Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 85 (22.10.1935)
- Date
- 1935-10-22
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 85, 22. X. 1935 Briefe an die Redaktion Die Ursache in der Kwuzah Kjn ('linrod, des! 13. Okt. 35 Sehr p. dirte Redakt Ion I Durch <Ik in Nr. 7 9 der ״Ja- “10״! »-! :W1 lu-h Rüi\> unter dm l.VlK'Uvt h!,!t .,] h i Kr* Ulkt m 1V1׳ Kwuzah“ \ v r< * n ( n11 h ־.׳)!1 ׳ W ״- dc-riGi!)!.׳ tlL-s AnTiT v m Dr. K.ii;nrr im ..Miitiinmi ־1 ״ der vorkdiKiii-iK' Au^< h ,1!ty V v) (J 111 Kw1l7.nl! 1!<“! u 51׳ Irl I K '!um■ 1 ל iiu, für die fite .,Jnd. 1 kuNr hm!'־ die e!u?.i;G- Z.k 1:!1; ^׳■- jü N oder das paid'i!iien-"! hr י ii-M'i! ehru i>edct1n'!, m Faiuh (־ Vr!!2 1 '■י• Vörden. Der AMniek di Aidsdimüa an <ik־-iT Sn■! 11• mtü < ein Verz« 11 U'5 Ji• Id von d len Di i )!. Kaikwr \\1nU1• dunh M-iiiui im .. i > 1!u j imkufium“ f. .Au 11 >׳ u« k dr ׳• i:.!!rrm 1.t■ I>t״י-:1־ j, «irr;:«!<« 1k!U>u?.i- Sehen Su!1;:!t de- KOhm׳!n! udl.ui. krh ICk .! :■ י!• m׳ Mmn m.! 11׳ i ,r: 1 k'A ■; /■! 1. h ■: ü i Ir. Kdhn-I d r! :. י( י: h d - Al;■ .־■ *. hu h .1 . tuי■•-.' ./)׳ c. .ui Inhal's teilwiisc laiimge Tun der AuüAhhing, die nur durjemge ndidg %־nsf1'hvü kann, der in ^ler Kw! 1?11!׳ Fht, verlor« n. Auf jedm ikd;! muh durch du׳ Wiedergal>c ui dieser Form der Kmdruck ciwrfkt wi-iiidi. ah lutTo der Kranke in der Kut! 7*111 jH1.1־d׳y,!1 du0 ־,!;den י in!׳u ־von der Adelt völlig \Yr Im-eiK'!1 zu edei len, lur י״י!1ו n ־ י ן! On! 1,־ln‘s \V.<!; igthici! sieh n:e!n..nd i!,ter- «'-־-:er!.! >r. K!!Iiht!>>,1 u!d 11 cim ..A11! *;!nn»;'־ nicht zu erv.diner», weh v, ir e י alle w!*,-rn, ln der ,.lud. Runds■ hau“;!her %\ ihl 1a zur (.׳iü'citigrn Fn hurn.u an. wenn der Fe ,er 11»1 ־׳ it daranl Tin<’ru ii•-«. 11 m ird, v\ie* viel die gegenseitig,. U!|!d von Mmuli ZU׳ AI eine!! he hütet. Wühl;ul,ן da und dort die e;!i/e!neu hier auige/.i hheit Mangd, d •er :•de trvt■'״ doch j:\ceih dun nur einzeln auf. und de m (1 <! u 1 m eit gt imu ht dur! 11 a He; e \ <ז." )!;׳ . die cm K 1, ז! iker ::td 1' der ste* s alle vdn;׳ I a u , k!? ji n <11:7.1;;״ n K:e!>, um liilist 11!1 nu t! i! e ׳ ז h |. Iweinn! ha׳, ingin; *A Wir haben hei W iedt reahe r derartiger Aetißeningen den U־ an dn\ Hvmühwigen zur Abstellung von l!1111 ■ länglich!;(«!! vn au f (1<׳/j/e/<־/], die von tf er ()Öffentlichkeit saust weniger hcuchiet iverden, mitznwirfu '11. Lntgcger 1 der \lcilutng des 1k le.jschrvihers niäi'hten wir sagt'11: Die positiven!Seiten 1Ues Lehens in der Kivuzuh teurden so häufig hervorgehoben, daß es erionlerlich scheint, gelegentlich auch auf andere Tatsachen hinztuccisen. (Red.) Der Name ״Iiurc” I!c1!i:, NW 87. 17. >a!a־״f In .!er 11■,:■•■!״:?',;׳״:יו ״■״ ״Der l.cur W v., r 1 lt,•::״״•.״ Simln inn r (.,J. Kd Nr. 8182! C1 iUn-rl de! ah! Ko ־.ei.ii m. il.en Fake! י Frau, duk -eii N.ene JeuK'ldiu w m n a . Igu de rf!)edrute. Wold vis kn L< •<;חז dt ca zum cr'ten Male zum He- Wükt'-cm <g hiiiüll! n. d;d.i de! SO ״pH-uldch" klmgeiide Name he* brai-..