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Jüdische Rundschau · 1935-11-22 · Heft 94 (22.11.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 94 (22.11.1935)
Date
1935-11-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr 94, 22 XI 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 Jüdische Sorgen in Frankreich Die Verschärfung der französischen Fremdengesetzgebung Von unserem Berichterstatter Paris, Mitte November 1935 Frankreich, das traditionelle Zufluciitsland all derer, die ihre Heimat aus politischen oder sonstigen Gründen verließen, das darüber hinaus nach dem Kriege auch aus wirtschaftlichen Gründen das größte Eiriwaiiderungslaml Europas war, hat bereits seit geraumer Zeit seine Fremdenpolitik einer Revision unterzogen. Sicherlich haben wirtschaftliche Gründe, die Verschärfung der Krise in Frankreich, die Zunahme der Arbeitslosigkeit usvv. eine wichtige Rolle bei dieser Umstellung gespielt, mail darf aber nicht vergessen, daß die Mißbräuche der französischen Gastfreundschaft — ein französischer Präsident, ein französischer Minister sind in kurzer Zeit von Ausländern ermordet worden ־—, die sich einzelne Ausländer zuschulden kommen ließen, die stimmuugsmälSige Grundlage für eine Fremdengesetzgebung geschaffen haben, die die Lage der Ausländer in Frankreich wesentlich ungünstiger als früher gestaltet hat. Dieser Gesetzgebung liegt grundsätzlich ein antisemitischer Charakter fern, aber p r a k t i s c h führt sie — je mehr diese Gesetzgebung durch immer neue Verordnungen entwickelt wird — zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensmöglichkeiten für die in Frankreich lebenden aus Irin di• sehen Juden, die die überwiegende Mehrzahl der in Frankreich lebenden Juden darstellen. Vom Standpunkte der jiidisehen Gcsamtsituation ergibt sich daraus eilte sehr bedenkliehe Entwicklung: Frankreich ist aus einem jüdischen Einwandenrngsein jüdisches Auswanderungsland geworden. Tausende von Juden, die infolge der neuen Gesetze heute nur noch eine kümmerliche oder keine Existenz mehr in Frankreich finden, warten sehnlich auf die Möglichkeit, sich in Palästina oder in einem anderen Lande eine neue Existenz aufzubauen. Die Grundlagen der neuen französischen Fremdengesetzgebung sind von der interministeriellen Kommission geschaffen worden, die vor einigen Monaten unter dem Vorsitz von Herriot zusammentrat. Die unmittelbare Folge dieser Beratungen war eine Verschärfung der Einwan derungsb e s ti m m 11 n g e n, sowie eine Beschränkung der Zuteilung von Arbeitskarten an Ausländer. Neue Arbeitskarten an Ausländer werden überhaupt nicht mehr oder nur in besonderen Ausnahmcfällen erteilt, die früheren Arbeitskarten werden bei der Erneuerung sorgfältig überprüft und nur darin erneuert, wenn im Interesse der französischen Wirtschaft «eine Notwendigkeit für die weitere Beschäftigung des Ausländers besteht. Zugleich wurde das Höchstverhältnis zwischen französischert und ausländischen Arbeitskräften in den Betrieben Antisemitische Welle in Polen Von unserem Berichterstatter s. Warschau, 18. November. Eine Hochflut anfijitdischer Exzesse ergießt sich seit einigen Tagen über Polen. Der Monat N 0 v e tn her ist seit (ähren in dieser Hinsicht ״traditionell‘‘ und für die jüdische Bevölkerung besonders gefahrvoll, in diesem Monat beginnen die Vorlesungen au den Hochschulen und die polnische