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Jüdische Rundschau · 1935-09-13 · Heft 74 (13.9.1935) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 74 (13.9.1935)
Date
1935-09-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr 74 3ו. IX, 1935 JOD ISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Schach Bearbeitet von.T, Mieses Zur Schach-Olympiade in Warschau. I Ueber das Ergebnis der Länderwettkämpfe in Warschau 1 haben wir bereits in der Nummer vom 3, September be- [! richtet. Palästina steht mit 32 Punkten (aus 76 Partien) I, an fünfzehnter Stelle, vor Dänemark, Rumänien, Italien, Schweiz und Irland. Das ist ein Resultat, mit dem di« junge palästinensische TAannschaft nicht nur zufrieden, auf das sie sogar stolz sein darf. Von den fünf Vertretern Palästinas, Foerder, Enoch, Dobkin, Winz und Czerniak, hat überhaupt nur ein einziger, nämlich Foerder, vor Jahren gelegentlieh an größeren Meisterturnieren tei'genommen. Ihnen allen hat es an Training und an Turniererfahrung gefehlt, und dennoch haben sie im Kampfe gegen die stärksten, bestgeschulten Meister der Welt einen Gewinnprozentsatz von rund 42 0״ erreicht! Dieses unerwartet günstige Ergebnis berechtigt gewiß zu der Hoffnung, daß Palästina auf der nächsten Schacholympiade in Stockholm 1937 einen hohen Platz erreichen wird. Die nachstehende Partie wurde im Länderwettkampfe zu Warschau am 19. August gespielt. Damenbauernspiel. Gygli Czerniak Weiß Schwarz 1. d2—d4 c!7 —d5 2. S gl f3 S 58—f 6 3. e2—e3 e7—<••6 4. L fl—d3 c7 — 0 5 5. b2—b3 S h8—c6 6. »2—n3 S f6-~e4 7. L cl —b2 17-15 8. S bl — d2 L 18—d6 9. S (3—e5 . . . י . Weiß muß dicken Zug tun, denn?5 תא-4 verhüte! ihn Her Gegner durch D d8 -46. 9. . g5״--״&D d . . . . e-4 O O —0 c5xH4 Ein grober Fehler wäre S r6X<I4 wegen 11. 12—f4. Auch auf 10. . . . . ., Se4Xd2 würde 11. f2 —14 geschehen. 11. f2—f4 Dies erwo'st sieh als nicht günst iß für Weiß. Die richtige Fort- Setzung ist 11. S ,12—f3. 11. DgS.h6 12. e3Xd4 ScßXeS 13. Sd2Xe4 . Weiß hat nichts anderes, denn 13. d4X('5 kann wegen L riß—cöf ״sw. nicht, geschehen. Aut 13. J■ d3Xe4 aber wurde 13. . . S e5—-g4 nebst Ha4—r3 die Folge sein. 13 . S e5 —f3f! 14. DdlXf3 . *der 14. g2X(3. f5Xe4. 15. I d3—b5t, L cS—d7. 16. L b5X d7f, K e8Xd7 nebst L <10X14 zum V orteil yon Schwarz. 14 . (5Xe4 15. L d3~ H5f T. cf?—d7 16. L b5Xd7f K e8>!d7 17. V) 13 g4 T h8—fS Die materiellen Kräfte sind nun zwar ausgeglichen, aber Schwarz hat einen starken Freibauern. 18. g2-g3 T f8—£5 19. e2—r4 T a8 — (8 20. c4Xd5 e6Xd 5 21. Tal -rl D 11646״ 22. T cl-.02־ . Stellt mg natsh dem 22. gage von Weiß. ipl 22. h7 — f!5 Das Positionstibergf wicht \rm Schwarz tritt nun khr Zulage; dem Weißen droht ein gefährlieber ,Angriff auf den Königsflügel, ohne daß er irgendwelche * legenrhanreri hätte, Eine ganz passive Rolle spielt der weiße Käufer. 23. D4״_e2 a7—aS 24. b3— b4 g7—g5! 25. D c2xh5 ..... Weiß muß wohl oder übel diesen Bauern nehmen, denn sonst setzt Schwarz den Angriff mit h5—114 fort. 25. g5X£4 26. Dh5—h7f L de—e7 27. T flXf4 ..... Darauf verliert Weiß die Dame. Wenn er sie aber (mit D h7—h3) retten will, so erlangt Schwarz mit f4—(3 eine Gew-imn-tellung. 