Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 81-82 (10.10.1935)
- Date
- 1935-10-10
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 20 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 81/82, 10. X. 1935 DER NEUE WEG / Erzählung Von Hermann Sinsheimer Moritz Rosner, Inhaber des größten Herren konfektionsgeschäftcs am Platz, hatte eine״ Licblingsspruch, der ihm wie ein Spruchband schon seit |ahr/ehntcn immer wieder von den Lippen flatterte: ״Man muß neue Wege suchen“. Man nannte ihn allgemein mir den Moritz Neuweg, worüber er nicht böse, sondern worauf er stolz war. Seine Leidenschaft gehörte nun נוח! dem Fortschritt. Dies kenn/cichnete den längst ringe.;rauten alten oder, was er lieber hörte, älteren Herrn in allen Lebenslagen. Ob es sich um neue Reklameinittel, neue Schauferssterdekoratio neu, neue Stoffe oder Vera rbeitungsarten der Konfektion handelte, immer dekretierte er: ״Man muß neue Wege suchen.“ Je mehr er in die Jahre kam, desto deutlicher wurde aus seiner I int am Fortschritt eine wahre Neuerungssucht, Er hatte das (iliiek, zu erleben, daß sein Vater den neunzigsten Geburtstag feierte. Aber wie sehr er ihn auch liebte und wie zärtlich er ihn betreute, so lag doch auf dem Verhältnis des Sohnes zum Vater ein dunkler Schatten. Der Vater nämlich hieß Abraham Rosenbaum und war ein fromnier, traditionsgebundener Jude. Der Sohn Moritz aber hatte schon als junger Mensch mit den neuen Wegen einen neuen Namen gesucht und sich die LrlniibnU erwirkt, den Namen Rosenhaum in Rosner 11n1/u;lndern. Was dem Vater Veronlassung gab, von Morit/ als ״meinem Sohn Moritz, dem Herrn Rosner“ /u sprechen. Und wenn Fremde den Alten fragten, woher diese Nauieusuiigleichheit komme, pflegte er die (ieschichte von dem großen jüdischen Kapellmeister Hermann Lew zu e;v.ih'vn, der einst in Bayreuth seinen getauften mm umhcn.umteii Bruder vomfcllte: .,Mein Bruder, Herr Liudeck!“ und auf die erstaunt fragenden Blicke erwiderte: ״Ich habe früh er auch 1 uideck geheißen." Oft auch und bis /I 1 St A n e in Tod pflegte der Alte vor gleiehgesinn!;cn 1 mit H.k ‘M /u jSinnn vrn: ״Wie sch Uli i> ׳ i cs ׳, wenn man sa^en kann: der junge Ros« •!ib.niiii, d er So hn vom alten Ros unhau ml Aber wie haßlieh. wum in, .in N!i 1 4 c a oder hören n ruh: 1 Der junge Rosner, der Solui vii m al 11: n 01nibamn 1“ Das nagt e an <le m guten judi scheu He 17 des Alten. Und dieses p fle :n־4! er oit vor seine m Ln kel aus/uschütteti, dem Joachim K ,o : ' e i, <11• m er, der Grul h alt -|, die Mutter :/1e, <iu' fru 11 : ז'.54. orliett war. la ״ Nein ein linke! brannte 1> ^־־t er alte Kt e-e nlg!!um initiier wieder ein, t lall in alten Zeiten j 11 ‘ 1: ■che Suhl!e S t ( >[/ darauf waren , den Va ikTsnamen als iu-n oder ha 1; So! n uiu tragen/ י >. und siel! 1 dadurch als traditioiisbcwußte Sohne /u bekennen. Audi um den Vor- »amen des I 11 keis war bei dessen Gehurt ein heftiger Streit zwischen dem Vater Ruseiibnum und dem Sohn Rosner entstanden. Denn jener wollte den Neugeborenen nach sich selbst, also Abraham, gemannt wissen, wohingegen Rosner Aut einen unverdächtig assimilierten Namen bestand. Schließlieh .schlichtete der Rabbmcr den Streit, indem er Joachim vorschlug, der sowohl gut preußisch und deutsch klang als auch hebräischen Ursprunges war. Der Grolivaier erinnerte den Enkel oft und oft daran, daß sein Name bedeute: von Gott