Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 75 (17.9.1935)
- Date
- 1935-09-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Palästinensische IJnisclian NR. 75, 17. SEPTEMBER 1935 Zwischen Juden und Arabern in Tel-Awiw '(Von unserem palästinensischen Korrespondenten) Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen gl.-Korrespondenten gl. T e I - A w i w, 5. September 1*535. in den letzten Wochen bringt die Chronik in rascher Folge lakonische Nachrichten über Prügeleien zwischen J u ■ den und Arabern in Tel-Awiw. Die Stadtverwaltung hat sich gezwungen gesehen, zur Mäßigung zu rufen, darauf hinzuweisen, dafl in diesen Zwischenfällen schwere Gefahren lägen, daß es Aufgabe des Publikums sei, sich derartiger Methoden zu enthalten und sie zu bekämpfen. Die Regierung hat ebenfalls aufgehorcht, und an den gefährdeten Plätzen sind jetzt Polizcipatrouillen eingesetzt worden. Die Schlägereien nahmen ihren Ausgang am Strande der Stadt. Hier, wo seit Jahren Araber aus Jaffa in größerer und kleinerer Anzahl spazieren gehen und die verschiedenen Lokale aufsuchen, ist es bisher kaum je zu Zwischenfällen gekommen. Das änderte sich, als die Jugend ans dem Jemeniten■ viertel, das an Jaffa angrenzt, bemerkte, daß die Besucher aus Jaffa sich Begleiterinnen unter den Jemeniten suchten. Die!Burschen aus Tel-Awiw griffen arabische Spaziergänger an, die mit jüdischen Mädchen gingen, und es kain zu Schlägereien. Eine andere Gelegenheit bot der Konkurrenzkampf zwischen jüdischen Taxichauffeuren und arabischen Droschkenkutschern, wo sich gelegentlich auch ein jüdischer Kutscher einmischte. Hier ging es um den Verdienst, gestützt auf die Propaganda, daß die Tel-Awiwer nur jüdische Gefährte benutzen sollten. Und schließlich kam es kürzlich zu Konflikten an einer der Börsen für Gelegenheitsarbeiter, wo Juden und Araber sich die Plätze der Tagelöhnerarbeit streitig machten. Die Schlägereien haben also nichts mit eigentlicher Politik zu tun, wohl aber mit der Geisteshalfung, der Abschätzung von Methoden und der Betrachtung des Ncbcnmcnsehen, uns denen die Politik und die öffentliche Atmosphäre erwächst. Es ist gut, daß die Munizipalität Tel-Awiws dieses Vorgelten verurteilt. Es ist beruhigend, daß die Presse — wenn auch noch keineswegs mit genügender Schärfe — sich dagegen wendet. Es ist erleichternd, zu wissen, daß ein beträchtlicher Teil des Publikums mit diesen Dingen nichts zu tun haben will und sie weit von sich weist. Aber diese kleinen Schlägereien sind ein Warttungs- Signal für alle verantwortliehen Menschen des Jisclutw. Sie sind das erschreckende Zeichen dafür, daß sich eine Nach- Lässigkeit der Haltung und ein Unverständnis für das Zulässige im jüdischen Jischuw breit macht, daß das elementarste Verstündnis für die Bedingungen im Lande bei diesen Menschen fehlt. Vor einiger Zeit hat Assaf im ״Dawar“ einen bedeutsamen Artikel veröffentlicht, der von neuem auf die Ahnungslosigkeit der Massen in allem, was ihren Verkehr mit den Arabern betrifft, hinweist und dringend entsprechende Aufklärung und Erziehung der Massen verlangt (vgl. ״fiid. Rundschau“ vom 26. 