Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 100 (13.12.1935)
- Date
- 1935-12-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100 13. XII. 1935 Befreiungen von den Nürnberger Gesetzesvorschriften Der ״Amtliche Preußische Pressedienst'• teilt mH: ״Wie der Reichs- und preußische Minister des Innern in einem Runderlaß mitteilt, sind Gesuche um B« willig u n g von Befreiungen von den Vorschriften des Reichsbürgcrgcsctzesuiiddes Blutschutzgcsetz.es durch den Führer und Reichskanzler bei der für den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Gesuchstellcrs zuständigen höheren Verwaltungsbehörde zu stellen. Anträge von Personen, die nicht Rekhsbürger sind, auf Belassung in dem von ihnen bisher bekleideten öffentliehen Amt sind auf dem Dienstwege dem zuständigen Reichsminister einzureichen. Höhere Verwaltungsbehörden in diesem Sinne sind: 111 Preußen der Regierungspräsident; in Berlin in Eheangelegenheiten der Staatskornniissar der Hauptstadt Berlin, im übrigen der Polizeipräsident; in Bayern der Regierungspräsident; in Sachsen die Kreishauptmannschaft; in den übrigen Ländern die Landesregierung. Besitzt der Gesuchsteiler itn Inland keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, so ist das Gesuch bei dem Reichs- und preußischen Ministerium des Innern einzureichen. Die Bewilligung einer Befreiung soll nur in ganz besonders liegenden Ausnahmefällen ■befürwortet werden, in denen schwerwiegende Gründe vom Gesichtspunkt der Allgemeinheit eine Abweichung von den Nürnberger Gesetzen nötig machen. Liegt ein solcher Ausnahmefall nicht vor, so Ist das Gesuch unter Hinweis hierauf ohne weitere Vorbereitung dem Reichs- und preußischen Minister des Innern vorzulegen. In den Fällen, die nicht von vornherein zur Ablehnung reif erscheinen, stellt die höhere Verwaltungsbehörde die eriorderliehen Ermittlungen an. Sie trifft Feststellungen über die persönlichen, insbesondere die rassischen, seelischen und Charakterliehen Eigenschaften des Gcsnchstellers, seine Teilnahme am ■Weltkrieg und seine politische Zuverlässigkeit. Sie veranstaltet weitere Erhebungen über seine Familiengeschichte und über die Richtigkeit der zur Begründung seines Gesuchs geltend gemachten Gründe. Betrifft das Gesuch die Befreiung von einem I: h e I! i n d e r n i s, so hat die höhere Verwattungs- Behörde etwaige bereits bei den Standesbeamten entstandenen Vorgänge ein/ufordem und dem üesuchstoller auf/.ugebeu, ein Gutachten des für seinen Wohnsitz zuständigen Gesundheitsamts bei/uhringen, das sich insbesondere auf die rassischen Merkmale des (iesuclHtellers erstreckt. Vor Weitergabe des Gesuchs an den Reichs- und preußigehen Minister des Innern hat die höhere Verwaltungsbehörde in den Ausnalimefallen, in denen sie eine Befreiung befiir- Worten will, der zuständigen (iauleitung der NSDAP Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.