Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 74 (13.9.1935)
- Date
- 1935-09-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seife 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 74, 13. IX. 1935 Die Zukunft von Hule Bilanz der Palästina-Wirtschaft 5695 Von Dr. J. Adler, Tel-Awiw Oie Aktivposten Die jüdische Jahreswende, die bevorsteht, ist in Palästina wirklich ein Abschluß, und deshalb ist sie der naturgegebene Zeitpunkt, um eine volkswirtschaftliche Bilanz zu zieht ji. Von einer mm schon seit 5WJ (1932/33) anhaltenden ״Prosperity“ geblendet, nimmt der BctfacHter der neuesten Entwicklung Lre/. Israels zunächst oft nur die A kJ i v pos t * 11 der Bilanz als Glanzpunkte wahr. Und in der Tat, sie sind auch imposant genug. Vor allem gilt das von den für den Wirtschaftsaufsticg fundamentalen Zahlen der Liiiwamltf d n ff und des K a p 11 a I - I tn pari s. fahrend im Kalenderjahr (das wir hier und weiterhin zwecks Anschlusses an die amtlichen Ziffern der britischer! Mamlatsregiertmg benirtrcn) 19T2 erst 1r״i Juden nach Palästina ei 11 gewundert sind, K/f'i schon 30 127 und 1934 nicht weniger als 42359, haben wir bereits von Januar bis Juli!035 rund 31 000 Nruankömn• linge begrüßen können. In noch stärkerem Grade hat sich dank ׳ des wachsenden Anteils bemittelter Einwanderer der K a p i f a I - I m p o r t erhöht, von etwa 21 ■t ,Millionen CP in 1032 auf etwa acht in 1033 um! I I in 1031, schließlich aut etwa dreizehn schon während der ersten sieben Monate 1033. Aus der grundlegenden Tatsache des Zustroms von Arbe itskraft und Kapital erklären sich auch alle weiteren au Ilergewöhnlichen Erscheinung( 11 irn palästinensischen \. ,rfsehaftsleben, der lieh erse h u (! d c r R 0 g i c r u n g s f i n a!1 z e n, die . sprunghafte I x ן) a n sinn des Außenhandels, die riesige 7iinahme des .Seeverkehr s, die heute schon Haifa in der Khoudi-de der WclthaH.11 vor Kapstadt, Smyrna und Manilri rangieren I ißt, der beginnende Au!bau einer eigenen j 1111 i s c ס - [> a I a s t i!1 e 11 s i sc 11 en II a 11 d eis- und ganz nein, rdiiigs aueh II o c 11 s e e f i s c h e r F I o f t e, der Aufschwunp der Städte, die* gewaltige Investierung im Baug e w «־ r l> c, der unermudliehe ( i r וו n <1 11 n g seifer in Ha n- 11 c! u 11 d I 1111 11 s s r i >, B :111 k - 11 n d V erst e h <■ r 11 n g $ - wesen, den Mer /ahlciipaarr iltn-t rierei! sollen: 1032 wurden in I’ahi-iiiu 37 mm■ A k t i 111 ׳ g e seil .י c Haft c n roit k P i 12 0011 Aktie;:/apilal gr;>!׳umk f, I 0 i > selion SO mit X P >1!Mt W, PHI sodann '70!11 if ,.'I* IToddiM), scliließlieh allein von Januar bis Juli 1<H3 nicht weniger als ISl mit CP 2 331030 . woran-; -,ich au,31 das |n deutende Pakt um ahieiien läßt, daß von!0 32 bi' zur < u g! nwart d;1s | ) ״ r c h - c 1t n i t 1 s-A k 1 i 1!1kapital euer pal.isdiiciKi-rlioii Akticn-Nriigrimdimg von er* 000<׳ auf P'l> lim geMiegi•״ ist, ein Hinweis auf die neuen (irr.herum!! dnungen um! Nechnungsmaß-däbe in! Laude iibtrhaupi: Die Passivposten Viele giiif es, die nach kurzer t 1chersicht der Aktivposten das I latipilmch der Prda-dimiwirisrhaft ra«ch wieder zwkl.ippen möchten, da die Schönli! ifsfehkr und I 'nebenhei'eu, die juf der Passivseite er■-׳,■!!einen, oicSiw Wesentliches zu berietiteil liätten. W ir hctraaiitcii jedc»e11 Palästina nicht vom Standpunkte_ derer, die als europäische Exporteure, Schiffsrealer und Finanziers in möglichst kurzer Zeit Profit schöpfen möchten, auch nicht vom Slam!punkte solcher, die in Palästina für ihre Person oder für iiir Kapital nur vorübergehend Zuflucht suchen, bis die europäische Krise