Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 95 (26.11.1935)
- Date
- 1935-11-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr 95, 26 XI 935 ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Tagung der Agency-Mitglieder Zusammenarb eit Die Tagung der Mitglieder des Administrative Committee und des Council der Jewish Agency in Deutschland am letzten Sonntag, die von zahlreichen Freunden der Palästinasache besucht war, hinterließ bei allen Beteiligten infolge ihres würdigen Verlaufs und des Geistes der Zusammenarbeit, der bei ihr offenbar wurde, einen starken Eindruck. Mit großer Aufmerksamkeit wurden die Referate von Dr. Friedrich Brodnitz, Dr. Martin Rosenblüth und Dr. Michael T raub entgegciigenommen. Es war eine rechte Arbeitstagung, die ohne Pathos verlief und ein interessantes Bild von den starken inneren Verbindungen gab, die zwischen allen jüdischen Gruppen bestehen. Etwas verwundert blickt man nach dieser Tagung in die weitere jüdische Oeffentlichkeit, in der es noch so viel an Mißverständnissen gibt. Nichts davon auf dieser Agency-Tagung, auf der nach Gegensätzen zwischen Zionisten und Nichtzionisten in der Diskussion geradezu gesucht werden mußte. An der Diskussion, die sich in der Nachmittagssitzung in lebendiger Form entwickelte, beteiligten sich Arnold Wiener (Beutlien), Rabbiner Dr. Floffmann (Frankfurt), Rahbiner Hahn (Essen), Rechtsanwalt Oppenheimer (Düsseldorf), Herr Woskin (Leipzig), Dr. Franz Meyer, Hermann Schocken (Dresden), Dr. Krombach (Essen), Dr. Egon Rosenberg (Herlin), Justizrat Marxheimer (Wiesbaden), Dr. Berlak, Dr. Friedrieh Brodnitz, Max Warburg (Hamburg), Dr. Ismar Freund und Dr. Siegfried Moses. Dann hielten Dr. Rosenblüth und Dr. Traub die Schlußworte, Aus der Diskussion ist eine von Rabb. Dr. Hoffmann angeregte Aussprache über das Verhältnis der Agtuiah und des R. j. F. erwähnenswert. Es wurde hierbei insbesondere betont, daß alle Kreise der Agency daran gehen müßten, die von seiten der Trennungsortliodoxie und des R. j. F. ausgehenden Angriffe auf die Arbeit des Keren Hajessod abzuwehren und Aufklärung über die wahren Verhältnisse zu geben, die von jener Seite in der jüdischen Oeffentlichkeit verwirrend dargestellt wurden. Die Wahlen zum Präsidium vollzogen sich in voller Einmütigkeit. Mit stürmischem Beifall und ungewöhnlicher Herzlichkeit wurde der Vorschlag der Wahlkommission, Dr. Leo Baeck zum Präsidenten zu wühlen, angenommen. Ebenfalls herzlich begrüßt wurden die neuer! Vizepräsidenten Dr. Moses, Dr. Traub, Dr. Kallmann und Dr. Siegmund Wassermann. Zu weiteren Mitgliedern des Präsidiums wurden gewählt: Eli Ascher, I)r. Friedrich Brodnitz, Karl Goeritz, Dr. Max Grünewald, Frau Lola Hahn- Warburg, Dr. Otto Hirsch, Rabb. Dr. Hoffmann, Dr. Franz Meyer, Dr. Egon Rosenberg und Friedrich A. Straus. Die Personalvorschläge für den Beirat der Jewish Agency for Palestine wurden dem Präsidium des Keren Hajessod überwiesen, das demnächst den Beirat in seine Funktionen einsetzen wird. Der Verlauf der Tagung Die Tagung wurde eröffnet durch eine kurze Rede von Dr. Leo Baeck, der zunächst in warmen Worten Oscar Wassermanns gedachte. Zionisten und Nichtzionisten hätten sich in diesem Gremium vereint, ohne daß deshalb ein Kompromiß zwischen den verschiedenen Anschauungen geschlossen worden sei; sondern sie seien zusammengekommen, um sich zu ergänzen. Als symbolisch hierfür bezeichnete Dr. Baeck das Eintreten der Rciehsvertretung für das Werk des Keren