Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 79 (1.10.1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 79, 1. X. 935 ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 Aus Rabbi Kuks Gedankenwelt Eine Auswahl Von Sch car Jaschubh Schon bei Lebzeiten des Gaon empfand man das Bedürfnis, aus seinen zahlreichen Werken und Aufsätzen eine Reihe besonders charakteristischer Stellen auszuwählen und weiteren Kreisen zugänglieh zu machen. Aus einer dieser kleinen Aphorismen-Sammlungen — ״llamachaschabhah hajisraclith“, von Elehanan Kalmansohn — sollen hier einige, teilweise freie und verkürzte, Ueberselzungen von Aussprüchen des Rabbi Kult versucht werden. (Wir veröffentlichen diese Auswahl aus der Gedankenwelt des Verstorbenen anläßlich der ״Schloschim“, des 30. Tages nach dem Ableben. Die Red.) I. Persönliches Ich schreibe nicht, weil ich die Kraft habe zu schreiben, sondern weil ich nicht die Kraft habe zu schweigen. Mein Stil ist nicht durchaus auf Klarheit angelegt. Es gibt viele Dinge, die so groß sind, daß man sie erst ganz klein machen muß, wenn man sie völlig klarlegen will. Unsere Sprache ist dem Gedankenflug überhaupt nicht adäquat. Dringen wir ins Innere der Dinge vor, dann hört jede Klarheit und Klärung auf — alles wird Geheimnis und Rätsel. Geht man darauf aus, alles klarzumachen, so stellt man nur sich selbst ein geistiges Armutszeugnis aus. Wer von Natur aus immer weite und adlige Gedanken in ihrer höchsten Reinheit denken muß, darf sich nicht selbst erniedrigen und seinen Geist durch mittelmäßige, wenn auch an sich gute und ehrenwerte Gedanken eng machen. Meinem innersten Wesen gemäß fühle ich Lust und Befriedigung in weiter und freier Beschäftigung mit den göttliehen Geheimnissen. Darin besteht mein eigentliches Lebensziel... Je mehr ich mich selbst erkenne und mir erlaube, vollkommen selbständig zu sein in innerer Erkenntnis, die eine Synthese bildet von Wissen und Erkennen, Gefühl und Poesie, desto mehr leuchtet mir das göttliche Licht und desto mehr entwickeln sich meine Kräfte, mir und der Welt zuin Segen. Wer mir nachsagt, meine Seele sei zerrissen, hat durchaus recht: sie ist wirklich zerrissen. Wir können uns unmöglich einen Menschen denken, dessen Seele nicht zerrissen wäre. Nur das Gestein ist ganz. Der Mensch ist voll gegensätzlicher Strebungen, in seinem Innern herrscht dauernder Kampf, alles menschliche Tun geht darauf aus, die Einheit der Seele durch einen umfassenden Gedanken herzustellen, dessen Größe und Hoheit alles in sich aufhebt und zu vollendeter Harmonie bringt. Selbstverständlich geht es hier um ein Ideal, dem wir zustreben, das aber kein Sterblicher je ganz, erreichen kann. Nur ihm immer näher zu kommen vermögen wir durch heißes Bemiihn. Und dies meinen die Kabbalisten mit dem Ausdruck ״Jichudim“ (Einungen). Allicbe erfüllt mich, ich kann nicht anders, ich muß alle Wesen, lieben, alle Völker, ich will aus vollem Herzen, daß alle Dinge zur herrlichsten Entfaltung gelangen. Am tiefsten und glühendsten liebe ich Israel, aber diese Liebe breitet sich in ihrer Mächtigkeit über alles hin. Ich habe nicht das geringste Bedürfnis, mein Liebesgcfiihl zu unterdrücken, cs entströmt unmittelbar der heiligen Tiefe der Weisheit, der göttlichen Seele. II. Von göttlichen Dingen Unser Wissen von Gott bestellt im wesentlichen darin, daß wir ihn erfassen als den Einen, den Schöpfer und den Gesetzgeber. Aller Reichtum des Geistes kann nur näher erläutern, wie diese Einsicht zu verstehen ist, und ihr den idealsten, zugleich einfachsten und erhabensten Ausdruck suchen. lin wahren Sein