Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 70 (30.8.1935)
- Date
- 1935-08-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JDDISCHE RUNDSCHAU /V, 30. VIII. 1935 wesentliches sagen. Dr. Wise sprach englisch, und die Schweizer Presse, die regelmäßig über den Kongreß berichtet, hat leider viele seiner Bemerkungen offensichtlich mißverstanden und unrichtig wiedergegeben. Sie hat den zweiten Teil seiner Rede überhaupt nicht beachtet; dieser zweite Teil der Rede war übrigens palästinensischen Dingen gewidmet und gipfelte in einer entschiedenen Absage an den Revisionismus. Der Kongreß ist ganz und gar mit seiner Arbeit beschäftigt, aber die Sensationslust vor allem der Presse gilt mehr den kleinen, für den Kongreß ganz unwesentliehen Nebenerscheinungen. So hat man auch der Episode Stephen Wise im vorhinein eine ihr nicht zukommende Bedeutung gegeben, indem, wie Wise am Anfang seiner Rede selbst niitteilte, die Associated Press in Amerika die Nachricht verbreitet hat, es sei ihm verboten worden, die Rede zu halten. Diese Meldung war genau so unfundiert wie gewisse Nachrichten, die von leichtsinnigen Journalisten eines Teiles der jüdischen Presse (z. B. der jiddischen Piesse in Polen) über die Delegation aus Deutschland und über die ״Jüdische Rundschau“ verbreitet werden. Diese Journalisten wollen um jeden Preis ihren Lesern Pikanterien auftischen. Ueberflüssig, auf diesen Klatsch hier ein/ugehen. Auch sonst versuchen allerlei Organe mul Personen, die sonst mit dem Zionismtis wenig zu tun hatten, den Zionistenkongrefi für ihre Zwecke zu gebrauchen, und wenn dies - was selbstversiämiiieh ist -• mililingt, wird der Unwille darüber in entsprechender Wei-o geäußert. Die Herren, die sieh hier bemühen, ׳!ייIlten bedenken, daß der Zionistenkongreß ־.eit 38 Jahren besteht und keineswegs für irgendwelche politiwli aktuellen Zwecke geschaffen wurde. Ur ve!feiet sein von Anfang au ihm gesetztes Ziel und kann nicht \<>n I eilten, denen mehr;111 anderen Zielen lieg!, k';it-ehl.1׳:;e!•riet׳ Kritik entgegeimchmen. In einer ohiu-dieschon genug schwierigen Situation sollte clie Arbeit dieses einzigen konstruktiven jüdischen Werkes nicht noch erschwert werden. Weizmann Die Generaldebatte wurde altgeschlossen durch eine Rede Cliairn Wcizmanns. Dies ist ein etwas ungc* wohnlicher Vorgang, denn Dr. Weizinann ist kein Spreeher der gegenwärtigen Exekutive, er bekleidet nur ein einziges ״fii/iellcs Amt, nämlich das des Chefs der Abteilung für die Ansiedlung deutscher Juden in Palästina. Aber gerade über die Angelegenheit dieses Departments hat Dr. W'eizmann nicht gesprochen, er hat vielmehr ganz persönlich auf verschiedene Angriffe der Judenstaatspartei reagiert und seinen persönlichen Standpunkt in der Frage des sogenannten Endziels in der gleichen Weise wie auf früheren Kongressen, als er noch Präsident war, auseinandergesetzt. Dr. Wei/.mann sprach diesmal auch als Gelehrter; er erinnerte an die großen Veränderungen unserer Welt, und zwar gerade von der naturwissenschaftlichen, nicht von der geschiehtliehen Seite. In seiner Rede bekannte er sich als ״Nichtmarxist“ zu der nationalen Arbeiterschaft, die ein neues soziales Ideal im Lande verwirklicht. Nach diesem sozialen Ideal, so sagte er, und nicht nach der Zahl der produzierten Orangen wird die Welt den Wert Palästinas beurteilen. Das darf nicht so