wieder vorüber ist — sondern unser Standpunkt ist das zionistische Programm: Aufbau Palästinas als Natioiialhehmtätte des jfldisehen Volkes, als Aufgabe für Generationen, die unabbäti gig von Gunst und Ungunst der ״Prosperitv“ und ihren Augenblicksvorteilen konstruktiv auf weite Sicht zu lösen ist. Deshalb prüfen wir Tatsachen, die vier kurzfristige Nutznießer der Palästina-Konjunktur gern auf die leichte Schulter nimmt, auf ihr volles Gewicht, gerade alieli die unf>e1|uemen Tatsachen. Dazu zählt verschiedenes. Vier von diesen Passivposten der Pa'üstinabüunz äh"') greifen wir liier besonders heraus, die Probleme der j 1t d i s r h <• n A r b e i t, der langfristigen Investiert! n g, des A u iS e 11 h a n d c I s und des j ti d i - s c li e n B o d 1!1 b ..i t / 1׳ g 1111 Vergleich /mit Gesamtaufstieg■ der Immigration hat die A r beit c r 111 1 ־ w 1! n 11!■ r 11 11 g!11 neuester Zeit nicht Ir‘- friedigt, V. ihre cd die <; .■-;11111-Immigration von 193 tauf 103' um 33 ■ wm Io, ging die Zahl der Arbeitnehmer-Immigranten (ohne Angi!;ס! ige gei .riiiiet) um 1׳ , zurück I Und leider ist zu vermuten, d.11, dm ernten sieben ,Monnie 1935 keine Besserung geh!acht haben. I iegt auch die Schuld nicht an uns (denn zi hm lüxriide junger Juden in der Diaspora warfen auf ein Zertifik 11, um am!1 schwerste Arbeit in Ihre/ Israel zu verridid 11), sondern au •י-cfj lief »lieh an der britischen Mandatsvu v :110111׳/, so PU׳!!,! g-, doch dabei, daß wir den Schaden zu tragen 11 du u. AU hr!uni mehr gellt die indische Position in der i um!•,vii •schaff f 1nl:isfitt,-1s verloren. Das qirantitat ive Mißverhältnis /wi-rhei! jüdi-elicm Kapital und jüdischer Arbeit i׳-f nullt mir nne nationale, sondern schließlich auch eine wirfschädliche Sor.ge. da cs die L1:h>vtckl1111g einer breiten Konstinu itft 11-chicii!!11 Stadt und Luiid erschwert. Pin s! fir \ m wickelte!• f'ragonkoinplex, der hier bloß kurz gi ׳-ti, in ward, n kann, im die I;1!! g f r i s 1 i g e p r o d 11 k t i v e Verankerung des vorläufig nur ״auf Abruf“ in Palästina weilenden Kapitals, Wir haben lullte die paradoxe Situation, daß olfenlliche u!ul private Emissionen Palästinas den Loridotier Kapitalmarkt auisuelten müssen, während bei den Bankett dis Lamli-, itnj 17 bis 18 Millionen CP auf tägliche Abhebung zu kaum m!! 11, n--wer 1!11׳ Zinsen ins Depot gegeben sind. Teilweise wird im-: das freilich erklärt, wenn wir uns dem dritten Passivposten /mvciidcn, dem Problem unseres Aullenhattd e 1 s. Da die ciit-eifige Meist hr ״ii 1t sf igim gskla uscl des Völkerbuiidsmaiulafes 1m> luiite noch an jeder aktiven Handelspolitik hindert, 11a sie es uns unmöglich macht, auf üblichem Wege durch Kampf/ölle, ZolHarifabreden, Quoten und Korrtmgenticriingcn den Export unserer Zitrusfrüchte zu fördern und den inneren Markt unserer neuen Industrien zu schützen, so mußten wir cs erleben, daß! in der vorigen Saison die Palästina-Orange empfindlichen Pieisrnckschlügen ausgesetzt war, und daß in den letzten Monaten das japanische Dumping unsere aufblühende Textilindustrie auf ihrem heimischen Markte effektiv aus/uschaltcii begann. Durch das Gedeihen des Baugewerhes und des Einfuhrhandels vorläufig noch etwas verschleiert, werden diese Schwierigkeiten leider ihrer Natur nach immer Als die Palestin e Land Development Comp a n y an die Erwerbung der Hule-Konzession herantrat, wandte sie sich zunächst an den Keren K a j e nt c 111 mit dem Vorschlag, sic ihm ganz oder teilweise nb/ugehen. Der KKL lehnte jedoch eine Beteiligung seinerseits an der Kon- Zession ab, und so übernahm die PLDC sic zusammen mit zwei privaten