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Jüdische Rundschau · 1935-10-25 · Heft 86 (25.10.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 86 (25.10.1935)
Date
1935-10-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr 86, 25 X 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Verkauf jüdischer Geschäfte Der ״Völkische Beobachter“ vom 23. Oktober beschäftigt sich in einem Aufsatz von Nonn ertbruch mit dem Thema des Verkaufs jüdischer Oescii affe. Einleitend sagt der Verfasser, daß ״die Ziel- Sicherheit und Wirksamkeit der nationalsozialistischen Politik dadurch bezeugt ist, daß dieser Rückzug der Juden aus dem Wirtschaftsleben in größerem Umfange eingesetzt hat, und daß irgendwelche beachtlicheren WirtsehaHsstörungeu sich nicht gezeigt haben,“ Er behandelt sodann die Frage des Ueherganges jüdischer Kleinbetriebe in arische Hände und sagt hierzu folgendes: ״Vcrhühiü.-müßig einfach 1 kg! die Frage der jüdischen Oe- 5< hüf!-vcrkii’1t'e dort, wo e- -Ich um Kluinhut!!ehe handelt, etwa um Ein׳elhan׳lel-gf׳sehatte. D i 0 j e n i g t* n d e u t s e 11 e 11 V o 1 k .לgenösse n, <1 i e ein früher j ü 11 i s e h c s (Jec h ä f t. erwerben \v ollen, k o!1 n c n sie h a n d i e B c 1;1 i u n g > ־ stelle fÜT (1 c - 0 b a f t s v c ז k ä u I u im Einzelhandel wende n, <1 i e v o n der A rht־ i I י! r o n t e i 11 g e r i e Im: t worden i צ t. Der ,.WirUeha!mpoliÜM i!e Diun>!׳־ N-likigt vor, daß die jüdischen Verkäufer l>1־i ihrem Au-/11g am |>em~<׳h!and einen Teil de- Verkaufserlöses in 1) e u ( s <־ h 1 a n 1י stehen 1 a יל s e n soll e n, damit audieser יל u m in e A n s p r ii c h r, die der K .1 u f e r n a e h R e r h t ü n d O e - setz an d c n V e r k ä 11 I e r -! e 1 I e n könnt c, h u f r i e ־ digt werden konnten.!י’•־ -oll -o die Vöglirhki'i!, daß der jüdi.-ehe Verkäufer den de ut-dien Käufer ii bei vorteilen konnte, au-- geschaltet weiden. Eid. ohnehin unmöglich, daß der jüdBuhu \ e1־k׳iufer den vollen DcMhciilel mit in- Ami.md nehmen kann. Pie Pcvi-enuoi verbietet es. Der (leut-ehcn Wnt -chatt die Rr)h-10U‘v(*r-־n־gung zu ermöglidien, liegt uns auf je len!'all näher am Herzen. ab daß der Jude sein DcM ins Audaml bringt. Außerdem i-t die Judensehaft selbst zum Teil m i r -«־! hiI< ii«g daran, daß der »daMu Tian-nr ihrer Verk;1uhcrlö-e in- Audand ״׳ti«'h in: indem sie Rovkoithetze treibt, bemühen sie -ich cif dg, die Schwier igkrüni, die d־ m Transfer der jüdBuhun Verkauf-au l׳>-u cntgegcmtchen. zu vergroßem. 1) i e se V er kau 1 sc rld s e, die i m 1 n I a n d c b 1 e ib c n, sie h cn;11 s o d e in R ü c k g r i f f d e s K ü u fers offen, der durch;1!11 t 1 i e h c hi nt sc h e i d u n g als b c - r c c h t i g t anerkannte A n s p r ii c he zu stellen h a t.