aufgefaßt werden, als ob Dr. Wei/tilaiin für die unerläßlichen materiellen Grundlagen des Palnmina-Atifbatis kein Verständnis hätte. Denn die ()rangcnk'.sjen -ind zwar geistig unwichtig, aber wenn sie nicht da sind, können auch die Arbeiter mit ihren -■!!zielen Idealen nicht!eben. Beim Sehlullw ort l)r. Weiznianns war im übrigen für alle Kongreßteilnehmer weniger wichtig, was er sagte, als vielmehr, d a ß er sprach und damit gewissermaßen einen Teil der Verantwortung׳ übernahm. Es war wie auf den er-ten Naeiiktieg'-kotigressen. wo Weizmann als Präsident der ()rennisati!!11 am Schlüsse der Debatte in spater Nachtstunde das Wort nahm und mit denselben Worten begann wie gestern: ״Es ist spät, und ich will Sie nicht lange aufhalten . . Wird mm Wei/in.uin der künftige Präsident sein oder nicht? Sieht r i-t, daß er in irgendeiner verantwortliehen Wci-c mit der Arbeit der künftigen Exekutive verbunden sein wird. E-- scheint, daß er persönlich eine andere Form seiner Teilnahme vor/ichcn würde. Aber Bestimmtes darüber wird wohl erst am Schluß des Kongresses zu sagen sein. Die weitere Arbeit Die Arbeit des Kongresses geht Mittwoch nachmittag weiter. Mittwoch vormittag war der Kongreß und samtliehe Büros geschlossen; der Kongreß wählte diese Form als Kundgebung seiner Gefühle über die Tragödie der Juden in Deutschland. Mit Schweigen hat der Kongreß diese Anordnung des Präsidiums entgegengenommen. Und nach dieser Dause geht er von neuem an die Arbeit. Die Einigung mit dein Misrachi hat eine bessere Stimmung geschaffen, und es muß anerkannt werden, daß alle Teile sich um ihr Zustandekommen ehrlich bemüht haben. Ein Gefühl der Einheit ist wieder hergestellt. Unter nichts leidet der Kongreß so sehr als unter der Unfähigkeit, kleine Interessen zugunsten der größeren zurückzustellen. Nur eine große ״gem e i 11 s c h a f t s b i Dl e 11 d e Kraft“ (Böhm) kann die vielen Differenzierungen unserer jüdischen Welt zu einer höheren Einheit zusamntenführen. Und als diese Kraft hat der Zionismus sich von Mal zu Mal zu bewähren. Daß ihm dies jetzt wieder gelungen ist, wird als ein großes Aktivum empfunden, als ein Sieg der Idee über die kleinliche Zersplitterung der empirischen Welt. Und nichts, das fühlen alle, tut uns jetzt so sehr not wie die Idee. Der Verhandlungsbericht Luzern, 29. August, vorm, (tekph.) Seit dem letzten Bericht war der Fortgang der Ver- Handlungen des Kongresses folgender: Der ganze Montag wurde zu Verhandlungen mit dem Misrachi benutzt, ln den Abendstunden, als die Generaldebatte im Plenum wieder aufgenommen wurde, verbreitete sich die Nachricht, daß die Einigung mit dem Misrachi geglückt sei. Diese Nachrieht erwies sich aber als verfrüht. Fast jede Stunde wurden neue Aenderungen der Situation bekannt. Die Erwartung, daß die Redner des Misrachi bereits in der Nachtsitzung am Montagabend in die Debatte eingreifen werden, hat sich nicht erfüllt. Infolgedessen wurde in später Nachtstunde die Debatte auf Dieustagvorrnittag vertagt. Tatsächlich war am Montagabend eine Einigung über die Schabbat-Fragc erzielt worden, aber der Misrachi hat nach Bereinigung dieses Punktes die Küchenfrage aufgeworfeil. Darüber gab es dann noch große Auseinandersetzungen. Wie bekannt, spielen sich innerhalb der Fraktion des Misrachi scharfe und langwierige Kämpfe ab. Im Laufe des Dienstag war die Situation überaus