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Jüdische Rundschau · 1935-10-15 · Heft 83 (15.10.1935) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 83 (15.10.1935)
Date
1935-10-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 83, 15. X. 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Wie gestalte ich den Schahbat? Für Schabbat, 19.Oktober ״Sdieminl-Azeret“ Diesen Scliabbat widmen wir der Vorbereitung des ״Sim- Chat Thora“, der am nächsten Tag gefeiert wird. Man liest an diesem Tag den letzten Woclienabsdmiit?,W’sot ha'bracha“, eine der schönsten Sidrot, die es gibt. Sie enthalt den Segen Mosches, in welchem die einzelnen Stämme charakterisiert werden. (Man vergleiche mit dem Jakobssegen aus dem I. B. M. Kap, 10׳.) Besondere Aufmerksamkeit widme man dem letzten Kapitel, in welchem vom Tode Mosis die Rede ist. Dieser letzte Abschnitt wird dem ״Cliatan Thora“ rorgelescn, dem ״Bräutigam der Thora“. Zumeist ist dies der Rabbiner der Gemeinde, oder sonst ein jüdischer Gelehrter, der mit einem besonderen Aufwand aufgerufen wird. Der Tod Mosis hat häufig genug die Künstler aller Völker beschäftigt. Eine wunderbare Darstellung findet er in der Agadah. (Siehe: Sehr llaagadah.) Eine Uebersetzung der Agadoth um den Tod Mosches ist in der Simchat-Thora- Nummer der ״ J. R.“ im Jahre 1933 erschienen; auch in ״Moses“ von Edmond Lieg sind sic schön dargestellt. Die Jüngeren lasse inan Fahnen unfertigen, die sie bei den Umzügen mit den Sifre Thora tragen. Neben blauweißen Fahnen fertige man einige mit dem Wappen der einzelnen Stämme an. Außerdem übe inan mit ihnen das ״Hamalach liagoel“ ein und die Brachot, di« man spricht, wenn man zur Thora aufgerufen wird. Am Simchat Thora werden nämlich an den meisten Orten auch Kinder, die noch nicht Bar Mizwali sind, aufgerufen! J. E. Vom Feste der Fröhlichkeit Nun geilt die lange Reihe der Fest- und Feiertage ihrem Ende entgegen. Die Winter- und Regenzeit naht heran. Die dichtgedrängten Straßen und Plätze des rausch enden Jerusalem in den Wallfahrtstagen beginnen sich zu leeren, das Volk befindet sich im Aufbruch, es rüstet zum Heiinzuge. Während der langen Festesperiode hat Israel im Tempel Opfer für die Völker der Welt, für den Frieden der Menschheit, für die Versöhnung Gottes dargebracht. Den achten Tag, den Sehem i n i-A z e r c t, will Gott sozusagen allein rnit Israel zubringen. Er will sein Volk an seiner Stätte zurückhalten, um mit ihm eine kurze Weile intim zu bleiben. Der Midrasch deutet den Sinn des Azeret-Festes dahin: Gott spricht zu Israel: ״Verweile doch noch einen Tag bei mir, denn dein Fortgehen, dein Scheiden fällt mir schwer . . .*' Und das Volk bleibt noch einen Tag und freut sich mit seinem Gott, es teiert seinen Abschied . . . Dieses Abschiedsfest wird in der Goiali auf zwei Tage ausgedehnt. Es wird um einen weiteren Tag, um das Fest der S i m c 11 a t - T h o r a, verlängert. Es ist zum Fest der Fröhlichkeit und der gehobenen Freudestiimnung geworden. Das Volk, alt und jung, klein und groß, feiert au diesem Tage den Abschluß der Thora und bringt seine Freude durch allerlei Belustigungen, durch Gesang und Tanz, besonders zum Ausdruck. Wir werden diesmal unseren Oneg-Schabbat