Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-11-19 · Heft 93 (19.11.1935) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 93 (19.11.1935)
Date
1935-11-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653910--27730-2689181
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite t2 WDtSCHE SUNDS CH AtJ Nr. 93, 19. XI. 1933 Kleine Nachrichten Der von Prof. Circincione gestiftete internationale Preis fiir die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Augenheilkunde ist in diesem Jahr einem jüdischen Ge* lehrten, dem Privatdozenten an der Universität Padua, Raffaele Ca m p o s zugesprochen worden. Im Bürgersaal der Stadt Bern hielt der Schweiz crische Israelitische Gemeindehund seine Dolegiertenversammiung ab. Der Präsident des Gemeindebundes, }■ Dreyfus-Brodsky, der sich aus familiären und gesundhcitliehen Rücksichten einer Wiederwahl zimi Präsidenten nicht unterziehen Wollte, wurde zürn 1. Ehrenpräsidenten ernannt. Anläßlich des 60. Geburtstages des Vorsitzenden des amerikanisch-jüdischen Aerztekomitees Dr. Nathan R a t n o f f fand in New York ein Bankett statt, wobei für die von Dr. Ratnoft geleiteten jüdisch-philanthropischen Einrichtungen sowie für die auf seine Initiative zurückzuführende Aktion zur Errichtung einer medizinischen Fakultät an der Universität Jerusalem 31000 Dollar gezeichnet wurden. Der Leiter der tschechoslowakischen Sammeistelle des Keren Kajemeth Lejisrael, 111g. Oscar Aschermarin, ist für die Jüd. Partei in den Prager Stadtrat gewählt worden. Die Synagogengemeinde Breslau hat die Absicht, Ausbildungskurse für männliche Hausangestellte für die Mitglieder der Gemeinde einzurichten. Mit Beginn des Wintersemesters hat Prof. Moritz Löwi an der Breslauer Universität seine Vorlesungen eingestellt. Er vertrat das Fach der Psychologie und Pädagogik. Vom Skandinavischen Zionismus Von unserem Berichterstatter Oslo, 11. November Der Skandinavische Zionisten-Verbaiid nahm am 4. No- *ember, nach seiner Anerkennung durch die zionistischen Instanzen, seine Tätigkeit auf. Das erste Ziel ist eine Intensivicrung der zionistischen Gedankenwelt in der skandinavischen J udenlieit und diesem Ziel gilt auch die Vortragstournce, die Dr. W. K a p I u n ־ K o g a n, der bekannte jii- (fische Nationalökonom und Wirtscliaftshistoriker, zur Zeit im Aufträge des Verbandes vernimmt. Am 10. November sprach der Redner in Oslo über das Galutliprobleni. — Rabb, J. Samuel führte den Vorsitz. 1 )er Redner stellte in historischem Querschnitt das Wesen der Begriffe: Exil, Diaspora und Oaluth dar. Zu Beginn der Versammlung hatte der Leiter des KKL, John Jakobson, in ergreifenden Worten das Andenken von Frau Mirjam Dsenselsky, der im Alter von 40 Jahren heinigegangene״ Gattin des Vorsitzenden des' Nnrsk Zionist Forening geehrt. Rabbiner Julius Samuel Tschechoslowakei und Palästina Prag, 15. November. (JTA.) A111 8. November hat der frühere Minister Dr. l'eroiitka in Vertretung des Gouverneurs der Nationalbank Prof. Engiis eine Deputation, bestehend aus den Herren Ing. Oskar Asehermann, Abg. Dr. Angelo Goldstein und Dr. Josef Rufeisen, empfangen'und mit ihnen über die Frage der nationalen Fonds und der Beziehungen zwischen der Tschechoslowakischen R e p 11 - b 1 i k und Palästina Besprechungen gepflogen. Diese Unterredung, welche das große Interesse der führenden Kreise der Nationalbank für das Palästina-Aufbauwerk zeigte, wird zur Verbesserung und Vertiefung der Beziehungen beider Länder führen. L)r. Hufeisen trat nach dieser Besprechung die Reise nach Jerusalem zur Teilnahme an der Sitzung des Bankausschusses der Jewish Agency an und wird dort im Sinne der Informationen, die er erhalten hat, verhandeln. Die österreichisch-palästinensische Wirtschafts- und Handelskammer hat ihre Büros in Wien I, Schellinggasse 1, Telephon R 27 412. Die Kammer erteil! in allen Palästina betreffenden Sachen Auskunft. Sie fungiert als österreichische Vcrtretung der internationalen Levante-Messe in Tel-Awiw und als Treuhandstcile. für Transaktionen mit Palästina. t11111111!1m111|[11111111111!111!am1111111111m!!111m1:1111!1111111111111!a11m!1!11m11!m111mM111M1111M1111m111111mn11ll11n1111ll!1t1 Briefe an die Redaktion Hillers ״Zerstörung Jerusalems Berlin den 15. N״v, mb• r 1531 Sehr ßrehrtc Kc-Hki ion! An1äl;'.;D־|j r Au!!1ihnu:^ de,-. Or-VQriu'PS (,19r Ztj-hiiu.י»| ״- rus,־!U v 1!!1 I'.!■!!-. 1• ti i i;!Tr. da י ~ \vt׳nn ich nu'h? :!rc 1939 in 1׳!.:f;k״u!L am M m uw am;׳!;:.׳ ׳׳ M um«', 1 an 1 h .u 1! (i ז m;׳!׳!׳. r R; r: 1-. 11r,: ■ h 1 - t!־r i10h1::h-!:|1 ,״ a. r 1.. ׳■ zun 1 3.׳\, \Nt-r 'h r w 1 r >■ l i v h י- Text dichter (]11׳*• ־-, O! .11111!.׳ img - \v0'-pn 1>t. l.'ml zw.!ז \s,!r nit 111־, wie in an m< mm; ■.9!<־ <, Frrtlmrtr.t i UiUcr -•v\h• r, >w.<U־ni der jüdische Th<׳o]ogu, Arzt. Philosoph. Nat uriorsrhrr und Dichter Salomon Ludwig S t e i ת h י ס m (1789- 1888), der auch sei! mt Konipoxir innen ve rfaßte und mit Iliilur inj!, mm det war. Suinhuirn hat aus ulrrdt stris ah- Texte dmms Or,!■ zu l'uüjen (nur artie hat er, wn, selber ,,"I t lepr,1|di*־’, cd. Ar. 29 — 71!־ ־.-t liäm'ig, im Dun- 9t!> n. imht' mi־׳h ab Vcrehivr ,.’!!,/.en M.mims 3’ »er iuir 91•? 70 I!re nach seimm ״* ,׳,!!••ךhUt'.ii.l, dir* r Neu- •mMmmum׳. da, (ielu-imiii.s der 9a nü.ri'iiM ן!,•!! ,,Mitmi'ci.S’ halt‘• an HiHtTr, Oratorium 7.0 enthul- Im, um da?» auücr seinem (Jro&- netten Kabb. Dr. Limas und mir wohl unter den heute Leitenden niemand weiter wissen dürfte. I lurh.whtim^'svoll Hans Joachim Schoeps ]( WhMK't, t I 9am:ns ■Vi.na.3t dir m die Et.ge gc.-t1ä׳.-l (hitzkuw, 1832 d CHEMNITZ Jubiläums ־ Kundgebung aus Anlaß des 15 jährigen Bestehen« des Keren Hajessod Sonnabend, 23, November, pünktlich 20,30 Uhr in der Großen Synagoge am Stephansplatz Dr. Michael Traub Konstruktive Selbsthilfe und die Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina Begrüßungen / Musikalische Darbietungen Keren Hajessod Komitee Chemnitz Dr. Gerendasi, Goeritz, Kahn Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Augsburg. Am 4. November fand der erste Abend der Arbeitsgemeinschalt ״Staats- und völkerrechtliche Fragen Palästinas unter Berück - sichtigung der geschichtlichen Entwicklung des Palästina-Mandats''‘ statt. Das erste Referat ״Palästina als Staat itn Wandel der Zeit bis zum Krieg“ hielt Herbert Seliger, das 2. ״Palästina itn Krieg. Balfour-Dcklaration bis zum Völkerbund-Mandat“, Dr. Ludwig