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Jüdische Rundschau · 1935-09-10 · Heft 73 (10.9.1935) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 73 (10.9.1935)
Date
1935-09-10
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 7 ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Nf. 73, IO. IX. 1935 BRIEFE AN DIE REDAKTION Neue Lyrik ״Predigten nach!933“ Berlin, 1. September Sehr geehrte Robiknan! Eine Kii'ik — und tlie-es Wort schließt in sieh den Begrifi von objekriwr Sa• hlichkeif uiül inrn-chiiefu-rn V, n'miwor- Hing ge 1 i<hl — lu'dar! k! Hier Kr- \side:u:־g; da-. lh1׳ iur׳ap,, ja <lie \’c:p;'k l; u:1g zu einer Enviderang Et aber vmh.uuieu. wcnis es sich 11m chv.-n Angriil haude!t. I)! c gd! von der Re- Aprcvhung iikincr Oeds 11'bau ’e: ,.!.)i'tukk'mg“ in Nr. 70 der ,,judbehen Rum! ha1:“,!!:! I dein, r ge tanen Sie mir d!׳.׳-c Kno׳••;- im!״׳. Kann man י-ט mit der '.eraniworumg eine" Kfi'ikeiN vereinbart־n, Ucdiciuc —־* und ic!! spreche jetzt durciiau^ u;t׳in. nur vor! nieuien ntn um - die rrnsihah gemein!, the au> i-incr schneien /ei׳ he!au- > u׳-•:au En sind, voז de! km i en t n :;mn.iehkeil ia1!׳׳»■! n h zu in״• G n r He■■ ונח :na! ins ־׳- r.u v-m 11־ u <a;!sn>»■ b r!.. n;nb in: m .d.e't“ w.u <:u k mm! : m Au;!.־■ nk Dir bc ' .111:11' i.a in nu! ,, K׳ ...j in* genau! Wenn ’:.van■ n ui.u-i י ie au 1 an m na 1/n g; um 'ייenu er dm 1,ח linun '; ';■mmm Nnn n denn 5■*' ld:e;'n , wa den rechten Weg 7m we-cn, "׳cr.n man d.m <;<•1,101 j!a!, er sciiiag! Ciüen talsciieii einr Einem der großen Ergebnisse die er :11 r junge jüdische Menschm be-o״der.s barten Zeit ist die Rückkehr zu einer gmvkscii Fromm i .;keit des Bebens, die in manchen Summen schon den Mut ״elunden hat, sieh wieder mit dmu böch-Um N-1m n, dem Namen 1*0'1 e-, zu veikaiubn. Es Et sehr hinter, wenn jemand. <!er -o'.ehen Mut beout — und man kann e> nidi; audma nennen — m;1 einem iioni-<. heu Lächeln ix.et. i־e geaelsoben oder zum Konjui. kuu 11; ter ge tenipcil wird. 11 m au: die oben erwähnte Knuk v’.wa-, deuiUeher eiutaig! hm: .de bihri als ein Nega-!ivum an״ daß der Begriit (io:. 0 ז n!R ci’ieheii ,,nie vervigen- »En dU'iE ausgeslattet viril v.ie: 11 v\j .;kci1, Tag und \ael;t : man inox >1, h einmal ube,I־’g־n, wie ein natürlich und einlaeli gkiub.xer Munch <len lG>tu־>- begiiü andern ges'aiUm könnte. i׳׳־n!er liioeine n 11 :ragen, ob e ga׳</ und gar verv ortlieh ist, o ׳. m 1 1!!! ■! < k)׳ t bittet, ,,um in .1 h ,i! 1 ' 1 :!׳ Eudt :־*־ zu la sm. lud!In!10 ׳ g. w: ׳', m!g Et!■׳ a'lui י . : ' kr Z '! -dgk U zu :ad! n ׳■ b!!. wen־: sie da- 1 Inndv ׳k .■■!. u.r dt 1 l'k 'e :!ie und da v■ t ..p.:‘; <!׳■■cii ad; cr-rin in׳ es mir /1״n: ob d,- ,.Uicelmelu‘* v ■ n \ <■ i •vu wirk 1 11 da 111 י־s: te- U uovi Uv ist. ii,h < i t dickt s■ dl - ׳., .־:‘!