Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 94 (22.11.1935)
- Date
- 1935-11-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 94 22. XI. 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 Ein Roman um Deutero - Jesaia K. A. Meissinger: ״Der Abenteurer Gottes“. E. P. Tal 8־ Co., Wien. Wollte man sich mit den Grundlagen dieses Buches, dessen Autor vor Jahren eine ausgezeichnete, aus dein Essayistischen oft bis ins Dichterische sich erhebende List-Biographie geschrieben hat, in voller Breite und Tiefe auscinandcrsctzen, so müßte man sich zuerst sowohl über die Grenze zwischen Geschichte und Mythos ais auch insbesondere über die Abgrenzung von Religion und Philosophie und endlich auch über die von morgen- und abendländischem Denken verständigen. Meissinger nämlich stellt die Figur des zweiten Jesaia, dessen Leben und Wirken in der zweiten Hälfte und zum Ende des babylonischen Exils hin verläuft, mitten in das denkerische und historische Geschehen des 6. Jahrhunderts vor Beginn imserei Zeitrechnung hinein und läßt sie _ an allem, was damals gedacht, geglaubt und getan wurde, nicht nur empfangend, sondern auch handelnd tcilnelimen. Meissiiiger macht den fast ungeheuerlichen Versuch, den riesigen Geschichts- und üedankenrauni, den das 6. Jahrhundert weithistorisch mit der Bewegung der Perser gegen Babylon, Lydien und Aegypten erfüllt, mit den Erlebnissen und Ergehnissen eines einzigen Lebens, nämlich eben des Politikers, Sehers und Dichters Jesaia des Zweiten auszudichten. Wobei er sogar den dritten Jesaia, den ״Knecht Gottes“, dem das später zu so großer religiöser Rolle berufene ״stellvertretende Leiden“ aufcrlcgt war, außer Betracht läßt, soweit er ihn nicht unter der Hand ebenfalls in die Gestalt seines Helden liineinarbeitet. Dieser heißt nun Sira und ist, zu Beginn der biographisch angelegten historischen Erzählung, der junge unternehmungs- ,lustige Sohn des jüdischen Tuchhändlers Schemajah, welch letzterer noch zu Füßen des Propheten Ezechiel gesessen hat. Hier schon spielt die Thematik des Buches, der es in der Enge nicht gefällt, weil sie zu gierig ist auf das Weltweite und Welthistorische, dem Verfasser einen Streich: er kommt nicht dazu, ein lebensvolles Bild vom Dasein der Juden zu Babel zu entwerfen. Das Bild bleibt schattenhaft, undicht und daher auch undichterisch. Schon hier fühlt und ahnt man, daß dem jüdischen Volk in dem sich langsam ausbreitenden Rundgcmälde nur eine sehr peripherische Rolle zugewiesen sein wird — zugunsten allerdings des jüdischen Helden Sira, dessen Leben als das eines Auscrwählten sich jeder Räumlichhkeit und Ursächlichkeit in dem Riesenbild des bewegten und unbewegten Asien mitteilt. Nichts Geringeres nämlich wird dem Sira ben Schema’jah zugewiesen und aufgeladen, als daß er es war, der dem Perserkönig Kvros den Plan und die Mittel zu bringt zur Zer- Störung des lydisclien und des babylonischen Reiches. Er ist dein letzten Chaldäerfürsten von Babylon nicht hold als dem Zwingherrrr des jüdischen Exils. Er zieht mit einem angeworbeneu Trupp arabischer Dromedarreiter nach Norden und Osten, in den Raum der arischen Völker, uni dort zuerst Reiclitiimer (Diamanten in Indien!) zu sammeln — auch die Kunst des Diamantenschleifens holt er sich von dort — und damit die Macht des modisch-persischen Großherrn gegen das jüdische Gefängnis Babylon zu mobilisieren. Dies tut er, nicht ohne vorher