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Jüdische Rundschau · 1935-10-18 · Heft 84 (18.10.1935) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 84 (18.10.1935)
Date
1935-10-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Feiertags-Beilage NR. 84,18. OKTOBER 1935 Um den Sinn jüdischen Betens Das Tischgebet Von Prof. D a v i <1 B a u tn g a rdt Indern wir nachstehender ergreifenden Deutung des Tischgehet cs aus der Feder Prof. Baumgardts Raum geben, milchten wir nicht verfehlen, auf desselben Autors Analyse der Jom-Kippur-Liturgie hinzuweisen, die im Seplemherhefl 1919 der Zeitschrift ,,Der Jude“, 4. Jahrg., erschienen ist — eine Abhandlung, die ebenso wie die hier veröffentlichte besonders geeignet ist, Unkundige in den Geist und Sinn jüdischen Betens ein:uführen. (Red.) Das große Tischgebet, daß der Jude mindestens einmal am Tag nach einer Hauptmahlzeit zu sprechen pflegt, begnügt sich nicht mit einem ausführlichen Dank für Speise und Trank, sondern mit diesem Dank entrollt cs einen Umblick und gibt eine Besinnung über das ganze private, volkliche und selbst das kosmische Leben des Beters. Sobald es sich um eine Tischgesellschaft von auch nur drei männlichen Personen handelt, wird das Ciebet durch eine W c c 11 s e I I o b r e d e der Teilnehmer eingeleitet. Wie so oft bei den gemeinsamen religiösen Handlungen wird auch hier de- Einzelne selbständig tätig herangezogen. Der starre Gegensatz von Priestern und Laim, von Vorbeter lind Gemeindc besteht ja ohnehin im Judentum nirgends. Jeder ,.Laie“ kann auch in der Synagoge Vorheter sein und war es früher in kleinen wie in großen Gemeinden sehr oft. Außerdem kann er zur Thora mifgertifen werden, er kann mithelfen beim Ein- und Ausheben der Thorarollen, er wird als Trauernder persönlich von der Gemeinde am Schabbat in die Synagoge eingcholt, er kann sogar als Gelehrter als ״Bräutigam“ der Thora fungieren. All diese weise Gliederung der gemeinsamen gottesdienstlichen Handlung hat eine Fülle von reich ahgetönten sozial-religiösen Ehrungen und Tröstungen atisgebildet; und sie hat damit erst durch die Jahrhunderte hindurch das vielfältige, intensive und ganz besonders intime religiöse Gemeinschaftsempfinden der Juden geschaffen. So hat sich auch im Auftakt zum großen Tischgebet die Sitte ansgebiklet, daß beim gemeinschaftlichen Essen ein Vorbetender zuerst den Hausherrn um Erlaubnis bittet, ״benschen“ zu dürfen. Und dann erst ruft er: ״Wir wollen loben unsern Gott, aus dessen (Iahe wir allen.“ Und die andern nehmen dieses Wort auf und antworten: geloht sei er, aus dessen Habe wir aßen und von dessen Güte wir leben. Der Vorbetende aber greift diesen Ruf abermals auf und führt ihn wieder in einer Steigerung fort: geloht sei der, von dessen Habe wir aßen, von dessen Güte wir leben. Gelobt sei er und nochmals gelobt sein Name! Dann aber ist dieses Spiel mit den Anrufen, die sich wechselseitig steigern, schon im Rhythmus so deutlich gevvorden, daß es, noch weitergetragen, monoton werden würde. Und so bricht der Vorbeter nun ah und stellt in der ernstesten Prosa seinen Dank sofort in die weitesten Wcltzusammen hänge. Gott, so heißt cs da, lädt ja seine ganze Welt jeden Tag zum Mahle in seiner Huld, seiner Liebe und seinem Erbarmen. Das Hebräische ist bekanntlich besonders