Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-09-24 · Heft 77 (24.9.1935) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 77 (24.9.1935)
Date
1935-09-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653895--27404-2688840
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Nr. 77 24 'X. 1935 jüdische Rundschau Seite 5 Judenfrage und Gememdepoliftik Der stellvertretende Geschäftsführer im Hauptamt für Kommunalpolitik der Reiclislcitung, Dr. Kurt Müller, nimmt m der ״^Gemeinde“, dem Zentralblatt der NSDAP für Gemeindepolitik; vom Standpunkt der Genieindepoütik Stellung zur Judenfrage. Der Verfasser erklärt, wie die ״Frankfurter Zeitung1‘ vom 21. und 22. September berichtet, da 15 der ücmeinuepolitik eine besondere Aufgabe hinsichtlich einer Ausschaltung d e r Juden erwachse, denn so sagt er, Sache des Reiches könne es selbstverständlich nur sein in großen Zügen die Richtlinien festnilegen, das Tempo anzugeben und aut geeignete Maßnahmen allgemein hinzuweisen. ״Es versteht sich nun von seihst“, so bemerkt Dr. Müller u. a. weiter, ״daß eine unsichere, sprunghafte Behandlung der Judenfrage einer endgültigen, klaren Lösung im nationalsozialistischen Sinne 11cminend im Wege steht. Soweit;11 sd von R e i c h s wegen diese Lösung nicht immer •״. der wünschenswerten Klarheit vorgezeichnet werden Rann, wird und muß es Sache der G e 111 e i n d e sein, im engeren Rahmen die Verhältnisse so zu gestalten, wie dies dem Geiste der nationalsozialistischen Bewegung entspricht, mag er auch im Hinblick auf die Judenfrage in der Gesetzgebung noch nicht so eindeutig zum Ausdruck gebracht worden sein, wie dies in anderen Beziehungen der Fall ist.“ Line im nationalsozialistischen Sinne getätigte Anwendung und Auslegung der Gesetzcsvorsch ri ften vermöge vor allem in der Judenfrage im weitesten Umfange jene Lücken zu schließen, die bei einer rein formalistischen Handhabung des Gesetzes einer Bereinigung scheinbar iווו Wege ständen. Der Referent verweist dabei auf das Beispiel des Benutzt! 11 gsverbotes gemeindlicher badeanstalten für Juden, gegen das vielfach ein* gewendet worden sei, daß die Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen fehle. In Wahrheit fehle sie, wie der Verfasser weiter erklärt, nicht, und die Auffassung, daß den Juden als ״Bürgern und Steuerzahlern“ die Oemeindeeinrichtiingcn zur Verfügung stellen müßten, sei insoweit verfehlt, als nie und nimmer alle Einrichtungen uneingeschränkt zur Vcrfügung gestellt werden müßten. Nach der Gemeindeordntmg sei es den Hauptsatzmigen der Gemeinden überlassen, Voraiissetzungcn, Bedingungen und Art der Benutzung gemeindlieber Anstalten und Einrichtungen überhaupt zu regeln. Es bedürfe keiner Begründung, daß in dieser Beziehung eine S o 11 d e r b e 11 a n d 111 11 g der Juden auch ges e t / I i c h einwandfrei zulässig sei. Wenn nach der noch geltenden Verfassungsbcstitnmtmg ״alle Deutschen vor dem Ciesctz gleich“ seien, so sei die Frage, wer Deutscher ist, auch aus dem Parteiprogramm zu beantworten. Der Referent