Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 81-82 (10.10.1935)
- Date
- 1935-10-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 81/82. 10. X W3S Dr. Fr ick über die Erfüllung des NSDAP •Programms Im ״Arbcitsmami“, dnn Organ des Rcichsarheitsfiihrers, veröffentlicht Reichsrninister f)r. Fr ick einen Aufsatz über ״Das Programm der NSDAP und seine Erfül- 1 ung“, in dem e; י u. a . heißt: »,Eif lcrpolitiseh - •iml di e wiehi lösten Id >rden:n1׳cn: ‘ •itaatsbürger* recht rn!; r l.ir Vnik-p e1l>< "V 1 de!H -׳ i111!־ H!uu c und res?Io -e Au>M'hcidüng ib s!uiUiifmn: :ms; dien iddendic) K'l} Aein fern und aus dein Lehen 11 er '\:ni1:(־.“ Das a! ies alter sei nur durchführbar , wenn eine *lullt -rh 1' Tu•■■-!־, in der iu ׳!er lrrnitlvull, Üm 1 ie Finiluii , .m-Mcseliaitet Ei, h i r die ״ri.ii־!״ . |>; 1 ■!'; -die :1 n ■: 1 w] r 1 >e ha f! lirl!e Kr 7iehun|4 des deutirhen \ olkc-t im Sinne einer na:ü>na 1 <>? ׳iali-,tic׳eh«1 \ •’olksgemein• schalt \v i!k!׳־n knn!'.׳-- . J d!;( r luider: da:• i i! ,)־is^r.iiuin dii * Reinigung des unten tieuuM dien 'L eit nn^-Mv>en , Vt י n jWhesi und Volksiremden KinlHiu-rn, In dem SclthiS׳ Vif 7. Vt ■Mkimdeü die r. lieMui des n .a? ionaGn/iulistisfheu I’äograiiim» du: Fl ei heit aller re i!k•׳ »'Cu ILkenni. m-M\ soweit sie nicht dun 1d du, Staut!■-, f׳e:dd irdt ui oder t ״n dac Situ liehktif s- und Mo! a der ״ennani M'!lt en R;o־״€ vt ’r>t.>hun. In diesem ' heile dt ה l’i iltlll 1F wirtl tler K;« 111I’i '■ fen jüdischina: eri.üi '!Lehen Gei- ׳! pmk heuievt und; Kvnc;n>: de r Bewegung der G 311! 1 ul »atz an!{׳(.• 1וי e! il: . ,G v m e i n n u t; f. geilt vo r Ligenü U t zG UV* י vom fr-:!־! 1 r.nii 1 i[r- K.lHljif׳ es I»E zur Mas ‘htergrvining ^cuciuli, war uiuu d' mul V jh ׳nv! Hhe V,,rl« ״ ׳itijng je1K׳r Alheif, t lir der ich due },.,ifei[»»־.»* u .11 iinis v;»raü'^f dien mußte. Sei: *her hat die K 1 ׳ ״iurni.^ Ad« dt ili:hc in!;«^lieber um-nt wegter A 1'huit u i n e n V 1 1:! ׳,1 < 1 1:1 m p u 1־ k ־ n .1 c h d e in anderen ci u r r!1 e u « c : / t, Id f :n i »h il : da- Wa >r? 1h*s Eid A m״ :reis! V a r ־ ti m u i f d 111 r 11 1 *.;4 ־‘,n <1 e r i י. י I hr 1 na!.׳; .d.« m d; H:!an! di n / 1 ־1׳! iüMKU an de m «1er eine cd* r .es: 5. /׳« S י!h r : 2;, l>u־ h:uh! und;u •hmgt. denn er ish e; » 1 ' ’ der h.־ *,־ i S h׳; ׳'ur ׳; 1 r y ־■di ,! de- Reiches Kittii:.״ w!id.׳ Hu | d!- U'i d ׳׳ h r \ *a־ i׳u 1 e!nd \\ ׳ T ■ MHica d.. :.C1. *Ei ■1 au h d.c! r e WoH ii.C i.imms״! IV das ein ״״!"!,,..־״v ■ו י-.!> •hi di, -׳diimu ׳ N ■a:i׳)ji l-t, e! füllt werden Die Lösung der Judenfrage Reichs nt ini.'H'r f)r. (i o e i> b e I s sprach am vergangenen Dom!erst,1־g in Halle mul kam in seiner Rede auch auf <1 ie Juden!,-;t־״e /u sprechen. Nach dem Bericht des ״Volk. Beult.״ vorn 5. 10. sagte er hierzu folgendes: ״Wenn diese Frage in Nürnberg einer Lösung zugeführt worden sei. so müsse der Staat verlangen, daß nicht jeder nach Belieben diese Frage seiner eigenen Meinung entsprechend zu lösen versuche.“ Judenfragfe und Einzelaktionen Eine Rede Julius Streichers Der Gau Groß• Herl in der Deutschen Arbeitsfront veranstaltete am 4. 10. eine Kundgebung im Berliner Sportpalast, i!1 deren Mittelpunkt eine Rede des Gauleiters von: Franken, Julius Streicher, stand. Julius Streicher sagte nach dem Bericht des ״Volk. Beob.