auf den Schlußtag des Festes, auf Simchat-Tliora, verlegen und wollen versuchen, statt belehrender Betrachtungen und Gespräche dieses einst so volkstümliche Fest freudig zu gestalten. Wir werden diesmal unsere I leime festlich sctimiickcn, die Wände .mit Bildern aus dem lebendigen Palästina, mit allerlei bunten Zeichnungen behängen, schön gedeckte Tische mit Früchten, Kuchen und anderen Süßigkeiten vorbereiten und durch Gesang und Tanz unsere Freude erhöhen. Für ■die Kleinen und Jüngsten werden wir einen lustigen Umzug mit Fähnchen im Heim machen. Vielleicht schmücken wir, wie cs etwa int Osten üblich ist, die Faiinenstöeke mit kleinen roten Aepfeln und stecken bunte Kerzen hinein, die wir dann anziinden. Die Größeren nehmen Kerzen in die Hände und bilden die Spitze des Umzuges. Es können dabei Lieder gesungen und von Musik begleitet werden. Fs wäre gut, wenn ein Simchat- Thora-Lied vorher einst!itlicrt wird, um es dann in Gemein- Schaft zu singen. Ein hüb-ches Lied ist 7. B. das von Warschawski ״Kinder mir hoben Siinclias-Tliore“, das wir im ״jüdischen Lexikon“ Bd. V, S. -116 vorfinden. Aber auch das bekannte Lied ״Sissu we-simchu be-Simcl1at Thora“ könnte in diesem Kreis gesungen werden. Am dem Hebräischen von ür. Max Mayer, Jerusalem 12 1'ortictzung Nachdruck verboten 11. K UMTEI. ״II ü g 0 1 d e r B 1111 e“ Die VVintorregen gingen nieder und die Erde weichte auf. Die Molken ließen sieh lief auf den Boden herab, krochen über die Berge, und der Weg fegte sie über den Himmel des Oedlrmds. Naß, diinbkiillet, versammelten sich am Abend die Leute von( ..Iliigel der Ihilie“ und brachten an ihren Schuhen Erdklumpen mit. Den ganzen Ta" ülx r waren die Leut(' auf dem Feld. Jechiel pflegte mit der Angel zmu See zu gehen, mul die anderen zogen zum Pl'li'igen oder Säen hinaus. Uri, der zudämmen mit ihnen pflügte und säte, seinen cs. als ob er den Geschmack des Bodens schmecke und seinen Geruch rieche. Sie sälen nicht um der Ernte willen, sondern um an dem Gehelninis der Frnchibarkeit des Bodens teilznnclinien, um den heiligen Durst des Menschen naeli den! Boden zu stillen. Wenn sie vom Fehle licimknmon und das Vieh in den Stall gesperrt hatten, setzten sie sich in die Hunde. Jeder sali für sieh mit seinem Grtlnnken. Aber sie hatten alle nur einen Gedanken. Dieser verschönte die ärmliche Hütte, so daß sie za einem J’alnsl. der Brüderlichkeit wurde. Der eine Gedanke erwärmte die vom Br׳1״n fruchten Lchnnviinde. Strahlenden Herzens trugen sie die leichte Last ihrer Knthehrungen. Ein .Schermesser kam nicht über ihren Bart, es fehlte an Brot, ihre Kleider waren abgenützt, aber stiller Stolz Uber ihr erfülltes, der erwaehrnden Mensrhensoele heiliges I.«Lien bewCglh ihr Herz. Eines Tages kam ein junges Mädchen zu ihnen und brachte reges, heiteres Leben mit, sich. Stets lachend war das Mädchen, und sie zerzauste ihnen zum Spaß die wildwachsenden Bärte. BRIEFE AN DIE REDAKTION Eine Widmung Arlosoroffs Oakland (Kalifornien)» 29. 9.35 402 Grand Avenue Sehr geehrte R ■bihtion! Bei dem Umzug nach Kali* formen Kl auch ein Buch mitgekommen, über deinen Herkunft ich nichts weiß. Die folgenden Zeilen sollen den rechtmäßigen Besitz!•!