erklärt, daß schwerlich Fälle denkbar seien, in denen einer allmählichen Bereinigung der Judenfrage ernstliehe gesetzliche Hindernisse im Wege Ständen. Um so mehr seien Maßnahmen entbehrlich, die sich grundsätzlich oder in der Form außerhalb des gesetzlichen Rahmens hielten. Wenn beispielsweise die Anbringung von ,,J 11 d e n t a f e 1 n“ in manchen Orten notwendig und zweckmäßig erscheinen möge, so sei auch auf eine entsprechende Form solcher Verlautbarungen Bedacht zu nehmen. Auf- Schriften wie ״luden betreten diesen Ort auf eigene Gefahr“ seien unzweckmäßig, da hier der falsche Eindruck erweckt werde, als seien an dem Ort lebensgefährliche Gewalttätigkeiten an der Tagesordnung. Die Mittel, deren sich die Leiter der Gemeinden zur Behandlung und Lösung der Judenfrage bedienen könnten, seien so zahlreich, daß es unzweckmäßiger Drohungen nicht bedürfe. ״Deutsches“ und ״arisches“ Geschäft Die ״Deutsche Allgemeine Zeitung‘‘ vom 21. Scpthr. beschäftigt sich mit der Frage: ״Deutsch“ oder ״arisch“ als ücschäfutitcl. Es heißt dort u. a.: ,,Das Gu-־>uU ühur diu Reiths- und Siaat-hürgursd 1;1 ft, das auf der letzten (luiitscium kvirhhUig'HizmiG in Nürnberg vuikündr! wurde, berechtig! eine erneute 1 )iskus.doa über die Frage: Was Ft ein deinsclies (le-chalt? Bekannt!ich sind zur Zeh Besprechungen im Dange, die Rirhdmien liir diu Vergehung dieses Titels einheitlich in Deut-.cii- I.md Ilv.liegen sollen. Bi , zum Ftlaß einer allgemein galt!gen Regelung ist. aber vom Werbern! <Er deutschen Wiil'chait im April (1. j. die willkürliche \ cnvemlung derartiger Schilder und Beziehungen als Unerwünscht. hm׳i׳׳hnet worden. Bas Problem scheint uns in mehrere Hinzulproßkum* zu 7erfallen, /,unlichst muß die Frage unirrsuuht wurden, ob iil>e 1!׳ipt die Kennzeichnung von Geschäften z.weL'kniühig Ft oder ni ht. Dann wäre zu imtci uirhen. ob man eine positive lv׳nmuiehnu11g oder eine negative für richtiger hält, d. h. ob man ein deutsches Gjuhaft nF den!!׳-ס hf/uii'1111u! (.1״er ein nirhtarFcln••; < '׳e-chaft als s;d ׳hev. Ymx Zeit besteht die Neigung, wenn man iiburhnupi die Kenn/ei<d1nn;.g aF notwendig betrachtet, die positive vorzusclilngcn. Weiter muß untersucht werden, ob in der Bezeichnung das dem sehe oder ai iadio Morngnt herausge-tclit. werden soll. Fs gib! Bekanntlich viele aud.ind Fche Finnen, die in Deutschland Geschiffte betreiben, auf die aber, selb-.! nach den strengsten Vorschriften, die Ariereigenmhaft z11׳!iff!. Die stärkere Betonung des Deutsehscins eines Guchafts in diesem Finne wäre nicht. leicht in Finklang zu!*ringen mit den Aeußeruugen der Reichsregimmg, daß das ntisÜindFche Kapital in Deu?-!ddand ungehindert seine Geschäfte betreiben darf ׳— soweit sie den fbesetzen nicht widersprechen —, daß man sogar dieses ausländische Kapital nicht ungern sicht. Die Diskussion hat sich also allmählich \׳m der Unteischeidung zwischen arisch und nicht-ab-ch verschoben — wabei beachtet werden muß, daß dieser Nachweis für audänäFehe C>u-cIIschäften oft schwerer Ft als für deutsche.