27. T f5Xf4 Weiß gibt auf, denn es droht T f8—h8. — Eine von Czerniak meisterhaft darchgoltihrte Partie. In Ltlpzlg fand ein Mannrchaftskampf zweier Makkjbi-Vereinc .'latt. ״Blau-Weiß“, Himburg, und ״Bar Kochba“, Leipzig, standen -'!ch gegenüber. Im besten Kampf stritten am Brett 1 Fajarowin, Leipzig, und Schainowski, Hamburg, vier Stunden ohne Eni Scheidung. Im Gesamtergebnis blieb Leipzig mit 5>/a:3>,'s Punkten siegreich. Berichtigung, Bei den in unserer Nr. 58 veröffentlichten Kamen der Löser der Aufgabe 4 muß es statt Lotte Brühl richtig heißen; Lothar Brühl. Ein Gewitter in Palästina Im Verlage von Herder in Freiburg i. Br. ist soeben der erste Band des neuen Bibclkommentars ״Die Heilige Schrift für das Leben erklärt“ erschienen; Die Psalmen, übersetzt und erklärt von Prof. Edmund Kalt. Die Erklärungen zeichnen sich durch große Anschaulichkeit aus. Das Land, in weichem diese Dichtungen entstanden sind, Palästina, rückt in beträchtliche Lebensnahe. In dem Erlauferungen zu Psalm 29 wird der Verlauf eines Gewitters in Palästina geschildert, ״Gewitter sind in Palästina nicht häufig, darum empfinden die Menschen dort stärker als anderswo deren Majestät und Schrecken. Der Psalm ist PAL ESTIIE EXPBESS CO. Berlin *W 7׳, Frledrlchiitr. 10« Otm 11. IT.Bht.) A 6 (Merkur) e«!5 Verfretungr *Iler wichtigsten WchlffahrtsgroseiUchAftei» Für um bestimmt« Briefe «ind nicht an Paleatine & Otient Lloyd» Friedrich*tr*&« 100, *u •drewieren, »andern •n Paleftixi« fvsppeÄ Co.» Berlin NW"« Fricdrtchfitrafle 100, weil eie un» sanst nicht erteirhtn. vielleicht unter den! unmittelbaren Eindruck eines über das 1 and hinziehenden schweren Unwetters gedichtet worden. In dumpfem, schwerem Grollen steigt es im Westen vom Meere auf, zieht über den Libanon und weiter nach Südosfen zur syrisch-arabischen Wüste.... Der Sturmwind fällt Imit 'Ungestüm aut die herrlichen Zedernwaldungen, viel* hundertjährige Stämme, breit und hoch und weitgeästet,?erbricht er, und zersplittert liegt ihre Pracht am Boden. Aufgeschreckt vom rollenden Donner, der aus allen Schluchkn und Tälern schaurig widerhallt, vom Rasen des Sturmes und vom Krachen stürzender Zedern gerät das ungeheure Gebirgsmassiv ins Wanken. Das Sich-n eigen und Sich-aufrichten der Bäume, wenn der Sturm sic erfaßt, «liinkt dem Dichter, aus der Ferne gesehen, wie die ungelenken Sprünge eines Kalbes. Selbst der Sarion — ein phdnizisclicr Name des großen Hermon —, der mit seinen 3000 Metern hoch in die Lüfte ragt, er scheint aufzuhüpfen wie ein junger Büffel. Auch er gerät in Unruhe wenn die Blitze unaufhöriieh zucken und in das Dunkel hineinleuchten und wenn die Wälder im Sturme beben... Das Gewitter verzieht sich weiter nach Südosten zur syrisch-arabischen Wüste und entlädt *ich über der Wüste Kades im Süden Palästina!, Auch Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Bopfingen (Wrltbg.). Am R. Sepi. sprach Assessor Guthmann, Frankfurt a. M., über das Thema; ״Wer kann nach Palästina wandern? •— Studien einer Reise“. Breslau. Die Vorbereit״ngsanstalt für palästinensische Lehrerseminare, die auf Initiative von Sem.