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Jüdische Rundschau · 1935-11-26 · Heft 95 (26.11.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 95 (26.11.1935)
Date
1935-11-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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beite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 95 2«. XI. 1935 Keine jüdischen Kursmakler mehr Zur Statistik der Juden I >;1s S i a t i s t i s c h e Jahrbuch für das Deutsche Reich 1935, au־ dein wir bereit:; in Nr. 93 einige Angaben verölfent* lichten, enthalt weiter Unterlagen, die für das Bild der k ü 11 f t i g e n jüdischen B e v ö 1 k e r u n g s e n t w i c k ־ Jung in Deutschland von Bedeutung sind. ln erster Linie verdienen hier die gelegentlich der Volkszählung von 1033 ermittelten Zahlen über den Frauen- 11 b e r s c 11 u II Beachtung. Nach der früheren Zählung von 1023 waren die Frauen bei den Juden im Deutschen Reich um rund 53 000 zahlreicher als die Mrinner, 1933 hatte das Mißverhältnis sich auf etwa 22 000 vergrößert. (Bei der Oesamtbewlkuung war der Ueherschuß von über 2 Millionen auf 1830 000 zuriickget'angen.) Danach kamen bei der jüdischcn Bevölkerung im Jahre 1925 auf 100 Männer 106 Frauen, im Jahre 1933 109. Betrachtet man die Gliederung der jüdischen Bevölkerung nach Geschlechtern aufgeteilt auf die einzelnen A 11 e r s g r u p p e!1, so zeigt sich, daß am 16. 6. 1933 bereits bei eien Jahrgängen von über 20 die Frauen in der Uehrr/ahi waten. F.ineri besonders hohen Frauenüberschuß hatte die Altersgruppe der Greise: bei den über 65jährigen kamen aut 100 jüdische Männer nicht weniger als 140 jüdische Frauen (bei der Gesamtbevölkerung war die Relation 100 : 121). Als Ursache dieser Erscheinung ist einmal in Betracht zu ziehen, daß gewisse Alterskrankheiten erfahrungsgemäß besonders die männliche Bevölkerung ergreifen, zum andern waren die jüdischen Frauen dieser Generation überwiegend noch nicht den Gefährdungen des Erwerbslebens ausgesetzt. I >ie mittleren Jahrgänge von 25—45 hatten 1933 bereits 111 Frauen auf 109 Männer. 1 >icse Tatsachen spiegeln sieh in den Ergebnissen der Volkszählung für den F;! 111 i I i e n s t a «1 d der jüdischen Bevolkcrnng wider. Schon am 10. (1. 1933 war die Ziffer der vcrheiraielm Flauen hei den Juden et was geringer als bei der (ie.־amtlH,v1.dkert1ng: 11.8׳ gegenüber •12,7 v. 1 i. Durchaus abwelcli.nt! von einem normalen Status waren ferner die \'ol|c1.׳־h!11ng־e!:׳ebni־־e be/uglich der Jüdinnen, die verwitwet ״der ge-cbitiieii waren: 16.5 v. H. der weiblichen judoctic״ lie\ 1 •Ikeniiig I )eutschlaiuls lebten in diesem Faiiiilii imiaiid (hei der Uezamtbecülkerung nur 10 v. 11.). Das Jahrbuch hrin• ׳׳t ferner neben den Ergebnissen der Volkszählung von l'D.j die Zahlen der im Jahre 1933 erfolgten indischen t i c!> 11 r i e 11 11 11 d S t e r h e f ü 1 1 e in Preußen. I ).1!1׳h 11 von l'i; < י!!.;:״־ eine 1 mterbrechuiig der rückläufigen I ie\a •!:׳״ ' ׳׳ 1;.׳i atu ickluii!.;' fcst/usiellcii: die Lebendgeburten aus nun juili-du״׳ Mich waren mit 191'3, die unehelichen mit 160 nicht ,,in er heb! ich höher als 1932. Auch aus Mischehen wurdi n, woiim auch in geringerem Maße, mehr Geburten ausgev. lese■!. 1 >.1״e!;en war die Zahl der Todesfälle von 5668 im Jahre l״k! aut 3018 gesunken. Im Zus.imim nh.rng damit wie mit der neuesten gesetzlicht״ Re! düng dir Mischehen seien noch die soeben erschienenen ,,statisti-elien Mutt iluiigen aus den deutschevangi!!־dien LaiKleskirclieii vom Jahre 1933“ erwähnt: 1933 wurden an1 ־. \ a!'״e!:״d1״׳judi־dH׳n Mischehen im Reich 527 Kinder geboren, aber 1185 Kinder getauft, die das erste Lebensjahr iioch mein vollendet hatten. Ferner wurden 1016 evangelisch jüdische Mischehen geschlossen, 993 Personen traten vom Judentum /11111 evangelischen Glauben (1932 nur 241), 3t1 vom evangelischen zum jüdischen Bekenntnis über. Englische Kirche und Judenfrage VAc ״Prnnkf. 711[.״ vorn 23. 11. veröffentlicht einen Berieht ihres l.ornloncr Korrespondenten, der sich mit einer englischen K i r c!! e וו d i s k u s s i 0 m über die dcutsehe j u d e 11 f r a G■ e I)k׳f;d!t. Fs heißt darin U. a.: ,. I ' i r Kin!k-iivd! s.1,n׳n!s21ij.1, ai׳-><> d a י iFrlamun? der Staat *kiivhe, hfiaSu■ si<׳i 1 .m: iiiuT 1 i׳ ri1.*!- י <;un:׳ in WomiiiHcr mit einem inner- < it־u;•י! i:t :1 Pt•.;!־:׳!, n.!:!)!■!)!;■!1 ו ie r diutM'hcii J u ti t: n f r a e. Fine Ri■-, oii1 i■ di mug!!■ de! V,1 ,11:1:1.hm^ vt ׳!'..:>'K1׳׳׳. in <K-r unter amleren s!a!Gn Wolle; 3:־ i 4:g:, di 3.1״ in hebt' Pmhlem in Di’U'-oh- 1.1n־l <>.■!;:!:.!!!! ff. J. ,.!■!! s-hu-us 1! i n tl c r n 1 ״ iur die Fordt r 1!:.; ׳ - \,.!;•■• d dd י ■:< <;:dd1 \ V i! j 7 י״ י ■ ־wi״־tn‘n!>91׳! -rhland iir. i :■־!•«.:; V'.י *־.־ wh!!r. 1 )< r F r 7, b i s 1־ h o { von f.י. ״ d : 1 י . P.! e e. <Lr o־ i >i «.n Knirtmitig des Ad■. . ■5/:, י, w . J r! .p, ,1׳ Di -iiuhrn Nachne" ׳ i ■: ־■' ■ <s lj.;/׳fm v-1:׳ K!;!! zclr brinvn ׳:־־:.'■ , ’ f di :d• ־■ R!־: ־•■■<.■•< 1\ י;׳:־׳■•• . י!in■ i! nirht n'iCzuversO-lH'ii. Fr 1 י ־-' '׳ '. D \Y ׳';,Dl41 ׳ I R«־ M׳:j: i1!.׳!»ri 11:13 £.11* seinem :•''־־! '•••'. A1!!״hl., ׳׳.!e 1 i 1U■ ihr behandelte t'ra^e di- ־■־•::.!■ :‘A'A ־ i. :!(■!1 וR::1 Volk und der 1 f■ 1 '1 . 1 ׳!! A:11־,c.' M.ti IR '('In׳ f Ton I ׳>;; : יr di1 ׳ :i.’-n׳ Au-anum D.irhci1 und das Ai 1 dd '!).־:־ d’ d d F-1 י 1• ־־ er mih ■rinn, da!.׳ die von den! ■ :!׳ . V■ - v . ־ ■ i ■ D ■ D .׳'!־■!;:Ff l'd . D'!;! l ' iii '1 DiaillHT £vl1e. f >< r W / ׳ : r!’. ■w 1!■ t\ '/■■ F'' u zi!1 d< Stlith, dal.j diuser Id- ■.■! : ■;!־ ׳•' .d ■. K: 1 :uni ׳3״ von dir ״MaUii! hat!!•, so I FD < A; . : . . 1 d ,׳ f!:. - ־ ׳ ׳d de י XurndtigiT ( ־ctze^ n<״!t!.!; d׳ .■;. di /:״;■ ו;, Als z'Ari'cr Aatni^.־!elRr;-׳piacb der IA.-■ : : \ : ■- F ־.'■ ■ d. 1 יי־■ K־ ־ .־ ־ : \'d! d t .1־;• ׳ u. h 1 I d-;11 K1n־ht*n1nit^licd R :d d!'!,,t-: , : ■ d. d ־ ׳ ר _; d.d F:r~■‘■!־rri<־hten .!!.י deutscher W .!d!.,׳;■ ׳.■d dd d .■־< ■1!י,־:■.;׳ : iiM : \>,i׳d, \!r. I);tv1s wies darauf hm. d.n'i d>! 1׳';•• : l־’v.1׳e, I)( u l ■•chland berühre, lediglidt »;ח! R: ־ :.!v• : ־:־! dad »י־ d<׳n Idncrmdern nicht za- 5• t t h t, ( d.i .:׳: : .׳ d \ -dd» vn! z u '■ ( h r c i 1, <׳ n, wir »d sich m ־!:m R: -: ■ * ..:׳ v;־.d.׳:!..־ 1;׳׳׳r. 1 )11׳ i >סוי;■ ן■ i* iG!1-r»־<lu r׳.׳iz:1e d<׳n Idh.-i v׳ m M u r i; .! m ,11.־ t 1:;rr;midt■! }!-■!tigtn An-prarhe, die narl! di!! Avdu: psDirldainu׳־.■!! in drr N'cr.-amfnlung ,,lauter! und langtl.m indi n!1-!!.di•־ ay-d■־!-־. Fmd II u!4 11 < ל e e i 1 war darauf der n ih'h'.n■ R׳׳dD<'r. Idr!)11:0(»!.׳. tlali ,■sich die Kir! ht nversatimilung not drr iv<'-׳.dFi«.11 in ein1 ׳ n R>׳. i־'c warm -!er Freundschaft hrla׳--u und dal'! sie .df'h £!'M׳cnül>cr dun Deutsthen keinerlei R i r!3 t t■ r s t u 1 1 11!1 יי amnalA•. N’ot'11 zwei andere Oppozihonelle trafen mit, hnnlaH Mt. fl. V. I.efroy van F, x e t e r und dcT l>ekann!u!1; n a ümr יי i r 1( .1 v 9 יח n!] 15 e 4 s 1 e v von Bi r תז - i ת g!1 a ׳n. Mr. I..< i.׳dv ns:F־hn.■ den Hinweis, naß sogar das Par* Inrncn! nid,! »! ׳von!raumrii ׳.viinic, eine derartige Resolution anzunr limun.!><׳!" i־in»-,«־hli«-ß1mg-amrag wurde dann jedoch mit großer Mehrheit gen»' h m i g t.“ Der Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht hat angeordnet, daß die amtlich bestellten jüdischen Kursmakler und Kursmaklerstellvertreter an allen deutschen Börsen mit Wirkung vom 22. November aus ihrem Amt ausscheiden, da öffentliche Aemfer nach der 1. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 nur noch von Reichsbürgern bekleidet werden dürfen. Die Tätigkelt der jüdischen Besucher bleibt im übrigen unberührt. Hierzu schreibt der ״Volk. Beob.“ ׳vom 23. 11. u. a. folgendes: ,,Die Börse ist bereinigt worden auf!lern Wege sachlirher Evolulion. Nur dailurel! konnte der Erfolg erriieht wcrdiii. Die Börse selbst ist dabei in ihren l'unki ion<11 nieh! im gern!״.teil beeinträchtig( wurden. Vor allem i־t aller diese Herein i1״l,!k' erfolgt ohne jeden Räcko'hb!.׳. Der N'a!ionaFuzia!ismus hat v.mh! gewußt, weshalb er diese evolutionäre Methode gewälilt hat. Denn bei zu plötzlichem Vorgehen, das die sachlichen Funktionen der Burse gestört haue, wären RucDchlaue wohl kaum rm.ocbhc) wn. mit «lenen dann das Judentum seine Notwendigkeit zu beweisen versucht hätte. Diese evolutionäre Methode, wie sie an der Börse angewandt worden ist, wird auch bei der Reinigung der Gesamtwirtschaft gehandhabt. Schauen wir nur zurück, wie sich die Stellung des Judentums in der deutschen Wirtschaft in den letzten zweieinhalb Jahren gewandelt hat! Die zielbewuüte nationalsozia'islische Politik hat diesen Erfolg eireicht, und diese Politik hatte wirklich keine ״Unterstützung“ durch zersplitterte Fensterscheiben nötig. Das Bt kcnnlnis zum Führcrgedanken verlangt die L'iiierwcrfimg unter den Führerwillvn: auch bei der Frage der Brechung des jüdisehen Einflusses im Wirtschaftsleben. Fr wird gebrochen «erden; aber das Tempo bestimmt der Führer. Es ist lächerliches Geschwätz, wenn zuweilen davon gesprochen wird, daß irgendwelche persönliche Mcinungen in der Judenfrage neben dem Willen des Führers das Tempo der nationalsozialistischen Poli ik he.inf ußlcn. Wir haben zu un-erem Kummer erfahren, in welchem Umianye die Juden das deutsche Wirtschaftslcben beherrscht haben. Dann soll man sich ab« auch klar Unlauterer Wettbewerb Hinweis anf den Jüdischen Charakter einer Konkurrenzfirma In Nr. 85 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 22. 10. 