“ vom 5. 10. u. a. folgendes: ״• Es bleibt dalrei, wer die judentrage in ihrem ganzen ungchturen Ernst kennt, der wird sich nie dazu hergeben, daß er Dinge macht, die lächerlich sind. Mit dem Einschlagen der Schaufenster schädigen sie die Versicherungen und nicht die Juden. Und wenn Sie die Juden niederprügeln, dann I5scn Sie die Judenfrage nicht. Wir hauen nicht wieder, aber die Judcnlrage wird aut gesetzliehen! Wege ihrer Lösung lugclührt... Wir haben rin Programm; und viele Punkte :•m!! i!rn r. enuÜ:. Kur/:: 11־ Lab; n wir die Friuliiiu״ eii.el'n ennnni pu ni. V r ״c'.n.i nt, der \v-־i,l der ein.tmte ist: i-s Winde (i:1 I e -e: / '1 \ r lv ilii.akling de, d ־. ijt-die!! UllllC, und der <11-11!-1.1 ׳-n i.lne in׳ -!..du•.:. W, ihr \vi;.':t, warum dien,־■! Ue-e!״ ׳r, 11.::!rn w!;n!e, v.r;!.•!!!!r 11 1׳ h vi׳־l m 111׳ Cd,einen h:11>e׳n zu dl,11־ ik \M in -!;1:11 ln;. 11: (11. n 1 :־ 1׳- idjnil. Die nndrun rn■'::: :! 1׳ ■!':.!.! •״. uu •■!•׳: il!;/׳!. I '■־■.׳ - w :-.<11׳ wir: E» kommt der Tag, an dem das Au-Iaml ebenso erwacht ist, wie das deutsche Volk im Dritten Reich. Pi. -;!,::1׳!!:•r T.t־\ v. 1 da- Au-• M1־ "\Y, ־ C'i.iel.l Weg, der h I. ■־.;׳, d':.:.d , i.v,:" 1 ,־-!;־ ״Wer sich für i׳.in/e!;ik(ionen hergihr, der l-t ein Staatsfeind, wer «ich zur Diwiplinbiiiqkeit tiergibt gegen Jurten, der ist gegen die Bewegung, der ist kein Nationalsozialist, der ist ein Jude. Da¬ ׳!־,.1! lYd־1.10! \ . Ze V Die Juden in der Wirtschaft Um die Richtlinien Im 1. Oktober-Heft 1935 des Nationalsozialistischen Wirt- Schaftsdienstes ״Die deutsche Volkswirtschaft“ bemerkt der Herausgeber, Professor Dr. H, H u n k e, Berlin, in einer Besprecluing der Laote zu dem Problem: ״Judenfrage und Wirtschaft“ folgendes: ״Die Jndenfraoe ist eine völkische und rassi-chc, aber keine wirtschaftliche Frage. Die Judenfrage und Wirtschaft haben trotz• dem etwas miteinander zu tun. Wenn das Rciclishabinett nach der Machtergreifung erklärt hat, daß in der Wirtschalt zwischen arischen und nichtarischen Firmen nicht unterschieden werden sollte, so ist es aus bestimmten Gründen geschehen, die mit dem Problem selbst nichts au tun haben. Die bekannten Richtlinien des Reichskabinetts bedeuten andererseits keineswegs eine Entscheidung aui lange Sicht derart, daß eine Judenfrage in der Wirtschaft nicht bestünde. Die Wirt-, lauft ist zwar nur du untergeordneter Teil unseres Volksleben-, alter es gehen für -i<: auch die Lebensgesetze unseres Volkes. Wenn wir uns völkisch niefit führen und beherrschen lassen wollen von Angehörigen fremder Völker, dann werden wir es auch nicht zulas.rn können, «laß eine •Wirtschaft liehe Macht griimllage besteht, von der versucht werden kann, Einfluß auf das I.ebcy unseres V olkes zu gewinnen. Man kann z- B. weder von uns verlangen, daß wir als Nationalsozialisten von einem Juden kaufen, noch verlangen, daß wir den Juden als Bclriebsflihrer anerkennen. IIist in alten Zeiten immer das erste Zeichen des Sieges eines Volkes gewesen, daß es seine Volksgenossen aus der fremden Leibeigr n-cltaft befreit hat. Fis ist ebenso seihst verständlich, daß deutsche Männer einen Juden als Bctriehsfiihrer nicht anerkennen können. Wenn darüber hinaus in" den freien Berufen, nicht nur in der Zeit ringsutul Filniwirt-1 halt, für die natürlich aus-cltließlirli die kulturelle Zicl.