Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 88 (1.11.1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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*!eftn ו A JÜDISCHE rUNBSCHAO Nr. 88, 1. XI. 1935 Nr 88 1 Aus dem Reich halten, daß hier eine neue zionistische Jugend heranwächst. Oie Idee des Zionismus sei in üefalir! wenn Palästina heute nur zu einer Losung für eine materielle Notlage ru werden droht. Der Zionismus sei eie idealistische Bewegung, und es sei Aufgabe des Makkabi, daran mitzuarbeiten, daß aus Palästina I re/ Israel werde. 4000 Zuschauer und 700 Makkablm sangen die Hatikwah. Was bringt der Sonntag? ln Berlin empfängt die Hockey-Abteilung des Bar Kochba-Hakoah den Bar Kochba Hamburg mit vier Mannschaften. Die Spiele beginnen um 0 Uhr auf dem neuen Platz in Mariendorf, Kaiserstraße. Das Spiel der ersten Mannschaften findet um 1J-20 Uhr statt. Am Vorabend empfangen die Berliner ihre Gäste im Logcnliaiis, Klciststrriße. In der ersten Klasse der II c r D' 11 e r Fußball• m e 1 s t e r s e 11 a f t steht mir das Spiel Hagibor I JSK. I, das um 2.30 Uhr auf dem Sportplatz am Scliäfersce ausgetragen wird, auf dem Programm. — Sonstige Spiele: Sportplatz am Schäfersee, Platz I: 9.00 Uhr: I lag Tor IV gegen llakuah V 10.40 Uhr; IL.-iUu lli gvgvn Itakoah III 12.30 Uhr: lla'gihor 11 g.-g.-i, JSK. II 14.30 Uhr: 1!,!״i!'!>r I ״rj11׳ JSK. 1 Sportplatz am Schäfersee, Platz 11: 9.00 Uhr: Hak1,״h 2. Igd. eogc״ USO, J. Jgd. 10.30 Uhr; Jlagitor ,Ml. grgui JSK. .411. 13.80 Uhr; Ila;’,;k>r 3. Sr hü 1er gegen 11 akoah 5• Schüler 15.00 Uhr: IlagiD.,r 1. Srhüh-r g.-gen JSK. 1. Schüler Sportplatz Niederschön hausen: 9.00 Ul״: Um;. Y ״,״(!, llakuah IV 10.40 Uhr: USC. II g,-g1״ Hakeal! 11 14,00 Uhr: JSK. 2. Selitilcr gegen Uakoah 6. Schüler In Breslau veranstaltet der JtitlUche Schwimm verein sein erstes großes Schwimmfest, das von last allen Makkabi-Vereinen aus dem Reich, sowie von den RjF.-Vereinen Schlesiens gut bcschickt ist. In Duisburg findet ein Fußball-Turnier des Westdeutschen Bezirks statt. Die Spiele beginne!! auf dem Platz an der Ruhrfahre um 12.30 Uhr. In Hailbronn veranstaltet der Tiscli-Tennis-Klub Watt-Weiß anläßlich seines 5jährigen Bestehens in seinen Raumen die wurttembergischen. jüdischen Tischtennis-Meisterschaften 1933/36. In Idar-Oberstefn ln Idar-Obcrstcin spielt die erste Fußballmannschaft des Makkabi Koblenz gegen den dortigen Bar Kotliba. In Köln In Köln findet in der Hakoah-Sporthalle, Brüsseler Str. 89, um 10 Uhr. die 4. Westdeutsche M a k k a b i - B e - z i r k s t a g u 11 g statt. Das Programm der Tagung sieht u. a. Referate über ״Werbeveranstaltungen“, ״Organisation“ vor, zu denen Max Leavy, Martin Sic du er Und Fritz Lewinsohn mit praktischen Anleitungen sprechen werden. Ueber ״Der Weg der Verwirklichung" wird Helmut 11 Neumann (Esse״) referieren. Die Tagung ist für Mafckabi-Mitglieder öffentlich. In Leipzig findet das Hand ball-Pokal-Endsplel zwischen den Makkabi- Auswahl-Mannschaften