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Jüdische Rundschau · 1935-08-27 · Heft 69 (27.8.1935) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 69 (27.8.1935)
Date
1935-08-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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סד*»* JODtSClTE ROMDSCHAO Nr. 69, 27. VIIL T935 schlag« die Jewish Agency die Schaffung ein» medizinischen Berufsvertretung vor, die den Aerztestand des Landes vertreten und mit weitgehenden Kompetenzen zur Ueberwachung und Kontrolle der Aerzteschaft ausgestattet werdm solle. Die Exekutive sprach schließlich ihre Besorgnis darüber aus, daß die Regierung beabsichtige, in dieser Frage eine Unterscheidung zwischen gebürtigen und naturalisierten Staatsangehörigen Palästinas zu machen, indem sie für die letzteren eine solche Beschränkung einführc. Sie betonte, daß diese Unterscheidung mit der Grundauffassung des Mandats im Widerspruch stehe, wonach der Jude, der nach Palästina komme, um sich dort anzusiedeln und die palästinensische Staatsangehörigkeit erwerbe, als ״von Rechts wegen" im Lande ansässig betrachtet werden und in keiner Umsicht irgendeiner Benachteiligung gegenüber den gebürtigen Bürgern des Landes ausgesetzt sem solle. 3. Es ist mit Bedauern festzustelien, daß diese Vor- «teil ungen erfolglos geblieben sind, und daß zur Zeit der Abfassung dieses Berichtes ein Verordnungsentwurt in der ״Palcstine Gazette“ veröffentlicht wurde, der die Einführung der angeregten Beschränkungen vorsieht. Die Exekiitive steht im Begriff, weitere Vorstellungen über diese Frage bei der Regierung zu erheben. Widerrufung der fctubQrgerung Der politische Vertndcr brachte die entschieden« Oegner- Schaft der Jewish Age!1cv gegen den von der Regierung beabsichtigten Widerruf der Einbürgerung der Mitglieder der Birjonim-Gruppe, die zu verschiedenen Gefängnisstrafen verurteilt worden warm, zum Ausdruck. Ohne auf die Frage der von diesen Personen begangenen Gesetzesübertretungen meritorisch einztigehen, vertrat der Vertreter der Jewish Agency das Prinzip, daß kein Unterschied hinsichtlich der Bestrafung der Juden, die von Oekurt Palästinenser seien, und derer, die die palästinensische Staatsangehörigkeit erst nach ihrer Einwanderung erworben hatten, gemacht werden dürfe. Er betonte insbesandere, daß der widerruf da־ Einbürgerung, der gewöhnlich eme Varbcrcitungsmaßnahme für die Ausweisung darsteHt, nicht gegenüber naturalisierten Juden angewandt werden solle, die schon durch die Tatsache ihrer Einbürgerung Palästina za ihrer ständigen Heimat gemacht hätten. Die Regierung gab schließlich ihre dahingehende Absicht au I. Habima-Premiere Eine brennende Frage Unter diesem Titel lenkt Michael Assaf int Leitartikel des ״Dawar“ die Aufmerksamkeit auf die vernachlässigte arabische Frage. Er erzählt einige Episoden von Zulaumienstößen zwischen Juden und Arabern, die beweisen, wie sehr von einzelnen unverantwortlichen Elementen die Beziehungen zu den arabischen Nachbarn getrübt werden! können, und wie sehr es notwendig ist, eine starke öffentliehe Meinung in dieser Frage zu schaffen, welch« erzieherisch wirkt und unverantwortliche Handlungen Einzelner unmöglich macht. Der Zionismus konnte durch lange Jalire sich der Wichtigkeit der arabischen Frage entziehen, weil die jüdische Bevölkerung Palästinas klein war und instinktiv fühlte, wie sie ihr Leben in ihrer Einstellung zum Mehrheitsvolke einrichten müsse. Allein die starke Vermehrung der jüdischen Bevölkerung in den letzten Jahren hat diese Situation vollständig