Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-11-29 · Heft 96 (29.11.1935) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 96 (29.11.1935)
Date
1935-11-29
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653913--27787-2689241
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

u ״*•־•' JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 96, 29. XI. 1935 Das Neueste in Kürze Die soziale Fürsorge in Tel-Awiw Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 20. 11. 35 Mißstände verlangen Abhilfe Die in Tel-Awiw bevorstehenden Wahlen zur Stadtverwaltung veranlassen auch weitere Kreise des Publikums, sich mit den sozialen Verhältnissen in der Stadt und mit ihrer Verwaltung 711 belassen. Erlebnisse auf den Straßen, die sonst in der Hetze des Verkehrs nur wenige zum Nachdenken zwingen, prägen sich tiefer ein, und in der Presse, in Versammlungen und in privaten Unterhaltungen taucht immer von neuem die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, dem wachsenden Elend, das sich immer deutlicher zeigt, zu steuern und die Institutionen aufzubauen, die zu einer geordneten Stadtverwaltung nach europäischen Begriffen gehören. Die unterernährten fünfjährigen Kinder, die man bis in die spate Macht hinein vor den Cafes und Kinos Schnürsenkel und Schokolade anbieten sieht; die Bettlerin, die mit ihrem Säugling וזז נ Schoße in Lumpen am Randsteine sitzt; die verfallenen Baracken in den Außenviertcln der Stadt, die im Sommer dem Staub und der unbarmherzigen Sonne, im Winter dem Regen und der ewigen Feuchtigkeit ausgesetzt sind: alle diese leider nur zu oft als selbstverständlich hingenommenen Zeichen ungenügender Fürsorge werden heute vom Publikum stärker empfunden, und es erheben siel! mehr und mehr Stimmen, die für eine Besserung der Lage plädieren. Zugleich mehrt sich bei Untersuchung der tatsächlichen Situation die Unzufrieden• heit mit der gegenwärtigen Stadtverwaltung, die sich den wachsenden Anforderungen nicht gewachsen gezeigt hat, an verschiedenen Steilen überhaupt nichts unternahm und auf d e n Ciehicten, wo sie mit der Fürsorge begann — wie zum Beispiel bei den Kinder n —!!her die begrüßenswerten, aber ungenügenden Anfänge nicht hinauskam, Prosperity und Not Die Kot in Tel-Awiw ist — um es paradox ausnidrücken — zu einen! großen Teile eine Folge der Prosperity. Mit der wachsenden Einwanderung, die große Massen nach Tel■ Awiw brachte, mehrten sieh die Fälle derer, die in der sich entwickelnden Konkurrenz unter die Räder kamen und — wenn nicht eine hrltemh- Hand eingriff — der Verelendung anheimfielen. Ls mehrten sich die kinderreichen Familien, die auf einem sehr niedrigen Lebensstandard nicht imstande waren, für die Kinder 7u sorgen, und sie daher der Straße, dem Htmger und oft auch leichteren und schwereren Vergehen gegen das Gesetz überlassen mußten. Die Frage der ״verlasseneu Kinder“, die in den Straßen und Winkeln Tei-Awiws übernachten, sich auf dem Markt ihr Essen stehlen, hier und da Gelegenheitsarbeiten machen und auch hin und wieder mit der Polizei in Konflikt kommen, hat bereits eine traurige Bes riihmt'neit erlangt. Das Entsetzen, das die Kenntnis von diesen Kindern in der öffentlichen Meinung erregte, hat auch die Stadt- Verwaltung von Tel-Awiw n\ ihren ersten Versuchen, die oben angedeutet wurden und teils mit einem geringen Budget der Stadt, teils mit privaten Geldern finanziert wurden, veranlaßt, Administrative Schwierigkeiten Heute steht jedoch nicht nur die Frage der Kinderfürsorg« zur Debatte, sondern