Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 77 (24.9.1935)
- Date
- 1935-09-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seit» 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 77, 24. IX. 1935 Mandat, Kronkolonie oder Föderativ-Verfassung Ein Artikel in ״Near East and India“ ln der Zeitschrift ״Near East and India“ veröffentlicht der ehenialige stellvertretende Sekretär der Palästina-Regierungi Lionel G. Archer Cust, einen Artikel, in dem er zwecks Ermöglichung einer Lösung der der Palästina- Verwaltung gestellten Problem« eine klare Erfassung der oft verdunkelten Sachlage seitens aller beteiligten Faktoren, der Engländer, Araber und Juden, sowie eine Revision der Zielsetzung bei allen dreien fordert. Die englische Regierung, erklärt der Verfasser, muß ihre Politik aut der Voraussetrung aufbauen, daß zumindest für absehbare Zukunft die Oberherrschaft über Pa• Jästina in ihrer Hand bleiben muß. Der gegenw'ärtigen Politik bloßen Zusehens muß ein Ende gemacht und es müssen Mittel gefunden werden, um die legitimen Ansprüche der Bevölkerung Palästinas soweit wie möglich zu befriedigen, gleichzeitig aber die Kontrolle in einem wesentlichen Grad in Englands Hand zu behalten. Der erste Schritt, der getan werden muß, bestehe darin, das wiederholte Versprechen, irgendeine Form einer Vertretungskörperscha it einzusetzen oder dies wenigstens zu versuchen, zu erfüllen; denn in diesem Punkt beschuldigen die Araber die Mandatarmacht eines ausgesprochenen Treuebruchs mit Rücksicht auf einen Druck von außen. Der Artikel wendet sich sodann der Betrachtung des arabischen Standpunkts zu. Es wird als gerechtfertigt bezeichnet, daß die Araber der Veräußerung ihres Landes Widerstand entgegensetzen. Der Verfasser behauptet, da 11 die Araber, die Boden an Juden verkaufen, dies teils aus Unkenntnis der zionistischen Politik, teils aus Habgier tun. Es sei vielleicht Sache der englischen VerwaJtung, diese Araber vor ihrer natürlichen Begehrlichkeit und Unvorsichtigkeit zu schützen. Allerdings, meint der Verlasser, müßten die Araber einsehen, daß das Mandat, welches die Balfour-Deklaration einschließt, ein international sanktioniertes Instrument sei. In bezug auf die jüdischen Forderungen räumt der Verfasser ein, daß der Zionismus als Rückkehr der Juden in ihre geschichtliche Heimat eine der ansprechendsten Bewegungen in der Geschichte der Neuzeit ist, und er anerkennt die bedeutenden Vorteile, die er Palästina gebracht liat. Andererseits wird darauf hingewiesen, daß die Araber Palästinas ebenso gültige Rechte hätten und daß, ";1s immer geschehen mögt‘, das jüdische Nationalheim nur eine kleine Insel in einem großen arabischen Meer sein könne. Die Zionisten müßten einsehen, daß außerhalb ihrer Reihen nur wenig Glauben an die Idee eines Jüdischen Nationallieims in Palästina und wenig Bereitschaft, diese Idee zu. unterstützen, bestehe. Angesichts dieser Tatsachen mögen die Juden in ihrer Kritik, insbesondere gegenüber der unter schwerem Druck stehenden Palästina-Verwaltung, mäßiger sein. Auch müßten sie einsehen, daß nicht immer alles nach ihrem Wunsche gehen könne, so z. B. was Transjordanien betrifft, bezüglich dessen sie auf Grund des Völkerbundsmemorandums vom Jahre 1922 keinerlei poli* tische Basis hätten. Nach einer Bemerkung über Spekulanten, denen das Land zum Opfer falle, wirft der