von Mitteldeutschland und Südwestdeutschiand statt. Boxkämpfe Am 12. November veranstaltet der Boxclub ״Maccab i“ im Spichernring einen Großkampftag. Die erste Box-Mann- Schaft des I.atvijos Sporta Biedriha, Riga, der Vertreter der lettische״ Ülvmpia-Maunsehait angehören, trifft auf die besten Kämpfer des ״Maceabi“. (Schluß des Sport teils) Higcn. Am 17. Oktober gal) Hans Seidenberg, Düsseldorf, in der ZOG. einen Situationsbericht, in dem er die Bedeutung der KKL. Leistungen gerade in die-em Stadium des l’aläxtma-Anfbaus sowohl für das Land, als auch für die Menschen, die dorthin streben, aufzeigte. Hindentxirg (O.-S.). Vor wenigen Tagen hat Rabb. Dr. Ktatt unbemerkt von der Oeffcntlichkeit sein vierzigjähriges Amtsjubi- Inum begangen. Im Jahre 1895 kam er als erster Rabbiner in unsere Gemeinde, die ihm allezeit dankbar bleiben wird für seine zielbewußte Führung. Audi in wissenschaftlichen Kreisen hat er sich durch eine große Reihe von Veröffentlichungen einen Namen erworben. Landau (Pfalz). Dr. Steinfeld, Mannheim, sprach am 13. Oktober in einer sehr gut besuchten Versammlung über ,Jüdische Haltung“, An,chliel!cr!d wurde eine Ortsgruppe gegründet, zu der sich zahlreiche -Mitglieder meldeten. Lim (Rh.) In der Synagoge sprach Han» Seidenberg, Düsaeldorf, übier: Jüdisches Volk, wohin 'i Der Vortrag gab den Gemeindemitgliedern mm ersten Male einen dankbar angenommenen Hinblick in die zionistische Idee. Moer«, Am 9. Oktober *prach Dr. Capell, Düsseldorf, vor der Gemeiucle über: Palästina im Aufbaü — Ergebnisse einer Reise. Stegen. In der Synagoge in Siegen sprach am 15. Oktober Dr. Capell, Düsseldorf, über: Palästina im Aufbau — Ergebnisse einer Reise. Im Anschluß an den Vortrag wurde die Zionistische Arbeiugemcinschaft Siegen konstituiert. Ankündigungen Bretllu: Verband jüdischer Frauen für Pahi-tina-Arbeit, Am 4. N'ov., 20.30 Uhr, Garten str. 25, spricht II. Feil! ■henfeid über: ,.Schabhatßesänge“, mit Erklärungen. Tekla Kisner liest; Man in Buher: ״Das Gebet“ und I. L. Perez: 7״ gute Jahre". C;is1e willkommen. — Hebräische Sprachschule. Neue Aniangerkutse für Kinder und Erwachsen«. Anmeldungen: Montagbk Donnerstag von 20 bis 20,30 Der Hechaluz teilt mit: Bei Durchsicht der Inserate der ״Jüdischen Rundschau“ stellen wir lest, daß sehr viele Haushaltungen, Pensionsinhaber und Landwirte inserieren: ״Eine Chaluzah zur Hilfe im Haushalt gesucht. Die Stelle wird als Hachscharab anerkannt.“ Wir weisen darauf hin, daß die Hachscliarah-Anerkennung nur durch die clialttzischen Verbände ausgesprochen werden kann und dazu sowohl eine Bestätigung der Chaluzah zur Hachscharah als auch eine Bestätigung der Stelle notwendig ist. Die Generalvertretung für Deutschland der italienischen Schiffahrtsgesellschaften weist darauf hin, daß entgegen anderslautenden Gerüchten die Sanktionsmaßnahm en gegen Halien eine Verhinderung der italienischen Schiffahrt in keinem Falle vorsehen. Die italienisehen Schiffahrtsvcrbindungen werden in vollem Umfange nad! wie vor aufrechterhalten. Die Israelitische Kinderhellstätte, Bad Nauheim, nimmt auch in der Winterzeit herzkranke, rheumatische und erholtmg-sbedürftige Kinder iin Alter von 4—15 Jahren auf. Es isi für ärztliche Behandlung, sowie rituelle Verpflegung unter Leitung einer Krankenschwester gesorgt. Anmeldungen au Dr. B. Ausbacher, Frankfurt a. M., Ooethestr. 