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Jüdische Rundschau · 1935-12-13 · Heft 100 (13.12.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 100 (13.12.1935)
Date
1935-12-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seife 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100, 13 XII. 1935 Unruhiger Orient *!»gehört, sondern ein großer Teil der abgehobenen Gelder ist wieder in die Safes zurückgeflossen, aber es ist heute längst nicht mehr so leicht, in Palästina Kredit zu bekommen, wie es noch vor drei Monaten war. Viele der Gläubiger sind zu der Einsicht gekommen, daß sie vorher des Guten viel zu viel getan haben und sehen sich jetzt mehr vor und damit wird der Wirtschaftsumlauf verlangsamt. Der wichtigste Teil der Kreditfrage ist die Beschaffung von genügenden Hypothekenanleihen. Das Geld für Hypotheken kommt im Lande aus zwei Quellen: einerseits von der General Mortgage Bank, andererseits von privaten Kapitalisten, die Häuser beleihen. Diese Privatleute sind natürlich durch die Ereignisse der letzten Monate sehr viel vorsichtiger geworden und überlegen sich jede neue Hypothek zweimal, ehe sie sie geben. Und in der Hypothekenbank ist der Chock, der durch die ״Abessinicrereignissc“ hervorgerufen wurde, noch nicht ganz überwunden. Freilieh ist es wieder gelungen, Pfandbriefe in erhöhtem Umfange abzusetzen, während noch vor etlicher Zeit das unmöglich schien. Aber der Umfang der Verkäufe ist noch nicht groß genug, um die Ausgabe von neuen Anleihen in solchem Maße zu ermöglichen, daß die Baubenvegung im Umlange wie vor dem Run aufrechterhalten werden kann. Da von der Baubewegung ein wichtiger Teil der Werkstätten und auch der Industrie abhängig ist, so werden nicht nur Arbeiter vom Bau selbst freigesetzt, sondern auch von den damit zusammenhängenden Gewerben. Die Arbeitslosigkeit wirkt auf den Konsum und zieht damit weitere Kreise in Mitleidenschaft. Eine Untersuchung der ökonomischen Abteilung der Jewish Agency hat erst jetzt wieder gezeigt, daß, objektiv gesehen, also der Nachfrage!rach, kein Grund für eine Einengung der Bautätigkeit besteht. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen ist sehr gering und da die Einwanderung weitergeht, wäre eine Fortsetzung* der Baubewegung in unverändertem Umfange berechtigt, begründet und erwünscht. Das Hindernis scheint also durchaus in dein ungenügenden Hypothekcnkredit zu bestehen und es wäre die erste Aufgabe einer planmäßigen Wirtschaftspolitik, einen Weg ausfindig zu machen, um dieses Hindernis zu überwinden. Ucberhnupt handelt es sich bei der gegenwärtigen Situation um die Notwendigkeit einer raschen Wiederankurbelung der Wirtschaft, die die gegenwärtige Stockung so rasch behebt, daß wenig dauernde Folgen Zurückbleiben. Es wird sich dabei in der Hauptsache um zwei Funktionen handeln: Ausweitung des zeitweise restringierten Kredites und Einspringen öffentlicher Kapitalien, um weitere Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und privates Geld zu Anlagen aufzumuntern. Der zweite ' punkt braucht keiner komplizierten Erläuterung. Wir belichteten bereits bei Beginn der Stockung über die Pläne, sofort von öffentlicher Seite einzugreden (z. B. durch Beschleunigung der öffentlichen Arbeiten durch die Munizipalität Tcl-Awiws usw.) und damit neue Arbeitsreservoire zu schaffen. Es ist bisher keiner dieser Pläne, weder Arbeifen bei der Munizipalität noch irgendwelche Aktionen der Agency, noch eine stärkere Ausnutzung der Regiert!ngsarbeiten zustande gekommen. Es mögen wohl alle möglichen Schwierigkeiten im Wege stehen, aber jedenfalls spürt mau bei allen öffentlichen Stellen einen Mangel