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Jüdische Rundschau · 1935-09-06 · Heft 72 (6.9.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 72 (6.9.1935)
Date
1935-09-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 72, 6. IX. 1935 anderen Gebieten aufrechterhalten bleiben soll. Wie sich das aber im einzelnen in der Praxis abspielen wird, kann erst die Zukunft lehren. Es ist ati/uuehmen, daß der Kongreß sich der Tragweite seines Beschlusses bewußt war. Die übrigen politischen Beschlüsse beinhalten in ihrer Mehrheit Forderungen an die Mandatarmacht, die auch bei früheren Gelegenheiten bereits vorgebracht wor• den sind. Das Transferproblem Für die Juden in Deutschland und insbesondere für die Anwärter der Auswanderung nach Palästina ist von besonderem Interesse die Entscheidung des Kongresses über das sogenannte T r a n s f e r p r o b 1 e m. Seit langer Zelt wird von verschiedenen Seiten und von extremen Elementen in Palästina gegen die Methode des Kapitaltransfers auswandernder Juden aus Deutschland Sturm gelaufen, weil hierdurch der Absatz deutscher Waren in Palästina gefördert wird. Ueberfliissig zu sagen, dal! die Zionisten Deutschlands diese Angriffe stets ruriiekgewiesen haben, nicht nur aus der allgemeinen Erwägung, daß sie einen antideutschen Boykott nicht wünschen und für keine Förderung eines jüdischen Interesses halten, sondern auch weil sie aus sachlichen Gründen und im Interesse der Palästina-Auswanderung diese Methode für wünsclienswert hallen. Wir sind der ,Meinung, daß bei Wirtschaftliehen Interessen politische und gefühlsmäßige Erwägungen zurücktreten!missen, und gerade in diesem Ueberganir aus der Well der Ideologie in eine Welt der vvirterbaulichen Realitäten besteht ja die große entscheidende Wand laug, die die Judenfrage durch den Zionismus erfahren hat. Auf dem Kongreß wurde der Verbuch geinachl, durch Ablehnung des Transfers indirekt die B! ׳ykottpnrole durchzusetzen. Mit Genugtuung ist fest/ustelh'ii, daß ein dahingehender Antrag der Juden- Staat.span ei mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden id. I );!ruber hinaus hat der Kongreß positiv beschlossen, dali die Exekutive die Verantwortung für die ״Haavarah“ ( I rausfer-l reuliandstelle) zu tragen hat. Der bisherige Ziutaml, daß ein so wichtiges Unternehmen mir in« hfi/iel! von statten geht, wird hierdurch beendet und die llaavarah unter die Kontrolle der Zionistischen ()rgaiii -atimi gestellt. Dabei wurde festgesetzt, daß verschiedene Ein/elkomplexe der Transferaktion, die mehr im privaten Interesse gewisser Gruppen liegen, von der l laavarah ausgcschaltet bleiben und also auch weiterhin der Privatinitiative überlassen bleiben sollen. Die Lösung des Transferprobleins durch den Kongreß ist vom deutsch-jüdischen Standpunkt gewiß als ein großer Erfolg zu betrachten. Daß die ״Judenstaatspartei“ die Gelegenheit zu einer unschönen Demonstration benützte, unterstreicht nur die Bedeutung dieses Erfolges. Die Erwartung, daß der Kongreß sich in bezug auf die läge der Juden in Deutschland mit der Kundgebung der halbtägigen Pause begnügen wird, hat sich nicht erfüllt. Einige Gruppen haben darauf gedrängt, ihre Gefühle in einer spe/idlen Resolution zum Ausdruck zu bringen, und die Mehrheit des Kongresses hat sich diesem Wunsche nicht widersetzt. Die Delegation aus Deutschland und darüber hinaus zahlreiche andere Delegierte, insbesondere aus Palästina, vertraten