akademische Jugend sucht ihre ersten Lorbeeren in Krawallen und Mißhandlungen ihrer jüdischen Kollegen und nicht selten auch Professoren. Sie begnügt sich aber damit nicht. Die Exzesse werden weitergetragen, in die jüdischen Vierte! und Handelsstraßen der Städte, jüdische Passanten werden überfallen, Fensterscheiben und Laden demoliert, sehr oft auch geplündert. Bald gesellen sich zu diesen Hoch- Schülern und Hochschülerinrien (diese sind dabei sehr stark vertreten), verschiedenartige Elemente, die ihre eigenen Ziele verfolgen, und so entstehen kleinere oder größere Ausbrüche, wie wir sie letztens in Warschau, Lemberg, Krakau sahen. Auch Städte, die keine Hochschulen besitzen, bleiben nicht verschont, ln Sosnowicc, Lodz und vielen kleineren Städten, besonders in Polnisch-O b e r s c h 1 e s i c n, kam es in den letzten Tagen zu judcnfcitidliclien Manifestationen. Man zählt viele Verwundete und einige Tote. Es fehlt auch nicht an neuen Methoden. Aut jüdische Synagogen und Vereine werden Dyrramitaltentatc verübt, die jüdisches Leben kosten und großen materiellen Schaden aurichten. So letztens in Sosnowicc und in Lemberg. Thorarollen werden geschändet und Polizei muß dein jüdischen Gottesdienst beiwohnen (z. B. in Tltorn). Die antijüdische Presse triumphiert. Die Regierung ist sicher für Ruhe und Ordnung, die ausführenden Organe aber kommen fast immer zu spät oder tun, als ob nichts geschelten wäre. So ist das Bild fast überall. Die jüdische Bevölkerung durchlebt jetzt sorgenvolle Tage, man weiß mancherorts kaum, was der nächste Tag bringen kann. Es ist klar, daß die antisemitische Oppositionspartei diese Aktion arrangiert, um der Regierung Schwierigkeiten zu bereiten, zumal das neue Kabinett als liberal gesinnt gilt und sich bereit erklärt hat, für das Wohl und Zusammenleben aller Staatsbürger 01111c Unterschied von Glauben und Nationalität zu sorgen. Die Juden, welche die Programmerklärungen der neuen Regierung mit Zufriedenheit aufgenommen haben, zumal sie auf wirtschaftlichem Gebiet z. B. Aufhebung mehrerer ctatistischer Maßnahmen versprach, haben aber noch keine Aenderung in ihrer Lage zu spüren bekommen, wohl aber Aktionen seitens derjenigen, die die Regierung vor der Politik der Gleichberechtigung gegenüber den Juden abhalten möchten. Interessant ist es übrigens, daß mancherorts auch die der Regierung nahestehenden Jtigcndvcrbändc siel! den antijüdischen Manifest.!- tionen anschließen, andererseits in Warschau z. B. die polnische sozialistische Jugend den Antisemiten sich schart cntgegengestcllt trat. Die polnische Juden heit, an solche Ereignisse leider seit festgesetzt, wobei die Zahl der Ausländer 10 °/0 der Belegschaft nicht übersteigen darf. Für die jüdische Bevölkerung Frankreichs nicht weniger bedeutsam als die Regelung der Lohnarbeit ist die Beschränkung der Ausübung des Berufes als s e 1 b s t ä n d i g e r Handwerker oder als Heimarbeiter, die in der Notverordnung vom 8. August 1035 feslgelegt wurde. Durch diese Verordnung wird der bisher freie Beruf des Handwerkers einer ähnlichen Reglementierung unterzogen wie die Lohnarbeit. Man will durch diese Neuregelung eine bessere Kontrolle und eine Verminderung der Zahl der ausländischen Handwerker in Frankreich erreichen, wobei im allgemeinen die seit mehr als 5 Jahren in Frankreich lebenden Handwerker unbehelligt gelassen werden. Der