*־ Der Artikel weist sodann auf mehrere Stellungnahmen zu der Frage der Abgrenzung ״Deutsches Geschäft“ in der Rechtsprechung und in Gutachten hin und sagt zum Schluß: ,,ln neuester Zeit Ft nFh: nur die Kupitahnajntitüi als cnt-cheiden׳! für das l’ituil ob aiFeh oder m׳׳h! hutrauh’u! worden, snmleru auch die 'Fa!-siche der K r c d i t g c w ü h r u n g, die sowohl in direktur als in indiruhtur Form (aut den! Wege uU-r Wnrcnliek־i1׳־n״on) e1(o!:;,׳n kann. I’K>halb wurdu audi dun ( h•■.. II-rii.iftun <1,יו Fi.idikat;11 Feh abgu-pmclien, deren Kupilulina[1׳ ׳ iß:! und dt run ge״־.nmt1:>|• \ o!־־ stand arisch waren, eia wirbliger Lieferant;!her!!ich!, wi il man an* nahm, daß der Hauptlieferant gerade oft als Gr«>!j״la1׳h!״e:׳ wesuntliehen Einfluß au{ das rntcrnehinen g! sinnen könne. Der Strich zw Fcheu Großlieferant und Mit teil hieran? F< alErding-׳, M־hwe1 hob genau zu ziehen, es sei denn, daß eine Majorität Voil ari-dn.11 Dieieranten genügt.“ Juden als Lehrmeister ungeeignet Die ״Pommersche Zeitung‘־ meldet, daß im Bezirk des Stettiner Landgerichts ein Vormund sein Mündel als (iärtnergehiltc zu einem jüdischen Lehrmeister in die Lehre gegeben habe. Das Vormundscliaftsgericht habe jedoch die erforderliche Genehmigung des abgeschlossenen Lehrvertrages versagt. Es werde verneint, daß der Abschluß des I.chrvcrträges im Interesse des Mündels liege. Esei mit der heutigen Auffassung von Staat und Volk nicht vereinbar, daß ein arisches Mündel seine Bcrufsvorbereitiing bei einein jüdischen Lehrherrn erhalte. Die Lehrzeit diene zwar in erster Linie der reinen Berufsausbildung,.darüber hi 11 ans solle die deutsche lugend aber in der Lehrzeit sich auch in weitanschaulicher und politischer Hinsicht weiterbilden. Der Lehrling solle später ein vom Geist nationalsozialistischer Weltansctmuing erfüllter Vertreter des deutschen Handwerks sein. An dieser Seite der Berufsausbildung habe auch der Lehrmeist er mitzuarbeiten. Bei der Eigenart der jüdischen Rasse, die sich in ihrem ganzen Denken und Fühlen in starkem Gegensatz zum deutschen Wesen befinde, könne ein jfidisdicr Lehrmeister dieser Aufgabe der Ausbildung mimüglieh gerecht werden. Nach Meldung des ״Frankfurter Volksblattes“ soll auf dem Oktobermarkt in Nastätten der Zucht- und Nutzviehmarkt zum erstenmal als judetifreier Markt abgehalten werden. IN ALLER KURZE Wie die ״Allgemeine Rundschau“ in Nürnberg meldet, hat das Staatsministerium für Unterricht und Kultus eine Bekanntmachung erlassen, wonach nichtarische Schüler und Schülerinnen in die Aufbausch ulen nicht aufgenommen werden. Nach einem Erlaß des bayerischen Unterrichtsministeriums sind, wie das ״Berliner Tageblatt“ berichtet, nichtarisehe Sc h ü 1er und Schülerinnen (auch wenn nur ein Eltern- oder (iroßeltcnileil nichtarisch ist) in Schul- I a 11 d 11 c i m e und dergleichen nicht mehr initzimelnncn. Sie sollen während der Abwesenheit ihrer Klasse am Unterrieht einer anderen Klasse teilnehmen. Das ״Hamburger Tageblatt“ kündigt die Herausgabe eines ״Wegweiser zu den arischen