“ Hierzu ist zu sagen, daß -״ wie aus diesen Ausführungen gleichfalls hervorgeht —■ der Verkauf von Geschäften durch Juden meist mit der Möjrlichkeit der Auswanderung ihrer früheren Besitzer verbunden ist, da diese naturgemäß im Ausland den Versuch machen müssen, sich eine neue Fxistenz aufzubauen. Die Frage der LkfükJation jüdischen Besitzes ist daher untrennbar mit der Möglichkeit des Transfers verbunden. Der Verfasser geht sodann auf die Probleme ein» die sich bei der Ausschaltung jüdischen Einflusses aus größeren Werken ergeben. Dies sei auch eine wirtschaftspolitisclie Frage, da als Käufer in erster Reihe Großuntcrnchmungen und Konzerne in Betracht kommen. Es entstehe die Frage, ob dies im nationalsozialistischen Sinn erwünscht sei. Die Antwort lautet: ,.Wohl kaum. Denn ersten־ ge-ehi'ehf ein derartig<r Kauf in -der Webe, daß der j ii <1 i s c h e B e :י i t z e r eines e i n f 1 11 ß ־ reichen Aktienpaketes dien‘- Ak׳ ienpaket aha üß!״ Die-es Aktienpaket also kommt in die Hand de> deut-elu'n Dioßmdernehmens, das auf das früher jüdheh bvdimmte Werk l'dmduß nehmen will, Aber Aktienpakete })liegen locker zu -it/en. Wenn ein Werk ati־; jüdi-ehem in deulx-ben Einfluß iibctjjehr, dann .-oll der deutsche Einfluß dauernd g<sirhert >ein. Dai-t er aber nicht, wenn nur ein Ecdtzweeh-ad von Aksienpakeicn -taCgctundcii hat. Zweitens ist. cs nicht, nat ioiuDo/ialBt Buhe Tendenz, den Emtluß der Croßuntcrnch nui iircii zu steigern. Wir Wollen im Gegenteil den Kinzuiunturnuhiiiu•! und mögliclote Au*10<־keumg der Wirtschaft, indem die einzelnen Werke r-elhuündi׳! v. 0! <K 11, zum mindesten aber selbaündig bleib!•*!. Da- Judemum in <lu Wir1-eba:t ist eine üble Era'lit'iming: die t1n.ui/kaf)italBlBuhu \ ei-c!tauhtuh: 11g der einzelnen W<*!׳ke ist es;11 hu־ auch. Ewäre nur ein halber Gewinn, wenn die Ausschaltung des jiidBchun Einflu-^.s in der deutschen Wirt-chaft nur eine neue Tnm-aki miowtlle in der \\ irtsehaft im (befolge h.ätte. Die Kaittci wei hu bähen an <k 11;nigeglirderten früher jüdheh bcüimmirn Wurkun in t‘1-!rr la!1ir ein juarktpolii B< lus lnten־--e. Sie erweitern ihmn Hinduß, um einen K׳mkunei1U־a lo-z.1׳ weiden. Die Ko-tf.11 il.itiir hat nmiM die ArbeitersebaU in den ftiilier jü* di-eh br-t iinmten Welken zu /ahle!!. die teihvei-e untla--!׳n witd, damit ilit’ 1*1 oduk! tnn-kapa/imn׳!׳ der Käuteiwerke -'ärkor au-- genutzt werden können. Dem kann tiden deiC-eiici) \ olke i-t auch nicht gedii'Ui : der Wettbeweib .-n]l!lieht, wie ein die-rii Edlen gt. -1 ׳ lieht, abge-el!wacht we! den. 1 au lern er soll ver-charit weiden, damit durch ihn die 1’1'uB.u )allen.״ Die Frage, wie dem zu begegnen sei, wird folgendermaßen beantwortet: ..Da, naheliegend -tu wäre, daß dmn. der ein Snihcr judi-ebe- \ ÜUei neliiueli amkaut!, die Ycrpll u 11t!11 נg auterlegt wird, während eine•- gewi-wn /.ciuamiii י kerne dcu> -uhuii m dun gekauMrii Weihen hu-ehä M i g len Arbeit er und Auge •t eiben zu eilt la --e!1. Du ׳-er /.eh ־ r.nnn küntiie auf zwei Jahre iu11׳ir--cn wurden, und zwar dedialo. weil bidaljin der letzte Arbeit dom ver-chwunden und uh •י Recht auf Arhoii vcrwiiklBh! sein \ehd.