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Jüdische Rundschau · 1935-12-06 · Heft 98 (6.12.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 98 (6.12.1935)
Date
1935-12-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seit® 6 JÜDISCHE RUNDSCHAD Nr. 98, 6. XII. 1935 Origliialltät und Imitation Von Dr. Oskar Wolfsberg, Jerusalem (Vgl. ״Kultur und Originalität“ in Nr. 90 der ״J. R.“> Der Begriff der nationalen Originalität ist an die Oeschichte des Volkes, an Geschichte überhaupt gekettet; nicht nur in jenen! selbstverständlichen, banalen Sinne, daß zeitlicher Ablauf, der die Generationen zusammenschließt, in den Begriff eingeht, sondern in der Erkenntnis, daß das geschichtliche Moment, die Tatsache des an die Vergangenheit tjcbuiidenseiiis, gleichzeitig aber auch die eigentümliche Wandlung, also die Spannung zwischen Konstanz und Veränderung, zwischen Beharren und Variieren für die ganze Betrachtung entscheidend ist. Eine nationale Geschichte, die des Namens würdig ist, zeigt ein Volk in seiner Besonderheit, in der Spezifizität seiner Leistung und Schöpfung und in der Eigentümlichkeit seiner Reaktion. Seine Spontaneität und seine Antwort auf äußeres Geschehen haben den Stempel des Unverwechselbaren. Literatur und Schicksal einer Nation sind nicht wiederholbar in anderem nationalen Kreis. Ich will nicht davon sprechen, wie es zur Formung eines nationalen Charakters kommt, nicht davon, wieweit neues Schicksal, Tat und Erleiden Einfluß auf die ״Substanz“ eines Volkes gewinnen können. Das sind auch alles unlösbare Fragestellungen, wie ja auch die Zuteilung eines Substanticllcn an geschichtliche Lmhciten =־ Nationen vielleicht nicht mit philosophischer Strenge in Einklang zu bringen ist. Aber mindestens‘ unter der Einschränkung des ״Als ob“ ist sie zulässig und gewiß geeignet, historische Vorgänge und geschichtliches Wesen durch Vereinfachung zu verdcutl'chen. Wir verstellen die alte Atiffassnngsweise des Midrasch, der jedem Volk einen Genius zuspriclit:שיי של עשי׳ שר1 של ־יעקב Freilich ist in dieser Denkweise Metaphysisches, Endgültiges enthalten; davon möchten wir uns hier freihalten und lediglieh einen ()rdiuing-hegrift umführen. Es ist nicht nötig 711 betonen, daß die Assimilation dem GcsDuchtsbvgntf und -problem ganz anders gegenübertrat, «ü e s e I! i e 111 c wurde — in ihrer Auffassung mit Keclit — zu einer :itvli.uilugii-clicn Angelegenheit, da die jüdische (icsdikiite ihren ״Abschluß“ mit der E m 11 ה z i - p at 1 ml gefunden haben sollte. Nur der Umstand, daß es Länder g,1־k in denen die Hin.'in/ipatiori noch nicht durchgeführt v. n!den war, erinnerte unliebsam;111 das, was cigentlieh endgültig vergangen sein sollte. Lmpfimllicher war cigentlieh, was an M.ingeh! der Lmau/ipation, an Schönheitsfehlern in den Ländern noch bestund, die als Staaten der hinanzipaiioii galten; denn ilioe Mangel sprachen am deutlichsten für die Ausweglosigkeit der Assimilation. Aller was so gedeutet werden mußte, war;len Befürwortern nur ein Rest, der and! über" undeii zu werden bestimmt war. Die Selbsta!17 im Rahmen dos Historischen, das Unver- Bängliche galt der A-situilation nichts •— jedenfalls nicht für das' e i g c ri e Volk. 1 triginaiitat der eigenen Gemeinschaft war für sic unvoll/iclibar, da der Nation kein Dasein zugebilligt wurde. Der Rist dessen, was einst Nation war, nahm eine neue I laltung ein: die Nachahmung. Nachahmung Nt noch nicht identisch mit Assimilation. Diese bedient sich jener, aber es gibt auch Nachahmung, die sich noch int Rahmen nationalen Bewußtseins bewegt. In gewissen (ireii/eti ist Nachahmung eine normale Haltung. Jedes