Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 70 (30.8.1935)
- Date
- 1935-08-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 70, 30. VIII. 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Sette 5 Empfangsnaclmiittag der ״Habima1‘ in Luzern Von unserem Berichterstatter Der Kreis der Habiniafreunde lud für den 26. d. M. die In Luzern anwesenden Journalisten, Künstler und Freunde der Habima zu einem Empfangein, der sehr stark besucht war. Namens der Leitung erstattete Frau Margot Klausner einen Bericht über die finanzielle Situation der Habima, über ihre künstlerischen Pläne und über den begonnenen Bau eines würdigen Heimes für das repräsentativste Theater des palästinensischen Jischuws. _ Sie erinnerte daran, daß Chain! Nachman Bialik vor einigen Jahren in einer Besprechung von Habimafreunden als das Ziel der Habima die Darstellung ,des palästinensischen Lebens bezeichnet hatte. Die Habima habe sich aber auch bemüht, die Gestalten der jüdischen Geschichte zu verkörpern. Das Repertoire der Habima konnte leider nicht durch wertvolle moderne Schöpfungen bereichert werden. Ein Preis-Aussclireiben für Stücke aus dem jiidisehen und palästinensischen Leben habe w-olil den Eingang zahlreicher Bühnenwerke zur Folge gehabt, aber keines dieser Stücke hatte nach Ansicht der Jury jenen künstlerischen Wert, der eine Annahme und Aufführung gerechtfertigt hätte, und darum wurde keines der ein gesandten Theaterstücke preisgekrönt. Die Leitung der Habima hat sich nun entschlossen, Shakespeares ״Kaufmann von Venedig" atifzuführen. Diese Absicht hat schon seit langem bestanden, erst jetzt könne man an ihre Verwirklichung schreiten, weil es gelungen sei, den früheren Generalintendanten der preußischen Staatstheater, Prof. Leopold J e (111 e r, als Regisseur zu gewännen. In den nächsten Monaten wird die Habima auf einer Europa-Tournee Aufführungen des ,,Kaufmann von Venedig“ und des ״Golem, II. Teil“ veranstalten. Frau Klausner schilderte am Schlüsse ihrer Ansprache die Situation des Theaterbaus in Tcl-Awiw. Die Sammlung in Palästina habe bisher X 12(MX) erbracht. Man hofft, noch weitere £^6000 in Palästina aufzubringen. Der Neubau, Eigentum der Stadt Tel-Awiw, werde 25 Jahre lang der Habima zur Verfügung stehen; die Gesamtkosten des Hauses, dessen Pläne vom Erbauer der Volksbühne in Berlin, Prof. Oskar Kaufmann, stammen, wird ungefähr X •10 000 betragen. Die Freunde der Habima in der ganzen Welt werden, schloß Frau Margot Klausner, sicherlich das ihrige dazu beitragen, daß das Haus des hebräischen Theaters in Tel-Awiw rasch vollendet werden könne. Rechtsanwalt S. G r o 11 e in a n n führte hierauf in einer geistvollen Ansprache Leopold Jebner ein. Gronemann sagte u. a.: ״Wir erleben das Schauspiel, daß Juden aus Deutschland, nach Palästina kommend, sich dort umschichten. Auch Leopold leßiicr wird, obwohl er iii seinem Berufe bleiben wird, eine Umschichtung vornehmen. Er wird als jüdischer Künstler jüdisches Theater machen, nachdem er bisher allgemeines Theater gemacht hatte. Leopold Jeßner wird als Jude das hebräische Theater in Palästina mit dem Geist europäischer Theaterkultur erfüllen. Er wird in Palästina (dies sagte Gronemann leise) lernen und (dies sagte Groneniann laut) lehren. Leopold Jeßner dankte für den freundlichen Empfang und führte ungefähr aus: ,,Ich fühle mich legitimiert, nach Palästina zu gehen, um dort (leise) zu lehren, und (laut) zu lernen, denn ich habe mich stets als bewußter Jude gefühlt und muß also in dieser Hinsicht keine Umschichtung vornehmen. Was die Habima anbelangt, so nieitie ich, daß sie eine charakterliche Umformung erfahren muß. Sie kann nicht nur dem Prinzjp des l’art |»our i'art huldigen, sie muß den Juden der Gegenwart, den für seine Freiheit kämpfenden luden, zu gestalten versuchen, sie muß kämpferisches Theater werden, ohne jedoch das Prinzjp des Kirnstkrischen zu vernachlässigen. 