־ So wird vermieden, daß dajüdheh hi-timmte Werk aum!1 niat kl teubnBchu!! (nundeii aufgekautt wird. E i n e z w e i t e A u 1 1 a g e a ח d e n K a u f e r w ä 1 e. d a ß e r alle j ü d i s c 11 e J1 A n g v ׳״ t c 1 i l e n /. u e ח l la s >e 11 h a t, ihre S t.r 1 1 0 n a b e r m i 11 ,׳ e 11 1 - c h e n \ <> 1 k י g e!1 o - - e 11 b t־ c I z 111 ׳ muß. Ei-t he:1!e noch viril,uh -<>, daß in Werken unler jiidbrbem Einduß geiaüe die lei'endeti l’o-ten vorwiegend mit. (mleii!k'-ciz! -ind. WerdiUi dem Käufer dic-o \ e! p! 1 ieht ungeu auiedegl. daun wird atieli die Erage de- Kami ן )itü-c - der buher judielun Wtike lex hier zai tuii -eheiden -ein. Penn in die-em E.dle wini niehi nur ein Weik o,'k,n1i'!, und mi! die-eiu Kami wird niiht nur •in maiktt eehn 1 -11 ׳c- Kerbel levemprl vc J.iii'tallc!, -< uidei ü du1 lei ׳und 5 g׳. u Men-chen in *hu! zu üben ich im nden!»etinb werden aueh in Beinum! gezogen. Der Kauf i-f ahn nieh? rein kapitalioi-eh: imrl dam,u־i 11 e> aueh unnmglieli, den Kautpieimit rein kapitaliuisrht'U Augen zu bet! ach! eu. l)ie N’erptli•. htung, die dar K.micr gegeiiiiher der (.einig- -eliait (Ks auigek.iunen Werke-• übernimmt, -e!/t nuhitlifh voran-, daß der Kain'er daaulgek.11.Jt tc Weik nicht a!- I laich ■l-oojrkt beiujt/l. Daheißt ahn, daß er da י Aktienpaket, mi! de-<11־ Erweib er -ich -einen Einduß ge-ichei't hat, nur be-iimmte /.eit behalt. J)ie deut.-ehc WuUehan verttagt eauch nicht, wenn größere Aktienpa krte herum-ebwiminen. Wi!<l der Ai beit-phu /. der j;e-a1n1et1 deni-chei! (!elolg-cliaft in dem inilier iudi-eh be-1 imm‘e!1 Weda gc-ieheri und wird durciigeduzt, daß die-e früher jiidi-elicn Weike zu keinen Handel-'- (»bjekten werden, dann i-t weuig-ten־■ eneuht. dal'׳ die-c V erke wie Ein/ehuiteniehmen behänd»•!! wanden, aueh wenn -ie von einem Großkeiizern autgekault woideii -,nd. Ailerding-־ bleibt :111» 11 dann das Ziel, diew Weile in jeder fkviehung zu -elb-üamligr!1 l ntcrik'limMiigrii zu maelsen. I ht r dm 1 .! J i, daß adi jetnaud fmdet. der das \Ye!k ah -elb-tandige-• l ^ntei nehmen tiiliren will, wird die Ite-clnii n kling d»׳r \’eJ kidiier oder Ak! irnvei k.iiper wag lallen. Auf jeden E'; 113 ist aber die Auflage, der Gefolgwliaft den Ar heit-plitz zu erhalten und des trüber iüdmhe Werk!lieht als HaiN lehnbjekt zu hemjt/em, »־in Mittel, den l rbeigmig die-e- Werkes zur mmeit Selb-i.mdigkeh zu ei leb hha nö' Die llcmerkun^־ über den Kaufpreis der früher jüdi sc hon "Werke deutet darauf hin, daß dieser Preis zuungtinsfen des jüdischen Verkäufers h e r a h g־ e s c f z t werden soll, wenn der Käufer die hier formulierten _ Verpflichtun!gen bezüglich der Angestellten auf sich nimmt. Außerdem interessiert an Nonnen bruclis Vorschlägen der Satz, der die Forderung enthält, daß