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Jüdische Rundschau · 1935-09-20 · Heft 76 (20.9.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 76 (20.9.1935)
Date
1935-09-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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וו■ Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 76, 20. IX. 1935 Die Weltkonferenz der polnischen Juden Von unserem Berichterstatter London, 12. 9. 35 Die AVeltkonferenz der polnischen Juden außerhalb Polens hat ohne Zweifel die Aufmerksamkeit der Oeffentliclikeit auf sich gezogen, nicht nur deshalb, weil diese Konterenz die erste in ihrer Art war und der Zusammenfassung des gesamten polnischen Judentums mit dem Ziel einer sofortigen Hilfeleistung sondern auch wegen der bekannten teilnehmenden Persönlichkeiten und der Gruppen, dk hinter den einzelnen Delegierten standen, Das große Interesse kam schon in der englisch-amerikanischen Presse am Vorabend der Konferenz durch zahlreiche Artikel und Berichte zum Ausdruck. Aber auch die jüdische Presse widmete den Vorbereitungen zur Londoner Konferenz große Aufmerksamkeit. ln gewissen Pressekreisen war inan auch auf manche Sensation gefaßt, und als diese ganz, und gar ausgeblieben ist, hatte man schnell eine Sensation mit Rabbi Spetman zur Hand. Dieser originelle Rabbinertyp aus dem Londoner Osten hat bei der Eröffnungssitzung gegen die Brüskierung der Konferenz durch manche Kreise der Londoner Juden öffentlich protestiert und den Saal als Delegierter demon- Strativ verlassen. Das genügte manchen Sensationshungrigen, und am folgenden Tage war das Bild dieses Rabbis in allen m' )glichen Variationen mit d er eir!.sprechenden Aufinachung in ein cm Teil der engli ..SU her 1 Presse zu sehen. Ahg■ (,sollen von diesem an si di ree 11t unbedeutenden Vorfall‘ stami d ,ie Konteren/ auf ur 1 löl ie ihrer Aufgaben und ihr Yen!,ui 1 war wurde r, w Uil Iu auf Aufmachung und Demon.-1 rnli'iiuni aiowstcilt. jede ho r Konferenzteilnehmer war siel 1 des 1 rii'tes sein er Au; :dra fic bewußt, denn «s galt in « .T'ter 1 1׳ iine n r :1 k t ו! c •י¬ U e י! r i t /u leisten und einen Ai MW; 1 111׳ die ä,"> Mi יחסו!! Uil גי j ul en Polens zu finden. Und m«־t 11 null) Nli'G'!!, US i M v: :ul: :111 { dieser Konferenz erreicht worden , a!>er demio di h Id 11t die 1 Inuptarbeit noch der Zuk!;mit voi bunaltun. Ls war nafurlien dien heben poln neu kotmren. einen Sei! werk ran behandle-, I Kmn* Stimme, die s.eh lieh und Idar, lös r u ת g dieser schenken wird,!tischen l'o spiacli mit Polens vcrl polnischen S 1 11(! bcdaucrik.11, da ff Vertreter der eigent- :iliait zur \X'e!Ikon:erenz nicht erschci- '41111 hatte daher «ft den fand ruck, als ob man keil in >emer Ainu M-i1!u-1t untersuche' und rh war die Diagnose einheitlich und die von der Kouferen/triiiüiie erhob, war dctiti-t zu hoffen, daß die polnische Regie- Summe;rncli die iiatage Aufmerksamkeit '. Die Steilung dieser Konferenz zum pol- und zu seiner Regierung Mar eindeutig. Man uider u 1e gleichwertige Partner. Die Juden an k e 1!1 0' s o n <! erst c 11 u n g innerhalb des haus. Was sie verlangen ist nur, daß ihre Gleichberechtigung nicht mir au! dem Papier stehen bleibt, daß ,sic in Taten umge.set/t wird, airif; Benachteiligungen aut wirtschaftlichem Gebiet aufhÖren. Das