werdende Wesen aliuit nach und vieles, was wir als Konvention übernehmen, hat keinen anderen Gesintiungswert als Imitation. Das übertriebene Streben nach Originalität — contc *|11e amte — ist kein Symptom der Kraft und Gesundbeit: es ist krampfhaft und deshalb nicht schöpferisch. Im völligen Abschluß von allem bedeutenden Schaffen der Umwelt äußert siet! jene bedenkliche Sucht nach Eigenart, die nicht gebilligt "׳erden kann. Aber Nachahmung kann keine legitime Haltung im Zentrum unseres Lebens, im Geistigen und dort, wo unser Leben sich gestaltet, sein. Der Aufbau unserer Gesellschaft, die Formen unseres Daseins in Erez Israel müssen den eigenen Gesetzen unseres Volkes und seiner Geschichte folgen. Die Nachahmung im Gebiete des Wesentlichen muß versagen bzw. zu Resultaten führen, die dubios sind: jedes lehn! Ta luge timl lehenswerte Ergebnis ist die Wirkung einer 111׳-iu׳hliclieii Kette, durch die es nicht nur kausal bvfricdi'wnd erklärt, sondern auch ״verstanden“, d. h. in lieferet Sinn;ebuiig begriffen und gebilligt wird. Ahmen wir ein Ri—uiut nach, fur die die historischen Voralissctzuilgen bei uns fehlen, so 1,1!5t sich /war auch diese Verwirkliclnmg kau11״־ deuten -- freilich auf (!rund einer anderen (jc.M'hrhi!״-reihe . , nun und nimmer können wir einen luslorisclu n, echt evohitiven Sinn darin erblicken und unser f’lacct dazu geiun. < »ft empfinden wir die assimilatorische Haltung als Ana. ’,11׳< mi'ini!.. Bei allem Eifer, Schritt zu halten mit iler Umweh, gelingt hier Einklangs, der Synchronismus fast nie. Kein NX 11 hier!' Ist d״d1 politisches und geschiehtliclies Wen״ n u.1 hi.nliimierliclHT Strom, nicht immer gleichförmig in der Brw<׳!׳un׳.;, aller doch nie ruhend: und wie soll man immer oder auch nur manchmal die Intuition besitzen, genau /u wissen, wohin die Entwicklung strebt? Glaubt man, die Tendenz zu erfassen und will sielt ihr anschließen, so erweist sich nid, daß man falsch gedeutet hat, und der Zwiespalt wird bald deutlich. In jedem Falle befindet sich der Assiinilaut als N,;. '׳.ilinni in einer völlig; anderen Denk- und Wegrielitung als die Gruppe, die einer bestimmten Stufe, einer charakteristischen Verhaltensweise zustrebt. Dieses Miß- Verhältnis der Ausgangspunkte, der Motive und Absichten begründet Mißversteht׳!! und Mißtrauen, das voll seiten der Träger der C1״״inah1at, ab״ des Wirtsvolkes, viel heftiger ist als bei denen, die nactialimen. Die Imitation kultureller Werte gleicht der Adoption, die wirkliche Erschaffung dagegen der Geburt eines Kindes, Alle Liebe zu einem angenommenen Kinde kann die natürlidien Bindungen nicht ersetzen, die durch Empfängnis, Wehen und Geburt gegeben sind. Die Adoption kultureller Leistungen aber ist gewissermaßen eine gewaltsame Adoption, wider Willen der Eltern, die leben und sicli ihres Kindes durchaus nicht entledigen wollen, sondern bereit sind, alle Sorgen um sein Wohl weiter auf sich zu nehmen. Natürliche und willensniäßigc Widerstände stellen sich also der Imitation entgegen, zumal wenn sie zur beherrsehenden Einstellung wird. Die Originalität hat andere Wege zu gehen als das Spähen nach dem Fremden. Ganz ließ sie sich ja nie unterdrücken, und die Verstimmung anderer Völker gegen die jüdische kulturelle Leistung im Emauzipations- Zeitalter, die sich am Material und an der Gestaltung anderer vollzog, rührt zum Teil davon her, daß sich die Eigenart, also eine substantielle oder genotypische Schicht, bei der Mitwirkung der Juden am fremden Kulturgut, bei der Art unserer Interpretation zu Wort meldete. — Nun muß der Weg nach innen gegangen werden, die Aufspürung der eigenen seelischen