Mayer. Bernburg. Am 1. Dezember feiert der ehemalige Kantor S. Abels o 11 n sein SOjähriges Orts- und Amtsjubiläur«. Bingen. Am 24. Oktober veranstaltete die ZOG. eine IIcrzI-Bialik- Feier. Die Gedenkrede hielt Herr Rabb. Dr. Lazarus, Wiesbaden. Dortmund. IV. Neuburger, Düsseldorf, sprach über ״Die zionistisch« Situation nach dem XIX. Zionistenkongreß•‘. Düsseldorf, In einer stark besuchten Veranstaltung sprach Dr. Neubeiger über ״Die zionistische Situation nach dem XIX. Zionisten• kongreß“. Eisen. In einer Veranstaltung der Ortsgruppe berichtete Dr. Neubeiger, Düsseldorf, über die Probleme des XIX. Zionistenkongresses. Insterburg, Der Ilabonitn noar chaluzi veranstaltete vom 3. bis zum 6. November eine Palästina - Ausstellung. A. Kador eröffnet« sie. Außerdem sprachen Rabb. Dr. Augapfel und Herr Kichclbaurn. Karlsruhe. I')r. Pomeranz erstattete einen Kongreßbericht in großzügiger E'cbcrschau über die Gesamtheit der Probleme. Lauphelm. Der Jüd. Jugendbund veranstaltete mit der ZOG. am 2. November eine Arbeitsgemeinschaft. Ilauptlchrcr Silbermann br־. grüßte die Ccmcindemitgliedcr. Referenten des Al>en1׳« waren Ernst Levi und Rudolf Kurz. — Martin Seliger sprach am 5. November über Palästina fragen. Magdeburg. Am 12. Oktober veranstaltete der Habonim in Gemein- Schaft mit dem Ilcchalu* einen Alijanescbcf für!Jen bisherigen 1. Vorsitzenden der ZOG., Dr. Hans Scelenfreund. Max Schließer dankte im Namen der chalnzischcn Jugend Scelenfreund fiir seine Hilfe. Mayen (Bezirk Koblenz). Di r Lehrer und Prediger Allrcrt I. c ז i kann am 30. November aut eine 25iäl1rigc Tätigkeit in der Genu inde zuinddüicken. München. Am 7. November fand die erste gemeinsame Sitzung von Vorstand und Gemeindevertretung der Israelitischen Kulnisgemeindc München statt. Dr. Oesterreich berichtete über Lage und Entwicklung der Gcmcindefinanzen. Dr. Weiler referierte über aktuelle Fragen, insbesondere Auswanderung, Umschichtung und Darlehenskassen. Unlieben. Ob• Uhrer Blumenthal, der seit 29 Jahren als Elementar• Schullehrer und Kantor in der Gemeinde wirkte, ist am 1. Oktober in den Ruhestand getreten. Würzburg. Martin Seliger, Berlin, sprach über: ״Palästina, Bedeutung und .Aufgabe“. Ankündigungen Braunschweig! Am 1. Dezember, 20.15 Uhr, bei Baron, Steinslr. 2, Kundgebung; Vorführung des Bildstreifens: ״Wir vom Baehad“. Anspräche: Rabb. Isi Brorh, Berlin, über: ״Schicksal und Weg“. — Breslau: Zion. Vereinigung. Am 20. November, 20.30 Uhr, Palästinabüro, Gartenstr. 25, Schulungskurs: Dr. Willy Cohn: Wirtschafts• geschichtc der Juden im Mittelalter, 1. Teil. — Am 24. November, 20.30 Uhr, Kleiner I.cssingsaal, Agncsstr- 5: Dr. Hans Prinz: ״Problemc des Palästina-Aufbaus. Eindrücke einer Reise“. — Düiieldorfi Am 8. Dezember, Kundgebung mit Vorführung des Bildstreifens: ״Wir vom Baehad“. — Frankfurt am Main: Wiederholung der Kundgebung: ״Wir vom Baehad“ am Sonnabend, dem 7. Dozenther, 20.15 Uhr. -— Fulda: Am 24. November, 17 Uhr, Jüdische Schule: Kundgebung mit Vorführung dos Bildstreifens: ״Wir vom Baehad“. Ansprache: Frau Dr. Tilly Zuntz, Hamburg, über: ״Wohin führt unser Weg?“ — Gießen: Am 24 November, 20.15 Uhr, Gemeindehaus, Lonystr. 