nunncenreich in seinen Bezeichnungen der Liebe und auch des Zorns. Die hier gewählten Nuancen der Liebe aber sind kaum übersetzbar. ״Chen“ bedeutet auch so viel wie Grazie, Anmut, Charme; und ״rnchamini“ ist so wenig hochmütiges Erbarmen, daß cs vielmehr unmittelbar in seiner Stammbedeutung mit Mutterleib Zusammenhang{. Daß eben, cliessed und rachamim hier Abstufungen der Liebe ״je nach der Würdigkeit des Empfängers“ bedeuten sollen, wie Samson Raphael Hirsch interpretierte, scheint mir eine zu moraüstische Deutung zu sein. Denn es wird da ausdrück!ich erklärt: Allem Fleisch bereitet er seine Speise, und noch deutlicher ״allen Geschöpfen, die er schuf'‘. Also weit über die moralfähigen Wesen hinaus wird liier viel freier von der Gesamtheit der Kreaturen iin Kosmos gesprochen. All dies Leben wird, wie es hier mit größter Zuversicht heißt, ständig mit Nahrung versorgt. Und auch uns, so wird mit derselben Festigkeit und mit demselben geschlossensten Vertrauen versichert, auch uns gebrach es nie und wird es niemals an Nahrung gebrechen. Daher: gepriesen sei der Gott, der die ganze Welt ernährt. Das ist die erste Brachah, die den Dank für die Speisung in ungebrochenster Zuversicht in das Fob auf die nie versagende Versorgung des ganzen Seins einfügt. Die zweite Brachah aber spricht von der Ernährung auf dem eigenen jüdischen Boden in Erez. Israel. Und sie stellt so nach dem kosmisch allorganisch cn Zusammenhang die Bindung mit dem v 0! k I i c h -11 i s t o r i s c 11 e n [.eben des Juden her. Wir danken Dir, so wird deshalb hier ausgeführt, auch für das herrliche, gute und breit geräumige Fand, das Du unseren Vätern zuteiltest, und dafür, daß 1 )1t uns einst aus Aegypten, aus dem Haus der Knechtschaft befreitest, und daß Du Deinen Bund in unser Fleisch einsiegeltest, wir danken Dir für die Lebenslchrc und für die I.ehenssatzimgen, die Du uns erfassen ließest, und für das!.eben, die Liebe und die Güte, mit •denen Du uns beglücktest lind für den Genuß der Speise, mit dem Du uns Tag für Tag zu jeder Zeit und zt! jeder Stunde pflegst. Und dann greift diese Brachah wörtlich zurück auf die Aufforderung der Thora (Dbnrim, Kapitel 8), in der dem Juden das Lob des!.,indes nach dem Genuß seines Ertrags anbcfolilen wird. Aber auch hier noch wird die Lobpreisung des Juden in Re- Ziehung gestellt zu dem Lob, das (lott ״aus dem Mund alles Lebendigen“ gebührt. Damit ist die Eingliederung der Beter in die Sicherheit des Gesamtlebens des Kosmos u1׳d in die angcb’iehe 11ationale Sicherheit auf dem Boden Palästinas hergestellt. Als ob nur Erez Israel die Juden der Welt ernähren könnte; als ob es noch Fingst nach der gewaltsamen Verschleppung seiner Bewohner tatsächlich alle Juden ernährt hätte! In diesem seltsamen anachronistischen S i c 11 e r - heitsgefiihl haben die Juden mehr als ein [ahrtauseiid lang noch in der Diaspora ihrem Gotte für den Besitz ihres ............... LEBEN EINES MENSCHEN Aus den! Buche Koheleth , . . Einst war Ich König in Jerusalem Und gab mir Mühe, alles zu erforschen Was unterm Himmel vorgeht hier auf Erden Denn damit quälte Gott die Menschenkinder. Ich sah, wie jeder werkelte und wirkte — Und alles schien mir unnütz, Jagd nach Wind: Was einmal krumm, dos kann nicht grade werden Was einmal fehlte, kann man nicht mehr zählen. Da