gibt es keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, kein zeitliches Geschehen. Alles ist lebendig und vollkommen, alles blüht und leuchtet, wenn alles als Einheit erkannt wird, wenn in heilem Lichte die Erkenntnis steht: alles lebt aus dem Urquell des Alls. Wenn das Wissen um göttliche Dinge klein ist, dann ist auch die Vorstellung, die wir uns von Gott machen, klein. Und da aus dem Wesen Gottes die unendliche Kleinheit des Menschen erhellt, so läßt sich gar nicht ermessen, wie niedrig Und nichtig der Mensch bei einer Frömmigkeit ohne Wissen erscheinen muß, wie er aber zu einer gan 7. anderen Auffassung der göttlichen Größe gelangt, wenn seine eigene Seele in ihrer Gestalt nicht verkleinert, sondern erweitert wird, und zwar durch die Erweiterung seiner wissenschaftlichen Kraft, durch Befreiung seiner Phantasie und des Flugs seiner Gedanken, durch Erkenntnis der Welt und des Lebens, durch Reichtum des Gefühls. Um dahin zu gelangen, muß er sich jedoch mit allen Wissenschaften, die cs gibt, befassen, mit allen Lebensanschauungen, mit allen verschiedenartigen Kulturen, mit dem Wesen der Ethik und Religion aller Völker und Sprachen — und sie alle in Seelengrößc zu läutern verstehen. Selbstverständlich ist es nötig, daß jede jüdische wissenschaftliche Grundlegung auf der Thora in ihrem weifesten Sinn ruhe. Die jüdischen Evolutionisten sagen, der Gott Moses sei nicht der des Maimonides, dieser nicht der der Kabbalisten usw.... Wir hingegen glauben an einen einzigen Gott, dar hocherhabcn ist, nur daß freilich jeweils unsere Auffassung Gottes Verschiedenartigkeit zeigt: beim einen ist sie ganz umfassend, beim andern sehr eng. Auch der große Lehrer erscheint nicht allen Schülern gleich, jeder betrachtet ihn vielmehr, wie er ihn eben auffaßt. Der Instinkt ist fähiger und sicherer als die rationale Erkenntnis des Menschen, und cs macht dessen Vorzug, daß er alle seine Erkenntnisse auf die höchste Hölle des Instinkts erheben kann, von dem seine Fähigkeit und Sicherheit dem höchsten Wesen gegenüber stammt. Die Gottgläubigen sind in Wahrheit die stärksten Instinktmcnsclieii, und alle rein weltlich Kulturellen müssen wieder zu ihnen zurückfinden. Den Kulturellen gegenüber habe« sie den stärkeren Instinkt, aber wer einen starken Instinkt hat, ist schwach in den Dingeil, bei denen es auf Verstandcsbercchnung und sorgfältige IJebcrlegung ankommt. Darum müssen die Teile der Nation Zusammenhalten, daß jede Partei von der andern empfange, was sie für sich nur in geringerem Grade besitzt: die eine rationale Erhellung, die andere die Stärke des Instinkts. Nur außenstehende Toren können sagen, die Religion enge das Leben ein. Auch eine gottgläubige Nation muß genau so das Leben in seiner Ganzheit erkennen — aber im Lichte Gottes. III. Die Thora Die ganze Thora ist in nationalem Geiste gehalten. Wo sie Lohn und Strafe genauer bestimmt, haben diese Bestimmutigen zumeist nationalen Charakter. Strafen persönlicher Art sind nur bei besonders schweren persönlichen Vergeliungen ausgesprochen. Wo es irgend um allgemeine Dinge geht, lallt die Thora das nationale Gefühl sprechen. Daher ist es klar, daß eine allgemeine praktische Preisgabe der Thora einen furchtbaren nationalen Niedergang bedeutet. Alle einzelnen Rechtssatzungen der Thora gehen darauf aus, unser nationales Gefühl zu vervollkommnen und zu entwickeln sowie die wahre Liebe, die in unserem Volke zwischen allen seinen Einzelgliedern als Kindern Eines Vaters herrschen soll. Deshalb legt unsere Thora so starken Nachdruck auf die Gleichheit der Lebensformen: die Einheitlichkeit