poluische Judentum außerhalb Polens vertilgt über eine erhebliche, finanziehe und moralische Kapazität, und wenn es seinen Brüdern in Polen helfen soll, dann nur, wenn die polnische Regierung gewillt ist, seihst dazu beizutragen, daß die, Lage der Juden sich bessert, ln diesem Sinne waren auch die Reden und die von der Weltkonferenz gefaßten Resolutionen gehalten. Andererseits wurden auch die Verdienste des polirischen Staates, besonders dort, wo es gilt, die Interessen seiner jüdischen Bürger im Auslände wahrzunehmen, hervorgchobcn. Matt war sich völlig klar, dall bei den jetzigen beschrankten A u s w a 11 <1 e r u n g s m ö g [ i c 11 k c i t e n ein großer Teil der Juden in Polen, vielleicht ihr größter Teil, im Heim.itlande bleiben wird, und es galt, hier etwas Positives zu schaffen. Daher wurde auch von der Konferenztribüne die Parole einer Z w e i - M i 1 I 1 0 ה e!1 - D o I 1 a r - K a m p a g ת e für das polnische Judentum atisgegcheri; der Monat Dezein- I iiltsaktion gewidmet sein. Die dem Weltber soll dieser verband pol n i > werden fiir die Die 7.11sam darauf!!in, da und ganz des L bewußt war. Die tor die amerikanische, die geschlossc t1׳ e t > r der aitur" ration o! Poii-.l! und '1. ioni-.t Boi; ren Mkhtigen V1 des j-r.11 rnaü-ten Aufb! 1! 1un> l ' ß ™.ו; 11Me- 1t־n 1 I l'H Direktor der;1: tig waren lastina, <lie ein weisen hat und (lefuhrl wurde der Genu hule br,ÜM'h(• 11 s.-liri der polnischen beiden die au denn sic 11a!!o prakti-afien Au aufsfeUen k'nii \'ert! ,, Mi udui ai1gv.M:i!ios־-e11e11 Ländcrgruppen nguug diese.-, Fonds zu sorgen haben, -nng der einzelnen Delegationen weist sieb in der! Konferen/kreisen voll ier Lage und der /;!!!!senden Aufgabe angi. bendc I )ch-g.1tion war zweifellos hinter s i c 11 e 1;1 e st a r k e u 11 <j gaiiisation w e i B. An der Spitze KVgntion stand der Präsident der ״Kerle- י in Amerika׳‘, vier bekannte Philanthrop 1 Vinter aus Aviv V<!rk. Linen weiteirr haue diese 1X-legiilion in der Person T v g e 1 (New Vork), dein Exekutivmischen federal lon. Nicht weniger wirb- .,ter der llistadruth ( ) 1 ej Pol.mja in l'a-!י Leder zahl von seit über d׳D 1.KKI auf/.ii- A. Der Makkabi־ Weltkongreß Von unserem Berichterstatter 11! drcs-i Spitze A. 1. t ■ r!1 er (Tel-Awiw) sieht, die P.d i-tiiia-j)eleg.itim! vom Vizepräsidenten Tr!-'\«iw. I5. G r <׳ II k <> p f, und dem Ite• Miller M. J. [Meid, Neben <1-.•!־ Delegation Juden I n;׳׳ I a 11 el > waren wohl die erden sclt'agtp bemDten auf dieser Weltkonferenz, ein 11,-rtige-, klar inuri-seiies Programm der ■1.1!)״,<־ ri!ז it und der kon-!ruktiven Hilfeleistung• ׳,'! .11׳d.i-dln.i, ■als!־iii ziges I and mit einer größeren Auinalimckapa/itnt, spielt!111־ das emigrierende polnische Judentum eine er.Mc Rolle, Daher war auch das Interesse der Konferenz vielfach dt’n Problemen der Alijali nach Palästina /ugcwamJt. Auch die polnischen Juden Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Luxemburgs und Hollands, die F ederationen in Mexiko, Argentinien und Südafrika, waren zahlreich vertreten. Die umfangreiche und schwierige Organisations-Arbeit für Mittel- und Westeuropa wurde in unermüdlicher Weise von Dr. T a libos (Amsterdam) gelebt el. Neben den Berichten der Länder wurden einige gnttKl־ legende Referate von Domascli (New Vork), Weiß (Tel- Awiic) iiher die wirtschaftliche und sozialökonomische Lage der Juden Polens gehalten. Sehr beachtet wurde das Kulturreferat von Dr. M e i 11 i s (Berlin) über die besonderen kulturellen Aufgaben der polnischen Juden in Polen und kn Auslände. Dasselbe Thema bekam!eite in seinem Korreferat der bekannte Publizist A. I.. Wo 111 ni a n n (Tel-Awiw). Zu den Fragen der Organisation und der Schaffung eines Weltverbandes hat i >r. Taubes in einem eingehenden Referat Anregungen gegeben. Der Gedanke eines Welt verband es, der zuerst in Deutseih־ Land gelvoren wurde, und Jahre auf seine Verwirklichung warten mußte, ist nunmehr Tatsache geworden. Wegen der mannigfachen politischen, wirtschaftlichen Emigraiions- und anderen Aufgaben ist der Sitz der neu geschaffenen F.xekutive unter die drei Lander Amerika, England und Palästina aufgetcilt worden. Dr. M. Der heutigen Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ li«gt eine Zahlkarte des KKL bei. Alle, die sich an dein Erwerb des Bodens für die erste Siedlung der Jugend-Alijah beteiHfen, wollen ihre Bodenspende zu Rösch Haschanah mittels ieser Zahl karte an den Keren Kajcmeth Lcjisrael überweisen. pl. Brünn, 17. Septemb» Am 12. September wurde in Brünn der VIII. Kongreß des Makkabi-Wclrverbandcs eröffnet, nachdem schon zwei Tage vorher das Aktions-Comitö des Verbandes getagt hatte. Aus England, Frankreich, Irland, Palästina, Deutschland, der Tschechoslowakei, aus Oesterreich, Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Polen, Litauen, Lettland, Danzig und anderen Ländern waren etwa 121 Delegierte erschienen, die durch einen Vertreter des tschechoslowakischen Ministeriums für Gesundheitswesen, den Bürgermeister der Stadt Brünn, den Präsidenten der Isradilischen Kultusgemeinde in Brünn, Vertreter der tschechischen Sportverbände und einen Vertreter des Sokol sowie von den zionistischen und jüdischen Organisationen der Tschechoslowakei begrüßt wurden. Der erste Tag wurde durch die Rechenschafts■ berichte der Makkabi-Exekutive, insbesondere über die Makkabiali, und die Referate von Uri Nadav, Erez Israel, über die Makkahi-Bevvegung, von S. Beinhacker, Prag, über vergangene und zukünftige Arbeit der Moaza Technit Olamit, von Dr. Freudenthal, Tel-Awiw, über Alijah-Fragcn und von j e 11 i n e k, Bratislava, über den Makkabi Ha/air ausgefüllt Nach Anhörung der Referate wurde in die Generaldebatte eingetreten. Ziomsierung des Makkabi Der Makkabi-Kongreß in Brünn stand im Zeichen der Zionisierung dos Makkabi-Weltverbandes. Neben der Frage der neuen Leitung und der neuen Verfassung stand vor allem das Verhältnis zur Zionistischen Gtgani sation und das damit verbundene Problem der Ein- Ordnung des Makkabi-Hazair zur Diskussion. Während in einigen europäischen Kreisen, so vor allem in der Tschechoslowakei und in Deutschland, der Makkabi in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Träger der zionistischen Arbeit geworden war, stand m den übrigen Kreisen doch die sportliche Arbeit so sehr im Vordergrund, dal! die zionistische Betätigung der Mitglieder des Makkabi meist in anderen Gremien vor sich gehen mußte, oder aber der Makkabi stellte eine rein sportliche Dachorganisation dar, in der Zionisten, Nichtzionisten und auch revisionistische Gruppen vertreten waren. Auf einen Antrag des tschedioslowakischen und deutschen Makkabikreises wurde in Brünn folgende Resolution angenommen, die die Einordnung des Makkabi in die Zionistische Weltorganisation darstellt: Der Makkabi bekennt .