Verfasser die Frage auf, welches das Endziel der englischen Verwaltung in Palästina sein solle. Solle das Land letzten Endes g e r ä 11 m t werden, wie dies im Mandat angenommen wird, solle das gegenwärtige System einer Kronkolonieverwaltung definitiv fortgesetzt werden oder solle eine Art von Föderalismus geschaffen werden, in dem unter Einschluß Transjordaniens autonome arabische und jüdische Gebiete einer von England kontrollierten Zentralverwaltung unterstellt werden? Vielleicht stelle diese letzte Möglichkeit eine Lösung dar. Sie würde einer vernünftigen Interpretation der Zusagen Englands entsprechen und keiner dieser Zusagen widerstreiten. Auch habe dieser Gedanke sowohl im arabischen wie im jüdischen Lager einen gewissen Anklang gefunden. _ Soeben wurden 5334 I) u 11 a m im westlichen Teil des Emek Jcsrcel und im Gebiet von Beth Schean formell in das Eigentn m des Keren K a j e m eth Leiisrael übertragen. Damit ist der Bodenbesitz, der seit Oktober aut den Namen des Keren Kajemeth registriert wurde, au! 15 499 Dunam angewachsen. Entwicklung des Außenhandels Jerusalem, 19. September. (JTA.) Ueber die Entwieklung des palästinensischen Außenhandels im ersten Quartal 1935 werden bemerkenswerte Ziffern veröffentlicht. Der Weinexport ist im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1931 von 300 000 auf 321 000 Liter gestiegen, der Wert dieser Ausfuhr jedoch von 11 139 auf 8183 Pftmd gefallen. Dagegen ist der Fruchtsäfteexport sowohl mengenwie wertmäßig gestiegen. Während im ersten Quartal 1934 39 Tonnen Fructitsaft ausgeführt wurden, waren es im ersten Quartal 1935 86 Tonnen. Der Wert dieser Ausfuhr ist von 1612 auf 2612 Pfund gestiegen. Der Wert ■der ausgeführten Rohfelle betrug 7248 gegenüber 6021 Pfund im gleichen Zeitabschnitt des vergangenen Jahres. Der Export von Seife ist mengenmäßig von 59S auf 574 Tonnen gefallen, dagegen dem Werte nach von 15 790 auf 18 103 Pfund gestiegen. Strümpfe und Wirkwaren wurden für 3064 Pfund gegen 17S3 Pfund im ersten Quartal 1934 ausgeführt. Im Export von künstlichen Zähnen ist ein Rückga .; von 8863 auf 6242 Pfund zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, daß eine in Cypern gegründete Fabrik für künstliche Zähne jetzt einen Teil des früher von Palästina aus bedienten Marktes versorgt. Die Aussichten für den Zitrusexport in der kommenden Saison haben sich bedeutend verbessert, und zwar aus folgenden Gründen. Infolge der Hitzewelle im Frühjalir wird die Orangenernte kleiner sein, als erwartet wurde. Auch in Syrien und auf Cypern ist infolge der Hitze Schaden in den Pflanzungen angerichtet worden. In den europäischen Orangcncxporttämlcm ist mit einer ausgesprochenen Mißernte zu rechnen. Die spanischen Orangen fallen in diesem Jahr kleiner aus als in den früheren. Man rechnet auch damit, tiaß die Vorbereitungen für einen Italien isch-abessini* sehen Krieg die italienische Konkurrenz auf dem Orangenmarkt schwächen wird, da große Mengen italienischer Orangen für die Heercsverpflegung zurückgchalten werden. Die Einfuhr ausländischer Waren nach Palästina ist im ersten Vierteljahr 1935 bedeutend gestiegen und machte einen Betrag von 4 390000 Pfund gegenüber 3 320 000 Pfund im ersten Quartal 1934 aus. Der prozentuelle Anteil der einzelnen Länder an dieser Einfuhr ist im allgemeinen derselbe geblieben, bemerkenswert ist jedoch, ■daß