ו■ ■ds :mb׳ m in wie ein lla1i,au dna man iiuili■■ m; Stiin um Sa;! ■i!1(׳ppt, und dann mit r di tu M, 0 :maß a'km ung-?lieh g •••ca an;!, .n md ipal’k >o:1deru e- 1-׳dl a:11 vir t,n Haum, kiaitn 1 ju d'Uii ( n und v ,ml <s! nd, eigaii,! '1 um ihm v!!־׳:! dm ׳:ritI '־■;! h •■!' i: st io׳ m!!;■! in .suitfin W.t-ie'Uiii. Ibt kndilnr winl mir cn* - geun.au in1׳ä, da■ waie ja alle.•, m־' gי‘י* '״• uur eben hir mein um: a:■ •mr Seind. :1 ander i.ieht zu1׳; .׳ 1 ׳ :; darauf kann ich ihm 1 m tri1 W,,|־en UdMerlins entgegiica: ״Wa* wir sind, ist WM-. wil suclun, ailes.‘* Hilde Marx Anmerkung der Redaktion; Wir haben die vorstehende Zuschrift von Hilde Marx wiedvrtzvgi'bvn, weil wir glauben, daß das von ihr a/1g<’.s171;/<7/em* Thema weitere Kreise intercssieren dürfte, Selbstverständlich lnif es uns und auch unserem Referenten völlig fern, durch eine Kritik, selbst wenn sie scharf ablehnend ist, die weitere Arbeit eines junge« Schaffenden unmöglich zu mache**, l\ ir glauben aber, daß gerade in einer Zeit wie der heutigen, in der die Gefahr besteh!, daß um der gaben Gesinnung ict'/fert von der jüdi• sehen Ocf!enthehkt U Dinge akzeßtierl werden, die künstlerisch unzulänglich sind, Wohlwollen allein dem Kritiker nicht die heiler fahren kann. H ir;;lassen darauf bedacht sein, daß das A/cmia!/<r kiinsticrischet} Arbeit int jüdischen Kreise mehl ent\i hcul<. nd hendngednickt wird. ln dieseni »Sinne war muh de' Knt'k •dtgefaßt, die wir über eine Reihe lyrisiinr ] t ׳ruf U nlhvhunecn :׳j'-hraehl ftaheti. ild/V hoffen, daß ilte Disk’msioi!, 1!,e sieh hieran geAm;';/)// hat, dazu dienlieh wird, Mangel, die den HefciÜgten selbst sicher nicht unbelemn1 sind, durch unirnunliiiha‘ Arbeit am Werk zu Inseitigem (Red.) X. September 1935 Sehr geehrte Redaktion! Erlauben Sie mir die Bitte, als Herausgeber der ״Bücher der Erneuerung** eine kurze Erk hirung zu der Besprechung des Prcdigtbümlehcns ,,Predigum nach 1033’* in Ihrer letzten Aufgabe abzugciien. Ich habe in meinem Vorwort au * bück lieh l:>e\ont: ...Nur ganz alhin von ue:n Gc- :־ ic ■•'׳unkt!־ des Eiiebtdi-wertcs für den Einzelnen innethalb un- *crcr jüdiseb.en (lemcinscliaft ist die Auswald die>er ersten Prodig: ammlnng, die durrhau-' noch nicht auf Yolbtiindigkeh Au- .-piucii ma!;lu׳n kann, ohne Rück- י!! hi au! die Richtung des Sprc- < lu-r־ ge' ro!!dm wo!den!** Nkich die-cm Satze .־»oüten ursptiinglich die Worte .-teilen: ,.Als einen der eisten gewann ich schon im Ecbruar Joachim Prinz ah 311;aibciter, eine bc timmte P:edigt war auch bereits ausgewiihit, als der Einspruch des Verlegers der Prin/srhen Bücher erfolgte, י־ die Predigt nicht atifgcuommen werden durfte.‘* Ich halte aber diese Worte, jede Polemik vermeidend, mit Rürkdcht auf «len Verleger \veggck;-.sen, im übrigen aber meine Aufgabe mj iiulgefaßt, keine Predigten v!־n ZionKten oder Nichtzionistcn zu bringen, sondern von jüdische;1 Vornühreni zu jüdischen Mensehen gesprochen, von wesen: lieben jüdischen Inhalten haudelml. End ihr we-entiieher Inhalt war naturgemäß Palästina, war aber auch un-cr jüdisches Sclm׳k.