zweifelhaft geworden. Nach dem Eingreifen von Dr. Weizmann und anderen autoritativen Persönlichkeiten gelang aber doch im Laufe des Dienstag schließlich die Einigung. Ein großes Verdienst an diesem Ergebnis kommt den Misrachisten aus Deutschland zu, und als in der Abendsitzung Rabbiner Hoff man 11 für den Misrachi eine Erklärung abgab, war deutlich, daß der von ihm vertretenen Gruppe des Misrachi die Sympathien des ganzen Kongresses gehörten. Am Dienstag vor mittag wurde im Plenum die Ciencraldcbattc fortgesetzt, und cs kam bereits ׳zu Antworten da׳ Exekutive. Jizchak Grün bäum, als Direktor des lmmigrations-Departments der Palästina-Exekutive, antwortete auf die gegen die Alijah - Politik der Exekutive vorgebrachten Einwände und Angriffe. Sodann sprach Berl Locker, der sich insbesondere mit der Organ isatorisehen Seite der Debatte befaßte und nochmals den Standpunkt der Exekutive in der Frage der zionistischen Disziplin vertrat. Locker betonte auch von der Kongreßtribüne, daß die Revisionisten keineswegs aus der Organisation ausge* schlossen worden sind, und daß jedem Juden, der den Sehekel zahlt, die Zugehörigkeit zur Organisation offen stellt; selbstverständlich muß aber von ihm auch die Uebcrnahme der Pflichten erwartet werden, die die Zugehörigkeit zur Organisation mit sich bringt, vor allem also die Loyalität gegenüber der Organisation. Die Unvereinbarkeit des Revisionismus 111 i t d e r Z i 0 n i s t i s c h c!1 O r g a 11 i - sation sei ausschließlich auf das Konto der Revisionisten selbst zu schreiben.' Am Schluß seiner Rede setzte Locker auseinander, daß jetzt der Moment gekommen ist, wo eine Vertiefung der üedankengärige des Zionismus not tut, wo es darauf ankommt, aus den Massen der neugewonnenen zionistischen Anhänger und Sehekelzaliler sachlich, politisch und geistig durchgebildete Zionisten zu machen. Dicnstagnachmittag fand keine Plenarsitzung statt. Die Freunde der Hebräischen Universität Jerusalein veranstalteten eine Versammlung, bei der Pr.VX'eizmann, Dr. B r o d e t s ky, U s s i s c h k i n, Schocken und Prof. Klein über die Aufgaben der Universität und ihre Situation sprachen. Es wurde insbesondere auch die Frage des finanziellen Unterhaus der Universität erörtert und die Notwendigkeit, die Universität reichlicher zu dotieren. Es liegt ein von Richter Frumkin ausgearbeiteter Vorschlag vor, wonach auf der ganzen Welt Mitglieder der Hebräischen Universität, insbesondere jüdische Akademiker, geworben werden sollen, die durch einen jährlichen Mitgliedsbeitrag das Budget der Universität sichern. Die Versammlung diente nur der allgemeinen Propaganda dieses Gedankens, eine Bespreclumg über die DurcMiiluiuig soll im kleineren Kreise noch stattfinden. In der Versammlung wurde auch erwähnt, daß die 1) i r e k t o r i 11 m s - S i t z u n g der Universität, die am 8. September in Zürich beginnt, wesentliche Veränderimgen in der Verwaltung der Universität bringen dürfte. Die nächste Plenarsitzung fand dann am Dienstagabend statt. In dieser Sitzung wurde zunächst die Einigung mit dem Misrachi bekanntgegeben. Wir bringen nachstehend einen Bericht über diesen Vorgang: Die Einigung mit dem Misrachi In der Abendsitzung vom 27. August wurde zunächst als Vertreter des Völkerbundes der Sekretär der Mandatskommission, Catastin i, begrüßt, der eine französische Anspräche hielt. Der weitere