seine ersten seherischen Gesichte und Gedichte den Glaubens- und Schicksalsgenossen in der babylonischen Haupt- und Großstadt zu I1i!1terlassei1. Welch eine Größe wird da dem judäischen Handelsmann Sira zugeteilt — welch eine Mission und welch eine Wirkung! Aber Geschichte und Dichtung haben das eine gemeinsam, daß sich ihr innerer, also gesetzmäßiger Trieb nicht in Uebertreibungen aiislöscn, auskosten und ausbeuten läßt, indem also diesem Sira ein Licht entlockt wird, das über den größten Teil von Asien fällt, gerinnt er selbst zu einem Schemen, zu etwas kaum noch Menschlichem und kaum noch Jüdischem. Und aus der großen Prophetengestalt wird eine Figur in der Hand eines Dichters, die jene nicht auf den zwangvollen Weg einer Entwicklung, sondern geradezu auf einem enzyklopädischen Bildungsgang über den ganzen Scheitel des 6. vorchristlichen Jahrhunderts führt. Und damit gerät der Autor und sein Werk aus dem Reichtum der Problcmc jener Zeit ins Problematische einer Geschichtsklitterung. Nämlich so: Sira nimmt aut seinen Fahrten alles in sich auf, was damals an Geistigem und Geistlichem im morgenländischen und in dem benachbarten griechischen Bezirk lag. Von einem persischen Freund und Kriegskameraden empfängt er die Weisheit Zarathustras, und sie sogar nur in ihrem positiven Teil, so daß neben Ahura-mazda, dem Inbegriff des Hellen, Ahriman, der Dunkle und Böse, zu kurz kommt. In Lydien, und zwar in Ephesus, trifft er Kraton, einen griechisehen Philosophen, Mathematiker und Arzt, und lernt bei ihm In wenigen Tagen erscheint ׳ ׳׳׳ ׳ m-rmM kinder^i ndschu{ Eine Sammlung der sdiönsten Erzählungen, Aben» teuer, Erlebnisse, Lieder, Legenden, Gedichte, Spiele und Bilder aus den drei Jahrgängen der Kinder- Rundsdiau, der von der jüdischen Jugend stets mit Spannung erwarteten Beilage der ״Jüdischen Rund» schau", vermehrt durch neue Erzählungen und Bifder. Ein Buch, an dem die Jugend selbst mitgearbeitet hat, und das ihren Geist atmet. Aus dem Inhalt: Barak, das Füllen <von C.Z. Kloctzel) — Wir erlösen den Boden — In einer Jemenitenschule — Vom Leben in Ben Scheinen ״Alijah" (Eine BUdererzählung von Ben Uri> ״ Kindergedichte von Bialik — Moschko und die Talmudfolianten — Bibbi, Ester und der Papagei (von Mascha Kaleko) — Prüfung zur Berufseägnung u.v.a. m. 112 Seiten, 155X205 mm, mit 79 Bildern Halbleinenband mit mehrfarbigem Titelbild Das schönste Chanukkah - Geschenk Preis nur RM 2,85 Bestelfen Sie bitte bei Ihrem Bndihändler oder direkt bei dem VERLAG JÜDISCHE RUNDSCHAU G. m. b. H. Berlin W 15 Meinekestr. 10 Gegen Voreinsendung des Betrages zuzügl. 30 Rpf. Porto Postscheckkonto der Verlagsabteilung: Berlin 715 76 nicht nur die griechischen Wissenschaften und Künste kennen, sondern auch Kratons schöne Nichte Artemisia, die er zum Weibe nimmt. Auch gegen Osten fährt er nochmal und tritt keinem Geringeren als dem göttlichen Jüngling Gautama Buddha gegenüber, um von ihm die Heilslebrc des Nirwana entgegenzunelimen. Es fehlt in diesem geistig edlen und vielsprachigen Kreis — Sira lernt alle Sprachen, die auf seinen Wegen liegen — mir einer, von dem er durch seinen ephcsischcn üastfreuiid Kraton Kunde aus Unteritalien bekommt: Pythagoras, der große Mystiker. Und gerade ihn hätte Meissiiiger, da er ja nun einmal mit der Geschichte umgeht wie mit einer unerschöpflichen Vermittlerin von Leitrern und Lehren, in die Handlung cinbc/ichcn können. Dann ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß Pythagoras, der vor seiner Niederlassung und Schulgrüncliuig in Kroton eine gewiß nicht kurze Zeit in den ägyptischen Klöstern verbracht hat, von dort mit anderen Gelehrten im Jahre 508, nach der Züchtigung Aegyptens durch Ncbukadnezar, nach Babylon gebracht worden ist — in das gleiche Exil, das auch den Gebildeten Judas zuteil geworden war. Wie, wenn der große Grieche von Samos zu Babel in Berührung und Meinungsaustausch mit den jüdischen ,,Fachgcnosscn“, also auch mit Sira-Jesaia, getreten wäre?!... Aber wie steht es nun mit dessen Sendung, die ja doch in der jüdischen Messiaslehrc zu gipfeln hat? Hier gerät das Buch leider in einen fast trivialen Rationalismus. Sira wird belehrt und sieht ein, daß die Wiederaufrichtung des Davidisclien Reiches in seiner alten Herrlichkeit unmöglich sei, da ja Palästina für das persische Groß reich immer die Brücke hilden müsse zu dem feindlichen und unbotmäßigen Aegypten und also aus der Oberhoheit Persiens nicht entlassen werden könne. Dies entfernt ihn von dem ursprüngliehen Sinn seines Lebens. Zwcckbewulitsein siegt über Gottesbewußtscin, weltpolitische Einsicht iibcr religiöse Entbranntlieit. Es ist ein in Wahrheit tiefer Fall des Helden, der dessen Bild, wie wir es aus seinen Schriften kennen, zerstört oder aus dem Charistisch-Religiösen ins Individuell- Problematische verrückt. Und so läuft denn die Handlung aus, wie folgt: Sira wird Diamantenschleifer und Ar/t zu Damaskus, nachdem ihm seine Fra׳־ bei der Geburt eines Sohnes gestorben ist. Er wird dem eroberungssüchtigen Kvros abtrünnig und sieht den Zweck seines so gewaltig begonnenen Lebens im Heilen und Helten unter den Armen und im Studium der Heiligen Schrift, wobei er sein Eigenes hinter den Schritten des ersten Jesaia niederschreibt. Sein Sohn Jason-Josua aber übernimmt sein persönliches Erbe. Zuletzt hat sich Sira selbst Jesaia genannt. Den Juden zu Babylon aber und gar denen, die ins Land der Väter zuriiekkehren durften, ist er Längst ahhanden gekommen. Ein Verirrter? Ein Enttäuschter? Sein Name wird zur Legende, nur seine Gottes-Kündüngen zeugen für ihn. Wir aber, an diesem Ende des Buches angelangt, schlagen das Buch der Bücher auf und lesen die aus Licht und Flammen geborenen Worte des Deiitero-Jesaia und finden dort ein ungebrochenes Bild des (iot-tesmannes, ein total unpersönliches und gesehichtsloses, das in der Größe der Rundung aufgeht und jede historische Brechung weit unter sich laßt. .Meissiiiger hat. vieles erdichtend, zuviel ausdichten wollen, er hat die Gestalt Siras zu breit mul zu allgemein genommen, also zu aufnahmefähig, als daß das menschliche Bild darunter nicht hätte leiden müssen. Was ihm gelungen ist und seinem Buch bisweilen eine fast magische Anziehungskraft gibt, das ist die Formung des Bildes einer gewaltigen Zeit. Auch wenn er Städte und Landschaften beschreibt, liegt Größe über seinem Werk, die sein fast überdimensional gedachtes Konzept rechtfertigt. Nur vor der Aufgabe, den jüdischen Menschen inmitten seines Volkes und inmitten von dessen Schicksal zäun Leben zu erwecken, versagt er. Da gibt er statt des Bildes Bildung, die übrigens auch sonst manchmal störend cingreift, so etwa bei einem Gespräch über Homer, das, psychologisicrend, seiner Zeit um ein paar Jahrtausende vorauseilt. Schna Lagerlöf hat dem Ruch ein in seiner Haltung und Zurückhaltung rührendes