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Jüdische Rundschau · 1935-11-26 · Heft 95 (26.11.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 95 (26.11.1935)
Date
1935-11-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 J0D1SCHE RUNDSCHAU Nr. 95, 26. XI. 1935 Nr 95, 2 Instanzen, das Problem in seiner ganzen Tragweite zur Diskussion stellen. Wir alle, die hier im Lande leben, wissen, dafl es auch eine menschliche Seite hat. Menschen, die arbeiten wollen, die — auch unter bescheidenen und anstrengenden Verhältnissen — sich eine ehrliche Existenz und Ihren Kindern eine Lebensmöglichkeit aufbauen wollen, und die kein Land einläßt, werden zur Verzweiflung getrieben. Durch humanitäre Redensarten, wie sie die Vertreter der Völkerbundsstaaten schon bei der Herbsttagung 1933 und dann wiederholt in den Komitees verbrachten, ist ihnen nicht geholfen. Es muß an diese Staaten der Appell gerichtet werden: Oeftnet die Tore! Es muß von seiten der großen jüdischen Verbände und vielleicht einer besonderen, mit entsprechenden Linanzinstrumenten aiisgestatteten Organisation dafür Sorge getragen werden, daß die Einwanderer ihrem neuen Wohiiland nicht zur Last fallen, sondern sich dem Wirtschaftslebe!! eingliedern. Die arbeitswilligen •jüdischen Immigranten sind produktive Elemente, und die Jahrhunderte alte Geschichte der jüdischen Wanderungen beweist, daß oft genug ein Einw.-mderungsland keinen Schaden, sondern beträchtlichen Nutzen von dieser Einwanderung gehabt hat. Die Probleme des Platzmangels in der Welt sind für den 1 nien ebenso schwer verständlich wie manche Phänomene der Wirtschaftskrise. So wie man nicht begreift, warum in Amerika Weizen verbrannt und Schiffsladungen Kaflce versenkt werden müssen, während auf der anderen Seite der Erdkugel Millionen Menschen hungern, so ist es auch unverständlich, warum Kontinente wie Kanada, Australien, Teile Südamerikas keine größere Kimvaiuimmg vertragen, obwohl sie um ein Vielfaches dünner hoiedeit sind als andere ähnliche 1 ander. Der Druck der Not muß liier einen Ausweg Sind e 11, und obwohl wir in bezug auf die Entdeckung von Einwanderuugsmul Sicdluiigsländern skeptisch genug sind (die bisherige Geschichte aller Arten solcher 1 crritoiial-prujekte streift ja ans Groteske), meinen wir, daß die Genfer Beratungen nur dann einen praktischen Wert haben, wem! sie in dieser Hinsicht etwas zutage fördern und Genf ist "ni .;rfiir der zuständige Ort, denn dort sitze 11 viele Länder, die durch ein bißchen gelockerte Bereitschaft den Stein ins Rollen bringen könnten; mit den in Genf nit'lit vertretenen Ländern wie l 'SA. und Brasilien müßte,;111 •;gestattet mit der Autorität dieser Genfer Stmlienkoiiiniissioii, neu vorhandelt werden; adle Skepsis ist liier freilich geboten, denn wir haben keinen Wunsch mich einer Neuauflage des trotz schöner Zusicherungen später von allen maßgebenden Stellen im Stiche gelassenen Kommissariats. * Noch ein Wort über die P a 1 ä s t i 11 a - W a n d erung. Wir sprechen jetzt nicht vom ״zionistischen“ Standpunkt, der mit der Vorstellung des Jüdischen Nationalheims besfimmte ideale Forderungen verbindet, sondern vorn Standpunkt des auswaiiderungsbedürftigen deutschen Juden, gleichviel welcher Anschauung. Wir müssen anerkennen, daß die Palästina-Regierung — sowohl der I ligh Gonimissioner Wauchoge als auch die maßgebenden hohen lkaiii'.en, iwwr•omltTe der Leiter des Linwauderungs-I )epartments, Mr, Mills — für die Lage der Juden in Deutschland großes Verstandnis gezeigt hat. Man darf annchmen, daß diese Herren sich auch da ruber im klaren sind, daß an die aus Deutschland kommende Einwanderung kein sehabluiienniäßiger Maßstab angelegt werden dad. Die jetzt geltenden Einwanderungsbest im mutn ■en im'wcn sieh im großen ganzen bewähren, aber bei uiim.tciii Problem handelt es sich um das, was der Engländer ,.