der Käufer alle jüdischen Angestellten entlassen soll, ln der Tat verengert sieh der Arbeihsmarkf für jüdische Arbeitnehmer in dem Grade, wie bisher jüdische Firmen in arisclte Hände übergehen, so daß diese Entwicklung noch zusätzlich eine Anzahl erwerbsloser Juden schafft, die eine neue Existenz für sich finden müssen b/w. von der jüdischen Gesamtheit zu betreuen wären. DER WEISE Schimon ben Gamlie! sagt: All meine Tege wudis ich unler Velsen aul und fand für den Menschen nidds besser als Schweigen. Und: nichf das Studium ist das Wesentliche, sondern das Tun. Und: wer •viel Worte macht, 186t Sünde ein. Aboi I. n (Uvbers. *׳. V. bl. Glatter) Die Zahl der jüdischen Studenten Der , ״V ö 1 k i s e 11 e B e o b: :1 c h t e r“ vom 23. 10. voröffentlicht einen Artikel von Dr. Karl Keiler: ״Die Hochs c h u I r c f o r m i 111 L i c 111 e der S t a t i s t i k“, in dem u. a. auf dm Anteil der j ii d i s c 11 e 11 b/w. 11 i c 111 a r i - s c Ii e n St u d e n t e n an den deutschen Hochschulen eingegangen wird. Es heißt in die :sein Zusammenhang: ,.DR 1 K Irutuii«׳, diu dur 1 Ra-'Uhl 1 .i^u• ht i dt 11i 1 mhati tlus I It );11- Schill* t'-<TK /uhoimni, ׳«״hl da!, mhu! (, 11 , 1 laß v« \׳ 11 <Jun luiuh-dua! -rhu!! Suitk'htuii < k1־ <k־m m ht 11 1 lo. huhu'un ad -.! 1! ׳ Ii ■■ lilt : 1! du! 1'adaiG )<^i ■: ■ buii Akatiumiun im Winter 1931 32 3.08 " 0 an!!!;du!' 1 1Mt h t!ח־׳! ( . lau heu -•!>uha.’m!1iHf׳״״h! 11,11, der AI >-.) JHHii U))l,r ) ('!!!! H ־ -tid jhr An׳1 s a In\ .(!׳»! r־tril;>11 tk hu',1 HU 1k■ Vulkul uni: 1925 nui 0.90 ׳׳., und T133 nur 0.17 ".11 betrug. Sie w, nun aB!» au »Bin Sindimi 1 <!1, 1- 1hvi1׳׳ m.d -<» -!ark 1 k - tui!i;u, als ih:u־n ihiur Volk-׳ ׳a h 1 11. 1־ h / ak am. 1!11 Wune! 1933-34 hutm^ du! l’m/t•115 .,! 1 z du׳ St! 1 ,i e 11 tun ] h d!;׳ l!r!1 Kl a 11 iu• 1! : auf -aini hu 1111 11־ h lulwhaU-n in! 1 ID-; ״ ׳׳ it ui •t ai .) ^«■iMnj'un, iim ati! ui iwn dum Antuii a '1 11,1 Ii: v Ömm g; t Dt •׳ |U n■ Iifll - a ז d e!1 S ml h u r a1> / u d ז H u k u ,11 ׳,;| .11 1 m : 1:. u u (dun ׳-. 11 > \ 1; Siuduiuun .lim 1 1׳ -!eil II״ I1-. I. '11 1 ׳B;׳ -־. i •1 t :!! ' a -!t 3 •u du; f B ■1 ml; ׳! zalil duf 11 ildinlur an! Jud» :! 1 lü Sin m '!» <<',>!!'י־• n •k k! t.nhiB-v, im =4gmjjL11 ii״Ur ISoftenWd1] Somniur 1933 1 ׳11111 99 r n.(3׳‘m, im Wim. 3 1934 1׳ 3 12 <״I ur 0. H; " ,1, aBo ein 011 K'! ׳׳huhti RnukuaGL; , 1 U i 4 ni At,.|., hdt1G 1 u 111 j ׳.״״ dur Allleil 11■ er J 1 י.d CU! I u hu! u1 w a »!!ו¬ I d n!! ul, er i-t h'/i a ו! 'י 7.23 ul. zuriu'hjH׳ 4au״u 1! i Ile Zahl der > ich( v g 1 l ,! 1 i »׳ r der Ab * a ־־; H na i f ן j it.i'li i-? gn.ße,, 3 Sduli ( •Hur S׳ m4f1,!11 -/.di i a n i ן! i ,!k 11'1:1.iK־;| ״,! im StMinuur 1933 -u! /tu -p h im Ss ז:1 ו mr 1933 3 e Z.ihl dur X iul!1 - volhu iur (Jfi35| zu ui ׳ hl ua; 1 z >1 1 Ul ,!!