“ Das Ausscheiden der jüdischen Notare Die ״Frankfurter Zeitung“ schreibt im Anschluß an einen Aufsatz über die Lage der Anwälte folgendes: ״Diejenigen jüdischen Rechtsanwälte, die zugleich Notare Sind, sind in dieser Eigenschaft Beamte und scheiden deshalb nach der Durchführungsverordnung zum Reichsbürgergesetz mit dem 31. Dezember 1035 als Notare aus. Bis dahin sind sie beurlaubt. Ihre Lage ist insofern eine andere als die der sonstigen jüdischen Beamten, als die Notare in den Ländern des Anwalts-Notariats auf Gebühren angewiesen sind und kein Gehalt, also regulär auch keine Pension erhalten. Da der Anwalt jedenfalls in den größeren Städten erst in reifem Alter Notar wird, waren die bis heute und trotz dem Berufsbeamtengesetz von 1933 im Amt gebliebeneu jüdischen Notare zum größten Teil nicht wegen ihres Dienstalters (Ernennung vor dem 1. August 1914), sondern als Frontkämpfer vom Berufsbeamtengesetz im Amt erhalten worden, (In Berlin sind von ca. 500 jüdischen Notaren 35 Altnotare, alle übrigen Frontkämpfer.)" ״Ruppin - Woche“ in Argentinien Aus Argentinien wird uns berichtet: Die Zeit, die Dr. Ruppin in Buenos Aires weilte, war eine Zeit intensiver zionistischer Tätigkeit. Ls war eine richtige ״Ruppin- Woche“. Zunächst wurde zur Begrüßung des (iastes eine Festsitzung der Zionistischen Organisation Argentiniens abgehalten, wobei der Vorsitzende, J. Kaplan, eine I)arstellung des Wirkens Ruppiiis wahrend der Ict/tcn 25 Jahre gab. Dr. Ruppin hielt sodann ein Referat über den letzten Zionistcn-Kongref' und würdigte dann iioheMimlere die Bedentung der Rückkehr Wti/nianns zur Führung. Spater sprach Ruppin hei einer Pressekonferenz vor den Vertretern der jüdischen und nichtjiidisdien Presse über die Geschichte des Zionismus vom Beginn bis zur Jetztzeit. Am Abend fand eine große V o 1 k s v e r s » in m 1 u!1 g statt, bei der einer der grollten Säle der Stadt noch vor Beginn überfüllt war; dort sprach Ruppin über die gegenwärtige Lage in Erez Israel. Ente be-umlere Veranstaltung fand im Kreise der E m jgranten a u s D e 1t t s e 111 a n d statt״ die von dem dortigen HilFkomiice veranstaltet war. ln dieser Versammlung sprach Dr. Ruppin über die Ansiedlung der Juden aus Deutschland in Palästina und betonte besonders die Möglichkeiten, die durch das Jüdische Nationalheim für die jüdische Jugend Deutschlands geboten werden. — Von Buenos Aires begab sieh I)r. Ruppin in die jüdischen Kolonien Argentiniens und in verschiedene Provinzstädte. Auch dort hielt er Vorträge über die Lage im Zionismus und in Palästina. (Die ״Jüdische Rundschau“ wird demnächst mehrere Artikel aus der Feder Dr. Ruppins über seine Eindrücke In Südamerika und über die dortigen Einwanderungsmöglichkeilen vcröHentllchen. — Red.) In Saloniki erscheint eine neue jüdische Zeitung in spaniolischer Sprache unter dem Namen ״LI Messajero . Die jüdische Jugend in Deutschland veranstaltet zu Clianukkah eine ״w asserturm-Akti on“. Eine große KKL-Aktion ist zu Rosch-Haschanah durchgeführt worden. Das Geld für den Boden der Henrietta- S201d-Siedlung isf gesichert. Jetzt, da dieser erste Schritt getan ist, ergeben sich all die Aufgaben, die bei einer Kolonisation in Palästina auftreten. Jede Siedlung braucht Wasser; Wasser für Menschen und Vieh und Wasser für di« Bewässerung der gemischtwirtschaftlichen Nutzungsfläche. Die Schaffung moderner Wasser- und Bewässerungsanlagen ist eine der ersten und wichtigsten Aufgaben der jüdischen Kolonisation in Erez Israel. So wurde der wasserturm zum Mittelpunkt jeder Siedlung und zum Wahrzeichen für den Weg des Aufstiegs der jüdischen Land- Wirtschaft. Die jüdische Jugend konnte sich zu Chanukkah keine schönere Aufgabe stellen, als die Schaffung des Wasserturms für die neue Siedlung zu Ehren von Henrietta Szold. Die Aktion hat in