ebenso die der Familien, und beide sind untrennbar miteinander verbunden. Und hier liegen die Dinge noch schlimmer als bei der Arbeit für die Kinder. Von der Stadtverwaltung ist in dieser Beziehung überhaupt nichts geschehcn, und offiziell ist für dies« Gebiet •die Gemeinde von Tel-Awiw zuständig. Hier stoßen wir jedoch auf ein Durcheinander von Kompetenzen, das eine rationalisierte und reibungslose Aktion unmöglich macht. Mehrere Institutionen arbeiten nebeneinander, aber 11 ieilt miteinander, und es ist de facto heute in Tcl-Awiw keine legitime Stelle vorhanden, die für die gesamte Sozialarbeit verantwortlich wäre. Daß es der Munizipalität nicht gelungen ist, eine solche Institution /u schaffen, muß als eine schwere Unterlass 1mg«umlc gebucht werden. Wie!!»,gen heute die Dinge administrativ? Um diese Frage zu beantworten, muß man sich zuerst vor Augen halten, daß die gesamte Ft aye der Sozialarlwit für J'alästina und Tei-Awhv etwas Neues ist. Wir sind hier in einem Ucbergangssladitim aus jener Periode, wo es eine geordnetc Fürsorge nicht gab und sie auch -- in einem Kolnni-atioiisland — mit einem gewissen Recht für unnötig gehalten wurde. Das Land sollte Chaluzim aufm11 ׳ men, die eine “soziale Fürsorge nicht brauchten und sie auch wd; von 'ich gewie-cn hatten. Unterdes hat die rasche Fnhticklung der le'zten Jahre einc starke Umwälzung gebracht. Die siiit c;1: faltende VCütsU 1,U! im Lande, die besonders in den Städten eine ungehemmte kupi'ah'tUehe Entfaltung genommen hat, verlangt für die Abdämpfung ihrer Härter: und die Vertfidigung D ,r Sehe ,v. ben ei::•(־ geordnete moderne Sozialarbeit, Die Lrku-nntiii» dieser Zu-amnumiiänge hat sich immer mehr dura hgctct zt, aber es fehlt n la-hcr die Organisator!- sehen un <1 p c י e t / 1 1 c h e n V nraussetzu!1 g e n für eine /enfrali-it ne Tatigkt it. I i-t zwar beim Waad Leum i unter der Leitung von iltcincttc S 1 o 1 d eine Sozialabteilung gebildet worden, tfie für daganze! and verantwortlich ist, aber ihr Machtkreis reicht nicht nach Tel-Awiw, wo die Munizipalität die ausschlaggebende Instanz ist. Hier in Tel-Awiw obliegt die Sozialarbeit der Gemeinde, die von der Munizipalität getrennt ist, von sich aus Steuern ein hebt und aus der Schacht Steuer und einer Reihe anderer Rabbinatsabgabet! beträchtliche Einkünfte bezieht — über 40 000 Pfund pro Jahr. Dies* T«l-Awiwer Gemeinde hat jedoch von einer geordneten, de» Oeffentlichkeit verantwortlichen, nach modernen Grundsätzen geleiteten Sozialarbeit nicht den geringsten Begriff, E* herrschen hier Auffassungen, die für europäische Anschaumige» — und nur diese lassen sich bei der starken Euro» päisierung des Lebens hier anwenden — keinerlei Verständnis Politik und Gesellschaft Im Amtsgebäude der Jewish Agency in Jerusalem hat eine Sitzung der neuen Palästina-Exekutive stattgefunden, an der auch der Präsident der Jewish Agency und Zionistisehen Organisation, Dr. Cliaim Weizmann, teilnahm. Es wird berichtet, daß die Polizei 1'm!Distrikt von Nablus eine zweite arabische Terrorbande entdeckt hat. Verhaftungen wurden bisher nicht vorgenomnien. 