־! \ .CI- 19 ein ז 1! l -< Hif jiidi-uhuii lilule zu ('! W'a! 11 u Ii 1 jB oi 1, i U \ tu}!Ui (׳MT) am XI Buhlin^u!) zw i-t S tvi 1 judt ח MD■! \ i will ן tu!׳ ■I 1 /minim:• 11. 1)1. Mto'ii hn^e ^uhurtun iaa 1 0't Ins niu h ז dm ׳ in 11,■,!,. ü ( f!,!!}! M ■D-uvmui;!-uhnl't an, alier auc h von dun ruiiit n |ud! n ai id 1a-! um ZeiiliU'l au in'ihaib diu-ur (׳ Ullli!11-• cb.n1. Tudon dem י 'dlanltu D-hukuiint ni n י■ ach vu ',!!rn nur U7.1 dur K iulit - voihn iur. Sei n man. was aiicnl i n!4 nur im ״nd' ׳rn ״aiizuii zutiiilt, die rrichaieii?-•heu Siudviucm dir ni« ht ilci )>» ui-dicn S1 u»!t iiH'1n< halt, angtdiören, mit (h11׳ N11-111 vollarimi ghh'h, >o mach!»!! die .Vichtvollatit■!' int Winter 193-4-35 1,34 ״■> der (ie-amt/ahl der lek'Eihmt-1־hc11 Suiilenton au-; hei den Neu/tigüngcn wanm eallertlingN nur noch 0.41 °/0• Der Rückgang de- Anteilder Juden int kohfr —GncihTJ Sinne irn X'ergleieh ntil tler pi t u 1׳i1 h־u S<11<־d< 111.׳׳ 1׳ Jung v<׳m Sommer 1933 dürfte zum Ted nur scheinbar -ein, da uiCer »len reich-- deiit.-ehen N idtfuiilgliedeni der S• mitח׳u n-■ •hati -ich inumaliin auch eine »»uriiiu•»‘ /;!!!1 von Ariern h1-־indu1. (1 a lernt ״r mit dur M<>! irlihuit. von A1Mr9t<ui;111•■ dur nidi -('!irn K< •;iiuinuhaf! otU-r dem \ Uf'M hwuiatll <1• k י. 1 / i 1 1 G '11' »t i־ 11! zn t 11'׳ 'hlH'l Wt. •rdi-n nmij. S11W1 ־it uin wirk Ü־. hur Rnukmt 114׳ \mii) l;: . h'inu!!■ ur viel!» 'iuht t lar.mi hcruf tun, ddB tl iu A l'W .! ndu! H11>4 \u1: ■au! ti io M i - <!! 1 in o v . die auch nu׳i -Di 1 - t 101־ iu1 ׳ i ■uhull ( ־lau!tuii■ ״׳u!ia1:1■״ l.aM muh! anDÖ ruren, buüottuu ha!.*״ Eröffnung der Jüdischen Winterhilfe Zur Eröffnung' der jüdischen Winterhilfe fand am 22. 10. im Berliner Briidervereinsliaus eine Kundgebung statt, die zugleich der Werbung für dieses große Werk jüdischer Gemeinschaftsarbeit •diente. Dem Ruf, der a!1 sie ergangen war, waren zahlreiche bekannte Persönlichkeiten des jüdischen Lebens gefolgt, so daß alle Kreise der Berliner Gemeinde vertreten waren. Nachdem das Orchester des Jüdischen Kulturbundes Berlin unter Leitung von (ieneraimusikdirektor Joseph Rosenstock zur Einleitung 1 des Abends die Egmont-Ouvcrture zum Vortrag ge- I bracht hatte, ergriff der Präsident der Reich-Vertretung, I Rabbiner Dr. Leo Baeck, das Wort zu einer Ansprache, in 1 der er die geistigen Grundlagen dieses Werkes der jüdischen I Solidarität umriß. Er wies darauf hin, wie die Winterhilfe 1 als eine Aufgabe vor uns stdit, in der sich unsere sittliche 1 Freiheit bewähren kann und der gegenüber wir zu zeigen haben, ob wir den Ruf dieser Stunde begreifen und zwischen Schuld und Segen, den beiden Möglichkeiten unserer Geschichte, zu wählen verstehen. Heute weiß jeder von uns, I daß der einzelne Jude nur dann bestehen kann, wenn er in Morris Karpf in Berlin Während der letzten Sukkoth-Feiertage hat sich der Leiter der New Yorker Hochschule für jüdisch-soziale Arbeit, Prof. Morris J. Karpf, einer