Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 86 (25.10.1935)
- Date
- 1935-10-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seils $ JOOlSCHI *UNDSCHAÖ Nr.8d 25. X. 1935 Die Hauptversammlung־ des Central-Vereins lieber die Hauptversammlung des Central-Vereins snj 2t Oktober wird das folgende Communiqud ausgegeben: ״Am 21. Oktober fand in den Räumen der Haupt■ jgescriältsstello unter Leitung des Vorsitzenden» Justizrat Br. Julius Brodnitz, die außerordentliche Haujjtversammlung des Central-Vereins statt. Es wurde einstimmig beschlossen, den bisherigen Vereinsnamen abzuändern in ,Central-Verein der Juden in Deutschland e. V.־ § 2 der Satzung erhält folgende Fassung: Der Verein bezweckt die Pflege des jüdischen Lebens sowie die seetische, rechtliche und wirtschaftliche Betreuung der in Deutschland lebenden Juden. Die Hauptversammlung beschloß ferner einige Satzungsändeningen, die eine Vereinfachung der Geschäftsführung sowie eine Stärkung der Befugnisse des Vorsitzenden zum Gegenstand haben. In der unmittelbar an die Hauptver- Sammlung anschließenden Hauptvorstandsitzung wurden die Beschlüsse der Hauptversammlung genehmigt. Außerdem bestätigte der Hauptvorstand Justizrat Dr. Julius Brod• n It z, Berlin, als Vorsitzenden des Vereins und die Herren R.-A. Dr. Rudolf Callmann, Köln, R.-A, Dr. Rudolf Geiger, Frankfurt a. M., R.-A. Dr. Ernst Herzfeld, Essen, Bankier Emst Wallach, Berlin, R.-A. Dr. Bruno Weil, Berlin, als Stellvertreter des Vorsitzenden.“ Da die Presse zu der Hauptversammlung nicht einge• faden war, sind weitere Details nicht bekannt. Die jüdischen Instanzen und Organisationen werden fraglos zu den Acn• dermißcn, die vom Genfral-Verein selbst als reine Formalität hingesteilt werden, unter dem Gesichtspunkt Stellung zu nehmen haben, wie sich der neue Name lind das nette Propramm der Vereinigung zu den anderen bestellenden Ürganisationeii und lustan/eii verhalten. Ob auch die a 111 i / i <>!1 i s t i s c 11 e n Resolutionen früherer Hauptversammlungen, durch die den C.-V.-Mitglie* dern die Mitarbeit im Zionismus unmöglich gemacht wurde, aufg « 1! o b c 11 worden sind, wie das der Logik der inneren Entwicklung entspräche, darüber wird in dem Communiquf nichts gesagt. In der 0״. . V. - Z e i t u!1 g“ vom 24. Oktober wird i!1 einem ausführlichen Artikel, der der Veränderung im Ceiitrai-Vemn gewidmet ist, folgender Kommentar gegeben: ״Der Geist, in dem die Aenderungcn vorgeschlagen und bewilligt winden, ließ es überflüssig erscheinen, Vorgange und Beschlüsse, die durch die Geschichte überholt sind, au־ den Archiven hervorzusliehen, tim sie formell außer Kraft zu setze 11. Man wollte jüdische Zukunft und keine jüdischen Ausgrabungen.“ Das soll wohl hciläen, daß die anti/ionistisclien Resolutionen — denn nur diese können mit der zitierten verschämten Anspielung gemeint sein —• nicht formell beseitigt wurden, aber praktisch als außer Kraft betrachtet werden. Damit wäre ein Zustand geschaffen, der unter ganz anderen Verhältnissen bis 1*113 unangefochten bestand, daß nämlich jedem C.-V.er die Betätigung im Zionismus offen steht *־ Der schon erwähnte Artikel der ״C. - V. - Ze it u n g*, der in seiner Art eine Interpretation des Werdegangs des C.-V. zu geben versucht, befallt sich auch mit dem Artikel der ״Jüdischen Rundschau“ Lu Nr. 81. Wir haben wiederholt unseren Standpunkt so klar formuliert, daß es nicht notwendig ist, die Diskussion auf/unchmen, zumal wir alle Lnnerjüdischer Diskussionen müde sind. Es ist aber unerläßlich, auf einige Punkte kurz zu replizieren, um nicht falsche Voraus- Setzungen bestehen zu lassen. 1. Die ״C.-V.