Vorwort geschrieben. Sie erhofft von der Vertiefung in so entlegene und gewaltige Zusammenhänge eine ״Heilung für die Seele“. Hermann Sinsheimer Im Verlag ״Unser Leben“ in Warschau sind die letzten beiden Bände von Jakob Zienemanns jiddischer ״Geschichte des Zionismus“ erschienen. Das achtbändige Werk schildert im ersten Band den religiös-mystischen Zionismus, im zweiten die Herzl-Epoehe bis zum dritten Kongreß, im dritten Herzls Kämpfe mul Verhandlungen mit den Machlen, im vierten die Entwicklung bis zu ilcrzls Tod. im fünften bis zuin Weltkrieg, im sechsten die Zeit der Balfour-i )eklaration, im siebenten bis zur Mandatsbestuligung und im achten bis zun! Jahre 1 <>55. Das populär gehaltene Werk von insgesamt etwa 1200 Seiten ist die erste jiddische Geschichte des Zionismus. dus dem Hebräischen von Dr. Max Mayer, Jerusalem!4. 1׳ orUetiong Nachdruck verboten Darm reifte in ihr der Entschluß 7,11 Almer zu gehen, «'!h-t wenn sie ihn im Oerzen des Oedlandes suchen mußte, ft ährend sie eben Issar gegenüber!Matz genommen hatte, um tu Abend zu essen, eröffriete sie ihm ruhigen Herzens: ..Issar, ich übersiedclo nach Teura.“ Issar neigte sich über den Teller mit dem Obst und brummte: ״Du willst das Lager verlassen?“ ..Ja, morgen.“ Issar beendclo gemächlich sein Mahl. Nachdem er alles niit einem Glas kalten Wassers, wie sonst, ״hinuntergespült“ halte, wandte er sich laut an die I.)asit7,enden : ״Habt ihr schon die letzte Neuigkeit gehört? Die ,Tochter des Lagers' verläßt uns.“ ,,Wirklich Ruth, du verläßt uns?“ — kamen die Leute einzeln an sie heran und fragten sie besorgt. ״Eine andere wird an meine Stelle kommen“ — anlwortele Ruth lächelnd. Die Leute des Lagers waren traurig. Tssar stichelten sie: ,AVer wird dich alten M olf jetzt mit Früchten und Gemüsen nähren, wie du es gern hast?“ Issar wischte sich den dichten Schnurrbart, stand auf und fuhr mit der Hand gowohnboilsgemäß über die vielen Taschen, die an seinem Gürtel hingen: ״Komme, wer kommen mag, ich lasse nicht von meiner Gewohnheit“ — antwortete er und wandte sich zum Gehen. , Die Nachricht, daß Ruth das Lager verlasse, war IhtpMs im ganzen Speisesaal bekannt, und als man mit dem Abendessen fertig war, wurden die Tische geräumt, und alles setzte sich um Ruth herum. Als die Zeit gekommen war, die Lichter auszulöschen, sagte man ärgerlich zu dem, der den Dienst versah: ״Laß die luchter brennen! Heute nacht blcilvon wir lange auf.“ Man begann Lieder zu singen. Ruth saß trübselig in der enggedrängten Runde. Niemand halte Issars Abwesenheit bemerk(. Als er jetzt plötzlich eintrat, gewaschen und gekämmt, mit seinem herühmten Gürtel über seiner sauberen Bluse, und feierlich mit festem Schritt mit einem Oloanderldütcnslrniiß auf Ruth zuging, verstummte das Lied. Er überreichte Ruth den Blumen- Strauß, und mit schwerem, eines alter! Mechanikers würdigem Schritt trat ei zur Seite: ״Dies ist das fünfimdzwamigsternnl, daß ich einem Mäddien Blumen überreiche“ — sagte er lächelnd zu den Umstehenden und strich mit der Hand über seine Taschen — ״die Blumen haben die Mädchen genommen, aber mich haben sie stellen lassen“. ״Hoch Issar! Hoch der Führer der Lokornollme HI!