|1cn Trsprunjm i-L I>!e Ueikuict der Namen, zumd hזג! ,.׳!, jeden, ist ein oft h .1.!e - K - 1!< ן el. ln einer Fa• na!e: ,׳■:/( >gr d« ( h"ll, i l iddi dt t s ' a;r■ I;dt u: 1!a a g ,1 dm Yen u inen Inn׳; der nur l ruh! 1 de■, o't mn iua Mitgliedern des drnmnhen A'eh :;ui ge־;d len \\ar. Wu׳ mir g't:r■■ 1 U־:>; ai'ten v!. r סי hem. יזי־ ht ■ a -er Name!11 kein׳uki F« . z:dna!g /!! <lt׳r hduau-wh!1 Form 1 iure (VY< >rt, Spnieh I. A'ielhaeht ein Fe «er den Frsgmng des Name!,:; Fnre au!kl:irr!1. 12; vorzaiglii 11er 1!oehadittiug M. L e h m;1 n n Nachtrag. Die Rcicl1svtrtrdu!1sr teilt mit, «laß irr <iem Aufrnt der jt«Iischen Organisationen miiu J 11 el i s c h e n \\' i nt e r h i 1 f s w e r k die V e r e i n i g 11 11 g für das r e 1 i - g i o s -1 i h e r a I e | u d e n t 11 m »idit mitaiifgeführt worden ist, was hiermit naeh^eholt sei. Neuer Dampfer Odessa.Jaffa. Am 20. Oktober führt der neue Danipter der Sowtoipflot-I.iiiio ״(inisia״ /um ersten Male Von Ode-Mi auf <ler Streike UI,11111111׳ Saloniki Pir.itis■- Jaffa I Nh; 1:11.-־ l.laidnii (ide.-sa, I )er I )ampfer bat rund •10'Mi t 111ki falit 71)0 Pa-saoiere. Ilr lept den WeiT Odessa - Jaffa 11.;. Zw i-ehciutaliunen in I)1..■ Taipen, eien ICiekweo in -t'..• TaLfcu /uriiek. Der Fahrplan *-ie-ht eine Alifalirt alle lt Tape OieiHt i;m v!>n Odessa vor. Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Breslau. Die Jvonzert>adon erdffnetc diesmal der Geiger Stefan Frenke], und zwar mit einem innuesmutm Programm, als dessen Höhepunkt die Wiedergabe von Rogers Ihaludium und Fuge itir Violine zu werten in. Der Pianist. Josef VV a gner nahm sich des Khnietparts mit Liehe und Sorgfalt an. — IC in icinnerviger Künstler ist .Simon Goldherg, den der Jüdische M 11>ik verein als Soh-'ten Ihr *ein ei-te-, Abonnements-Konzert verptliehtet luitte. Fr spielte da s Heethovetoehe X'iolinkonzrrt tonlieli ger,t(l('Zü ideal und mit großer Tiefe der Fmpfindung. F),k Orchester des Mu-dkveroir^ enüllte ilie schwielige Aufgabe der Hogleitung mit I'dtifiilälungsvernii'igni. 1 )!e reietien Flüchte d er F.rzichungmrbeit K11 rt Havellands zeigten sieh in der Cmmlan-Ouvertüre, erhddit'h gün-'iger allerdings in Heethovcns Achter Svinjihoiiie. -־־- Im verein Inuten ui! die Hreslauer Sängerin llerta (iliirkman n, die mit einem um!;tngromhen, vorwiggeml Ivdw lu11־ Programm hervortra t. Mit dt־r Auttuhmrig der fremdsprachige״!Jeder errang sie einen starken Frl'olg. HaveMand envies sieh wie.lcruni als ein ausgezeidineter Begleiter am Klavier. Martin Hau s d 0 rf f Bruchsal. Die \Vin!era!he!t der ZOG. wurde mit einem Vortrag von Dr. Paul Tiinzrr. Stuttgart, üix-r: ,.Die!5010 rr n!1g des XIX. Zionistenkongre.N-es tür die ln!U־n in Deutschland“ ringe׳leitet. Die A’eran*■ta 1־ tung war von zirka IGO Gemeindctnifgliedern Ix'^ueh!. Atts^hhehtiid konnten zahliciolte ' \ouaufnahnK־־n verzeir־!inet werden. Die Ortsgruppe zählt je! 7! 