diesen Tagen begonnen. Helfen Sie unserer Jugend bei der Durchführung und sorgen Sie dafür, daß auch Ihr Kind einen ״Baustein“ für den Wasserturm abgeben kann] Besorgen Sie ihm die Baustein-Karte und den Markenblock. Jeder Jugendliche wird in diesen Tagen aus den 12 Marken, die je 10 Pfennig kosten, das Bild eines Wassertuims zusammensetzen. Für das fertige Bild erhält er eine Urkunde vom KKL. Die ״Bausteinkarten“ der Wasserturm-Aktion sind durch alle KKL-Vertrauensleute, Zionistische Ortsgruppen und jugendorganisationen zu haben. Weiteres in der Chanukkah-Nummer der ״Kinder-Rundschau“. KEREN• KAYENETW-LEJISRAEL Reichskonierenz polnischer Juden. Der Verband der polnischen Juden in Berlin hat gemeinsam mit einigen Gruppen im Reich die Initiative ergriffen, eine Konferenz pol• nischer Juden Deutschlands nach Berlin für Ende Dezember einzuberufen. Der Zusammenschluß aller polnisehen Juden soll nicht nur bestellende Ortsgruppen und Verbände reorganisieren und die Arbeit von einem Gesichtspunkte aus leiten, sondern es gilt ebenso sehr, jene einzelnen polnischen Juden der Arbeit zum Wöhle der Gesamtheit dienstbar zu machen. Soziale, konstruktive, rechtliehe und kulturelle Aufgaben harren ihrer Lösung. Die Reichskonferenz wird u. a. auch das Verhältnis der polnischen Juden zu den bestehenden jüdischen Organisationen in Deutschland, ihre Zusammenarbeit mit den vorhandenen jüdischen Körperschaften usw. zu klären haben. Die Organisationsarbeiten zur Einberufung der Reichskonferenz sind bereits im Gange. Alle Ortsgruppen und Einzelpersonen, mit denen der Verband jetzt noch nicht in Verbindung treten konnte, werden gebeten, sich mit dem Sekretariat des Verbandes polnischer Juden c. V., Berlin N' 54, Linitnstraße 69, in Verbindung zu setzen. Wizoarbeit in Paris. Uns wird berichtet: Die Wizo von Einwandererinnen aus Deutschland in Paris, die neben der französischen ״Union des Femmes Juives pour la Palestine“ die zionistisch interessierten jüdischen Frauen in Paris zusammenfaßt, konnte ihr einjähriges Jubiläum feiern. Diese Gruppe der Wiza in Paris, die vor allem die Frauen der nach Frankreich ausgewanderten Zionisten aus Deutschland umfaßt, verdankt einer Initiative von Frau Oronemann ihre Entstehung. Aus einem kleinen Kreis zionistisch interessierter Frauen ist die Wizogruppe Paris ein Mittelpunkt zionistischer Arbeit in Frankreich geworden und hat die Zahl ihrer Mitglicder erheblich erhöht. So waren in der Festsitzung im Hotel Mirabeau in Paris mehr als 100 Personen anwesend. Die nach der Uebersiedlung von Frau Gronemann nach Palästina gewählte Vorsitzende, Frau Sch ermann, gab einen Ueberblick über die Arbeit der Wizogruppe Paris. K. Heinrich Kurtzlg, der Sekretär des Verbandes jüdischer Heimatvereine, hat vor einiger Zeit eine Homer-Parodie ״Lieb e s ־ und Irrfahrten nach Homers ״Odyssee“ (Verlag Gustav Engel, Leipzig) veröffentlicht. Zu dem lustigen Büchlein hat Thassilo von Sch eff er, dessen Buch ״Die Kultui der Griechen“ in Nr. 90 der ״Jüdischen Rundschau“ besprochen war, ein empfehlenswertes Vorwort geschrieben, worin cs heißt: ״Hier liegt nun der sehr gelungene Versuch vor, den alten Homer auch einmal von der lustigen Seite zu nehmen und aus seiner Odyssee eine Parodie zu machen, zu der dieser Sagcnstoft schon an sich verführerisch neigt.... Das vorliegende herzerfrischende Werkdien bedeutet beileibe keine Verulkung einer der größten Dichtungen der Weltliteratur. Im Gegenteil. Gerade durch die lustige Dar- Stellung ... fällt auf so manche Szenen ein so belebendes Licht, daß die Unbeschwertheit echt griechischer Spötter- Iautie zu ihrem Recht kommt.