-al und last, immer das Aufzeigen des inneren Weges, vic dieses Schicksal zu überwinden ist. Ilm haben die orthod!c<en Zimiisteu mit dem gleieben Grundgedanken gewiev u. ׳ :e die jungen i.iberalen, natiirlich ein jeder aus seiner Individualität heraus, sieh mit der Zeitnot au-ein ander setzend. Willy L e v c n Schicksale jüdischer Wörter (.'!!arlottcnhurg 9. d. 31. 8. 1035 Zu den Audühi ungen in Nr. 70 Ware be/gl. dc־b interc'M!!:!■!! l'aiuilicnnanKns R a p ־ paport ergänzend zu bemerken, daß der Name nicht nur allgemein hehr. ״Arzt aus drin Ihnen‘* bedeutet, sondern auf einen ganz be-timmteu Aizt zu- נ tick geht, den Stammvater dieser weitverzweigten aschkenasbehen lami'ie: Rabbi Menachcm!! a - K o 11 e n, der um die ende vom 15. zum 16. Jahrhundert in Porto bei Mantua ui Oberitaiicn kbte mul seine:n Nat!ien־-zug bei Lnterschrilten (u. a. in einem Dokument von 1003) in hehr. Lettern den Zu-a׳z beengte: ״rufe porto'5 { ״ Arzt in I’oito). Ueber Üe-teirenh kam der Name dann in 1 <1:0 .-lau Gehen (;egenden. Seine Häutigkcit besonders unter den Ost juden liihrt aber auch 1H.x־h daher, daß, als 1804 für die russischen Juden die Erblichkeit fester Familiennamen von Staats wegen angcordnel wurde, er auch von solchen Personen und Fafm'licii angenommen wurde, die mit. der ursprünglichen Familie Kappaport weder verwandt waren, lOcii sonst in Beziehungen standen; inierc'santcrwcUc jedoch P u r von Angehörigen der Eric- *üer-FamiUen. weil die ״echten*‘ Kap[):1port> Kohanim sind Aus dem gleichen Anlaß bind alle Tbiger des Namens lloro• w i t z (11 o r w i t z, üurwiti. Haurwiiz, in Rußland -־ weil das ru.ssische Alphahcth den HuelWabeu ,,II“ nicht Inc-itzt - G U r w i t z, Curcwitseli. j u r o v i c s u. ä.) Ecwijim; Ahnherr: der Prager Obcrrabhin er Je-ajaii Ben Ahraham ha- Ee'vi aus liorowice i. Böhmen {15('1630- 5י), Eewijim sind desball) auch alle Epstein (E p ין s t e i n, E bstein, li l) e n s t e i n. E p p c n s l c i n). Die-er Name, der nach Epstein im Taunus weist und z. B. in lYimkf'urt a. M. seit 1392 UrhuiKiiicli belegt, ist, gehört zu den älte-'en jüdischen Eatuilien- Hainen auch in den Muwhchen!.ändern, wo er seit der Mitte des 15. Jahrhunderts auftaucht, und u. a. durch die Prager Brncker-Tamilic E. vertreten i-t (1522). Gleichfalls nach, der Judenga-se von Eranklurt weist der unter den Juden Deut -chlands verbreitet-te llarulwc: kername (i o 1 d s e h m 1 d t. Um 1500 bcreits war er dort zum festen, erbliehen Gc<chlccht.snamen einer nuigliedeneiehcn, angesehenen I.cvitcn-Familie geworden und um 1800 durch Benedikt Salomoü Goldschmidl neben ״RothsdiiUl‘* der populärste Name der Frankfurter Gemeinde. Und da diit-c das geistige Zentrum der mi־j cuiopüisehcii Judenheit war, wurden die repräsciUativcn .Nomen ״Rothschild־‘ und ״Gold- .