Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 93 (19.11.1935)
- Date
- 1935-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 93, 19. XI. 1935 Nr. 93, Reichsminxster Dr. Goebbels über die jüdische Kulturarbeit in seiner Rede hei der Jahrestagung der Rciehskulturkämm er kam Reichsminister I »1. Goebbels auch auf die Kulturtätigkeit der Juden zu sprechen. Gemäß den Zei* tungsberichten erklärte er hierzu: ״Die Reichskulhirkammer ist heute Juden re in. Es ist Jm Kulturleben unseres Volkes kein Jude mehr tätig. Ein Jude kann deshalb auch nicht Mitglied einer Kammer sein.“ Dagegen seien, so führte der Minister weiter aus, den Juden in großzügigster Weise Möglichkeiten zur Pflege ihres kulturellen Eigenlebens gegeben worden. Der Reichs• ■verband der jüdischen Kulturbünde umfasse 110 000 Mitgfieder und unterhalte drei jüdische Theater, sowie mehrere eigene Orchester mit dauernden Veranstaltungen jeder Art in fast allen Städten des Reiches. Nur die Pflege der deutsehen Kultur sei den Juden unterbunden, wie ja umgekehrt auch kein deutscher Künstler den Ehrgeiz habe, sich am jüdischen Kulturleben zu beteiligen. Die Juden in der Statistik Das ״Statistische Jahrbuchfürdas Deutsche Reich 1935“ ist soeben erschienen. Es enthält wieder eine Reihe interessanter Daten über die Juden im deutschen Staatsgebiet. Es’ ist bemerkenswert, daß die Statistik diesmal ausdrücklieh von ״Olaubensjuden“ spricht; eine rassische Erfassung hat noch nicht stattgefunden. Insgesamt lebten nach der Zählung von 1933 499 682 <=* 0,8 0־״) Juden im Deutschen Reich, darunter 238 747 männliehen Geschlechts. In Preußen waren 361 826, in Berlin 160 561, in Bayern 419)9 Juden. 400 935 Juden (80,2 ״-<) waren Reichs- Inländer, 98 7-17 (19,8 סי׳) Reichsausl.inder. Am stärksten vertreten sind die Polen mit 56-181) (11,3״׳׳), es folgen Oesterreich mit 4617 (6,9°״), Tschechoslowakei mit -1275 (0,9 "'״). lieber die beruflich e u 11 d s o 7 i a I e Gliederung der Juden erfahren wir. dal! 111 Handel und Verkehr 117 314 <61,3 l0״), ui Industrie und I lamlvvcrk 55 655 (Z 1,1 ׳!״), in off entliciiem Dienst und prienter Dienstleistung 29 97-1 (12,5 ״י׳) und in häuslichen Diensten )377 (1,4'״׳) jüdische Hrwerbspersonen tätig waren. Die soziale Gliederung ist wie folgt: Selbständige 1101199 (-16 ■״י) Erwerbspersonen Mithelfende Angehörige 23!60 (<),!״ (81>!־ Beamte 2 275 (1 ״ (01־ Angestellte 86 ->59 (33,5 ״'o) ״ Arbeiter 28921 (8,7״ (״״ Hausangestellte 2 <»61 (1,2 6״) Berufslose Selbständige 2-16 .|S7 61Q1! Wieviel Mischehen gibt es? Dr. H. G ö 11 n e r, Referent in der Abteilung für Erb- und Rassenpflege des Reichsgesundheitsamtes, veröffentlicht eine Untersuchung über die Zahl der gegenwärtig bestehenden Mischehen. Er weist darauf hin, daß es sich bei den zahlenmäßigen Unterlagen nur um Nachweise nach rein konfessionellen Gesichtspunkten handeln könne, und daß, da das nötige statistische Material fehle, alle diejenigen Mischehen imberücksichtigt bleiben müßten, die von getauften Juden, von konfessionslosen Juden und von halbiüdisclien Ehepartnern eingegangen worden seien. S. Welüsch habe in der ״Zeit- Schrift für Rassenkunde“ für Deutschland zwei Millionen Menschen in it jüdischem Blutsanteil, das sei das