Konzernen als Mitbeteiligten mit je 25 ״'»: der Agrobank in Tel-Awiw und einer Gruppe von Interessenten in Palästina und England mit Mosche Smi-!ansky an der Spitze. I>ie Erwerbung der Hule-Konzession hat weite jüdische Kreise in einem Malle interessiert, wie kaum eine frühere Bodencrwcrbutig, obgleich dieses Konzessionsgcbiet an Größe hinter dem Emek-Jesreei bedeutend zurückstcht, von dem die PLDC in den Jahren 1021 84 000 Dunam, 1924 95 000 Dunam und 1025 <)!000 Dunam erwarb. Auch die Fläche von Wadi Chawarith (Emek Chefer), welche die PLDC im Jahre 1020 für den KKL erwarb, war nicht wesentlich geringer als diejenige, die im Hule-Gebiet nach Austrocknung des Sumpfgcl;indes und Verkleinerung des Merom- Sees für Siedlungszwccke gewonnen werden wird. Der Enthusiasmus, den die Erwerbung der Hule- Konzession ausgelöst hat, ist wohl zuriiekzuführen auf den außerordentlich gesteigerten Hunger nach landwirfschaftliebem Boden, dem eine immer größere Erschwerung des Bodenkauts entgegensteht. Hule erweckt auch, besonders bei der Jugend, die Hoffnung auf eine Ueberwindung des Zuges nach der Stadt durch neue umfangreiche Ansiedlung aut dem Lande, die Hoffnung auf ein Wiedererwachen des alten Chaluz-Oeislcs. Diese Freude über die Huie-Frwerburig im jüdischen Volke in Palästina und in der öolah bestärkte die Leitung der PLDC in ihrer Meinung, daß in erster Reihe die gtollen nationalen Institutionen dazu berufen sind, dieses wichtige Gebiet zu verwerten und darüber nach den ErfOrdernissen der nationalen Ansiedlung zu verfügen. Da die Austrocknung und Assanierung von Hule heilentende Mittel erfordert und ungefähr 6 Jahre dauern dürfte, anderseits aber in amclioricrtcm Zustande für höchst intensive hewasserbare Kulturen und dichteste Besiedlung geeignet sein wird, xvie kein zweites Gebiet in Palästina, erschien es um so mehr zur Uchcrnahmc durch die großen nationalen Institute prädestiniert, die für so große Aufgaben geschahen sind und die die Pflicht haben, sich die Kontrolle über derartige Besiedlungsmögliehkeiteii von ungewohnlichem Umfange und ungewöhnlicher Bedeutung nicht entgehen 711 lassen. Nun setzte sich auch die Exekutive der Jcwisli Agency bei der PLDC dafür ein, noch einmal dem KKL und einer zweiten großen jüdischen Kolonisationsgesellschaft die Mägliehkeit zu eröffnen, die Hule-Konzession zu übernehmen. Da diese beiden Körperschaften nur das gesamte Gebiet Englische Pressestimmen ln der bekannten englischen Zeitschrift ,,!nternation a 1 A 1 t a i r s“ (September-Oktober) nimmt li. St. John Philby in einem großen Aufsatz, unter dem Titel ״Arahia To-day“ zu den schwebenden politischen Fragen im Vorderen Orient Stellung, in dem er sich darzulegcn bemüht, von welchem Gesichtspunkt ans England diese Entwicklung hetrachten muß. Er schildert die politische Entwicklung Arabiens nach dem Kriege, legt besonders eingehend die Rolle dar, die Oberst Lawrence dabei gespielt hat, und kommt im Verlauf seiner Darlegungen auch auf die Entstehung der Balfour-Dcklaration zu sprechen. Die englischen Interessen im Vorderen Orient sind vorwiegend wirtschaltlieber und militärischer Natur, weshalb England nach •der der Ansicht Philhys ein Interesse an der Aufrechtcrhaltung des Friedens im Vorderen Orient habe. Von Wichtigkeit für uns Juden sind die Schlußworte des Aufsatzes, in denen gesagt wird: ״Die Lage ist heikel. Eine der dazu gehörigen Fragen ist der Zionismus — eine andere die französische Position in Syrien; wieder eine andere der Lärm der Revisionisten, die sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, sondern auch noch Transjordanicn haben wollen.