-dimidH* anläßlich der Namens- Ciiikte der Eman/ipation-zcit willhti rurh auch von vielen Dorfuad KleiiistadtjudenWe&uleu1>ci1land.s angenommen; der Name ,.Goldschmidr* jedoch nur von Ecvitcn-Eamilien, weil die ,,echtcu“ Frankfurter GoURchmidts Eewijim sind. (Vgl. Samuel: Die Namengebung der westfalischen Eaniljudens! Hai! von 1808 (Zeit- --diiitt iiir die (.h schichte der Juden in Deut-chhmd, 1935, Mel! 1J.) Gustav Samuel Abessinier in Jerusalem Berlin \V 30, 3. September Sehr gcclrrle Reilaktion! Unter diesem Titel erschien in .Ni. 69 der ״Jüdischen Rund־ sch.iu“ ein Artikel, worin C. Z. Klöircl erziihlt, daß, ״als England und Preußen gemeinsam ein protestantisches Bistum in Jerusalem errichieten, als erster Hi-cliof der Eng’ändcr Cobat bestimmt wurde‘’. Mit dieser An- ״alle i-t Klötiel ein Irrtum unterlaulen. Der erste Bischof von Jcru'a'cm war nicht Gobat, sondem ein getaufter Jude nu- Brcslau. Hierüber bcriclitct Heinrich v. l'reitschke im fünften Bande in seiner Geschichte, S. 123, ziemlich ausführlich mit folgen. d4n Worten: ״Im November 1841 wurde der erste ev.u..;«• - sehe Bischof von Jerusalem durch den Er/J!i-<:hüf von Canterbutv geweiht, ein Breslauer Jude, der in der Taute den Namen Alexe!1der angenommen halle und das!schwierige. Amt sehr würdig ausfüllte.“ Und auf der folgenden Seite heißt es dann weiter: ״Ais Alcsander-i Nachfolger, Bisch nf *dobat, alles aut anglikanischem!•'(iß zu setzen versuchte, mußte er ra<t 11 wieder cinletskcn und *al» stell genötigt, zuweilen selbst deutschen Gottesdienst abzuhalter,." Simon S a 1 o m o n, Ba i :1 A. I Kult Stuttgart-N., den 6. Scpt. 1935 Obcrt'ubbiuer J. A. Kuk war nicht nur ein hervorragender Ge- Ichrtcr und tiefer Denker, sondem auch ein grofier Jlen.'cli. Ein iiußcrgewölnilicher Zauber ging von dhc-ein durchgc:s1ig1en und edlen Gericht aus. Ein wür- Ui|g1rer Veitrcter der fudenheit war kaum denkhar. Den Reiz, der von ihm ausging, fühlt man aber auch in seinen Aufsätzen. Wohl sein letzter ist der im siclieiilcu lieft der Zeitschrift ״llalted“. Kr ist betitelt: לאחדות של הרמנש ז״ל,.Die Einheitlichkrit in der I.elm■ und Persüiilichkeit des Maimonides“. Ich littbe ihn mit Junglehrern gelesen. Sie waren von ihm begeistert. Die Belesenheit und Klarheit, die Gedankentiefe, der Scharfsinn und die klassisch schöne Spruche des Verfassers erregen Bewunderung. Vielleicht darf ich den Vorschlag machen, daß diese bedeut ungsvude Abhandlung in 1 .ftirlüiU'cni und hebräischen Sprachkursen zum GedachtniscUs verewigten Toten dtirehgeiioninren wird. Hochachtungsvoll Rabbiner Dr. II. Auerbach Prof. Dr. Scheidung Aabgnardc (Dänemark), 6. 9. 