(fase of emcrgency“ nennt, um einen Ausnahmezustand in jeder Hinsicht. Wir möchten uns hier /uni Fürsprecher einer Kategorie machen, aus ■ehren Reihen in den letzten Tasten besonders viele Jiilferufe u׳w erreicht haben, nämlich der Personen über 35 Jahre, die kein Arbeiter- Zertifikat bekommen können, weil solche Zertifikate mir für Menschen bis 35 Jahre vorgesehen sind. Ls gibt unter diesen Menschen qualifizierte Bewerber, und wir wissen aus früheren Epochen des Palästina-Aiitbans, daß Menschen über 35 Jahre, wenn sie mir guten Willens sind und sich über das, was sie tatsächlich erwartet, im klaren sind, sich produktiv in das palästinensische' Leben eingliedern können. Von diesen Menschen, die bereits im Berufsleben stauden, häufig Familien besitzen und darum besonders tragische Fälle darstcllen, sollte ein Teil auch nach P a 1 ä s t i n a / 11 g e 1 a s s e 11 w erden. Gerade wir haben stets Verständnis dafür, daß die Palästina-Regierung sich für die Liinvaiideruiig verantwortlich fühlt und nicht jeden Wunsch befriedigen kann, aber hier ist eine M 0 g 1 i c h k e i f, L n t g e g e n k o in in e n zu beweisen und dadurch eine wesentliche Erleichterung zu schaffen. Es gibt individuell gelagerte Fälle, bei denen nach allem menschlichen Ermessen, trotzdem sie in den Rahtuen der Bestimmungen nicht exakt hineiupassen, keine Gefahr besteht, daß die Einwanderer dern Lande zur Last fallen werden. Hier kann die Palästina-Regierung hellen, so wie ja erst in den letzten Tagen auf einem anderen Gebiet, nämlich bei der Kapitalisten-Einwanderung, Erleichterungen gewährt wurden. Die Durchführung des Ruppinschen Planes — unnötig dies zu sagen — beruht natürlich auf der Voraussetzung, daß die ,,palästincnsische Hälfte“ auch in Zukunft Aufnahme finden wird. Nur nebenbei (denn sonst würden unsere Ausführungen ins Endlose wachsen) sei erwähnt, daß hierzu eine konsequente Weiterfiihrung des Umschichtu n gs-i und Hachscharah -Program ms notwendiger ist als je. * Die entscheidende Aufgabe liegt bei den Juden selbst. Unter dem Losungswort ״Selbsthilfe“ haben wir am 10. Oktober die Frage hier behandelt, heute gilt diese Losung noch in verstärktem Maße. Die jüdische Qeffentlichkeit wird gut tun, sich in bezug auf die Genfer Hilfe keinen Illusionen hinzugeben. Der Völkerbund ist mit anderen Geschäften überlastet, er hat erst kürzlich bei der Lösung der Assyrier - Fage versagt; daß für die Juden eine internationale Aktion im Stile der durch eine Völkerbunds-Anleihe ermöglichten griechischen Umsiedlung in Angriff genommen wird, wäre zwar eine gewaltige Tat, ein Aufbau- und Friedenswerk ersten Ranges, aber unter den heutigen Umständen werden wir besser daran tun, nicht damit zu rechnen. Palästina ist jetzt eine Realität, weil die Juden selbst, ohne auf anderer Hilfe zu warten, ans Werk gegangen sind. Gewiß war hier nicht nur die Not, sondern vor allem die Idee schöpferisch, Abei auch für die Hilfsaktionen anderer Art müssen die Juden ein Organ zur Durchführung der Auswanderung und der damit zusammenhängenden Li -uidations-, Transfer- und sonstigen Finanz-Fragen schaffen, das auch mit den für Palästina schon bestehenden Institutionen Zusammenwirken müßte. Zunächst kommt es darauf an, Einwanderungs- und Aufenthaltserlaubnisse zu erlangen; bei einer Gesamtaktion entfallen nur relativ wenige auf jedes Land. Ueberdies ist klar, daß jede Aktion dieser Art nur im internationalen Rahmen und mit Zustimmung aller beteiligten Faktoren funktionieren kann. Sowohl die in Aussicht genommenen Ein- ... Ich hin über 35 Jahre, und trotzdem, daß ich ein qualifizierter I landwi•rkvr hin, wurde ich vom FaLiitina-Amt vertrüget für heisere Zeilen. Ich bin seit!920 selh-Tind!