-ich ram cint*eitli(־hen überparteilich«• Zionismus. Er verurteilt die Spaltungatcndeman innerhalb der rionMi'rhcn Bewegung. Kr fordert eine Zionistische Weltorganisation, eine Gewerkschalt, einheitliche Fonds, einheitliches Schul- und Llnterrichtswesen und die Anerkennung des Makkabi durch die Zionistische Weltorganisation als die nationale Tum- und Sportbewegung. Er verpflichtet die Exekutive und die Landesverbände des Makkabi, für die-e Ziele mit allen Mitteln einzutreten and die Stellung der /.iomeisdien Weltorganisation als der alleinigen Trägerin der zionistischen Bewegung iu stärken. Die Widerstände gegen diese Resolution, die später mit allen gegen eine Stimme angenommen wurde, stammten vor allen Dingen aus den Kreisen der Vertreter der osteuropäischen Länder, in denen der Makkabi vorläufig noch seine Hauptaufgabe darin sehen muß, den durch die sozialen Verhältnisse verkümmerten jüdischen Menschen zu kötperlicher. Regeneration zu verhelfen. Der Kampf gegen die Assimilation, der in den Makkabikreisen der Westeuropaisclien Länder eine große Rolle spielt, fehlt hier ganz, und die Frage der jüdischen Erziehung und der hebräischen Kultur ist naturgemäß kein Problem. So offenbarte sich in dieser Diskussion, die mit aller Schärfe eine Nacht hindurch dauerte, die Verschiedenheit der zionistischen Situation und die Schwierigkeit, eine einheitliche Lösung für sie zu finden. Und es spricht fiir den Gedanken des Makkabi-Wellverbandes und für die unzerstörbare Einheit, die der Makkabi heute darstellt daß die eindeutige Resolution für den Zionismus und die Zionistische Weltorganisation fast einstimmig angenommen werden konnte. Einordnung des Makkabi Hazair 1 rn engen Zusammenhang mit der Frage der zionistischen Entscheidung stand das Problem der Einordnung des Makkabi Ha/air, der in den letzten Jahren, besonders in Westetiropa, zu einer der stärksten zionistischen Jugendorganisationen geworden wir und ein Novum in der Organisation des Makkabi-Weltverbamles darstellt. Während auf der einen Feite die zionistische Sportbewegung des Makkabi von ihren Mitgliedern straffste Disziplin und Unterordnung fordert, mußten für die Eingliederung des Makkabi Hazair besondere Formen gefunden werden. Eine Jugendbewegung muß entsprechend der Eigengesetzlichkeit der Jugend in der Erder. Makkabi Hazair-fande-verbänden vorgescldager die Exekutive fies Makkabi-Weltveihandes, welcher heiten des Makkaiu Hazair zu!eilen Lat. Ihm bleib! sieh seine Mit n! beiter zu wählen. ״rt < Weltkonferenz der WIZO eröffnet Budapest, 17. September. (JTA.) Am 17. September wur<le in Budapest <11e internationale Tagung der Weltorganisation zionistischer Frauen (Wizo) eröffnet. An der Tagung nehmen Delegierte aus Palästina und zahlreichen europatschen Ländern teil. Am Donnerstag findet im Goldinark- Saal der Kultusgemeinde eine Festversammlung statt, bei der die Präsidentin der Rudapester Wizo, Frau Oberregierungsrat Dr, Ignaz Friedman, die Eröffnungsansprache halten, Romans Goodman (London) über das ilictna ״Stand, Bedeutung und Entwicklungsmöglichkeiten twseres Wi/o-Werkes in