den Standpunkt, daß eine solche Resolution nicht Sache des Kongresses M, da der Zionismus sich ausschließ־ lieh mit der konstruktiven L o s u 11 g d e r J u d e nfrage durch den Aufbau Palästinas zu beschäftigen hat. Gerade d is uiacht ja den Unterschied gegenüber der indischen Politik früherer Epochen aus, daß der ZionisimiN t)eklarati׳men irgendwelcher Art nicht für eine wirksame ,,Abu dir des Antisemitismus“ halt, sondern eine große ,־itifbam-nde Tat verlangt. Der Zionismus wendet "ich aku zunächst und in erster Linie an die Juden, und der Iv ׳!!grell hat dies ja auch in einer Hingeren Resolute ,!ן getan, wobei er von der offenkundigen Verschärfung der Judenfrage in der Welt, die die Notwendigkeit des Zionismus erneut erweist, ausging. Der Kongreß hielt es aber darüber hinaus für notig, insbesondere gegen die Verletzung der jüdischen Ehre und gegen die l ehre v<!וו der Inferiorität der jüdischen Rasse Stelhing zu nehmen, wobei geltend gemacht wurde, daß diese Lehren die Situation der Juden in allen Ländern gefährden. I );1/11 bedurfte es nach Meinung der Mehrheit noch einer besonderen Resolution. Die Delegierten aus Deutschland haben erklärt, daß sie gegen diese Resolution stimmen werden. Aber auch ein Gegner dieser Resolution muß in Fairness anerkennen, daß sie sich bedeutend von anderen ähnlichen Kundgebungen unterscheidet. Gewiß sind die Juden aller Länder auf das tiefste erschüttert von dem neuen Aspekt der Judenfrage, der sich in Deutschland offenbart hat. Aber der Zionistenkongreß als solcher kann wohl Gefühle äußern, kann die Juden zur zionistischen Erkenntnis und die gesamte zivilisierte Welt zur wohlwollenden Unterstützung seiner Bestrebungen aufrufen, er kann aber nicht in politische oder sonstige Kämpfe irgendwelcher Art mit politischen Mächten oder anderen Faktoren eintreten. Er muß es sogar in Kauf nehmen, daß andere jüdische Gruppen, die diese Sondcrstcllung des Zionismus nicht begreifen, ihn wegen seiner Haltung kritisieren oder gar herabsetzen. Immer noch hat der Zionismus mehr zur wirklichen Lösung der Judenfrage und auch mehr zur Wahrung der jüdischen Würde beigetragen als diese seine Kritiker. Selbstkritik tut not Die einzelnen Resultate des Kongresses werden noch zu würdigen sein. Die Organisationsreform ist leider nicht so weit gediehen, wie viele gewünscht hätten. Der geschickte bisherige Organisationsreferent Locker ist aus der Exekutive ausgeschieden, nicht wegen irgendwelcher Mißerfolge, sondern einfach als ein Opfer der politischen Arithmetik. Nun ist noch nicht klar, wer das Organisations-Department, das seinen Sitz nach Jerusalem verlegen soll, verwalten wird. Die Reform muß kommen. Wir haben in vorhergehenden Berichten an diesem Kongreß Kritik geübt, und es wird noch so manche Kritik nachzutragen sein. Wir scheuen uns nicht, offen zu bemängeln, was nach unserer Ansicht bcmängclf werden muß. Selbstkritik ist eine der größten Tugenden des Zionismus, durch die er sich von jenen gestrigen jüdischen Politikern, deren letzte Weisheit Selbstgerechtigkeit ist, unterscheidet. Oder — wenigstens untersetleiden soll; wir haben leider festgestellt, daß es auch bei uns itn zionistischen Lager schon Leute gibt, die Kritik und Selbstkritik nicht vertragen und auch ein so großartiges und vielseitiges Phänomen wie den Kongreß am liebsten mit einem Nebel bewundernder Phraseologie umgeben möchten. Intercssanterwcise findet man