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Jüdische Rundschau · 1935-09-17 · Heft 75 (17.9.1935) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 75 (17.9.1935)
Date
1935-09-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr 75 17. IX 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 Miß Szold und E. Kaplan in Berlin ln diesen Tagen weilen zwei Gäste aus Palästina in Berlin, die wir freudig i1״ Kreise der Juden Deutschlands begrüßen. Der Finanzreferent der Exekutive der Jewish Agency, tlieser Kaplan, und Miß Henrietta Szold, die Leiterin des Werkes der Jugeiid-Alijali und anderer wichtiger sozialer Institutionen Palästinas, sind zu kurzem Aufenthalte liier eingetroffen, um die Probleme der Uebersiedlung von Juden aus Deutschland nach Palästina zu studieren. Der Keren Haiessod und die Zionistische Vereinigung für Deutschland veranstalteten am Sonntag nachmittag im I.ogcnhaus, Kleiststraße, eine Ausspräche mit Eiieser Kaplan, die von zahlreichen Zionisten aus Berlin und aus der Provinz besucht war. Herr Kaplan berichtete über die Probleme wirtschaftlicher und finanzieller Art, die sich nach dem Lnzerner Kongreß für die weitere zionistische Arbeit ergeben. Er wies insbesondere auf die Diskrepanz zwischen der Höhe der Einwanderung und dem Fortschritt der Kolonisation hin und behandelte sodann die!־'ragen der Einwanderung von Juden aus Deutschland. Dabei betonte er, daß ihre A;dehnung in erster Linie eine An- Gelegenheit der Selbsthilfe sei. Der Redner gab interessante Hinweise am die Pläne der Agency für die weitere Kolonisation aut dem Lande, die sowohl eine große Neuansiedlung bringen soll wie auch die IJeberführung von Arbeitern auf das i)(!rf. Er schilderte die für die Lösung dieser Aufgaben erforderliehen finanziellen Anstrengungen und schloß mit einem wirksamen Appell zur verstärkten Arbeit für die nationalen Fonds. — ln einer anschließenden Aussprache, an der zahlreiche Redner teilnahmen, wurden die Fragen der Keren- Hajessod-Arbeit erörtert, aut deren zentrale Bedeutung Kaplan in seinem Schlußwort nochmals einging. Am Abend des gleichen Tages veranstaltete die Reichs- Vertretung der Deutschen Juden in kleinerem Kreise einen Empfang für Miß Szold. Dr. Otto Hirsch eröffnete den Abend und begrüßte neben Miß Szold auch den gleichfalls anwesenden Eiieser Kaplan, ln einer längeren, persönlich gehaltenen Rede würdigte Dr. Seligsohn im Namen der Reichsvcrtrctung die Persönlichkeit Miß Szokis und ihre Leistungen für das Judentum Deutschlands durch ihre Arbeit für die Kinder- und Jugcnd-Alijah. Im Namen der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend- Alijah und der Jüdischen Jugendhilfe sprach Frau Recha Freier, und Dr. Franz Meyer für die Zionistische Vereinigung für Deutschland. Ihnen erwiderte Miß Szold; sie ließ die ihr entgegengebrachten Huldigungen nicht gelten und schilderte die Erlebnisse aus ihrer eigenen Jugend und aus ihrer späterer! Arbeit, die sie zu ihrer jetzigen Arbeit geführt haben. Nach weiteren Ansprachen von Mardtik Schattner und Dr. Otto Hirsch schloß der offizielle Teil der Veranstaltung, dem ein zwangloses Zusammensein und eine Aussprache zwischen den Gästen folgte. Der Montagabend brachte sodann einen Empfangsabend für Miß Szold und Herrn Kaplan, der von der ZVfI)., dem Keren Hajcssod und dem Keren Kajemeth gemcinsam veranstaltet wurde. Wir werden über diesen Abend in unserer