überlegte ich in meinem Sinne: ״Nun sieh, jetzt bist Du klüger als die Andern Die je zuvor auf diesem Throne sahen Du hast gelernt, wo Klugheit ist, wo Einsicht. Du weifet: auch dies Ist Haschen na<h dem Wind Denn wer die Weisheit mehrt — der mehrt den Kummer Und wer die Einsicht mehrt — der mehrt den Schmerz. Und wiederum sprach idi in meinem Sinne: Wohlauf — nun will ichs mit der Lusi versudienl Und liöhllda sein — und mir was Gutes antun. Bald sah ich ein: auch dies ist eitel Wind — Zum Lädier» sprach ich: Du bis! unvernünftig! Zur Freude sprach Ich: was willst Du bei mirl Da fing ich an zu schaffen: baute Häuser Und pflanzte Gärten, prangend voller Bäume Und Knechte dingt' ich, Mägde auch; und Herden Besafe ich mehr als alle andern Menschen, Gold sammelt' id» und Silber, Edelsteine Und köstlich Gut aus Meer und fernen Landen. Nun kamen Sänger, und es kamen Frauen, Schön wie der Tag — die Lusi der Menschenkinder, Jetzt wandt ich mich — und schaule all mein Tagwerk Und wieder: nichtig wars — und Jagd nach Wind: Denn acht es stirbt der Kluge wie der Dumme. Was hilft dem Weisen seine Weisheit dann) Und id» begann, das Leben zu verachten Und all mein Mühn am helfeen Arbeitslog, War alles doch umsonst und Jagd nach Wind. Niehls bleibt dem Menschen — aufeer Essen, Trinken Und sich vergnügen hier, solang es dauert, Nach aller Müh — das schien mir Gottes Wille. Und aber wandt ich midi zu den Bedrückten, Sah ihre Tränen — Tränen der Bedrückten . . . Wer tröstet sie? — es siegte der Bedrücker! Wer tröstet sie? . . . Da wünscht ich mir den Tod. Und neidete den Tolen, dafe sie starben Und neidete noch mehr den Ungebornen, Dafe niemals sie erwacht zum Sonnenlichte Nie alle Bosheit schauten hier auf Erden, Denn acht den Guten sah ich untergehen Trotz seiner Tugend; sah den Bösen strahlen Trotz seiner Bosheit — — woll' es nicht begreifen, O Mensch! warum willst Du von Sinnen kommen? Dir bleibt nur Eins: die Saat am Morgen säen, Am Abend auch die Hand nicht sinken lassen Und warten still, ob Goit Gelingen sendet. Süfe Ist das Licht, und lieblich ists den Augen. So freu dich jeden Tag des Lichts der Sonne — Es kommt noch mancher Tag der Dunkelheit. Freu Dich der Jugend, Jüngling! lafe die Augen Sich letzen an der Schönheit hier auf Erden Getrost! und folge, wenn Dein Herz Dich antreibt — Doch wisse: einst harrt das Gericht der Seele. Wenn einst die Kette reifet, die goldgefügte Die Silberampel splittert, und der Eimer Zerschellt am Brunnen; wenn die Räder stillstehn . . , Dann kehrt der Staub zum Staub, wie er gewesen Dann kehrt der Geist zu Gott, der Ihn gegeben. Es sucht Koheleth Weisheitsspruch zu finden. Doch Eins nur fand er — das taugt mehr als Bücher; und Alles slehi ln diesem Sdilufegesetz: FÜRCHTE DEN HERRN UND WAHRE SEINE WORTEI Das ist der ganze Mensch — und weiter Nichts. Amgewältlf und übersetzt von Bath Hillei ln der Suhkoth-Woche wird bekanntlich in den Spncrgogen das Buch ״Koheleth“ — Luther übersetzt ״Der Prediger Salomo“ — gelesen. (Red.) Landes gedankt, das sie längst verloren hatten, aus dem sie in mehreren langen, blutigen Kriegen unter äußerster Grau:* samkeit herausgerissen und in alle Weit verstreut wurden. Haß man einem solchen Volk die Liebe zu seiner Heimat, die Liebe zum Boden überhaupt absprechen kann, wird