״ in der Poh!ermu!xd- Bratvhe und hnW* 2ei1wvi.se 25 Arbt-iier beschäftigt. l’nd da die Arbeit dauernd nachgelassen hat, habe ich letztens überhaupt keine Arbeit nu׳hr. So habe ich mich entschlossen, mj wie alle au.szuwaridern. Zu (lit־;-,otn Zwecke habe ich mich an den 1 lilfsvercdn um Hille gewandt, aber nHit um gc-ldhche, sondern man mir irgendwo uid (inind meiner Zeugnisse und hiesigen Referenzen einen Arbeitsvcmag besrhaft!. Ihm! ich wollte nicht den Weg über die Komitees wie ein Sehnoner *wandern. Als Antwort bekam ich: *,W i r sind kein A r b c i t s r e r in i ( t 1 u ת g s b ü r o.“ Die Herren scheinen, nicht zu wi^en, daß eine An-tellung erst die Hinreise ermöglicht . -— A. Fuchs, Essen. ... Auch ich habe, wie wahrvlieinlich viele Ihrer Leser, bisher vergeblich auf greifbare Ynro'MägC von maßgebender Steile gewartet, die dieses brennende Problem in poddve Arbeit nehmen... Tau- -..oude sind es, die in ihrer Jugend und in ihren Ileirnatsoncn keine t ielegenluui hatten, mit den Zielen de .י Zionismus vertrau! zu werden, und die es heute nicht wollen, ab ..Koniunkturzionisteu“ bc’rachtet zu sein. Will man auch uns hellen? Liic tut not. — Herbert W 0 I f f, Breslau. ... Diese deutschen Juden mittleren oder höheren Alfers, denen weder PaU.Niiaa, noch sonst ein Kinwurulcrmig land offen steht, müssen zu der Ueherzeugung kommen, daß sie ihrem Schick-al, dem allmählichen Zugrtmdegt hen mangels wirDchaitlieher Kxb‘cnznv“1gliehkeit, überlassen werden sollen. Legt man sich die Krage vor. was für diese Menschen von in- oder ausländischer jüdischer Seite gc- .Ncbidit, so kommt man zum Lrgebnis: ״nichtdh — Wer von ihnen ei vva die IL-rai 11Hg*:>n־lle des I lilLvefeim in der Iloiinung aufsucht, hier Möglichkeiten für eine Auswanderung zu erfahren, verschwendet nur .seine Zeit. — Bruno Fuchs, Berlin. ... Die hange Frage, was •soll aus uns werden, bringt uns bald der Verzweiflung nahm. Ich hin 44, meine Frau 39, und meine Tochter 12-Vj Jahie ah. Wir sind also auch im besten Alter und können und wallen aibeiten und auibaueü. Das Palästina-Amt sagt, e.v he-fcht fnr uns nur die Möglichkeit, auf Orumi des Zertifikats der Kaftgotir Al (Kaoitali-i) n;c h Palästina rinzuwmndcrn; die Möglichkeit, mit der Jugcnd-Alijah nach Paliist it!a einzuwandern, beste!־! nur für Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren. Also wir .sind zu alt, und im-er Kind kt zu jung: das erforderliche Kapital von 1000 Piund Lt nicht vm handen. Hier bleiben können wir nicht, weil wir keine KksUcuz mehr haben und keine Möglichkeit mehr sehen, wieder zu einer solchen zu kommen. Kin Verwandter aus Palästina schreibt: ״Arbeius- und Yerdk'n>tmdglichkeit lindet sich, wenn ihr hier seid''* Wir können aber nicht kommen, weil wir kein ZcrtHtkai bekommen können. Wo ist die Organisation der Auswandertmgdu'tijgen? In w c 1 e 11 c * b a n d können wir geschlossen gelien? Welche Organisation könnte oder würde die Oründung einer jüdi'chcn GesclLchaft von AttxwarxLrüngdustigen in die Iland nehn!cn.J Fs wäre meiner Ansicht nach zweckmäßig, zunächst tost zustellen, wer dch einer solchen Auswande!ung>organ1sa׳.ion anrnhließen will, und zweitens, wieviel Kapital diese Organisation selbst, oder James G. MacDonald verläßt Genf London, im November. (JTA.) Wie aus Genf gemeldet wird, hat, wie bereits vor einiger Zelt angekündigt, der seinerzeit vom Völkerbund ernannte Oberkommissar für Auswandererlürsorge, James G. MacDonald, sein Amt für den 15. Dezember zur Verfügung gestellt. Mit Ende dieses Jahres hört auch das Oberkommissariat zu bestehen auf. Anfang Dezember wird, so heißt es In der Meldung weiter, noch eine Konferenz für Auswandererfragen abgehalten werden, in der über die Zukunft der Auswanderer aus Deutschland