Fortgang der Sitzung war wie folgt: Vizepräsident Dr, Goldmann: Es ist ein Antrag von zwei Fraktionen eingelaufcn, den das Präsidium als wichtig genug erachtet, um ihn zur sofortigen Abstimmung zu bringen. Der Antrag lautet: ״Der XIX. Zionistenkongreß bestätigt die Beschlösse des Zionistischen Aktlons-ComitSs ln seiner Sitzung in Jerusalern im vorigen Jahre hinsichtlich der Verpflichtung, am Schabbat und an den jüdischen Feiertagen von jeder Arbeit Im Bau und jeder Betätigung im Feld und im Weingarten zu ruhen und sich jeder Arbeit in der Industrie und im Handel zu enthalten. Der Kongreß beauftragt die Zionistische Exekutive, über die Verwirklichung dieser Be- Schlüsse zu wachen, mit ihren gesetzlichen Mitteln innerhalb des Statuts der Zionistischen Organisation und im Rahmen der Beschlüsse ihrer Instanzen.“ Namens des Präsidiums beantragen wir die Abstimmung durch das Plenum des Kongresses. Präsident Dr. Weizmann: Ich will die Wichtigkeit dieses Beschlusses durch kein Wort vermindern und bitte, die Abstimmung durch Erheben von den Sitzen vorzunchmeti. Die Abs t^imung erfolgt durch Erheben von den Sitzen. Präsident Dr. Weizmann: Der Antrag ist mit einer überwältigenden Majorität angenommen. Del. Rabbiner F>r. Hoffmann (Misrachi, Frankfurt a. M.): Zu dem soeben gefaßten Beschluß habe ich im Namen der Misrachifraktion folgende Erklärung abzugeben: Nachdem die grundlegenden Forderungen, von deren Erfüllung der Misrachi seine Teilnahme an den Kongreßarbeiten abhängig machen mußte, in würdiger Weise ihre Erfüllung gefunden haben, nimmt der Misrachi von dieser Stunde an vollen Anteil an den Kongreßarbeitcn. Wir werdet! unseren Vertreter ins Präsidium entsenden, wir werden in die Kommissionen gehen und an den Debatten vollen Anteil nehmen. Es erfüllt uns mit lebhafter Freude und Befriedigung, daß eine Vereinbarung erzielt werden konnte, die uns den Eintritt in die Kongreßarbeit ermöglicht. An diese Erklärung möchte ich noch einige Bemerkungen knüpfen. Die Stunde, in der wir jetzt stehen, ist von größer Bedeutung und Tragweite. Es geschieht wohl jetzt zum ersten Male auf einem Zionistenkongreß, daß ein Beschluß, der soeben gefaßt wurde, unter Zustimmung samtlieber Gruppen des Kongresses gefaßt werden konnte. Und die Bedeutung dieses Geschehens erhöht sich auch dadurch, daß dieses Ergebnis erzielt werden konnte nicht durch Kampf und Zwang, sondern nach ernsten und eindringliehen Verhandlungen, durch den freien Willens ent- Schluß der Arbeiterfraktion, ich möchte der Hoffnung Ausdruck geben, daß diese Beschlußfassung dazu beitragen möchte, ein besseres Verhältnis zwischen der thoratreuen Judenheit und der organisierten Arbeiterschaft in Erez. Israel anzubahnen. Es wäre von unsagbar wohltätiger Wirkung auf die Gestaltung des jüdischen Lebens in Erez Israel, wenn zwei so wichtige Bevölkeruugsteile sich etwas näher kämen. Dabei möchte ich bemerken, daß thoratreue Judenheit und organisierte Arbeiterschaft nicht Gegensätze sind. Denn wir haben ja auch eine nicht nur zahlenmäßig achtungswürdige Lugano PARKHOTEL AM SEE *uiiiinutiiiiimiiitiiiimiitiiiiniiiiiiiiiiiiiimiiii ״•* H■“‘ י*1•,,* *•4״י nivstr. hup.kntMim. Fam. Zährinner organisierte misrachistische Arbeiterschaft, den Hapocl Hamisrachi. lieber alles Trennende und Scheidende hin weg steht vor uns allen das gemeinsame große und heilige Ziel, der