935י hatten wir über eine Entscheidung des Landgerichts Breslau berichtet, die den Hinweis auf die Zugehörigkeit eines Konkurrenten z u r j ii d i s c h e n Rasse nicht mehr als unzulässige Reklame angesehen hat. Zu einem e n t g e g e n g c s e t z t e n F r g e b n i s s e ist ein in der Hanseatischen Rechts- und Gerichts-Zeitschrift vom 16. November veröffentlichtes Urteil des Hanseatischen Oberlandcsgcrichts vom 23. August 1935 gelangt. Die Vertreter der beklagten Firma hatten bei Kunden der Klägerin diese als jüdisches Unternehmen 1x2״ ä..־ct und u. a. gesagt, Rechtsanwälten im Bunde Nationalsozialistischer Deutscher ®Juristen, sonstigen Personen und Behörden sei verboten, bei Juden zu kaufen. Das Landgericht entsprach den Anträgen der Klägerin insoweit, als es dem Beklagten verbot, zum Zwecke des Wettbewerbes im geschäftlichen Verkehr durch seine Vertrefer diese Behauptungen aufziistelien oder aufstellen zu lassen. Die Berufung des Beklagten wurde durch das erwähnte Urteil vom 23. 8. 1935 zuritckgewiescn. In den Urt c i 1 s g r ii n d e 11 heißt es u. a.: ״Die vom Bekli!:;n-n luiiycworiene Er.ige. ob ein Geschäftsmann, ohne gegen die guten Sitten zu vetMoljen. auch im Wettbeworbskampf die j!i<li,t׳he Eigenschait seiner Konkurrenten angelten darf, ist in dieser Allpemrinheit;mrh heute zu verne inen. Solange «I> ■ r Staat jiid i.elu-n Firmen da- Rreht mul die Möglichkeit zur Ausübung ihies Gewerbes beläßt, ist es nt i t den guten Sitten im Gcschäftsve rkchr 11 n - vereinbar, daß ein Konkurrent 11 n t <■ r Hinweis aut die jüdische Jä i g enschaft d er betreffenden E i » rn :1 p e r s ״ ״liehe Vorteile ־zu erringen such t. Ob und v 11׳ he Drgemnaßnahmen von der deutschen WnterDdt gegenüber der vom Judentum betriebenen Hitze zu ergreifen sind, kann nicht der Initiative des einzelnen übet lassen hle1!x־n, sondern ist Sache der zuständigen amtlichen Stelle״. Hierauf ist gerade in Feigster Zeit wiederholt öffend ich!1ingcwic-.cn worden (zu vi rgleiehcit die Verlautbarungen efes GutiFitcis Katiftnann vom 13. und 16. Äug!!--! 1935. defbrnF-iiers Stn-Fher vom 16. Auemct 103ד und des Keiei isljaiikpt.t-iiienteii Schacht vom 18. Anglist 1935). \V< rin Denn betont wird, ׳laß de י JieFnprnbFm int na׳ iunal-ozialisti-ehen Sinne nicht durch Gewalttätigkeiten gelü-t werden k.'irmc, -1!׳ו lern nur im Wege der Aufklärung tun! Gesetzgebung, so beü'ifät dir, selU!veru,1״(]ja h auch -.״!eie- Kinzebtkt!״neu, die na־׳h drm lieute geltenden Desetzen und der VerKehr-ansr-hannng ab!'il>!׳r den Rahmen des erlaubten Konkurrenzkampfes hinatisgcheml angesehen werden müssen.“ Es wurde also in dem Hinweis auf den jüdischen Charakter der Konkurrenzfirma ein Verstoß gegen § 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb gesehen. Der Beklagte hatte sich übrigens darauf berufen, daß er als langjähriges Mitglied der NSDAP, und Ortsgritppcnleifer die Bel,ange der NSDAP, gegen das Judentum wahrnehmen zu müssen geglaubt habe, während in den gerichtlichen Ent- Scheidungen hervorgehoben wird, daß nicht der Beklagte selbst, sondern seine Vertreter die Aeußerungen getan hätten, und zwar im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbes. Bezüglich der zweiten Art der aufgestellten Behauptungen betont das Oberlandesgericht ebenfalls, daß es nicht der Lauterkeit des geschäftlichen Verkehrs entspricht, wenn der Beklagte durch seine Vertreter zum Vorteil des eigen e n IJ ״ferne 11 mnts die Kunden auf Pflichten hinweist, die ihnen als Angehörigen des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen bezüglich des Verbots, bei Juden zu kaufen, obliegen. <lu!