8. — Red.) Die Zwischenfälle der letzten Woche haben seinen Appell auf eine sehr traurige Weise gerechtfertigt. Die neuen Polizeipatrouillen werden vermutlich dem Unwesen sehr bald steuern. Aber es ist schlimm genug, daß wir sie überhaupt nötig hatten. Die Sprache des Kongresses M. Ungerfeld stellt im ״Haare;“ neuerlich die Frage der Sprache des Kongresses zur Diskussion. Offiziell ist wohl die hebräische Sprache die Kongreß •Sprache, tatsächlich aber bringen die Delegierten die Sprachen ihrer Heimat mit, deutsch, jiddisch und englisch wird gesprochen, während das Hebräische im Winkel steht, zu Demonstrationen benützt wird; oder aber der Delegierte glaubt seine Verpflichtung auf anständige Weise loszmverden, indem er seine Rede mit einem hebräischen Satz beginnt und dadurch das Elebräische beleidigt, wo er es ehren will. Eine Zeitlang verlangten Eiferer des Hebräischen eine Uebersetzung, und diese Ueber- Setzung wurde auch einige Male regelmäßig durchgeführt, aber schließlich verzichtete man darauf, weil die Sache viel zu beschwerlich war. Auf dem letzten Kongreß war zwar insofern ein Fortschritt zu verzeichnen, als zum erstenmal die Koiigrcßzeitung auch hebräisch erschienen ist und das stenographische Protokoll daher auch in Hebräisch vorhanden ist, aber trotzdem war zu beobachten, daß die hebräischen Reden nicht mit derselben Aufmerksamkeit verfolgt wurden wie die nichthebräisclicti. Ben Gurion sah sieh daher gezwungen, seine große Programmrede jiddisch z״ halten und als man ihn unterbrach und verlangte, daß er hebräisch spreche, antwortete er; ״Nicht mir könnt Ihr Mißachtung des Hebräischen vorwerfen; ich spreche zu einem Publikum, das nicht hebräisch verstellt, und will von ihm verstanden werden.“ Ungerfeld verlangt energische Maßnahmen zur Hebraisierung des Kongresses. Das Präsidium des Kongresses ist bereits hehraisierk Die Mitglieder der Exekutive haben hebräische Referate gehalten, die Kongreß/eitung erscheint hebräisch, aber alle diese ־Maßregeln werden nichts nützen, wenn nicht der Kongreß selbst hebraisiert wird. Was not tut, ist ein Beschluß,'daß das passive Wahlrecht an die Beherrschung des Hebräischen geknüpft wird. So wie man das passive Wahlrecht an die Bedingung geknüpft_ hat, daß der Delegierte seinen Pflichten gegenüber den nationalen Fonds nachgekommen ist, so muß eine entsprechende Verpflichtung gegenüber der offiziellen Kongreß-Sprache Gesetz werden. Kleine Nachrichten Die neue Kolonie auf den Namen von Mrs. Henrietta Szold, deren Gründung auf dem Luzerner Zionistenkongreß angekündigt wurde, soll südlich der Siedlung Rechowoth auf Natlonalfondsbodcn errichtet werden. Die Feier der Grundsteinlegung wird voraussichtlich am 21. Dezember, dem 75. Geburtstag von Mrs. Szold, vorgenommen werden. Der ״Gerer Rebbe“ ist in Palästina eingetroffen. Amtlich wird mitgeteilt, daß der Verwaltungs- Überschuß der Pal ä s t i n a - R e g i e r u n g Ende Juli 5 727 690 Pfund betrug. Am Sonntag begannen in Haifa Flottenmanöver, die die ganze Woche fortgesetzt werden sollen. Im _ Rahmen der Manöver werden auch Truppenlandungen bei Haifa vorgenommen. Die Regierung erklärt, daß diese Manöver schon seit mehreren Monaten geplant waren. Berichtigung. In der Notiz ״Englische Pressestimmen“ ln Nr. 74 der ״Jüd. Rundschau" muß es 1m letzten Absatz *mngemäß heißen: ״Die palästinensische Wirtschaft leidet unter einer akuten Knappheit an Arbeitskräften י Wirtschaft In Tel-Awi w macht sich in den letzten Wochen wieder stärker als früher Arbeiter mangel bemerkbar. Die Ursache dafür ist die anhaltende Baubewegung, die durch einige öffentliche und halb öffentliche Unternehmungen no< 11 verstärkt wird, und die Eröffnung neuer Fabriken, die Arbeiter cinslellen. Der Arbeiterzufluß aus den Siedlungen i-t außerdem geringer geworden. Der Arbeitermangel betrifft lumptsächlich Facharbeiter. Die Arbeitsämter erwarten mit Ungeduld die neue Zertifikatausgabe der Regierung. In den Siedlungen von J 11 d ä a u 11 d Scliaro n ist — zum Teil in Zusammenhang mit Saisonarbeiten in den Plantagen -- die Nachfrage nach Arbeitern wieder so stark geworden, eiaß die Arbeitsämter sie nicht bepiedigen können. Neue Einwanderer werden sofort in den verscliiedencn Kolonien untergebraclit. Daganialt Alepli und Bcth, die beiden Siedlungen des Keren Hajessod im Jordantal, haben einen neuen licw ä s s e r u!1 g s k a!1 a 1 fertiggestellt, der die Ueher;11'.1n׳ng eines Areals von 20(1 Dunain, das bisher dem Getreidebau diente, in die intensive Bearbeitung ermöglicht. Es werden jetzt Gemüse und Luzerne angebaut. Die Milchwirtschaft wird vergrößert. In Nablus ist die Erlaubnis für die Errichtung einer Druckerei erteilt worden. Es ist das erste Unternehmen dieser Alt in der Stadt. Der Streik in der Zigarettenfabrik von K a r a - mau in Haifa, dem größten arabischen Unternehmen des Landes, ist beigelegt worden. Die Arbeit beginnt am 9. des Monats von neuein, die Streikbrecher, die aus anderer Gegend herbeigebracht wurden, werden abgesclioben. Der Ausstand umfaßte 809 Arbeiter. Während des Streiks fanden mehrere Konflikte/wischen Streikenden und Streikbrechern statt, die die Polizei und die (jerichte beschäftigten. Die Arbeiter erreichten eine Erhöhung der Löhne und verschiedene andere Zugeständnisse. An den Verhandlungen nahmen eine Reihe arabischer Notabein teil. Ein T e i 1 s t r e i k der Eisenbahner, der vor einigen Tagen ausbrarh, ist nach Verhandlungen zwischen RepöHcntanlo!! der Streikenden und der Eisenbahnleitung abgeb rochen worden. Die Verwaltung der Bahnen verspricht, in raschen Verhandlungen mit der Zentralregifrung über die Forderungen der Eisenbahner zu entscheiden. Diese erstrecken sich in der Hauptsache auf monatliche Anstellung statt Tagelöhnerarbeit und Lohnerhöhung in Proportion zu den gesteigerten Lehenskosten. Der Streik hat Verspätungen in den Zug- Verbindungen und in Warenlieferungen verursacht. Zentrum der Streikbewegung war Haifa. Kultur, Gesellschaft und Politik Dr. Sambursky, der Lektor für Experimentalphysik an der hebräischen Universität Jerusalem, führt eine Reihe spektroskopischer Untersuchungen durch, um die Menge der Sandpartikel in der Atmosphäre an Tagen, wo der Chainsin weht, festzustellen. Zu diesem Zweck hat Dr. Sambursky mit mehreren Flügen bis zu 5000 in Höhe begönnen, die teils bei normalem Wetter, teils an Chamsintagen ausgeführt werden sollen. Die Flugzeuge für die Expertinente stellen die Militärflieger der Palästina-Regierung. In Tel-Awiw wird dieses Jahr zutn ersten Male eine Schule für ältere Kinder eröffnet, die wenige oder gar keine Vorkcmituisse haben und daher in normalen Schulen nur die niedrigen Klassen besuchen könnten, was sowohl für sie selbst als auch für ihre Mitschüler Schwierigkeiten verursacht. Die Schule wird auf vier Jahre berechnet und setzt es sich 711111 Ziel, den Kindern in kürzester Zeit ein Minimum von Elenicntarkenntnissen zu vermitteln. Für das jetzt beginnende neue Lernjahr in Tel- Awiw werden gegen 2500 Kinder neu eingeschrieben, so daß etwa 60 neue Schulklassen eröffnet werden müssen. Diese Vergrößerung des Scl1t1h1dz.cs verursacht große organisato• rische und technische Schwierigkeiten. Insbesondere ist die Frage der Unterbringung nicht gelöst. Es sind nicht gentrg.entsprechende Räumlichkeiten vorhanden; an manchen Stellen wurden in Eile Baracken errichte(. Das Publikum klagt insbesondere darüber, daß die Kinder in manchen Stadtvierteln einen sehr weilen Schulweg haben. Nach neuen Schätzungen werden in Jerusalem gegen 1200 jüdische K i 1111 c r in Missionsschule n erzogen. Ein großer Teil davon gehört den orientalischen judengemeinden an. Die S