“ II ANDS CHUH־ LEDER m ,tlldti Sp.־trfen R a c h a r a c h, Berlin "T 1^1!" m1'״״״ Prof. Dr. Carl Neuberg, der zu akademischen Vorlessingen in Athen und Istanbul war, sowie einer Einladung Prof. Weizmanns zu Vorträgen an der Universität Jerusalem und im Forschungsinstitut zu Rechovoth gefolgt war, ist nach Dahlem zuriiekgekehrt. Unser neuer Roman; ״Die letzte Station” Von LEO HIRSCH ln der Novelle ״Die letzte Station“, mit deren Abdruck wie nach Abschluß des Romans ״Das Werk im Oedland“ in der kommenden Woche beginnen, schildert Leo Hirsch das Vor- und da» Nachspiel einer Auswanderung. Ein Jude verläßt Deutschland, Erez Israel ist sein Ziel, und ein kleiner Ort in der ehemaligen Provinz Posen ist die letzte Station der Reise in ein neues Leben. Von dieser Station, die nach dem Kriege polnisch geworden ist, war der ״Held“ der Novelle damals nach Deutschland ausgewandert wie nahezu alle seine nichtpolnischen Landsleute, und nun, bei seiner zweiten Auswand©- rung, von Deutschland nach Palästina, findet er von den Juden, die das Städtchen bevölkerten, kaum mehr als Erinnerungen und Gräber vor. Noch einmal and wie zur Spiegelung seiner letzten Ausfahrt erlebt er in der alten verlorenen Heimat das frühe und von den Wirren jener ersten Nachkriegsjahre getrübte Abenteuer seines Herzens und seinen ersten Judenschmerz wieder, und wie zum Ausgleich vergangener tragischer Schuld begegnen ihm in ihrer neugewonnenen Lebensform die unvergessenen Figuren zu erneutem, nun aber versöhnlich sich lösendem Konflikt —■ wie entschwebend» Schatttm auf dem sich lichtenden Grund eines von vom beginnenden Daseins. IN ALLER KURZE Vorschläge für die künftige Regelung des Tier- Schutzes im neuen deutschen Strafgesetzbuch werden in der ״Deutschen Justiz“ durch den Senatspräsidenten Grau vom Reichsjustizministerium bekanntgegeben. Aus dem Schächtgesetz solle der Tatbestand des vorsätzlichen betäubungslosen Blutentziehens beim Schlachten übernommen werden. Er werde zweckmäßig mit einer noch höheren Strafandrohung als bisher ausgestattet. Bei den Strafvorschlägen empfiehlt der Referent, die unerlaubte Vornahme vom Versuchen am lebenden Tier und die Blutentzjehung ohne Betäubung mit Gefängnis bis zu zwei Jahren oder mit Haft zu bestrafen. Das Kieler Schwurgericht verhandelte gegen einen 46 Jahre alten jüdischen Angeklagten aus Osnabrück, dem die Anklage ein Verbrechen gegen das ״Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ zur Last legte. Der Angeklagte wurde zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Bei der Lebensmittelgroßhandlung Carl Frö kling A.-G., Frankfurt a. M., gingen im Oktober 1935 75 tyo des Aktienkapitals in arische Hände, und zwar mit 50 ס/י׳ an Dr. Gast (Berlin), ehemals ZucKerraffinerie Tanger münde, und 25״/» an das Vorstandsmitglied Dr. Bujard. 