Kräfte hat zu erfolgen. Manches wird jeder in sich finden. Aber vieles hat unser Volk bereits objektiviert, nach außen projiziert und nicht Weniges in gültiger Weise. Mindestens aber werden wir die Spuren unserer Eigenart dort wieder entdecken, die besondere Weise unserer Schaffensart, die Schächte unserer Geistesarbeit, die Formgebung, die uns eigentümlich ist. Dieser Vorgang der Wiederentdeckung kann nur an Werken statthaben, und so ist die Hinwendung zur Literatur notwendig. Darüber hinaus aber bleibt die Fühlungnahme, der Kontakt mit dem Ursprung bedeutsam. Die Frage, wieweit völlig Neues, gänzlich Unerwartetes — Nichtzuerwartendes aut unserem Wege liegt oder Weidendes und Gewordenes zwar nicht zu errechnen, aber doch zu begreifen sind, die Frage also, ob cveluütm creatricc oder gesetzmäßig zu erfassende Entfaltung herrschen, das läßt sich zwar nicht in dem einen oder anderen Sinn entscheiden, weil es hier um das Frciheitsproblem geht (nicht lediglich der Willensfreiheit), das unentscheidbar zu sein scheint, für unsere Konzeption vom kulturellen Schaffen ist jedenfalls nicht unwichtig, eine Stellungnahme zu kennzeichnen, die nicht unbedingt den Einbruch von unerhört Neuem gänzlich ausscliliefit, aber ihn jedenfalls nicht zur ständigen Erscheinung erhebt, vielmehr auch nach großen vulkanischen Ereignissen die alte Gesetzmäßigkeit wieder in ihre Rechte einsetzt. Einst wurde mit Bezug aut die mündliche Lehre gesagt: 3ל מה שתלמיד ותיק עתיד לחדש בבר נאמר למשה מסני• Alles, was einst bei der Konstituierung unseres Volkes implicite ״gesagt“ wurde, zur Entfaltung zu bringen, das kann nur in Fühlung mit dem erfolgen, was explicite vorhanden ist. Der Doppelsinn des Wortes ,,einst“ ist höchst charakteristisch für den Zusaimnenhang zwischen Zukunft und Vergangenheit. Aus dieser empfangen wir nicht nur die Schätze, die jene hervorgebracht hat, sondern vor allein den Stil unseres Bauens; Stil nicht in jenem begrenzten Sinn einer besonderen Kunstform, die mit ihrem Leben und ihrer Geltung an verhältnismäßig kurze Perioden gebunden ist, sondern jener höchste, alle Epochen mit ihren wandelbaren Ausdruckstveisen überbrückende Stil, ärmer an Detail und Ornament als ein spezifischer, kurzlebiger, aber großartig in seiner Strenge und seinem Puritanismus. Nur diese cvoluiive Auffassung gibt dem Begriff Originalität und Stil einen guten Sinn, während die Bergson nahe Denkweise den Begriff der Gesetzmäßigkeit entkleidet und ihn darum verschwimmen laßt. Die Juden in Karpathorußland. In der ״Geograph!- sehen Wochenschrift“ vom 12. 11. nennt Rudolf Käubler in einem Aufsatze über ״Die NationalHätenverhältnisse in der Slowakei und in Karpathorußland“ für die Juden in •der Slowakei folgende Zahlen: 1921 (als sich die Juden bei der Entstehung der CSR. zum erstenmal absonderten und als eigene Gruppe auftraten), lebten dort 71 000 Juden (2 ״/o), 1930: 65 000, die ebenfalls 2 ausmacheii. ln Karpathorußland lebten 1921: SO 000, 1930: 91 000 Juden, die beidemale 13 »Jo der Gesamtbevölkerung betrugen. Der Verfasser bemerkt hierzu: ״Charakteristisch für Karpathorußland ist der hohe Prozentsatz an Juden, die in vielen, auch ländlichen Gemeinden die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Das Deutschtum, das in der Vorkriegszeit nur deshalb so hoch erschien, weil sich, wie in der Slowakei, viele deutschsprechende Juden zu ihm rechneten, hat sich seit den! Tiefstand von 1921 halten können.