t a d t v c r w a 111111 g von T e I - A w i w hat eine Reihe v״n Verordnungen erlassen, die verschiedene vielbesprochene Mills),;imle in der Stadt beseiiigen sollen. Das Abladen von Baumaterialien auf den Gehsteigen vor Neubauten, Liege!1k!ssen von Abfällen in den Straßen, Aufkäufen von Kino- und Theaterkarten durch Zwischenhändler (meist waren cs in Tel-Awiw Kinder), ist unter Strafe gestellt. Außerdem werden die 1 laushesit/er verpflichtet, ohne Verzug, die Bürgersteige vor den Häusern lertig/ustollen. Für Umgehung der Vcrord11״n;.:׳׳n werden Geldstrafen verhängt. Auf da׳ Straße Nablus J er 11 i 11 fanden ein englischor Beamier und ein Poli/itt die Ghau-see mit Steinen versperrt. Sie wurden heim Vh11 ,׳!].-1׳, das Hindernis zu •überschreiten, aus dem 1 linterhait In׳wh1»-s111׳. Die Polizei verlialti'tc zwei der Tat verdächtige Araber. Tür den p,1־lä-!inen-i-1־h<׳n R a d i o d i e n s t, der noch irn kommenden Winter zu finiktioiiienn ln 11111״t, ist ein Beirat für die Progranimgi'-taltung aus 1!!;;Find;mgi kommen, der dein pa'asii nerisBi'lii n I )ieiis! ein halbes jalir zur Verfügung stehen wird. Zehn illegale Einwanderer, die im Gefängnis von Akko ruicii 11 11 11 g erstreik begonnen hatten, haben den Streik einge-.ellt, nach,!11! ׳ ihnen die Vertreter der jiidisehen (ir:׳u im!.׳ Haifa über die fit 1־ iliie Enthaftung unter- 110111111111־11־ .Malinalimi n Bcri: 11t ei -latu ten. Ein B e a m t e r i!1! I m m i g r a t i <> n s ״ e p a r t e m e n t in Jenisa.'eni H; wegen I! e s t r e 11 11 u g s a 11 k I a g e bis zur Austragung des i'ru/e--cs seines Dienstes enthoben worden. Siimt'idie lan.hs 11 :• ־ ß:1;V!״h 11־ Sh liiuugen de-׳־ Nahnial- Blocks richteten an 'V e i z m a n 11 ein (i I 11 e I. w u ti s c h - t e I e g r a :11 in, nachdem die Naehrk l!t über seine Wahl zum Prä?■ident eit der Zionistischen < )r״n!!Nation bekannt geworden war. Die Viehliirten, die ihre Herden in den Grenzzonen zwischen Palästina und Serien weiden, haben nach einem neuen Abkommen /wischen den Ländern das Recht des freien D 11 r c 11 / 11 g s, wenn sie bestimmte Formalitäten (Ma;'wrang der Herden usw.) eitihalten, Ben Zwi, einer der zeitweiligen Exekiitivmitglieder für die Zeit des Kongresses, besuchte den Scheich der Beni Sa kr in Um el Amad. Zu seinen Ehren wurde ein Fest gefeiert. Der Außenminister von Ihn Saud, der sich zur Zeit im Libanon befindet, hat den Auftrag, die Konferenz über die H e d i a s h a 11 11, die im Oktober in Haifa stattfinden soll, vorzubereilen. Emir Abdallah von Trans jordanieu dementiert die Nachricht, daß er zwei seiner Nota bei 11 aus dem Emirat ausgewiesen hätte, weil sie angeblich mit dem saudianisehen Außenminister Verbindungen angekiuipft hatten. Jerusalemer Frauen hielten unter dem Vorsitz von Lady Flitiders Pctrie eine Versammlung ihr die Aufrechtcrhaltung des Friedens ab. Die Friedeiisgeselbchal't in Jerusalem lud George Lanshurv telegraphisch ein, die von ihm vnigi■-־hlagene Konferen ־ im Frühjahr fü 16 in Jcne-nlem ah/!!lrwcu. (I ansbury hatte in einem auch voll 1111? erwähnten Briel an die ,.Times“ die Kirchen anfgefordert, in Jerusalem eine Friedcnskonfe-!׳ciiz ein7111 >ernfc! 