Vierfache der Konfessionsjuden, errechnet. (Diese Ziffer liegt noch um 25 ״<״ höher als die bekannte Schätzung von Ministerialrat Conti.) Bei Zugrundelegung dieser Zahl wäre mit 200 000 bis 300 000 solcher Mischehen zu rechnen, bei denen ein Ehepartner irgendwie jüdisch versippt sei. Die Zahl der Mischehen im üblichen Sinne dagegen — mit einem volljüdischen Ehepartner — dürfte mit 100 000 anzusetzen sein. Die Betrachtung der durch die Religionsstatistik nachgewiesenen Ehen ergebe, daß im Reichsgebiet von 1901 bis 1933 insgesamt 42 152 Mischehen geschlossen worden seien. Ihnen gegenüber ständen rund 118 000 rein jüdische Eheschließungen. Der Anteil der Mischehen auf das Tausend der Gesamteheschließungen sei ständig an gestiegen, auch in der Nachkriegszeit. Besonders hohe Zahlen ergäben sich in den Großstädten, wo die meisten Juden wohnten. Während im Reich auf 100 rein jüdische Ehen 1901 rund 17 Mischehen gekommen seien, seien es in Berlin im gleichen Jahre 33 gewesen. Demgegenüber habe bisher die stetige Abnähme der rein jüdischen Ehen gestanden. (In der ״Jüd. Rundschau“ wurde bereits am 25. 7. 33 von dem Statistiker Ernst Kahn eine Berechnung der mutmaBlichen Zaht der Nichtarier versucht, wobei er zu wesentlieh niedrigeren Schätzungen kam. Die Zahl der Mischehen zeigt, wie weit die Assimilation und vollständige Auflösung des Judentums in Deutschland vorgeschritten war, denn in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle gehörten die Abkömmlinge der Mischehen bekenntnismäßig nidit mehr zur jüdischen Gemeinschaft. — A. d. Red.) Ein Anfechtungfsurteil Mit der Anfechtung einer Mischehe hatte sich das Reichsgericht lt. ״Frankf. Ztg.“ v. 16. 11. in einem Urteil vom 22. August zu beschäftigen. Im Rahmen eines Scheidungsprozesses hatte die beklagte arische Frau widerklagend die Ehe wegen Irrtums über die niclitarisehe Abstammung des Mannes angcfochten; sie hatte beim Obcrlandesgcricht Düsseldorf Erfolg, weil dieses als erwiesen ansah, daß die Frau die nichfarisclic Abstammung ihres Mannes bei der Eheschließung und in den mehr als 20 Jahren ihrer Ehe nicht gekannt habe. Es handelte sich alsoum einen wirklichen Irrtum der Frau über eine persönliche Eigenschaft des Mannes. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stellt dann auch die Erheblichkeit jenes Irrtums fest und spricht seine Ueberzeugtxng aus, daß <lk Frau bei Kenntnis der Sachlage den Mann nicht geheiratet hätte, da ״auch schon vor dem Kriege die Eheschlie- Düngen zwischen arischen Frauen und j ü d i - sehen Männern zu den Seltenheiten gehört hätten“. Auf die Revision desj Mannes hat das Reichsgericht das Urteil anfgt'hohcn, weil die Feststellung eines solchen nach der Lebenserfahrung ungewöhnlichen Irrtums verfahrensrechtlich nicht einwandfrei zustandegekommen sei. Die Revision hatte weiter geltend gemacht, daß die Frau sich auch durch die Kenntnis von der Abstammung des Manlies nicht an der Eheschließung hätte hindern lassen; denn ״in Künstler- und Theaterkreisen, zu denen die Eheleute gehörten, habe man sich schon damals von mancher sonst noch beobachteten Hemmung freigemacht“. Dieses Vorbringen wies das Reichsgericht zurück, weil die damals angegriffene Feststellung des Obcrlandesgerichts