beraten werden wird. Der Völkerbundsrat wird in seiner Tagung im Januar 1936 den Bericht des Sachverständigen-Ausschusse* entgegennehmen und über den Schutz der Auswanderer endgültige Beschlüsse fassen. Der Sachverstfindlgen-Ausschuß besteht aus dem Norweger Hansson, dem italienischen Senator de Michelis, dem tschechoslowakischen Gesandten In Paris, Osuiky, dem Iran* zösischen Staatsrat Roland-Marcel und dem Engländer Sir Horace Rumboid. wanderungsländer als auch das Auswanderungsland müssen kooperieren, wenn der Aktion ein Erfolg beschieden sein soll. Es wäre also notwendig, daß von jüdischer Seite nicht Vorschläge der Genfer Kommission abgewartet werden, sondern feste Projekte dort unterbreitet werden (etwa im Sinne der Ruppinschen Vorschläge von 1933), damit möglichst bald in die praktischen Maßnahmen eingetreten werden kann. Denn man darf nicht vergessen, daß für viele Mensehen die Frage dringend ist. Sie können nicht mehr warten. Es ist keine Zeit zu verlieren. Daher geht unser Appell — und wir sprechen hier im Namen zahlloser Juden Deutschlands, gleichviel welcher innerjüdischen Richtung — vor allem an die jüdischen Organisationen und Instanzen, die die Vertretung der jüdischen Interessen zu führen in der Lage sind. ♦ Viele deutschen Juden blicken mit banger Sorge in die Zukunft. Sie haben das ungeheure Erlebnis, das ihnen beschieden war, zu bewältigen, und sie stehen vor den gewaltigen seelischen und physischen Anforderungen, die das Finden einer neuen Heimat an jeden Einzelnen stellt. Unzählige Einzelschicksale sind dies, die man vor Augen haben muß, um sich vor jeder bürokratischen Schablone freizuhalten. Diese Menschen haben vieles durchgemacht, aber ihre Kraft ist nicht gebrochen, sie ist zum Teil gesteigert, weil sie in die Realität hinausgestoßen worden sind. Vielen wurde Palästina eine Rettung, aber Zehntausende wissen nicht wohin. Oe ff net die Tore, wir wollen arbeiten, und wir werden es euch danken! — so rufen sie den Völkern des Erdballs zu. Ist eine Hoffnung, daß dieser Stimmen Chor gehört wird? die evtl, zu gründende Aktiengesellschaft aufzubringen in der Lage ist. Ich denke dabei auch daran, dali viele Au..\vanderungslu־tige durch Liquidation ihrer hie.-igeu Vermögenswerte selb־! in der Lage sein dürften, kleinere oder größere betrage nuizubnn״cn. Irrst dann, wenn die Zahl der Auswanderer und das vorhandene Kapital festgestellt ist, können m. E. Verhandlungen mit Ländern, die über Freiraum verfügen, geführt werden. Ich denke mir, elaII in diesem Falle auch vor allem mit der Möglichkeit gerechnet werden könnte, einer größeren Menge Menschen in Palästina einen Landstrich zur Artsiedlung zur Verfügung zu stellen. Fs können natürlich nur gesunde und kräftige Menschen in Frage kommen, die wirklich bei eingeschränktcster Lebensweise arbeiten wollen, und ich glauixt, dafii gerade die Menschen in den mittleren Jahren, wenn sie gesund sind, am besten arbeiten und am meisten leisten können. — Allred Fackenheim, Berlin. ... Fine Massemmswanderung ist bei der eigentümlichen Berufs- Struktur gerade dieser Altersklassen, tlic auch von der Berufsumsohiehtung nur zum sehr kleinen Teil erfaßt ■werden, tatsächlich schwer in Gang zu bringen. Es sind ja auch kaum An.-ütze vorhanden, dieses schwierige Problem ern-tlieh anzupacken. Was fehlt, ist eine intensivste Ilcschiiftigung der maßgebenden iiidhehen Stellen in Deutschland mit dieser Frage. Es müßte doch möglich sein, daß inan sieh an die großen Ueberseestaaten wendet, die bis vor wenigen Jahren noch große Au •csoder!:: 1,! ■<׳;, sehr gern atifnahmen. Allzu schwer kann es doeh nieht sein, ca. 100 000 Meit-cUcri allmählich in diese Länder zu überführen und sie geschlossen anzusiedeln, wodurch nieniandenn Lebcn-raum fco!grnomsnen wird. Die Kunde von dem gewaltigen Aufbauwerk des jüdischen Volkes in Palästina, an dem auch die deutsch•!! Juden stark beteiligt sind, wird doch sicher auch bis in diese Länder gedrungen sein. — Arthur Schlochauer, Berlin-Fricdrichslelde. . Y U ־s soll um Gottes Willen denn schließlich mit unsereiiiera ”״! ״״ der!