111 diesem Sinne werde ich mich bemühen, den ״Kaufmann von Venedig" zu inszenieren. Hat einst Schildkraut schmerzbewegt und resigniert den Satz ausgesprochen: ״Leiden ist das Erbteil meines Stammes“, so muß der Habimagestalter des Shylock diesen Satz anklagend und protestierend zum Vortrag bringen.“ Shylock wird nicht als Diasporajude, sondern als kämpferische Figur dargcstellt werden. Am Schlüsse des Empfanges schilderte Barnctt Jänner (London), Mitglied des Unterhauses, den unvergeßlichen Eindruck, den die Habima auf ihn gemacht habe und Dr. Abraham K a z c n e 1 s o 11 vom Waad Lcimii (Jerusalem) unterstützte den Appell der Hahimaleitung, die Arbeit des ersten Theaters in Palästina in jeder Hinsicht zu fördern. e. j. Eine Fiinf - Millionen - Anleihe für Palästina-Aufbau? Luzern, 25. August. Der englische Zionist und Präsident des Order of Ancicnt Maccabeans Israel M. Sieff hat dem Zionistenkongreß Richtlinien für eine Finanzpolitik der j e w i s h Agency vorgeschlagen, in denen u. a. die Notwendigkeit betont w ird, eine große Nationalanleilic für den Palästina-Aufbau, etwa in der Höhe von 5 Millionen Pfund, aufzunehmen. Als Voraussetzung für eine große Anleihe nennt Sieff: Vermehrung des als Sicherheitspfand in Betracht kommenden nationalen Besitzes in Erez Israel. Steigerung der Riickzahhingen. Neue Methoden für die Erhöhung des Einkommens der nationalen Fonds, etwa durch Einführung einer Kopfsteuer von 1 Pfund jährlich für alle Angehörigen des Jischuw, dem die National-AnVeihe in erster Linie zugute kommen würde, Erhöhung der Kreditwürdigkeit des jüdischen Volkes durch größte Sorgfalt bei der Verwaltung der Fonds und pünktliche Einlösung aller Verpflichtungen. Die Anleihe sollte am besten in Palästina selbst aufgelegt werden. Man dürfe nicht vergessen, daß in den Banken Palästinas etwa 15 Millionen Depositen liegen, daß die Regierung einen VcrwaHungsüberschuß von 6 Millionen hat und 5 Millionen als Währungsdeckung vorhanden sind. Vier Punkte gibt Israel Sieff au, die für die Investicrung national«״ Kapitals maßgebend sein sollen: 1. Ergänzung der Tätigkeit der zentralen und lokalen Regierungsbehörden und, sobald diese erweitert wird, Versuche, neue Typen von Unternehmungen zu schaffen. 2. Kon- Zentrierung auf Aufgaben nationaler Bedeutung beim Aufbau eines jüdischen Palästina, denen sich das Privatkapital weniger widmet, die aber für die Allgemeinheit wichtig sind. 3. Anspornung der privaten Initiative, jedoch keine Investierung öffentlicher Mittel in Unternehmungen, deren Hauptziel nur privater Profit ist oder die sich voraussichtlich auch ohne Stützung entwickeln würden. 4. Vorsorge für die Sicherheit des investierten nationalen Kapitals und eines angemessenen Zinsen- und Amortisaiionsdienstes. Ausschlüsse und Verbote Im Einvernehmen mit den örtlichen SA.- und SS.-Dienststellen teilt lt. ״Kieler Neuesten Nachrichten“ vom 22, August die Kreisleitung Kiel mit: Nach einer eben eingetroffenen Nachricht. der Reichsleitung der NSDAP, werden in absehbarer Zeit alle deutschen Geschäfte mit einem Plakat g e k e n n z c i c 11 n et, um sie deutlich von jüdischen Geschäften und Büros zu unterscheiden. Es wird dann nieniaiid behaupten können, er habe aus Unkenntnis in jüdischen Geschäften gekauft oder jüdische Rechtsanwälte uihI Aerzte aufgesucht. Der Kampf gegen das Judentum ist ein unabänderliclier Programmpunkt der NSDAP. Wir wissen, daß die jüdische Wclthet/e gegen den deutschen Volkssta.it heute wiederum von Tag zu Tag anwächst. Wer in jüdischen Geschäften kauft oder jüdische Unternehmungen aufsucht, unterstützt daher den Het/.feklzug gegen unseren eigenen Staat. Die Partei und die örtlichen SA.