1. - Red.) Ein Sammelbuch zu Ehren der Dritten Alijah Im ״D a tr a r“ beantragt Jerucham Lew in, ein Sammelbuch zur Geschichte der Dritten Alijah heratiszugebcn, seit deren Einsetzen jetzt 15 Jahre verflossen sind. 1920, iin Frühjahr, fand in Prag die Konferenz statt, welche die Einigung des f lapoei Ha/air und der Zeire Zion beschloß. Diese Konferenz war die erste zionistische Weltkonferenz nach dem Kriege und von ihr ging der Ruf: ״Chalu/iin nach Palästina“ aus, welcher die erste große Einwanderung nach dem Kriege zur Folge hatte, nachdem schon vorher kleine Gruppen unter unsäglichen Müllen sich den Weg aus Polen und der Krim nach Palästina gebahnt hatten. Diese Alijah hat, wie Lewin meint, keine neuen Theorien gebracht, aber den starken Willen zur Verwirklichung. Natürlich hat die russische Revolution und der Weltkrieg das nationale Ideal dieser Chaluzim gefärbt. Unter dem Eindruck dieser Ein- Wanderung entstand die Histadruth und ihre großen Unternehmungen und Organisationen: das Amt für öffentliche Ar- י■♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦•♦♦•«♦««*«♦♦♦«♦ Tausende jüdischer Kinder j aus Deutschland sollen durch die 1 Jugend»Alijah nach Er« Israel kommen I Sie alle brauchen Boden Es ist die ernsteste Aufgabe des deutschen i Judentums, seiner Jugend die neue Basis | ihres Lebens und ihrer Arbeit zu schaffen j Boden für die erste Siedlung der Jugend •Alijah j KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationaffondse.V, j Berlin W 15, Meinefcestraße 10, Postscheckkonto 28 247 ] heilen mul Hau, au? dem später der Solei Born:־ hervorging, der (hliul I lanwoda und andere ()rganba1:om׳n. Das war die Zeit der großen Straßenbamen (Kw Nchmi), di־: Periode des Hungers unter 1 ied und Tan/. Di!׳ Einwanderung fand damals /um großen Teil in (impp1!׳׳?tat־, die sieh in den einzelnen ()!־Sen (Wilna, Holmes!;, Prag usw.) organi-ierten. Einzelne dieser Gruppen exUiiemi iioelr bis auf den lieutigen Tagg and. re?!ml in den beste!!•. :ulen Kw u/oth aufgegangen. Fs sei hohe Zeit, die Dokumente zur Geschichte dieser Gruppen, -owohl der lu ־!,! ־!יiul־! .<־ 11 .׳• der aufgelösten, zu sammeln und damit einen wichligeii Beitrag zur üwenidite der Besiedlung Palästinas z.u reiten. Auszeichnung des Films ,,Land der Verheißung" Die Aufnahme, die der Pakislinafilm der Urin!, Palestine Film Company, Jerusalem, ״Land der Verheißung“ (Produktionslcitung Leo II e r r nt a n!1) auf der Internationalen F i 1 rn a u s s t e i 1 ti n g in Venedig gefunden hat, ließ es als sicher erscheinen, daß dieser Film hei der Preisverteilmig eine Auszeichnung erhalten wird. Wie der ״Corriere della Sera“ vom 8. September mitteilt, hat das Preisrichterkollegium dem Film, der bei der Ausstellung unter dem Titel ״Terra promessa“ angekiindigt war, wegen seiner besonderen Qualität eine ehrenvolle Auszeichnung zuerkannt. Die Bedeutung dieser Auszeichnung wird noch besonders durch die Einzelheiten unterstrichen, die der Bericht des ״Corriere della Sera“ über das internationale Filmtest in Venedig initteilt. Zwölf Nationen beschickten die Ausstellung mit 84 ihrer ausgewälilten Meisterfilme. Es war eine Konkurrenz der hervorragendsten Erzeugnisse der Filmkunst, und der Hauptwettstreit fand natürlich zwischen Amerika und den europäischen l ändern statt. Die Aufführungen wurden von 38 500 Gästen besucht, die Aufführungen fanden sowohl tagsüber als in Abend- und Nachtvorstellungen statt. Die Tagesvorstellungen waren im Durchschnitt von 300, die Abend- und Nachtvorstellungen von 1500 Personen besucht. Die wichtigsten Filme wurden für die Nachtvorstellungen reserviert. Auch der Film ״f and der Verheißung“ fand seine Aufführung in einer Nachtvorstellung, lieber 150 Spez.ialberichferstatter verfolgten drei Wochen lang die Aufführungen. Int ganzen wurden von den aufgeführten 84 Eilmen 32 Filme ausgezeichnet, unter ihnen fast die Hälfte italienische Filme, aa eine große Anzahl von Preisen für die Erzeugnitse der italienischen Filmkunst reserviert waren.