nächsten Ausgabe berichten. Arbeitstagung■ für Jugendalijah geschlossen Amsterdam, 13. September Der zweite Arbeitstag begann mit einem Vortrag von Dr. Georg Joscphthal - Berlin über die pädagogischen Probleme bei der Vorbereitung der jüdischen Jugendlichen. Er berichtete, daß bereits über tausend zur Jugendalijah geeignett״ Jugendliche augemeldet sind. Marduk Schattner befaßte sich vor allem mit der sozialen Situation der schulentlassenen jüdischen Jugendlichen in Deutschland. In der Schlußsitzung hielt die Vorsitzende des Londoner Wotnen's Appeal Committee for German Jewish Womcn and Cliildren, Mrs. S i e f f, eine Ansprache, in der sie ihrer Freude darüber Ausdruck gab, art einem so produktiven Werk wie dem der Jugendalijah Mitarbeiten zu können. Sie berichtete von den Anfängen des Women’s Appeal Committee, das von den zionistischen Frauen Englands gegründet wurde, um Sozialarbcit zu leisten und die hierfür erforderliehen Geldmittel atifztibringcn. Das Komitee, obwohl kein eigentliches Jiigeiidalijah-Koinitee, hat einen erheblichen Teil der von ihm aufgebrachten Mittel der Jugendalijah zur Verfügnng gestellt und wird in sein nächstjähriges Budget neben zwei testen Beträgen nun noch den Posten ״Jugendalijah“ einstclleu. Ein etwaiger Lieberschuß des veranschlagten Sammclcrgebiiisses soll ebenfalls der Jugendalijah zijjlicßen. Herr S c h a 11 n e r-Berlin gab den Anwesenden kurz den Inhalt der Resolutionen bekannt. Sodann schloß Frau Dr. Wijscnbeek- Franken (Amsterdam), die alle Sitzungen geleitet hatte, die Konferenz. Anläßlich der Eröffnung der Jugendalijah-Aktion in Holland fand unter dem Vorsitz von Dr. Polak int Amstcl- Hotel ein stark besuchter Empfang statt, bei dem Frau Dr. Wijsenbeck-Franken, Herr Adler-Rudel, Mrs. Sicff und Miß Szold sprachen. _ Weltkonferenz polnischer Juden beendet London, 12. September. (JTA.) Nach Annahme zahlreicher Resolutionen wurde die Konferenz im Ausland lebender polnischer Juden geschlossen. Die Konferenz hat die aus 22 Mitgliedern bestehende Exekutive des neugeschaffenen Weitverbandes beauftragt, den Völkerbund zu ersuchen, eine Legalisierung der Stellung staatenlos gewordener Juden herbeizufiihren. Auch von der pc' ' ö.en Regierung werden Interventionen in dem gleichen Sinne verlangt. Für die Förderung der Auswanderung aus Polen nach verschiedenen Ländern soll ein besonderer Eniigrations-Fonds geschaffen werden. In Palästina wird die Errichtung einer Kasse für langfristige Darlehen zur Unter- Stützung von Einwanderern aus Polen geplant. Ein besonderer Fonds soll zu dem Zwecke geschaffen werden, jüdische Waisen und vernachlässigte Kinder aus Polen in landwirtschaftlichen Siedlungen Palästinas unterzubrirren. Der Revisionistenkongreß Von unserem Berichterstatter Kampf um die Konstitution Wien, 12. September. Im Mittelpunkte des zweiten Teiles der Generaldebatte stand der Kampf um die Verfassung der neuen re- Vision istischcn Organisation. Einen vollen Tag Und eine Nacht wurde im Plenum darum gekämpft, stundenlang um Termini diskutiert. Schließlich wurde sowohl der offizielle als auch der Vorschlag der Opposition (VC'eisl) zurückgezogen und Jabotinsky arbeitete einen kurzen dritten Entwurf aus, in dem auf die Behandlung aller Details verzichtet wurde. Auch in dieser Verfassung, die schließlich akzeptiert wurde — die Zeit drängte und man mußte darum auch ganz auf den zweiten Teil des vorgesehenen Programms, den 1. Kongreß der neuen Organisation, verzicIrten —, wird die ״alte“ Zionistische Organisation im wesentlichen kopiert. Statt des Kongresses gibt es die ,,Nationalversammlung“, die alle drei Jahre Zusammentritt; ״das A.-C. heißt ״Konvent“ und ein erweitertes A.-C., das aus lebenslänglichen. Mitgliedern besteht, ״Her/I-Orden“. Zur Nationalversammlung hat jeder Jude über 20 Jahren Stimmrecht, zum Konvent nur die zahlenden Mitglieder der NZO. Eine heftige ideologische Diskussion löste der Passus des neuen Programms aus, der als Aufgabe des Zionismus die ״Einwurzching der Heiligtümer der Thora tm Lehen der Nation“ bezeichnet. Diese neue Formulierung entspricht vollauf dem neuen Schachzuge Jabotinskys, die orthodoxen Massen für sich zu gewinnen, der hier bereits näher geketmzeichnet wurde. Eine Reihe von Delegierten ging jedoch an das Problem jenseits aller taktischen Erwägungen heran, und dabei stießen die Meinungen hart im Raume aufeinander. Prof. Kuli seit er (Paris) lehnte die neue Formel als eklatante Verletzung der Freiheit des Gewissens ab und kündigte, für den Fall ihrer Annahme, seinen Austritt aus der revisionistischen Union an. Seine Ausführungen lösten stürmischen Widerspruch bei dem orthodoxen Flügel aus, der ihn ain Sprechen zu hindern suchte. Nur mit einem kräftigen Stimmenaufwand gelang es Jabotinsky, Kulischer das Weitersprechen zu ermöglichen. Zu aufgeregten Protestkundgebungen kam es jedoch wieder, als ein weiterer Redner (Gurewitsch) sich als N chtanhänger der mosaischen Konfession deklarierte. Bei der Rede des Brith-Trumpeldor-Führers Dissentschik, der erklärte, sein einziges Streben sei die Erlangung eines Judenstaates, erreichten die Widerspruchskuitdgebimgen den Gipfel und die Orthodoxen veranst'altetcn einen Exodus. Sie kehrten jedoch wieder zurück und nach einer langen Rede Jabotinskys, die sich vor allem an seine opponierenden Freunde wandte, wurde das Programm schließlich akzeptiert. An der Wahl der Exekutive, die aus 13 Mitgliedern besteht, beteiligten sich 93 Delegierte (88 dafür, 5 dagegen). Wm hat die Konferenz gebrechf? Was hat die Wiener Konferenz gebracht? Den Revisionisten wohl ohne Zweifel ein wenig Enttäuschung. Die erwartete• große Resonanz in der jüdischen weit ist a u s g e b 11 e b e n. Selbst die Stadt Wien mit ihrer großen jüdischen Bevölkerung nahm an ihr keinen Anteil. Die Tagung fand im mittleren Kon/erthaussaai statt und auch dieser erwies sich als zu groß. Die Presse nahm wenig Notiz von den Vorgängen aut vier Kouferen/ und auf der Gästegalierie gab es meist wenig besetzte Plätze. E i n Phänomen trat hei den Beratungen diesmal mehr denn je in Erscheinung: Die Delegierten bilden nur dann eine Einheit, wenn Jabotinsky im Saale anwesend ist, wenn seine Persönlichkeit unmittelbar in Erscheinung tritt und die Glut seines Wortes die Hörer fesselt und /usammenschwcißt. Verlaßt er den Saal, so zerfällt augenscheinlich diese Gemeinschaft, keine Persönlichkeit tritt an seine Stelle, Risse und Gegnerschaften klaffen auf, die Meinungen stoßen wild aufeinander und das Bild der von einem Willen getragenen Bewegung verblaßt und verschwindet. Was hat die Konferenz konkret gebracht? Nichts. Der von Jabotinsky angekündigte 10-Jahresplan wird erst im Jahre!937 von der .,Ersten Nationalversammhing" behandelt werden, für die Zwischenzeit sind nur propagandistische Aufgaben gestellt. Es sollen mehr