־ asuh'ndig numhen. Ib ist Band 1 von Aehad iiaam'.s Aufsätzen: ״Am Scheidewege־‘ (Jüdischer \ erlag, Berlin 19X3) und enthält auf der ersten Seife eine eigen!j:i ndige Widmung Arlosorolfs. IS in ein in der zierliehen, dein liehen Handschrift Arlosorofts geu briehune.' Gedieht, das er offenbar seihst verfaßt hat. K> ];uitet: Du trittst, des alten Volkes junger Sproß, Heut in den Kreis des mannesharten Solls — So werde mannes in ü r d i g, stark und groß/ Sei stolz! In deinen Knochen gärt ein edles Mark Und mahnt an läge deiner Priesterahnen ..... Es weht ein neuer Wind um unsre Fahnen — Sei stark! In deinen Adern braust ein freies Blut. Soll es verschmachten in der Sklaverei? Und fordert man dein Leben und dein Gut — Sri treu! 5. 8. 10. Seinem 1 Heinz Bar-Mizwah Vihtor Ariosorolf. Vielleicht meldet sieh der lcchtnutSigc Besitzer 1ml! r Angabe, wem er das Huch ״('liehen hast׳ . Die letzten Worte des Gedichts!■im! durch Arlosoroüs Tod besonders bedeutsam. Dr. Helene l.ubow ski Der wichtigste Paitan Deutschlands im Mittelalter Memel, 1. Oklobcr 1935 Verehrte Sehriftlcitung! In dem Ansatz ,,Hebräischliturgische Poede“ in der J. R.“ Nr. 78 ist geiade einer der fruchtbarsten l’midiehter, ein Zeitgenosse und Rabhinai A.»Hege Rabbi bu-rschom■-• Ment־ ha Goia übersehen Wurden. Jb ist R. Schimon bar J i t z - chak bar A b u n in Mainz (11. Jaltrl.tind(! 1). N'athst ha- Kalir aus Krtv Israri war er der erste Paitan in Deutschland, der poc! iי־eh0 Introduktionen zu den jüdi-a-lien Fou!a־jen in!vielter ]' ü 1! e red ichlct ha!, seine* svnngorraleii P.H'dm >i nd in der 1>id׳-pn1a bis au! ItfUiu in die Iiebraist׳;!!׳ n L(.׳o!^ei.)(‘!c aui^rix >m11H*11. Außer seiner pnet i- 11־1; i'.׳s IP^ubun^ und hilnä im Den “*׳יד* llDt'W aiidUkd! hat er sich «lurdi dio Abwehr von Judenu-öM TU'iövn und als Rv Hur der *lullt' t'liun ludetigemt'indcn sehr urtli׳ '־nstvi!11 genuicht. 5.נ daß Üim da-, l’iüüikat 111״ r (. ,»roßt■’4 iiui^r t״e! wurde. Nähens über Üin: Zun?׳, Sy na:.u)^akf Poesie iles Miudallers S, 174176־. Liufnlurge'C'birltie S. 111-115• Grat־/, haut] V S. 407-410 und Note Audi Tanze, besonders paläslinensisclie Volks- und andere Reigentänze, sollen bei dieser Gelegenheit aufgeführt ■werden. Der Reigentanz war in alter Zeit bei den Juden besonders beliebt und verbreitet. Wir wissen /war beute nicht mehr genau, wie solche Tänze ausgefiilirt worden sind, aber manche Einzelheit ist doch überliefert. So hören wir in der lalmmlischen Zeit von Reigcn-Masscntänzen, die bei fröhlichen Anlässen angeführt wurden. Sie bestanden darin, daß ein Solotänzer einen gewissen Tanz vorgeführt hat und die fröhlichen Zuschauer den Tänzer in ihre Mitte nahmen und den Reigentanz fortsetzten. ■-■■■■p Einen hohen Platz nimmt der Reigentanz auch bei den Chnssidim, besonders am Simchal-Thorn, ein. Die in Festcsstimmnng; versammelte Gemeinschaft begleitet den Reigen- und Einzeltanz mit Händeklatschen, der bis zur Ekstase gesteigert wird. - Alte Reigentänze werden auch in der Bibel erwähnt, und sogar Gott selbst wird einst im Paradies, wie wir bei einer anderer! Gelegenheit schon ausgeführt haben, den Frommen einen Reigentanz bereiten, wo״ bei er, nach Art der alten Tänze, in der Mitte des Reigens stehen und sich zujuheln