Hajessod und ihre Aufforderung an die jüdische Gesamtheit, wirkliche Opfer zu bringen und dem Appell an die Gemeinden, dem Keren Hajessod, dem Beispiel der Reichsvertretung folgend, beizutreten. Das erste Referat der Tagung erstattete Dr. Friedrich Brodnitz der einen Bericht über die IV. Counciltagung der Jewish Agency in Luzern gab. Er schilderte den Eindruck und den Stimmungsgehalt jener Tage in Luzern, wo auch der Nichtzionist sich nicht der besonderen Atmosphäre zu entziehen vermochte, die von diesem jüdischen Kraftzentrum ausstrahlt. Er schilderte dann eingehend die Verhandlungen in Luzern una gab einen gedrängten Rückblick über die wichtigster! Referate. Am Schluß seiner Rede ging er auf die Frage des Zusammenschlusses der ״Nonzionists“ ein, für den er sich mit besonderer Wärme einsetzte. Als zweiter Redner gab Dr. Martin Rosenblüth (London) einen Bericht über die Tätigkeit der Abteilung zur An- Siedlung von Juden aus Deutschland in Palästina. Er ging von den aktuellen Schwierigkeiten aus, die das jüdische Wanderungsproblem bietet und erwähnte die Anstrengungen der Jewish Agency beim Völkerbund, um eine systematische Lösung dieses Problems herbeiführen zu helfen. In ausführlicher Darstellung befaßte er sich dann mit der Alijah aus Deutschland, ihrer zahlenmäßigen Größe, insbesondere im Vergleich mit der Auswanderung nach anderen Ländern, um schließlich zu einer Schilderung der Maßnahmen überzugehen, die unternommen wurden, um eine möglichst gute Einordnung dieser Einwanderer herbeizuführen. Er legte dar, in welcher Weise die Mittel des Zentralbüros für diese Aufgabe verwandt worden sind: für Bodenkäufe, für Häuserbauten (für die etwa ein Viertel der vorhandenen Mittel aufgewandt wurden), für die landwirtschaftliche Kolonisation mittclständischer Elemente, sowie für die weitere fachliche Fortbildung der hinüberkommenden jungen Menschen, die noch einige Zeit geschult werden müssen, bevor sie als ansiedlungsreif zu bezeichnen sind. Von den Anstreng u n g e n der Juden in Deutschland werde die weitere Arbeit des Zentralbüros abhängen; die aufzuwendenden Mittel, die für diese Arbeit gebraucht würden, seien nicht gering, und es werde einer großen Anstrengung bedürfen, am eine konstruktive Weiterführung der Arbeit für die nach Palästina strömenden Juden zu ermöglichen. Die Nachmittagssitzung begann mit einem groß angelegten Referat von Dr. Michael Traab über ״Die konstruktiven Aufgaben des Keren Hajessod — Planung und Verwlrklichung“. Dr. Traub erinnerte zunächst daran, daß Baron Edmond de Rothschild für die kolonisatorische Entwicklung Palästinas eine entscheidende Rolle gespielt habe und würdigte in diesem Zusammenhang auch die Tätigkeit der ICA. Er ging dann aut die Gründe ein, die zur Schaffung des Keren Hajessod führten und auf die Tätigkeit, die diese Institution in den 15 Jahren ihres Bestehens entfaltet hat. Eingehend stellte er die Leistungen des Keren Hajessod fiir das Aufbauwerk in Palästina dar, insbesondere seine Gründung landwirtschaftlieber Siedlungen und übte in diesem Zusammenhänge Kritik an der Erscheinung der Landflucht, die die berufliche Normalisierung des jüdischen Volkes gefährde. Eingehend befaßte sich Dr. Traub mit dem diesjährigen Budget des KH und der Arbeitsplanung zur Ansiedlung neuer Familien und zur Ausweitung des landwirtschaftlichen Sektors. Er schloß seine Darlegungen mit einem Appell, die Leistungen für den Keren Hajessod zu vervielfachen, um ihm die Möglichkeit zur