über sein, daß dieser große Einfluß nicht von heute auf morgen zu brechen ist. Es ist ungelteuer wädnlg, daß die Führung gerade die Hcreinigting der Wirtschaft von jüdischem Einfluß dt der Hand behält. Denn sonst setzen sich die weißen Juden an die Stellen der schwatzen. Und der weiße Jude ist: schlimmer als der schwarze: den .schwarzen kenn! man. während der weiße den N'ationalsozialiszuus im Munde führt und kompromittiert. Wir halten das sittliche Recht zur Bekämpfung de-, Juden, weil wir von einer anderen Rasse sind. Wir wollen höhere und edlere nien chlichere Eigenschuften an die Stellen .setzen, wo früher minderwertigere geherrscht haben. Jeder Dcutsehbiiitige, der sich wie ein Jude benimmt, und der das Hingen seines Volkes um die Heinheit seiner Art ausnutzt, Geschähe zu machen, ist uns eine Scham und muß amgemerzt ■»,erden. Der ״V. B.“ hat seinerzeit, als die Aufforderungen zur Zeichnung der Reirlmanleihrn mit den Fnters׳׳hriften auch jüdischer Hanken *!'schienen, eine Menge von Zuschriften erhalten. Als ob wir darauf noch besonders hat len aiifinerksitm gemacht werden müssen. Die jetzige Reinigung dar BSrsc von den jüdischen Kursmaklern ist *in Anlaß, zu betonen, daß die Judenfrage in allen ihren Sparten Schritt für Schritt geläst wird, und daß niemand Angst zu haben braucht, die deutsche Wirtschaft würde nicht endgültig frei vom Ein* floß der überstaatlichen Mächte ...“ * Die ״Frankf. Zeitung‘‘ teilt mit, daß von der Anordnung des Reichswirtschaftsministers über das Ausscheiden der jüdischcn Kursmakler aus den deutschen Börsen an der Berli!1 er Börse 13 Personen sowie 6 Stellvertreter betroffen werden. Bei den Börsen im Reich dürfte es sich um 9 Personen in Frankfurt a. M., und zwar 7 Kursmakler und 2 Deviscnmakler, in Hamburg um 2 Personen und in Düsseidort eine Person handeln. Es sei in Aussicht genommen, daß die in Berlin aussebeidenden Kursmakler freie Makler werden, soweit sie nicht die Altersgrenze erreicht haben. Den betreffenden bisherigen amtlichen Kursmakk'rti wird also die amtliche Eigenschaft genommen, dagegen nicht die Borsenzulassung als solche. Grunderwerb durch Juden Die ״Deutsche Richterzeituiig‘‘ vom 15. November veröffciiflicbt in ihrer Beilage ״Rechtsprechung“ einen Beschluß des Landgerichts Rostock vorn 12. August 1935, durch den die Verweigerung der vorinundschaftsgeriehtlichen Genelt 111 igung zum Verkauf eines M ü n d e I g r 11 n d s t ii c k s an einen jüdischen Käufer gebilligt wird. In den Gründen dieser Entscheidung heißt es 11. a.: ״. . . Es ist richtig, daß »•in Gesetz, wonach ein Jude nicht Eigentümer deutscheii Grund und Bo<lcns sein kann 0 1er alter zum rninclcslcn nicht melir erwerben kann, noch nicht gib1• Trotzdem ist es gehendes Rerh:, daß ein Inclc* dem-ehen Grund imd Boden nicht mehr erwerben kann. Nach tialionalsozialisliVhcr Rechtdehre ist Re׳ ht die mit uns geborene und durch unser Blut bedingte sjttliehe Leben.