Ring wird jetzt durch eine neue Notverordnung vom 30. Oktober 1935 geschlossen, die auch die W a rr d e r g c w e r betreibend« 11 einer administrativen Kontrolle unterstellt, wobei die auslärulisdren Händler den Nachweis fuhren müssen, daß sic mindestens 5 Jahre in Frankreich leben. Hauet in Hand mit diesen Beschränkungen der Arbetlsmöglichkeiten für Ausländer in Prankreidi gellt eine Lrsclmcrung der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Mit der Zuteilung einer dauernden Aufenthaltserlaubnis kann man grundsätzlich mir dann rechnen, wenn man von vornherein mit einem langbefristeteil Visum der französischen Konsulatsbeliörden nach Frankreich kommt. Andernfalls muß man nach Ablauf der Dauer des Visums mit Ausweisung rechnen. Weihrend bisher die Durchführung der Ausweisungen oft von den Behörden aufgeschoben wurde und Rücksicht auf die schwicrige Lage der Betroffenen genommen wurde, hat sieh in letzter Zeit diese Praxis verschärft. Nach den letzten Not- Verordnungen vom 30. Oktober 1935 hat ein Ausländer, der gegen ein Ausweisnngsdekret verstößt, sofortige Verhaftung zu erwarten und wird sofort mit Gefängnis von 6 Monaten bis zwei Jahren bestraft. Wenn auch die Durchführung dieser Verordnung noch nicht mit aller Schärfe begonnen hat, so hängt sie wie ein Damoklesschwert über Hunderten von Ansländern, die oft — aJs Staatenlose — das Land gar nicht vorlassen können. Fine weitere Erschwerung des Aufenthalts für wenig bemittelte Fremde ist die irr den letzten Tagen festgelegte Verteuerung der ״(karte d’klentite“, deren Preis von 101 auf 220 Frcs erhöht wurde, wobei allerdings gleichzeitig ihre Gültigkeitsdauer von 2 auf 3 Jahre verlängert wurde. Man kann zusarnmenfassend sagen, daß die neue tränzösischc Fremdengesetzgebung die Zuwanderung von wenig bemittelten Ausländern nach Frankreich äußerst erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Andererseits wird die Fxisten/mogliclikeit der späteren Eirnvanderersclrichten mehr und mehr beschränkt und in Frage gestellt. Hie Masse der in Frankreich lebenden ausländischen Juden füllt in den Rahmen dieser Beschränkungen. Sie fühlt damit die volle Wucht des jüdischen Problems, der Heimatlosigkeit. Jahren gewöhnt, ist pessimistisch gestimmt, und zwar nicht so sehr der brutalen Einzclfälle wegen, als wegen der ganzen Atmosphäre, die immer feindlicher und gefährlicher wird. Nicht das milde Urteil des polnischen Gerichts in Grodno hat Aufsehen erregt, sondern Besorgnis entstellt, wenn man die Aussagen der Beschuldigten und nicht jüdischen Zeugen, die Plaicioycrs der nichtjüdischen Anwälte hört und liest. Man sicht die Mentalität eines Großteils der Bevölkerung in einer Stadt, die stolz war auf ihre große judenfreundliche Dichtcrin Elisa Orzeszkowa urui auf das langjährige har- »ionische Zusammenleben beider Bevölkerungsteile. Diese düstere Stimmung erhellt ein Schimmer der Hoffnung, die der polnischen Judcnhcit ans Erez Israel Leib Jaffe und seine Gefährten (N. M. Gelber, A. S. Juris, . Berger, P. Melzer und M. Groß) bringen. Die Jubiläumsanipagn« des Keren Hajcssod hat mit ihrem Eintreffen auch in ]'ölen begonnen. Leib Jaffe wurde vom Präsidenten der Republik in längerer Audienz empfangen und erhielt die besten Glückwünsche zum Jubiläum unseres Aufbaufonds. Jaffe sprach in Warschau, Lemberg und Lodz. Man sah bei diesen Veranstaltungen auch