60 Mitglieder. Frankfurt a. M. Am 10. Okt. farul ♦ine Bezirk stagung der Verlkiude!;olfiiMher Juden (Frankfurt a. M., Wies-haden, Saargehiet, Mainz, Ludvi igshamu, 11י’־ Ida. Darmstadt, Worms) statt. Nach Anhörung der einzelnen Kct< rate wurden wichtige Besdihi-se• angenommen. U. a. wmde angereg!, die Initial ive zur IJnhetufung einer Reiehskonferenz de»־ in 1 )eit!M-|!k1ud lebenden |>01n!s0h!׳n Juden zu ergreiien mit dem Ziele, zu lehrijvw ich! igen Frag.n Stellung za nehmen und die Gründüng eines R<• i!־hvvtubandes in die WJ-ge 2וי leiten. Duishurg. In der zionist!--ehen ArheiNgeiiHdn-'ehait liielt am 9. Okt. Hans Seiden! ktg. Düsseldorf, ein Referat über: ,,Jüdische Jugend, wohin?“ Heidelberg. Am IG. Oktober veranstaltete die Ortsgruppe einen Vortrag über ..1>J• Aufnahmefähigkeit Pnläי*!nas -- Die Studien einer Reise‘־. Reieuist war Georg Guthrnann, I־'r׳ankfurt Kreuzburj» (0.-S.). Die Zionistische Ort^gu!-!׳ >e eröffnete ihre Winterarlxüt mit eimufi N'ortrag von Herix'rt ( hüsenherg: ,,Zur Situation der Juden in I >eu!sehhmd“. Fine angeregte Diskussion bewies, wie notwendig solche Veranstaltungen sind. Roscnherg: An! 14. S<־j)tembcr sjirarh in der Zionistischen Arbeit?;♦ gemeinsehnft Fritz Tau, Bruthen. über Auovanderung —־ wohin!“ Die Aushihmnigm wurtlen mit großem Üeifall aufgetiommen. An• schließend fand eine sehr intere-mnte AU's,j)raehc statt. Schönlankc. Die?ioni-ti-clie Ortsgruj>j>e hat einen tieuen Verlust zu beklagen, Naehtlem ihr Wtrsitzender. Rechtsanwalt .Ascficr, vor einigen Monate״ verschieden Bf, verläßt jetzt auch seine Gattin den Ort. Du■ Versammlungen der Ort sgrnpj וא hatten unter der lAÜ• tung von IJan Archer!־in hohes Niveau erreicht und auch viele N ielitzionisieu in ihren Bann gezogen. S. T. Stettin. Am 23. September sprach der Präsident des Deutschen Makkahikreise«?, Dr. Hans F r i c <1 c 11 t h;1 I, Berlin, in der Gemeinde■ Sy nag! 'ge!ihr!: .,In der Schick saHuunde des jiidi>chcn Volkes — Hoffnung und Aufgabe“. I.andgcrichtsr.it Mäischke, der die Vervammlung eröffnen־, wies auf die Bedeutung der Rocch-lla-ehanah- Sammlung des K.KL hin. Worms. Dr. Joachim Piinz sprach am 23. September in der überfüli'en Synagoge über da^ Thema ..Na! 11 dem Kongreß — und weiter?“ Auf Wunsch der Anwesenden fand eine Aussprache statt, die sich bis 31 itternacht hinzog. Ankündigungen Breslau: Jüdisches I.ehrl1au>, Frdffmmg am 3. November, 11 Uhr, Agne>.str. 5. Prof, Dr. Seltna 'Fäubler-Srem. Heidelberg, behandelt ״Das Juden[>roi>1 t‘rn im Wan lei!1er geschichtlichen KwheinungcrPN ■־■•־ Arbeitsgemeinschaften ü!x׳r Bibel und Geschichte von Dr. Ilcrtn. X’ogelsfein, 1)1*. Albert Lewkowi'z. Dr. Dra-J Raiün, Dr. Willv Colm, Dr. Flse Mrideer, -־ - Allgemein׳.* ArD'i 0g«'meinsehaften von!