“ Im Falle eines Krieges, so meint Philby, würden die Araber gegen die Juden Vorgehen, ebenso wie in Syrien gegen die Franzosen. Was auch immer sic von militärischem Standpunkt aus wert seien, es sei stets wert zu versuchen, jenes Mehr von Unruhe zu vermeiden, mehr zunehtticn und können zum Ausgangspunkt von Schwierigkeiten werden, falls die Mandatarmacht sich nicht rechtzeitig zu entscheidenden Schritten entschließt. Man darf aber nicht alles auf das Schuldkonto der Mandatarmacht setzen. Es bleibt auch einiges für uns, und zwar zumal der bedeutendste Passivposten der Palästina-Bilanz 5693, das Bodcnprablcm. Der Bodenbesitz ist die Basis für die Einwanderung — wenigstens, soweit sie als nationale Siedlung gedacht ist. Man sagt gern, daß Tel-Awiw noch nidit Erez Israel sei. Aber machen wir uns eines klar: Die Juden bilden heute 27 <״׳ der Gesamtbevölkerung Palästinas; nahezu schon die Hälfte drängt sich in Tel-Awiw zusammen, und von der Gesamtfläche des Landes besitzen wir mir etwa 5 »׳«. Trotz der gewaltigen Kapitaleinfuhr haben wir 1932 nur 19 (MX) Dunam Boden neu (d. h. aus arabischem Vorbesitz) gekauft, 1933 37 000 Dunam, 1934 62000 Dunam — keine überwältigenden Zahlen bei einem Landesflächeninhaft von 26 Millionen Dunam. Die Bodenspekulation, ein so charakteristisches Merkmal der ״Prosperity“, hat im wesentlichen unseren Besitz nicht vermehrt, sondern mir jüdischen Boden aus einer Hand in die andere hinüber wechseln lassen, bei entsprechender, jedwede produktive Nutzung schädigender Verteuerung. Im Bodenerwerb hat die Privatinitiative, so Rühmliches sie sonst leistete, empfindlich enttäuscht. Vermutlich geht der national- (oder etwas weniger als das Ganze) übernehmen wollten, wirkte die PLDC bei Ihren Mitbeteiligten daraut hin, daß sie zugunsten des KKL auf ihre Anteile verzichteten oder sie reduzierten. Sic fand bei ihnen Verständnis. Die Agrobank verzichtete auf ihren Anteil, obwohl sic bereits zirka 25 000 C in Hule investiert hatte, und die Smil ansky- Gruppe verkleinerte ihren Anteil auf 20 "0 und war auf eine weitere Reduktion auf 10 ״/# vorbereitet. Die Frist, innerhalb derer der KKL über seine Anteil• nähme an Hule sich entscheiden sollte, verstrich jedoch im Mai, ohne daß er eine Entscheidung traf. Die PLDC verfügte trotzdem über die freigewordenen Teile nicht, sondern verfolgte weiter die Verhandlungen mit dem KKL, der nveiten jüdischen Kolonisationsgescllschaft, und zwar der Exckutive _ — in der Erwartung, daß während der Kongreßtage eine endgültige Entscheidung getroffen werden ■würde. Das Direktorium des KKL sah sich aber nicht in der La g e, e i 11 c positive Entscheidung zu treffen. Ein weiteres _ Abwarten hält nun die Geschäftsführung der PLDC für nicht vcrantwortbar. Das Hule-Unternehmcii erfordert täglich Entscheidungen von größter wirtschaftlicher und politischer Tragweite. Es erfordert eine permanente, feste und zielbewußte Leitung. Unentschiedenheit, Hintintl Herschwanken und untätiges Abwarten könnte sehr schädliche Folgen haben. Die PLDC ist deshalb entschlossen, die Auswertung der Konzession zusammen mit ihren früheren Mitbeteiligten Wieder aufzuuchinen. Zunächst soll solange wie möglich ein erheblicher Teil des Gebietes für die nationalen Institute reserviert bleiben. Bei der außerordentlich großen Nachfrage nach Boden besteht die Aussicht, daß man unter den Reflektanten diejenigen wird wählen können, die sich auf dem Gebiet seihst ansied ein wollen. Junge Leute, die eine landwirtschaftliche Schulung durchgemaeht haben und eine Oewähr dafür bieten, daß sie selbstarbeitende Siedler