autgerichtet. ... Bald nach seinem 9U. Geburtstag schlief der alte Rosenbäum ein, um nicht mehr auf/uwachen. Aber noch aus dem (trabe tönte sein Protest, denn in seinem Testament, in dem er sein Erbe unter seine sechs Kinder verteilte (die übrigen fünt waren Töchter und alle längst verheiratet), hieß es: ״Mein Solu!!Moritz Rosenbaum, genannt Rosner." Dieser aber, wie aufrichtig er seinen Vater auch betrauerte, ließ sich auf seinen ״neuen Wegen“ nicht aufhalten. Noch war er Jude. Aber er gehörte nicht einmal zu den Drei-Tage-Judeii. solidem er war höchstens dazu zu bewegen, am Jomkippur den hohen Hut auf zustülpen und sich im Schmuck dieses feierlichen Requisits ein paar Stunden unter seinen Glaubensgenossen im Tempel zu zeigen. Kaum war das Trauerjahr' um, da begann er vor seinen Schwestern um! Schwägern oder vor seinen Freunden von der Möglichkeit der T.iufr zu sprechen. Stieß er auf Wider- Spruch, so ließ er seine Devise hören: ״.Man muß neue Wege suchen.״ Immerhin gelang es seinen Schwestern, ihn unter Beschwörung■ des Andenkens ihres selige» Vaters von dem ״neuen Weg“ der Taufe alwuiiailen. Murrend über die Zähigkeit alter ״Vorurteile", wie er den Standpunkt seiner Schwestern zu nennen pflegte, ergab er sich in sein Schicksal, ungetaiift bleiben zu!missen. Dafür setzte er seine ganze Hoffnung auf Joachim, den Solin, Als Rosner sceh/i’g Jahre zählte, war der Sohn *irciuntt zwanzig alt 11ml studierte Kimstgwdiichte. Auch das gehörte zu Powers ,,!101:01 Wegen", fr seihst hatte die Tuchhniidhmg Abraham Kusenbaum iibenioiutuen und daraus das Hcrrenkonfektioi'.sircscluift M, Rosner gemacht. Sein Sohn, Joachim Rosner, sollte nichts von 'Luch und nichts von Konfektion mehr wisst־!!, er sollte mde!׳tauchen oder vielmehr aufsclnvchen in die ( »Tilde des reines Cieistes und der reinen Kunst, kr sollte ganz andere und g;u17 anders neue Wege gehen als Vater und Großvater, er sollte Doktor, Professor, (lehcunrat werden ja der alte, ältere Rosner träumte kühne Träume und dachte so nebenbei daran, daß au! diesem nein 11 Weg, den er seinen Sohn gehen ließ, mit logischer Notwendigkeit die Taufe liegen müsse. Moritz Rosner pflegte ganz offen so zu argumentieren: Ich habe meinem seligen Vater die Treue gehalten, indem ich Jude geblieben bin, und :nein Sohn wird mir die Treue halten, indem er sich taufen läßt. Oh. M. Rosner, der Moritz Ne 11 weg, war selbst ein gebildeter Mann. Er konnte mehr als bloß englisches von deutschem Tuch und schlechte von guter Schnciderarbeit unterscheiden. Fr war gebildet und kunstsinnig. Fr liebte es, von CitKjUe- und Quatiocento zu sprechen, von Dürer und Holhein, hier und da entschlüpfte ihm sogar das eminente Wort michclangelesk! irr war eben ein durch und durch moderner Mensch, und wärt' er nicht in die Tuch- und Konfektionsbranche förmlich hineingeboret! worden, so hätte «r vielleicht auch der Kunst oder •der Wissenschaft ״neue Wege“ gewiesen. Nun, dies gedachte er seinem Sohne Joachim zu überlassen und war davon überzeugt, daß dieser auf dem wenn auch nicht neuesten, so doch i. 