an Initiative und Kühnheit, der sehr nachdenklich macht. Wachsamkeit und Aktivität im gegenwärtigen Moment kann viel drohendes Unheil verhüten. Geschieht aber jetzt nichts, so kann das Hebel tiefer fressen und die öffentlichen Arbeiten werden später einen viel größeren Umfang haben und sehr viel kostspieliger sein. Was heute leicht zu beheben ist, kann sich im Laufe weniger Monate zu einem sehr komplizierten Problem auswachsen, Außerdem darf nicht vergessen werden, daß die Arbeitslosen, die jetzt nicht sofort wieder eingestellt werden, sich nicht mit der Berechnung trösten, daß sie heute noch ein kleines Häuflein sind, sondern bereits in Schwierigkeiten geraten und es für sie keine legitime Stelle gibt, an die sie sich um Hilfe wenden können. Die Inangriffnahme zusätzlicher Arbeiten ist sowohl im Interesse der Betroffenen wie der gesamten Wirtschaft ein dringendes Gebot der Stunde. Die allgemeine Erleichterung des Kredites dagegen ist ein umstrittenes Problem. Wir hatten bekanntlich bis vor der Panik eine übernormal große Kreditausgabe, Was heute von vielen Kreisen, besonders von Interessenten verlangt wird, ist eine Rückkehr zu diesem System. Die Bankinstitute können sich jedoch nicht entschließen, wieder in so umfangreichem Maße wie früher Kredite zu geben. Vielleicht haben die Bankleitungen auch, auf lange Sicht gesehen, Recht in ihrer etwas vorsichtigeren Haltung. Es müßte aber auch auf diesem Gebiet von den zuständigen Stellen -- wir haben jetzt auch eine ״Ökonomische Abteilung“ der Jewish Agency — ein Plan entworfen werden, der eine rasche Wiederankurbelung der Wirtschaft ermöglicht. Man muß es immer wieder sagen, daß eine momentane Störung, um die es sich anscheinend heute noch handelt, morgen zu einer permanenten geworden sein kann, wenn man nicht die für diesen Moment nötigen Hilfsmittel konzentriert. Vorläufig sind die wichtigen Grundfaktoren der Prosperity, Einwanderung und Kapital, weiter aktiv und geben damit eine gesunde Grundlage für das Weiterwachsen der Wirtschaft. Die Stockung in den Investitionen jedoch und die damit beginnende Lähmung bestimmter Wirt- Demonstration gegen England 0 0 ■SP DNB. meldet aus Jerusalem: Anläßlich des Jahrestages des Einzuges der Engländer unter General Ällcnby in Jerusalem, am 9. Dezember 1017, fand in Jaffa an! Montag eine von annähernd dreitausend Arabern aller Volksschichten besuchte Protestv e r s a ni m I u!1 g gegen die englische Mandatspolitik statt. Von sieben Rednern gehörten vier der arabischen Unabhängigkeitspartei an. Die bisherige arabische Führerschaft wurde wegen der zu passiven Haltung gegenüber der iüdischen Einwanderung und den arabischen Landverkäufen an Juden schart angegriffen. Die Duldung beider Vorgänge wurde England unter ebenso heftigen Vorwürfen zur Last gelegt, wobei in Anwesenheit der Polizei Schmäh rufe gegen England und die Person des *Hohen Kommissars laut wurden, ohne daß die Polizei einschritt. Die Zusammenhänge dieser Kundgebung mit den Vorgängen in Aegypten sind unverkennbar. ״Palcor“ erwähnt in ihrem Bericht über diese Jaffaer Ver- Sammlung, einer der extremistischen Redner habe sich auch gegen den Legislative Council wegen seiner zu engen Kompetenzen ausgesprochen. * Trotz dem Dementi der Palästina-Regierung behauptet die arabische Tageszeitung ״Felestin״ weiter, daß in der Gegend von Djenin eine zweite Terroristenbande sich verborgen hält. Die englischen Militärbehörden haben durch Aufstellung von 39 Geschützen in und bei Haifa den Hafen zu einer befestigtet! Basis für etwaige Angriffe un!gestaltet. Sechs Geschütze wurden bei den Eisenbahnwcrkstättcn aufgcstcllt, vier bei der Fabrik