der Lebensformen führt zur Gleichheit der Anschauungen, des Glaubens und Denkens, und entwickelt so in uns drn Begriff der wahren Liebe. Nur durch die Thora kommt der Friede zustande und entwickelt sich das reine Gefühl der Erkenntnis der Brüderlichkeit. Wenn diese Entwicklung bei uns hinreichend vorgeschritten ist, werden es die anderen Völker beachten, und dann wird die Segnung des Friedens in der Welt sich zu verbreiten beginnen. Wir müssen aber ininier unseren nationalen Geist mit dem erhabenen Geiiibl der allnienschlichen Liebe bewußt verbunden halten und eben zu diesem Zweck uns bemühen, unseren besonderen nationalen Geist zu entwickeln. Die zahlreichen Einzelvorschriften und Bräuche des Judenturns sowie sogar die freiwilligen Erschwerungen, die das jüdische Volk auf sich genommen hat, sind allesamt nur besondere, für immer untrennbar miteinander verbundene Ausdrucksweisen der inneren Liebe Israels, des Gottesvolkes, zu seinem Gott, seiner Thora, seinem Volkstum und seinem Lande. Der gesunde und starke Kern des jüdischen Volkes sieht allezeit in der Thora mit ihren theoretischen und prakfisch das gafi/e Lehen umfassenden Verzweigungen eine große, gewaltige göttliche Poesie, ein Lied der Liebe. Jedes Gebot und jede halachische Bestimmung hat eine besondere musikalische Note, welche die Gemeinschaft Israels vernimmt und an der sie sich erfreut. Wir müssen nur unseren Kindern die Ohren dafür öffnen. Dann wird das Lied in ihren Herzm Wellen schlagen und ihre Seele erheben, gleichwie es alle erhebt, die richtig das Wesen ihres Judentums zu entwickeln verstehen. Die Thora, ihre Anschauungen, Gesetze und Rechte für das öffentliche und private Leben, ist das klare Spiegelbild aller Tugenden des nationalen jüdischen Geistes. IV. Nationales und Universales Das jüdische Volk wirkt durch sein bloßes Dasein. Viele hassen, viele verfolgen es, aber seine Existenz leugnet aicmand. Und sein Dasein wirkt unaufhörlich läuternd auf die Anschauungen der Menschheit. Achad Haam sagt einmal: die Frage, warum ich Jude bleibe, verstelle ich so wenig wie die Frage, warum ich der Sohn meines Vaters bleibe. Demgegenüber sage ich: dies gilt nur dort, wo ein Jude keinen Sinn seines Judentums tindet. 111 diesem Fall ist er freilich nur Jude, weil er es eben durch seine Geburt notwendig sein muß. Aber man soll den Willen haben, Jude zu sein aus höchster Lust und Freude am Judesein. Wie es heißt: ״Israel freue sich seines Schöpfers, die Söhne Zions mögen frohlocken über ihren König“ (Ps. U*)>. Das große Ideal des allnienschlichen Friedens ist der belebende Geist des Judentums, die große Sphäre, welche die innere des nationalen Friedens umfaßt. Erst wenn dieser sich in den unserem Volksgcist angemessenen Formen verwirklicht, kann er wieder die große allgemeine Sphäre bewcgen: den Menschheitsfrieden. Drei Arten von Gedanken gibt es: 1. Allgemeine Gedanken, die jeder Nation und jeder Sprache gemeinsam sind und i«11 denen alle Weisen und von heiligem Geist Erfüllten unter allen Menschen auf Erden Übereinkommen. Wie es beißt: ״Himmel und Erde rufe ich zu Zeugen an, daß auf Mann und Frau, Nichtjuden und Juden, Sklaven und Sklavinnen je nach ihren Handlungen der Heilige Geist ruht“. 