und immer mehr Stimmen gewonnen, die Massen mit neuen Parolen interessiert und nicht zuletzt ein rücksichtsloser Kampf gegen die Zionistische Organisation geführt werden. Konstruktiven Aufgaben ging man im weiten Bogen aus dem Wege. Aasklang Man hört jetzt oft in der zionistischen Bewegung die Frage, wie die Aussichten des Revisionismus in seinem neuen Gewände sein werden, ob für die Zionistische Organisation ernste Gefahren erwachsen, wenn Jabotmsky, losgelöst von den letzten Hemmungen, ans Werk schreiten wird? Skrupellose Gegner sollen vor allem nie unterschätzt werden. Das Arsenal ihrer Waffen ist groß, ihr Kampfplatz unbegrenzt. Insofern sich die Revisionisten von mit verviclfachter Kraft inszenierten Propagatulafekizügen einen neuen Auftrieb versprechen, heißt es zionistischerseits auf der Hut sein. Unsere Positionen müssen allerorts ausgebaut, der Kontakt mit der weiten Peripherie der Bewegung und den noch unerfaßten jüdischen Massen kontinuierlich hergestellt werden. Der Rut 'der Zionistischen Organisation muß unattfhörlich über alle Kontinente dringen, in das letzte Dorf, in dem Juden siedeln, in die letzte jüdische Hiitfe. Die Zahl unserer Propagandisten muß vervielfacht und unsere Werbung nach einem Plan aut weite Sicht uni großzügig durchgeführt werden. Und auch die nichtjüdisch e Welt soll sich bei der Beantwortung der Frage, wer die eigentliche Zionistische Organisation sei, nicht allein überlassen bleiben. Aut der anderen Seite jedoch beginnt jetzt auch die kritische Epoche des Revisionismus. Nun wird er endlich zeigen müssen, wie man alles ״besser macht“. Nun werden keine Ausflüchte mehr nützen. Dr. Hans Lichtwitz Simon Dubnow 75 Jahre Wer jüngst von Professor Simon Duhnows starker Aktivität beim Jüdisch-wissenschaftlichen Kongreß in Wilna gelesen hat, ahnte nicht, daß der berühmte Historiker am 18. September sein 73. Lebensjahr vollendet. Man muß diese frische Energie bewundern, auch wenn man ihr Ziel nicht billigt und den Vergleich des Jüdisch-wissenschaftlichen Instituts in Wilna mit der Hebräischen Universität in Jerusalem für abwegig hält. Die Einstellung entspricht Duimows Forderung einer jüdischen Kulturautonomie und seiner These von dem durch die ganze jüdische Geschichte sich ziehenden Dualismus der Sprachen. In Duhnows verbindlichem Wesen verliert dieser Gegensatz zwischen Hebritisch und Jiddisch seinen bitteren Stachel, wird vielmehr eine Synthese zwischen den beiden Bewegungen angestrebt. Vornehmheit des Cliarakters, Beharrlichkeit des Wollens und t hicrinudiielikeit des Schaffens sind für den Gelehr• teil Dubnow kennzeichnend Ungeachtet aller Schicksalsschlage, die ihn betroffen haben, ist er siel! selbst treu geblieben, unentwegt seinem Ziel gefolgt und unermüdlich in seiner Arbeit fortgeschritten. Die Festschrift, die wir ihm zu seinem 70. Geburtstag überreichten, zählt rund ■100 kleinere oder größere Veröffentlichungen des Forschers und Leiirers auf. Seitdem aber hat Dubnow rastlos weitergearbeifet und immer wieder durch neue Schöpfungen überrascht. Sein Standardwerk, die Weltgeschichte des judisehen Volkes, die m> viele dankbare Leser gefunden hat, erscheint in immer neuen Ueberset/ungen, die der Verfasser aufs sorgfältigste überwacht. Von den größeren Publikationen der letzten Jahre sei liier nur <,11e zweibändige .,Geschichte des Chassidismus" erwähnt, die /war nicht den von unserem Geschlecht