sicher einmal später als einer der besten Scherze gelten,_ die die Weltgeschichte sich auf ihrem weiten Gang durch die Zeiten erlaubt hat. Die Treue des Juden zu seinem l ande ist vielmehr hier und sonst in unendlich vielen seiner Gebete lind Riten bis zur Paradoüe groß geblieben. Aber die innerste Kühnheit des jüdischen Empfindens liegt noch nicht darin, daß hier über alle 1 atsachen weg Erez Israel bis heute als der Ernährer des Juden.geliebt wurde, daß der Verlust des!.,־indes zunächst einfach ignoriert wird, daß die bitterste Tatsache des Verlustes der Heimat gewissermaßen als nicht geschehen angesehen werden darf. _ Die höchste Gewagtheit, die erstaun'icli-de Paradoxie ersteigt dieses schlichte Tischgebet damit, daß es nun dicht neben das 1 ob des verlorenen l.nndes als dauernden Ernährer des Volkes die Bitte u in W i e d e r g c w i n 11 11 u g von Erez Israel sieht. Es heißt hier fal-äch'tch völlig unvermittelt nacheinander: Gepriesen seist 1)11 Gott für des Land Palästina Jltiil für die Nahrung, die es u*1s gibt. Erbarme I)ich Gott über Jerusalem, Deine S adt, und über Zion, des Sitzes Deiner Kraft, das zerstört ist. Dieses Nebeneinander i־t, rein rational betrachtet, eine potenzierte U!1 v erst ä 1! d 1 i e 11 I; e i t. ja eine Siimlosißkeit. Tiefer gesehen, offenbart gerade (Lese Paradoxie, wie mir scheint, etwas \o:1 den innersten, unbewußten, geheimsten Kräften des Judentums. Das Judentum tiimnit seinen Ausgang von einem absoluten Vertrauen auf das Lehen, auf gelingendes, freue!- volles Lehen, fi« wagt!!her so, viele widersprechende lat- Sachen hinweg zu beä,־Hinten, daß ave 1 ebewe^eii immer ihre Nahrung find, n weriDn. Und noch \ic! überraschender: es dankt noch nach (ad zwei Jahrtausenden der Verbannung seinem lande für den!trag, den es ihm spendet. Als ob die ganze Din-;v,m mevt di ׳ lahrhumlertc hindurch von den Erzeugn!•seit lk,'ä-lians hätte leben ko1!1׳e;1. Aber das Judenturn bleibt dabei nicht h'i:1 ci g •gen die ihm so klar widersprechenden r:!Uacbm. Es weiß sehr wohl, daß siclg der Schmerz um den (•'all seines Tempels und daß sich die Sorge um das 1 ig'ielu Brot a1׳f die Däner nicht durch das Kühnste Verschweigen aus der Vc.t schaden lassen, lind so gibt es schließlich i;1 seinem Tischgebet an.dt der offenen Bitte um den Wiederaufbau seiner na Dona e i Freiheit und der offenen Bitte um das tägliche Brot den Weg frei. Den Durchbruch dieser Bitten habe ich immer als das ergreifendste Stück, a’s den eigeiit'!eben Mittel- und Höhepunkt des (iehets empfunden: Erbarme Dich, Herr, unser Gott, über Israel, Dein Volk, uber Jerusalem, Deine Stadt, über Zion, ilen Wohnort Deiner Herrlichkeit, über das Reich und Haus Davids, Deines Gesalbten, und über den großen, heiligen Bau, über dem Dein Name genannt ist. Und dann noch eindringlicher, — nach dem kosmischen und dem nationalen auch in den persönlichsten Lebensbezirk des Beters vorstoßend: Unser Gott, unser Vater, ach weide Du uns, speise, erha’te uns, pflege Du uns! Und schaff uns Raunt, Herr, unser < iott, bald von unserer ganzen Not! Und Herr, unser Gott, ach zwinge uns nicht zu Gaben aus Händen von Fleisch und Blut und nicht zu Borg von ihnen, sondern nur zu Deiner Hand, der vollen und offenen, der heiligen und weiten, damit wir nicht beschämt werden, damit wir nicht