-1't/ung maßgebend sein kann, das Jtidenproblent anerkannt i-t, dann muß es auch iiir die gesamte Wirtschaft anerkannt werden. Wir erklären aber ebenso offen, daß wir die Verdrängung der Juden aus der Wirtschaft nicht aus wirtschalt lieh egoistischen Gründen. sondern aus völkischen Gründen u״o!len. Das Vermögen der Juden interessiert uns nicht. Wir wollen es in keiner Weise an uns reißen. Die Judcnfruge ist und!»leiht eine völkische und rttssi che!׳"rage, die •alh iiling. gerade deswegen auch ihre Aus- Wirkungen in der Wirtschaft halten!!1»ß. Losung der Judenlrage bedeutet die Beseitigung ihrer vdrschahiiehen Vormachtstellung. Sic muß legal beseitigt werden: Fliiuclaklionert!»leihen wirkungslos. Und schließlich ist wichtiger als die Uehcrfiihruitg jüdischer Geschältein deutsche Hände die Weckung der eigenen Kräfte.“ In dem Artikel ist vorher von Prof. Himke auf die in der letzten Reichstagssitzung vom Reichskanzler zittn Ausdruck gebrachte Möglichkeit liitigewicsen, daß das Judenproblem zur endgültigen Lösung der NSDAP übertragen werden könne. Hiermit sei ganz allgemein zum Ausdruck gebracht, daß ״der politische Wille des deutschen Volkes sich aut jeden Fall durchsetzen wird, daß auf der anderen Seite Deutschland ein Land des Rechtes ist, in dem Gesetze herrschen und respektiert werden.“ Prof. Dr. Hnnke ist laut ״Frankfurter Zeitung“ vom 8. Oktober zum Ministerialrat ernannt worden. Nichtarische Geschäfte Die ״Rheinisch-Westfälische Zeitung“ in Essen berichtet in einem ״Düsseldorfer Brief“ über die Lage der nichtarischen Geschäfte in Düsseldorf wie folgt: ״Die Frage, was aus den nieh (:»risch tu Geschäften wird, dürfte demnärh-t auch in Düsseldorf praktische Bedeutung bekommen. Die Auseinandersetzungen darüber, ob die nichtarischen Firmen Mitglied der Kimdmkrrdit G. m. b. H. sein können, ist jetzt, entschieden. Die riichtarisrlien Firmen scheidet! aus der Ge- Seilschaft aus. Ob die Westdeutsche Kaufhof A.-G. darin!»leihe« wird, ist noch nicht entschieden. Bei den! jüdischen Kaufhaus Goppel u. Ooldschmidt erhält sich das Gerücht, daß eine Essener Firma hierfür Interesse habe. Es wird zwar bestritten, daß Vorhandlungen geführt werden, es dürfte aber Tatsache sein, daß die Besitzer der nichtarischen Kaufhäuser nicht abgeneigt sein dürften, ihr Geschäft zu veräußern, falls sich ein Kauter hierfür findet. Für den Einzelhantle] entsteht dann natürlich die Schwierigkeit einer größeren Konkurrenz, da sicher ein Teil des Publikums, das von dem nichtarischen Kaufhaus abgewandert ist, zu diesem zurückkehren wird, wenn die jüdischen Besitzer ausgeschieden sind. Die Zahl der nichtarischen Einzelhamleisgesehafte beträgt in Düsseldorf übrigens knapp 300, bei insgesamt 6000 Einzelhancielsfirmen. Unter diesen nichtarischen Einzelhandelsgeschäften befinden sich aber die größten Betriebe, am Ort, so daß die Zahl der Angestellten in den nichtarischen Kinzclhandel.sgeschäftcn mindestens etwa 20 Prozent der im Einzel״ haitdel in Düsseldorf beschäftigten Angestellten ausmacht.