solche, die bisher kein Interesse an Palästina bekundeten. Besonders eindrucksvoll verlief die Palästinakonferenz in Lemberg, an welcher sich auch Prof. Schorr 1111<1 Vertreter der Nichtzionisten sowie 'Delegierte aus Ostgalizien beteiligten. Brief aus Jugoslawien Von unserem Berichterstatter Beograd, 18. November Die zionistische Tätigkeit in Jugoslawien hat ihren Höhepunkt in diesem Monat erreicht. Eine Reihe von Konferenzen lösten sich in kürzester Zeitspanne ab. Die Eroberung beider Gemeinden in Beograd durch den Zionismus ist ein Ereignis, das seine Früchte erst zeigen wird. An die Spitze der großen scphardischm Gemeinde wurde durch das Vertrauen seiner Gemeiridcnrifglieder Dr. Bukic' Pia de berufen, ein sehr bekannter und angesehener B-clgrader Arzt und Zionist. Auch die aschkeuasische Gemeinde wählte bei den vor einigen Wochen abgehaltenen Wahlen einen Zionisten, und zwar Dr. Friedrich Pops, der auch Präsident des Verbandes der Gemeinden und Vizepräsident des zionistischen Landesverbandes ist. In der größten jüdischen Gemeinde Jugoslawiens, in Zagreb, werden dieser Tage Wahlen abgehalten; ein heftiger Wahlkampf ist dort entbrannt. Drei Listen wurden aufgestellt: Erstens die gemeinsame Liste der Zionisten und der Nichtzionisten, die im Rahmender Jcwish Ankunft in Palästina Rabbi Abba köfete die Felsen von Akko; Rabbi Chanina räumte die Hindernisse der Stadt aus dem Wege; Rabbi Chlfa bar Gamda wähle sich im Staube, denn es ist gesagt: ,Ja, es lieben deine Diener seine Steine — und seinem Staube sind sie hold!" (Psalm 102, 15) b. Kc/ubot 112 a f (lltzberseizt von ■V. ,V. Glatter} Agency arbeitet. (IJstcnfiilirer Dr. Marko Horn, Vizepräsident der jugoslawischen zionistischen Exekutive.) Die zweite Liste ist die der Assimilanten, mul die dritte die der Revisionisten. In Osijek, einer der großen aselrkenasischen Gemeinden des Landes, haben die Zionisten vor einigen Wochen ihre Führerschaft für längere Zeit gesichert. Die eigentliche zionistische Tätigkeit kam im Monat November in einer großen Aktion besonders zum Ausdruck. Führende Persönlichkeiten des jugoslawischen zionistischen Lebens besuchten fast alle Städte des 1.,׳indes. Ucbcrall wurden Versammlungen abgehalten, die zur Intensivierung der zionistischen Arbeit im lande führen r.ollen. Inmitten dieser Propagandaaktiou traf aus Jer usalem Prüf. S i 1 1) e r b t! s c h vom KKL ein, der die großen Städte besucht und dort Vorträge hält. Die Konferenz der W i z o bewies, wie intensiv die Frauenarbeit in Jugoslawien ist. Mehr als 17 Gruppen mit 3000 Mitgliedern nun,•ißt die jiigo-lawi-clie Wizo. Seit der letzten Kontere!!/, die vor zwei Jahren ab::eh־!llen wurde, ist die Mitglicder/alrl sehr :!״gewachsen und die 'Eiligkeit erweitert ■Worden. Anschließend an die Koni erenz der Wi/c wurde auch die Koni erenz der J 11 11 g - \V i z ״ abgeliatteri. Der Höhepunkt der zioni-di sehen Akti m im lande ist der Besuch von 1 )!