Firmen in Groß-Hainbürg“ an. Die Stadtverwaltung Duisburg hat eine Verfügung erlassen, die es den Juden untersagt, in städtischen Leih- Hausern Pfänder zu versetzen, angekaufte Pfandscheine einzulösen oder an öffentlichen Versteigerungen teilz.unehmen. Vor der Stadt Fürth, und zwar an den Ausfallstraßen: Erlanger, Würzburger und Sclnvabacher Straße wurden Tafeln angebracht, die besagen, daß Juden nicht erwünscht sind. Fine ortspolizeiliche Vorschrift der Polizeidirektion und des Oberbürgermeisters von München• bestimmt wie in den beiden letzten Jahren, daß ״Personen nichtarischer Abstanummg, gleichviel welcher Staatsangehörigkeit, im Interesse der AiitTechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung zum Okto herfest nicht zu gelassen werden". Dieser Ausschluß erstreckt sich auch auf die Beschäftigung von Personen nichtarischer Abstammung als Stell- Vertreter, Angestellte, Mitarbeiter, Artisten, Gehilfen oder Mitspieler. _ Arier-Bestimmung׳ der DT. Der Reichsdictwart hat zur Arier-Bestimmung in der Deutschen Turnerschaft It. ״Fränkischer Tageszeitung“, Nürnberg, vom 13. Septbr. folgende Anordnung erlassen: ״Aid vei'M!)iuJvituu Anirapen. die in ieUter /Ceit an dun Fuhiur- Mal) der DT. gelang! Arni, muß ich ergehen, daß noch nicht übend! luj.ikKe Klarheit 11K׳r die Aiiur-at/ung du 1־ Turnverein(־ hun.-uht. F'h wvFc daher hiurmi! inuhn'ials dmauf hin, daß diu.se Frage in T n Fiiüa-it ■■•-.ü/iin^un g,m/ klar purupvli ist. § 4 der Satzung 1):■-,!;;:. haß Mitglieder des Yen-ius nur mibe-choltem־ Daitwhe werden kmmun. und daß als i)<umhu nur Volk^gmo•-en gelten, deren Elton! und Gtuh1:hun1 A!iur mul. Damit Ft der Pur >nne»lv reis der Mitjdudu! klar U1n1i.--.un. Darüber hinaus aber he-timm? § 2 der Satzung noch, daß der die Aufgabe hat, die leibliche und seelische Fr- /hbuag sn־;r1 MibMudei im (leFic des na! ionaD »zi:di - i ׳dien Volk״ .staatro dmeh/uhi!)! un und in seinen Reihen “-ich der Pflege deut ׳•״chen \k׳'k ■hin־., bensche!! Yo’kTev.uf'i-ein־ und knmeratFehalt!!rher Grsinnung zu widmen. Damit ist auch eindeutig gesagt, daß in unscicn TmnveJtuiiu p.FinTs Männer oder Frnucn Mitglieder sein können, die mit ]ulen. I la’bjudcn oder sonstigen Nichtaricrn verheiratet sind, da es doch au-gi. •־. h! ׳-en Fh ־laß in einer Familie, gegen die der Vorwmf dm Ra -m־m hando erhoben word! n muß, das VnlkdKnvußtscin o.pikiM werde;! kmm mal die Angehörigen im Geiste des nationalso/Sali n Fchen Volker nntrs erzopon worden können. Es ist somit vollkommen au-pu-׳■!do--t!!, daß in entminen Vereinen Ausnahmen in-mkns gemacht wurden,;110 Juden, Ifalhjudon oder jüdisch Vor* .-äpptu noch weiterhin Mitglieder sind mit der P'gTt'indung früher trumhener Yerhiuibte. Wir wi-M';n ganz genau, daß die klm; Arierbuolmmmig der DT. hier und da menschliche Härten mit .sieh bringt, es Ft aber keine ■Tills statthaft, daß aus ge!u!iFm;ißiger RückTdm nähme nu1ionals‘>7iaIisl isciic Grundgc-etze mißachtet werden. Ich ersuche alh A'ercinsfiihrcr und Dietwarte, mit die strengste Innehab tung der Ai u rbestimnnmg 7u achten und die Mitgliederlisten nochmals einer eingehenden Durehdcht zu unterziehe״.