Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 97 (3.12.1935)
- Date
- 1935-12-03
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 5× ep/1047833
- Haifa 3× ep/1047930
- Basra 1× ep/1044138
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Nr. 97, 3. XII. 1935 JOtHSCHE RUNDSCHAU S::U11 Briefe von einer Orient-Reise Von C. Z. Klötzel, Jerusalem Unser Mitarbeiter C. Z. Klötzel hat sich von Palästina aus auf eine Reise nach dem Orient begeben, die ihn auf dem Wege über Beiruth — Damaskus — Bagdad — Basra bis nach Indien führen wird. Die ״Jüdische Rundschau" wird eine Reihe von Reisebriefen von ihm veröffentlichen, wobei nicht nur das spezifisch jüdische Interessengebiet behandelt werden soll. Wir glauben, daß es für alle palästina-interessierten Juden von großer Wichtigkeit ist, die Nachbarweit Palästinas kennenzulernen. Palästina ist ein Bestandteil der orientalischen Welt. Aber die Herkunft der Juden aus Europa macht es begreiflich, daß diese Tatsache auch bei vielen Palästinensern noch nicht ins Bewußtsein eingedrangen ist. Dieses Bewußtsein des Zusammenhangs za verstärken, soll auch der Zweck dieser Artikelserie sein. (Red.J 1. Vom Karmel zum Libanon Die Straße von Haifa nach Beirut läuft fast immer in Sicht des Meeres, und die palästinensisch-syrische Grenz- Station Ras el Nakora liegt hoch oben auf einer Klippe, die nach Süden wie nach Norden auf Meilen die Küste dem Blick frei gibt. Nur wenige, die diesen Punkt passieren, denken daran, daß diese Grenze sozusagen erst gestern gezogen worden ist, und daß den noch nicht zwei Jahrzehnten, die sie existiert, einige Jahrhunderte gegenüberstehen, in denen Syrien und Palästina politisch und verwaltungsmäßig eine Einheit bildeten. Für das Auge und das Ohr des flüchtigen Reisenden ergeben sich auch heute noch keine wesentlichen Unterschiede. Das ״Französische“ scheint hier genau so an der Oberfläche zu haften, wie in Palästina das ״Englische“. Die europäischen Lettern auf den Schildern,, die Uniformen der Gendarmen — die sehr viel zahlreicher sind, als die englischen Polizisten — die französischen Waren in den Läden, die französischen Chansons, die das Grammophon in einem jener hübschen kleinen Restaurants plärrt, bei denen man die Fahrt von vier Stunden zu einem Imbiß unterbricht — das alles scheint dem eigentlichen Volksleben hier so fremd zu sein, wie die entsprechenden englischen Elemente dem Leben in Palästina. Kolonialland mit dem höflicheren Titel ״Mandatsgebiet“. Republik Libanon Mari braucht aber nur ein paar Stunden in Beirut zu sein, um zu wissen, daß die ״Republik des Libanon“, der nördliche Nachbar Erez Israels, grundsätzlich von diesem verschieden ist. Zwar sind beide Mandatsgebiete durch den Ausgang des Weltkrieges sowohl zu ihrer relativen Selbständigkeit wie zu ihrem europäischen ״Vormund“ gekommen. Aber als die Engländer Palästina eroberten, benutzten sie nur das Kriegsglück, um ihre Interessen am Suczkanai sowie am Luftweg nach Indien zu sichern. Bis zur Baifour-Dckiaration hafte England in Palästina keinerlei politisch-k u 11 u r e 11 e Interessen. Seihst heute ist die fremde Kulturpropaganda in Palästina, insbesondere die französische und italienische, wesentlich stärker als die englische. Man kann in Jerusalem umsonst französischen und italienischen Sprachunterricht genießen. Daran, daH man Englisch lernt, scheint niemand ein Interesse zu haben. Die Entwicklung im Libanon und in Syrien war eine ganz andere. Hier bedeutete die militärische Besetzung und die Uebcrnahme des Mandats durch Frankreich den Endpunkt einer voraufgegangenen geistigen Eroberung, deren früheste