bleiben werden, sollen bevorzugt werden. Damit die Bodenspekulation sich nicht auch •dieses Gebietes bemächtigt, können Vorbeugungs-Maßregeh! ergriffen werden, /.. B. die Zusicherung des Vorkaufsrechtes für die Konzessionsgesellschaft, das durch Vermerk im Grundbuch Rechtskraft erlangen kann. Die technischen Vorarbeiten, die meteorologischen und hydrologischen Vermessungen und Beobachtungen sind sehr weit fortgeschritten und lassen ein detailliertes Arbeitsprojekt _ für die Ent- und Bewässerung des Gebietes im nächsten Frühling erwarten. Unternehmerfirinen von Ruf sind zu günstigen Bedingungen, aueh in bezug auf die Zahlungstcrminc, zur Ucbcrnahrne der Arbeiten bereit. Sowie die Pläne fertig sind, will di* PLDC zusammen mit Ihren So/ien die Arbeiten beginnen. das gerade das sein kann, was England nicht mehr trage» könne. * In der führenden englischen Wirtschaftszeitsehrift ״Eco nomist“ vom 7. 9. findet sich ein Aufsatz ״Progress* in Palestinc“, in dem der ungenannte Verfasser die industrielle Expansion in Palästina darlegt, die steigende» Ein- Wanderungsziffern der letzten Jahre wiedergibt und insbesondere die Baubewcgimg in Palästina in all ihren Einzelbeiten betrachtet. Der Aufsatz geht ferner auf die großen Investitionen in Palästina und die Transferfrage ein und befaßt sich insbesondere mit den hohen Löhnen und steigendei! sonstigen Kosten, die sich im Laufe der Entwicklung herausgestellt halten. Die rasche ökonomische Entwicklung sei charakterisiert durch relativ geringe Auslands- 8 c hu Ulen, so •daß Palästina der Verpflichtung eines großen Schuldendienstes nicht unterliege. Der Verfasser kommt zu folgendem Resümee seiner Ausführungen: die palästinensische Wirtschaft leidet unter einer akuten Arbeitsverknappung (sliortage of labour). Dies klinge ketzerisch in einer Welt der Arbeitslosigkeit; aber es ist nicht zuviel gesagt, daß, wenn Palästina nicht die Last der hohen Arbeitskoslen durch seine ökonomische Struktur erleichtern könne — gleich wieviel Kapital oder Rücklagen es leihe oder aufliäufe — eine vorteilhafte Kapitalverwertung sowohl im innern wie im Außenhandel sehr begrenzt bleiben müsse. Kapital Überfluß und Arbeitermangel: dies sei das Problem Palästinas. kolonisatorische Bodenerwerb im Großen doch über ihre natürliehen Grenzen lind Kräfte hinaus. Um so wichtiger erscheint cs, hier die Aktivität der nationalen Bodeninstanz einzuschalten. Schon heute ist der K e r e n K a j e 111 et h Lejisrael mit 352 (MX) Dunam Eigner von rund 30«« •des gesamten jüdischen Bodenbesitzes. Im Verlag Ludwig Mayer, Jerusalem, P. O. B. 932, ist ein Zusainmensetzspicl erschienen, das mit Hilfe von mit Bildern beklebten Würfeln es ermöglicht, eine ganze Reihe verschiedener Landschaften, die aus der Vorslellungswelt Palästinas entnommen Rind, znsammenzusetzen, sowie liierbei auch den hebräischen Wortschatz des Kindes zu erweitern. Das nett aufgemachte Spiel, •das in einem geschmackvollen Karton geliefert wird, wird auch außerhalb Palästinas gern verschenkt werden. Die Zeichnungen stammen von G. Krakauer-Wolff. (Schluß des Palästina-Teils) Basler Hof, Basel | Das gut gef Ohrt« Haus Zimmer ab Frs. 4.50 | Dr. Jakob Thon, Jerusalem Auto-Fahrschule Mit!;!. 2. |ü1t. G«!1>. Leop. Maler Mit*!, 4. R. J.F Seit 1913 einzig, jüdisch. Fahrlehrer. Unterrichte eelhst Er5j»n7un׳rs ־ Kurse• » V!;H-Kurse * B«ll Ausbükiaef Charlottßnburg, Bleibtreustf. 10-11, nm Bhf. Sarviguypiats» J1 1037 Auto-Fahrschule n M.d.j.G. BBowelskl 6 H«M W R. j. F. Fahrlehrer seit teil Pinnenkurae für unsere Schüler kostenl«. 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