-Zeitimp•* behauptet, daß der Artikel der ״Jüdischen Rundschau“ um 18. Oktober ״eine überflüssige und nach den Gepflogenheiten loyaler Zusammenarbeit unzulässige Finniischuug in innere Angelegenheiten des Central- Vereins darstellte'‘. Die ״C.-V.-Zeitung“ bewertet offenbar den Central-Verein geringer als wir es tun. Wir sind der Meinung, daß der Centrril-Verein eine bedeutsame Erscheinung in der Geschichte des deutschen Judentums ist und seine innere und äußere Wandlung das ganze Judentum Deutschlands angehe. Vor allem aber ist die Frage, wie sich der Central-Verein zum Zionismus stellt, gewiß eine Angelegenheit, zu der die Zionisten sich äußern dürfen. Es ist also befremdend, hier von einer ״Linmisclumg in innere Angelegenheiten“ zu sprechen. 2. Der ZionUmu.s hat bezüglich des Lebens in der Dia- Spora stets die Meinung vertreten, daß auf Grund der Erkenntnis der Sonderexi'U'iiz des jüdischen Volkstums und der sich hieraus ergebenden Notwendigkeit einer Distanz zur Umwelt, ein besseres und za1\erlässiperes Zusammenleben möglich ist als bei einem übersteigerten Proklamieren der nationalen Zugehörigkeit (oder gar Identität) zum Staats- Volke. Ein Teil der Gegnerschaft der Zionisten gegen den Central-Verein beruhte darauf, daß er diese Gedanken außer acht ließ. Warum nun diese zionistische Erziehung für jüdische Auswanderer außerhalb Palästinas ungünstiger sein soll als die C.-V.-Erziehung, wo doch in dem gleichen Artikel der ״C.-V.-Zeitung“ eine solche Distaruhaltung jetzt auch befür- Wort et wird, ist unerfindlich. 3. Die Meinung, daß nach dem Umsturz in Deutschland alle Juden zwangsläufig vor demselben Schicksal und daher vor denselben praktischen Aufgaben stehen und eine Zusammenfassung der Kräfte notwendig ist, wurde von der ״Jüdischen Rundschau“ zum ersten Male nicht in Nr. 85, sondern im April 1933 ausgesprochen und seitdem oft wiederholt. Der Artikel in der Nr. 81, der die Voraussetzungen einer engeren Zusammenarbeit mit dem Central-Verein darlegtc, bedeutete keine Abweichung von dieser Linie, sondern einen Versuch, bc-i der Gestaltung eines neuen Anfangs für den Central-Verein in einer sehr schwierigen Situation durch Klärung freundschaftlich mitzuwirken. Die guten Beziehungen, die wir wünschen, können nur dann geschaffen werden, wenn Differenzen der Vergangenheit beseitigt, nicht aber, wenn sie vertuscht werden. Solche Offenheit wird der aus der jüdisehen Situation sich ergebenden Zusammenarbeit nicht hinderlich, sondern förderlich sein. Moeza des Makkabi Hazair Uns wird geschrieben: Im Anschluß an die Tagung des Hechaluz trat die Moeza des Jüdischen Pfadfinderbundes Makk a bi Hazair zu einer Arbeitstagung zusammen, an der ungefähr 60 Chawerim aus Berlin und dem Reiche teilnahmen. Zunächst beschäftigte sich die Moeza •mit der Frage der Zusammenarbeit des Bundes mit dem Hechaluz. Es wurde die Entschließung gefaßt, innerhalb des Hechaluz als der Gesamtorganisation der chaluzischen Jugend in Deutschland an den gemeinsamen Aufgaben mitzuarbeiten. Es müssen in freundschaftlichem Uebereinkommen mit dem Hechaluz die Richtlinien für die gemeinsame Arbeit aufgestellt und dem Bunde ein seinen Kräften entsprechender Einfluß eingeräumt werden. Die Voraussetzung dafür bildet die vom Hechaluz anerkannte Autonomie des Bundes, der zur Durchführung dieser Arbeit seine Machlekath Chaluzim weiter ausbauen wird. Das eigene HachscharaH-Werk des Makkabi Hazair hat eine außerordentlich schnelle Entwicklung hinter sich. Für diese Arbeit ist eine Machlekath Chaluzim geschaffen worden, der auch die Betreuung der aus den Makkabi-Vereinen kommenden Chawerim obliegt. Das Hachscharah-Wcrk des Bundes umfaßt heute fast 1000 Chaluzim; drei große landwirtschaftliche Zentren für die Aelteren, ein großes Lehrgut für die Mittleren-Hachscharali, die Makkabi-Chaluzheime