auf tatsächlichem Gebiet liege und deshalb der Nachprüfung durch das Revisionsgcricht entzogen sei. * ln Köln fanden, wie der ״Westdeutsche Beobachter" berichtet, zwei Prozesse gegen arische An geklagte wegen rassesch änderischer Bezieh u ngen zu Jüdinnen statt. Ein Erwerbsloser wurde deshalb zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Amtswalter der Partei, der Beziehungen zu einer Jüdin unterhalten hatte, Ende 1933 deswegen schon verwarnt und vor einiger Zeit aus der Partei ausgeschlossen worden war, wurde mangels Bcweises freigesprochen; er und die Frau bestritten, daß nach Erlaß der Nürnberger Gesetze bei Zusammenkünften noch strafbare Handlungen vorgekommen seien. Verurteilter Denunziant In einer Nachricht des DNB. wird über die Verurteilung eines Mannes namens Martin Hauswirth berichtet, der seine bei einer jüdischen Familie in Bruchsal angcstcllte ledige Nichte zu Unrecht rasseschänderischcr Beziehungen zu ihren jüdischen Arbeitgebern beschuldigt hatte. Als sich die LI!!- richtigkeit hcrausstelltc, wurde der Mann zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Dazu bemerkt DNB.; ,,immer wieder wird von :Htdiinrli-iclisn Zeitungen dax Greuelmärchcn von der Keelillo'.igkeit der Juden in Dcuisi-Iilninl aufgew■iirini. Besonders die ״Times“ ver-archt. duieh Briefe au״ dem Leserkreise die öffentliche Meinung in dieser Rirlitung zu hecinflns.cn. Der vorliegende Fall In-weist die völlige 11alll<oigkcit dieser <!reuellmn■». Die Verurteilung des Drruinziiinten I lau-nvirllt zeigt itn Gegi-nl eil. daß in Deutselilaml scharf ilnreligeeriffen wird, wenn sieh die grundlo-e \’crdäditigung eines Juden herausslclit. Der Fall ״llauswirili" beweist neuerlich, daß der Jude in Deutschland nach Maßgabe der geltenden Geseire d< n glt irhen Reehtssrhntr wie jeder Reiehshtirger genießt.'• Der ן Aristokrat nen Mosk Bibel stui auch die groin von dem furch gcfültls u dem Stau: Kreise jui den jücfis auszubikk risches Sa eine klein einen Bei Scholcm der russi! wickelt si den Hera führen, d Tolstoi b ״Was Tolstoi au sein, die interessier sein, als ( weil sie , überhaupt diese Lie da ich Ju gute Men ln jei ״Drei Le) abgeklärt! Ertrag di englisch t tcrblieben Hornel b sondern v Kundgebt Menu Sehr wichiig־ sind die Angaben über die Altersschich* tun g der Juden in Deutschland, über die wir folgendes erfahren: Aller Zahl allg. Bevolk*. run(!1«t«nJ % % unter 6 24 31S 4,9 9 6 11 5-1 786 11 14 14-16 7 115 1,4 2 16—20 20 717 4,1 5,8 20—25 34 313 6,9 9,5 25 -45 160 210 32,1 32 45—65 145 546 29,1 29,7 über 65 647 52 ־ 10,5 7 Diese Aufstellung zeigt insbesondere die ungesunde Verteilung der älteren Jahrgänge über 15 fahren, die weit über den allgemeinen Bevölkerungsstand hinaus vertreten sind. 39,6 Prozent der jüdischen Bevölkerung in Deutschland sind über 45 Jahre alt, Wahrend das deutsche Volk mir 27,7 Prozent Menschen der gleichen Altersschichten besitzt. Diese Tatsachen sind für uns vor allein in bezug auf die Aus- Wanderung wichtig. Man wird auf Grund dieser Zahlen annehnien dürfen, daß kaum mehr als 50 Prozent der in Deutschland lebenden Juden für eine Auswanderung, die zugleich Neubau der Existenz bedeutet, in Frage kom men. 1933 gingen 217-1 Juden E h e s c h 1 i c ß u n g e n ein; unter den eingegangenen Mischehen heirateten 761 jüdische Männer evangelische Frauen und 297 jüdische Männer katholische Frauen. Die Zahl öffentlicher jüdischer Volksschulen (Stand vom 21. 