<0-0 Biulm■!. AlKed <ä׳Tn. I־!friede Kober. Dr. Fr ich Werner. Dr. Bert D.Id Helnricii. —י Duisburg: Dr. Wassermann hält am 24. Okt.. 8.30 V hr, im Tlu/odor■■. F; ei!; r 11,01ein Referat iüht: ״Palästina --- Herbst 1935“. — Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr: ,.f'hannn“, Sehau-piel von Martlia \Ver!hri:ner. Recklinghausen: 24. Oke, <’demoindcha 11s: Ein Jüdisdier Denker Aron David Gurewitsch, Zur Grundlegung einer Synthese des Daseins. Der neue Geist Verlag; Berlin. Dieses vor mehreren Jahren erschienene Buch aus dem Nachlap eines ganz jung verstorbenen Autors verdient der Vergessenheit entrissen zu werden, denn es zeugt von einem Menschen, dir aus der Lieberfülle seines Wesens in einer alle fesseln der Schablone sprengenden Produktivität Ge■ danken über Welt und Lehen hatte. Wir haben daher einen philosophischen Mitarbeiter um eine Würdigung des Werkes gebeten. (11 e<L) Ein erstaunliches Werk. Man hat das Gefühl, einem Geist zu begegnen, dessen inlcnsiiät, Tiefe «md Selbstgewißhcit die Grenzen des Bewußtseins überflutet haben. Der Autor war ein russischer Jude, der an deutschen Hochschulen studiert und zuletzt in der Schweiz gelebt hat. Eine fast unheimliche Spannung füllte sein Leben aus: ״Ich habe in mir schon alle Verwandlungen und Inkarnationen durchgemaclit, und meine einzige Hoffnung und Sehnsucht ist nach dem baldigen Tode gerichtet.“ Ueber den Ausklang dieses Lebens berichtet die Herausgeberin: ״Voller Jubel, vollkommen frei und restlos versöhnt, verließ er an seinem letzten Tage das Haus, um seinen täglichen Spaziergang zu machen, und — kehrte nicht wieder. Man fand ihn am andern Tag Jni Thunersee in der Nähe des Ufers stehend unter dem Wasser.“ Er war 26 Jahre alt, als er starb — im Bewußtsein, ein philosophisches System geschaffen zu haben, das die Lehren der früheren Philosophen überholt. Gurewitsch war bemüht, der durch die Einseitigkeit d*«r Standpunkte und Kategorien verursachten Reduktion des für die Erkenntnis zugänglichen Seins enfgegenzuwirken und die durch Kultur und Wissenschaft vollbrachte theoretische, aviologische und soziale Auflösung in einer neuartigen Weltanschauung überwinden. Durch Auffindung von 31 Grundbestimmungeil, die jedem Dascienden zukomnien, gelangte er zu einer philosophisch-mystischen Synthese des Daseins. Die Struktur des Daseins faßte er als Transzendenz-Immanenz, als Einheit von Ineinander und Auseinander, von Selbstset/ung und Selbstverleugnung. Diese Einheit war für ihn ״der innerste Bewegungstrieb aller Welten“. Diesem Denker ging es um ״die ewige Reinigung und Befreiung jedes Wesens in seiner ewigen Reinheit und Freiheit“. Sein mystisches Erlebnis war: ״die absolute Universalität, ürenzenlosifkeit und vollkommene ewige Vollwertigkeit aller und jeder Realität‘•. Das Ergebnis dieser tiefschürfenden, kühnen Bemiihung uin eine Neuordnung des Denkens ist eine geradezu utopische Philosophie. Was ist zu tun, wenn man in keiner Doktrin auslialten kann? Gurewitsch, der ״unter der Art der Identifätsgegensätzlichkeit“ gedacht hat, zog den mystischen Abgrund