sowie alle Einzelnen sind der Machlekath Chaluzim unterstellt. Die Bedeutung der Machlekath Chaluzim kommt nicht allein in dem dauernden Wachsen der Zäh! der Chaluzim und Hachscharah-Anwärter zum Ausdruck, sondern liegt besonders in der wissensmäßigen Schulung und Vorbereitung für die Hachscharah und Alijah. In großen Zügen zeichnete Schlomo St an per die Riehtiinien für die Bestätigung zur Hachscharah und Alijah und wies darauf hin, daß gerade in diesen Tagen, in denen mit dem Aufbau von Kfar Haniakkabi begonnen wird, diesem Haclischarah-Werke eine zentrale Bedeutung zukomme. Hardi Swarsensky gab in seinem Referat einen Ucherblick über ■die letzte Entwicklung des Bundes. Im Laufe eines Jahres sei der Makkabi Hazair nach zahlreieher! Auseinandersetzungen zu einer Gemeinschaft geworden, die ihren Weg kenne. Die Wiedergeburt des jüdischen Volkes sei die große Aufgabe, an welcher der Bund mitzuwirken habe. Die Verwirklichung der zionistischen Ideale verlange eine einsatzbereite Jugend, die nur ein Ziel verfolge, ihrem Volke zu dienen. Die Juden aber können in Erez Israel nur dann wieder zu einem Volke werden, wenn ihre Verwurzelung mit dem Lande gelinge. In dieser Erkenntnis sei es das Ziel der Bewegung, ein gesundes Bauerntum zu schaffen. Als Bund habe der Makkabi Hazair die Vorstellung gemeinsamer Ansiedlutig, bei der das Leben des Einzelnen mit dem der Gemeinschaft stark verbunden wäre. Deswegen sei der Makkabi Hazair der Ueberz.eugung, daß die Kwuzah die Lebensform der meisten seiner Menschen sein wird. Aus allen der Leitung des Bundes vorliegenden Berichten könne eine stete Aufwärtsentwicklung festgestcllt werden. Diese finde nicht nur im zahlenmäßigen Anwachsen durch Gewinnung neuer Menschen seinen Ausdruck, dafür sei auch der innere Schwung und die Arbeit aller Gruppen ein untrügliches Zeichen. Selbstverständlich bedeutet das nicht, daß es nun keine Schwierigkeiten mehr gäbe, die durch den Fiihrungsmangel an einigen Orten bestehen. Um aber diese Schwierigkeiten auszugleichen, wird die Hanhala Ar/ith eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, durch die eine gründliche Ausbildung und Vorbereitung aller Chawerim gewährleistet werde. Durch eine Tatsache werde die letzte Entwicklung des Bundes besonders gekennzeichnet. Vor einigen Monaten habe die erste Kvvuzah des Bundes ihre Alijah angetreten. Sie ist von der Kwu/ah Degania aufgenommen worden, um dort sich für die Arbeit und das Leben als selbständige Kwuzah auf Kfar Hamakkabi-Boden vorzubereiten. Durch diese Alijah sei eine lebendige Verbindung zwischen den Chawerim im Lande und dem Bunde in Deutschland hergesteilt worden. Außer den Chawerim in Degania befinden sich noch eine geschlossene Gruppe der Jugend-Alijah des Bundes in Ginegar, ferner kleinere Gruppen in Degania A und B, sowie in einzelnen Kibbuzim, ferner eine große Anzahl von Einzelnen. Zwei neue Gruppen der Jugend-Alijah seien bereits zusammengestellt und warten auf ihre Alijah. Wir vom Bachad Erster Bildbericht vom, Schaffen des religi- Ösen Choluzbundes Brit Chaluzim Datiim Thema der Kundgebung: SCHICKSAL UND WEG der gesetzestreuen Juden Deutschlands Sonnabend, 26. Oktober 1935 FRANKFURT a. M. ■ Vmlmham. tard.haU 27. 