Er- Füllung seiner Aufgaben zu geben. Nach der sehr regen Diskussion und der Wahl des Präsidiurns wurden folgende Resolutionen angenommen: I. Die Tagung der Jewish Agency-Gremien und des Präsidiurns des Keren Hajessod fiir Deutschland, die am 24. November 1935 stattfand, nimmt mit besonderer Genugtuung den Beschluß der Reichsvertretung der Juden in Deutschland zur Kenntnis, sich dem Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk E. V.) in corpore anzuschließen und die jüdischen Das Präsidium der Tagung während der Rede von Dr. Martin Rosenblüth. Von links nach rechts sitzend: Ministeriellrat a. D. Dr. Otto Hirsch, Dr. Friedrich Brodnitz, Dr. Sieg• fried Moses, Rabbiner Dr. Leo Baeck, Dr. Michael Traub. Folo: Arno Kikoler Gemeinden nachdrücklichst aufzufordern, ihrem Beispiel zu folgen. Sie erblickt in diesem Beschluß die Willenskundgebung der Vertretung der Juden Deutschlands, gemeinsam mit dem Präsidium des Keren Hajessod in Deutschland seine dem Aufbau Erez Israels dienende Arbeit mit allen Kräften zu unterstützen. ® Sie fordert das Präsidium des Keren Hajessod auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine entsprechende Beteiligung der jüdischen Gemeinden Deutschlands am Etat des KH herbeizuführen und insbesondere auf ihre aktive Teilnahme an der Aktion des Keren Hajessod zur Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina hinzuwirken. II. Die Tagung der Jewish Agency beauftragt das Präsidium des Keren Hajessod, der Aufgabe einer Aktivierung der zentraten und örtlichen Instanzen der Jewish Agency besondere Aufmerksamkeit zu widmen. III. Die Tagung der Jewish Agency verpflichtet die Mitglieder der auf ihr vertretenen Gremien, sich mit allen Kräften für den Keren Hajessod und Insbesondere fiir das volle Gelingen einer Aktion zur Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina einzusetzen. Dr. Baeck schloß die Tagung mit der eindringlichen Bitte an alle, an die Arbeit zu gellen, dem! auf jeden einzelnen komme es an. Man solle nicht viel fragen, ob Zionist oder Nichtzionist, sondern an die Verwirklichung gehen. | Bernard S. Deutsch | New York, 22. November. (JTA.) Der Vorsitzende der Stadtve:ordnetenversamn11ung von New York, Bernard S. Deutsch, ist im Alter von 51 Jahren einem Herzschlag erlegen. Die Beisetzung erfolgte am 21. November. Bernard S. Deutsch, ein hervorragender Anwalt und Kommunalpolitiker, wurde in Baltimore (Maryland) geboren, wo er auch die Schule besuchte. Seine höhere Bildung empfing er an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Er war der Führer der Gemeindereformbewegung, die bei den letzten Wahlen in New York die Tammany- Organisation schlug. Im jüdischen öffentlichen Leben hat Bernard S. Deutsch als früherer Präsident des American Jewish Congress eine intensive Tätigkeit zur Wahrung der Rechtsstellung der jüdischen Bevölkerung entfaltet. In letzter Zeit hieß es, Deutsch werde sein Amt in der Stadtverwaltung niederlegen, falls dies ohne Gefährdung der Vormachtstellung seiner Partei, der ״Fusion Organisation", im Stadtrat geschehen könnte, da er beabsichtige, einer Berufung in den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Folge zu leisten. _ Dauernde Neutralisierung Palästinas? Im ״Manchester Guardian“ wendet sich Col. Wedgwood gegen den Vorschlag von Dr. M a g n c s, Palästina grundsätzlich zu neutrassieren. Der Briefschreiber meint, daß auch die palüstincnsischcn Juden England in seinem Bestreben, gegenüber dem