־. Joachim Prinz. Seine Vorträge sind überall überfüllt. Zahlreiche iiiclitjudEche Pci-■üiilk hl. eiten, besonders aus der wissenschaftlichen Welt, horten sie :111. Der Gedanke der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Hebräischen Universität in Jerusalem wurde svinpathEdi aiifgemmnnen. LieberalI wurden Gesellschaften der Freunde der I lebräisclici! Universität gegründet. J o s ip lierskovil Antijüdische Studenten-Unruhen in Budapest In Budapest kam es in den letzten Tagen zu antijüdischen Studenten-Unruhen. N'aeli einem Bericht des ״Herlincr Tageblattes“ vom 21. November durclt/ogcri Trupps von Hunderten von Studenten die Straßen der Stadt, rammten die Tore der Hochschulen ein, drangen in die llörsäie und verjagte 11 d i e j u d i s e 11 e 11 H o 1 e r aus d e 11 H o e 11 - Schulgebäuden. Dabei wurden sechs jüdische Hörer bintig geschlagen und etwa 20 verprügelt. Die Professoren versuchten sich den nationalistischen Studenten, die behaupteten, ihre religiösen Gefüllte seien durch jüdische Studenten verletzt •worden, entgegenznstellen, und es ״elang ihnen teilweise auch durch energisches Auftreten oder durch Zureden, die demonstrierenden Studenten aus den I lochselutlen zu entfernen. Im Anschluß daran übernahm die Polizei die Bewaclumg der Hochscliülgebäude. Kultusminister Honui! wandte sich in einer Presse• erklärung gegen die studentischen Demonstranten lind meinte, daß die Beweggründe dieser Kundgebungen noch immer nicht erkannt werden könnten. Falls die Ruhe an den Hochschulen, so erklärte er, irr einigen lagen nicht wiederhergestellt sei, werde er sieh zu Maßnahmen gezwungen sehen, die in ihrer Strenge sehr schwere Fol gen für die studierende Jugend nach sich ziehen könnten. Er sei auch bereit, nötigenfalls eine wirkungsvolle Intervention der Polizei in Anspruch zu nehmen* Die Bndapesfer Demonstrationen griffen auch auf einzelne P r o v i!1 z- U 11 i v e r s i t ä t e 11 über, ln S 7. e g e d i n zertrirmmerteii studentische Demonstranten durch Steinwürfe die Fensterscheiben des dortigen liberalen Blattes, veranstalteten vor einem Warenhaus lärmende Kundgebungen gegen dessen jüdische Inhaber, erstürmten eien Lastkraftwagen des Kudupester Blattes ״Az Fst“, das sich in seiner heutigen Nummer schart gegen die Kundgebungen der christlich-nationalen Stildentensdiaft gewandt hatte, und ver brannten auf offener Straße alle für Szegedin und Umgebung bestimmten Exemplare dieses Blattes. Der Zwischenfall in Czernowitz Bukarest, 18. November. (J I A.) l.nndesrabbincr Scnator Dr. Niemirnw e r, der (s. ״J. R.“ Nr. 91), anläßlich der Einsetzung des Metropoliten Visarion in Czernowitz vom antisemitischen Abgeordneten Rohn beschimpft und am Betreten des erzbischöflichen Palais verhindert wurde, erhielt vom Metropoliten Visarion folgendes Telegramm: ״Aufrichtigsten Dank für Ihre Teilnahme an den Einsetznngsfcierliclikeiten in der Gerriautier Metropolie. Ich bedatirc zutiefst den Zwischenfall, der sich gelegentlich der Feierlichkeiten in Cerrrauti ereignet hat, und verurteile das Benehmen desjenigen, der Sie überfallen hat. Metropolit Dr. Visarion Puiu.“ Im Aufträge des Metropoliten Visarion erschien Konsistorialrat Sandra beim Präsidenten der C/emowit/er Jüdischen Gemeinde, Dr. Mcnczer, und beim Obcriabhiner Dr. Mark, um ihnen für die Teilnahme an den Einsct/ungsfeicrlichkeiten zu danken. Konsistorialrat Sandra erklärte, Seine 1 rninerrz der Metropolit habe ihn ersucht, bei dieser Gelegenheit sein tiefes Bedauern 1111er den peinlichen Zwischenfall, von welchem Oberrabbiner Senator Dr. Nietnirower betroffen wurde, auszusprechcn. DasStaatskonservatorimn irr Saloniki hat den aus Deutschland stammenden jüdischen Cellisten Prof. Otto Horn als Lehrer engagiert. SRENIMKSS0

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