geändert und an die Stelle der instinktiven Einstellung mutt Aufklärung und Belehrung treten. Die Frage des arabischen Unterrichtes in den Schulen ist pädagogisch sehr umstritten, allein kein Zweifel kann darüber obwalten, daß es notwendig ist, den Schulkindern die notwendigsten Kenntnisse über arabisches Volkstum und arabische Geschichte beizubringen. Dabei darf sicli die Leitung unseres Schulwesens nicht auf zufällige Improvisationen der Lehrer verlassen, vielmehr ist ein ausgearbeitetes Lehrprogramm für diesen wichtigen Gegenstand erforderlich. Aber auch in anderen schwierigen politischen Fragen ist Aufklärung, und zwar autoritative Aufklärung notwendig. Da/u gehört insbesondere die vielerörterte Frage der jüdischen Arbeit, deren Auslegung nicht den lokalen Arbeiterorganisationen überlassen werden darf, sondern von zentraler Stelle aus erfolgen muß. Was notwendig ist, ist eine weitverzweigte Aufklärungsarbeit. Die Erfahrungen des Brith Stchalom, der als kleine Gruppe die große Aufgabe der Aufklärungsarbeit über das jüdisch-arabische Problem auf sich nahm und nicht durchführen konnte, zeigt, daß einzig und allein die Jewish Agency berufen ist, durch Wort und Schrift, durch Lehrfilme und andere Mittel aufklärend zu wirken, Assaf schlägt vor, daß in jedem Jalire eine A u f k I ä r 11 n g s woc h e über die jüdisch* arabischen B e zieh ringen ein geführt werde und daß die Jewish Agency in dieser Angelegenheit mit den Parteien und Organisationen, den Synagogen und Stadlgemeinden zusammenarbeitet. Leibik: Golem’s Traum Tel- A vv i w, im August Eine ״Fortsetzung“ des Golem? Nein. Der Autor schafft hier eine Messias-Allegorie, in der die Golem-Figur nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielt, ja sogar fortzudenken wäre. Ort der Handlung: die Welt. Zeit der Handlung: Messias- Zeiten. Wenn ihr wollt: Morgen, wenn ihr blind und taub seid und das Geschehen um euch nicht begreift: In fernen Tagen. Die Menschheit schreit nach Erlösung. Der Verwttstungsfeldzug. von Gag und Magog ist in vollem Gange. Der ״Maschinell bcn-Joscf“, der nur Vorläufer ist, wird ihrer Herr. Statt der Monarchie schafft er die Diktatur. Das von ihm vergossene Blut fordert wiederum Blut. Der ״Maschiach ben-David“, der wahre Erlöser, muß ihn töten, um die Welt befreien zu können. Aber er selbst zerbricht an dieser mit Blutschuld vollzogenen Sühne. Seine Hände sind nicht mehr makellos rein. Der Golem, der aus dem Schlaf erwachte, in den sein Schöpfer, der Hohe Rabbi Locw ihn versenkte, als der Lehmkoloß nicht nur den Feind vernichtete, sondern auch den Freund — der Golem, der dem Maschiach den Schnsuchtssehrei der gequälten Welt brachte, e r soll dessen Platz einnchmen an der Tafel der Freiheit, während der Erlöser, schuldig und von niemandem begnadet, sich dem Henker auslicfert. Ein Stoff, gleichermaßen erfüllt von Glauben wie von Aberglauben. Dem nicht vorbereiteten Zuschauer nur schwer zugänglich, basierend auf der apokalyptischen Literatur des •Judentums, insbesondere dem ״Midrasch Daniel“, auf des Propheten Jccheskels Bildern, hineinbezogen die Sage von Armilus, jenem wankelmütigen ״Konjunktur“-Propheten, der — wie wir dem Midrasch entnehmen — auf unnatürliche Weise gezeugt wurde (die Frevler der Welt sind seine Väter, eine Marmorstatue seine Mutter). Die Figur der Lilith, die Ursünde, ist die Begleiterin der brutalen Macht, des ben-Josef; das Narrentum hat seinen Vertreter und die Weiblichkeit. Das Ganze wird in elf Bildern geformt. Es steckt Wucht darin, aber ebensoviel Schwere. Es