zu Schanden werden für immer. Franz. Rosen zweig hat diese verzweifelte Bitte um die ״wirtschaftliche Selbständigkeit" des Menschen in seiner deutschen Uebersd/ting des Tischdanks in eine viel gegdiittetere Form gekleidet. Ein paar Partikel, die ja das Hebräische nicht setzen kann (vor allem das besänftigende .,So“), und ein stillerer Rhythmus haben diete andere Färbung der Bitte bewirkt. Tatsächlich habe ich nicht nur in Westeuropa, sonderst auch in Rußland diese Worte, die etwa in der Mitte des Gebetes stehen, in diesem Sinne sprechen hören. Das süße, befriedigte Murmeln, in denn die anderen Stücke des Birkat hama-on gebetet \vm׳.l׳ot. war auch durch diese und die bald nachfolgenden Stellen ilnrel ׳: buhen werden. Die gesättigte, freudige i ),inkes-dinim ung, in die das Gebet bis dahin getaucht war. hieb auch über diesen Aufschrei ausgebreitet. Aber von meinem Vater und am 1. jnli l'/il habe ich auch einmal von Martin Baßer diese Worte in einer ganz andersartigen Erregung sprechet! hören. Und nach den Jahren der relativ gesicherten Diaspora- Existenz im letzten jahrhumlert d 11 r f t e jetzt dies e a n d e 1־ e 1' o 11 a r t w o h I w i c d e r d t e a 11 11!! 11 a t e r e werden. Dann wird sieh umgekehrt rückwärts von diesem Mittelpunkt aus selbst dem Anfang •des {iehets noch etwas von dem Affektstunu. der sich, hier erhebt, nutteilen. Die Angst, das Zittern im! d.n täglichen 1 ehen-untcrhalt, die in dem angeblich so reichen JnJcnvolk verst uidliclter ist als in jedem anderen, das auf -,einer Scholle sitzen bleiben konnte oder int (ir,!171־.׳!י־11 11־:• rיi:1 ■g. diese ständige Bedrohtheit des einzelnen Juden im Exil, ohne Boden brotlos zu werden, bricht hier erschütternd trotz aller religiösen Zuversieht durch. Und es bleibt gewiß nicht weniger edel, daß diese Furcht sich nicht äußert als die nackte Angst vor dem Hunger, sondern nur als die Angst vor der Schande, um Brot betteln zu müssen. Es gibt wohl in der Weltliteratur keine Worte, die den abgründig 11,arten Gegensatz, um den es liier geilt, knapper und echter malen als dieses Gleichnis: die wirtschaftliche Abhängigkeit, die wirtschaftliche Not, gerade heute wieder einer der schwersten Schrecken des freien Menschen, die hier gezeichnet wird als das Hingestoßenwerden zur fremden Hand aus Fleisch und Blut, als das Betteln um Leihgaben von Fremden. Und im ätiß •rsten Kontrast dazu die wirtschaftlichc Freiheit, die wirtschaftliche Selbständigkeit als das Nehmendürfen ans der vollen und offenen, aus der heiligen una unendlich weiten Hand Gottes. Schließlich aber wird das schwierige Ineinander von jüdischem Wunsch und festestem Schicksalsvertrauen in klassischer Prägnanz hier unmittelbar zusaminengeprelit in den beiden Formeln: ״O baue Jerusalem, die heilige Stadt, bald in unseren Tagen! Gepriesen seist Du, Gott, der Jerusalem baut in seiner Barmherzigkeit. Amen.“ Auch diese beiden EoniHäit widersprochen einander scheinbar restlos. Aber in Wirklichkeit fassen und beheben sie die vorangegangenen Sorgen an der Wurzel. Und dieses Nebeneinander von Vertrauen und Bangen schwingt nun weiter in viel bewegteren Formen, als sie der 006 'jj1*«?ressa1׳ieste pikante rtoofc’ me* *Op *H׳ASS£* mm ARTHUB PABISCH BBBUN ־galten Geschäftet

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