20.15 Uhr. G*?rMi־n41«TabWn<׳T Dr. Jakob JHaflmann Sonntag, 27. Oktober 1935 REUTHEN : Saal der Beuftanf? l-ogc, 20.15 Uhr, Jtabfcfner hi Broch Berlin DORTMUND: Gemeindehaus*Saarbrücker Straße 1, II Öhr, Matinte: 16 Uhr, JugtndvorStellung: 20.;10 Uhr, Alexander AdUr-Brrlm HANNOVER : TumhaU* Bergstraße 8, 20.15 Uhr, Rabbiner Dr. E. Berkaidts-BerUn MÜNCHEN: Museumssaal Promenadestraße 12, 20.15 Uhr RabMner Dr. Laupheimer ־ Bad Ems Montag, 28. Oktober 1935 BRESLAU: [^*ssingsaal, Agnssstraße 5, 20.15 2Rafelrtn#f hi Broch Berlin HAMBURG: Conventgarten, fuhUntuHets, 20,15 1/1», Rabbiner Dr. Emil Bernhard Cohn-Btrl^n Unabhängige Misrachi - Landesorganisation Deutschlands Kleine Nachrichten Be! einer Kundgebung der Groß-Berliner Zeitung*• hin d I er sprach der Geschäftsführer der Rcichskulturkammer, Hans Hinkel, der laut Presseberichten u. a. ausführte: ״Die Zeitungshändler seien Vermittler des nationalsozialistisehen Geistesgutes an das 65-Millionen-Volk und hätten damit die Verpflichtung, alles das abzulehncn, was dem National- Sozialismus feindlich gegenüberstehe. Sie müßten ebenso gegen falsche und geheuchelte Mitleidsphrasen Stellung nehmen, wie sie es ablehnen müßten, unter der Hand oder unter dem Tisch jüdische Schriften und deutschfeindliche Blätter zu vertreiben.“ An den Ortseingängen zur Stadt Stade sind, wie das ״Nachrichtenbüro Deutscher Zeitungsverlcger“ meldet, von der Stadtverwaltung Schilder angebracht worden, die die Aufschrift tragen: ״Juden sind in Stade unerwünscht!“ (Stade hatte 1925 etwa 13190 Einwohner.) Die ״Donau-Ztg.“ vom 23. 10. berichtet aus Lands hot: ״Ein gewisser Karl Heber von hier schrieb an einen häesigen J uden einen Brief, in dem er eine Geldsumme verlangte, für deren Erlegung er verschiedene Vorteile versprach, die er auf Grund seiner angeblichen Parteizugehörigkeit bieten könne. Das Geld sollte in Pfarrkirchen unter einer Deckadresse hinterlegt werden. Die Sache kam zur Anzeige und Heber wurde festgenommen. Die Angaben Hebers über seine Parteizugehörigkeit beruhten auf Lüge.“ Wie uns mitgeteilt wird, sind in der Stadt Rathenow Schilder angebracht worden, wonach Juden dort unerwünscht sind. Am städtischen Rathaus ist eine Inschrift angebracht ״Deutsche, kauft nicht beim Juden“. In dem Luftkurort Ferchesar bei Rathenow ist ein Schild angebracht ״Juden betreten das Dorf au( eigene Gefahr“. Der ordentliche Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Berlin, Dr. Isay Schur, ist auf seinen eigenen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Prof. Isay Schur, der im Januar dieses Jahres sein sechzigstes RAND.se H U H ־ LE D E R in alUn Sparren , Bä cha rach, Berlin 111״<ןA5'iurt1r3lm'1nn? Lebensjahr vollendete, ist ein Algebraiker von Weltruf. Er hatte stets auch das lebendigste Interesse für alle jüdischen Dinge bekundet. Er ist seit Jahren Mitglied des Kuratoriums der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Aus Jerusalem meldet die ״DAZ.“ vom 21. d. M., daß in Haifa ständig Lebcnsmittcltransporte für die englische Flotte eintreffen und daß durch die Oel leitu ng, die in Haifa mündet, im Monat September 280 000 Tonnen Oel befördert wurden, fast 40 0״ mehr als norm aL Man erwartet eine weitere Steigerung. Der Innenminister des neuen polnischen Kabinetts, Wladislaw Raczkiewicz, hat anläßlich seines Amtsantritts den religiösen Oberhäuptern aller Konfessionen, unter ihnen auch dem Warschauer Ob errabbiner Senator Prof. Dr. Moses Schorr, Besuche abgestatteE Der Abgeordnete Peppo Malla, einer der beiden jüdischen Abgeordneten des griechischen Parlaments, wurde in London, wo er an der parlamentarischen Wirtschaftskonferenz teilnahm, zweimal von König Georg II. empfangen. Malla j ist seit Jahren im monarchistischen Sinn tätig. 