bleibt eine Angelegenheit für Spezialisten auf dem Gebiete der Allegorie, aber wird nicht zum entfesselten Drama. Vielleicht eine packende Lektüre, wenn ihr Quellen und Kommentare beigegeben sind, bestimmt aber 8ehon durch die Notwendigkeit solchen Kommentars, kein Bühnenstück für ein breites Publikum. Man hat das Gefühl, daß der Autor die ungeheuer verquiekte Materie schließlich selbst nicht mehr ganz beherrschen konnte und, um originell zu bleiben, Lösungen konstruiert, die selbst dem zur Aufnahme solchen Themas bereiten Zuschauer nicht mehr einleuchten. Es erweckt Respekt, daß Habima sich an diese schwierige Aufgabe heranwagte■ Der Regisseur Leopold Lindberg beweist mR diese* Aufführung erneut sein großes Können. Er inszeniert diesen zeitlosen Golem-Traum in heutiger Kulisse. Die Soldaten des Gag und Magog erscheinen mit Stahlhelm und Gewehr. Staeheldraht umsüumt die Bühne. Schrappnells zerplatzen naturalistisch. Auch das Gefängnis, in dem abwechselnd Gog und Magog, ben-Josef und Lilith, und schließlich der Maschiach ben-David und der Goletn untergebracht sind, ist, wenn man 80 sagen darf, mit allem Komfort der Neuzeit aoegesiattet. Gänzlich aus dem Rahmen jedoch fällt gegenüber den anderen allegorischen Figuren des Stückes, die im Kostüm und Maske einigermaßen sich der neuzeitlichen Umgebung einfügen, Elia der Prophet (Tschemerinaki) mit ältestem Theatcrvollbart und ebenso alten theatralischen Mitteil!. Eine nicht geringe Rolle spielt das Volk in einer Vielgestalt von Typen: Bürger, Krüppel, Soldaten, Huren usw., am wirkungsvollsten dort, wo sie unter der Herrschaft des ben-Josef einen bacchanalischen Freudentanz (Walpurgis) um ein Denkmal herum aufführen, dirigiert vom Geist der Ver* »ichtung — ben-Josef — und dem demagogischen Propheten Armilus. Die Folterszenen ein wenig allzu realistisch, weniger wäre mehr. Ausgezeichnet der Aufbruch des Messias ins Weltenchaos, und der Moment, in dem der Golem das Henkerbeil, das ben David von sich geschleudert hat, aufgreift. Hier wird wirklich und eigentlich einmalig Assoziation lebendig an das erste Golem-Draina. Ben-David ist Hanna R o w i n a. Wie immer, edel ha der Erscheinung und echt im Schmerz des Leidens. Der Antipode wird verkörpert von F i n k e 1. Golem ist wiederum Meskin, kolossal an Stimme und Körner, erdhaft und überzeugend. Der Henker von Bertonof f bestätigte wiederum dieses Schauspielers große Begabung und Wandlungsfähigkeit. Der Schauspieler Friedland als Armilus fügt sich dem Ganzen am wenigsten ein. Er bleibt nur komödiantisch, f ' “ *. den zwei Frauen geht der stärkere Eindruck von der sehr disziplinierten und gut geführten Dworele der Frau Go- •winskaja aus, während die Lilith der in früheren Auffülirungen sehr bewährten Fanja Ljubitsch diesmal so- •wohl in der Satzgliederung wie im Spiel viel zu wünschen übrig läßt. In kleineren Rollen war ,das ganze Habima- Ensemble auf der Bühne. Dem Regisseur Lindberg war der Maler Jakob Steinhar dt, der das Bühnenbild besorgte, ein hervorragender Helfcr. Er schafft mit Hilfe von Projektionen Bilder von großer Weite und Tiefe. Unvergeßlich die Felsengruppe, in der der gefesselte Erlöser seiner Berufung harrt, um zur Menschheit hemiederzusteigen. Steinhardt ist es in besonderer Weise zu danken, daß die Bindung der allegorischen mit der realistisehen Szenerie keinen Bruch aufweist. Die umrahmende Musik stammt wiederum von Rosowsky. Manfred Geis 65 Jahre Mikweh Israel J e r u s a 1 e!11, 22. AuyuG, (JTA.) Die Dndwirtschaftliebe Schule in Mikweh Israel feierte ihr 