64000 RM. Aktien in jüdischem Besitz sind bei einem Notar hinterlegt uqd haben auf Dividende und Stimmrecht bis zw ihrer Veräußerung verzichtet. Das Wäschehaus S. Levinger ft Co. in N Sr.O * berg ist, wie die ״Allgemeine Rundschau“ in Nürnberg berichtet, von einem arischen Inhaber im Einvernehmen mit dem Gauwirtschaftsberater gekauft worden. Zwei jüdische Firmen Kölns haben Totalaus verkauf wegen Geschäftsaufgabe begonnen. Es handelt sich um das Tuchimporthaus Heydt und das Damenkonfektionshaus Gottfried ft 1. Kaufmann. Die Liquidation jüdischer Unternehmungen ist in besonders starkem Maße innerhalb des E i e r-Großhandels erfolgt. In Berlin sind in letzter Zeit neun jüdische Groß- Unternehmungen zum Verkauf angeboten worden. Nach einer Meldung der ״Deutschen Eierwirtschaft“ sind in Stuttgart sämtliche in nichtarischem Besitz befindliehen Eier-Großhandlungen geschlossen worden. Durch Verfügung des Senators der inneren Verwaltung werden in Lübeck die Israelsdorfer Allee, der Jerusalemsberg und der Stadtteil Lübeck-Israelsdorf umbenannt, und zwar in ״Travemünder Allee“, ״Kreuzberg“ und ״Karlshof“. Dem Inspekteur des Sanitätsdienstes der königl. niederländischen Landstreitkräfte, Generalmajor S. W. Praag, wurde in Anerkennung seiner Verdienste als Organisator der Expedition des niederländischen Roten Kreuzes nach Abessimen von der Präsidentin des holländischen Roten Kreuzes, Kronprinzessin Julian a, das Verdienstkreuz der Vereinigung überreicht. Generalmajor Praag, der auch das Amt eines zweiten Vizepräsidenten des holländischen Roten Kreu- 7es bekleidet, ist Jude. An der Expedition nimmt auch der Amsterdamer jüdische Chirurg Dr. A. Colaco Belmonte teil. Anläßlich der Ankündigung einer Gcsetzesvorlage in der zweiten Kammer des holländischen Parlaments über die Erschwerung der künftigen Eröffnung von Industriebetrieben durch Ausländer erklärte der Minister für Handel, Industrie und Schiffahrt, Prof. Gclisscn, er habe außerordentliches Interesse für die Zunahme der Handelsbeziehungen zwüschen Holland und Palästina. Die vom American Jewish Joint Distribution Committee für den 8. Dezember nach Chicago cinbcrufene außerordentliehe Konferenz zur Einleitung einer Nothilfsaktion für die Juden Mittel- und Osteuropas hat beschlossen, 3 500 000 Dollar für den Wiederaufbau eines Auswanderung»• Hilfsdienstes für die Juden Mitteleuropas aufzubringen. Das Komitee für die Feier des 50. Todestages Moses Montefiores erläßt einen Aufruf zur Sammlung von 15000 Pfund für die Errichtung eines Montefiore-Lehrstuhls für englische Sprache, Geschichte, Literatur und Kultui an der Hebräischen Universität Jerusalem. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß Mitglieder der Familie Montefiore bereits 2500 Pfund für die Errichtung des Lehrstuhls zur Verfügung gestellt haben. Der vorläufige Leiter des griechischen Kultusministeriums, Phillipidls, empfing eine jüdische Abordnung unter Führung des Oberrabbiners Dr. Koretz und versprach volle Unterstützung der jüdisch-kulturellen Arbeit. Sachgemäße ״ schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG nach Generalrepräsentanz in HAIFA Dipl.»Kaufmann Dr. Faul Schnurmacher HOUSE JEWISH CHAMBER OF COMMERCE laifa, P. O. B. 266 . Telefon 197 VKRNOGKNS Amtsger.-Rat a. D. Dr. AsChnsr Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Berlin WH, Malnekaatr. ». J 1 Bismarck 2&6 <9'!t~ 13 0.16‘/»־־I9Uhr> LIQUIDATIONEN ♦ TRAN'FER-PROJEKTI Palästina und anderen Ländern Eigenes Büro in TEL-AVIV mit Dr. Jur. W. Marx, Tel-Aviv 1( Sektion Alelchcm Str., Ecke Ben lehudi Rnd ANLAQRBIRATUNQ