Scheinen, schaftsteile muß sofort behoben werden, damit nicht eine Rückwirkung auch auf jene beiden entscheidenden Grundfaktoren einsetzt. Bei genügender Initiative der palästinensischen Wirtschaftsführer ist diese Netiankurbelung der Palästinawirtschaft heute noch möglich. Gründe der Arbeitslosigkeit Im ״Boustenai״ vom 27. November bespricht S®1• lansky ausführlich die Gründe der Arbeitslos igkeit, die er für sehr bedrohlich befrachtet. Smilansky glaubt, es sei nicht richtig, lediglich die Kriegspanik für die Krise verantwortlich zu machen. Ebenso sei es unmöglich, jetzt wieder von den Pflanzern zu verlangen, daß sie der Arbeitslosigkeit durch Einstellung jüdischer Arbeiter abhelfen sollen. Die Pflanzer werden gewiß ihr möglichstes tun, aber in einer Zeit, wo die Orangenpreise fallen, kann man von ihnen um so weniger Opfer verlangen, als die zionistischen Stellen nichts getan haben, um die durch die britische Reichskonterenz. von Ottawa entstandenen ungeheueren Zollschwierigkeiten des Orangen-Exports zu beseitigen. Die Gründe der Arbeitslosigkeit*.40» m*int Smilateky, liegen tiefer, und zwar vor allem < darin, daß die palästinensteche Wirtschaft zu ״iw e n i g ' auf Produktion eingestellt ist. Die Hauptiridustrie und das Hauptgebiet der Beschäfffgüng von Arbeitskräften war das Bauwesen. Der Bau ist aber seiner Natur nach eine vorübergehende Arbeit. Es handelt sich abo darum, mit allen Mitteln die Produktion zu stärken. Dazu gehört ein Schutz, der Industrie und eine Förderung des Exports, an der es die Regierung vollständig fehlen läßt. Palästina müsse, so meint der Verfasser, einer britischen Kolonie praktisch gleichgestellt werden, wie immer man die Regierungsfont! offiziell benennen möge, d. h. Palästina muß ins britische Zollschutzgebiet eingeschlossen werden und die Mandatsregierung muß sich den Absatz der palästinensischen Produkte angelegen sein lassen. Das ist der einzige Ausweg aus der Krise, den es geben kann. England könne auch in vielen Kleinigkeifen Wichtiges beitragen, so z. B. durch Angleichung des Zolls für Grape Fruit an den Orangenzoli oder durch Er- Weiterung der Periode des herabgesetzten Orangen-Zolls von Ende März bis Ende April. Ferner müsse die Regierung bei ihren Arbeiten und Bestellungen die palästinensische Industrie viel stärker berücksichtigen, als es jetzt geschieht. Auch landwirtschaftliche Unternehmungen _ würden in viel höherem Maße begonnen werden, wenn die Regierung bei der Uebcrtragung der Böden usw. Erleichterungen schüfe. Es wäre verfehlt, so schließt Smilansky, den Ernst der gegenwärtigen Krise zu übersehen. Sie hat tiefliegende Gründe, und nur, wenn man gegen diese mit Macht vorgeht, wird man etwas bessern können. Krisennrsacheii 1 Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: Die Anzeichen wirtschaftlicher Depression, die in Palästina in Zusammenhang mit den Kriegsgerichten aultraten, wurden von der Presse sehr aufmerksam verfolgt und kommentiert. In einem längeren Artikel seines Schriftleiters M. B. führt der ״Dawar“ u. a. aus: ״Die sogenannte Depression begann eigentlich gar nicht in Zusammenhang mit den Kriegsgerüchten. An ihrem Anfang stand eine andere, viel heiterere Erscheinung — die zahlreichen Auslandsreisen des letzten Sommers. 20 000 Menschen etwa sind damals ins Ausland gegangen, zumeist nicht wegen einer dringenden Notwendigkeit, sondern aus reinem Snobismus. Diese 20 000 Menschen nahmen änderthalb Millionen Wund mit sich, und das gab dem Handel und der Industrie, aber auch dem Baugewerbe den ersten Schlag. Die besorgniserregenden politischen Nachrichten trafen schon mit einer beginnenden wirtschaftlichen Depression zusammen, und es war leicht, diesen Zustand zu verschärfen. — Eine ähnliche Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit zeigte sich beim Ab heben der Guthaben von den Banken. Fragt einmal die einzelnen Einleger, warum irgendein Bekannter oder gar der Hotelwirt, dem sie ihr von der Bank abgehobenes Gehl an vertrauten, ihnen sicherer schien als die Bank. Keiner vermag darauf zu antworten! Man könnte dieses Mißtrauen den kleineren Banken gegenüber verstehen, aber das Geld ist ja nicht von den kleinen Banket! auf die großen gelegt worden, sondern es ist einfach versteckt worden, wie das früher nur bei den rückständigsten Bev&lkerungsschichten üblich war. Ja, man begann sogar, das Geld der palästinensischen Wirtschaft durch den Kauf fremder sechs in Bat Qalim, vier bei den städtischen Bädern, sechs auf dem Karmel, vier im Bahai-Viertel, acht zwischen Haif» und Akko und zwölf im Hafen von Ras-an-Naqura, nahe der syrischen Grenze. Ferner wurden in Haifa fünf Schein• werfei-Anlagen errichtet. Arabischer Geheimbund im Dienste Italiens * DNB. meldet aus Jerusalem: Die Verhaftungen bekannter Persönlichkeiten, besonders aus den Kreisen der ״Amerikanischen Uni• versität“ in Beirut^ wegen Geheimbündelei durch die französisch-syrische Geheimpolizei dauern an. Tn den letzten Tagen wurden wiederum drei Professoren syrischer Natio• nalität festgenommen. Bei Haussuchungen wurden Briefe aufgefnnden, in denen mehrere Mitglieder eines politischen Gclieimbundcs ihren Austritt erklärten, weil dieser angeblich im Dienste Italiens stände. Der Geheimbund soll über 3000 Mitglieder gezählt haben. Die meisten von ihnen sollen Christen aus dem Libanon gewesen sein, während die syrischen Mohammedaner schwächer vertreten waren, da sie sich an der Erlaubnis der Mitgliedschaft für Frauen stießen. (Ueber die amerikanische Universität in Beirut berichten wir in unserem heutigen Palästina-Blatt, S. 16. — Red.) Wie aus den verschiedenen Nachrichten hervorgeht, soll in Haifa in Palästina eine kleine Untergruppe Unter Führung eines syrischen Arabers bestanden haben. Bei Mitgliedern des Gchcimbundes wurden vor einiger Zeit Zeichnungen der französischen Flughafenanlagen von Rayak aufgefunden. Es steht noch nicht fest, ob diese Skizzen militärischen Wert haben Und einen Spionageverdacht rechtfertigen. Die Mandatsbehörden von Syrien bestreiten die politische Bedeutung der inzwischen aufgelösten Organisation. Wertpapiere zu entziehen. Man bevorzugte amerikanische Papiere, palästinensische und auch englische schienen nicht sicher genug. Keine politischen Schwierigkeiten oder Erschürferungen sind in Palästina vorgefallen, die diese Verantwortungslosigkeit und diesen Mangel an Patriotismus wenigstens erklärlich machen könnten. Es ist nicht nur möglieh, sondern sicher, daß diese ganze Erschütterung völlig überflüssig war und leicht hätte vermieden werden können. Die leitenden und einflußreichen Persönlichkeitei» brachten es nachher, als sie von ihren Auslandsreisen zurückekehrt waren, mit Leichtigkeit fertig, die Bankenkrise zu beeben. Als sie zurückgekchrt waren.. .. Diese Krise wäre nämlich ohne jene Reisen nie ausgubrochen, bei ihrem ersten leisesten Anzeichen wäre sie unterdrückt worden, ohne daß die breite Oeffentlichkeit das geringste davon gemerkt hätte. Zu einer solchen Aktion aber müssen die führenden Persönlichkeiten im Lande sein. So etwas läßt sich nicht in Telegrammen und Flugpostbriefen erleilien. — Um die öffentliche Meinung zu beruhigen, mußten ie großen Banken die kleinen Finanzinstitute stützen und sie aktiousfähig erhalten. Aber das besagt noch nicht, daß die Existenz all dieser Institute wirtschaftlich von Nutzen ist. Die Zahl der Finanzinstitute ist in letzten Jghrt* •bis auf 80 angewachsen — eine große Zahl für ein so kleines Land I Viele von ihnen waren in unliebsame Bodengeschäfte verwickelt, eine Anzahl von ihnen wüte für die wirts'rffaft leicht entbehrlich. Es ist eben ein Unglück, daß die Kiffte des Zionismus nur dazu ausgercicht haben, sich unter den g""' ist nicht nur noch nicht Tatsache geworden, sondern die zionistische Oeffentlichkeit hat noch nicht einmal begonnen, sie als Notwendigkeit zu erkennen und zu fordern. So ist es nicht zu verwundern, daß sie nicht existiert. Die Stützung1 der Banken Ueber die Maßnahmen der Mandatsregicrung zur Stützung der Banken, die vor einigen Wochen ge• troffen wurden, berichtet die ״Frankf. Ztg.״ vom 9. De• zember folgendes: ״Aut Vorschlag eines aus dem Leiter des Schatzamts und Mitgliedern der Vorstände der Barclay«, Anglo Palestine und Ottoman Bank gebildeten Ausschusses "hat sich die Mandatsregierung entschlossen, eine Bürgschaft von £P 500 000 zugunsten der Barclay s Bank zu übernehmen, die damit die bereits von ihr und den anderen genannten Großbanken gestützten kleineren Bank• Unternehmungen bis zur völligen IJeberwindung ihrer Schwie• rigkeiten weiter unterstützen soll. Anlaß zu dieser Maßnahme sollen auch Vorstellungen in Paris und bei tu britischen Kolonialamt in London gegeben haben. In dieser Sicherheitsleistung, in Verbindung mit einer weiteren Ueberwachung der Kleinbanken, sieht man ein ausreichendes Mittel zur IJeberwindung der Schwierigkeiten, zumal sich die Barclays Bank weiterhin bereit erklärt hat, denjenigen kreditwürdigen Kaufleuten Kredite einzuräumen, denen diese bei den kleinen Banken gesperrt worden sind. Die Krise hat die Fertigstellung des Bankgesetzes be• schleunigt, das noch in diesem Jahr erwartet wird und ein Mindestkapital (UP 25 000) für Banken verschreiben, eine größere Publizität anordnen und den Oberkommissar ermäch• tigen soll, weitere Bestimmungen über Mindestkassenreservc und Maximalzinscn für Depositen zu erlassen. Ain 30. Juni 1935 arbeiteten in Palästina 113 Banken gegenüber 95 am 30. Juni 1934. Unter ihnen befanden sich!2 ausländische, 81 Handels-, 6 Kredit- und 14 Genossenschaftsbanken. Di« Bankeinlagen in den palästinensischen Banken betrugen Ende 1931 rund £P 15 Millionen. Man schätzt, daß sich etwa 6 Millionen davon auf die lokalen und 9 Millionen auf die internationalen Banken (Barclays, Ottoman, Anglo Palestine, Banco di Roma usw.) verteilen. Unter den internationalen Banken befinden sich die meisten Einlagen bei der Anglo Palestine Bank, deren Anteil auf 60 Prozent geschätzt wird, während die restlichen 40 Prozent Depositen bei den übrigen internationalen Banken darst eilen.“ Hauptschriftlciter! I>r. Robert W e 1 t s c h, Berlin - Charlottenburg 9 (aut1 verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Amteigenlcitcr 11. verantwortlich für den Inhalt der Anteilen: Hermann Kinn, Bcrlin-Tempelhol. Gültig! Anzeigen-Freisliste 4 vom 15. Oktober 1035. Verlag und An• reigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcinckestr. 16. D.-A. Nov. 38 278. — Druck: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg, Bismarck Barbarossa Steinpiats 8888 (MÖBEL TRANSPORT, LAGERUNG, REISE-\ GEPÄCK BEFÖRD.. KLAVIERE. FLÜGEL \ ____ SPEDI1 ION Ui INLAND. AUSLAND UND / ÜBERSEE f ndinW . m. /billige sammel.verkehre nach\ f GEPÄCKBEFÖRD, KLAVIERE. FLÜGEL \ HDT ( PARIS. BRÜSSEL, PRAG. BUDAPEST. \ 19• K1rllrit«*8«m1 \ WIEK AMSTERDAM. LONDON. *11 \ BASEL ua TRIEST. / 8888 Humboldt Oberbauin Stcinplati

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