25. Dr. Kurt Singer bittet uns um Abdruck folgender Zeilen: ״Zu meinem 50. Geburtstag sind mir von allen Seiten zahlreiche Glückwünsche zugegangen. Ich bitte, alle, die meiner Person und meiner Arbeit so herzlich gedacht haben, auf diesem Wege meinen tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen.“ Der Maler und Graphiker Ludwig Mcidner wird demnächst Berlin verlassen, um in Köln das Amt eines Zeichcnlchrers an der Jüdischen Knaben- und Mädchenschule ״Jawne" zu übernehmen. Im Verlag Rubin Maß, Berlin, erschien soeben: David Josef Hornstein, Sippurt Aggadot 3. Heft in. der Reihe der Unterriehtshcfte ״üiljonot“. Uhr, Wallitr, 14, Erdgeschoß, Zimmer 4, auch telephonisch täglich (3*״er Sonnabends) von U bis 12 Uhr unter Nr. B&4 96. — Reich»- verband isr. Schwerhöriger. N';ub»te Mnnatsvcrsammking am 5• Nov., 8 Uhr, (;cmcUKlchaus II, Sihweidnitzer Stadtgraben 28, Vortrag Adolf Bielschowsky: ״Fahrt kn östlichen Mittelmte*“, mit Film, •ttfhltimen. Zu dem Lippenablesokurstis, der Mitte November beginnt, werden Anmeldungen entgcgengenoimnen von Lotte Schwarz, Breslau 13, Moritzstr. 33, Tel.: 305'57. — Chemnitz: ZOG. Am 2. November, 20.30 Uhr, spricht in der Arußeren Kiesterstr. 13 Boris Fiseie-tadt über die politische Situation in Palästina. — Darmstadt: Am 4, November spricht Gc-erg < tuthtttann, Frankfurt am Main, über: ״Pi« Juden der Gegenwart“, Jenseits des Ozeans. — Am 11. N}- vember spricht Jizihak ILui Aharon über: ,.Die Problematik der deutschen Einwanderung nach Palästina“. — Am 18. November spricht Waller Stein, Damist adt, über: ״Palästina-Beratung, Bericht einet Tagung; allgemein« Oiknticrung“. — Jeweils 8.45 Uhr im Hottl ״Stadt Frankfurt“, Bleichst!. 22. — Karlsruhe: 2. Kursus- Abend der /.OG. über jüdische Geschichte am 4. November, 8.30 L'hr, im Lehrhaus, Leiter: Dr. Friedberg. Familien-Nachrichten Her! Max Eisenstaedt und Frau Gertrud, geh. Kraft, Bad Polzin, begehen am 6. November die Silberhochteit. Frau Hernune Simon, geh. Nefhe, Düsseldorf, Fiirstenwall 238II, begeht am 8. November den 80. Geburtstag. Frau Johanna Sonn, geh. Nuß bäum, Neukirchen bai Treysa, wird am 2• November 75 Jahre alt. Herr Simon Winter, Kempen (Rhld.) begeht a_n» 2. November den 01. Geburtstag. Bar Mizwah -Termine Am 16. November — 20. Marcheschwan: Werner Frank, Sohn von BerthoH Frank, Kaiserslautern. Dr. Fnek-Str. 23. Am 16. November — 20.!Marcheschwan: Bert ho Id Spitz, Sohn von Julius Spitz, Regcn<hurg. ANTWORTEN DER REDAKTION M. S., Breslau. Ihre Vermutung, daß die Erläuterung, die bezüglich des Verhältnisses des ״R etchsbunde• Jüdl - scher Frontsoldaten“ zu Palästiaa in Nr. 43 des Verbandsorgans ״Der Schild“ gegeben wird, au» der Umgebung von Dr. Ehmiann stammt, dürfte richtig »ein. Dieser leitet die Palästina-Arbeit der Agudah und gehört zugleich sowohl dem Central-Vcrcin, als auch dem RJF. an. Durch diese Personalunion dürfte der Anschluß des RJF. an die Agudah zustande gekommen sein, wahrscheinlich ohne daß die große Mehrheit der RJF.