der Vertreter der Nichtzionisten in der Exekutive der Jewish Agency, in Berlin aufgehalten. Karpf, der die Länder jüdischer Masscnsiedlung in Osteuropa zu Studienzwcckcn bereist hat, begab sich am 2h. Oktober abends nach London, wo er mit Dr. Weizmann, sowie mit dem nichtzionistischen Mitglied der Palästina-Exekutive Dr. Maurice B. Hcxter, der dieser Tage in London erwartet wird, und anderen Mitgliedern der Exekutive Zusammentreffen will. Nach diesen Besprechungen wird sich Karpf nach New York begehen, das er als Ständigen Wohnsitz beibehält. Er erklärte, über die Art seiner Aufgaben in der Exekutive noch keine genauen Mitteilungen machen zu können, da diese erst in den bevorstehenden Besprechungen festgclegt werden soll. Jedenfalls werde diese Arbeit int Rahmen der Bestrebungen zur Organisierung der Nichtzio• nisten m der Agency liegen. der Gemeinschaft seinen Weg geht, die sich auch in einem Werke wie der Winterhilfe zu bewähren habe. Dr. Baeck schloß mit Bialiks Worten, deren ■Sinn gerade an uns in dieser Zeit offenbar werde: ״Richtet auf dies Volk, richtet auf dieses Geschlecht, holt hervor das Licht!י‘ Nach ihm sprach der Vorsit/emle der jüdischen Ocmcitulc Berlin, Direktor Heinrich Stahl, der die Aufgaben der (iemeinde bei tler ))iirciifiihrung der Jüdischen Winterhilfe darlegte. Er betonte, daß weit über 30000 Juden in Berlin zu betreuen sind und schilderte eien Umfang der Organisation, die für dieses W'erk erforderlich ist. Direktor Stahl beschaftigte sic 11 anschließend mit den einzelnen Zweigen der Jüdi sehen Winterhilfe imd rief alle Kreise der Gemeinde auf, sich hinter dieses Werk zu stellen. Allein die Tat sei für uns die wirklich realisierte Hoffnung. Mit dem Vortrag von Mozarts 11 a f f n e r - S y ni p h o n i e schloß der Abend, der ein würdiger und eindrucksvoller Auftakt für die Arbeit der Jüdischen Winterhilfe in Berlin und im Reich war. Gauleiter Hildebrandt über AuShängen von Schildern In Güstrow sprach Reichsstatthalter und Gauleiter Hildebrandt. Nach dem Bericht der ״Mecklenburgischen Zeitung‘1 erklärte er zur Judenfrage, daß er sich stets gegen das A u f 11 ä n g c 11 von Schilde r n mit der Inschritt .,Juden nicht erwünscht“ gewendet habe. ״Entweder wir haben die Kraft in uns, die Judenfrage zu lösen, dann sind diese Schilder nicht notwendig; oder wir haben diese Kraft nicht, dann sind die Schilder zwecklos. Wir müssen das tiefere Gefühl wecken und klar erkennen, daß unser Unglück der materialistische Geist ist. Zwei göttliche Triebe sind es, die niemals von dem Geist des Judentums überwuchert werden dürfen: die Liebe zur Erhaltung und die Liclw zur Fortpflan/nng unserer Art. Ueberali, wo der göttliche Trieb der Erhaltung überwuchert wird, handelt es sieh um den jiidisehen Geist. Wer das klar erkannt hat, kommt ganz von selbst zu einer anti-jüdischen Einstellung.