'den Weg dazu sei. Unangenehm berührt allerdings fühlte er sich, als Joachim eines Tages in Ferien kam und ihm mitteilte, er habe sich entschlossen, sich au! orientalische Kunstgeschichte zu spezialisieren. Ein anderer, gleich M. Rosner kunstbegeisterter Vater hätte nichts dabei gefunden. Warum nicht orientalische Kunst? Aegypten, Babylon, China - der alte Rosner hatte allerlei darüber gelesen und sogar selbst einmal ein ehinesisches Tonpferd erstanden, das allerdings den Stempel ״made in Oermany“ nicht verleugnete. Und ein ebenfalls garantiert nachgemachtes japanisches Lack-Blatt hing sogar in seinem Schlafzimmer. Aber aber vor dem Entschluß Joachims stieg dem Vater eine Vision auf wie aus Zeiten und aus Gräbern, über denen er längst Gras gewachsen glaubte. Seine Pupillen verhärteten sich, und er bekam, wie öfters in der letzten Zeit, wenn er sich atifregle, in,ichtiges Ohrensausen im rechten Gchörgang. Er wich vor seinem Sohn einen kleinen Schritt zurück. Fast wie vor einem Gespenst. Asiatische Kunst? Was hatte ein Rosner mit Asien zu tun? Zwar fiel gerade dem gebildeten Manne noch ein, daß ja schließlich auch die griechische Kunst aus dem ״asiatischen Mutterscholl־‘ jawohl, diese Phrase erinnerte er sich erst jüngst gelesen zu haben ־ gekommen sei, aber . aber, ja es meldete sich immer wieder ein Aber, über das er nicht hinwegkam. Und als er in bedrückten! Schweigen seinen geliebten Sohn anstarrte, da sah er plötzlich, wie aus dessen jungen Zügen das Gesicht seines seligen Vaters ihn anlächelte. Asiatische Kunst! Der Tag verlief zwischen M. Rosner und seinem Sohn ziemlieh einsilbig■. Und witder war ein Semester zu Ende, und wieder erschien Joachim zu Hause. M. Rosner war sehr neugierig, etwas über die Studien seines Sohnes zu hören. Dieser war nichts weniger als verschwiegen. Er schwärmte von den neuen Ausblicken und Horizonten, die sich ihm eröffnet hatten, von der frühen Kunst Mittel- und Vorderasiens, und wie ihn seine Studien im Geist bis ins JordanlatKl geführt hätten. Und da fiel dann ■das Wort, das dem Vater in die Ohren dröhnte wie aus einer Posaune von Jericho: ״Bis in unser Jordanland, Vater! Bis in das Land unserer Väter! Wie gern möchte ich dem Großvater selig davon erzählen, wenn er noch lebte! Er hätte sein Vergnügen daran.“ M. Rosner hatte nichts weniger als Vergnügen daran. Er winkte ab und murmelte etwas davon, daß die Juden ״bekanntlich“ keine eigene Kunst gehabt hätten. Joachim hörte das kaum. Denn er hatte etwas auf dem Herzen, das er noch heute, gleich am ersten. Ferientag, an den Mann, nämlich an den Vater, Dringen wollte. Er wollte sich etwas vom Vater erbitten. Einen großen Wunsch hntte er, den ihm der Vater erfüllen mußte. M. Rosner faßte wieder einigen Mut, als er diese Einleitung hörte, und sagte nicht ohne Stolz, indem er den geliebten Jungen wie einst als Kind unters Kinn faßte: ״Heraus mit eurem Flederwisch! Du weißt, mein Sohn, daß ich für alles Neue zu haben bin. Man muß immer wieder neue Wege gehen.“ Joachim lächelte; denn er wußte, daß sein Vater in der Stadt ״Moritz Neu weg“ hieß. Dann sagte er ohne Umschweife: ״Vater, ich möchte für mein Leben gern zwei Semester an «lie Universität nach Jerusalem gehen.“ Wie eine Bombe schlug dieser Satz vor Rosner ein. Fr mußte sich setzen, er konnte nicht reden. Dann hob er langsam «len Blick zu dem vor ihm stehenden Sohn, und ohne sein eigenes Zutun lösten sich ihm zwei Worte von den Lippen: ״J oa ch i m Rosen bäum.