-Mitglieder auch nur die leiseste Ahnung hat, worum es sich handelt. Die Zuschrift im ״Schild“ klärt die Angelegenheit keineswegs. Dort wird es so dargestellt, als ah in Palästina niemand außer der Agudah etwas von Religion wissen wollte und daher sogar jeder Liberale die Trennungsorthodoxie in Palästina unterstützen müßte. Dabei wird verschwiegen, daß es in Palästina sehr viele Religiöse und sogar streng Orthodoxe gibt, die keineswegs der Agudah angehören. Der verstorbene Oberrabbiner Kuk, eine der Größen des religiösen Judentums von heute, wurde von der Agudah auf das schärfste bekämpft. Die Agudah spielt in Palästina die Rolle einer separatistischen Sekte, und die schönste Dialektik wird die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß die Verbindung des Frontbundes mit dieser Gruppe eine Groteske sondergleichen darstellt. Noch grotesker wird cs, wenn lokale Organe des Frofitbundcs, wie es vorgekommen sein soll, seinen Mitliedcrn cinredcn, sie würden auf diese Weise Zertifikate für alästina erhalten, wobei man nicht weiß, worüber man sich mehr wundern muß, ob darüber, daß ein Palästina- Zertifikat überhaupt vom RJF. als erstrebenswert anerkannt wird, oder darüber, tlall die Frontkämpfer es sich durch Uebcrtritt zur extremsten Trennungsorthodoxie verschaffen wollen. y-fus ihm Hvhrumhvn von Dr. T/a,»־ Mayer, Jerusalem 18 l־or1|(*;run,: N*ehdp»ck vfrboleD Din 1׳ erl!yb ii. mit der er bereit‘! Maschine und Kran bcherrschte, er/euglr in ihm Selimäinlinkcit und Selbsticrtrauen. Dieses Gefühl <l!־r 11>~l•i 1!. 1 i״U<-it verletzte die Mutier ein wenig, indem sh׳ ihn auch jetzt mrh külite, wie sie es zu tun gewohnt war. wenn er zur Schn!!1 ging. ״Dusch nur Jiiüilig. Dnwid“, malmte ihn Chan na, ״die ganzen Del- und I!t1!jt־cslc des M;1>c|!ir1!11!׳ aums klebet! noch an dir.“ Dawid wrnbscliiedeie sich von seiner Mutier verlegen und ungelenk. Ment! er mich fühlte, daß sD recht hatte, so schämte er sich doch einziigestehrn, daß gerade die Oelrest« und die Eisensrhwär/e, die an seiner Haut kicken, sein Stolz sind, Ei fehlt nicht viel, und er wird in allein den geübten Mcchanikern gleichen. ״Bleib gcMiiui und grüß Kais“, sagte Jizchak zu ihm, der mit ihm wie mit einem Erwachsenen »prach — ״bring ihn am nächsten Itulielng mit zu uns“. Als die Tun• sieh hinter dem Knalien geschlossen halt®, lächelten Jizchak und Chanua urnvilikürlich. Ob zum Guten oder Schlechten: cs war ein drittes Wese״ mit Limen, da! neben ihnen seinen eigenen Weg ins 14'ben ging. )5. KAPITEL Die Einweihung des 11 e 10 n b e 11 s Am Tage, d* Jizchak zur