-Rabb. Dr. J. Rabin ins Leben gerufen wurde und unter Leitung von Prof. Dr. Buchhoitz sicht, beendete ihr erstes Semester. Neben pädagogischen, sprachlichen und allgemeinen V orlesungen galt die besondere Pflege der hebräischen Sprache. Neben Dozenten des Rabbinerseinmars waren insbesondere Sprachlehrer J. Reznico und die Rabbiner Dr. E. E. Urbach, Dr. A. Ohrenstein, Dr. S. Geld und Dr. E. Iloffrnann tätig, die ihre Vorlesungen und Ucbungeri fast ausschließlich in hebräischer Sprache, hielten. Die Hörerschaft setzte sich zum größten Teile aus Abiturienten aus aller! Teilen Deutschlands zusammen. Das nächste Semester beginnt im November. ' I׳'. G. N. Hamburg. Der Jüdische Kulturbund Hamburg beschloß seine Saison mit einem sehr beifällig aufgenommenen Einakter-Theaterabend. Vor! den mitwirkenden Kun-tiern boten besonders Julius Kobler (cm aber Liebling des Hamburger Publikums) und Ernst Hergeseindringliche Leistungen. — Am 31. August hielt Intendant Dr. Kurt Singer im 1 Jan e von Frau Alport einen Vortrag über die Aufgaben der jüdischen Kulturbünde in Deutschland. Zur Ergänzung sah man einen kleiner, Film, die Tätigkeit des Kulturbundes in Berlin dmtcllend. Dr. Buvbatmi, der neugewonnene R gi-scur des Schau,picl~, sprach über seine Tätigkeit in der nächsten Sa Kan. ZOG. Ulm, Dr. Strauß, eigrift der Redner des Abends das Wort und verstand cs, m to;ntvollendete! Rede -eine /.uhorersrbnlt zu fesseln. Wilhelrtn’nenhöhe. Der Verband jüdischer (.ircu-inden Schleswig.H01- Steins und der Hanse.•ädte hielt im Landjugendheim in der Zeit vom 6. bis 15. Augu-t einen Ferienkurse ab, der unter der Leitung ries Lehrers an der׳ Talmucl-Thora-Srhulr Ernst Mayer und Fräulein Heddy Wage:.er vor! der Mädchenschule in der (',irolinens!raße stand. Vor geladenen Gästen (and eine Begrüßung durch den Vorsitzenden WmHWt'R de* Verb;׳indes und Herrn Obcrrahbiner Di. Carkbach statt. Emst Mayer entwirkelfc fein Programm für dm Kursus. IS Kinder von auswärts und die sieben Kinder aus dem Stadtgebiet Hamburg und Altona befanden sich im Alter von 9 hK 15. Jahren. Am Sonntag wurden die Kinder von einer grösseren Zahl!!idi-cher Jugendverbände bemüht und in kurnei! Vorträgen wurden ihnen die Anschauungen und Ziele der rinzeln-en Verbände k!;Hgek׳gb Es beucht die Absicht, an de» -Sukkoth*Feiertagen einen ähiilEhen Kurm׳-. zu veranstalten. Zweibrücken. Herr 1.,1/ar Bern<1 .,-in tprarb zweimal über die Grogtaphtc von Krcz Israel. Liegnitz. Die Ort-£11!׳ppe hat ihre Arbeit wieder angenommen. Als Vorsitzender ward? Dr. Siegfried Levy wiedergewählt. Mit einem Vortrag des jetzigen Vorsitzenden: ״Das Judentum in Deutsdiiand und der Zionismus“, begann er seinen neu״n Kursus ,.GrnnEagen und Au gaben de* Zionismus‘*. Ein zweiwöchiger hebräischer Sprü hkursus wird für alle r»rmeindemitgiicder erteilt. München. Vorstand und Gemeindevertretung der Kuitusgemcindf־ wrsammelten sich am 5. September zu einer gemeinsamen Sn/uny. die mit der Ergänzung einiger Ausschüsse eröffnet wurde.!><־! Gemcindevorsüzende. Oherstlandesgeriehtsrat Dr. Neun! eye r, e! - stattete hierauf einen eingehenden allgemeinen Bericht, in webhem er insbesondere au< b die sehweb!