“ Als sie ausgesprochen waren, ohne und fast gegen den Willen des Sprechenden, da war diesem, als oh im Enkel der Großvater wieder erstanden wäre, und als oh er selbst, der in der!Mitte zwischen beiden stand, den von ihm verfälschten Namen in höherem Auftrag berichtigen müßte. Es dauerte eine Weile, bis er sich wieder gefaßt hatte. Dann bekam wieder M. Rosner in ihm die Oberhand, und da er sich nun der zwei Worte schämte, bemühte er sich, burschikos und barsch zu sein: ״Joachiinke, Joachimke, das hast du dir schlecht überlegt, ln Jerusalem wird ja hebräisch doziert. Und hebräisch kann mein Schnellen nicht. Braucht es auch nicht zu können. Denn das sind olle Kamellen.“ Rosner hatte sich seine Haltung zurückerobert. Er stand aut und pflanzte sich vor den Filius, wie er Joachim vor Fremden gern nannte, lachend hin. Aber Joachim lachte mit: ״Das habe ich schon bedacht, Vaterleben. (Rosner zuckte zusammen.) Ich lerne schon das ganze Semester hebräisch. Ich kann’s noch nicht, aber ich werde es bald können, wenigstens soweit, daß ich mich zur Not verständigen kann. Das übrige überlasse ich der Zukunft und der Stadt Jerusalem.“ ״Du lernst — —?“ Weiter kam M. Rosner nicht. Ihm wurde weinerlich zumute. Er kannte sich nicht mehr aus. Er schüttelte den Kopf, er rang die Hände, er zuckte die Achseln. Nun wiederholte er ganz deutlich: ״Du bist ein Rosenbaum. Du bist der echte Enkel deines Großvaters Abraham.“ Joachim erwiderte rasch: ״Ist das eine Schande, Vater, oder ein Unglück?" Und nach einer Pause setzte er hinzu: ״Heißt nicht unser aller Groß- und Urvater Abraham?" Auf diese Fragen wußte M. Rosner keine Antwort. Denn er begann sich ein bißchen zu schämen. Nicht nur vor Joachim, sondern schon jetzt auch vor allen seinen Bekannten, vor denen es ja kaum zu verheimlichen war, daß sein Sohn, der Sohn des M. Rosner, genannt ״Neuveg“, hebräisch lernte, eine tote, eine mehr als tote Sprache, und daß er in Jerusalem studieren wollte, auserechnet in Jerusalem, wo er «toch in Berlin, Wien, Paris, ondon oder Rom studieren könnte. Wo blieben da die ״neuen Wege“. Joachim versuchte es dem Vater leicht zu machen. Er schilderte, welche ergiebigen Reisen, ja Expeditionen er studienhalber unternehmen könnte, wenn er einmal erst in Palästina wäre. Er sprach von Ausgrabungen und ähnliehen hochgelehrten Dingen, die wie Salben auf einer frisch geschlagenen Wunde wirkten. Rosner schlief diese Nacht schlecht. Jüdische Träume suchten ihn heim. Sie wußten nichts von einem M. Rosner, sie kannten nur den Moritz Rosenbaum. Er sah sich angeklagt, überführt und verurteilt. Wessen? Als er aufwachte, wich er dieser Frage aus. Am Bett sah er den neunzigjährigen Vater stehen. Er sah ihn ironisch lächeln. Joachim lernte täglich hebräisch. Er ging sogar mehrmals die Woche zum Rabbiner, um dessen Rat und Lehren einzuholen. Man sprach bald in der Stadt davon: der Sohn M. Rosners,_ dieses Reformjuden, geht zum Rabbiner — welch eine Sensation! Der Vater hatte viel zu tun, um zu erklären, abzuwicgeln und zu beruhigen. Er hing der Sache ein wissenschaftliches Mäntelchen um. Aber er wußte selbst, dieses Mäntelchen war so dünn und fadenscheinig, wie es in dem ganzen Laden von M. Rosner keines zu kaufen gab. Er wußte das viel besser als alle, die er belehren wollte. Denn sah einer von •diesen den alten Abraham Rosenbaum lächeln? ln diese Wochen fiel die Jahrzeit. Zum erstenmal ging M. Rosner in den Tempel, utn Kaddisch zu sagen — in Begleitung seines Sohnes. Dieser aber verstand die Worte des Gedenkens, der Vater nicht . . . Und Joachim reiste im Herbst nach Jerusalem. M. Rosner brachte ihn selbst nach Triest. Die