“ Kulturbund-Arbeit in Danzig. Der Kulturbund der Juden in Danzig hat seine Arbeitsgemeinschaften und künstlerischen Darbietungen im dritten Arbeitsämter mit gutem Erfolg aufgenommen. In zwei Konzerten boten der Pianist Joseph Schwarz und der Geiger Boris Schwarz ein erlesenes kammermusikalisches Programm. Marion Koegcl gab einen Kleinkunst-Abend; den stärksten Eindruck hinterließen ihre chassidischen Lieder. Palästina-Monatsschau des KKL Llohtblld»tr»lfen Ubtr die ietiten Ereignis««! In Palästina — Sarla Nr. I Die ersten Vorführungen nebst Begleltvortrag finden statt: in Oldenburg am 8. Dezember 1935 in Beuthen am 10. Dezember 1935 ln Celle am 12. Dezember 1935 In Harburg am 13, Dezember 1935 in Berlin am 14. Dezember 1935 in Hamm am 14. Dezember 1935 Demnächst in Breslau, Offenburg und Wltzenhausen KEREN KAJEMETH LEJISRAEL - BERLIN W15 (Jüdischer Nationalfonds E.V.) Postscheck: Berlin 28247 De* iädistUe ״Dü*^e*meide* du ve*scUwuHdeneH?Aaq■* Prag, den 4. Dezember Am Mittwoch wurde auf dem Prager Friedhof in Strasch• nitz ein Mann begraben, mit dem die Erinnerung an ein« ganze Generation unter die Scholle versank. Leicht war der Sarg, den man da trug. Denn Sie gm und Reach wog nicht viel. Er war ein ganz kleines, schmales Männlein gewesen, und wenn er in seinem Buchladen in der Schalengasse hinter dem Ladentisch auftauchte, eine alte Mütze auf dem runden Kahlkopf, und unter dem weißen Schnurrbart die Frage nach dem Begehren des Besuchers hervorflüsterte, so schien er wirklich schon eine Erscheinung aus der Vergangenheit. Aber dieser Seclisundsiebzigjährige war in Wirklichkeit höchst lebendig, wenn er auch zwischen Regalen und Folianten lebte und seine geistige Heimat das ver■ schwundene Prag war. Fremde gingen an dem Laden in der engen Straße, in die der Wind bisweilen den Duft des nahen Blumenmarides trug, achtlos Vorüber. Das Schaufenster war nicht gut beleuchtet. Aber wenn man nähertrat, so erstaunte man. Was liier in bunten Girlanden von Photos und Stichen die Ausläge schmückte, war Stück für Stück ein Kuriosum. Und viel kurioser war noch der Inhalt des Ladens selbst, in dem man sich kaum umdrehen konnte. Hatte Reach Zutrauen gelaßt, so erlebte der Besucher ein Wunder. Hier war ein Buchhändler, der nicht gern verkaufte. Der auf seinen Schätzen saß, ein gemütlicher, mitteilsamer Drache, ein zartlicher Drache. Bis zur Decke lagen da aufgestapelt an Ph». tos und Ansichten —- 700) an der Zahl — was es nur an Bildereien über Alt-Prag gab. Die Kunstwelt wußte seit laugern, dieser Laden war, samt seiner prachtvollen Handbibliothek an Pragensia, Museum und Archiv zugleich. Kein Baedeker, kein Historiker kannte die verwunschenen Schätze Prags so gut wie Reach. Wann immer ein Wissenschaftle! oder Journalist, ein Sammler oder Lokalhistoriker etwas brauchte — Reach wußte alles, Reach hatte alles. Nicht umsonst hieß dieser kleine verwunschene Jude der ״Bürgerineister des verschwundenen Prag“. Die Forschung um dies« Stadt verdankt ihm Unendliches. Neidlos erkannten di« offiziellen Autoritäten das einsame, einmalige Spezialistentum an, das dieser flink wie ein gespenstisches Greislein in seinem Gcwölb hertimhuschende Mann besaß. Niemand sah es ihm an, daß er übrigens einmal Hauptmann im Weltkrieg gewesen war. Auch sonst hat er noch mancherlei geschafft und getan. Fünfzig Jahre lang war er in der Verlagsbuch• handlung Hynek und gab 18S7 das erste tschechische Brief, markenalbum heraus. Er kannte alles, was Prag an Literaten aufzuweisen hatte, persönlich, und im Gespräch über sie wat der Anekdoten kein Ende. Alt-Prag hat seinen treuesten Freund verloren, die alt« Garde der liebenswerten Originale ist um einen ihrer interessantesten Köpfe ärmer. Manfred Georg Dr. Prinz In Jugoslawien. Aus Zagreb wird uns berichtet: Im November weilte in