ArhtTi im Werk zurückkehrte, kamen die Kapitalisten von Tijura zu Ingenieur Agar. Es war rin klarer Wintertag, und auf dem Werkarecl war ringsum der frohe Uh> ihm״* der Arbeit hörbar. Die klaren Tage, die be reiht FrüliUngsluft kündeten, strichen kosend über die Bergflanken und ließen grün• Grasflecken und hie und da, zwischen den feuchten Felsen, schon eine Hlmnrnknospe sprießen. Der Oetllandsfluß schwemmte graue Wasscrmassen zwischen seinen niedrigen Ufern, und das bcdl.-tncl selbst $1 reck 10 sieh locker und trächtig unter den Sonnenstrahlen. Kanin hatte sich •lizehak wieder mit den Arbeitenden zuaümmengefunden, 60 fühlte er in sieh wieder die Kraft zur gewohnten Arbeit. Er nahm den Hammer und ging zur Wand des Sleinbrurhs. ״W as schimmert dort oben Weißes auf dem Hügel?“ deutete Jizchak auf einen Stein, der in der Sonne prangte. ״Das ist das Grab des Abu-Fals“, antworteten die Arbeilenden. Jizchak ging zum Grabe hinauf, das mit jungen Zypressen bepflanzt war. Als er seine Augen von ihm wandte, blieb sein Blick an der Landschaft des Oedlands haften, die das Werkareal von allen Seiten cinschloß: im Norden riegelte eine hohe eiserne Schleuse die andringendc Strömung des rauschenden Flusses ab; im Osten lief ein Netz von Schieneniträngen, das im dichten Niederwald verschwand; im Süden, reckten die Krane der ״Maulwürfe" ihr« langen Hälse, die aas ihren Bacher» Steine, Morast und Erdklumpen spien. Während Jizchak noch auf das stumme Oedland blickte, sah er, daß am Eingang des ״Weißen Hauses“ au{ dem gegenüberliegondrn Hügel lebhaflo Bewegung entstanden war, Automobile glänzten dort in neuen Lacküberzügen. Er verstand, daß jetzt die Geldleute zu Ingenieur Agar gekommen waren. In der Tat war eben die Abordnung der Kapitalisten von Täura angekommen, und die I<eute stiegen, einer nach dem andern, aus ihren Autos, Ingenieur Agar ging ihnen am Portai des Hauses entgegen, und sogleich entstand eine kleine Grupjve, die die Aufmerksamkeit der über da» Werkareal zerstreuten Arbeiter auf sich zog. Ein unsichtbarer elektrischer Strom png durch die Leute des Werks, Eigentlich konnten ihnen die Leute gleichgültig bleiben, die gekommen waren, um das hier von ihren Händen Vollbrachte zu betrachten, und trotzdem lag eine gewisse Spannung auf ihren Gesichtern und auch ein wenig Stolz auf da» mächtige Werk, das sich jetzt den Augen der Beschauer entrollte, ln der Tat konnten die Geldleute, trotz ihrer Konzentration auf ihre eigenen Geichlfte, nicht umhin, einen Blick auf dai M erkareal zu tun, das van Hand- und Maschinenarbeit dröhnte. Sie putzten mit ihren Taschentüchern ihre goldumränderten Brillengläser, setzten sie wieder auf und legten Foldsledier an die Augen, Allmählich begannen sic die Betonanligc zu unterscheiden, die vor! der ״Station Müde“ bis zum Oedlaiulsüuß hinablief. Ja, sie konnten es »Ich sogar nicht vertagen, einen Blick :111 f die hohe Gestalt Agars zu werfen, der in diesem Augenblick mit der Hand w inkle und mit