־*nden Pcr>nnalangelegenhei,rn (Re- Setzung der Stelle dp * 2. Rabbiners und des 1. Kantors) erörtern•־. Nachdem Dr. Neumeyer noch in anerkennender Weise der Tätigkeit des Ba\eri>chen Kulturbundes und des Turn- und SpnrtvpruncN gedachte, schloß er mit einem Aufruf zur Mitarbeit. — In den Erörterungen, die >id! an den Bericht de- Gcmeinclevors! au is *clüonen. ergriffen u. a. auch da- Wort die stellvertretenden Gemeindcvorsit/enden, Justizrat Dr. Oestreich und Rechtsanwalt Dr .Siegbert EViichtwanger; Recht>rat i. c. R. Dr. Weiler ergänzte den allgemeinen Bericht de- Gemeindevorstan־׳lr-. — Na״׳h einem Bericht des Finanzreferenten, Ju-üLrat L)r. Oc-treich, erfolgte, seinem Antrag or>naö. einstimmig die Annahme der Kirchgeklürdnung 1935-36. Ibrscni Beschluß schloiS sich der Gemcindevor>t and aU Stcuerveihrind-vertretung an. Neustettin. Am 3. September veranstaltete die Zionistische Orl5* gruppe in der Synagoge eine Herzl-Bialik-Feier. Die Gedenkrede hielt Bczirksrabbincr Richter, Schivelbein. Pirmasens. Durch zwei Yeransialumgen ist in jüng.-ter Zeit das Interesse an dem Aufbauwerk in Palästina innerhalb der Gcmemde bedeutend gesteigert worden. Am 21. August veranstaltet« die Jewish Agency einen Werbeabend, zu dem fast alle Oemeindeniitglicder erschienen waren. Heinrich Freudenberger. Delegierter des deotsehen Keren Hajessod, führte einen Palä.-t.ina• Schmalfilm ,.Eine Reise durch das jüdische Land“ vor und gab im Anschluß daran einen Bericht von seinen persönlichen Reiseerlebni-.-en. Am 5. Sepiemher luden die Ortsgruppe Pirmasens im Reichsbund jüdischer Front* Soldaten und der Allgemeine jüdische Jugend- und Sportverein zu einem Vortrage de.‘׳ Segelfliegers Hans I,-cvi, Mainz, ein. H;m1 Levi berichtete über die Makkabia in Tol-Awiw, über seine Erlebnisse in Palästina als Segelflieger und als Arbeiter. Vor zwei Wochen ist ein hebräischer Sprachkurs tür Anfänger eröffnet worden, zu dem sich 17 jugendliche gemeldet haben, und der von Bezirksrabbiner Dr, Nellhaus geleitet, wird. Ulm. Am 7. Sept. sprach Assessor Guthmann, Frankfurt a. M,. in der vollbesetzten Svrugoge über: ,,Das Bodenproblem Palästina«, Studien einer Ruse‘*. Sich den einleitenden Worten des Vorsitzenden der Ankündigungen Breslau: HrhraiM nri Spr.j, 1.׳, rinn. Neurr Ani.i npr-rkm.״;1.־ fur T.rvach.-ew. Pc;.prrrh1׳n17 . ״. Sj>t., 20 Lf.r, WalOn. 14. Zimmer 4. Amucldurigiri: M.«!:,.: L, ■ 1 ’!•mmi״!.!.:׳. fo-.il.־׳;׳ >- ׳!> tflrphon'.'i'h. 10 111- 12 i'h; uiiifi \!. OS ■5יי״׳. .. Frankfurt am Main: rhuy Ivri, L .rlKrrb(' jnri I.ainl ti. SO. Am 1 •1, S, p!.. 5 1 10. Brom,11,., ׳ S, hlr.mo RrirlifirO in. Ki״ ('Kj;.1i, u;״; rirn K-mforsK Halle a. S.: Am 15. Sr 20.00 .. ויין I '1:1 , :;:!■l•■• 01 <!rr -M.ay ■yf 0:0, fSron nnr \'r>1 tührun״ elf- Palar-ün.i-'l onl'ilm- ,.Imool •ln \ rrhosoun;;'' -omt. An ■prarhe: Rahf.mer Ur. jnohon l’nroo -■ Hamburg-Altona! Am 15. Srp׳. Tniif-rnoi״ r■ rl In, R iw Knk in d-1 Svn.igogr: Al' >na, Kl. Papar׳oven-! r. 7-0. Brymn: narhin. ft l'fn. Grri.'nkred׳*; Oberrabh. Dr. C'arlrbarh. . L-orio. 11’. Frenn׳l,־v.benrl rim Hnh־.n m Noar f halnri :21 וווו.Sfj,1.. 