“ Irreführung: der Käufer Das Gauamt der NS-Hago in Schlesien hat, wie die Zeitschritt ״Der Stürmer“ vom Oktober 1935 unter obiger Ueberschrift mitteilt, folgende Meldung veröffentlicht: ״L’ebcr die Tarnungskünste der Juden kam» nahezu täglich berichtet werden. Immer wieder versuchen sie, mit jüdischem Dreh die deutschen Käufer irrezuführen. So hat der Jude Peters״ dorlf, Inhaber des jüdischen Warenhauses gleichen Namens in Breslau in der Ohlauer Straße, angeordnet, daß seine jüdischen Angestellten während der Geschäftszeit, nicht mit ihren jüdischen Namen, sondern mit erfundenen Namen ausgesprochen werden. Der Jude l.ewy heißt mit cinenintal ״Arnold“, Salomon hört auf ״Schmidt“, Stcrnlicb auf Stern‘' und Schmal auf ״Peritz“. Aus diesen Tatsachen spricht wieder deutlich tind klar die Frechheit, des Juden. Solche Mittel helfen jedoch dem Juden nicht mehr. Das deutsche Volk hat den Juden als art- und «'esensfrentden Mischling und Schädling am deutschen Volkskörper etkannt. Es weiß, daß ein Jude trotz Zulegung eines anderen Namens und trotz Taufe immer Jude ist und bleibt. Wie man z. B. aus einem Salzhering, selbst wenn er tagelang wiis-cri, keine Forelle machen kann, so wird niemals aus einem Juden ein Arier werden. Aus diesem Grunde wird der Jude stets auCcthalb der Volksgemeinschaft stehen. Der verantwortungsbewußte Volksgenosse lehnt ihn ab. Das deutsche Volk wird in Zukunft bei allen Einkäufen nur die mit dem Abzeichen der DAF. herausgestcllten Geschäft« berücksichtigen. Dieses Abzeichen gibt die Gewähr dafür, daß es sich um rein arische Geschäfte handelt. Durch diese Maßnahmen werden sämtliche Tamungsvcrsuchc der Juden zunichte gemacht.“ Der Stolz auf den jüdischen Namen, den uttsere Vorfahren in Ehren getragen haben, sollte es verbieten, ihn zu verleugnen, selbst wenn aus ihm heute materielle Nachteile entstehen. Der Ariernachweis bei Hausverwaltern Das Nachrichtenbüro deutscher Zeitungsvcrleger meldet: Nach dem Gesetz über die Zulassung von Steuerberatern dürfen Personen nichtarischer Abstammung grundsätzlich auch nicht von Fall zu Fall als Bevollmächtigte oder Beistände in Steuersachen zugelassen werden. Es war die Frage entstanden, ob die Kataster ämter berechtigt sind, von Haus-, Verwaltern bei der Einreichung von Hauszinssteueranträgen den Nachweis ihrer arischen Abstammung zu verlangen. Der Reichsfinanztninister erklärt dazu in einem Bescheid, daß das Gesetz jede gegenüber Steuerbehörden ausgeübte Tätigkeit erfass«, Das ״Grundeigentum“ bemerkt hierzu, daß danach die Forderung der Katasterämter, bei der Einreichung von Hauszinssteueranträgen durch Hausverwalfer die arische Abstammung nachzuweiseu, zu Recht besteht. m 1927 i.,11 11 ־ ii >l!1.)!<־n 1 s154 M!dun״en .־.: :! די!:!רd 1' : i‘ י•־'•; ■:־.: •: u!.ז׳ i- 1.״-;ך:! Wenn die INahonaUmiaiistun ^,glaubt hatten, die JuderFragc mit umgeworlenen Grabsteinen aui iiidEchcn EneühöGn zu Uhen, dann hätten sie es getan und die Synagogen ebenso nicricrgebrannt, wie die Nürtiberger Bürger \or 40ה Jabien. G,m!!;׳׳ r S ״!־.,!; .־ ־ F-! 1; ־ V <Lu,n, w! n!;1n in Nürnbeig k'!r7c /<ז! ׳ v:>r d.־r \!.!!' : .• ׳;׳ ׳ t■ d-n v.hk'l l,t1״ T.ium, diu chuti judf-t'!!!!1 G!.1!■•»•- :n 11 n! in v, t; 1; < n.!i.Grn, uni dir Sour £uk>un!1u׳n sei. Ein r.nßu-u!