“ Judenreiner Film Vor den Filmtlieatcrbesitzcrn sprach Oberregierungsrat Ra et her über Filmfachfragen. Fr sagte nach dem Bericht der ״Beil. Morgenpost“ vom 20. September u. a.: ״I'i wird im Rahnirn rinn I’lanwirl =rl1a!'l »uch rin Kmizcs^ionstlir l'ilmthcalcr eingcfiilul wn.lcn, um dir gesunden Bclriel«: 211 «i.irkcn. Die Produklion wird bis Ende des Jahres judenreiu gemariit, der Verleih ist es Ende dieses Monats. Auch die Licht- «,pieltficntetbesitzer werden in absehbarer Zeit keinen Juden mehr in ihren Reihen haben.“ Budapester Brief Von unserem Berichterstatter B ״ d a p e s t, 20׳. September Das zu Ende gehende jüdische Kalenderjahr brachte dem ungarischen Judentum noch eine Reihe von Jubiläen. Die ungarische Landesgruppe der Wizo feierte ihr zehnjähriges Stiftungsfest im Kalunen einer Welt- Konferenz der W i z o - E \ e k 111 i v e, an der die Vertreter von •Ti Landesorganisationen fciinahmeii. Die Pester Israelitische Kultusgemeinde feierte durch eine Festgeneral- Versammlung das 40jährige Seelsorgerjtibiliium von Dr. Simon II ev esi, der seil 30 Jahren hier amtiert. Hevesi gilt heute als der vorzüglichste Kanzelredner Ungarns, der nebst seinen Vorträgen auf dem homiletischen Lehrstuhl des Rabbiner- Seminars eine reiche publizistische Tätigkeit ausübt. Nadidcm (ieineindepräses Hofrat Samuel Stern, Rektor Dr. Michael Guttmann und Oberliausmitglied Leo Goldberger de Bude Hevesis Verdienste gewürdigt halten, überreichte ihm Direktor A. W c r 111 e i in e r, als Vorsitzender der Ungarisehen Israelitischen Lileraturgese.lschaft, die aus diesem Anlaß herausgegebene Festschrift, die teils in hebräischer, teils in ungarischer Sprache eine Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen enthält. Die Bibliographie von I levesis Schriften zählt an 500 Artikel auf, darunter 31 selbständige Werke. Einen noch weiteren Kreis von Verehrern kann der Jubilar Dr. Josef Patai aufweisen, der in zwei Sprachen, Hebräisch und Ungarisch, hervorragende Schriftsteller, dessen illustrierte Monatsschrift ״M u 11 e s J ö v ö" (Vergangenheit und Zukunft), seit 25 Jahren das verbreitetste, beliebteste jüdische Organ Ungarns geblieben ist. Patai gebührt das Verdienst, den zioiüsiischen Gedanken in Wort und Bild propagiert und durch seine, bis heute zehnmal imteriumumiu'ii Gesellschaftsreisen nach Palästina Interesse für den Aufbau des Landes auch in den Kreisen geweckt zu haben, die sieh solchen Gedankengangen bisher verschlossen hatten. Die kestimnimer, die das Redakfioiiskoinitce hcraiisgegeben hat, bildet einen starken Band. Die Israelitische Ungarische i.ilernturgcsellsdiaft wird Palais Bedeutung in der ersten Sitzung ihrer Wintervorlesungen feiern. Dr. A. F. Die Budapester WI ZO - Konferenz Budapest, 21. September, (IFA.) An der Tagung der O a I t! t 11 - bi \ e k 11 t i v e der W i 7 o in Budapest (nicht des Vi/o-Wcltkongrc s es) nahmen tt. a. die Präsidentin der Exekutive Ronimia Goodman (londoii), l'.the! I laymann (Südafrika), Marie Apte (Krakau), Dr. Sophie!.;iwenherz (Wien), Dr. Salomea l.evite (Warschau), Selm.