lassen wird (Taauit 31a). Und wenn der Prophet seine Verheißung für die Heilszeit verkündet, so schließt er sie mit den Trostworten (Jer. 31, 13): .,Dann freuet siel! die Jungfrau im Reigen, So die Jünglinge, wie die Greise zumal . . “ J.M. 22. Elbogcn, Der Jüdische Guf* tesdienst. (1913) S. 293, 328 bis 330. Udx'iM'i/.ungefi von Xunz, M. Sachs, Leopold Stein u. a. Die tat ־'üchürhen dichterischen Sehöpiungen und histoibehen Leistungen Simon des (1 roßen sind auch rnit einer roman5 ׳u־hrn Uebcrlicicrung verknüpft, die dem ,,Maußehuclt‘* jener Zeit n!1* stammt und die der Phamade und der Sehnsucht der Juden ihre Entstellung verdankt. in Wirklichkeit wird in einem ״Jo* za!‘‘ des Rabbi Simon am zwei־ ten Tag Ro-mh 11a -1 haitalt in den Schlußsätzen außer seinem Namen noch folgender A nimm׳ in Akrostichon ei-blu iiuli: ״Klrhanan, mein Sohn, möge n!1 de* i’uigen!,eben-. teiÜiaft w.rden.“ II kraus folgt die Sage, daß ein Sonn, durch gliin/ende (leLtcsgube!! .u1-׳׳emafk״, n.unens Klrhanan, in der ־/arteOeti Kind* heit dem Rabbi gerauht worden i-4, Nach VF.11!1׳ ( jh 1!■ n 1!ן Igc! ( der alte Rabbi an der Spitze einer Deputaikm 11,:dt R-׳m /um l’apst. um ein h:un״, Wuhan;.׳- nL, das den Mainzer Imimi am gedr< di! wiid, m >ן!׳\\ uidu 1. I H r Pa}!-! emן'! mg nur <!! A!■!;!׳- sten der Abordnung, dort Rabbi Sinmn, weicher ihn anflehlc» ״da־, M'hoji la-l /erlritenc Reis“ zu schönem i>cr Pap־*! erwiderte huldvoll, er volle Gnade statt Recht, wahen las.־>e!1 und begann einen tie;gnmdigcn Reügionsdisput zu luhren, s> daß der greise Kai »Di vor Staunen außer sich war. Schließlich ersuchte der I’ajxt den Rabbi, wie im Ernst des Gespräch', .-o auch im Schachspiel den Kumpl autz.1i* nehmen. Lutem bGienen Schach* ytig, den der Rabbi dereinst nur -einem Sohn verhaute, folgte ( ine!uhrende Krkennungsszenc; de! i'ap-.t ummhlang bewegt seineu Vater und bekannte dch als dessen verlorenen Sohn Klrhanan. Der grrPe Rabbi verzeiht dem Sohn die im Knabenalter ohne Lewui'a-.. in;tu! gezw ungen׳' Taufe» der Papst gibt heimlich den Heiligen .Stuhl auf und kehrt reurmüiig 7m\ 11 Vaterg'aubetl zUruck. (Iv)hub Geschichte der den! ■ •■ i׳.c 1, Juden, S. 111. 231 bi- 234 und;'.!trtv (hiebenz i.!ei:.) |)<r Dichter S. Krug bat v 5° ־:׳ J ah ten di! סי I ,egende in hi -!!::־ r <f-v.u he eindruck»• 1 .cv1׳! S c h e i n h a u s. Ein neues (ieliet lur den Kol-\ictre-Abend Berlin-( irirnt wähl. (1. 10. 10. 35 Sch! gc׳h׳tr IC 1!.1 kt n >1!! Am den limxxeH i!i ־׳! ׳!!11׳'./■ t ,■! 1 X י!! n! 1!! r!11! ׳׳/ 1■׳!■: nj; m n n ־׳ ü!י. ־ C!! 1 r!! ü ׳ ״ \1 ׳ - N i!1 r!׳ - A h!׳ n <1־־, m!!!Ar (!״,׳ ׳.!alfef, au■!nCurr SrlmH ,.5׳') |ah!׳e in Bfiim“!י׳!׳!׳־.■)״׳״ u it■. derzu׳!■׳״('!!: e!״MC•,!hu 3 Ira ־Lf uni .1 m da ,f1!.!l;;ii. Ja׳M )׳״■!nifh Limiu Ii 1 u nach׳!■׳ 1• n s ui dm!״! ■ -i!dm vfr ׳!an!!1 V!!ו! <Cr vnih j'a « u du, « .1l1uu.il dur IC,dm- ״ 1 iimill m!!si- ׳i! Ti \U in ־1 m 11 Im Lmpi mden ח 1 ■i :1 im ח■), i.! .■ i 11C hl. l’lulm nf Sl'.'iulhal ,,Als t’rulcs-i >r Dr. II. S'!׳in- Ihn! m A. 1899 in dnr . \!m u! im'ii ZCiuii;; de. t1 י i 1!.I!1111 -‘ ihn Vors!!1'!!^ m.itiidu m;m .1111!