Aufbau Erez Israels, das von uns allen letzte Kraftentfaltung und den Einsatz der ganzen Persönlichkeit fordert. (Lebhafter Beifall.) Del. Remez (Arbeiter — hebräisch): Im Namen der Arbeiterfraktion des XIX. Zionistenkongresses kann ich mit Genugtuung festst eilen, daß die angestrengten Ver- Handlungen dieser Tage zu einer Verständigung geführt haben, die sich auf den Willen und die Erktnfitfili'lWer stützt, die die Last der nationalen Verantwortung tragen. Wir wissen die gemeinsame zionistische Arbeit aller Schieltten des Volkes zu schätzen, die sich auf respektvolle Be- Ziehungen von Fraktion zu Fraktion und von Anschauung zu Anschauung, auf die Offenbarung der gemeinsamen ehrlichen Grundlage stützt, die in Wirklichkeit bestellt, ohne jedoch die Gewissensfreiheit des Menschen anzutasten, di« feste Grundlage jeder gemeinsamen Arbeit. In der Assefat Haniwcharim und im Zionistenkongreß strebt unsere Bewegung zur Festigung der gemeinsamen nationalen Verantwortung und zu ihrer Zusammenfassung. (Lebhafter Beifall.) Präsident Dr. Weizinann: Geehrter Kongreß, Sie haben über eine wichtige Resolution abgestimmt. Sie haben Erklärungen gehört, welche die Vertreter der gesetzestreuen Judenschaft und die Vertreter der Arbeiter hier abgegeben haben. Es war mein Privilegium, gestern zwei Stunden in einer Kommission zuzubriiigen, wo die Vertreter der beiden Welten um einen ehrlichen und ernsten Versuch zur Einigung sich bemüht haben. Wie schwer auch manchmal die Vcrliandlungen waren, weil es beiden Parteien ernst war, so glaube ich, sagen zu dürfen, daß gerade diese Verhandlungen eine Annäherung an gebahnt haben, die von dauern• der und grundlegender Bedeutung sein wird, mehr, als es Resolutionen vermögen. Und deswegen begrüße ich im Namen des Präsiclimns und in meinem eigenen Namen die Resolution und die Erklärungen, und ich hoffe, daß wann immer uns zentrifugale Kräfte zeitweise trennen wollen, wir immer im Namen der Sache den gemeinsamen Nenner finden werden, in der Hoffnung, daß, wenn wir unser Ziel erreichen werden, manche Reibungsfläelten verschwinden und die Harmonie herrschen wird, die wir anstreben. Vizepräsident Goldmann macht den Vorschlag, Raw Meir Berlin als Vertreter des Misrachi ins Präsidium zu wählen. Der Antrag wird angenommen, Raw Berlin nimmt seineu Sitz im Präsidium ein. * Sodann wurde die Generaldebatte fortgesetzt. Es sprach zunächst das Mitglied der Exekutive, Mosche Schertok, der in einer anderthalbstündigen hebräischen Rede auf die meisten in der Debatte gemachten Einwendungen bezüglich der P a 1 ä s t i n a - P o 1 i t i k antwortete und seine Anseliauungen in den wichtigsten Problemen der Politik datierte. Sodann sprach der Amerikaner Stephen W is e, über dessen Rede an anderer Stelle des Blattes gesprochen wird. In später Nachtstunde erhielt das Wort der Präsident des Kongresses, Dr. Weizmann. Wir geben nachfolgend Dr. Wcizmanns Rede etwas gekürzt wieder. Hauptschriftleiter: Dr. Robert W e 11 s c h, Berlin-Charlottenburg 8• Stellvertreter: Kurt T. o e wen s t c i n, Berlin, W 15. Atucigenleiter und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F in ״. Bcrlin-Tempelhoh Gültig: Ameigen-I’reiJiste 2 vom 1. Januar 1933. Verlag und Aiizeigcnverwatmtig: Jüdische Rundschau, Berlin W13, Meinekeslraße 10. D.-A. Juli 33 867. — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg.