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Jüdische Rundschau · 1935-12-06 · Heft 98 (6.12.1935) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 98 (6.12.1935)
Date
1935-12-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 98, 6. DEZEMBER 1934 Literatur Blatt Ein jüdischer Roman ״Land der Jugend“ Ein Brief an die Kind er-Rundschau, der auch die Erwachsenen angeht. Da* Buch der Kindcr-Rundschau, Hrsg. v. Kurt Loevenstein. 1936. Verlag Jüd. Rundschau 0. m. b. H., Berlin W15. Liebe Kinder-Rundschau! Das war ein großartiger Einfall von Dir! Immer haben wir cs bedauert, daß man Dich nicht alle 8 Tage zu Gesicht bekommt — und daß Du, wenn Du dann endlich da bist, gar so schmächtig erscheinst — noch einmal so dick hatten wir Dich haben wollen! Und dann soll man Dich auch noch verborgen — denn es gibt immer noch Jungen, die nichts von Dir wissen! — und auf einmal warst Du weg! — Nun halten wir Dich schön dauerhaft gebunden in der Hand, können die Eltern bitten, uns das Buch der Kinder- Rundschau zu Chanukah zu schenken, können Dich zu den Heim-Abenden in den Bund mitnehmen . . . das ist wirklieh . . . ,,knorke“! (So muß ichs schon ausdrttcken, weil mir noch Niemand — leider auch Du nicht in Deinen hübschen Iwrith-Erklärungen! — je gesagt hat, was knorke auf Iwrith heißt!) Aber . . . bist Du’s denn mich wirklich, liehe Kinder- Rundschau?! Wir haben uns alle in den paar Jahren, seit wir Dich kennen, so viele besondere Freunde an Deinen Seiten herausgesucht, daß ich mir gar nicht denken kann, daß die nun alle — oder auch nur die besten Freunde unter ihnen! — in diesem Bande sich sollten vereinigen lassen. Ich bin zwar auch so schlau gewesen, erst Dein Vorwort zu lesen — gern tu ich das nicht, denn wenn man so zapplig aut den Inhalt ist wie ich bei Dir, dann liest man das Vorwort natürlich am Schluß; obwohl wir in der Schule gelernt haben, daß das nur die Chuscli-Köpfe tun. Und da habe ich gelernt, daß Du meinst ״nur in der Beschränkung zeigt sich der Meister!“ — Na schön: uns hat zwar der Herr Studienrat Grün, den Du auch kennst (Du weißt ja: Mosch ko mit dem Talmud!) immer gesagt, es hieße ״in der Beschränkung zeigt sich erst der Meister“ — was, wie mir scheint, doch ein bissei Anderes sagen will — aber daru!n keine Feindschaft nicht. Besonders nicht, da ich, als ich Dich nun aufschlug, wirklich eine ganze Anzahl von meinen alten Lieblingen wieder fand. Da ist zum Glück wieder die schönste Geschichte, die überhaupt je in Dir gestanden hat — die Geschichte von ,,Barak dem Füllen“. Ganz genau erinnere ich mich noch, wie wir Deine Bekanntschaft machten — erst bekamen die Kinder die Kindcr-Rundschau i!1 die Hand gedrückt, aber abends zeigt es sich plötzlich, daß der Vater auf dem Wege in die Stadt in der Stadtbahn und die Mutter beim Strümpfestopfen schon längst sich ebenso gern wie wir mit den Schicksalen von Barak beschäftigt hatten. Auch seine Kollegin, die Maus Leah, hätten wir gern wieder gesehen; aber dann wäre wahrscheinlich in das Buch nichts Andres mehr hineingegangen — nicht wahr? Dafür entschädigst Du uns freilich heut durch ein paar funkelnagelneue Beiträge — besonders der Papagei, der Hebräisch lernt (Mascha Kalcko) hat uns gewaltig ergötzt, und die Linoleumschnitte wollen wir bald selbst versuchen. Eine Bilder-Erzählung ״Alijah“ (Ren Uri) wird auch helles Entzücken hervorrufen. Und alles andre, was drin steht, ist uns doch auch höchst wichtig. Besonders freuen wir uns immer mit Deinen Anweisungen zum Basteln — die sind für die Heimabende gut zu gebrauchen, lieber die Kinder in Palästina hätten wir gern noch etwas mehr gehört; haben sie dort auch Jugendbünde? — Ach ja, neulich stand ja mal etwas von den ״Zofim“ bei Dir: von denen wüßten wir gern noch mehr. Eine große Freude hast Du uns auch mit der ״Berufs- Prüfung“ gemacht (,,Wie prüfe ich meine Eignung für einen Beruf“? von Dr.ing. Wittenberg) — das w׳erden wir jetzt noch oft selbst versuchen. Vielleicht könntest Du uns auch mal über die Berufs-Vorbildung in Erez Israel unterrichten; wie es in den landwirtschaftlichen Schulen in Mikweli Israel oder in der Kadoorie-Schule zugeht — das möchten wir gern wissen. Gibt’s eigentlich dort auch Handwerkerschulen? Oder wie bereiten sich die Jungen dort auf ein Handwerk vor? Vielleicht erzählen uns die Palästina-Kinder, die uns schon vieles Wissenswerte geschrieben haben, auch einmal etwas davon. Und dann: da war einer in der Jemeniten- Schule in Tel Awiw. Warum hat er nicht einen kleinen Tijul gemacht und ging nach Rechowoth in den Jemeniten-Kindergarten? Davon hätten wir auch gern mal was gehört — der soll doch besonders merkwürdig sein. Entschuldige, liebe Kindcr-Rundschau, daß wir so unersättlich sind — ״je mehr er hat, je mehr er will!״“ wirst Du nun vielleicht sagen. Aber vielleicht merkst Du auch, daß wir Dir damit eigentlich ein großes Kompliment machen: je mehr Du uns gibst, je mehr wollen wir haben!“ — Und wir freuen uns heut schon aut das nächste ״Buch der Kindcr-Rundschau“, das kann ich Dir versichern. Wenigstens tut das Deine eifrige Leserin Bath Hlllel. Die goldene Menorah, ein Chanitkkah-Buch für das jüdische Kind, von Elly Ludwig. Joachim Goldstein Verlag, Berlin. Dieses kleine Jugendbuch enthält die Schilderung von Gebräuchen und Feiern, ferner Erzählungen, Rätsel usw., die sich sämtlich in Text und Bild mit Chanukka 11 beschüftigen. Die Idee, ein Jugendbuch einem bestimmten Feiertag zu widmen, ist bestimmt nicht schlecht, jedoch scheint uns die Art der Verwirklichung nicht dazu angetan, um das Besondere dieses Festes dem jüdischen Kinde unserer Tage näherzubringen. —n. Kalender der Israelitischen Taubstummenanstalt (herausgegeben vom Verein ״Freunde der Taubstummen“, ״Jedide llmim“), Neben einigen Bildern der Anstalt, die Verständnis und Mitarbeit für die Erziehung der Gehörlosen erwecken sollen, dienen die anderen Bilder der Vertiefung jüdischen Wissens. Soma Morgenstern: Der Sohn des verlorenen Sohnes. Erich Reiß-Verlag, Berlin. Wir sind gefühllos und unseres Schicksals unwürdig, wenn wir jetzt auch nur einen Roman so lesen können wie früher. Es ist heule ganz gleichgültig für uns, ob ein Roman mehr oder weniger geschrieben wird, der mehr oder weniger gut, nett, formvoll oder daneben geraten ist. Man sollte einmal untersuchen, schrieb Ortega y Gasset, ob Goethe noch standhält, wenn man ihn mit den .Augen eines Ertrinkenden liest. f. Der Dichter aber, der aus diesem unserem Gefühl heraus spricht, muß klar, fest, vielfältig, muß in allem Seclischen und Künstlerischen reich, unverloren, voll tiefsten Haftes sein, oder sein Wort wird uns nicht erreichen und wir werden leer ausgehen. Bei Sorna Morgensterns Roman werden wir nicht leer ausgehen. In diesem Roman geschieht nicht mehr und nicht weniger als die Entscheidung eines jungen Menschen z u m J u d e n 111 in. Sie wird nicht unter dem Druck er/wurigen, den wir jetzt und hier erfahren, der Roman spielt zum Teil iii Wien, wo der junge Mensch zum ersten Male Juden, Osljuden, Kaftanjudcn zu sehen bekommt. Er ist der Sohn eines ״verlorenen Sohnes“, sein Vater war aus Galizien in die große Welt gekommen, assimiliert, getauft und — also auch im buchstäblichen Sinne ״verloren“ ־ im Krieg gefallen. Die Mutter^ elegant, mondän betulich, gutartig, fürchtet, die alizische Sippe ihres Mannes könnte ihr ״auf den Hals oinmen“. Die Sippe kommt, der Sohn selbst bringt sie, aber der galizischc Onkel hat die Schwäche, Geld zu haben, was den Kaftan erträglicher macht. Und am Ende des Buches zieht der Sohn mit dem Onkel, dem unverlorenen Bruder seines verlorenen Vaters, nach Galizien, ins Judentum, aus dem europäischen Studentenbetricb in den Chassidismus. Der Leser schließt das Ruch mit der Frage, die der Dichter offen läßt: wird es dem jungen Menschen möglich sein, ja ist es möglich, ins Judentum, in dieses Judentum zurückzukehren? Soweit ist alles problematisch, und selbst die Darstellung dieser Partien des Buches, das, um es gleich zu sagen, eines der bestgeschriebenen jüdischen Romanwerke ist, wird zuweilen fragwürdig. Der junge Mensch, die Mutter, sein Vormund, der sie sehr zart liebt und ihm gar nicht gönnerhalt, sondern nobel und freizügig teilnehmend, ohne der gleichen Meinung zu sein, sich entscheiden hilft, diese Figuren sind freundlich, sauber, mit etwas blassen Farben gezeichnet, nur — Charaktere sind sie nicht. Und die Wiener Situation, in der Bruder und Sohn des verlorenen Vaters romantisch effektvoll Zusammentreffen — in einer Kongreß- Sitzung orthodoxer Juden wird der zufällig hereingeschneite junge Mensch von einem Lachkrampf geschüttelt, plötzlich eines Attentatsvcrsuchs verdächtigt, niedergeschlagen und von denr Onkel, der Delegierter ist, erkannt —, auch diese Szene ist antastbar. Aber eben die Tatsache, daß der Autor m i t der Problematik seines Stoffes auch als Schriftsteller problcmatisch wird, daß auch der Dichter versagt, wo sein, wo unser Leben versagt, darf als Aktivlegitimation genotnmen werden. Ja, diese Stellen, diese Figuren sind schattenhaft, matt, manchmal schablonig, gewiß, aber warum? Wiener Dichter der vorigen Generation konnten den müden, feinen, jüdischen Wiener Untergang erschütternd fein, mit der zartesten Müdigkeit vollkommen resignationsecht schildern, es war ihre Sache, ihr Lehen, ihr Sterben; der nicht minder kunstreiche Morgenstern versagt hier, weil er sonst nicht Kaiserin und jüdischer Dichter Egon Cäsar Conte Corti: Elisabeth ״die seltsame Frau“. 550 Seiten und 77 Bildtafeln. RM. 7,80. Verlag Anton Pustet, Salzburg-Leipzig. Eine der rührendsten Gestalten der Herrscherhäuser des vorigen Jahrhunderts wird uns von Graf Corti, der auch die Geschichte des Hauses Rothschild geschrieben hat, an der Hand von Briefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten vor!reführt. Kaiserin (vormals bayerische Prinzessin) Elisabet 11 von Oesterreich, die im Jahre 1808 ermordet wurde (vielen gerade jetzt durch einen erfolgreichen — freilich nicht ganz historischen — Film nahegerückt), war eine menschlich und poetisch tief veranlagte Frau. Es ist von besonderem Reiz, sich daran zu erinnern, daß ihr Lieblingsdichter Heinrich Heine war. Das vorliegende Buch erzählt viele Einzelheiten über ihre innige Beziehung zu Heines Werken. So schrieb sie 1836 an die Erzherzogin Valerie von einer Reise: ״Heine ist immer und überall mit mir. Jedes Wort, jeder Buchstabe, was nur im Heine vorkommt, ist ein Juwel.“ Daß sie durch Heines Gedichte sogar bis zum Interesse für J e h u d a H a l e v y getrieben wurde, ist erst kürzlich berichtet worden. Eine überaus interessante Episode aus dem Jahr 1887 wird von einer Zusammenku«ft mit der rumänischen Königin Carmen Sylva erzählt, die selbst literarisch tätig war (und die übrigens in dem judenfeindlichen Vorkriegs-Rumänien als Judenfrcundin hervortrat). Corti berichtet: »Audi in lh-rktileskad verlassen Elisabeth die Werke Heines nicht, und sie versenkt sieh 80 darin, daß sie förmlich mit dem toten Dichter *ci-lisch in Verbindung tritt. Am 28. April erscheint die rumänische Königin Carmen Sv Iva in Ilerkuleshad, um Elisabeth au lesnchen. Datrei lammt auch die Sprache auf Beine. ,,Ich hin etwa! abgekommen von meiner Bewunderung für ihn“, engt die Königin, ״weil manche» in seinen Dichtungen mich unsympathisch berührt“. Aber sie begreift sehr gut, daß Elisabeth so viel für ihn übrig hat, weil sie in ihm den Dichte! sieht, der gleich ihr ״die Verachtung aller Aeutlerüchkeiten, die Bitterkeit, aber zugleich den Sclmlk besitzt, der auch Elisabeth im Nacken sitzt und ihr so oft originelle und überraschende Aeußeningen entlockt“. Dann aber auch, weil er ebenso verzweifelt ist über alle Unwahrheit der Welt wie sie und gar nicht genug Worte findet, um das Hohle darin versagt, weil er kein Dichter des Versagens ist. Das jfl« aiscne wienertum, das er nicht vollgültig durchdringt, ist problematisch. Man soll aus der Ausführlichkeit, mit der hier diese dünneren Stellen des Romans behandelt wurden, nicht auf das Ganze schließen, worin sie nach ihrem Umfang und nach >*1rc[ Bedeutung nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Das erste Buch des Romans spielt im östlichen Milieu und ist grandios. Der Kongreß mit den Chassidim, deren größte Rabbis dieser Zeit, der Gerer, der Czortkowcr, selbst auftreten und großartig 'künstlerisch porträtiert sind, ist herrlich. Die Kindergeschickte im weißen Kleefeld hat lauter Duft und Schmelz, und das große Erlebnis vom Sterben eines neunzigjährigen Rabbi, der den verlorenen Sohn und dessen Bruder in einer unheimlichen Winternacht aufnimmt, ist mit der Tiefe, mit all den Unterlönen berichtet, mit denen vielleicht Kleist eine Legende erzählt hätte. Alle diese Figuren strotzen von Leben, Licht, Farben. Da ist ein Gutsverwalter, siebzig Jahre alt, frisch, wild, in die Reithosen wie hineingeboren, eine tolle Mischung von Bauer und Jude, Soldat und Jude. Da ist eine Haushälterin Pesje, vergrämt, wehleidig im Glück, schrullig, diktatorisch mütterlich, ״versponnen, verhärmt und gebeugt unter der Last ihrer Gedanken, unter dem Glanz ihrer roten Haare, — eine fieugalisch beleuchtete Sorge“. Da ist der greise Rabbi Abba, erlegender noch als die beste solche Gestalt, als etwa Sokolow in der Rolle des Rabbi in Anskis Dybuk. Da ist der 131 uder des verlorenen Sohnes, der Gutsherr im Kaftan, der Jude ohne Sohn, düster, alternd, seine Einsamkeit, die Not um die Verlorenheit des Bruders herunter würgend, der Mann des Zwiespalts zwischen den Generationen, der dann den jungen Menschen mit sich nimmt. Da ist vor allem die Erziihlungsknnst Soma Morgensterns. Sie ist eigenartig _ großzügig, voller Lichter, episch durch und durch und reich bis ans Prunkende, dabei knapp bis ans Scharfe und Karge. Ihr verdanken wir den seit langem ersten jüdischen Roman von europäischem Niveau, mit ihm brauchen wir uns unter den Büchern von Rang nicht mehr zu schämen. Das Milieu, das .Morgenstern schildert, ist noch der Boden der Franzos und Kompert, aber wie er es macht, das ist nicht mehr Heiinatkunst, das ist schon Kunst, Er braucht nicht mehr ghcttoroinantiselie Effekte, er läßt sich nicht von der Eindrucksfähigkeit des Stoffes, des Milieus» der Kuriosität tragen, sondern trägt das Milieu zu höherer» leuchtenderer Anschauung empor. Das Milieu ist ihm Brennstoff, um das Feuer des urtümlichen Gehalts zu entflammen. Darum hat zwar sein junger Held, aber nicht sein Buch eine Tendenz. Und eben weil er leidenschaftlich in diese Welt eindringt, nein, sie selbst sprechen, wachsen, leben läßt, erweckt er den Eindruck vor! Souveränität bis zur Ironie, und sein Grund- und Unterton ist wie bei aller großen Epik von Fiekling bis Thomas Mann heiter. Man wird dieses Buch in einem Zug lesen und erstaunt, betroffen, mitgenommen und fragend schließen,!wagend, und ״ein Narr wartet aut Antwort׳‘. \X'as an dem Roman problematisch ist, das ist aticli an uns problematisch. Der Dichter aber, der aus unserer Problematik und in sie hinein zu sprechen hat, ist, sobald er seinen, den kernjüdischen Boden unter den Füßen hat, klar, fest, vielfältig, in allem Seelischen und Künstlerischen reich, unverloren, voll tiefsten Haltes. Leo Hirsch au geißeln. Am Abend dieses Tapes denkt 13! J-cif ״• t!1 über ihr• Gespräche mit Carmen Sylva narli, als sie plötzlich im Ifitle deut— lieh und Scharf gezeichnet das Profil des Dichters v״r sich sieht, wie es ihr aus d»׳n Bildern bekannt ist. Dabei hat si*> eine merkwürdige, angenehme I’mpfiniliinp, als wollte diese Seele die ihrigo aus dem Körper tosringen. ,.Der Kampf dauerte einig׳: Sekunden“, Bebildert Elisabeth dies ihrer Tochter, ,,aber J.d״>va' gestaltet• der Seele nicht, den Körper zu verbissen. Die l!r-ele inmu: verschwand und lief?, mir trotz, der EnHünnliuhg des Weiterleiten* eine beglückend־׳ Befestigung im zuweilen selieanlenden tlluubert, eine gröber״ Liebe zu Jehma und eile l ’eberzeugnng zumek. daS der Umgasig veil Beines Seele und der meinen mit ilun ge— stallet.“ Auf eine ungläubige Ibmiukung Valeriens v.u-eldert Elisabelli, sie könne jeden .Tbwur leisten, das all dies ״ ihr sei und daS sie die Erscbeimiüg vollkommen »;teilend und mit ihren eigenet• Augen vor sich gesellen.!; Die Kaiserin schreibt auch seihst viele Gedichte, immer unter den! Einfluß von Hein(־. Ihr Bruder Herzog׳ Karl Theodor von Bayern findet ihre Gedichte pul, äußert aber besorgt, ״sie werde durch diesen eingebildeten Seclenver- Rclir mit Heine ihre Nerven so überrei/en, daß sic am Ende noch umseliii.ippen könnte“, Elisabeth erwägt den Plan, einen Aufruf an das deutsche Volk ergehen zu lassen mit der Bitte, zu einem Monument für Heine bei/utragen. Als ein solches Komitee später wirklich zustande kommt, muß jedoch die Kaiserin, vom Schicksal inzwischen gebeugt, ihre Mitarbeit ablehucn. Dagegen läßt sie selbst später ein Heine- Denkmal in ihrem Schloß auf Korfu aiifstellen. Da* Lehen der Kaiserin Elisabeth ist ein sdiieksalsvolicr Bestandteil der europäischen Geschichte, zugleich aber enthüllt un* dieses Buch das ergreifende Bild einer schönen und edlen, der Kunst und der Menschlichkeit aufgeschlossenen Frau, die ihre hohe Stellung nicht nur als Würde, sondern auch als Fessel empfand. Im Dezemberheft der ״Neuen Rund sc 11 au“ (Verlag S, Fischer) wird ein Stück aus dem noch unveröffentlichten dritten Band der Trilogie ״Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann veröffentlicht. Der Band wird ״Joseph in Aegypten“ heißen, und das Kapitel, das ein Gespräch Potiphars mit seiner Gattin enthält, führt den Titel ״Di* Gatten“. Joachim Prinz 3fUuftrterte fiiöiCcDe fDJit 2ן ffifl&tafcln 8 Silbern im fiat unb einer J?0rf< iß uub bleib! baö gefi*@efc^enf be$ 3uben ix SEaufenb liegt »er. 3n Ueinenbanb SR3K j.80 Zti bejtehen Durch btt!Ubtfdjen SudtbanblungtB Das kleine Geschenk im Taschenformat! 3n be* ««wen jfl&fftbcn ©onuntung *®eflem unb J?eute״ etftbienett Webers ||erjl־Prte(e, berauegcge&m un& efngeteltc! מסס Manfred Georg,?einen 9WI 1,70 Joachim Trint: Ser;)frcitagabcnD. ©cbet unb ©inn. Keinen ÖtSH 1470 »er gebettte ®tfrft. ®in Butt) übet jübifdRß £(Tm unb 2rht!en non Mkha Miehalotcüt, »ie fdjönftcn legtnben atu* bim ®almub »on Manuel Schnitter. *Ubbfledj.Cin •Hultarbofttmmt in flnefboten, Ijßfl,». M. Schnitter, ättet ber *Mnbcbtn tfl md> 31tb4tt uns ttufttattung eine Betne »ottb«tnt. Seinen 9E0J i.fo Seinen 91® i.yo Eetnen 91® i.fo BRANDUS80** VERLAGSBUCHHANDLUNG BERLIN W50 Karl Emil Franzos ©er flo/a? ©er Flafftfdje jöi»f$c Vornan 486 ©etten 23. 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