150 illegale Einwanderer belagerten am 24. November die Büros der Jewish Agency in Jerusalem und verlangten Maßnahmen zur sofortigen Legalisierung ihres Aufenthalts. Der High Commissioner gab gleich nach seiner Rückkehr eine Erklärung ab, daß er die Verzögerung der Wasserinstallation für Jerusalem lebhaft bedauere und eine Fertigstellung des Werkes in Kürze erwarte. Der H. C. betonte die Unschuld der Munizipalität der Hauptstadt an der Verschleppung der Angelegenheit und gab zu verstehen, daß das Departement für öffentliche Arbeiten für das Fehlen der nötigen Rohrteile verantwortlich sei. Der tschechische Generalkonsul in Jerusalem hat an Hugo Bergmann anläßlich seiner Wahl zum Rektor der Universität einen Glückwunsch gerichtet. Die Polizei im Nablus- Distrikt benutzt neuerdings drahtlose Telegraphie, um die Schnelligkeit von Autobussen aut den Chausseen zu kontrollieren. In der Umgegend von Artuf (Judäische Berge) wurde durch einen Wolkenbruch eine Ueberschwemmung verursacht. Die Bahn zwischen Jaffa und Jerusalem war für einige Zeit unterbrochen. Die Konferenz der Postbeamten in Tel-Awiw be• schwerte sich über die von der Regierung gezahlten niedrigen Löhne; Ueberstunden werden nicht» bezahlt und es besteht auch nicht die Aussicht auf Pension. Unter den Angestellten sind eine Reihe neuer Einwanderer. Die Munizipalität Jerusalem lehnte einen An• trag der Levante-Messe, auf den Briefen des Stadtrats die Marken der Ausstellung zu benutzen, gegen die Stimmen der jüdischen Räte ab. Wirtschaft Für die Organisierung der Levante-M esse, die am 30. April 1036 in Tel-Awiw eröffnet wird, wurden neue Mitglieder in das leitende Komitee kooptiert, die für spezielle haben, und die Sozialarbeit wird entweder überhaupt nicht gemacht oder in einer Weise, aus der keine konstruktive Hilfe, sondern nur demütigendes Almosengcben resultiert. Hier haben wir also bereits zwei Stellen, die nicht unter einen Hut zu bringen sind und eine moderne Zentralisierung verhindern. Man muß noch fn Betracht ziehen, daß die Regierung, die ja in der Stadtverwaltung bei Budgetfragen ein gewichtiges Wort mit• Zureden hat, die Dinge von englischen Aspekte» aus sieht. In England ist man daran gewöhnt, daß Sozialfürsorge zu einem guten Teil oder zum überwiegenden Teil von privater Seite gemacht wird, und die Behörden haben wenig Verstand• nia für die kontinental« Auffassung, daß soziale Hilfe eine Sache der staatlichen und munizipalen Stellen ist. Wandlungen in der Immigration CMe Situation wird noch weiterhin dadurch kompliziert, daß Tel-Awiw heute in erster Reihe eine Immigrationsstadt ist. Di« großen Ein wandererwellen bringen eine steigende Anzahl von Familien und Einzelnen mit sich, die gleich oder bald nach ihrer Ankunft eine öffentliche Betreuung erfordern. Es handelt sich teils um Leute, die mit wenig oder gar keinen Mitteln hier ankommen und bald nach ihrer Landung, wenn sie nicht gleich Arbeit bekommen, auf öffentliche Hilfe angewiesen sind. Dann wieder gibt es Familien, denen man zur Erleichterung ihrer Existenz zu Beginn ihre Kinder abnehmen muß, Menschen, die unter!eichten Bedingungen eine erste Anleihe brauchen usw. Wir hatten diese Typen früher im Lande äußerst selten. Wir kannten entweder den Arbeiter, der sich von seinem Lohne ernährte oder den Familienvater der Mittelklasse, der mit Geld herkam. Heute aber nehmen wir zu einem guten Teil auch Menschen auf, nicht wegen ihrer Eignung für das Land, son• dern wegen der Unmöglichkeit, sie in ihren Herkunftsländern zu belassen. Und außerdem bringt die ״Verwandteneinwände• rung“ Kreise ins Land, die der Unterstützung bedürfen und sie, wenn sie sie nicht von der Familie bekommen können, an den Türen der öffentlichen Aemtcr suchen. Man hat versucht und man versucht es immer wieder, die Einwanderung zu sieben und soweit wie möglich Menschen ins Land zu bringen, die man verwende 11 kann. Aber die bestehende Auswahl genügt nicht, es