- und SS.-Dienststellen behalten sich vor, mit welchen umfassenden Mitteln sic gegen deutsche Landesverräter und Judengenossen, die trotzdem jüdische Unternehmungen fördern, Vorgehen werden. Wilde Einzclaktioncn geben aber lediglich staatsfeindlichen dunklen Elementen Gelegenheit zu Wühlereien, sie werden daher als Verstöße gegen die politische Disziplin rücks i c h t s I o s bestraft. Der ״Münchener Beobachter“, die Münchener Stadtbeilage des ״Völkischen Beobachters“, meldet vom 20. Atig., daß das Münchener Handwerk aus freiem Entschluß damit begonnen hat, an den Türen der Werkstätten und au den Schaufenstern seiner Geschäfte Schilder anzubringen, die die Aufschrift tragen: ״Juden sind hier unerwünscht!*‘ Diese Aufschrift bezieht sich, wie anschließend betont wird, sowohl aut jüdische Lieferer wie auch auf jüdische Kunden. Der ״Völkische Beobachter“, München, meldet aus Schliers ec: ״In der letzten Sitzung des Gcnicinderats Schlicrsee gab der Bürgermeister bekannt: Die Marktgenieinde Schlicrsee, schon in der Kampfzeit als antijüdisch bekannt und ,verrufen‘, duldet nicht, daß sich Juden hier aufhalten oder gar niedcrlassen. Mit allen zu Gebote stehenden Mitteln werden wir das zu verhindern wissen. Volksgenassen, die Jaden in Miete nehmen oder ihnen Grundstücke und Häuser verkaufen, werden als Volksverräter öffentlich angeprangert und rücksichtslos von uns bekämpft werden. Wir wollen eine nationalsozialistische Gemeinde sein in einem nationalsozialistischen Deutschland!“ Der Bürgermeister, der Kreisleiter der NSDAP., der Kreiswalter der DAF. und der Verkehrsverein in Wertheim haben folgenden Aufruf erlassen: ״Das anmaßende lind volkssehädigende Verhalten der Juden zwingt 1111s, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Dazu ist es erforderlich, eine klare Scheidung zwischen den dieses Treiben verurteilenden Volksgenossen und den Juden und ihren Judengcnossen zu schallen. Wir erwarten daher von allen Geschäftsi n 11 aber n und Inhabern von G a s t s t ä 11 e n, daß sie an ilirm Betrieben, von außen gut sichtbar, eine Erklärung anbringen, wonach in ihren Betrieben Juden unerwünscht sind. Damit geben die Betriebsiiihaber den Volksgenossen zu erkennen, daß sie gewillt sind, sich in die Abwehrfront gegen die Juden einzureihen. Sie geben damit allen Volksgenossen die Gewißheit, daß sie in diesen Betrieben nicht mit Juden Zusammentreffen, während bei allen Betrieben, welche diese Erklärung nicht anbringen, mit einem Zusammentreffen mit Juden gerechnet werden muß.“ In der letzten Gemeinderatssitzung in Großkarlk ach sprach Zellenleiter Gemcinderat Benz über die Judenfrage. Danach wird in Großkarlbach der Ankauf von Häusern oder Grundstücken durch Juden verboten, ebenso die Eröffnung und Uebcrnahmc von Gewerbe- und Handelsbetrieben. Juden wird der Zuzug nach Oroßkarlbach untersagt. Handwerker, Fuhrunternehmer, Geschäftsinhaber usw., die mit Juden verkehren, bei ihnen ein- oder verkaufen, erhalten künftig von der Gemeinde keine Arbeits- und Lieferungsaufträge mehr. Freiwillige Zuwendungen und Unterstützungen werden entzogen, sofern sie zum Einkauf in Juden geschälten verwendet werden. Wer mit Juden gesellschaftlich verkehrt oder in Judengeschäften kauft, wird als Volksverräter betrachtet. Wie die Gemeindevertretung Wallerstädten bei Darmstadt bekanntgibt, werden alle Handwerker und Gewerbetreibende, die nachweisbar noch mit jüdischen Firmen in Geschäftsverbindung stehen, bei Vergebung von öffentliehen gemeindlichen Arbeiten ausgeschlossen. Auch alle übrigen Volksgenossen, die weiterhin