2. Gedanken, die ihrem eigentlichen Wesen nach wohl allgemein sind, aber ihrem Stil nach verschieden bei jedem Volk, je nach der besonderen nationalen Wesensart, Lebens- und Denkweise. Daher müssen solche Gedanken beim jüdischen Volk gestmdort bleiben und es darf unser eigentümlicher reiner Stil mit keinem fremden vermischt werden. Wahrheit«- und Heiligkcitsgedanken, die Israel allein eigen sind, nicht nur binsichtlich des Stils, sondern ebenso hinsichtlich des Inhalts. Jeder Versuch einer Vermischung dieser Gedanken mit fremden stiftet Verwirrung und Schaden. Hier gibt cs keine Veränderutig der Form und keine Verschönerung des Stils, Aber es ist ganz besondere Hebung, Vertrautheit und Scharfsinnigkeit nötig, um klar zwischen diesen verschiedenen Kategorien zu unterscheiden und Verwechslungen zu vermeiden. Man möchte den für verrückt halten, der Grenzen ziehen und sagen wollte: die ewigen Ideale lassen sich nur auf dem Wege einer schrittweisen Entwicklung verwirklich en. Im Gegenteil! Der große Geist des von Freiheitsmacht erfüllten Menschen erwidert: wir legen unsere Erkenntnis nicht in Fesseln. Mit eigenen Augen sehen wir, wie alles unendlich groß ist, unendlich groß ist das Gesetz der Eilt- Wicklung, aber auch die Krait der sprunghaften Veränderung. Beides tritt je nach Bedarf in Erscheinung. So verhält es sich auch mit den göttlichen Idealen. Es gibt kein Hindernis für den Weg der Entwicklung und ebenso wenig für die spranghafte Veränderung. Wenn sich die neue Wissenschaft rühmt, von der Theolögie frei geworden zu sein, so soll sie wissen, daß andererseits auch die Theologie von der Wissenschaft befreit wurde, die sie gefesselt hielt. Gewiß braucht dieses große Neue auch einen neuen Namen, den Gott selbst bestimmen wird. Die von den Banden der Wissenschaft befreite Theologie ist die Prophetie, die vorzügliche Eigenschaft Israels, die sich an uns bald zeigen möge. Der Glaube ist die Poesie des Lebens, die Poesie des Seins... Wehe dem, der dem Leben die Schönheit seiner Poesie rauben will: er nimmt dem Leben seinen Gehalt und seine Wahrheit. Die Prosa empfängt ihren Wert ganz und gar von der Poesie des Lebens her. Wie es Gesetze der Poesie gibt, so gibt es auch eine Poesie der Gesetze. Es gibt keine stärkere Kraft als die der Wahrheit. Wenn die Lüge noch so hoch ihren Flug erhellt und das Sonnenlicht der Wahrheit mit weitgespreizten Schwingen verdecken will, so kann sie doch nur eine kleine Weile bestehen. Geht die Sonne auf in ihrer Kraft, dann schwinden die Schatten. Der Mensch ist der Mittelpunkt der Schöpfung. Das heißt, der Mittelpunkt der Schöpfung ist Gott, aber weil der Gottesgedanken itn Menschen wohnt, und zwar unserem Wissen nach nur im Menschen, darum betrachten wir den Menschen als den Mittelpunkt der Schöpfung. Wulften wir, daß diese Erkenntnis in allen Wesen vorhanden ist, so würde dadurch unser Wert keineswegs verringert. Wir sind nicht 1111!!günstig, wir wollen gar nicht, daß nur wir allein den Schöpfer erkennen. Wer sich seinen persönlichen ethischen Verpflichtungen entzieht und dem Dienst der Ocmciiischaft.spflichten widmet, gleicht einem Unreinen, der Dienst im Heiligtum verrichtet. Mit einer Hand uiite-rgräbt er den allgemeinen Bau, indem er einen seiner Teile, niimlich sich seihst, zerstört. Solange wir nicht an das Ziel der Selbstvervollkoinmnung gelangt sind, dürfen wir uns auch nicht erkühnen, un-ere Mitmenschen vervollkommnen zu wollen. Das kam! unmöglich gelingen. Unser ganzes Bemühen muß dahin gehen, unseren nationalen Geist zu festigen, zu vervollkommnen und zu erweitern. Aber das innere Ziel sei dahei der Wille Gottes: die Vervollkommnurig der ganzen Menschheit. Nur wenn den Men selten Lust und Freude am Guten und Rechten erfüllt, kann er das Gute und Rechte wahrhaft tun. Und nur dann wird die Herrlichkeit der Schekhina auf dem Menschen ruhen. Der Mensch ist von Natur aus Mystiker. Kooperation von Misrachi und Gemeinde-Orthodoxie