dichter handschriftlich gezeichnet. Der Kunstverlag Dr. Herbert Loewenstein, Berlin, hat eine Postkartcn-Serie ״Jüdische Symbole“ hcrausgebracht. Besonders schöne, alte und neue Kultgegeiiständc aus dem Jüdischen Museum Berlin, in ihrer festtäglichen Verwendung photographiert, zeigen jüdische Bräuche zu Schabbat-Eingang, Hawdalan und Chanukkali. Die Darstellungen werden als BriefJjarte im Umschlag zu 15 Pf. verkauft. Aus ilem llehraischm von Dr. Mas Mayer, Jerusalem mm 30. forUetr une Naebdracl* verboten Gc?1’111■■׳ Fl nach Geschlecht wohnten in diesem lautlosen Ddt״ _?liimtur Muiiclic und er»;11■t׳•! cri die Offenbarung des göttlichen (n'?irl 11?, Anden■ zogen auf die Höhen und bauten .?ich anl den ]riirhieiiden Bei'ekiippen Klöster. Die urzeitlidie Stille de? 1;ds « sr nielil ״e-dört. Nun aber war der Tag gekommen, an dein die Stille des Tals untei-lirnelieu wurde. Aus dein Gestrüpp des Üedlamls Streckten die großen ..Maulwürfe“ ihre Hälse und tasteten im Sdiildknilensihrilt ihren Weg vorwärts. Schwarze und weiße Rauchwolken?Iciircn da und dort empor, und das Surren und \\ iminern der Drähte stören das Tal aus seiner Ruhe auf. 1e foltrt der andern. Die neuen Steinbruck© ׳:חוח der Chaussee nicht genügend Stein und ׳t!s sechs neue Steinhriiehe ausgcbcutet sind. 1 erschüttern Explosionen und der dumpfe enden Gesteins die Luft. Der ewige Schlag- Hier und Bohrer hallt im Tale wider. Der R11 \ IImins der Arbeit nähert sieh allmählich dem großen (1ewäs?er und den Klöstern am Abhang seiner Ufer. Die im Schatten ihrer Lauben sitzenden Mönche blicken durch die W einranken nach der Seite, von der der Lärm herkoinrnL Die Bewegung der Maschine, des Betons und Steins schien ihnen so In■ fti״, daß sic aus den Kloslermauem traten, um alles zu beobachten. Dort sahen?ic 11111,1'״•« Mechaniker und staubbedeckte Steinbrucharheiler. die gekommen waren, um aus der klaren Quelle im Seliatlrn des Klosters zu trinken, und mit ihren vom Staub heiser gewordenen Stimmen die Stille durchbrachen. Der unterhalt וווו"?!«’( liirftige Ökonom des Kloster? (freute sich ulx-r die Gäste, und lud sie ein, sich in den Schatten eines dichtbelaubten Feigenbaums zu setzen. Sie Iranken sich satt und kehrten dann zum Steinbruch oder zur Maschine zurück. Die Chaussee, die schnell und mit geräuschvoller Geschäftigkeit angelegt wird, führt an dem Feigenbaiimliain des Klosters vorüber. Die Maschinen laufen über das Straßenfutter, gießen Beton darauf und drücken ihn fest an. Die Mönche erheben sieh und stellen sich wortlos in einer Reihe vor dem forksdireitenden Slraßenfuttor auf, wie wenn sie den Weg versperren wollten. Aber die Lufthänimer setzen ihre Arbeit fort Die vordersten Arbeiter sind bereits ganz nah« an die Mönche herangekommen. Das Hindernis bringt auf einmal die ganze Bewegurig zum Stillsland. Leutnant Harris wird geholt und verhandelt mit dem Ökonomen des Klosters und den Pionieren des Werklagers. ״Wir haben keinen andern Wog. Zur Linken sind die Berge und zur Rechten das tiefe Tal. Die Maschinen können nur auf diesem Weg weiter.