20.1S F(1. ' •fuiel-Rir ■01--:11.׳. Oh.-r-n 120. ~ Köln: Zion. Am l!',. Sriio. 20.30 I hr. M nrOiHro vn-am rnlong: Kong! rl’ihrro Io vor! Do [•■-r׳ Nriihco.mr. Du-v-!riori; am 18. Sept,, 20.45 Dir, ltin״C'r'1|'f״'■ : :«n 1 <>. S׳-ru.. 20.45 I 'hr. A1 brO Trr Samtliehe Zu aminr nkuiil-r im!)avio■ Wo!: 1 ..!hnT leim. I':nohrnstr. 18-22. - Am 14. Sept.. 210 30 Flu. I!nr|r•: ,<>!1!Irr .Al'izn־־ cm Wirt mg mit Frau Helme H.'mnal'i Tlmn. Jeru-alem, über fl.o Fh-rnn: ״Die jüili dm Frau im All'.i״ Pal;! 01יגוו" im Tempel •lec (iemeinriehauses iRhein'nnillogr), Fa. iTcn-ir. 18-22. Malt. - - Pciskrctscham (O.-S.): Am 22. Sept., 11 Ffir, fimlrt eine Seelerileier unter Fettung v<H> Kantor Srhuoan statt. Farn iiien - Nachrichten Frau Rosshe Else 1 i e r, geh. Siern, Schwarzenau (West!.), l>cgeht am 27. September den 70. Geburtstag. Herr Siegfried Lindheim, Rennen.'hau^n (Eder), begeht am 4. Oktohrr den 75. Geburiotag. Herr Levi Stern, Obcra-phc bei Battenberg, begeh? am 28. Septernber den 80. Gohurin<1g. Frau Ro>a Steßm n n n, geh. .Adler. Halienberg (Westf.), lx׳gcht am 22. September den 70. Geburt-rag. Bar Mizwah-Termine Am 14. September — 16. Eiul: Heini Nessel, Snim ven leon Xe^sel, Niedergebra- Bleich. Am 21. Srptr-mber 28 —־. FJ.nl: Max Llbri^h C e h n, Sohn von Dr. Sigismund Cciuu Jerusalem, Rehsvia. .Am 21. Septemhcr -- 23. E'nl: Karl Kalter, S-hn vr.n Frau Emma K.d'er, geh. Lew, Kreuznach, Rohefr. 20. BRIEFE AN DIE REDAKTION Ausländerrcdit in Palästina Berlin W 30, den 7. Sept. 1935 An die Reduk'ion der ״Jud. Rundschau“ In Nr. 68 der ״Jüd. Rundschau“ vom 23. .August 1935 hat Walter Schwirr einige, inier• essante Ergännuige» m tneintm Art ikt-1 über die ״Neuregelung de־ Auslamlcrrecht-s in Palästina" (Nr. 65 der ״Jud. Rundschau“ vom 13. 8. 35! gegeben. Seine Au-luhriingcn rühren an ein Thema, das in jedem Sinne ein ״weites Feld“ ist. Die Stellung der Ausländer ist durch das Nebeneinander religiösen und staatlichen Recht•■ und religiöser und staatlicher Berichtibarkeit kompliziert. Es ist eine Lücke des Palästinensischen Rechts, daß?ovvohl den staatlichen wie dm religiösen Gerichten die Scheidüng der Ehen in Palästina ansäs.-iger Au-Iänder mit klaren Worten verboten ist, Wenn jetzt, wie Schwarz mitteiH, der Supreme Gourt die Scheidung von Ausländern durch dis Rtbbinatsgerirh׳ dann anerkennt, wenn das Heimatsrecht des betrcflen• den Ausländers die religiöse Ehesrheidung kennt, 80 beruht das allerdings auch auf einer An■ wmdung der Paläsiinentüchen Verfassung, nämlich des Art. 64 der Pal. Order in Council 1822. Dort wird bestimmt, daß das in sogenannten Statussachen (im u e rn liehen Familien- und Erbrechtssachen) für Ausländer anruwendende Recht da.- Recht ihre» Heimatsstaates i-t, es sei denn, daß das Recht des Heimats'taates auf da» Recht des Domizilverweist (was z. Ii. bei England zutriff!). So kann man dazu gelangen, religiöse Scheidüng von Ausländern in Paiäst in» gelten iu lassen, wenn der Heimat-staat sic auch kennt. Beziiglich Polens muß aher eine w a r n t) n g ausgesprochen werden. Polen stellt für das Jüdische Eherecht keine Einheit dar. Im ehemalig rcich'deuUchen Gebietsteil gilt das deutsche Recht weiter, dort bestehen also weder die :n.Hu :L Ln Sehr id nnpc סר׳ r de.' pidki'hcn Rrrlv« r-״rh r3K b;n1-rfi C;etn:״hF barke 1?, mi!h? mahnen K <ח י g r c b j״ ■Ir;! £11? rn;Hfr!p1! darahb!,11't״hr Recht,?rhcidcn k0tnn.