Anfänge mehr als ein Jahrhundert zurückliegen. Und eine Stadt wie Beirut ist von französischem Geist und franzosischem Wesen in sehr hohem Maße imprägniert. Nicht, daß die Beiruter, die Bewohner der ״Republik des Libanon“, Franzosen geworden sind. Sie sind Araber geblieben. Aber sie unterscheiden sich von den Arabern der Nachbarländer, insbesondere von denen Palästinas, durch zweierlei. Einmal dadurch, daß ihr geistiger Kontakt mit Europa um ein Jahrhundert älter ist, und daß dieser Kontakt spezifisch französisch war. Diese Mischung zwischen orientalischem und europäischein Wesen ist es, die dem Ankömmling aus Erez Israel als etwas für ihn Neues entgegentritt. In Palästina sind diese beiden Elemente vorläufig noch geschieden wie das Oel vom Wasser. Weder der englische noch der jüdische ״Europäismus“ sind bisher mit dem arabisch-orientalischen Unvesen des Landes die geringste Bindung eingegangen. Hier in Beirut erfährt man zum erstenmal, daß eine solche Amalgam icrung überhaupt möglich ist — und diese Erfahrung allein ist es schon wert, hierher zu kommen. Denn mögen wir noch so sehr mit unseren eigenen Fragen zu tun haben und mag nach Meinung vieler Juden zur Zeit das ״Araber-Problem" noch so ״unaktuell“ sein: es bleibt dennoch die politische Kernfrage der jüdischen Existenz in Erez Israel. Und jede Erfahrung, die uns in der Behandlung dieser Frage einen Weg weist, muß uns willkommen sein. Französische Einflüsse Darum ist es interessant, festzustellen, eine wie tragfähige Basis kultureller Einfluß selbst in Zeiten des schärfsten politischen Gegensatzes abgeben kann. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die M a n d a t s m a c h t Frankreich sehr viel von den Sympathien verloren hat, die die Französische Republik besaß, als sic noch keine Soldaten und Beamten schickte, sondern nur Professoren und Missionare. Der strenge — und recht sparsame —■ Vormund ist stets unbeliebter als der liebenswürdige und freigebige Mäzen. Und doch wird dem Besucher hier sowohl von arabischer wie von französischer Seite versichert, daß das Jahrhundert französischen Kulturbemühens in diesem Lande ' seine reichsten Früchte erst in der Zukunft tragen wird. Das Mandat ist hier so wenig etwas Endgültiges, wie in Palästina: es ist nur der Ausgangspunkt einer zukünftigen Entwicklung. Früher oder_ später, vielleicht erst nach harten Kämpfen, wird ein politischer Status erreicht werden, der zu einem dauerhaften Ausgleich der sich heute widersprechenden Anschauungen der Mandatsmacht und des Mandatslandes führt. Und dann, so meint man hier, wird die innere Beziehung zwischen Frankreich und den Syrern unendlich viel g-ößer und befriedigender sein, als etwa zwischen den Engländern und den Palästinensern unter gleichen Verhältnissen. Den Engländern, deren Politik den von ihnen regierten Völkern gegenüber ebenso sehr auf die eigene Isolierung gestellt ist, wie die der Franzosen auf ״Penetration“, mag das gleichgültig sein. Den Juden, die in Palästina bleiben wollen, nicht als die Exekutive einer außerhalb der Landesgrenzcu befindlichen Macht, sondern als Volk, haben ein starkes und legitimes Interesse an der Art, wie sich die unvermeidliehe ״Europäisierung“ des arabischen Volkselementes vollzieht. Sie könnten bei diesem Prozeß fähige und an allen fremden Absichten desinteressierte Helfer sein, wenn die politischen Spannungen das nicht bis heute unmöglich machten. Sie sollten nicht müde werden, nach solchen Gelegenheiten, auch den kleinsten, zu suchen. Es wird einmal eine Zeit kommen, in der das Werk der ״Ai'nnce Israüite Universelle'‘ in einem anderen Sinne uni aufgenommen werden muß. Die ״Aüia.ice ' war — und ist in Beirut z. B. noch heute — ein Instrument der französischen Kulturpolitik. Wir brauchen «ine ״Alliance“, die mit dem gleichen Reichtum an Mitteln und Elingäbe sich der Aufgabe unterzieht, im Nahen Osten Sympathien für das jüdische Volk zu werben. Freundlichere Atmosphäre Noch einige andere Erkenntnisse über Erez Israel «ermittelt ein Besuch in Beirut. Wer aus Tel-Awiw oder Haifa kommt, fühlt sich hier seltsam entspannt. Diese Stadt von wohl mehr als 200 000 Einwohnern geht einem viel weniger auf die Nerven, als selbst Hadar Hakarmel — von Tel Awiw gar nicht zu sprechen. Wie neu alle Dinge in Erez Israel sind, wie sehr sie uns an allen Ecken und Enden noch drücken und zwicken, merkt man erst, wenn man in diese benachbarte Stadt kommt, die weder so modern noch sc ״amerikanisch“ ist, die aber dvn unbeschreiblichen Reiz aller Dinge hat, die durcli den Gebrauch schon ihre endgültige Form gefunden haben. Die so oft diskutierte Frage, ob man ״gern“ in Tel-Awiw oder Haifa wohnt, würde den Bewohnern Beiruts, in bezug auf ihre Stadt gestellt, sinnlos erscheinen; sie fühlen sich offenbar in ihr so wohl, wie in einem guten alten Rock, der längst allen Linien des Körpers sich angepalit hat. In fünfzig Jahren wird cs, hoffen wir, mit Tel-Awiw das gleiche sein. Wer in dieser so cingelcbten, für den Orient seltsam behaglichen Stadt sich als Fremder aus Erez Israel bewegt, dem kommt noch etwas zum Bewußtsein, was man nur von außen entdecken kann. Nämlich die Tatsache, daß in Paiästina zwei im wesentlichen puritanische Völker die Zukunft des Landes im wesentlichen bestimmen: die Engländer und die Juden. Beide haben sehr viel Aktivität, sehr viel Ehrgeiz, sehr viel Trieb, etwas Reales zu schaffen — die luden von all dem doppelt soviel, wie die Engländer. Aber beide haben verdammt wenig Talent zum — ״glücklich sein“, — und die Juden nur halb soviel wie die Engländer. Das jüdische Glück — masal — ist immer ein von außen kommender Zufall, mit dem man nicht rechnen kann und der eigentlich unverdient ist. Glück als ein innerer Zustand, als Gleichgewicht des Gemüts, als eine innige Freude an den guten Dingen des Lebens, unbeschwert von allem ״Muß“ und ״Soli“, ist eine Gabe, die dem Juden selten beschert ist. Selbst wenn man erst vor zwei Jahren aus dem westlichen Europa gekommen ist und nun zum erstenmal wieder außerhalb Palästinas weilt, merkt inan am Gegensatz, mit welch eiserner Hand Erez Israel seine jüdischen Menschen an der Kandare hält, und wie kiihl und unpersönlich das englische Regiment ist. Es ist wahr, dieses kühle, unpersönliche angelsächsische Regiment hat oft den Schein größerer Leistifiigsfähigkeit für sich, wenn auch manchmal eben nicht mehr als den Schein. Aber die etwas schlampigere französische Art des Regierens mag zum mindesten ihre psychologischen Vorteile haben gegenüber einer orientalischen Bevölkerung, für die Symbole der Exaktheit, •wie die Uhr, auch heute noch mehr Spielzeug als Gebrauchsgegenstand sind. Töricht, bei so kurzem Besuch ergründen zu wollen, wie weit der erste Eindruck bei näherer Prüfung sich als stichhaltig erweist. Indessen hat auch das rein Atmosphärische seinen Erkenntniswert. Wir wissen aus der Geschichte der Nachkriegszeit, daß es in Zeiten der politischen Hochspannung auch im Libanon hart auf hart zugeht. Aber in den langen, quasi — friedlichen Intervallen ist die Atmosphäre hier wärmer, entspannter, freundlicher als in Erez Israel. Wirtschaftliche Nöte Vom Wirtschaftlichen her gesehen, finden die Libanesen an ihrer Mandatarniacht zur Zeit mehr auszusetzen, als auf dem Gebiet der Politik. Dieses fruchtbare Land leidet seit Jahren unter einer sich steigernden Krise, für die man bisher weder im Gouvernementspalast in Beirut noch in den zuständigen Pariser Ministerien ein Mittel ge- Eröffnung der Orangensaison Die ersten Kisten werden verladen *'״w: U>«r Da«n<> ץ 1SÄI8I bJiy '■ #v|•' tKtsi funden hat. Darum sieht man mit gemischten Gefühlen hinüber nach Palästina, das sicher nocli schlimmer als der Libanon dran wäre, brächte nicht die jüdische Einwanderung Geld und Unternehmungsgeist ins Land. Den jährlichen Einwanderungsziffern in Palästina steht eine nicht unbetniehtliehe syrisch-libanesische Auswanderung gegenüber, die sich insbesondere nach Südamerika wendet. Von allen Plänen einer jüdischen ״Infiltration“ ist es seit einiger Zeit — wenigstens in der Oeffentliclikeit — still geworden. Um so mehr spricht man von den jüdischen Feriengästen aus Erez Israel, die in diesem Sommer die Hotellerie des Libanon vor einem Debacle gerettet haben. Und voller Lrwartung sieht man in den höher gelegenen Orten der Wintersaison entgegen, in der insbesondere die Einwanderer aus Deutschland versuchen wollen, den Skilauf zu einem paliisfinensischen Volkssport zu machen. Da die Berge Erez Israels leider keinen Schnee tragen, muß man die Bretter, die sonst im Schwarzwaid und im Ricsengchirgc Verwendung fanden, auf die Höhen des Libanon und des Herinon bringen. Die oft besungenen, nur noch in wenigen Exemplaren vorhandenen tausendjährigen Zedern werden verwundert ihre gewaltigen Häupter schütteln . . . Die arabische Delegation Ucber die Audienz der arabischen Deiegation beim High Comtnissioncr erfährt I’alcor noch folgende Einzelheiten. Außer dem High Commissioner war auch der Chefsekretär Hall anwesend. Der Wortführer der arabischen Delegation war Ragheb Naschaschibi, der frühere Bürgermcisler von Jerusalem. Er trug die bekannten arabischen Forderungen vor und erklärte, daß, wenn die Regierung ihre Politik nicht ändert, die arabischen Führer ihren Einfluß aut die arabische Bevölkerung, die von Tag zu Tag radikaler wird, verlieren würden. Der High Commissioner erwiderte, daß er n oc 11 in ci i e s c m W i u t e r d e 11 L e - gislative Council errichten wird, wodurch die Araber die Möglichkeit haben werden, alle ihre l'onierungeu in geordneter Form zum Ausdruck zu bringen; er habe— erklärie Wauchopc während seiner Anwesenheit in London ausführlich über die Lösung der arabisch-jüdischen Frage verhandelt. Zum Schluß der Besprechung verlangten die arabischen Delegierten innerhalb eines Monats eine Autwort auf ihr Memorandum. Wauehope lehnte es aber ab, sich an einen bestimmten Termin zu binden. Für den 3. Dezember ist eine Konferenz der arabischen Parteien einberufen worden, die sieh an der Delegation zum ihgii Commissioner beteiligt hatten. Auf dieser Konteren/ sollen He- Schlüsse über die weitere Taktik der Andrer in Palästina gefaßt werden. Memorandum des Jewish Agency gegen die Aerztesperre Jerusalem. (Palcor.) Im Hinblick auf die Einführung des neuen Gesetzes über Beschränkungen bei der Erteilung von Lizenzen an neueinwandernde Aer/ie in Pa S ä sti n a veröffentlicht die Exekutive der Jewisli Agenev das dritte Memorandum, das sie in dieser Angelegenheit vor der Veröffentlichung des Gesetzes der Palästina-Regierung unterbreitet hat. fn diesem Memorandum begründet die Jewish Agency ihre entschiedene Gegnerschaft gegen den Plan, Be- Schränkungen für Aerztc einzuführen. Ein solches Gesetz — so schreibt die Exekutive — steht im Widerspruch zu den Interessen des Landes und seiner wachsenden Bevölkerung. Die Einwanderung bekannter jüdischer Aerzte, besonders aus Deutschland, im Laufe der letzten Jahre, hat das Niveau des medizinischen Berufes im Lande bedeutend gehoben und Palästina zu einem medizinischen Zentrum für alle Nachbarländer gemacht. Diese Entwicklung, die großen Nutzen für das ganze Land verheißt, wird durch die Einfiihrung der neuen Beschränkungen ernstlich gestört. Die Jewish Agency macht die Regierung in ihrem Memorandum aut den tiefen Eindruck aufmerksam, den die Einführung der neuen Beschränkungen in der ganzen Welt machen muß. ln dem Memorandum der Jewish Agenev wird ferner auf einige Punkte des neuen Gesetzes hingewiesen, die entweder in einem offenen Widerspruch zu den Grundsätzen des l’a- Iästina-Mandats stehen oder Vorschriften einführen, die die Entwicklung der medizinischen Tätigkeit in Palästina erschweren. Neutralisierung Palästinas? Der vom Präsidenten der Universität Jerusalem, Dr. M a g n e s, an den ״ManchesteV Guardian“ geschriebene Brief, worin er für eine prinzipielle Neutralisierung Palästinas einlritt, hat au 15er der von uns bereits erwähnten Antwort von Ol. Wedgwood noch eine ganze Reihe von Zuschriften zur Folge gehallt, die sich sämtlich mit größerer oder geringerer Schärfe gegen den Vorschlag von Dr. Magnes misspmhcn, Lin annuvmer Einsender legt ausführlich dar, daß eine Neutralität in Konflikten, in die der Völkerbund verwickelt ist, gar nicht m״glieh wäre. Würde z. B. Palästina sich von den Sanktionen gegen Italien ausschließen, so wäre das indirekt eine Parteinähme für Italien und ebenso würde in allen künftigen Fällen Palästina gerade den Friedensbrecher unterstützen, somit wäre das Gegenteil von dem erreicht, was Dr. Magnes im Namen der Fricdensidec erreichen will. Auch sei es uitmöglieh, zu verlangen, daß die englische Armee und Flotte Palästina gegen etwaige Dcbcrf.ilie anderer Mächte schützt und gleichzeitig von Palästina aus dieser Verteidigungsarmee aus Neutralitätsgründen die Unterstützung zu versagen. Unter den Einsendern befindet sich ferner Prof. N a tu i e r (Manehester), früherer Politischer Sekretär der Zionistischen Organisation, der mit großer Schärfe erklärt, daß Dr. Magnes nur für seine Person spricht. Weiter haben Lord M e 1 e 11 e t ז und Norman B c n t w i c h an den ״Manchester Guardian“ Briefe in dieser Sache geschrieben, wobei Mcicheti in überschwcnglicher Weise die strategische Bedeutung l’alästina׳; fitr England und den Wunsch der palästinensischen Juden, in der Armee zu dienen, hervorhebt, während ])entwich sich vorwiegend auf jurislbclie Arw eWe beschränkt. Kulturarbeit auf dem Hadar Hacartnel. In einem eigenen Heim aut dem Hadar Hacartnel in Haifa leistet die ,,Aguda Lehistalinut Betnada“ (Society for Advaucement of Science) wertvolle Kulturarbeit. Die Volksuniversität umfaßt 10 Abendkursc, die von Elias Auerbach, N. Cilatzcr und anderen Fachgelehrten auf judaistischem oder naturwissenschaftlichem Gebiete geleitet werden. — Eine Bibliothek von 20 (MX) Bänden und ein ״Kulturhistorisches Museum“, das hauptsäehlieh synagogalc Kunst und archäologische Gegenstände in sich vereinigt, können nur als erste Ansätze gelten. Freunde von Haifa können durch Spenden, die vor! der Zentralsammelstellc für die Jüdische National- und Universitätsbibliothek, Berlin W15, Meinekestr. 10, gern entgegengenommen und weitergeleitct werden, zum Ausbau dieser Einrichtungen beitragen. Die Maskiruth der Hanhalah Olamith des Makkabi Hazair befindet sich jetzt in der Kwu/ah Hegau iah A. 111 ihr arbeiten Friedei Rubinstein, Salo Zucker, Bobby Löwenstamm. Am (1. und 7. Dezember findet der 2. Kinus aller Olim des Makkabi Hazair in Deganiah statt.