10. 31) wird mit -11 in Preußen angegeben, wobe-i Berlin nicht vertreten ist, da zur Zeit der Zählt«״ es in Berlin nur private lv\v, gemeindliche jüdische Schulen gab. lnsofern gibt die Statistik kein erschöpfendes Bild von den wirklichen schulischen Verhältnissen ln den öffentlichen Volksschulen Preußens befanden sich 16 331 jüdische Schüler. An den höheren Schulen im ganzen Reich befanden sich am 15. 5. 193-1!6 78* Ni(iilarier. ('Mern 1631 wurden S 16 nichtarische Abiturienten gezählt unter einer Gesamtzahl vor! 38 733 Abituricriten. Juden in der Bekleidungsindustrie Im Rahmen eines Artikels ober die Schwankungen der Tcxtilkoiijunktur nimmt die ״Frankfurter Zeitung“ zur Lage der jüdischen Finnen in der Bekleidungsindustrie Stellung. Das Blatt schrei Ist: ,,Besonders wichtig ist für die Bcklei-;Hingsindustrie die weitere Entwicklung der niclitarischcn Finnen. Zwar gibt es Branchen, die rein arisch sind, aber für den Gesamtdurchschmtt der Industrie wird der Anteil der niclitarischcn Geschäfte doch auf 20 bis 30 ״״ geschätzt, hei einer noch höheren Umsatzquote. Die Damenkonfektion befindet sich zu etwa 50 ״-! bei jüdischen Firmen; für Berlin wird dieser Anteil seihst heute noch, nach der Zurückdrängung in den beiden letzten Jahren, auf 80 ״!> veranschlagt. In der Berliner Herrenkonfektion wird der Anteil mit 60 0/0 gegen noch 70 ״ ״ vor einiger Zeit angesetzt. Es sind zwar in der letzten Zeit zahlreiche Neugründungen erfolgt, aber sie können ihren Umsatz, natürlich nur allmählich ausdehnen. Der Anteil der Ausfuhr soll bei den jüdischen Firmen besonders erheblich gewesen sein, und die hohen Kollektionskosten setzen dafür vielfach einen Mindestumfang des Inlandsgeschältes voraus.“ __ Die Lieferfirma großer westdeutscher Kaufhäuser Gebr. Fried ft A 1 s b c ז g Ci. m. b. H. in Köln hat ihren Namen in Kölnische Mode- und Textilgroßliandhmg G. m. b. H. geändert. Otto Fried ist nicht mehr Geschäftsführer. Dis Aktienmajorität der Hirsch Kupfer - und M es ■ sing werke wurde durch die Gesfürel erworben. Blick in Zeitschriften Was ist eine Einzelaktion? In der Zeitschrift ״Die Hilfe“ vom 16. 11. finden wir unter der obigen Ueberschrift einige. Bemerkungen, ״ob diese oder jene Anordnung einer beliebigen Dienststelle, eines Bürgermeisters, einer Verbands- Vertretung ,E i n z e 1 a k t i o n‘ ist, wenn diese, mit dem Anspruch oder unter der Tatsache, Hoheitsträger zu sein, für einen Ortsbezirk oder für ein Fachgebiet einen Rechts- oder Oewöhnungszustand herbeiführen, der den für die Reichsgesamtheit geltenden und verbindlichen Satzungen nicht entspricht. Es gibt etwa in kleinen Städten Erlasse von Bürgermeistern, wonach Sozialrentner den Anspruch auf eine Unter- Stützung verlieren, wenn sie in einem nichtarischen Geschäft kaufen — das wird hier so, in der Nachbars'tadt ganz anders gehandhabt, aber es steht außer Zweifel, daß hier Gesichtspunkte verkoppelt sind, die so von der Leitung des Arbeits- oder Wirtschaftsministeriums nicht gewollt sind... Es ist deutlich genug, wie erwünscht es sein muß, in der Normalisicrung der wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse, die durch den Kampf gegen die Einzelaktion erzielt worden soll, auch den Fragenkomplex der örtlichen und bezirklichen Sonderregelungen zu klären.