leichteni Kopfnicken die Gesellschaft zur Besichtigung einlud, Nachdem sie einige Minuten stillgestanden hatten, unterschieden sie von oben eine silberne Wasserschlange, die sich auf dem Betonbett hinwindet und immer größer und breiter wird. Die Werkleute stieben alle au* dem Betonbett und zerstreuten sich an seinem Ufer entlang. Vom ״Weißen Haus“ aus konnte man die einzelnen Gruppen unterscheiden, die an den Rindern standen und mit lebhaften Zurufen und erregten Bewegungen die Einweihung des Betonbetts begleiteten. Während aller Blick« sich noch da und dort hinwandten, füllte sich da» Bclonbctt in seiner ganzen Breite. Die Str&- inung stieg bis an die Ränder der Betonwände und suchte sieb dann ruhig und breit ihren Weg nach dem Staubecken. Von dort her kam ein dumpfes Tosen, das immer stärker wurde, und weißer Schaum erglänzte an den grauen Betonkolossen. Das mächtige Wassergefälle kämpfte wuchtig mit dem Beton, und wurde zu einem so ungeheueren Schaumkamm, daß die Werkleute und die Gäst« des Ingenieurs gemeinsam in staunende Rufe ausbrachen. Dann winkte Agar nochmals mit der Hand, und die Schleuse am Oedlandsfluß wurde geschlossen. Das Wasser nahm ab, das Tosen und Schäumen legte sich, noch ein wenig, und wiederum sind nur vereinzelte dünne Wasserschiangan sichtbar, die auf dem Betonflußbett dahinkriechen. ״In dieser halben Stunde hat das Betonbelt einhunderttausend Kubikmeter Wasser befördert“, erklärte Agar seinen Gälten. Er, der ungeduldig auf den Tag gewartet hatte, da das Kapital sein Werk besichtigen würde, stand ihm nun gegenüber, und sein Herz war ruhig und sicher. Die Kapitalisten eilten auf ihn zu, um ihn zu seinem Sieg über die Wasserkraft des Oedlands zu beglückwünschen. Dann bat Agar sie ins Haus. Man versammelte sich in einem geräumigen Zimmer, dessen einziger Schmuck die große, an der Wand ausgebreiteta Karte des Oedlands war. BR Td-Awiw, . Sehr ge( In Nr. 7 sich ein A path Chol» kassc), «ics d isehe Acr :,tinas zu i׳'; V'nt srhKiL-L-ei heiüt darin path Choli! sring wende z!1 viele A wird bctoi ("holiin ant darf an A Zunächst slellungcn: sehen Acrz ten 2*/2 Ja' konnten bl< Kupath CI den. Und allcrgiülHer beschäftigt Stunden tä hrn der 9 C'holim n Acrztc bev Siclk-naiis-t bis 30 nn (aus einem qualittAcrU ihnen, die Dresden-A. Verehr Unter 1,י frage“ in Herrn de Tat־'üt־hc. Wartezeit von Fici סי einer Dal l'ebertrcil) det sich Der ״Ki dessen Au! Ein seiner v<1 neuen Fi Schahhat- Er vollci gerade 11 Musik, d entspricht weniger Jugend; wie hein sacli (d gebildet mit ein brachtes Manchma großen L naturgein gewisse der H a G eist, auch die kultische Die lind kein Nasson 1 ׳!״'g ,Pionir rs warsl, 11 Möglich!• zögert, (I inveslien richlel, hereils 1 Rirhlun; reils für werden dir zur von rnor ken mit keiner deine eh Nas! beendet, seine G, übersah. Aga vvußite י Werks i Stützung das ura fallen f eine Ex spürutif pscudo- ’ (als uni es tun 1 Namen eines sc beitslcu ßen, so für seir ebenso in sein! 1 Tn<l 1 siebter