“ — So sprachen die 1/eule vom Werk. Da Harris ztigeben mußte, daß es keinen andern Weg gebe, klatschte der Ökonom des Klosters in die Iliinde, und die Mönche begannen den Hain des Klosters zu *imzäunen. Während sie noch daran arbeiteten und stumm die .Eisendrähte ,סו den Stangen spannten, war bereits das Straßenfutter samt Beton und Asphalt am Hain vorbeigelegt» Die Mönche sei lauten durch den Zaun auf das Eisen, das unter Rauchschwaden das Gestrüpp des Oedlands ausbrannte. Die Ausräucherung des Gestrüpps scheuchte Wildschweine von ihrem .Lager auf, trieb Marder und Füchse aus ihren Höhlen und wirbelte ganze Wolken von Stechmücken aus dem Schilf, das in Feuer aufging. Als die Arbcitsleiite auf das lange Band der Chaussee zurfickbl ick len, dessen Asphaltdecke in der Sonne glühte, sagten sie untereinander: ,A «>n mm an wird es nur offene Wege im Oedland geben.“ ״Und wir haben sie geebnet“ ״Lud unseren Kindern nach uns.“ ״Und allen, die des Weges ziehen.“ Noch etwas befangen, aber getreulich arbeiteten unter den!׳euten des Werks auch die Leute der ״Oedlandskompanie“. Zuerst zauderten sie noch, das Gestrüpp der Schleichwege auszuroden. Aber Raschid, der in den ersten Reihen der Leute des Werks arbeitete, sprach ihnen Mul zu, und als die Kinder des Oedlands ihre kleinen Äxte in die Hand genommen hatten, verrichteten sie furchtlos die Rodungsarbeit, Schulter an Schulter mit den Leuten des Werks. Dann keuchte auf der Chaussee die große Wasserpumpmaschine mit ihren riesigen Saugarmen heran. Sie glänzte in der Sonne in ihrem neuen Lacküberzug und mit ihren blanken Melallgliedem. Sie bewegte sich langsam nach dem Gewässer zu. Auf beiden Seiten der Chaussee! begleiteten sie die Leute des Werks mit heiseren Rufen. Die Leute des Ocdlands brachten Bergbluinen und Grün des Ginsters herbei und schmückten damit das gleißende Metall. Die Lokomotive II 1 lief den Weg von der ״Station Müde“ zum großen Wasser sicher dahin und zog in langer Reihe mit Holz und Eisen, Maschinenteilen und Beton formen, Bauerüsten und Zementsäcken beladene Waggons hinter sich her. ssar führte den Zug mit geübter Hand, Die an seinem Gurt befestigten Lcdcrtaschen waren, gleich der Kohlen- und Eisenschwärze auf seiner Haut zu einem Bestandteil seines Körpers geworden. Als Issar wieder zur ״Station Müde“ zurückfuhr, um eine neue Ladung zu holen, war dort lebhafte Bewegung; eine große Schar von Arbeitern stand neben hochbepackten Lastautomobilen reisefertig■. Die nach dem ״Hügel der Bube“ aasziehenden Männer nahmen ihre Bündel auf den Rücken, ln den Lärm und da» Gedränge der Bewegung mischten sich Abschiedsrufe. Noch ein letztes Mal überblickten sie das Areal, wo sie jede Erdscholle und jeden Stein kannten. Die Rekruten, die erst gestern angekommen waren, rückten in die Plätze der Abziehenden ein. Vom Werkareal waren weitere Stöße von Holz und Eisen herbeigeschafft worden, die nun zum Transport nach der neuen Station aufgeladen werden. Plötzlich wurde es still. Die künftigen Siedler hatten sich mit ihren Bündeln an die Automobile gestellt, die Neuen ihr® Plätze auf den Waggons eingenommen. Aurli die Arbiter der ״Station Müde“ und die Leute der ״Oedlandkoinpanie“ waren herbeigecilt Denn Agar war gekommen, um die auf den neuen Boden Ziehenden zu verabschieden. Er ülierblickte den ganzen Platz und sprach: .,Leute des Werks! Wir entsenden heute tausend Mann zur Ansiedlung auf dem Boden des Oedlands. Das Wenige, das wir bis heute dem Oedland abgerungen haben, stellen wir ihnen zur Verfügung. Die guten Wünsche des ganzen Lagers begleiten sie auf ihrem Weg nach dem ,Hügel der Buhe‘. Haben wir ihnen Besseres mit auf den Weg zu geben?“

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