65jähriges Bestehen. Unter den (nisten befand sich auch der Chef- Sekretär der Palästina-Regierung und׳ Stellvertreter des High Coirimissioner Mr. Hall, der in einer Ansprache die Arbeiten der Schule lobte und sie als die größte und erfolgreichste landwirtschaftliche Lehranstalt im ganzen Lande bctcichnete. Chefsekretär Hall kündigte an, daß die Regierting eine besondere Subvention von 4500 Pfund zur Erweiterung der landwirtschaftlichen Forschungsarbeit der Schule gewähren würde. Er nahm auch die Verteilung der Diplome an die Absolventen der Schule vor. Die Polizei veröffentlicht ein Commtmiqik: über einen Zusammenstoß zwischen Arabern und Juden bei Kfar Tabun in der Nähe von Hartijah. Ihm ist zu entnehmen, daß jüdische Arbeiter, die dort am frühen Morgen auf den Feldern pflügten, von Arabern mit Steinwürfen und Stock sch lägen angegriffen worden sind. Es entstand ein Geplänkel, in dessen Vcrauf auch Schüsse fielen, Ein Araber wurde durch einen Schuß getötet. Die Polizei verhaftete zwei Juden. Die Juden arbeiteten auf diesem Boden bereits seit einem Monat. Abessinier In Jerusalem Von C. Z. Klötzel, Jerusalem Zu den malerischsten Gestalten der Jerusalemer Altstadt gehören die abessinisehen Mönche. Ihre dunkelhäutigen Körper sind vollständig in tiefstes Schwarz gekleidet, von der hohen, zylinderförmigen Kappe über dife bis auf den Boden reichenden Talnre bis zum Sonnenschirm, der sonst in Palästina grau zu sein pflegt. Sie wandeln meistens paarweise einher, mit der unauffälligen Würde und Grazie orientalischer Menschen. Sie machen den Eindruck verwunschener Prinzen -— und das sind sie ja beinahe auch. ״Söhne Salomos“, vor denen sich die Menge in den Bazaren und Straßen eigentlich verneigen sollte. Denn nach der abessinischen Volkslegende ist König Salomo der Gründer ihres Dynastcn-Geschlcchts gewesen. Als die Königin von Saba nach Jerusalem kam, um den weisen König der Juden ״mit ihren Rätseln zu prüfen“, verliebte sie sich heftig in ihn, und als sie in ihr Land zurückkehrte, gebar sie einen Knaben, der als Menclik I. König von Abessinien und Gründer der heute dort noch regierenden Dynastie wurde. Das ist eine sehr alte abessinische Ueberlieferung. Nach der Christianisierung des Landes ist dann eine zweite hinzugekommen. Danach hat der junge Menelik seinen alternd-en Vater besucht und bei dieser Gelegenheit die Bundoslade mit den Gesetzestafeln aus dem Tempel in Jerusalem gestohlen. Diese Sage sollte die stark jüdischen Züge der abessinischen Kirche erklären, die bis auf den heutigen Tag die Schabbatruhe, die Beschneidung, gewisse Speisegesetze und Reinheitsvorschriften in einer der jüdischen Ueberlieferung ähnlichen Form bewahrt hat. In Wahrheit stand Abessinien in vorchristlicher Zeit unter dem gleichen jüdischen Einfluß, der auch ganz Südarabien beherrschte, und die heutigen Falnschas sind die Ueberreste eines einmal bedeutenden jüdischen Fürstentums in Abessinien, dessen Herr scher zeitweise sogar die ״salomonische“ Dynastie vertrieben. Seit wann eine abessinische Kolonie in Jerusalem besteht, weiß man nicht genau. In einem der Evangelien ist von einem Abessinier in der Heiligen Stadt die Rede. Das erste historische Dokument, das den Nachweis einer abessinischen Kolonie in Jerusalem erbringt, ist ein Firman des Kalifen Omar aus dem Jahre 636, in dem das Kloster ״Deir es- Sultan“ in der Nähe der Grabeskirche als in ihrem Besitz bezeichnet und •bestätigt wird. Damals gehörte zu diesem Kloster, das heute noch an der gleichen Stelle, wenn auch in wesentlich veränderter Form besteht, auch eine der Ka!