gerade auf der so gewaltig angewachsenen linken Seite des Hauses Leute mit solchen Empfindlichkeiten. Wir aber meinen, daß wir nur durch Kritik vorwärtskommen können, und daß besonders auch die neue Generation durch Kritik lernen muß. Ein gnter Kongreß Und bei aller kritischen Einstellung, bei allem Aerger über manche Mißstände, bei aller Abwägung der positiven und negativen Momente möchten wir sagen, daß es doch im ganzen ein guter Kongreß war, dieser Kongreß der Vers ö 1111 u n g. Er kann die zionistisehe Arbeit ein beträchtliches Stück weiter gebracht haben. Alles zu erreichen wäre zu viel verlangt, kein Kongreß kann alle Wünsche erfüllen, und es ist auch nichts Neues, wenn wir uns gerade bei solchen Gelegenheiten an der Fülle menschlicher Unzulänglichkeiten und Eitelkeiten stoßen, die eben das Leben und besonders der Parteibetrieb mit sich bringt. Aber daß aus all dieser in manchen Momenten hoffnungslos erscheinenden Verwirrung doch noch eine Ordnung und ein Willensausdruck ersteht, daß wir doch auch in diesem abgcblaßten Spiegel eines künstlichen parlamentarischen Gebildes die wahren, ringenden Kräfte des Lebens, einen verborgenen und doch ungestüm schöpferischen Drang spüren, das ist eine Beruhigung und eine Hoffnung. Das jüdische Volk lebt wieder, und wenn in Luzern im Kongreßhaus und vor dem Hause Jugend singt und tanzt, so ist dies ein Ausdruck dieses Lebens, Die Schlußrede Ben Garions Ich möchte ein paar Worte an meine Freunde hier, in Erez Israel und in der üaluth richten, die mir zum zweitenmal eine so wichtige und auch etwas grausame Mission auferlegt haben. Ich will ihnen sagen, daß, wenn ich geglaubt hätte, Ulaß die Treue zu der historischen Aufgabe der Arbeiterschaft, die Treue zum Gedanken der Arbeit und ihrer Erlösung unvereinbar wäre mit der Treue zur Gesamtheit der Nation, zum historischen Gedanken des jüdischen Volkes, unvereinbar wäre mit dem Streben, der Eintracht und dem Frieden im Jischuw und in der zionistischen Bewegung zum Siege zu verhelfen --׳ ich diese .Mission nicht angenommen hätte. Wenn icli geglaubt hätte, oder jemand mir als Bedingung gestellt hätte, daß der Dienst und die unbegrenzte Treue für die allgemeinen Nöte des Volkes, die Einstellung jeglicher Propaganda für die sich verwirklichenden Gedanken und Bestrebungen der Arbeitesbewegung verlange, ich diese Mission auch nicht .!!1genommen hätte. Fis ist gut, das zu sagen, damit die Wahrheit in ihrer ganzen Größe uns bewußt ist. In der Geschichte unseres Volkes ist eine Zeit gekommen, die die Geschichte vieler anderer Völker noch nicht erreicht hat. Die Arbeiterschaft ist von der historischen Vorsehung berufen, die ganze Vorantwortung für das Volk zu übernehmen. Es herrscht V e r w i r r u ח g in den Kreisen der Arbeiterschaft und in Teilen des Volkes. Die einen zweifeln noch bei jedem Schritt und Tritt, ob der Weg, den die Gemeinschaft der Arbeiter zur Erlösung des Volkes, der Arbeit und der Menschheit geht, auch der Weg sein soll, den das ganze Volk in all seinen Schichten und Nuancen zum Weg seiner Befreiung und Erlösung wählen soll. Andere Teile des Volkes wieder sind darüber im Zweifel, ob nicht die Gefahr besteht, daß, wenn diese Arbeiterschaft, die im Leben des Volkes mit all ihren Symbolen, Leistungen und historischen Tendenzen stellt, die dem Volk oft fremd und sonderbar erscheinen und manchmal auch Furcht und Zweifel erregen, ob nicht die Gefahr