“ Heine in englischer Beleuchtung. In den Literarischen Notizen der ״English Re vi e w“ (November-Heft) wird die neue Heine-Uebersetzung von Humbert Wolfe (Verlug: The Bodley Head) besprochen; zum Schluß bemerkt der Rezensent: ״Heine war weit mehr als ein klagender Lyriker mit sentimentaler Liebe, selbst wenn er nicht war, wie Prof. Saintxbury ihn einmal nannte, ,so genial, wenn nicht so unverfälscht wie Monier, so tief, wenn nicht so hoch wie Dante, so einzig, wenn nicht so universell wie Shakespeare‘.“ Um das Alte Testament. In der Wiener Zeitschrift ״Schönere Zukunft“ (17. 11.) schreibt Joseph Eberle einen Aufsatz ״Zum Kampf um das Alte Testament“, in dem er große Gestalten wie IJeborah, Gideon, Simson, Saul, David, Salomo und die Propheten schildert und zum Schluß bemerkt: ״Es ist,wie Karl Bartl! s!gt: Wer Göttliches, Großes im Alten Testament sucht, der findet es; wer nur Menschliches sucht, der findet nur den Alltag und das Nichts ... Der Christ bejaht und liebt das Alte Testament — bei aller Ablehnung des nachchristlichen Judentums.“ Zum 25. Todestag von Leo Tolstoi hat man aus den vielen unveröffentlichten Briefen von ihm und an ihn auch einige publiziert, die sich mit der Judenfrage beschäftigen, und eine eigenartige Begegnung rekonstruiert, die Tolstoi mit einem amerikanischen Juden hatte. Dieser, ein in der amerikanischen Rcformbewegtmg gelegentlich tätiger Mann namens Krauskopf, war nach Rußland gekommen, um bei höheren zaristischen Stellen durchzusetzen, daß man die Juden Rußlands zur Landarbeit zuließe, um so die Frage zu lösen. Krauskopf handelte ohne Auftrag und Zusammenhang mit irgendeiner jüdischen Organisation, und die Naivitat seines Rezepts war ebenso auffallend wie seine sonstigen charakterlichen Eigentümlichkeiten. Er erreichte nicht viel mehr als eine Unterredung in Jasnaia Poliane, als deren Resultat folgender Schlußsatz von Tolstoi zu bezeichnen ist: ״Wenn Sie meinen, daß lediglich durch die Umstellung auf Landarbeit den Juden zu helfen ist, dann gehen Sie wieder heim nach Amerikj una sorgen Sie dafür, daß zunächst die amerikanischen Juden Landarbeiter werden!“ Abraham Kahanes historischer Roman ״Aron Liebermann“ erscheint im Staatsverlag in der Ukraine zunächst in jiddischer Ausgabe. Der erste Band liegt bereits vor. IN ALLER KURZE Der polnische Staatspräsident Moszicki empfing den Direktor des Keren Hajessod, Leih Jaffe, in Audienz, die 45 Minuten dauerte. Jaffe gab einen detaillierten Bericht über die Palästina-Arbeit, für die Moszicki großes Interesse zeigte. Der polnische Staatspräsident erklärte seine tiefe S y m p a - t h i e für das jüdische Palästina und dessen ku!