beiden machten einen Umweg über Venedig. Wie ging ihnen da in der ״Accadcmia“ das Herz, auf! Immer wieder lag es dem Vater attf der Zunge, den Sohn zu fragen, warum er denn in die Ferne schweife, wo das Oute so nahe lag, aber er fand nicht den Mut dazu. Der Abschied in Triest fiel ihm sehr schwer. Noch nie hatte Joachim seinen Vater weinen sehen, nicht einmal beim Tod des Großvaters. Jetzt aber weinte er. Das ging Joachim nahe. Er hatte Müiie, selbst die Fassung zu bewahren, Seine letzten Worte waren: ״In einem Jahre bin ich wieder bei dir, Vater.“ M. Rosner fuhr heim. Seinen Bekannten fiel auf, daß er kaum noch seinen Lieblingssatz gebrauchte: ״Man muß neue Wege suchen.“ Und er suchte auch keine mehr. Denn die Briefe Joachims führten ihn, ob er wollte oder nicht, aut alte, uralte Wege, auf die Wege des Judentums. Immer lächelnder wurden die Züge des seligen Abraham Rosenbauin, wenn er seinem Sohn erschien . . . Ein Jahr fjeht schnell herum. Dieses aber, da M. Rosner seinen Sohn in Jerusalem wußte, brauste wie ein Sturmwind über die deutschen Juden hin. Sie wurden aufgescheucht aus ihren Winkeln, lierabgeworfen von ihren Erhöhungen, zusammengetrieben aus ihrer seelischen Zerstreuung. Es war das Jahr, das aus gleichgültigen mehr überzeugte Juden machte als je ein Jahr vorher in der langen Geschichte des jüdischen Volkes. Und einer von ihnc nverwandelte sich sogar aus einem M. Rosner zurück in den Moritz Rosenbauin. Dieser aber wartete nicht mehr auf die Rückkehr seines Sohnes Joachim. Der war, wo er hingehörte. Und bald gab er auch Nachricht davon, daß er das Studium der Kunstgeschichte aufgegeben habe, vorläufig wenigstens, denn Kunsthistoriker brauche man in Erez Jisrael nicht, dafür aber studiere er Pflanzen- und Tierkunde, jedoch nicht aut dem Skopus zu Jerusalem, sondern in einer Kwtizah im Emek Jesreel. Hier treibe er auch allerhand Ausgrabungen, aber was er da zutage fördere, seien keine Kunstdenkmäler, sondem plumpe, dicke, schwere Steinbrocken, und was er dafür der Erde zurückgebe, sei nichts als Dung, ganz gewohnlicher Dung oder Mist, aber kein kisnsthistoriscner Bockmist! Moritz Rosenbaum lachte. Er hatte leicht lachen. Seine Glaubensgenossen, die ebenfalls Söhne hatten, beneideten ihn. Er begann jetzt wieder die Worte ״nett“ und ״Weg“ zu gebrauchen, aber nur noch in der Einzahl. Denn nun sprach er mit Vorliebe vom ״neuen Weg“ , . . Volksschul-Erölfiuing ln Wien. Unser J. (?.-Berichterstatter schreibt uns: Dieser Tage fand die Einweihung der von der Ktdtusgemeinde Wien neuerrichteten Volksschule im 2. Bezirk, Castellezgasse. statt. Die neue Volksschule befindet sich in dem früheren Schulgebäude des Chajes-Realgymnasiums, das bekanntlich seit dem neuen Schuljahr in einem von der Stadt Wien überlassenen Schulgebäude im XX. Bezifk untergebracht wurde. Nach einer Begrüßungsansprache von Staatsrat I)r. Friedmaiin nahm Oherrabbiner Dr. Feuchtwang die Einweihung der Anstalt vor. Namens des Bürgermeisters der Stadl Wien beglückwünschte Landesschulinspektor Dr. S i nt •o 111 c die Kultusgemeindc zur Errichtung der neuen Schule und versicherte sie des Wohlwollens der Schulbehörden. Weitere Ansprachen hielten Bezirksschulinspektor Schimka und der Leiter der Schule, Jellinek. KUhlerhauben . Froitschutzs'helbun 1Atr Frostschutzmittel "5♦%*\VS Heizöfen SUnttl. 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