/*rr Gmz־ü:,t;.<d |,.d><* <lm K.dme bis m einem il.ft.1-e verbukt, um uni Hei! h s 1> n n 11 r r i u h r u r ״..■wohnt habe. Nach der \laüs1uhvn:,1!m־;e h.il.e dann dii-rr R׳ i• 11 1׳ u imuriu! u er die Tat. zugeMamleft und erklär:, .lab er v o i'i J u d <; 11 dazu an gestiftet wurden sei . . . Unter Bezugnahme auf die Nürnberger Gesetze ruft dann Julius Streicher aus: .,Wenn der Jude uns versprechen kann, daß er dieses Gesetz achtet, dann krummen wir ihm nicht ein Haar. Aber wir werden nicht dulden, daß dieses Gesetz übertreten wird. Der Jude kann bei uns in Frieden leben, aber er soll uns in Frieden lassen. Die Gesetze sind geschaffen, damit er in den Grenzen dieser Gesetze sein Lehen führen kann.“ Das ״Berl. Trige blaff‘‘ vom 5. 10. berichtet über die Rede ti. a. folgende Einzelheiten: d ׳ufadu ju:/!!mifin• mu{! eahruW Volk gr-gun ('»reuetlügen weinen. Die haliern *rben X;־i:uhg1-n sprechen d.dvi von der Gietn Ihclzc gegen 1 )uu! sdda ׳ul nl IVginn des Weltkriege». All׳ h das italimUtT.e Volk Mini am Ende cIiumw Rmgc1K erkennen, daß es ci!־c JihIcg:rage gibt. I 'uhurlawn w!r es der Zeit, daß heraus* kommt, wie Juda hier wieder seine Hand im Spiele ha!.... Wann!! mb! man, d.»ß Die:!זי:niol<־hen. die in jiidisrhe E.unU!<־tf gehen, 45 J.!h!u rdt -fin tnu-vT.? U'ir wd]!cu nirli: m«"11r, dal׳. <*s ,.Mbibiu'ii jiir ab! “ g1!>f, 1 >iu \'u 1 niierger ־ 70׳-ind nur narhgen1a<du dem ('0׳׳>-יי? z des jüdis, 11011 Rrophuf e 11 IR!a. Wenn aller dieses bes{inmife, daß jutlur Jude seine nirli! >ndi<־׳he Frau entiassm nni-.se, sc! sind dir Nürnberger Gesetze viel müder. Der Jude knn n -dne r.i 1!״* judi •adu•!־bau Ixü uns behalten.“ Rasse und Recht fit der Fachwissenschaftüchen Woche der Verwaltungsakademie Berlin nahm Dr. R u 11 k c, geschäftsführender Direktor des Rcidisaus-scliusses für Voiksgesundheitsdienst, das Wort, um über ,,Rasse und Recht“ zu sprechen. Dr. Rutfke sprach nach dem Bericht der ,,Frankfurter Zeitun׳•״ vom 9. Oktober von der Beziclumeslosigkeit der frübereu Rechtswissenschaft, die die Rasse ignoriert habe, und von der rassegesetz liehen Rechtslehre des Nationalsozialismus, die eine Lehre vom artgemäßen Rechtsstil umfasse. Das Ziel sei, das ewige Leben der deutschen Nation in einer genügenden Zahl rassewertvoller, erbgesunder, kinderreichcr Familien zu sichern. Von diesem Ziel aus sei künftig alie Wertung im Recht zu treffen. Die bisherige Uebt'rfremdung •sei möglich gewesen, weil der Rechtsstil ein fremder, typisch jüdischer gewesen sei. Simson, Stahl, Laband, Jeliittek, Hugo Preuß seien Juden gewesen. Auch Spinozas Ethik, die — wie der Redner durch Zitate zu belegen suchte — dem Treubruch freie Bahn geschaffen habe, weise einen typisch jüdischen Recht sstil auf. Es sei schwer, diesen Stil immer zu erkennen; denn nur die wenigsteil fügten sich der Forderung, bei jeder Schrift oder Entscheidung zu fragen, ob der Urheber nicht Jude sei. Das ־zuverlässigste Merkmal der Fremdheit, die Sprache, habe man zudem planmäßig ausgeschaltet, indem man eine tote Sprache, die lateinische, dem Recht aufgezwungen habe. Reichsgerlclitspräsident i. R. Dr. Simons zur Judengesetzgebung Die ״Frankfurter Zeitung“ berichtet, daß Reichsgerichts- Präsident i. R., Professor