Jugoslawien Dr. Joachim Prinz als Delegierter der Hebräischen Universität in Jerusalern. Die Hauptaufgabe seines Aufenthaltes war die Schaffung eines Freundeskreises der Universität mit festen Jahresbeiträgen, die dem Budget der Universität eingefügt werden sollen, Daneben war der Zweck seiner Reise zionistische Propaganda. Beide Ziele konnten glücklich verbunden werden, Dr. Prinz besuchte die Hauptzentren des jüdischen Lebens in Jugoslawien: Zagreb, Sarajewo, Beograd, Non'• sad, Subotica und Osijek. In allen sechs Städten hielt er Ansprachen in den Synagogen und Vortrage in öffentlichen Sälen. Die Tempel waren überfüllt, die Säle Tage im voraus ausverkauft, zum Teil mußten die Vorträge mit Lautsprechern in Nebensäle geleitet werden. Die Reise gestaltete sich so zu einer großen Werbeaktion für die zionistische Bewegung, Außerdem diente sic in hervorragender Weise der Aktivierung der Tätigkeit für die Hebräische Universität. Ueberal! wurden Ortskomitees der Universität gegründet, außerdem wurde der Hauptaiisschuß in Zagreb erneuert, de! die Arbeit im lande leitet. Eine ansehnliche Zahl von Mitgiiedem trat dem Freundeskreis bei, der für eine entsprechende Beteiligung am Budget der Universität Sorge tragen wird. Besonderes Gewicht wurde auf die Verbindung mit den nichtjüdischen wissenschaftlichen Instituten Jugoslawiens gelegt. Dr, Prinz besuchte unter anderen die Jugoslawische Akademie dej■ Wissenschaften und die beiden Universitäten in Zagreb und Beograd. Der Rektor der Universität Beograd hatte den gesamten akademischen Senat zu einer feierlichen Sitzung eingeladen. Bei all diesen Empfängen wurde die Frage des Austauschcs von wissenschaftlichen Publikationen erörtert zwisehen der Hebräischen Universität und den jugoslawischen wissenschaftlichen Institutionen. Es besteht liier besonderes Interesse für Archäologie, Philologie, Chemie, Botanik, Aufforstungsprobkme. Dr. Prinz hatte auch Gelegenheit, mit den Spitzen der jugoslawischen Behörden in Verlandung zu treten und sie für die aktuellen zionistischen Probleme zu interessieren. In Novisad hatte er außer mit dem Statthalter und Bürgermeister auch ein langes Gespräch mit dem Bischof der serbischen Kirche, einen! ausgezeichneten Kenner der hebräischen Sprache und ihres Schrifttums. Neben den zionistisehen Zeitungen verfolgte auch die nichtjüdische Presse mit großem Interesse den Aufenthalt und die Vorträge. Dr. Prinz hat in Jugoslawien nicht nur Freunde der Universität gefuncn, sondern auch viele persönliche Freunde und Anhänger, die ihn bald wieder in ihrer Mitte sehen möchten. Einer Verordnung der Regierung entsprechend werden die litauischen Rabbiner, vom 1. Januar 1936 an gefangen, ihre Bücher in litauischer Sprache führen, und alle Zeugnisse in dieser Sprache ausstellen. B. NEUMAHN PIU6EL / PIANOS RADIO Kurfürsttndimm 203 11 Bi.rn.5H8 ....... I DAS SPEZIAL HAUS FÜR! I DAM EN-KONFEKT ION j Qoldmann DRESDEN, AM Al!MARKT Clvt70l_ltflfthol karap!. Wohatragsei&richtaittftfl« KHIAvI^IKiy RIO■ gal ut preisw. Besichtigung •rbei Ludwig TEXTOB, Kaiserdamm 116 Rieh. Iiraal Wlichtiti Kflpenick F 4, 0770 nur GJiea*clr«*rstr. 83 Juwelen Ankauf Robert Blicho & C0.9 Mardenbergstr. 29a Verkauf ■n der Qedäctitniskirche, neben Cafö Berlin Gerling’* Moden Wiolandstr.25, Nähe Ollvaer PI. Kleider, Blusen, Rück«, Morgenrücke Stets das Neuest•» preiswert, elegant. Aenderung«m iura Selbstkostenpreis. Maßanfertigung tob RM 18.־* an. Apotheker! Sortierter Lagerbesiajsd M0<fizfft• fia»Ct1en wegen Aufgabe d. Artikels günstig zu verkaufen. M. TICHAUER fai Finna La Peter! 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