besteht, daß diese große Klasse die Interessen des ganzen Volkes bedrohe, oh sie nicht die a 11 g e m c i n - n a t i o n a 1 e n Werte und Bedürfnisse des ־Volkes hintanset/eii werde. Das ist nicht nur uns eigen, aber in unserem engen Rahmen, wo diese Erscheinung nicht ihresgleichen hat, im Leben des Volkes u!1d in der Geschichte einer Befrciungsbewegung, ist es nötig, daß sowohl die Arbeiterschaft, auf der die große historische Verantwortung lastet, als auch das ganze Volk unaufhörlich dieser Tatsache eingedenk sei, dali es unter uns keinen ehrlichen Menschen geben soll, der folgendes Moment zu bezweifeln wagt: der jüdische Arbeiter Ist nicht ins Land gekommen, um andere Telle des Volkes zu beherrschen, der jüdische Arbeiter in Sachgemäße und schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG Spec. Palästina Amteger.-Rat a. D. Dr. Aschner Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Berlin W IS, MalnckeatraM / T«1«tom J 1 Blamarek aas« nebln dem Pallttini - Xmt , t SJ-j bl« 13 Uhr und 16 VS bl» 19 Uhr Persönlich« Durchführung *an AMMa•• in P*IMt*a nm II. IX. Ms II. X. H aber nicht minder, wenn in den Sitzungszimmern die Probleme eines neuen Aufbaus Geister verbinden und scheiden. Nachspiel Der Kongreß ist zu Ende, die Agency tagt. Es ist ein ganz anderes Milieu, die Versammlung ist viel kleiner, mehr alte Herren in schwarzen Röcken und bürgerlicher Soigniertheit, weniger brausender Ungestüm. Aber es war ein großer Moment, als in der Eröffnung®- Sitzung des Council Ru pp in an diese Versammlung appellierte, sich der Größe und vereinigenden Kraft des Palästina-Gedankens für unsere jüdische Generation bewußt zu sein. Die nichtzionistische Seite der Agency hat fast gar keine Jugend; der Palästina-Gedanke kann ihre Jugend wieder ins Judentum zurückbringen (freilich dann wahrscheinlich ins zionistische Lager). In einer Vorkonferenz des nichtzionistischen Teiles der Agency kam ein starker Wille zur Mitarbeit zum Ausdruck. Vielleicht wird uns diese Luzerner Agencv-Tagung noch einen Schritt weiter bringen in dem großen Werk der Vereinigung und Versöhnung, indem es gelingt, auch diesen Teil des jüdischen Volkes zu aktivieren und in die gemeinsame Front des Aufbaus einzufügen. Die letzten Kongreß-Sitzungen Luzern, 4. September. Montag Abend, Dienstag Vormittag und Dienstag Abend fanden die letzten Arbeitssitzungen des Kongresses statt. Es wurden die Vorschläge der Kommissionen erörtert und angenommen. Die Debatten über Organisation und über Budget nahmen mehrere Stunden in Anspruch. W«iter wurden die Anträge der Politischen Kommission, der Golali-Kommission und des Transfer-Ausschusses angenominell. Ein Antrag der Judenstaatspartei, den Juden- Staat als Ziel des Zionismus zu proklamieren, wurde durch Mehrheitsbeschluß von der Tagesordnung abgesetzt. Die Fragen der Arbeitsbeziehungen in Palästina konnten nicht zur Erledigung gelangen, da in dieser für das Zustandekommen der Koalition besonders wichtigen Sache keine volle Uebercinstiminung erzielt wurde. Aus diesem Grunde wurde der gesamte Fragenkomplex dem A.