4: Kundgebung mit Vorführung des Bildstrci. lens: ״Wir vom Baehad“. Ansprache: Arieh L. Händler, Frankfurt an Main, über: ״Weg der jüdischen Jugend“. — Hamburg: Wiederholung der Kundgebung: ״Wir vom Baehad“ am 3. Dezember, 20.15 Uhr, Conventgarten, Fuhlentwiete. Ansprache: Rabb. Dr. Simonsohn, Breslau, über: ״Juden — wohin?“ — Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr: Theater: ״Komödie der Irrungen“, von Shakespeare. Köln: Am 23. und 24. November, 20.15 Uhr, Gemeindehaus. —- Recklinghausen: Am 25. November, 20.30 Uhr, Gemeindehaus. Gel. scnkirchen: Am 26. November, 20.30 Uhr, Amos-Loge. Friedrich Brodnitz, Vortrag über: ״Grundlinien jüd. Kulturarbeit in Deutschland“: Aachen: Am 25. November, 20.30 Uhr. Synagoge. Dcla Lipinskaja: Dortmund: Am 23. November, 20.30 Uhr, Gemeindehaus. — Köln: Am 7. Dezember, 20.15 Uhr, Rheinland-Loge, Cäcilicn■ Straße 18-22: Kundgebung mit Vorführung des Bildstreifens: Wir vom Baehad“. — Mannheim: Am 30. November, 20.15 Uhr, August Lamey. Loge, C 4, 12: Kundgebung mit Vorführung des Bildstreifens: ״Wir vom Baehad“. Eröffnung Rabb. Dr. Lauer, Ansprache: Rabb. Dr. Uoffmann, Frankfurt am Main, über: ״Weg der jüdischen Jugend“, Am 1. Dezember, 20.15 Uhr. August-Lamey-Loge, Wiederholung der Kundgebung: ״Wir vom Baehad“, mit Arieh L. Händler, Frankfurt am Main. — Stettin: Zion. Vereinigung. Am 23. November, 20.15 Uhr, Elternabend des Habonim. Stettin, bei Karchowski-Fischer, Fricdrivh-Knrl-Sir. 3. Es spricht Schani Weinberg, Berlin, über: ״Jüdische Jugend ״— wohin führt drin Wogt“ Speech- und Sing, ciiöre, Bilder aus Krez Israel, — Wiesbaden: Am 8. Dezember, 20.15 Uhr, Kmsrrhof, Kundgebung mit Vorführung des Bildstreifens: ״Wir vom Ikicbad“. Ansprache: Rabb. Isi Broch. Berlin, über: .,Schicksal und Weg“. — Würzburg: Am 26. November, 20.15 Uhr, Turnhalle der Isr. Lehrerbildungsanstalt, Kundgebung mit Vorlührung des Bildstreifens: ״Wir vom Bai harI“, — Ansprache: Rabb. Dr. Blum, Emden, über: ״Schicksal und Weg“. Familien-Nachrichten Herr Josci Deckro und Frau Nanny, gcb. Schüftan, Eichendort (Oberschles., Kreis Oppeln), begehen am 24. November das 6Q. jährige Ehejubiläum. Frau Rosa Levi n, Allenslein, begeht am 24. November den 70. Geburtstag. Bar Mizwati «Termine Am 23. November — 27. Marchorliwan: Kdgar 11 am in erschlag, Sohn von Max. llammersrhlag, Bad Wildlingen. Am 30. November — 4. Ki.slcw: Rolf Höchster, Sohn von Nathan Höchster, LaulerbacU (Ohcrl.us-.en). Eine neuartige Ausbildungsstätte Die ״Mittleren-Schute" der Jfld sehen Jugendhilfe Aeußere Umstände, oft auch die wirtschaftliche Lage der Eltern, zwingen heute eine große Zahl der jüdischen Jugendliehen in Deutschland, Schulen oder Lehrstellen frühzeitig und ohne ordnungsgemäßen Abschluß zu verlassen. So stehen unsere jungen Menschen schon mit 14 oder 15 Jahren vor der Frage der Wahl eines Berufes, vor der Tatsache der Einordnung in das berufliche Lehen. Indessen ist es durch die veränderte Lage der Juden in Deutschland überaus schwierig geworden, den schulentlassenen Jugendlichen in größerem Maße Aushilduiigsmöglichkeiten zu schaffen. Noch schvvieriger ist die Bertifseinordming nach Vollendung der Lehrzeit, Die Jüdische juvendhilfe will