den« Doktrinarismus vor. Dr. A. J. H. An die jüdischen Komponisten aller Länder. Die jüdische musikalische Gesellschaft in Warschau, die sich Pflege ji'1discher Musik zur Hauptaufgabe gemacht hat, fordert die jüdischen Komponisten aller I. ä n d e r auf, ihre Werke oder wenigstens ein Verzeichnis der veröffentlichten Kompositionen der Ge Tlschaft einzusenden, die sich bemühen will, die Werke der jüdischen Komponisten zu popularisieren. Noten und Mitteilungen sind an die Adresse: Zydowskie Towarzystwo Muzvezne, Warszawa, Leszno 14. zu senden. Essen: 26. mul 27. Ük!., Juyt־n<llu’im: Wuppen,!!: 28. un<l 29. Ok׳,, Fr1״u*nk!uK: Gelsonkiruhrn: 31. Okt., . (Maire Feldern und ein Flti^H: Aachen: 24. Okt., Riafu»haub A.eiu; Köln: 26., 27., 28. und 29. Okt., Genieiiidt'haus; Rn׳kii11Dh;u1><־n: 30. Okt., Ge• mciruldiatis. — Obcrhausen (Rhld.): Zion. ()rt-^rupjH:•. Am 22. Okt, spricht Dr. S. \Va»enna1m über: ״Das heutige FalaAma“, Familien - Nachrichten Frau Dora Fein, Biaunsbcrg (Ostpreußen), wird am 28. Oktober 75 Jahie ab. Herr Simson O.irlebach, Fiiheck, J50j)lii1־nstr. 10, begeht am 1. November den 60. GHmrKtag. I Icrr Hugo F leis <11 ־ h a c k e r, Düsseldorf, Moltkestr. 6, wird am 1. November 87 fahre alt. Der KuhmlH.imte a. I). Anie! Rehfiscb, Brcdau. Ilofrhenstr. 29, wird am 11. November 80 Jahre alt. Hai 1*!ei! am Ge.II und ir_r1!־׳<i i'lwe MT.mderL' Gar nichts. Das Oed l:md rd. wie ewar, . I: # s Oebirge, \\je es war. SciniHi!/ ize \\ a-'er-tr■11 •11111 ־ her11ule 11 das Tal, ri'if'tcn das Gesl rä III 11 I 11• - I I ite 111 ן r|/e«. 1 e! I -11dl, I lll< I 1־ le r O(•( |];1 I|(l - i bl L) -eil w il) t;111. I )11• Ae!ie -ind. wi!• alle Jahre, ,1111־ die Gebieu-hölii'ri ver- ]e”l. l'.r, li;e-eiud,!!־'(! I e her.״ -11׳,•!_'la 1111!. daß das \\ cilSe II.'Hl'“ Ileir-ehan idter da- ().•.ilan.l an-gelireitcl nnd die Or.ln!'!1111! da- \\ a —er utile!• -.׳ine Gewalt gehraclit habe. I .r halle;!11 die /;nilieridei■ de- ( dies. .1.1 11 ו;ןu.'enieiir“ ׳.״glaubt. Als dii'ser 11m halle rillen In--.•!! mal ihn fragte: ,, lt asrliid, hist du bereit, in- Oedland zu c׳״ In•n und Männer für die ()edl;111111־-eh!in 11•;111-/uw ä! den'. lulle f’ia-rldd eeanlwortet: ...L1, ich kann dir -..!ehe Bur-eheii 1. 1i 1)Lren.“ \ls ihm da 1111 der ]ngeiilenr ge-agt halle: ..Geh, lia-.diii I, und sieh zu. (lein \ er- -|)r.׳ehrn zu hallen!“ halte er Iren 1׳rgeh<׳n ׳)״antwortet: ״Ich stehe dir, Ghawadja, zu Dicn-teii und gelie.“ Denn Basehid w ar hereits zu «I! ־1׳ ( elierzetigung gekommen, daf'1 es für die '!