Dr. Walter Simons, in der Gesell- Schaft der Berliner Freunde der Deutschen Akademie einer» Vorfrag über ״Die universale und nationale Tragweite der deutschen Rechfsertteucrung“ gehalten hat. Er sagt u. a., daß er in der heutigen Judengeset/gebtmg nach seiner ganzen Weltanschauung und Vergangenheit zwar manche Entscheidttng anders gewünscht hätte, daß aber die einmal erlassenen Gesetze selbstverständlich zu achten seien, denn ihre Härten seien offenbar notwendige Härten. Die Judenfrage auf dem Zahnärztetag fn Berlin wurde, wie das ״Deutsche Nachrichtenbüro“ meldet, der 7. Deutsche Zahnärztetag eröffnet. Reichszahnärztefiihrer Dr. Stuck teilte in seinen Begrüßungsworten mit, daß in der vorausgegangenen Hauptver- Sammlung des Reichsverbandes der Zahnärzte Deutschlands wesentliche Aenderungen der alten Satzungen genehmigt worden seien. Abgesehen davon, daß der Name des Reichsverbandes in ״Deutsche Zahnärzteschaft“ umgewandelt worden ist, wurde der Beschluß gefaßt, daß von nun an nur noch arische Zahnärzte ordentliche Mitglieder der Deutschen Zalmärzteschaft sein können. Den nichtarischen Zahnärzten ist es gestattet, als außerordenfliehe Mitglieder in der Körperschaft zu verbleiben, allerdings unter Ausschluß von Versammlungen und Veranstaltungen der Zalmärzteschaft. Hausgehilfinnen ln jüdischen Haushalfen Die Deutsche Arbeitsfront, Gau Schlesien, teilt mit: ״Die Rrichsrcgicrung hat durch Gesetz vom 15. September 1935 bestimmt, daß Hausgehilfinnen unter 45 Jahren nach dem 1. Januar 1936 nicht mehr in jüdischen Haushaltungen beschäftigt werden dürfen. Wir ersuchen daher alle von dieser Maßnahme betroffenen Hausgehilfinnen, sielt sofort bei dem zuständigen Ktei'fachgnippenwalter ״Hausgehilfen“ zu melden, dessen I)!entstunden in den Krti ־Haltungen der DAF zu erfahren sind. Es ist dafür gesorgt, daß alle Meldungen umgehend der Gautachgruppe Ilausgehilfen in der DAF Schlesien zugeleitet werden. I.)!c Gaufachgruppe bearbeitet alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen.“ Die Handwerkskammer von Oberbayern, die es schon, bisher abgclehnl hat, Lehrverträge mit Nichtariern zu genehmigen, gibt bekannt, daß sie vom kommenden Frühjahr an Lehrverträge grundsätzlich nur noch dann genehmigen werde, wenn der Lehrling der HJ bzw. das Lehrmädchen dein BDM angehört. Auf der Arbeitstagung des hanseatischem Gaubezirks des ״Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen“ in Hamburg Jiielt der Chefpräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts, Senafor Dr. Rothenberger, einen Vortrag über ״Die Rechtsquellen im neuen Reich“. Im Verlaufe seiner Ausführungen wies er darauf hin, daß Reichsgcrichtsurtcile vor 1933, soweit sic der nationalsozialistischen Weltanschauung entgegenständen, nicht Auslegungsqucllcn sein können. Noch viel weniger seien als Rechtserkenntnis oder Auslegungsquellen Kommentare zu betrachten, die j ü - dische Verfasser hätten. (Bekanntlich sind eine ganze Anzahl von maßgebenden Kommentaren, die bis 1933 als Standardwerke der Rccbtsliteratur galten, von jüdischen Rechtsgelehrten verfaßt. — A. d. R.) faxe de Co€ogne Starfum. Die Duftkomposition eines Filmerlebnisses;n»wene״׳scGeschäften Bezaubernd wie das Antlitz einer schönen Frau m