deshalb den jüdisehen Jugendlichen, die hier keinerlei Möglichkeit einer Bertifsausbildnng und Bernfseiriordnung sehen, solche Möglichkeiten in Palästina schäften. Obwohl bisher schon annähernd 1000 jüdische Jugendliehe aus Deutschland uarcli die J u g c nd a I i j a 11 in den verschiedenen landwirtschaftlichen Siedlungen und jüdischen Instituten in Palästina untergebracht worden sind, ,warten noch Tausende junger Menscher!, die weder Schule noch Bcrufsmöglichkeit haben, auf ihre Ueberführung nach Palästina. Von Monat zu Monat vergrößert sich die Zahl der Jugendlichen, die ohne Schule und Beschäftigung den Gefahren der Straße ausgesetzt sind. So verlieren die Kinder eine entscheidende Zeit ihrer Entwicklung, und darüber hinaus besteht für sic die Gefahr der Verwahrlosung in menschlicher und beruflicher Hinsicht. Zwischen der Zeit, wo die Kinder Schule oder Lehrstelle verlassen und dem Tage, wo sie in das neue Berufsleben eintreten, bestellt eine Lücke. Uni sie auszufiillen, richtete die Jüdische Jugendhilfe Mittleren-Schulungsk u r s e ein. Diese Kurse nehmen schulentlassene Jugendliche auf, die entweder auf ihre Ueberführung nach Palästina durch die Jugendalijah warten, oder in der Mittlere 11-Hachscharah des HcchaUiz ausgebildct werden wollen; außerdem auch Jugendliche, die körperlich noch nicht kräftig genug sind und noch nicht die Reife besitzen, einen Beruf zu erlernen. In den Beratungen für die Jugendalijah muß man immer wieder fcststcllen, daß die künftigen Ülini von den Bcdinlingen, die sie in Palästina erwarten, noch nicht die geringste orstellung haben. Deshalb werden in den Schulungskursen die Kinder für ihre Zukunft in allen Einzelheiten vorbereitet. Diese Vorbereitungsarbeit umfaßt folgende drei Gebiete: spraditiche und palästinakundiichc Schulung, Vervollkommnung des allgemeinen Wissens, Erziehung zur Gemeinschaft. Der Lehrplan bestellt also nicht nur aus Lehrfächern, die speziell jüdische und palästinensische Fragen behandeln; es wird vielmehr darüber hinaus versucht, in mögliehst umfassender Weise den Lehrplan einer Aufbauschuhe dtirchzuführen. Man beginnt mit intensiver hebräischer Arbeit, die durch hebräische Literatur, Bibelkunde, Paiästinakunde, Oneg Schabbat und Singen ergänzt wird. Während es Schüler gibt, die schon hebräisch sprechen, müssen andere erst in die Anfangsgründe der hebräischen Sprache eingeführt werden. Bedingt durch diese Verschiedenartigkeit der Vorkenntnisse, die auch in anderen Fächern vorhanden ist, ist der Unterricht in verschiedene Gruppen eingeteilt. Durch Betonung der hebräischen Sprache in sämtlichen Lehrfächern, besonders auch im Arbeitsunterricht, werden die Jugendlichen schon hier dazu erzogen, die hebräische Sprache im täglichen Leben zu gebrauchen. Man legt großen Wert darauf, die Allgemeinkenntnisse, die die Schüler während der Schulzeit oder in den Bünden in Literatur, Wirtschaftskunde, Geschichte, Gegenwartskunde und Fremdsprachen erworben haben, in der Schule zu vertiefen und zu ergänzen. Der Unterricht in Chemie, Physik und Technologie weist die Kinder auf das spätere berufliche Leben in Palästina hin und gibt ihnen Anregungen zur Auswahl, und Ausgestaltung׳ ihres Berufes. Dem