1 Der Rektor der Universität Saloniki hat anläßj| lieh eines Besuches des Salonikier Oberrabbiners Dr. Zwi Jf ICoretz durch diesen ati die jüdischen Studenten des Auslandes die herzliche Einladung zur Fortsetzung ihrer Studien in Saloniki gerichtet. — Der Rektor und der Oberrabbiner wollen der Regierung eine Denkschrift überreichen, Ln der verlangt wird, daß im Ausland absolvierte Vorstudien einem entsprechenden Studium in Griechenland gleichgestellt werden. Auf dem Horse Guards Paradefeld in London findet am 10. November der Gedächtnisgottesdienst der jüdischen Kriegsteilnehmer des Britischen Reiches für die Gefallenen des Weltkrieges statt. Die Parade über die jüdischen 1 Frontkämpfer wird der Chef des britischen Reichs- Generalstabes, Fddmarschall Sir Archibal-d A. Montgomery-Massingberd, abnehmen. Sir Archibald wird auch | Ehrengast bei der Feier sein, die nach der Parade in der j Royal Albert Hall veranstaltet wird. Der Verlauf der Feier- I liclikeiteu wird im Rundfunk durch die British Broadcasting | Corporation verbreitet und durch die National Broadcasting I Company nach Amerika übertragen. I Genossenschaft des arischen Landhandels. In einer Ver- Sammlung der badischen Landkaufleute in Karlsruhe wurde die Gründung der Wirtschafts- und Handelsvereinigung der badischen Landkaufleute e.G. m. b. H. mit dem Sitz in Karlsruhe beschlossen. Damit ist, wie die ״Landware“ be- I tont, der wirtschaftliche Zusammenschluß des süddeutschen i! Landhandels nunmehr vollendet, da die Landhandelsgenossen- 1' schatten bereits in München für die Landesbauernschaft 1( Bavern, in Stuttgart für Württemberg, in Kaiserslautern für Pfalz-Saar und in Frankfurt a. M. für Hessen bestehen. Diese neue Kategorie von Genossenschaften erfüllt für den I! Landhandei etwa dieselben Funktionen wie die Warenzen- ׳ tralen für die bäuerlichen Genossenschaften. Sie dienen als Spitzeiivertcilungsstdlcn bei der Belieferung des arischen Landhandels. Das neue Reidisbürgerrecht. Bei der fachwissensc-haft-; liehen Tagung der Reichssteuerbeamten in München machte Staatssekretär Reinhardt vom Rcichsfinamministerium auch Ausführungen über das neue Reichs bürgerrech t._ Nach der ״Deutschen Stcucr/eitung“ erklärte er u. a.: ״Vor •einigen Tagen ist das Gerücht verbreitet gewesen, nur Mitglieder der ' NSDAP, würden Rcichsbürger werden können. Das ist Unsinn. Das Reidisbürgerrecht wird selbstverständlich allen Deutsehen zugestanden, die deutschen Blutesoder artverwandten Blutes sind und die durch ihr Verhalten beweisen, daß sie § 2 des Reichsbürgergesetzte gemäß gewillt und bereit sind, in Treue dem deutschen Volk und Reich zu dienen. Es ist auch ganz selbstverständlich, daß bei Anwendung des Reichsbürgergesetzes nicht kleinlich ver- I fahren wird.“ — Daraus geht hervor, daß grundsätz- I l ieh ausgeschlossen von dem neuen Rcichsbürgerrecht,dessen ■ Bedeutung in den bevorstehenden Ausfiibmingshestimmuiigen JJ noch erläutert werden wird, nur die Juden sind. Jj Liquidation jüdischen Besitzes. Außer den in der vorigen jj Nummer der ״J, R.“ erwähnten Besitzwechseln teilt die ״Ber- Jj Huer Montagspost“ noch mit, daß die ״Adrema“ Maschinenbau-Gesellschaft m. b. H. von ihren bisherigen Besitzern Jacob und ■Julius Goldschmidt an die Mercedes-Büromaschinen׳- Werke A.-G. in Thüringen für etwa 1,15 Mlll. Mark verkauft worden ist. KAUFHAUS AM S AVI GN YPLATZ 14 Karat goldene Armbanduhren 585 gest., etil Eiolti«, Schweiler Aaktrwt*](, 15 Slein« •SS־ ».VE* Z mF¥l JDDtSCHE Ar lieber her ich tet 22. Oktoh ״Als < derle Schi eine Ladu bchördc, i 1 e 11 und Waffensen Die Waffenein B e v ö I k Jude Katt in der ar Seite im 11: o r f a n i < berichtet, fast 400 01 bischen Z dung dies gern! zur ten auf, I <lats regier! das Verbt heit bescl: die Londo SamtlkT rung /un 2(>. O k t < alle Bertil sowie die fassen. Die a Mandatsrc d e r u 11 g Besitz bet die Regie lasstrnen Grenzen 1׳. Versch setzinig d Araber ut Da S jüdischer Zu di JT/V aus 1 Tadln geführt v I Im h eines Str! hülen. V< dem Erg zwischen hebräisch! Forderung wurde na briiischen Die Jen zette“ wi für das \ Finanzjah die Eiiin; Ausgaben Arbeiten; Pfund V! betrugen der mon ebenso 11 FT11 an zj ah allein ► Wie , zeigen Ussis!