־ turelle Errungenschaften und ermächtigte Leib Jaffe, dem Keren Hajessod seine Glückwünsche zu übermitteln. Der Warschauer Historikerkreis der Gesellschaft der Freunde des Jiddischen Wissenschaftlichen lnstituts fordert die jüdischen Historiker aller Länder auf, zwecks Herstellung eines wissenschaftlichen Kontaktes zwisehen den einzelnen Forschern dem Kreis ihre Arbeiten einzusenden. Aut dem in Ponicvesch abgehaftenen Kongreß der antisemitischen Organisation litauischer Handels- und Gewerbetreibender ״vcrslininki“ wurde die Forderung nach Ausschluß der Juden aus Handel, Gewerbe und Industrie in Litauen erhoben. Nach den Mitteilungen der Reichsanstalt für Arbeits- Vermittlung und Arbeitslosenversicherung hat sich in der Berufsgrtippc ״Häusliche Dienste“ diirch die Rückkehr der Mädchen aus n i c I! t a r i s c 11 e n Haushaltungen das Angebot zwar vermehrt. Fs fehlen aber immer noch die von den Hausfrauen am meisten begehrten Kräfte jtigciulliehen AHers, besonders solche mit Kochlind Nähkenntnissen. Als Ersatz für nichtarische Haushaltungen se'ert schon über 45 Jahre alte Kräfte aus anderen Berufen eingestellt worden. ln Wien ist im 78. Lebensjahr der üenossenschafts- Vorsteher Hermann Pia sc hk es, einer der äItesten Vorkätnpfer selbständiger jüdischer Volkspolitik in Oesterreich, gestorben. Hermann Plaschkes, der Vater des zionistischen (leineinderates, ür. Leopold Plaschkes, und des Vizepräsidenten der Vereinigung jüdischer Aerzte, I)r. Siegfried!,laschkes, ist lange vor Her/Is Auftreten im jüdisch-nationalen Sinn tätig gewesen. Die Rockefcller-Stiftung hat beschlossen, dem jüdischen Universitätsprofessor Dr. L. S. Ornstein in Utrecht in diesem und im nächsten Jahr für seine Forschungen über die Beeinflussung biologischer Prozesse durch Strahlungen wie im vergangenen Jahr einen Forschungsbeitrag zu gewähren. Das Institut des Hautes Ettides in ,Brüssel hat Prof. Ornstein zu Vorträgen über die Ergebnisse seiner Arbeiten in seinem □(rechter Laboratorium cingehden. Der größte jüdische Wohlfahrt?verband der Niederlande, ״De Joodscltc Invalide“, hat zwecks Errichtung eines großen Ztintralheirns für jüdische Körperbehinderte in Amsterdam eine Werbeaktion eingeleitet, ln den Dienst dieser großen Aktion haben sich auch der Ministerpräsident von Holland, Dr. H. Coliju, und der Finanzminister Dr. P. J. Oud, gestellt. Die beiden Minister werden zugunsten dieser Aktion am 21. November, 8.10 Uhr, Amsterdamer Zeit, Ansprachen vor dem Mikrophon in Hilversum halten. Im Aller von 67 Jahren ist in Rom der Präsident des italienischen Kolonialinstituts, Senator Ernesto Artom, gestorben. Senator Artom entstammte einer der angesehensten jüdischen Familien Italiens. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Mailand hat beschlossen, den ehemaligen Oberrabbiner von Padua, Dr. Gustavo Castel bolognesi, als Oberrabbiner nach Mailand zu berufen, Bismarck Bmrbaiossa Steinplatz 8888( MÖBELTRANSPORT. LAGERUNG. REISE■ GEPAcKBEFÖRD, KLAVIERE. FLÜGEL SP EDI! ION tu INLAND. AUSLAND UND ÜBERSEE > GEPÄCKFAHRT ( " ■•Hin «MB, Kartarat•■*•mm *11 \ BILLIGE SAMMEL-VERKEHRE NACH PARIS. BRÜSSEL. PRAG. BUDAPEST WIEN. AMSTERDAM. LONDON, TRIEST. BASEL m. )8888 Humboldt Oberbaum Steinplatz Im b arrangiert grad Aus selbst odt Dabei st׳ Graphikei Werken v n a k ents Im 1י mit Tols Malers P Zum ׳ eine wun gelangte Philosoph Museums, oft, und führte er spräche i rühmte r häufiger gemeinsai an der B. seiner Ai graben, r von Sole gehüllt, ( Aus den 23. Fort••(«!! 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