ר Marguerite Margttlies (Bukarest), Polink van Uleel (l'illbrug), Frau Dr. Desider Roth ( i imisoara), 1 unkn Reiter (Timisoara). Dr. Mirjam Scheuer-Goldes (Teplit/-Sch mau), Margarete Schapira (Bukarest), Dr. Ilatina Steiner (Prag) und Rosa Stcindler (Belgrad) teil. Den Vorsitz führte die Präsidentin des Wizo- Verbandes Ungarns, Frau Oln rrcgie; mtg-rai Dr. Ignaz Friedmanu. In einer Pressekonferenz legten die Führerinnen der Wizo Aufgaben und Leistungen des Verbandes in Palästina dar. lin Goldmark-Saale der Pester Israelitischen Kultusgenieinde fand eine Festsitzung statt, an der führende Persönlichkeiten des jüdischen Lebens mit dem Gemeinde- Präsidenten Hofrat Samuel Stern an der Spitze ieünahmen. Frau Oberrcgierimgsrat Dr. Ignaz Fried in an 11 hielt die Eröffnungsrede. Sie wies auf die Rolle hin, die die Wizo beim Aufbau Palästinas spielt. Romana Goodman (London) gab einen Uebcrblick über die Arbeit der Organisation j Boden für die erste Siedlung der Jugend-Alijah Vorträge im Rahmen der Tischri-Kampagne 24. 24. 24. 24. 2 f>. 25. 25. 26. 1 8 9. 9. 10. 14. 17, Sept. in Dortmund ״ , Hagen ״ » Zwickau ״ . München , , Bayreuth Kassel Ok! Erfurt Duisburg Bielefeld Hannover Et re me ה Kassel H a m b u rg Breslau (t hin den bürg hrn l'lelene Hanna Thon Dr, Joachim Prinz Dr. David Schlossberg Dr, Alfred Kupferberg Helene Hanna Thon Dr, Joachim Prinz Dr. Hans Capell Helene Hanna Thon Dr. Joachim Prinz Helene Hanna Thon Ig »ו w i t / Keren Kajemeth Lejlsrael (JUd. National(. E. V.) Berlin W15, Molnekestr. 10 ׳ Postschcckk, Berlin 28247 seit 1919. Dr. Mirjam S c 11 e 11 e r - Go 1<J es (Teplitz-Schönau) sprach über die Rolle der Frau in Palästina und in den Ländern der Diaspora. Die Wizo habe die jüdischen Frauen dazu geführt, in ihrer Arbeit für Palästina keine narteipolitischen oder sonstigen Somlerinteressen zu verfolgen, sondern stets das Gesamtwohl im Auge zu behalten und auf denjenigen Arbeitsgebieten I eistungeii zu vollbringen, zu denen sie als Frauen eine besondere Ik/.ietumg haben. Das Schlußwort hielt Frau Dr. Desider Roth (Timisoara), die an die Versammlung einen eindringlichen Appell zu freiwilliger Mitarbeit richtete. Wie die arabische Tageszeitung ״Felestin“ mitfeilt, hat die Palästina-Regierung beschlossen, im Kreis Hebron fünf Schulen für arabische Kinder zu eröffnen. Die erforderlichen Mittel für die Errichtung der Gebäude wurden bereits angewiesen. Mit den Bauarbeiten wird demnächst begönnen. Soeben erschien das schönste Beschenk für die Jugend DIE REICHE ISRAEL UND JUDA Geschichten aus der Bibel, neu erzählt von JOACHIM PRINZ Mit vielen Bildern von Heinz Wallenberg 210 Selten / Roman-Format / 61 Bilder und 6 Tafoln / Bestes holzfreiee Papier / ln vielfarbigem Halbleinenband ERICH REISS VERLAG, BERLIN W 19 e Durch die Buchhandlungen Preis des Buches rm 3*80

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.