kommen immer wieder Menschen, die nicht nur nicht dem Lande helfen, sondern denen das Land helfen muß, und bei der herrschenden Situation in Europa scheint cs nach den bisherigen Erfahrungen unmöglich zu sein, hier grundlegend Wandel zu schaffen. Es ergibt sich schon aus dieser skizzenhaften Darstellung, daß wir zwischen zwei Gebieten zu unterscheiden haben: einerseits handelt es sich um die normale Fürsorge, sowohl bei Kindern als auch bei Familien, andererseits um eine I m m igrantenfürsorge, wobei als Immigrant In der Regel der bezeichnet wird, der weniger als ein Jahr im Lande ist. Hier begegnen wir einer zweiten Kompetenzschwierigkeit: die Sorge für die Einwanderer hat der gegenwärtigen Regelung nach di« J e w i s h A g e n c y, die für Zertifikatseinwanderer während des ersten Jahres ihres Aufenthaltes im Lande verantwortlich ist. Diese Verantwortung bedeutete bisher die Aufnahme der Einwanderer in die Einwanderungsheime und ihren Transport an den Arbeitsplatz, b.׳w. ihre Ausstattung mit Zelten, alles Dinge, die relativ geringe Investitionen verlangten. Heute aber finden Sektionen wie Landwirtschaft, Industrie, Hygiene, Schifffahrt, Luftdienst usw. verantwortlich sein sollen. Die Leitung der Messe hat mit den Vorbereitungen der Veranstaltung in vollem Umfange begonnen und entfaltet bereits im In- und Auslande eine rege Propaganda. Für das Nordviertel von Tel-Awiw wird auf dem Gelände der Levante-Mess« ein neues Postamt eröffnet. Diese Poststelle war bereits einmal, während der vorigen Ausstellung, in Funktion, wurde danach jedoch wieder geschlossen. Die Umgebung der Stadt im Norden hat sich jedoch in den letzten zwei Jahren so stark entwickelt, daß die Regierung der Forderung nach der Eröffnung eines neuen Postamts Gehör gegeben hat. Eine Anfrage der Palästina-Exekutive der Jewish Agency an die Palästina-Regierung, ob das von dieser vor kurzem den kleinen Landwirten in den Gebirgsgegenden gewährte [Darlehen von 50 000 Pfund auch Juden zugute kommen soll, ist von der Regierung in bejahendem Sinne beantwortet worden. Es ist jedoch nicht bekannt, welcher Anteil von dem Darlehensbetrag auf jüdische Landwirte entfallen soll. Das landwirtschaftliche Departement der Regierung berichtet in seinem Jahresreport über ein starkes Ansteigen in der Benutzung von Traktoren und chemischem Dünger in Palästina. Forderungen der arabischen Parteien Jerusalem, 26. November. (JTA.) Eine aus Vertretern aller fünf arabischen Parteien bestehende Abordnung hat dem High Commissioner Sir Arthur Wauchope die Forderungen der arabischen Bevölkerung überreicht. Die Ab- Ordnung wurde vom High Commissioner, der krankheitshalber noch nicht ins Regierungsgebäude kommen kann, in seiner Privatwohnung empfangen. Pressemeldungen zufolge wird in dem dem High Commissioner übergebenen Memorandum die Einführung einer demokratischen Regierung in Palästina, das Verbot weiterer Bodenverkäufe an Juden, die vollständige Einstellung der jüdisehen Einwanderung und die Beschlagnahme der in jüdischem Besitz befindlichen Waffen verlangt. Es wird weiter berichtet, daß der High Commissioner der Abordnung erklärte, er werde die Denkschrift au das Kolonienministerium weiterleiten und er sei entschlossen, den Plan der Errichtung eines Legislative Council im Laufe des Winters zu verwirklichen. wir unter diesem Einwanderern mehr und mehr Menschen, die eine umfassendere Fürsorge brauchen. Die bestehenden institutionen lehnen diese jedoch ab, da eben das erste Jahr hindurch die Agency als verantwortlich