der Anteil Englands von 18,3 °/0 auf 17 »ö gefallen ist, während der Anteil Deutschlands von 12,3 auf 13,8 ״/o stieg. Der deutsche Export nach Palästina hat somit in stärkerem Maße zugenommen als der englische gefallen ist. Palästinas Gesetzgebung gegen die Staatenlosigkeit Von Dr. Werner Fraustädter, Tel-Awiw Palästinas Gesetzgebung kennt keine Entziehung der Staatsangehörigkeit, wohl aber einen Widerruf von Einbiirgcrungen. Hierdurch soll es der Regierung ermöglieht werden, in Fällen der Rückwanderung früherer Ein- Wanderer, die in ihrer Heimat ihre Staatsangehörigkeit nicht verloren hatten, die gegenstandslos gewordene nalästinensischc Staatsangehörigkeit zu entziehen, um dadurch doppelte Unsere Inseremcn erwarten, daß unsere Leser ihren ßedarfan Gesrhenken bei ihnen decken Die ,Jüdische Rundschau hlttetunderwartct, daß beim Ein- \ kauf auf sie Bezug genommen wird.' 11111111111111m1111111!11Mmm11n111m111!1111111111111!m1111H1111!1111!111111t111111n1m1111!1111111H1111111111!11111111111111111m11111111111111 Staatsangehörigkeit zu vermeiden. Von der weiteren Möglichkeit, durch Widerruf von Einbürgerungen politisch mißliebige Personen staatenlos zu machen, ist nur in Einzelfällen Gebrauch gemacht worden. Die Tendenz der palästinensischen Gesetzgebung ist im Gegenteil in ausgeprägter Weise auf Bekämpfung der Staatenlosigkeit gerichtet. Folgende Bestimmungen erklären sich aus dieser Tendenz: Kinder, die in Palästina geboren werden, ohne mit der Geburt eine fremde Staatsangehörigkeit zu erwerben, sind Palästinenser (Citizenship Order 1925, Art. 3 c). Eine Ehefrau, deren Mann die palästinensische Staatsangehörigkeit verliert, kann aut Grund einseitiger Willenserklärung die palästinensische Staatsangehörigkeit behalten (Art. 12, 1). Hat ein Kind dadurch, daß seine Eltern die palästinensische Staatsangehörigkeit verloren haben, aufgehört, Palästinenser zu sein, so kann es innerhalb eines Jahres nach Erlangung der Volljährigkeit durch einseitige Willenserklärung• die palästinensische Staatsangehörigkeit wiedererlangen (Art. 14, 2). Minderjährige können in besonderen Fällen Ein bürgerungsurkunden erhalten, selbst wenn die allgemeinen Voraus- Setzungen der Naturalisation bei ihnen nicht vorliegen (Art. 9). Zur Einbürgerung ist allgemein ein Aufenthalt von zwei jahren genügend. Verwitwete, geschiedene und auch nur getrennt lebende Eehtrauen, die vor ihrer Elleschließung palästinensische Staatsangehörige waren, können unter sehr erleichterten Bedingungen wieder eingebürgert werden (Art. 7, 4; 12, 2), Ein Minderjähriger verliert dadurch, daß sein Vater sich ln einem ausländischen Staate einbürgern läßt, die palastinensische Staatsangehörigkeit nur, wenn er ebenfalls die ausländische Staatsangehörigkeit erwirbt (Art. 12). Wo die Staatenlosigkeit selbst nicht zu belieben ist, sollen wenigstens ihre Folgen, soweit die palästinensische Macht reicht, gemildert werden. Zwar ist der Staatenlose Ausländer, und da er keinem der Staaten angehürt, die früher das Recht der Kapitulationen genossen, hat er an den, übrigens sehr beschränkten Privilegien, die den Angehörigen europäischer und amerikanischer Staaten sowie Japans zustehen, keinen Anteil. Wo für andere Ausländer in» Gebiete des internationalen Privatrechts das Heimatrecht maßgebend ist, insbesondere im Bereiche des Personalstatuts (Familien-, Erbrecht