Wir erhalten folgende Erklärung: ״Nachdem die vor längerer Zeit eingeleifdcn Versuche, sämtliche Gruppen <lcs thoratreuen Judentums in Deutschland für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, zu einem Ergebnis bisher nicht geführt haben, haben sich der Misrachi in Deutschland und die durch die konservativen Fraktionen des Preußischen Landesverbandes und anderer Landesorganisatioiien vertretenen Kreise des thoratreuen Jltdentums zu einer A r b e i t s g e m e i u s c 11 a f t zur Erreichung der folgenden Ziele ziisammcngefunden: 1. Religiöse Kulturarbeit. I>;m hierauf bezügliche Programm umfaßt: Werbung für das thoratreue Judentum; Förderung des religiösen Schrifttums; Veranstaltung von Vorträgen und 1 ernfaguirgen im Reiche; wiiterer Ausbau des in Berlin errichteten Rumbam-Leliihause-. 2. Gemeinsame Arbeit für den relig >-en Auf!11 הו von F.rez Israel. Vom Standpunkte des < ׳״-;!mtmtcre.--e.- der fhoratreuen Judenhcit ist es für die gcset/estreiicn Juden in Deutschland eine Hauptaufgabe, den Aufbau Palä-tinns im Sinne der 11eberli efernng zu u11ter.stui/c!1. AK Wesentliche Punkte innerhalb diese- Programme.- können gelten: Gewinnmig der öffentlichen Meinung für den reiigeKcn ,Aufbau von Ert׳/ Israel; Vorbereitung der Jt1::e11d in I)cutschland unter Förderung der religiösen Jugeiulalijah. 3. Einheitliche Stellungnahme in religiösen Fragen, insbesondere I )urchsct/img der Forderungen des thoratreuen Judentums im jüdisch-öffentlichen I eben. Es wird hierbei der Hoffnung Au-druck gegeben, daß die nach den vorstelienden Richtlinien aut/tmehmeinle . zum Teil schon in die Praxis 11 hei führte - Gemeinschaftsarbeit sich ersprießlich gestalten wird. List der V'tin-c11׳ der dabei beteiligten Kreise, daß die geschaffene C iemeinsehaft die Grundlage für das in dieser Zeit so dringend notwendige Zusammenwirken aller geset/estteuen Kräfte bilden wird.“ Der Alttcstamentler - Kongreß Vom 4. bis KL September fand in Güttingen der 2. internationalc Kongreß a 111 e s t a m e n 11 i e her Forscher statt. 7(1 bis St) evangelische und katholische Forscher des In- und Auslandes waren der Einladung gefolgt. Aut dem Tagungsplan waren fast alle Zweige alttestamentlieber Forschungsarbeit vertreten. Alttestamentliehe Textkritik und Textgeschiclitc, 1 iteraturkritik und Literaturgeschichte, palästinensische Archäologie, israelitische Geschichte, vergleichende semitische Sprachwissenschaft, vorderasiatische Religionsgeschichte, alttestamentliche Sohriftauslegimg und Theologie waren die Arbeitsgebiete. Die ״Frankf. Ztg.“ vom 24. September berichtet über den Verlauf des Kongresses u. a. folgendes: ״I)aß in den Ar1-,gu'urhc1! gHcgcnbich vi r ohkdt ns Anwhau- »ngen zutage traten, war 11,11111 lieh. und cwar nicht der Sinn des Kongresse-, t ötler-chirde zu!!heMum Ih־ii. IV,!', aber alle Kongreßteitnehmer über alle Mnming-vcrschicdcnlirücn hinwng;1! . d 1große Gemeinsame verband, war cinei-ciidie A nerk c o 1» 11 11 g der Autorität des .4! t e n T c!>! am 1׳ n t e s als Heiliger Schrift, anderrr-ciis die ihnen d.nnh aidcrlrgtc Vnani «;!! I nng. Tn der rliiioli״heu Kiiclic wurde da- Ahe Tc-tninent nie;nuleials im Blick auf fc-u- (’!nkm, geie-cn. AS- Kundgabe dm Möllens mal der Gedanken Got!<יי verfug! es über göttliche Autorin!. So war bei allen Kongrcßteilnc-liiiieir> eine gcrnein-innc < irnndcin-icllung gegen- «her dem Allen Tr-iaincnt gegeb! n, die be-onderr, in den großen Abendvort tilgen ihren feierlichen Au-druck fand.1‘ [ »Kaufhaus im Hansaviertel seit SO •Jahren Im Famillvnbeslts Max Giesen Turmstraße 42 Eck• Oldenburger StraBe