ätmer!1er Zell*‘ «lieht- Besseres eelu׳. als im Merke zu arheilen. Ihr war dann zu den Zellen des Oedlands liiiiaheeziigen und halle den Hal-M-rsamuilungeii h«'igewohnt, Kr selb■•! wiil'de nicht, sixlier ihm die Kruft der Hede kam, denn die Morte flössen •wie eine ülM'rscliüiiiiiemle Quelle uns seinem Munde: ״(ieenrte Scheichs! (!hawadja Ingenieur vom ״Weißen Haus“ Lilat nach euren» Wohlergehen fragen, nach euren» und dem eurer Familie und eure- ISe>il zes, Ghawadja Ingenieur ist, ins ()edl;«nd gekommen, um hier ein großes Merk zti schaffen, und er ruft euch. Kinder des Oedhmds, zu kommen und ihn» bei seinen» Werke zu lnTfen. Ghawadja ist, heim Lehen Allahs, großmütig. Kr hat mir befohlen, euch zu sagen, daß er rlie Söhne des ()eillands zu schätzen weiß. Diejenigen, die ins Lager zur Arbeit gehen werden, sollen frei sein, heim Es.-en, in der Ruhezeit und heim Schlafen nach der Sitte ihrer läter zu »erfahren.... Aller er hat mir befohlen, mich dies zu sagen: der Mensch muß mit der Maschine arbeiten, um den PI agei» und Seuchen, der Krnnkheil und Armut Herr zu werden, die es im Ocdland gibt. Auel» befahl er mir zu sagen, daß grol'w Tage für das Oedlaml gr'knniinen seien, daß bald Lieht seine Finsternis durchbrechen werde, zahllose Kräfte seine Dornen und Disteln atisräuflieni und W asserkanäle über seinen! 11 u keiien Hoden rieseln werden.“ Die Allen saßen, hörten seine Worte und schwiegen. Die Versammlung wurde immer größer, Hinter den Alten standen auch die Jungen, und Raschid, der ihre Blicke über seine guten Schaftstiefel, sein nach der Art der .,Fremden“ gemaehtes llnar schweifen sali, wartete ■verlegen auf die Autwort, der Alten. Dann erhol) ein Schrieb, einer der angesehensten unter den Scheichs der Zelte, sein«׳ starke und eindringliehe Slimtnr: ״Du merkst nicht, Raschid, daß du deine Seele den Freutden verkaufst. Wenn du deine Augen öffnen nnd das sehen würdest, was wir sehen, würdest du erkennen, daß die fremde Well, die zu uns gekommen ist. es dnranf absieht, mis. die Söhne des Oedland«, zu versklaven. Hast du denn nicht gehört, was die Kanonen in den Bergen im Osten des Oedlands angerichtet 11.11)«'!!'.י Daß man dort die Dörfer angesteekt und die Kinder mit den» Sehwerte gelfitet hat*? Hast du nichts von dein Streite gehört, der wegen Aaif entbrannt ist, wobei einer der Fremden vor aller Augen die Hand gegen einen der Leute des Dorfes erholten hat? Frag doel» die Leute, die ins Oed- Land kommen, und sie werden dir von «len großen lliiiiser», den Steinhäusern erzählen, die vom Westen her ins Ocdland dringen, von der» BodenI>csil7.crn. die utn Gehl die Erde des Oedlands verkaufen. Aorli ein wenig, und wir werden unsere Zelte nicht mehr von Ort zu Ort rucken können: norli ein wenig, und w ir werden unsere Kleitiricliherden nicht mehr frei in die Fehler des Oedlands führen.. Aber Rasrliid nahm sieh ein Ih’rz, den Alten zu unterbrechen: ״Die Keule im Werk sind anders als die mit den Kanonen. Sie halten in ihren Händen nur das Eiset» der Maschine.“ Der Alln zog seine Augenbrauen zornig zusammen, und mit vor Wut zitternder .Stimme antwortete er: ״Jedes Eisen ist Eisen, und das Eisen verwandelt sieh schließlich in ein Schwert. Du aber, liascliid, hör. was ich dir sage: sie werden immer stärker werden, Leberall, wohin du diel» wendest, werden hohe eiserne Troger und Steinhäuser stehen. Für «ms aber wird kein Platz mehr im Oedland bleiben, wir werden in die Wüste gedrängt wertlen. Geh zu deinem ,Ghawad ja Ingenieur' zurück und sag ihm, daß uns die Disteln und Dornen und die Felsen im Oedland lieb sind, und wir nicht!