“ jubeiten ihm ringsum die Leute des Lagers zu und auch Ruth lachte mit ihnen. ״Ganz gleich, alles geht zur Großmutter des Teufels“ — lachte auch Issar mit dem ganzen Gewicht seines schweren Körpers und biß sich auf die Zunge. Am midisten Morgen gingen fünf von den Leuten des "Werks, unter ihnen der Steinl»,wer Jizehak und der Ixikomotivführer Issar von der ״Station Müde“ zum ״Weißen Haus“. Sie sagten sich wiederholt, daß sie mit dem festen Entschluß dort hingingen, eine klare Auskunft darüber zu erhalten, wohin es von der ״Station Müde“ aus gehe, und was sie in Zukunft zu erwarten hätten. Sie gingen in der festen Absicht, ihrer Erbitterung Luft zu machen, die sich in der letzten Zeit gegen das ״Weiße Ilans“ hei ihnen arigesammelt hatte, das, nachdem sie es errichtet halten, nun verschlossen wie eine Festung vor ihnen stand. In ihm war der Hebel verborgen, der sie jetzt von Station zu Station führen sollte. Nachdem sie eingetreten waren, setzten sic sich in die Sessel, die ihnen Agar anwics, und auch er setzte sich auf einen Sessel ihnen gegenüber. Seitdem Agar vor drei Jahren zu ihnen gesprochen hatte, hatte sich vieles geändert. Das Oedland halte an ihrer Haut und ihren Muskeln gezehrt, und es halle auch in Agars hreilein Gesicht tiefe Linien gegraben. ..Ingenieur Agar,“ -- sagte Ji/rhak — ..du 11a-l uns vor drei Jahren gerufen, mit dir ins Oedland liinah/uziehen. um das M erk zu errirhlen. M 11■ sind dir 111 die glühende M üste nachgefolgt und haben ihr in diesen drei Jahren un-ere Iveslen Kräl’le grvv idmel. .Mileinander sind wir gegangen. Mir haben gelernt, dir deine Gedanken wm den Augen ahztdesen, ein Morl ans deinem Munde hat genügt, daß das ganze Lager wie ein Alarm auszog, um die l eberschwcminung zu bekümpfen. Treu waren wir dem Werk. Mir vertranten darauf, daß auf diesem Ort, dessen Öednis unsere Hände ansgerollel haben, schließlich auch unser Haus sieben würde: wir vertrauten darauf, daß wir im Grunde unser eigenes Werk errichten. Wir haben die Oeilnjs ausgeräuchert, den Boden imigegraben, Und mm sollen wir wieder in ein Oedland versetzt werden, wie es die ,Station Müde‘ war, bevor wir hierlierkamen. Die Arbeilslcutc, die mit dir gegangen sind, um das Merk einer Heimat zu errichten, hast du. in Maschinen verwandelt. Aber wir sind Arbeitslente geblieben, wie wir es Maren. M’ir verbrauchen unsere .Muskehl, aber wir sehnen uns nach einem menschenwürdigen Dasein! Wir sind keine Maschinen! Sogar wenn du selbst der Helitd sein solltest, der von uns verlangte, uns wiederum zu Arlveilsinasrhinen zusammen/.»schließen, mit eigener Hand würden wir ihn zerbrechen. 1 >■■1111 wir würden nicht mehr an das Werk gla tilien. Das Work, das nicht dem Wohlo dessen dient, der an ilmi arbeitet, kann auch nicht zum M'ohle des Oedlands und der Menschheit werden, und es wäre am besten erst gar nicht errichtet worden. Besser wäre es dann, wenn die Zelte weiter im Oedland hin- und herzögen, das Oedland in seiner lirzeilllelien Pracht verbliebe, und wir nicht auf seinem Boden eine Belonmauer errichteten, die uns in aller Ewigkeit verschlossen bleibt.“ Agar hatte mit unbeweglichem Gesiebt zugeliört. Nur seine Schultern schienen wie unter der M’ucht von llammersrhlägcn, einzusinken, je weiter Jizchak sprach. Er erschrak nicht, diese Worte zu hören, aller er lauschte der Kraft der Geradsinnigkeit und des Schmerzes, die in ihnen lag, und in denen er dio Kraft seiner eigenen Idee erkannte. Mährend Jizchak sprach, sah er vor seinen Augen lausende entblößte Hände, die Erdschollen umgruben 11ml Felsen vom Platze bewegten, sah er das ganze Arbeitslager, von denen er, Agar, nur einer war.