■ 1׳ in e! ht J.U i-. hcii Mi ■ i ׳k i 1 111 '׳anmein, erließ irb t'in« en Vilr u! an meine ■ S׳; :!!ule '^enos v'n 1t nt t iem \'nrsr 111.1y׳ , die Stcii 11 ha 1 -rhe bb'C zu ie aha. . ren. lei! bi!׳. ׳ th n g! ׳׳r׳re. <; uleluten Ui ad in 1 . L aulc der UnttubalUiim Lu SU.Ml \v i r auch auf ,KobNidrG ' zu י pH. ,rhen. Prole •01;r S! eint lud fn. Ute* de!! übt־!־ die Abohafm!!es '1 'ext es von! .Copold Stein am die Kob Nul re -Mel «»die: ,O T L ״ 1 «! e s Her r i■‘, zugunsten du r י 1vllllv 130 1! \״ s ti e r '1 ' i c י; bh ends; ,t■׳״׳, ihm. d; iß die rt Iigibst־ '1 eht dieses ו;יין l״w über mnnej ■1c m!1'ikab'C'ht'n K■ iporn b;ü\\ t ׳ght'l H, und daß! d r | 1 bin!■ i m ('1 ei'! ( ■ n 11 r dir M׳d •n}{1 *r ־v ־ folg׳. (L. in.mrr weih Vfd! .■ui' ihn!\: ׳ T .. IG*. iho' 11 : 1; < n d־ r ,S'um-i-h•' Tex! I)mmr -Cm u ״ im 1 daflm׳ ciiii״(■ A!1- 8׳udןC Lr r..,׳■!!, Dünn sa״lc er /!! dir AM! millui!״ von i.!!! .dm I /!־..י h. ../.11r Ge- -11 ׳T' 111!.■!im. K! T .N idiv“, in der;:!mCnui N'imnser dir ..Jüdischen Km. mi'uTiu je!1 eine A ׳!■'.!״יו! ui.״ des!,’wusch M 1.1 d! iic J a I I e loiH.), aus .'einem o 1 1 r; ־ h r h a i tu ״Ilil- <■1,״■ j,. um KI|> i ׳'i! " W H.! lur- ׳■Len. L'w!!׳־י! 1 bu kill׳ u sieh d oi'l üIk r die ün ״U'ii itu ' w it'dt m abe des K1״ \i Ir '1 ' X 1 1 durcli tHe Vor. 1 h׳: er. 1 dtd venti, meint T/w IHl'tl, die Ko! ■Ni־ im- M e I o d i 0 iiji'Lt so bd■; .mm V. an ׳, wiir i’e mau ubr!!1.011)1 n i! 11! V. ■i'M-n, daf 5 der VnrbeT r hu 111 Kr ׳!-Nkirc-G attesdit!■'t .um im t, (Siehe da rüber ,Hi-odud ad!! nt in״׳ S‘ud ie ״Der -vnaiN.rt;'dt1 <;e. am ׳,b n. AiLDf'e I00f'־d A 1 11 < ׳ i ׳ riet! 1 in a n n, t »h ■n. tmor i . R Dr. Joachim Prinz Littet uns niit/mcücn, daß der von ihm für seinen Aufsatz in der Nummer vom 1(>. Au״ust gewählte Titel ״Die Kunst als Jude zu leben" von dem Titel des bekannten Buches von S'ork-Steiner übernommen ist. Bolwaneig und krüfti!» war das Mädchen. Wenn sie ihre geschlösse״(' h'aust iniireiclite, konnte sie keiner öffnen. ״Sclilieljlieh verläBt du ilm iloeh, den .lliigel der Huhe"', — mtirniellen die I.eute — ״du wirst es hier nicht lan«e aushallen■“. ״Ja, bei dieser! Entbehrungen,“ ,.Hei diesem Morast.“ ,,In dieser Einsamkeit.“ AL•!■ sie machte sieh einen Winkel im hinteren Teil der Hütte frei und ]achte: ״Macht nichts, meine Faust ist nicht schwächer als die eure. Wenn ich will, gehe ich, und wenn ich will, hleibe ich.“ Als die Leute am nächsten Morgen ans dem Schlaf erwachten, erkannten sie heim grauen Tageslicht, daß der Boden der Höhle und mich der Holzti«ch eesiinherl sind, und am Kingan!׳ stand Sara, den dampfenden Teekessel in der Hand: .,Beinahe hätte ich von dem vielen Qualm geweint. Man kann auch kein trockenes Holz finden. Der Wind und der Hegen löschen das Feuer ans. Kommt, der Tee ist bereit. Draußen ist Sturm, welch ein Sturm!“ Die Burschen rüttelten sich auf. hüllten sich in ihre leichten Kleider, riehen sieh die Augen und lachten: ,,Sara, Sturm! Ha—ha, Sturm — Sarai“ Seitdem hieß sie ״Sttirm-Snt-a“*t. rWlidom sie den Tee getrunken halten, reckten sie ihr!' feuchten Glieder, und Uri st .1111 sieh aus der Höhle. Den ganzen Morgen über merkten sic seine Abwesenheit nicht, und als sie in den Hegen hinaustr.'ilen, sahen sie I ,ri stehen und mit nackten Füßen Lehm kneten. Er hatte ein wenig St.ml1 vom 3 ich gebracht, es mit l'eurlitem Oedlandshoden vermengt und mit seinen Füßen den I,elimleig und das Stroh geknetet, bis er Man vor Kälte wurde. Mährend die, Leute noch über das Beginnen Uris staunen, ist der Teig bereits fertig geknetet, und Uri nimmt davon und beginnt einen Ofen zu bauen. ״Sehl nur, ein richtiger Ofen steht da!