-C. zugewiesen. Del. Weinstein (Judenstaatspartei) protestierte im Plenum gegen dieses Vorgehen. In der Abend-Sitzung des Dienstag wurden dann di« Wahlen vorgenommen, über deren Resultat wir auf der ersten Seite berichten. Die wichtigsten Beschlüsse des Kongresses veröffentliehen wir an anderer Stelle. Erez Israel steht nicht Im Gegensatz zu den historischen Be- Strebungen des Volkes. Er Ist auf der Blldfläche der Geschichte erschienen, tief durchdrungen von dem Inhalt und der Offenbarung seiner historischen Mission, um derentwillen das Beste der jüdischen Jugend, zuerst zehn, dann hunderte und tausende, heute zehntausende und — wir hoffen es — morgen hunderttausende nach Erez Israel gekommen sind als Boten und Herolde des Volkes und des Befreiungsgedankens und für sich den schwersten Teil dieses Verwirklichungs- Werkes erwählt haben: den Teil der Arbeit. Nicht so wie die jüdische Arbeiterbewegung im Galuth, die sich in Gegensatz zu der Allgemeinheit des Volkes gesetzt hat, sondern als treuer Bote des jüdischen Volkes erscheint der jüdische Arbeiter in Erez Israel, und als solcher Bote hat er seine Mission bisher treu erfüllt. Und so treu, wie er seiner Mission blieb, so treu blieb ihm das Volk. Dieser Kongrc fi ist der höchste Ausdruck dieser gegenseitigen Treue, die auch in dem Leben und der Arbeit der Arbeiter sowie in dem Verhältnis aller Schiebten und Klassen der jüdischen Massen zu diesem Arbeiter zu erkennen ist. Nur diese gegenseitige־ Treue macht es jedem jüdischen Menschen möglich, wo immer und unter weichen Bedingungen auch immer er sich befinden mag, den nationaler! jüdischen Werten und dem Arbeitsgedanken unserer Freiheitsbewegung Treue ־zu bewahren und diese historische Mission auf sich zu nehmen. Es ist gelungen, dem ganzen Kongreß ist es gelungen, sich zu einer Zusammenfassung aller Kräfte im Zionismus aufzusdiwingen. Wer die Verhandlungen geführt hat, weiß, w i e sc h w e r das w a r. Manchmal verzweifelten wir, denn nicht die große Aufgabe der Stunde, nicht die Nöte des Volkes und die Bedürfnisse des Verwirklichungswerkes waren oft Grundlage der Verhandlungen, sondern allzu kleinliche Partei-Abrechnungen. Wir waren aber überzeugt, daß hinter diesen kleinlichen Abrechnungen im Zionismus ein gemeinsanier Wille wirkt, und nicht nur einer einzigen Gruppe ist dieser Wille eigen. In der schweren Lage, in der sich die zionistische Bewegung heute befindet, diese Bewegung, in der große historische Kräfte, aber auch große Gegensätze und Interesseinviderspriiche vereinigt sind, war es oft schwer, die wahren schöpferischen Kräfte von bloßen Interessenanspriiehen zu unterscheiden. Man mußte sehr vorsichtig Vorgehen, um nicht über diesen Gegensätzen die gesunden Kräfte ins Hintertreffen zu stoßen. Der Kongreß hat gezeigt, daß er diese Unterscheidungsfähigkeit besitzt. Wir stehen am An taug der Vereinigung. Doch schon in ihren ersten Schritten ist die Arbeiterbewegung entschlossen, mit dem ganzen großen Pathos der Verwirklichung der Erlösung, das sie besitzt, sich dem Geist der Zersetzung entgegennistellen und die sich bildende zio- 11 Ist Ische Einheit zu stärken, die auf diesem Kongreß ihren Anfang genommen hat. (Der Kongreß erhebt sich von den Sitzen und bereitet dem Redner eine begeisterte, lang andauernde Ovation.) Hauptschriftleiter: Dr. Robert W e 11« c h, Berün-Charlottenburg 9. Stellvertreter: Kurt Loewenilein, Berlin W15. Anzeigenlciter und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Beiiiii-Tempelhoi. Gültig: Atucigen-Preßliste 3 vorn 1. ScpL 1035■!,erlag und Anzcigenvcrwaliung: Jüdische Rundschau, Berlin W15. Meinckestr. 10. D.-A. August 36 350. — Druck: Siegfried Schoten, Bcrlin-Schönebcrg. Die Schlußansprachen

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