ersehnten tieferen hinbiiek in das Wesen des Chas>idismus bietet, dafür aber /um ersten Male ein fast lückenloses, namentlich für die f ntstehtmgs/eit bisher unzugängliches Quellenmaterial vorlegt. Duhnows ״Lebense r i 1111 e 11 ז n g 1: n“ sind erst iimg-t an dieser Stelle gewürdigt worden; es wäre dringend zu wünschen, daß sie sehr bald in einer hebräischen oder westeuropäischen Uebcrsctzung einem größeren Kreise zugänglich gemacht würden, denn sie enthalten ein nicht nur interessantes, sondern auch historisch überaus wertvolles Material aus den Erlebnissen dieses großen Kämpfers, Forschers und Lehrers. Es darf heute wiederholt werden, was die Herausgeber der Festschrift dem Meister zu seinem 70. Geburtstag bezeugt haben: ״Durch Erschließung und Sammlung neuer Quellen zur Geschichte der Juden in Rußland und Polen hat er Pionierarbeit geleistet, durch Organisierung von Instituten für jüdische Geschichtsforschung starke Impulse gegeben, durch den architektonischen Aufbau und die meisterhafte Darstellung der Gcsamtgcschichte des jüdischen Volkes in weitesten Kreisen Begeisterung und Liehe für das Judentum geweckt.“ Möge es dem verdienten Gelehrten!«schieden sein, seine segensreiche Arbeit noch lange lange Jahre fortzusetzen! _ J. E 1 bo g en Für Bekenntnis zum Judentum Im Anschluß an die t.'ebergahe des Neuen Theaters in Frankfurt a. M. an die Städtische Buhnenverwaltung durch den Geschäftsführer der Reichskuhurkammer, Hans Hinkel, fand ein Kameradsehaftsahend des gesamten Per* sonais der Frankfurter Buhnen statt. Der Geschäftsführer der Reichskulturkammer Hinkel hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, in der er nach dem Bericht der ״Frankfurter Zeitung" vom 1(1. 9. u. a. ausf11hr;e: ,.Er!10; 11• in 1!,:n komm i..te-!1 j.ejvn am׳;: die Aufgabe gehabt, den 1 11 •1 : - c 1! e ti K u 1! a r h u u d .׳׳; I״׳ T, ■n n, der ein Verband aur Uhgu m׳- eskh■ m-\ :kk Im-m! :;mi i׳m׳ rum! 180 000 ,lieh ]11';:!' a.igcu und /׳! I keim, die (im::«׳:; l’hmmurmm sein;* Ein Fragebogen über jüdische Schüler Der Leiter des Schulwesens in Hessen hat, laut ,,Frankfurter Zeitung" vom Fl. September, im Sinne des Erlasses von Rcichsminister Rust über Rassentrennung in den Schulen Ende August an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerbliehen Unterriditsanstalten und die Kreis- und Stadtschulämter folgende Fragen zur Beantwortung bis 15. September gerichtet: 1״. Wieviel jüdische Schüler (Schülerinnen) besuchen zur Zeit die öffentliche Schule? 2. Wieviel Schüler (Schülerinnen) sind in eine jüdische Rezirkssehule übergetreten und in welche? 3, Wieviele jüdische Voiksschüler könnten der Entfernung nach eine jüdische Bezirksschule besuchen? 4. Ist Ihnen bekannt, aus weichem Grunde dies seither nicht geschehen ist?“ An unsere Leser! Schon ab heute wird unsere Zeitung vielfach nicht mehr im Stralsenhnndel einzeln käuflich sein. Wir erwarten von unseren Freunden» dal* sie uns auch weiterhin die Treue halten und unsere Zeitung lesen werden. Treue um Treue. Kitte bestellen Sie die ,.Jüdische Rundschau“ im Abonnement für nur HM 2.- monatlichj ne« hi!17,utretendc Bezieher erhallen das Blatt b i 8 7. um 30. September kostenlos, ebenso auf Wunsch die bisher erschienenen Teile des Romans! Ewer lladani. Das Werk im Oedland. Benutzen Sie bitte den Bestellschein auf Seite 16 JÜDISCHE RUNDSCHAU

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