<״n a brr n 11 r die ■ייaa?!ivhen ( ir b W < . 1:, G a I i z ן c n pilt rin nit d! jü - d:׳־chc Rr־׳hr -,!cl) ,dn’cbn! ׳ ׳!c- So ndrrrechi tu r נ י ן d i ■■■ ׳ י h c Schcid?u־;G׳. im eh1! ׳! .!,ip 1^j »eben Gebietsteil gib 4. יb>f);;:i<׳>! 1 ־׳< Ehrrecht und Schvitiunp dur! h die R1'b|!in..w״frich?(\ Es '•urd abo sehr d.iranf ankommen, aus welchem Teile Pokn.7 judi'il'ie Eiieleute -lammen, wenn we m pa’äbtina rechuwitk ח! 3י ge־eliieden werden wollen. l׳L km.n da hm kommen, daß eine Schcidui!״ Memel» den 11. ,September 1935 Wrehrte Schrift!eit un«? Zu den Ausführungen ,,Schick״ &ale jüdischer Namen“ in Nr- 73 Ihres Blattes ist. was den Namen Ifurwjtz usw, betrifft, zu bemerm Pa'a'-'iGT anc'rkann? wird, die 31; ■׳Vrh 1 ':h n׳i׳׳׳h־־. ׳»reחח?־;!־׳? wird. Br!! 1!':,־ljr׳l''1Trt׳;!:t׳׳n;n7 ו: 1״s\- De!jHCibif-n k׳־mnv au<־h m an״ dr!rn l .,1;,dr! n vn!־, 5׳ r! vrru׳•• ■:;!v, ס/ rn:t Rerh' ('.•-!t.iii1. d׳■'־. h:*-r f־u.1qrtTn ".1 rden mu st, ihre 7a hi in P.t'.i.׳״ ma 1.'! mrhf e 1' 1 nq;. \.׳׳1׳h ,b!grmt1״m׳־n Gnind-m7en ist aut '1f fh R ־1; ׳ dr■־' St.1,!־!e־. an- 7uwenden, dem ־-ie zuVt7.t an^ehör? haben. Aber ojtmaU laßt >111; kem Sniat icstsiellen, der in Frapr komm?. lTorh;ichtun^־voU R.-A. Dr. Hans Kaiisrh ken : הררי־* ץ!<! eine Lrrt'tellung drw Namen4. ציריה הליי und. muh der של״ה הקדיש in Fr,1nk- Juri am Main war Ahnherr die- >er m allen Landern vielfach verzwcigicm Familie. T.ron So heinhaus Sdiidksale jüdisther Namen die sonst sehweijjende Wüste geräi in Unruhe bei dem gewalligen Dröhnen des Donners und dem Toben der entfesselten Elemente. Blitz und Donner erschrecken die scheue Hirschkuh im Wald, daß sie vor der Zeit in Wehen sinkt. Denn so furchtbar rast der Sturm, daß die Bäume in großer Menge entwurzelt und umgerissen werden und ganze Liehtungen entstehen. Auch die im Heiligtum versammelte Gemeinde wird von Schauer vor der gewaltigen Majestät Gottes erfaßt, und sie Tuft beim Aufleuchten der Blitze aus: ,Welcher Glanz!‘ Wenn Gewitter toben, öffnen sich die Schleusen des Himmels und gewaltige Wassermengen gehen aus den Wolken nieder, um das ausgetrocknete Erdreich für die Wintersaat zu bereiten. Ueber diesen Wasserfluten thront der Herr als König in Ewigkeit, waltet mit den Kräften der Natur zum Gericht über die. Menschen und zu ihrem Heil. Möge er . so bittet der Psalmist — ... Israel aber Kraft verleihen und den Segen seines messiatiiseben Friedens.“ (S. 90 tf.) Rabb. Dr. Ernst S t e c k e 1 m a c 11 e r, Ludwigshafen a. RI1. Von Dr. Gustav Spiel mann ist eine Dissertation an der Münchener Universität unter dem Titel ״Verdingungspolitik in München und Nürnberg 1003 1030“ erschienen. Die gründliche Arbeit dürfte insbesondere auch für diejenigen jüdischen Gemeinden und Organisationen von Interesse sein, die sich mit Aufgaben dieser Art beschäftigen,

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