usw.), 1111115 für den Staatenlosen nach enjglischer Auffassung, die im Gegensatz zu der deutschen Vorschrift des Art. 29 des Einfiihrungsgesctzes zum BGB. stellt, aber von den meisten anderen Ländern geteilt wird, die Rechts- Ordnung des Wohnsitzes maßgebend sein. Wenn der Staatenlose jedoch infolge Verlustes der palästinensischen Staateangehörigkeit (Art. 11) staatenlos geworden ist, wird er in Palästina sowohl privatals auch öffentlich-rechtlich so behandelt, als gehörte er nocli dem Staate an, dessen Staatsangehörigkeit" er vor Erwerb der palästinensischen besessen hat; er kann also sogar wieder privilegierter Ausländer werden (Art. 11, 3). _ Der Bau der neuen J eschuriin-Synagoge, die 8' gegen. Anläßlich der bevorstehenden hohen Feiertage wird bereits einer der beiden großen Beträume zur Verfügung stehen. Die ״Bank Haoiim Erez Israel-Polonia“ erhöht ihr Grundkapital von 30 000 auf 100 00׳) Pfund. Die palästinensische Rad io Station wird ihren Dienst im Dezember beginnen. Das Programm wird dreisprachig gehalten sein. In Jerusalem weilte Emir Abdullah von Transjor- «lanien. Er empfing «ine Reihe arabischer Persönlichkeiten, unter ihnen den Bürgermeister von Jerusalem, Dr. C h a I d i. Der Stellvertreter des High Commissioner, Clicfsekretär Hall, veranstaltete zu Ehren des Emirs einen Empfang. (Schluß des Palästina-Teils) Aus (Um Hebräischen von Dr. Max Mayer, Jerusalem 7. Forta«et*nag Nachdruck verboten Einige Tage später trottele mit Tagesanbruch auf dem Weg© «ino kleine Gesellschaft hinab, Jechicl mit seinen vier Männern, die, wie er, sich das Haar lang wachsen lieben. Sie führten einen mit Lebensmitteln und Arbeitsgeräten beladenen Wagen mit sieb, an dessen Handgriffe zwei Kühe gebunden waren. Di« Gesellschaft kam langsam voran. Mit schwachen Zurufen ermunterten sie das Doppelgespann, das den Wagen zog, und die Kühe, die sich plötzlich eigensinnig weigerten zu folgen. Die Gesellschaft ging in großen Schritten hinter dein Wagon nach dem nördlichen See, auf den Hügel, den Jechicl zur Wohnslatt gewühlt hatte, und den er ״Hügel der Stille" nannte. 7. KAPITEL Ingenieur Agar Täglich kommen neue Leute — sagen die Steinbrucharbeiten ״Mögen sie nur kommen. So wissen wir wenig- ■tens, daß unsere Mühe nicht umsonst ist. Die Neuankommen den werden unserer Hönde Arbeit genießen“, denkt Jizchak laut. Alter Issar, der Führer der Lokomotive II. L. ist ein Skcpliker, und während sich der Lokomotiventank mit Wasser aus dar Pumpe des Steinbruchs füllt, kommt er an die Arbeiter heran, spuckt seitwärts und sagt; ״Ich sage euch: diese Ueberstiirzung gelallt mir nicht. Diese Eile verspricht nichts Gutes. Ich fürchte, daß schließlich alles zum Teufel gehl.“ ״Es scheint wirklich, daß alles zu sehr in der Luft schwebt“, antworten die Steinliauer darauf. ״Ich weiß aus meiner Erfahrung‘‘, fährt Issar fort, ״wenn ich alles gemächlich und überlegt uu-bereitel habe, vergeht der Arbeitstag wie mit Del geschmiert, aber wenn es überstürzt geschieht, gehl alles kaputt. Die Loren cnlgleisen.“ .,Aller das Lehen, Issar, ist keine Lokomotive“, weist ihn Jizcliak zurecht. ״Die Menschen kannst du nicht anfliallen. zu IcMiiiiicn. Sie kommen, fallen und sieben wieder auf, wie überall in der Well.“ ,,Es fallen, die fallen müssen.“ ״Es stehen auf, die Hirn im Kopf haben.“ ״Leute wie Nasson stehen fest.