italienischen Angriffskrieg das von den Juden sonst immer so hochgehaltene Prinzip der Gerechtigkeit und des Schutzes kleiner Völker durclizusetzen, unterstützen müßten. — Ohne in diesem Zusammenhang auf die Frage selbst eingehen zu wollen, müssen wir doch bemerken, daß Wedgwoods Antwort insofern nicht den entscheidenden Punkt trifft, als Dr. Magnes ja eine prinzipielle Neutralisierung des Heiligen Landes für alle möglichen und künftigen Konflikte vorgeschlagen hat. Der neue Kolonialminister J. H. Thomas und Palästina Nach den vielen Gerüchten und Vermutungen, die an die bevorstehende Umgestaltung der englischen Regierung geknüpft wurden, hat sich nunmehr die Voraussage der ״Times“, daß nur verhältnismäßig kleine Ae n d e r u 11 g e n beahsichtigt seien, bestätigt. Eine Ueberrasclumg hat die Besetzung des K o 1 0 n i e n 111 i!1 i s t e r i u m s durch den bisherigen Dominion- Minister Thomas hervorgerufen, der sein Amt mit dem jungen Malcolm MacDonald tauscht. Malcolm MacDonald bleibt demnach auf Bitte Baldwins ebenso wie sein Vater in der Regierung. Er war schon vor der Teilung des Koionialaintes Unterstaatssekretär für die Dominions und behielt diesen Posten dann unter Thomas bis zum Juni d. J. Es ist bemerkenswert, daß auch jetzt wieder beide mit den überseeischen Besitzungen, bzw. Teilstaaten des britischen Empire befaßten Ministerien in der Hand der nationalen Arbeiterpartei bleiben. J. H. Thomas war bereits im ersten Arbeiter-Kabinett MacDonalds 1024 Kolonialminister. Als solcher hat er im Februar 1924 iin Unterhaus die Erklärung abgegeben, daß die Arbeiter-Regierung ״nach sorgfältiger Erwägung aller Umstände beschlossen hat, an der Politik der Verwirklichung der Balfour-Erklärung vom Jahre 1917 festzuhalten“. Diese Erklärung war insofern wichtig, als Zweifel atifgetauclit waren, ob die Arbeiter-Regierung die Politik der Kontinuität auch in Kolonialfrageii und verwandten Angelegenheiten aufrecliferhalten wird. Im September 1924 hat M׳r. Thomas einer Delegation südafrikanischer Zionisten erklärt, er sei stolz darauf, als erster A r b e i t e r ־ M i!1 i s t e r i 111 Unterhaus d i e Balfour-Deklaration neuer d i 11 g s bestätigt zu haben. Das erste Kabinett MacDonald wurde im Herbst 1924 gestürzt. Im zweiten Kabinett MacDonald war Lord Passlick! (Sidticy Webb) Kolonialminister. Unter seiner Amtsführung wurde das Ministerium, das bereits aus zwei. Departments bestand, im Juni 1940 auch in personeller Hinsicht aufgeteilt, und damals übernahm Thomas das auf diese Weise vom Kolo nialamt losgelöste Dominions-Ministerium, das er dann auch in der Nationalen Regierung beibehielt. Von dort kehrt er jetzt in das Kolonialamt zurück. Thomas, der bis zu seiner Tätigkeit als Kolonialminister fast nichts mit jüdischen Angelegenheiten zu tun hatte, hat später wiederholt Interesse an jüdischen Dingen bewiesen. Cliarakteristisch für seine Einstellung ist die Rede, die er bei einem zu Ehren von I >r. Wei/mann iin Dezember 1931 veranstaltctcn Bankett in London gehalten hat. Thomas gab damals seiner Bewunderung für Dr. Weiz 111.an 11 Ausdruck und fügte hinzu: ,,Als ich noch Ivjl1״.k1r11ini-.!cr wir, fragte man mich einmal, ob ich p r o j!i d i s c h oder p ro u r ahi sc h sei. Ich antwortete: Ich bin p r o p a 1 a s t i 11 e!1 s i s e h. 1 Vmi ich glaube, die Lrriclitung eines jüdischen Heims in 1’al.oUna bedeutet nicht eine Benachteiligung der Araber, Ich glaube, daß der Genius Ihres Volkes, seine Liebe und Hingabe