-oidnuriK unseres Volkes. Konkreter i:-l dieser Satz häufig von den leitenden Männern des Staates folgendermaßen fornmliert worden: Reehl i-!, was dein dein selten Volke nützt, L’n- MI!l!lllllllllllllll1nl!IIIIIIIIIIIMtllllllllllMIIHII!1lllllllllllllllllllllltn1IMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIItllllllll!IIIIIIIit1m1lllllllllm1(llllllll» 1/täcUdeH Twäafy: lUhdto-JliMdschciu recht, was ihm schadet. Danach gibt cs aFa auch verbindliches Recht außerhalb der geschriebenen Gesetze. Die Quellen» aus denen dieses Recht erkannt werden kann, sind die C,run1Fa! ze und Ziel- Setzungen fies nationalsozialistischen Staate•■־. Diese wiederum sind formuliert in den G rundsätzen der den Staat tragenden Rewegung, im Programm der .,NSDAP. Das Programm der NS|>\P. ist. aFo pellendes Recht.Danach kann nur ein Den!׳■י;!;er in! Sinne der 15 lut znguh<”׳rigk1it F ig11!״ ihn er de! tl sehen (I rund und Hudens s c i i v wie dies ja bei der Frhhofgosetzgfdnmg schon zum Ausdruck gekotnrnen ist. Das VWmundschaftsgcrirht hat al-0 die Genehmigung zum Verkauf des Grundstücks ou eine Jüdin mit Recht verweigert. Was nun die von dem Beschwerdeführer behaupteten Nachteile betrifft, die er angeblich dadurch erleidet, daß er das Grundstück anderweitig nicht so günstig verkaufen kann, so müssen die wirt- Szfhaftlichen Interessen des einzelnen Volksgenossen hinter den hier in F’rage stehenden völkischen Grundsätzen, aFo Interessen der Volksgemeinschaft, zurückstehen.“ Ariernachweis für Notare In einer in der ״Deutschen Justiz“ veröffentlichten Verf!igung des Rcichsjustizminisfers wird bestimmt, daß derjenige, der seine Ernennung zum Notar nachsucht oder zum Notar- Vertreter bestellt werden soll, den Nachweis seiner arischen Abstammung und falls er verheiratet ist, den Nachweis der arischen Abstammung seiner Ehefrau zu führen hat. Das gleiche hat ein Notar zu tun, der eine Ehe eingehen will, und ein Notarvertreter, sofern die Ehe während seiner Amtsdauer geschlossen wird. Keine Assoziierung: mit Juden Der Stellvertreter des Reich sjuristenführers hat folgende Anordnung erlassen: ״Diejenigen freiberuflichen Mitglieder des BNSDJ., die etwa noch mit Juden oder Halbjuden assoziiert sind — insbesondere Rechtsanwälte, Patentanwälte und Wirtschaftsrechtler —, haben diese Sozietät zum nächstmöglichen Zeltpunkt aufzulüsen. Soweit die Lösung eines solchen Sozietäts- Verhältnisses nicht bis spätestens 1. April 1936 möglich sein sollte, ist in jedem Einzelfall unter Angabe der Gründe auf dem Dienstweg zu berichten. Zuwiderhandlungen sind ehren* gerichtlich zu ahnden.“ Soeben DR. MARK erscheint: WISCHNITZER Durch die einschlägigen Buchhandlungen xu beziehen Erich Reiss Verlag, Berlin W15 DIE JUDEN IN DER WELT Gegenwart und Geschichte des Judentums in allen ländern Dies•• Werk bringt zum erstenmal in kurz gefaßter, leicht lesbarer Vorm aus berufener Feder eine vollständige Ueberslcht über Gegenwart, Geschichte und Möglichkeiten des Judentums In allen (etwa ISO) Staatsgebilden der Welt. Umfang 432 Seiten. Preis kart. RM 5.SO, Leinen RMl 6.80 Das wichtigste, unentbehrliche jüdische Buch!

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