bei Juden ihre Einkäufe tätigen, werden angeprnngert und gehen jeder eventuellen späteren Unterstützung durch die Gemeinde verlustig. Außerdem wird das an jüdische Händler und Metzger verkaufte Vieh nicht mehr auf der Gemeindewaagc gewogen. Der Bürgermeister in E d e 11 k o b e n hat nach Beratung mit den Ratsherren eine Entschließung gefaßt, die u. a. den Zuzug von Jiuieii nach Edenkobcn allgemein verbietet, ihnen den An- und Aufkauf von Haus- und Grundbesitz untersagt, die geschäftlichen Beziehungen zwischen Ariern und Juden unterbindet und den Unterstützungsempfängern, wenn sie im Genuß öffentlicher Hilfe bleiben wollen, den Kauf bei Juden verbietet. Die Flußbadeaustalt Floriansmühle in dem nördlich von München gelegenen Ort Frei man 11 hat durch Anschlag bekaimtgegeben, daß jüdische Badegäste unerwünscht sind. Der Film ״Episode“ Die ״Frankfurter Zeitung“ vom 27. August berichtet: ״Schon vor einiger Zeit erregte der Fall des österrcic bis eben Films ״Episode“ dadurch Aufsehen, daß ct als ein Fall von ״Tarnung" erklärt wurde, weil der Film unter einem n i c 111 a r i s c!1 e 11 Regisseur in Oesterreich gedreht worden war, während für Deutschland als Regisseur ein Mitglied der deutschen Reichsiilmkammer angegeben wurde. Dieser ist, wie erinnerlich, inzwischen aus der Reiclisfilmkamrner ausgeschlossen worden. Zn gleicher Zeit findet aber auf die Vorführung des Films der Grundsatz Anwendung, den der Beauftragte des Reichsministers Dr. Goebbels, ätaatskommissar Hinkel, kürzlich zum Ausdruck brachte: daß nämlich ausländische Filme nicht daraufhin in Deutschland zu untersuchen seien, ob daran Nichtaricr!nitwirkten; wenn ein ausländischer Film die deutsehe Zensur passiert habe, so erübrige sich jede weitere aus innerdeutschen Gründen resultierende Stellungnahme. In Ucberciiisiimnnmg hiermit erklären die ״Berliner Lokalnachrichtcn“ des Deutschen Nachrichtenbüros, der Film ״Episode“ sei als ausländischer Film von den zuständigen Stellen des Staates für die Vorführung in Deutschland zugelassen worden, und das entziehe gewisse personelle Zusammenhänge einer Erörterung, die im Falle eines rein deutschen Films erforderlich wäre. IN ALLER KURZE Zwei Schriftleiter des ״Aischacher Kuriers“ (Bayern) w urden in Schutzhaft genommen, weil in diesem Blatt ein Bericht über eine Kundgebung gegen Juden erschien, der dazu angetan gewesen sei, in volksverräterischer Weise für die Juden Sympathie zu werben. Die ״Goslarsehe Zeitung׳‘ schreibt: ״In Nienburg a. d. Saale überwies der Gemeimlerat einen Antrag an die Polizei zur Ausführung, wonach auf Wunsch der Anwohner die Adolf-Mcvcr-Straße einen anderen Namen erhalten und Sachgemäße und schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG Spec. Palästina Amtsger.-Rat a. D. Dr. Aschnar Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Berlin W IS, Melnekestraae 9 / Telalon: J 1 Bismarck 2856 nvben d»m Palästina-Amt / 9U bla 13 Uhr und 16 5bis 19 Uhr Pe< sönliche Durchführung von Auflrhqrn in Palästina vom 15. IX, bis 15, X. 35 der J u d en f r i e d 11 o f beseitigt werden soll. Zur Begründung des letzteren Antrages wird darauf liingewiesen, daß heute die Friedhöfe aus hvgienisclien Gründen mögliehst außerhalb der Sfadfe liegen sollen und die Anwohner nicht weiter beobachten mochten, wie die Juden nachts ihre Kinder begraben. Außerdem haben die anliegenden Häuser durch die Nässe des Friedhofs zu leiden. Die Adolf-Meyer- Straße soll dm Namen Markgraf-Gero-Stralic erhalten, nach dem Begründer Anhalts.