35!Sehr geehrte Redaktion! Der soeben verstorbene VVisf-eiischali!er für 1 nternat ionales Recht, Professor Dr Waller 5 c h ür k i n j», war, bevor er nach Haag au de ח Permanenten {iciidu "hot iibersiedelte, an der Ünivcroiät Kiel tätig. ihm unUr-laml!11 Kiel auch das ln- *ui 1ut lür SeewiriSv'haft und Well- \־crkehr, in dessen Rahmen auf seine Veranlassung hin vor Studenten und geladenen Gäuen einmal Martin Huber über ,.Judentum‘* und au einem ande* ren Abend Kurt. B 1 u nt e n f c 1 d über ״Iki'ä't ijja" r. ei ieücn. Aus dun Vortrag Bhimenfelds lio 1) Prof. Schücking in seinem Schlußwort insbesondere die Talsaohe der Wiederbelebung 11er ludnai-eheu S[>ra(*he durch die Kindt r in Palästina hervor und knüpfte daran den Vergleich aus dvr Bibel von der Wiedcrbelc- I 111 זיg des Kindes durch den I’rophetcti JCÜselm (11. Buch der Könige, Kap. 4), daß also das Judentum niessianisehcn Zeiten enigcgapgehc. Mit größtem Intere-se sei er den Au-iübrungcn des gc-adrUzlen Redners getolgt und er freue sidi, daß die Juden wieder in■-, I-üik! und das I.and an die Juden zuniekkehre. Nur müibui alle Juden der Weit und iti"- besondere (he Juden Deut;-chlarak das erkennen, us er vom •Standpuukt. des internationalen Rcch’s sagen kann: daß d;׳• Juden ein Anrecht auf Palästina habe!!. Ich will g!׳-:ehen, daß ich erst, zum Schluß eriuhr. daß der Mann, dar -■י eh! Wo-He gespro• dien iia'te. kein (11■■rhigerer ak Prof. Dr. Schücking war. Bewirkat Sehalom! 11 eschek W i n 7. e 1 b e r Unterlagen zurüdifordern! Charlottenburg, 2. September!׳X erscheint mir sehr wiinseheriswcr\, aut iogemlcA hinzuwei-eü: Alle diejenigen, die früher einmal Anträge auf Einbürgerung, Nid\tau<\veis\mg ge-aUlt haben, .seien daran erinmut, daß es wichtig iiir ihr späteres Fortkommen ist, wenn sie stmiiiehe l.’nteriagen, die >ie damals eing-ercieht haben, und die Ae sj׳ätc1־ Di 1 ühcrllü'sig hielten, von den Behörden und Anwälten zu• 1 ü doordi'Mi, Denn die'e Urkiin• den, Zeug!!.’ ■טי uni Ein[); 1 h’uiig^- -s< liri'ibcii können nach der Au,י־• i׳U1<gerung \׳o1׳ g'.ößcivr Bedcu• tuu׳g weiden. Wer dime BeVg:־ 71.rüt 1 ang', muß daaul H't'l.iK'ii, daß die Urkunden' in ab (.'•!!ba־׳cr Zeit vcnürhie! werden, : iocliaehlung-vod Dr, A. Karger Non nun an halle J i/rini!״■- Kuj-pcr 11111־* neue Goslalt ge-־ Wonnen. 1);!י ot 1 n-'i]! 1111111־' der m יחייבו, l>!1><־ n E 1!h*. in dor i>t׳Vi egung de!־ S i 1 :;Ißt׳; ־ t! i gellende Kor|־!‘r: das ist der gt״׳ 1m׳,iuiilr, st bfiim־ Kd!1‘;<ן* des Aוlmi{־׳udoii. der Sleln zu }lauen Mu'Dbdi!, Slrudiaiim nmla, der den Stein mit fe'ter Hand umklaimnt-rf. /a׳lsn Icnlußnifder Siein tag *uii! 1)11: Ai'Ih'11 ist solider, der Scliueil׳! rjnnl, ab*־r i-.s slei'kl tune ül)1‘r alle־ Verzarlciung dm nn meinjehen Kdj־jM-r> erliahene Hcdibchaffi1!!