“ Kampf gegen Tarnungen in dein Bericht, den der stellvertretende Führer des Mationafso/ialistisclien Juristenbundes, RÜd1s.'u11!-Iciu־r Rechls.mwait Dr. kackt, über die Tätigkeit des Bundes auf dem Niirnberger Parteitag erstattet hat, ist ein eingehender Abschnitt auch der Reichsfachgruppe ilochsilmlk'hrer gewidmet. Nach der einleitenden Mitteilung, daß die Aufgabe der Betreuung des Rechfswaltreniachwuciiscs als die vielleicht wichtigste Aufgabe dieser Fachgruppe, ״zwar in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien, aber nicht in staatlicher, sondern in bewegtmgsm.ißiger Form aus einem lebendigen ständischen Bewußtsein und dem Verantwortungsgefühl gegenüber dem gesamten deutschen Reeiitswahrcrstand erfüllt wird“, heißt es dort u. a.: XuBut tlit‘־(•!■ urmn l:e!l.,l•1 (״ /ic 1111! 1 > י am'.nil M' ha! ■■ Bli die Ruiuh■ k'auB ״ntpjM1 ־ B >ul 1 י 1 '1! 11!! e!: 1 el' Iur:!1 '1r!1״c mal /k BBhuim Arbeit. für »Ion Aultu'i u iiier n,:!i:)!1. ih-n/l fÖ- Iw 1 hi!u und ״i > huii 1 h : umur nat ionai-d'/iah-i 1 -.־! - 1:1, ,11 R־:: Ban ■ - iinu,־! Am<- murzimu aller hheralt!!-» hrn!11:3 1' ulk! inn,1 :en 1.» 11! ki ä: :0 — eingo-ct/.t «1111 iliiirligreiirmle biinlgr vidrlr. 1!1״ו111ו״״»!י .leliiel die i‘dr!1r.u npge. narhdem der j 11 d i •' 11 e I Ii 11 i 1 e 1.1 an eie deiil-che RerhUwa-cii'i hall tlinvh eine -ןnnrr 11״■ Almindnne der 11. ul-!׳!um Reiht-wahrer vom jüdiahrn Sshnitnun erlmuhrn worduii i-a, mit größter Waeh-.imhci( auf die in!11 a n 11 i g I a e h e n Tarnt! 11g e 11 an (׳cstell Irn W i e d e 11 ו e r d f 1111 n vor s uclie der j ti 11 i s c h e u o der j ii d i s <- I! g ■י ii 11 1111 c n e n Jurist e n und ihrer Verleger. Uet>er Orr podliveti Arlu-ii der Reiahs■ farl1״r1!|>|K' I!oeleeliullcliier d.ui ilie-e weniger zutage frei ende, alter nicht minder w ididge Aiuguln' der wh-rn-a haltliidirn Hekitinpfung immer noch einilul.iieidiei lii>er.diui-<■11-iüdhehei• Seldulliege nicht ühev-idien werden.“ In der vergangenen Epoche waren bekanntlich eine Reihe von wichtigen und oft zitierten Gesefzeskomtnentaren und anderen juristischen Werken von jüdischen Gelehrten oder von Geleinten jüdischer Abstammung verfaßt. Sven Hedln Wien, 23. Oktober. (JTA.) Sven Herl in, der in Wien cingetroffen ist, um einen Vortrag über seine jüngsten Entdeckungsreisen zu halten, erklärte Pressevertretern, es sei richtig, da IS er• teilweise jüdischer Abstammung sei. Sein Urgroßvater sei ein aus Deutschland eingewanderter Jude namens örody. Er nahm später den Namen Berliner an, und dieser wurde dann in Hcdin geändert. ״Ein Sechzehntel meiner Abstammung zum mindesten“, sagte der Gelehrte lächelnd, ״ist nachweisbar jüdisch.“ Dar FF-MASS-ANZUG aus gutan deutschen Maßstoffen RM100.-,120.־ aus englisch•» Maßstoffen RM 130»־ FF-KLEIDUNG-FF Zentrum: Spittelmarkt 11,12 u. 13 OldenburgerStr. 48, EckeTurmstr.

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