gleichen Zweck dienen auch die Werk- und Arbeitskurse, in denen die Jugendlichen mit Holz- und Eisenarbeiten beschäftigt werden — je nach Fähigkeit und Eignung. Auch Kurse im Radiobau und für Bastelarbeit sind eingerichtet worden, während fiir Mädchen ein Koch- und Nähkurs bestellt. Die Schule trägt den Charakter einer Arbeit sschule, sie will den Schülern nicht nur Wissen und Kenntnisse vermitteln, ihnen nicht nur berufliche Vorbereitung fiir Palästina sein. Sie erzieht sie darüber hinaus zu Menschen, die fähig sind, ein Leben der körperlichen Arbeit und der Gemeinschaft in Palästina zu führen. Die Gemeinschaft der Schule umfaßt Lehrer und Schüler. Der Lehrer wird von den Jugendlichen nicht als Schulmeister empfunden, sondern als älterer Freund. Da keine hemmenden Schranken bestehen, gehen die Jugendlichen in ihren Fragen und Gesprächen sehr aus sieh heraus. Man vertraut dem Lehrer nicht nur seine Interessen an, sondern auch seine Zweifei. So kann •der Lehrer mit den jungen Menschen ohne eine trennende Kluft über alle Fragen sprechen. Uebcr den Rahmen der Schule hinaus schaffen Sport, Fahrten lind Aussprachen Gnippengcmeinsdiaften, die später oft zur gemeinsamen Vorbereitung und danach zur gemeinsamen Alijali führen. Die größte Schwierigkeit des Sehulwerkes besteht darin, daß noch nicht genügend Lehrkräfte vorhanden sind. Die Zahl der Schüler beträgt augenblicklich 15t). Xaver Feder mann Juden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, )9. November: Prag (470). 12.55: U, a. Korngold. — War-diiiu (1345). 20.10: U. a. Mos7.U0sv.-ki. — Bukarest (365), 21.45: U. a. Goldmark. — O-lo (1154), 22.15: U. a. Olfenbach, London Nation (1500), 23.20: IJ. a. Mendelssohn. Mittwoch, 20, November: Wien (507), 16.05: Schnllpiattcn, u. a. Mahler. — Beromünster (540), 17: OfieiibaeU-KanzcU; 19.20: Arabische Sprache, Literatur und Musik. — Paris Radio (1648), 18,30: U. a. Mendelssohn. — London (342), 22.15: U. a. Mo»*, kowski. — Wien (507): 22.10: U. a. Meyerbcer; 23.25: Schallplatten, u. a. Joseph Schmidt. Donnerstag, 21. November: Wien (507). 13.10: St ■hallplatten, a. a. Mahler, Schreker. — Kitlnmlht.)g (1261), 20.10: I'. a. Castelnuovo- Tetfesro. — Stockholm (1389), 20: Lieder ohne Worte, von Men• debsohn. — Laibach (569), 21.15: U. a. Petras: Nachruf an Mendcl-sohn. —. London National (1500), 23.20: U. a. Weinberg«. —■ Luxemburg (1304), 23.30: D. a• Ottenbach. — Hilversum (1876), 20.50: MinMcrpiiisident Dr, Colijn spricht 7,tigmy-dcn der Aktion fiir jüdische Invaliden. Freitag, ZI. November: Hilversum (1875), 16.40: U. a. Mahler. — London (342), Ilande!: Israel in Aegypten. — Luxemburg (1304), 22.05: U. a. Moszkowski, iMendcls.olm. Wien (507), 22.10: U. a. Olfenbacli. Sonnabend, 23. November: Wirn (507). 13.10: Schallplatte«, u. a. Die Jüdin, von llalevy. — Kalundborg (1261), 15: U. a. Rubinstein. — London (342), 21: U. a. Mendelssohn. — Paris P.'I.F. (432), 21.30: U. a. Handel: Jutlas Makkahiius. — Toulouse (329), 22: Oifenbacti. — Warschau (1345), 22 (potn. Zeit): Leib Jaflc: ״Wenn ein Land aulgebaut wird — wenn ein Volk sich erhebt" (Vortrag in hebräischer Sprache),

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.