־!teil dann. Ehe Sb-inhaiier ham'n Slcin, und Au: nichU an, (lab der Sb nu tu die KleMuaseUnia־ gevsen׳len Nsivd und voll dort, zu M11׳w״j/em kirzeniuilitil, in diu Ijelomaaschiiie komtiil. Ihr g,11t/e.e Sein 1 -1 uns Slei11l1;1ut.11111! ׳-׳׳.: 11־. <h11«>׳_1׳ Aheiid, wiim alles zur S|1111־1׳gut)g im Slfinbrtich vorliorcilcl ist, würfen die Sleinliuuer, liis die Umgegend von Menschen frei ״cwordi'11 ist. Sh! ”eiten zum Fluli hinab, um den Sin(!11 und den Schweil:! mn •ieh aliyiiwasclicn, und von dort blicken sic auf den allmählich verhallenden Takt der Arbeit, der bereiU in ihr lSlul übergegangeil isl und zu ihrem Herzen sprichl. Da und dort muhen sich noch einig«! Arbeitende. Einer führt die. Maschine. Da und dort schält eine Maschine einen Hügel schichtweise ah — Erdschollen, D-lun, Kelsen und Kalk. Ein Graben wird ntisgeImben, ein Wall immer höher aufgeschüttet und Zehntausend(: von Kubiknleiern Erde und Stein werden von Uri. zu Orl transpoi tiert. ,,Das ist das Gehirn des Chawadja ,Ingenieur‘ “ — sagt mit «ufgerisseneni Munde und traumverloren Raschid, der mit den Sfeinliatieru am l’luljuier silzt. Denn seitdem llasehid auf dem Areal des Werkes zur IVachlvvarlie angeslelif i-1. kommt er stets l)«:i sinkendem Tage auf seiner Sink• zum Sleinbruch gerillen, und hier setzt auch er sieh und senkl seinen dunijd'en Blick in das Werk, Die elektrischen Drähte blitzen bercifi 111 der Dämmerung auf. Die ■Sleinbauer zerstreuen sich eilig, das Zeichen wird gegeben, der elektrische Strom entzündet die Zündschnüre und nach ein, zwei, drei Sekunden wird eb Drohnen und Beben der Erde hörbar und Sleinregeii und eine Staubwolke schlagen nieder . . . Die Sleinbauer, die horbeieilon, den Einsturz zu sehen, sagen: ״Gott sei Dank, wir haben Stein für die ganza Woche.“ ״Mit r uliigem Herzen können wir morgen nach Hause fahren.“ ..Der Freitag ist der beste Tag der Woche. Wir fahren, die Kinder zu scheu“ — macht einer der Junggesellen eine Anspielung. Denn die Unverheirateten pflegen die Vater zu sticheln. Die Sleinbauer machen sich auf den Weg zum Lager mit schwerem Schrill und Verlangen nach Ruhe. ״Wenn jede Woche so ein Einsturz wäre, würden wir reich werden.“ Gegenüber der mit Monilliclit überfluteten Chaussee tauchen bereits die Lichtet■ des Lagers auf. Die Sleinbauer sind unwillkürlich u>m Mondglauze des Oedlands gebannt, hören zu sprechen auf und jeder geht mit seinen stillen Gedanken einher. Jizcliak denkt an seinen Sohn Dawid, der bereits dreizehn Jahre all ist. Jizcliak war immer zu müde, um dein Kind Beachtung zu schenken, aber Channa fragte oft, welchen Weg sie für Dawid wiildt'n sollten. Zwar machte Jizcliak eine Ilandbewcgiing, als ob er sagen wollte: wenn er groß sein wird, wird er seihst seinen Weg finden. Und nun ist er wirklich herangewaclisen. flink, mit hellem Kopfe und eigenem Willen: er will zum Werke geben. In den ersten Tagen lachte Jizcliak. dachte, w sei der unsinnige Gedanke eines Kindes, aber Dawid setzte iluii jedesmal, wenn er nach Hause kam, weiter zu, er möge ilm mit sich ins Werk nehinen. Und als er eines Tages mit Jizcliak ins Werk gekommen war, wurde er nicht satt, die Mnsehinen und die Bewegung 7.11 beobachten. Die Steinhauer lohten den Knaben vor Jizcliak und prophezeiten ihm, er werde ein vorzüglicher Mechaniker werden. Lin Ingenieur werde er werden. Jizcliak lachte und sagte: ״Wenn er nur ein ehrlicher Arbeitsmnnn wird wie ich!