Palästina und in der Galuth“, Dr. Mirjam Scheuer über ״Die Frau und der nationale Aufbau unseres Landes“ und Fra« Dr. Deskler Roth (Transsylvanien) abschließende Worte sprechen werden. Die zionistischen Jugendverbände in Jugoslawien Von unserem Korrespondenten h. Beograd, 17. September Vor einigen Tagen wurde in Zagreb die Landeskonteren/ der jugoslawischen zionistischen Jugend abgchaften. In Anwcscnncit von über 250 jugendlichen Delegierten aus vielen Städten Jugoslawiens und zahlreichen Gästen wurde die Tagung sehr eindrucksvoll eröffnet. Besonderes Gepräge erhielt sie durch eine Rede dt» Präsidenten des jugoslawischen zionistischen Landesverbandes, Dr. Alexander Licht. Die Tagung zeichnete sich durch harmonisch« Mit- Arbeit aller Delegierten aus, was besonders eindrucksvoll ist, Ziehung ihrer Menschen und in der Wahl ihrer Führer autonom sein. Auf der anderen Seite kann es im Makkabi nur eine einheitliche Organisation und eine politische Führung geben. Es spricht für die Stärke der Makkabibewegung und für den konstruktiven Geist, von dem der Kongreß beseelt war, wenn es in dieser schwierigen Frage zu einer Einigung gekommen ist. In der neuen Verfassung des Makkabi-Weltverbandes ist der Makkabi Hazair fest verankert. Und nur auf dein Boden einer eindeutigen zionistischen Entscheidung konnte diese Verankerung vor sich gehen. Diese neue Verfassung war auch eine der wesentlichsten Aufgaben, die der Kongreß zu lösen hatte. Neben der Einordnung des Makkabi Hazair mußte in ihr auch die Einordnung derjenigen Instanzen statuiert werden, die sich durch die Entwicklung der Aufgaben in den letzten Jahren gebildet hatten, und deren Arbeit unkontrolliert und unautorisiert vor sich ging. Auf der anderen Seite war auch die Arbeit dieser Instanzen erschwert. Dies zeigte sich vc>r allem bei der Makkabiali, wo die Moaza Technit Olamit nicht die notwendige Kontrolle ausüben konnte. Auch die Hachscharahu. Älijah-lnstifulionen wurden in das neue Statut eingegliedert, was besonders im Hinblick auf die jetzt beginnende Besiedlung von Kfar Ha mak kabi und die Notwendigkeit des einheitlichen Aufbaus dieser ersten Makkabisiedlung wichtig war. Die neue Leitung Als letztes mußte eine neue Leitung gewählt ■w-erden, nachdem der bisherige Präsident, Dr. Hermann Leie wer, der sieben Jahre lang den Makkabi-Weltverband geführt und ihn in dieser Zeit in seiner heutigen Gestalt geschaffen hat, von seinem Amt zurückzutreten wünschte. Da außerdem die Teilung der Exekutive in ein Londoner und eia Büro in Erez Israel sich als unzweckmäßig erwiesen hart«, wurde eine Exekutive gewählt, von der nur ein Mitglied in Erez Israel ansässig ist. Ihr gehören an: als Präsident der Organisation: Professor S. Brodelsky, London, ferner Dr. K. F. Jacob owitz, London, Gumpert, London, Nethanel, Jerusalem. Lord Mclchett wurde zutn Ehren- Präsidenten wiedcrgewählt und Dr. Hermann Leie wer zum Honorary Chairman. Ein zehngliedriges Aktions-Coinitd, das nicht wie bisher sieh automatisch aus den Präsidenten der Landeskreise zusammensetzt, wurde gemäß der neuen Verfassung direkt vom Kongreß gewählt. Folgende Veranstaltungen wurden beschlossen: Die Makkabi-Winterkampfspiele Ende Februar 1936 in der Tschechoslowakei, Turntechnischer Kongreß anläßlich der Levante- Messe 1936, 3. Makkabiali 