“ ״Mit Oeffnung wie eine llöliie, trara!“ ״Für .Slurin Sara' 1“ So standen sie und reimten Verse, larhlen und halfen Uri, Sara freute sich grenzenlos über den üfen. Aus Freude gab sie Uri einen Kuß. ״Uri, du bist ein Künstler“, sagte sie. ״Ja“, antwortete er traurig, ״auch meine Kameraden ))Hegteil so zu sagen: ein Künstler in Beton.“ ״) Hebräisch: Sara —• Scan, ein Wortspiel. Seitdem kam Sam nicht mehr zur H 11110. 1.׳ 11 ך■n 1 Ofen buk sie. kochte, schmorte de, und ihre 11,'u'hlcn A>•111!• w urden blau vor Kälte. Aber seih-.( die Blaue ihrer \ mie und den Qualm des feuehleu I lol/es ertrug sie iiulei■ Laelien. und mit ihrem Laelien ve!uelni!1le de den I lolz! i11 ־>י in den trüben Winterlagen. Wenn Jeelilel Li<e!1e hraelile, wurde sie noch fröhlicher, und mit glühendem Ge־u׳l1l »teilte »je das dampfende Lori 1 lut i 1111 auf den kahlen Li -111. ..Wenn ihr es!ei-al/en findet, »n hm 1ri1 d*‘hrr u-rlirbl“, lachte Sara, und mit ilm-rn Lachen nilh lli■ »ir da■ Leute umi ״Hügel der Buhe“ ,uh ihrer Buhe, ״Vom ,lliigel 11״r Buhe‘ i»l die .Bulie‘ nr-rhu unden und nur mehr der ,llimrl' ührig1׳ehliehen“, spielte ,lerhiel mit seinem feinen Larlirn an, und »eine jiieendlielii'n \ugen sprühten unter den wildwachsenden weißen Virenbrauen, Das gepflügte Frhlsliiek riiurs um die Lehmhütte wurde immer schwärzer und ausgedehnter. ״Wir säen und werden inner Brot essen, pflanzen und werden unser Gemüse essen“, sagten die Leute vom ״lliigel der Buhe“. Die frohe Stimmung, die mm Hügel ausging, zog manchen Gast an. Die Freude an der Enthehrunc. die dort herrschte, konnte man nicht lmgreifen. Lebensmüde kamen, um das W linder selbst zu sehen. Mil verhaltenem Argwohn kamen sie zum Hügel, nahmen seitwärts Platz und erwarteten das \\ 1111der. Aber der Anblick war schlicht: sechs Menschen treten in die Höhle: einer trägt in seinen Augen das Bild des großen Sees mit sich, ein zweiter in seinen Kleidern den Geruch des Viehs, ein dritter die Nässe des schwarzen Brachlandes, und ebenso ein vierter, fünfter und sechster ״- sie alle vorschönen durch Abbild und Geruch des Oedlonds den Wohnraum, und der WOhnraum i-l nicht enger, sondern im Gegenteil für die menseld ielie Seele weiter geworden. —■ — •— Ans irgendeinem Grunde entbrennt im Herzen des Gastes der Wille, steh au den Boden des Oedlauds zu heften, ihn mit den Armen zu umschlingen. Das Herz öffnet sich, den Sturm des Oedlauds zu liehen, der über seine Weiten dahinfegl. Das Auge wird zur Oberfläche des großen Sees hingezogen, der inmitten des Bergkranz.es unruhige Wellen schlägt. Es läutert sieh das Auge an der Schönheit des Sonnemmtcr- und •—• des Sonnenaufgangs am Horizont. Jugend des Menschen 1 Jugend eines Volkes! Teures Ocdlantl, sonncmersengle Heimat! Dir gehen wir uns bin, uns, unsere Seele und unsere Kraltl--

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