ihr eine Sache nicht die arabische Sache zu schädigen braucht und auch nicht wird. Ich glaube, daß Ihr Ideal nicht Feindseligkeit ist, sondern Zusammenarbeit. Niehl nur als Mitglied der Nationalen Regierung, sondern auch als Mitglied der Arbeiterpartei — diese Etikette mag inan mir streitig machen, deren Geist nimmt man mir nicht — sage ich Ihnen, JJr. W'eizmann. Dank für das, was Sie getan haben. Sie haben uns ein edles Bci-piel gegeben, indem Sie Ihr Leben der gleiten Sache eines großen Volkes und einem großen menschliehen Ideal geweiht haben.“ Der Zufall fügt es, daß Thomas die Leitung des für Palästina zuständigen Kolonialamtes in einem Zeitpunkt übernimmt, wo der von ihm so »!!gesprochene Dr. W ei z mann wieder Präsident der Jewish Agency und damit verantwortlicher Repräsentant der zionistischen Politik geworden ist. Im übrigen darf man anuehmen, daß durch die Neubesetzung des Amtes keiner lei Veränderung im gegenwärtigen Kurs des Kolonienministeriums in bezug auf Palästina zu erwarten ist * Ueber die jüdischen Abgeordneten im neugewäiilfen engliseben Parlament (vgl. auch Nr. 93) berichtet unser Londoner J. K.-Korrespondent noch folgendes: Nach der endgültigen Feststellung der Wahlrcsultntc ergibt sich, daß der P r 0 z e n t s a t z cl c r j ü d i s c h e n Abgeordneten in allen Parteien etwa gleich groß ist. Unter den jüdischen Abgeordneten befinden sich auch einige Manner, die am jüdischen öffentlichen Leiten an sichtbarer Stelle teilnchnien. In Liverpool wurde der dortige Rechtsanwalt Sil ver man für die Labourparty gewählt. Silverman war bis zuin Jahre 1932 Vorsitzender der zionistischen Ortsgruppe in Liverpool. Sir Isidor S a 1 nt o 11 (konservativ) ist Vizepräsident des Board of Deputies und der United Synagogue, der beiden großen Organisationen des englischen Judentums. Ein anderes Mitglied des Board of Deputies ist Mr. Lyons (konservativ). Mr. Gluckstein (konservativ) ist Vizepräsident der jüd. Liberalen Synagoge und Mr. Le vy (konservativ) vertritt die spanisch-portugiesische Gemeinde (Scphardim) im Board of Deputies, Arbeitsjubiläfim Rebekka Kohuts New York, 22. November. (JTA.) Die bekannte Füllrerin der amerikanisch-jüdischen Frauenbewegung, Rebekka Kohut, feierte das 5 0 j ä h r i g e Jubiläum ihrer T ä - tigkeit auf dem Gebiet jüdischer Sozialarbeit. Aus diesem Anlaß fand zu ihren Ehren in New York ein Bankett statt, an dem etwa 800 führende Persönlichkeiten der jüdisehen Gesellschaft tcilnahmcn. Felix M. Warburg zeichnete aut dein Bankett 10000 Dollar für die von Rebekka Kohut geleiteten Wohlfahrtsinstitutionen. Rebekka Kohut, die sich insbesondere auf dem Gebiet der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Schaftung jüdischer Arbeitsnachweise verdient gemacht hat, wurde auf dem 1929 in Hamburg abgehaltcncn Weltkongreß jüdischer Frauen zur Präsidentin des ״Weltbundes jüd i s c her Frauen“ gewählt. Die amerikanische Uraufführung des Palästina-Films ״Land der Verheißung“ im Astor-Tlieater in New York hatte einen durchschlagenden Erfolg. Die ״New York Times“ hebt die besonderen künstlerischen und technischen Qualitäten des Films hervor. Bismarck Barbarossa Steinplatz 8888 (Möbeltransport, Lagerung, reise■ GEPAcKBEFÖRD, KLAVIERE, FLÜGEL. SPEDITION IM INLAND, •AUSLAND UND Obersee > GEPÄCKFAHRT < ' Barlin WU, KartaritHriamm t«4 ' BILLIGE SAMMEL■ VERKEHRE NACH PARIS, BRÜSSEL, PRAG, BUDAPEST. WIEN. AMSTERDAM, LONDON. TRIEST, BASEL atm. >8888 Humboldt Oberbaum Steinplatz