-;!£€ sind doch Tau.scüdu! ■״•■-— gcHchtdien?., . Tch nahe mich über das gleiche Thema bereits anläßlich der Diskussion über die ״Zwischengeneratum“ in meinem Schreiben an Sie vom 2. April 1935 geäuhert. Ihre eigene luk-lüning *— heiin-ll ,,Die Zwischen« peneradon‘* in Nr. 31/32 der ,,JüiiGrhrn RundUcluuG vom 17, April 1935 , ,,daß mm endlich die maßgebenden Stellen sieh zu einer lat uufrafien mögen*‘, ist offensichtlich lautlos verhallt. Immer wieder lesen wir (ich spreche hier im Sinne der im Alter von 35 bis 45 und darüber sichenden) in Ihren Spalten, auf welche Weise die Tmsteüung und Lmtgration der Jugend befördert wird, was für Möglichkeiten der J u g e n 1־ offenstehen, wie die fugend in Palästina eine neue Heimat und Zukunft findet usw. Das i-t alles sehr gut und bedeutungsvoll; aber man kann es uns nicht übclnehmetv daß uns in erster Linie unser eigene., Wohl und Wehe unter den Fingern brennt, nicht zuletzt um der Zukunft unserer Kinder willen, und daß!vir auch über die Gestaltung unseres Daseins und über unsere Lebensmöglichkeiten gern praktische Vorschläge hören möchten, und wir fühlen uns im Verhältnis zur Jugend bitter vernachlässigt.!Man hat nachgerade die Empfindung, als würden wir als zum Sterben Verurteilte angesehen, für die es keine Wahl gelte, als früher oder später dern unerbittlichen Hungertod anheim- Zufällen. —- Dr. Waller Briich, z. Zt. Amsterdam. In einem Interview feilte Oberkommissar G. MacDonald mit, das Oberkotmnissariat werde bis zum Zusammentritt des Völkerbundsrates im Januar 1936 seine Arbeiten fortführen, dann aber werde der Völkerbund selbst die Verantwortung für das Schicksal der Auswanderer übernehmen. Die Maßnahmen, die notwendig sind, um die Tausende durch die Länder Europas wandernder Menschen seßhaft zu machen, können durch niemand als durch den Völkerbund, seinen Einfluß und seine Autorität, getroffen werden. Auf diesen Aktionskurs habe er, MacDonald, auch den Vorsitzenden des Verwaltungsweg des Oberkommissariats, Viscount Cecil of Chelwood, gedrängt. Hauptachriftleiteri Dr. Robert Welt sch, Berlin Charlottenburg » (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstcin, Berlin W 15. Anzeigenlciter u. verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Kerlin-Tentpclhof. Gültig: Anzeigcn-Freisliste 4 vom 15. Oktober 1935. Verlag und Antetgenverwaltung: Jüdische Rundschau. Berlin W 15, Mcinekestr. 10. D.-A. Oktober 37 237. — Druck; Siegfried Scholem, Bin.-Schöneberg. Menschen suchen Lebensraum Nachstehend gehen wir aus der großen Zahl der im vorstehenden Aufsatz erwähnten Briefe, die wir in der Auswanderungsfrage erhalten haben, einige Zitate wieder: Die T Com mit in Deutsch! den der Pa tigten infe Geistes wurde, ein wurden die R o s e n b I Es war ein ein interess die zwisehc blickt man lichkeit, in davon auf zwischen 7 radezu ges An det in lebendig ner (Bcutl biner Habt Herr Wosl (Dresden), lin), Justiz! rieh Brodn und Dr. S Dr. Traub Aus d! angeregte des R.j.F betont, da1 von seiten gehenden wehren ui geben, die verwirrend Die W Einmütigk! Herzlichke Dr. Leo I Ebenfalls 1 Dr. Mose! Wassermai s 1 d i u m s Brodnitz, 1 Warburg, Meyer, D Pcrsonaivc Palestine wiesen, c einsetzen Die T Dr. Leo Wasser hätten sic ein Komp geschlosse men, um zeichnete das Werk jüdische < Appell an der Reici Das c der einen Agency ir Stimmung zionist sic vermochte Er Schild« una gab Referate. 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