gilt. Es ist — gerade aus Kreisen der Juden aus Deutschland, die sich mit Sozialarbeit beschäftigen — auf dem letzten Kongreß der Vorschlag gemacht worden, ein zentrales Einwandererfürsorgea m t zu schaffen, das sich in allen Dingen mit den Immigranten beschäftigt. Es liegt auch ein Kongreßbeschluß in diesem Sinne vor, aber es bleibt abzuwarten, ob sich die nötigen Mittel finden werden, um ihn zu verwirklichen. Neben den genannten Instanzen, die für •die soziale Arbeit verantwortlich sind oder sein sollten — die Munizipalität •Tel- Awiw und seine Gemeinde, die Sozialabteilung des Waad Leumi und wenn man will auch die Agency — muß man noch die Institutionen erwähnen, die für Einwanderer aus Deutschland durch Initiative der Hitachduth Oie Germania geschaffen worden sind. Es besteht in Tel-Awiw eine Kommission für Sozialarbeit unter den Ein- Wanderern aus Deutschland, die dem Waad Leumi untersteht und von der ״Zentralstelle für die Ansiedlung deutscher Juden“ finanziell gestützt wird. Hier wird sowohl finanziehe Hilfe geleistet, als auch vor allem die Verbindung mit den verschiedenen anderen Instanzen hergestellt, den Leuten nachgewiesen, wohin sie sich um Arbeit, um Einschulung von Kindern, um ärztliche Hilfe usw. zu wenden haben. Aus den Erfahrungen in diesen für Juden aus Deutschland bestimmten Institutionen hat sich dann auch der Plan entwickelt, eine derartige Hilfe für all« Einwanderer zu organisieren. Kompetenzen! Kompetenzen! Bei Beobachtung der Arbeit für die Juden aus Deutschland stößt man immer wieder auf das Neben- und Durcheinander der Kompetenzen. Eine Welle von Papier und eine Flut von Tinte ergießt sich täglich von einem Büro und einer Kommission zur anderen, an jeder Stelle tritt drohend der Amts- Schimmel in de» W'eg, der bei der Teilung der Kompetenzen natürlich in erschreckendem Maße gedeiht. Sehr viel Zeit und Kraft würde bei einer entsprechenden Zentralisation gespart werden, und die Einwanderer selbst könnten sich in vielen Sachen allein helfen und wären gar nicht auf die Intervention einer besonderen Stelle angewiesen, wenn der App»- rat der sozialen Hilfe und der Arbeitsmarkt übersichtlich gestaltet würden. Außerdem sind die Mittel, die bisher zur Verfügung stehen, absolut unzureichend. Es ist wahrlich niemand im Lande daran interessiert, die Zahl der Unterstützungsempfänger anwachsen zu lassen. Andererseits sind gerade die geringen Mittel, die zur Verfügung stehen, vielfach schuld daran, daß Familien, denen man mit relativ wenig Geld zu einer produktiven Existenz hätte verhelfen können, immer mehr in Schwierigkeiten kommen, bis Not und Krankheit sie völlig von öffentlicher Unter- Stützung abhängig machen. Die umfassende Einrichtung eines modernen Sozialapparates, der sowohl Kinderwie Familienfürsorge umfaßt und sie miteinander verbindet und die Be■ Schaffung der entsprechenden Mittel dazu ist eine der wichtig• sten Aufgaben der Stadtverwaltung. Soeben DR. HARK erscheint: W1SCHNITZER Durch dl• einschlägigen Buchhandlungen eu beziehen Erich Relss Verlag, Berlin Wt 5 DIE JUDEN IN DER WELT Gegenwart und Geschieht• daa Judentums In allen Hindern Dieses Werk bringt zum erstenmal In kurz gafaStar, leicht lesbarer form aus berufener Feder •Ine vollständige Ueberslcht Ober Gegenwart/ Gaachlchta und Möglichkeiten des Judentums In allen (etwa ISO) Staatsgebilden der Welt. Umfang 433 Salten. Preis kart. RM S.SO, Leinen UM 4.80 Das wichtigste, unentbehrliche Jüdische Buch!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.