“ ״Ach, was haben wir uns Sorgen zu machen? Wir fallen nicht und stellen nicht auf. Wir schlagen immer mit dom llmnmer.“ Die Steinliauer trinken aus den Wassergefäßen und nehmen die Hümmer in die Hand. ,,1)01• Allo ist nicht wie früher“, kehrt jemand zum tilgliehen Thema des Lagers zurück, ״Schon seit. Tagen ist er im ,weißen Haus‘ eingeschlossen. Man sieht ihn nicht.“ In der Tal war im ganzen Lager eine gewisse Spannung bemerkbar. Allabendlich, bei ihrer Rückkehr zum Lager, und allmorgeiidlich, hei ihrem Auszug zur Arbeit, geht diu verhalten« Frage um: ״Was ist mit dem Alten?“ Alle Leute des "Werkes stellen 1n Sorge diese Frage. Es macht den Eindruck, als ob alles, die Leute des Werks, die Hännner, die Maschinen und l)«׳lt inschiehtcn die üble Laune des Alten mittrügen. Denn zwischen ihnen und dom Alton war eine Verbindung entstanden, and so wie er in den Taumel ihrer arbeitenden Hände Leber! blies, so trugen auch sie mit an der Idee, die ins Oedland hinabdrang. ״Der Alte ist in übler Laune.“ ,,Der Alte schweigt.“ ״Der Alte ist eingesperrt“, das ist das Geflüster, das unter den Leuten des Werks umgebt In der Tal ist der Alte seit einigen Tagen in seinem Zim- 111er im ״weißen Haus“ eingeschlossen. Ingenieur Agar sitzt dort, steht auf, geht hin und her, setzt sieli wiederum, und sein Kopf überdenkt den Plan, die Aidage und das Merk, und vor allem die genaue Karte des Oedlands, die vor ihm liängt. Dieses aus geraden Linien, enger Schraffierung und Zcieben und Slerncbun bestellende Kartennetz stellt (las Oedlaut! dar. Das große Netz beginnt mit einer breiten Pforte sin Norden und mündet am südlichen Ende in einem geriiumigen Ausgang. Es verläuft dem Oedland parallel, das sieh von den Bergen des Nordens nach dem südlichen See binabziebt. Die schwarze hervorstechende Linie, die das llerz des Netzes durchschneidet, ist der (.)ocllamlsfluß, das (ihrige bezeichnet das, was demnächst im. Oedland entstellen soll. Als Agar zum erstenmal ins Oedland kam, überblickte er es von einem der Berge aus, betrachtete mit geübtem Auge den gewundenen Sillierstrcifen des Flusses, die Oedc ringsum, die Sümpfe und die bräunliche, über ihnen lagernde Deckschiebt, überblickte all dies, wie ein müder Tourist einen Landstrich überblickt und weiterzieht. Mud« und in Schweiß gebadet stieg Agar von dom Berg hinab, in seinem Innern die Gestalt des Oedlands und die Erkenntnis tragend, daß in ilnn die Idee des Works, seine Ausmaße und seine Durchführung heranreifen. Er berief einige Ingenieure und Fachleute und gab ihnen kurze und klare Anweisungen: ״Zieht ins Oedland, vermeßt seine F18eben, prüft sein Wasser, untersucht, der! Roden, und das gesammelte Material bringt zu mir.“ Die Ingenieure und landwirtschaftlichen Fachleute zogen ins Oedland mit Vermessern und mit Instrumenten zur Prüfung des Wassers und Bodens, und allwöchentlich lieferten sie die mit Zahlen, Zeichnungen, Bemerkungen und Fragezeichen zur Bezeichnung der Täler, Sümpfe, Ocdlandshöf» und Zclteiedlungen bedeckten Leinwanarollen ab. Als die von Norden ins Oedland dringende Abteilung auf die ihr vom Süden entgegenkommende stieß, erwartete man im Vormessungsaint zum Abschluß der Karte das letzte abzuUeferiidc Material. Endlich war die Karte fertig. Auf einer Leinwand von vier mal vier Metern waren die Millionen Dunain des Oedlands mit all ihren Ebenen und Anhöben, ihren Tälern und