«*reit sind, unsere Gewohnheiten, an denen wir bis heute festhallen, zu ändern.“ Schweren Herzens stand Raschid auf, utn zu gehen, »viihrend ihn noch die Stimme des Alter», das Knistern des Feuer- Stoßes am Zolleingang und die Stoßseufzer der in der Runde Sitzender» verfolgten. Er blickte auf den kleinen Feuerstoß, zog den Geruch der Zelle in sieh ein, sclirmb! nach dem von den Füßen seiner Brüder und von den Klauen des Klein- «11»d Großviehs gestampfen Boden mid war außer sich. Langsamen Schrilles verließ er die Zelle, scliliig seinen Mantel rückwärls über die Schulter und nahm di«׳ Keule in seine IlaJid. Aus seiner Kehl«* drang ein Wanderlied, das den Zelten seinmi Ursprung verdankte: es besang die Gefahr der \A ege und die Pracht des ulten Oedlands. Erst, als er sieh von den Zelten entfernt hatte, hollen ihn einig(* der Jungen ein, die sieh von dort weggestohlen halten, und sagten zu ihm: ״Basehid. wir sind bereit, mit dir zu ,Cliavvadja Ingenieur' zu gehen.“ Zu ihnen gesellten sich noch einige Wanderburschen, und nachdem die ,.Ocdlandskumpanic“ gegründet war, begannen siel» seihst Leut(* zu ihr zu melden, die in Gegenwart der Alten Baselüd beschimpft hatten. Als Basehid an den Binseuliiilten der ״(fedlandskompanie“ vorlx'iging, die dort, wie alle Keule des Works, ansriditc. als er die Leute der Kolonne auf dem M erkarc.'il mit den übrigen Leuten des Merkes verkehren sah, begann er wiederum zu glauben, daß diese ganze Bewegung, die das Ocdland aus seiner 1/,'tliar־ gie gerissen hat, auch den Zelthewohnerii zum Segen gereichen mt'issc. Kr sah, wie die Leut«! der Kolonne, ohne sich zu schämen, ihre Kleider auszogen «ind den Staub der Arbeit wie alle 1-0111«- des Werks von sieh nhwuschen, er sah, daß sie ihre Arbeit mit Ueberlegung und Bevv»ditseiii verrichteten, und er glaubte, daß es für «len Oedlandsohn besser sei, ein Arbeit— mann wie olle zu sein, als auf das dürftige Stück Brot zu warten, das »Inn die dürre Oedlanderde bringt. In den nahe«» und fernen Zellen war Bewegung entstanden. Alles sprach dort vom ״M eißen Haus“ und von den großen Maschinen des ,Cliawadja Ingenieurs‘: ״Reim Lehen Allahs, große Tage sind Ins Oediand gekommen!“ Dann Lutte die M’interzeit. begonnen und das Oedland war wieder seiner Oednis verfallen. Der Wind und das Wasser wüteten, ־wie alle Jahre, mit zerstörender Kraft. AYiederinn erwachte im Herzen Raschids der Zweifel. Je heftiger der Sturm tobte, je höher die W'asserslriiine stiegen, und je mehr alles Lebende in seine llolilen flüchtete, umso mehr sehruinjifto der neue Glaube Raschids vor «len» Schicksal, das hcraufsteigt, um mit dem Ocdland ins Gericht zu gehen. •— — (Fortsetzung iolgt)