1938 in Erez Israel. Von den angenommenen Resolutionen seien folgend« hervorgehoben: Awodak Iwrith. Der Kongreß verweist nochmals mit den Beschluß des Prager Makkabi-Kongresse*, nach dem alle Mitglieder des Alakkahi-WeltVerbundes auf das Prinzip der Awodah Iwrith verpflichtet sind. Die Kxokut ive des Makkabi 9011 eine ständige Schiedskommission einseizcn, die über Einhaltung des Prinzips der Avor!ah Iwriih wachen und in Konfliktlällea Oltscheiden soll. Mi stadruth Maowdim. Mit der Ffisladnith Haowdim soll ein K'dlekl ivvrrt ra״ abgeschlossen werden, der die völlige Autonomie der dem AIakkabi angehörenden Arbeiter gewährleistet. Die Gruppe der Arbeiter des Makkabi innerhajb der Jiistadruth 9011 den Namen. C’hug HairmLkabi tragen. Makkabi Hazair. Der Makkabi Hazair ist die Jugendbewegung des Makkabi, die die Idee dos Makkabi und der Chakizitith verwirklichen will. Die Verwirklichung des ehaUiziw'hen Ideals und eine schöpferische und gestäl'etnk Arbeit im Sinne eines wahren Bfakkabitums isr für eine jiigendgemeinsehaft mir möglich, wenn die Jugend entsprechend ihrer Eigenart: wirken kann. Der Makkabi-Kongreß betont nochmals die Stellung des Makkabi Hazair als der alleinigen Jugendbewegung, die im Makkabi als Kollekliv wirken kann. Der Makkabi Hazair bestimmt seine Führung and Erziehung. l')cr Kongreß wä hlt einen von ’'!:וwer iu \ n geh: genes überlassen, Der VIII. Kongreß des Makkabi-Weltverbandes hat die Einheit der Bewegung vertieft und gefestigt. Und wenn ein Redner kritisierte, daß man aus der Generaldebatte nicht den Eindruck gewonnen habe, sich auf dem Kongreß einer Turn- und Sportorganisation zu befinden, so hat er mit dieser Feststellung recht. Aufgabe dieses Kongresses war aber, die weltanschaulichen Ziele und Aufgaben des Makkabi eindeutig und War fest zulegen. Diese Aufgabe hat der Kongroß gelöst. wenn man bedenkt, daß innerhalb des Jugend verbände« verschiedene Strömungen vertreten sind. Die neue Leitung besteht aus Vertretern des Haschomer Ha/air, frgun Stam Chaluzim, Akiba und Vertretern der parteilosen zionistischen Jugendgruppen. An die Tagung schloß sich die Tagung de* nechaluz an. _ Der ״Kongreß der europäischen Muselmanen“ Genf, 18. September. (JTA.) Der ,,Kongreß der europäischen Muselmanen“ hat über seine geschlossenen Berat an gen ein Communique an die Presse verschickt. Ishan-bey-el-Dschabri, der in Genf ansässige Syrier, übernahm die Rolle eines palästinensischen Delegierten tino sprach über Palästina. Er unterstrich — so heißt es im Communique — die zionistische Aktion in Palästina, die durch Intensivierung der jüdischen Einwanderung und des Bodenkautes an! das Ziel lossteuert: die Schaffung eines . britischen Regierung auf ״den Ernst der dadurch in Palästina geschaffenen Lage zu richten“. Haiiplschriftlc-iter: Dr. Robert W c 11 s r 11, Berlin - ('liarlottcriburg 9 (verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt I. o e w c 11 s 1 t i ». Berlin W 15. Aiucigenloiter und verantwortlich für den Inhalt der Ameigen: Hermann Firm, Berlin-Tempelhof. Gültig: Anretgen-Pm'lisle 3 vom 1. September 1635. Verlag und Anteilen• Verwaltung: Jüdische Rundschau. Berlin W 15. Mein«kcstmfie M D.-A. August 3® 980. — Druck: Siegfried Scho lern, Berläi-Schäneöar^

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