“ Das Amtsgericht in Fschweiler hat, wie der ״Westdeutsche Beobachter“ berichtet, den Vormund eines minderjährigen 11 i c 11 t a r i s c 11 e 11 Mädchens aus seinem Amt entlassen, weil er die Einwilligung zur I:heseliließun״ seines Mündels mit einem arischen Mann gegeben hatte. Linen Einspruch gegen diesen Beschluß habe das Landgericht Aachen ab״ dehnt. ln den lel/ten Wochen sind wiederholt in Tel-Awiw Ma- 1 a r 1 a f ä 1 I c zu verzeichnen gewesen. f lauptsächlicli ini Osten und im Zentrum der Stadt tritt die Malaria auf. Aus Ercz Israel sind dem Keren Kajemeth im Monat Juli 3503 Pfund zugeflossen. Insgesamt bctrtigeu seine Linnahmen in Erez Israel vom Oktober 103-1 bis Juli 1035 27 243 Pfund, In demselben Zeitraum lies vorangegnngeneu Jahres betrugen die Einnahmen 17 710, die Steigerung macht somit 9503 Pfund;!ns. Die palästinensische Zweigvereinigung des Welt verbau des der Friedensfreunde hat auf dein Skopusberg westlich der Hebräischen Universität ein 20 Dunam großes Grundstück zur Errichtung eines ״Weltfriedensteinpels“ erworben. Die Ruthenberg-EIektrizitäts-Gesellschaft wird in Jaffa eine Transtor in atoren Station errichten. Von der Palästina- Regierung sind bereits die entsprechenden Verordnungen über Enteignung von Land für den Bau der Station erlassen worden. Nach Mitteilung des Landwirtschaftsdepartcmcxits der Palästina-Regierung wird in diesem Jahre eine Ernte von 8 500 000 Kisten Orangen und 1500 000 Kisten Grape-Fruits erwartet. In Amerika stellt nran (mit gemischten Gefühlen) fest, daß einige namhafte jiddische Autoren ״abwandern“, nämlich ihre Bücher neuerdings zunächst in englischer Sprache herausgeben. So sind ״Neu Bethlehem“ von Thltish, ״Juden in Palästina“ von A. Rewutzki, ein Band Gedichte von S. Weinßer, ein Drama von B. Bernard englisch erschienen, ,so werden J. Opatoschus neues Werk, ,,Der Weg zum Mensehen“, von Aron Nissenson und manches andere demnächst erscheinen. Den Anlaß dieser Abwanderung bilden die großerer« Absatzmöglichkeiten. Der jüdische Künstler Maile Katz (Paris) wird Anfang Oktober eine Ausstellung seiner Werke aus Paris und Palästina in der Galerie Ski 11! atz ny in Jerusalem voranstalten. Romana H a m b r 1 g k ist für der! Herbst von den Sendern Stockholm, Oslo, Beromünster verpflichtet worden. Dizengoff wieder schwer erkrankt Zürich, 29. August (JTA.) Im Befinden des Bürgermeist ers von Tel-Awiw, Meir Di/engoff, der sieh vor einiger Zeit zur Erholung in die Schwei/ begeben bat, und seit kurzem in Zürich weilt, ist eine erhebliche Vcrsehlimme rung eingefroren. Professor Zonilek wurde nt einem Konsilium an das Krankenlager Di/engoffs berufen und trifft heute in Zürich ein. R. Kvks Befinden verschlechtert Jerusalem, 28. August. (JTA.) Das Befinden des seit längerer Zeit erkrankten Oberrabbiners von Palästina, Rabbi Jizchak Hakohcn Kuk, hat sich wiederum verschlimmert. Sein Zustand wird als außerordentlich ernst bezeichnet. Das Rabbinat von Jerusalem ordnete die Abhaltung von Bittgebeten am Vorabend des Roschchodcsch (Neumond) im Zusammenhang mit den Gebeten zu Jom Kippur katan am 28. August an. Auswanderer ־ Hilf s werk vor dem Völkerbund Genf, 24. August. (JTA.) Am 9. September beginnt in Gent die 16. ordentliche Tagung der Völkerbunds versa 111 ml 1mg. Von den Beratungsgcgenständen, die auf der Tagesordnung stehen, ist auch die Frage der Ausgestaltung des Ausvandererhilfs Werkes zu erwähnen. Bekanntlieh hat die norwegische Regierung den Antrag gestellt, daß die Völkcrbtindsversammlung diese Frage in ihrer ganzen Tragweite erörtere und ein Zentralamt errichte, das fi'11 sämtliche Auswanderer aus allen Staaten sorgen solle. ca1dOx20Ö 14,22; ca,1&0x240 1X29 ca,200x300 39.56. cq.230x330 54.83. co 250x350 59.75. «250*4-00 98/119, ca,30ÖxM)0 85,109, ca 350x^50 129,163. Boucle 65cm feines Haargarn fcrfcMt& ca brtMh’ ca. ■ 120 cm I brtMfr.« Verkauf nur /| , Berlin C 2 IS*! /5 Zahlung^ SpändauerSIrjl