“ Seitdem ruhte der Knabe nicht mehr und hat seinen Vater, er möchte ihn 1’m Werk lassen. ״Ich werde bei den Medianikern helfen“, wandte er hartnäckig ein. Anfangs fiel es auch Jizchak schwer, sich die Sache vorzustellen; und Channa war dagegen, denn sie fürchtete für die Gesundheit des Knaben. Aber der Knabe liest and darauf, and Jizcliak beschloß, hei der Leitung des Werkes ein Gesuch pln*ureichen. Einige Tage darauf wurde er zu Ingenieur Agar «rufen. Jizchak bereute die gnmc Angelegenheit. Mit verlegenem Gesicht ging er dann zum ״Allen“ hinauf, erzählte die Dinge, wie sie waren: die Seele des Knaben hängt an dein Werk. Der ״Alte“ klopfte ihm auf die Schulter, hol ihm auch einen Stuhl zum Sitzen an und sagte: ״Hör an! dmi Knaben. Manchmal wissen sie besser, was sie wollen, als die Großen.“ Er sagte ihm auch, daß e» gerade einen ]lassenden Platz für einen Tohrjungen im Masrhinenrauni gehe. ״Wenn er fleißig ist, wird er viel lernen. Das Werk hiaucht immer Leute, die mit der Maschine ״ruß geworden sind.“ W nn! Jizchak sich an die Worte erinnert, lächelt er, denn der Knabe wird sich vor Freude nicht auskennen. Auch Chniuui wird schließlich zustimmen. Morgen, wenn er nach Hause koinml, wird er es ihnen milteileii. ״Gestern hat. mich der ,Alte‘ rufen lassen“ — erzählt Jizcliak den Sleiiihatiern — ״und sagte, ich solle den Knaben im Masehinonraum helfen lassen,“ Die Sleiniiaiier jubeln zu Ehren Jizehaks, der bereits eine zweite Generalion für das Werk gestellt hat. ״Besser, er lernt hier die Arbeit als anderswo“ —• erwidert Jizchak mit verhaltener Genugtuung. ״Wenn die Kinder auch ein Arbeifslebeu wie wir führen müßten, dann wären sie besser nicht geboren“ — denkt ein zweiter Sleinbauer laut. ״Ihr müßt zu den Schabhalen weniger nach Hause fallren . . . •—“ hänseln die Junggesellen. Sic nähern sich immer mehr cbm Lager und ihr Denk«1 ist einfach und ungeteilt: die Arbeit der Woche liegt bereits hinter ihnen und morgen —• Haus, Frau und Kinder. Ihr Schritt ist schwor, sie wissen, daß auch das Geld, das sic verdient haben, ״schweres“ Geld ist, ״Gesegnete Nacht!“ — erwidert ihnen Rasrhid, der zusammengekauerl auf der Anhöhe *!eben der Chaussee sitzt, währen(! seine Stute neben ihm stellt. Auch als die Steinhaiier voriibergehen, bleibt Raschid sitzen. Der Mond, mit den ihn uinkriinzenden Glanzwolken spiegelt sich im Wasserkanal, d«r von Felseiistijfo zu Felscmliife .־»!)fällt. Die Sträuclier 11« Gestrüpps beschatten schweigsam den Fluß. Jäh abfallende schwarze Steinmauern, Felsen, Klüfte, Vorsprünge. Mondglanz ist über das Oed Und ausgchreilct, über die Windungen des Flusses und seine weiß schimmernden Wasserfälle. {Fortsetzung folgt)

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