>ellen der Grabeskirche (Kapelle der Erneuerung des Kreuzes), und die abessinischen Priester versahen Gottesdienst in der Grabeskirche selbst. Aber zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren die ״Sühne Salomos“ in 80 verzweifelter materieller Lage daß sie ihre religiösen Rechte an die heiligen Stätten den Armeniern verkaufen mußten. Seitdem hausen sie in einem Hof, der das Dach jener Kapelle bildet. Sie wurden von ihren armenischen Klostergenossen ״geschlagen und mit Ketten belastet, man ließ sie hungern und sperrte sie in das finsterste Verließ des Klosters“. Ihr Los besserte »ich erst etwas, als England und Preußen gemeinsam ein protestantisches Bistum in Jerusalem errichteten und als erster Bischof der Engländer G o b a t bestimmt wurde, der früher Missioner in Abessinien war. Das englisch« Interesse an den ,,Sühnen Salomos“ war indessen in erster Linie politisch bedingt, und diese selbst wandten sieh lieber den Russen zu, di« sich ebenfalls stark für sie einsetzten. Kurz vor dem Kriege schien es, als solle es zu einer russiach-abessimschen Kirchenallianz kommen und zu einer Wiedereinsetzung der Mönche vom Kloster ״Dcir es־Sultan“ in ihre alten religiöses Rechte. Der Ausbruch des Weltkrieges hat das verhindert, und das Palästina-Mandat der Engländer hat die Aufrecht• ertaltung des religiösen ״status quo ante“ zur Voraus- Setzung und Bedingung. Und so hausen die Mönche von Deir os-SuItan heute noch ia jenem Hof, in den die Kuppel jener Kapelle der Grabeskirche hineinragt, die einst ihnen gehörte, und an dessen Mauern noch überall Reste aus der Architektur der Kreuzfiihrcrzeil erhalten sind. Sie leben in kleinen Zellen aus Lehm und Holz, unter großen, schattigen Bäumen, die ihr kleines ״Dorf“ zu einem überaus idyllischen Plätzchen machen, das indessen nur Wenige kennen. Ihre winzige Kirche ist nach alter Ueberlieferung in drei Räume geteilt, von denen der mittlere bei ihnen ״Mekdes“, der innerste aber ״Qodeaqeduaan“ heißt, was unschwer als ״Mikdasch“ und ״Kodeschkadosehim“ zu deuten ist. Da sie keinen Anteil an den christlichen heiligen Stätten mehr besitzen, haben sie sich «in eigenes Sanktuarium geschaffen: innerhalb einer Umzüunung soll angeblich unter einem Oelbaum der Stein li«• gen, auf dem Abraham Isaak opfern wollte. Seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts haben übrigens die Kaiser von Abessinien außerhalb der Altstadt sehr wertvollen Grundbesitz erworben. Die ״Abessinier- Straße“ in Jerusalem hat sich in der letzten Zeit zu einer Londoner Straße entwickelt, in der zahlreiche bekannte jüdische Aerzte ihre Sprechstunde abhalten. Und in dem großen, repräsentativen ״Abessinier-Haus“, das ursprünglich einmal ein Pilgerheim werden sollte, befindet sich zur Zeit das ״Hebräische Konservatorium für Musik“ und das Büro der ״Palestine Potash Company“. Ueber die abessinische Kolonie in Jerusalem ist soeben «ine Arbeit des jüdischen Forschers Dr. A. Z, Aeschkoly (Jerusalem) erschienen, die von der ״Alma Egan Hyatt Founoation“ in New York in der Zeitschrift ״Aethiopica“ veröffentlieht wurde. Regierungsbelhllfen für das jüdische Erziehungs- und Sozialwesen Jerusalem, 22. August. (JTA.) Die Palästina-Regie« rung wird insgesamt 51 944 Pfund als Beihilfen für daa jüdische Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialwesen zur Ver* lügung stellen. Für die jüdischen Oemeindeschulen seilen davon 36 000 Pfund gewährt werden, 8000 Pfund mehr als im letzten Jahre. 5841 Pfund soll das Kranken* 11 aus in Tel-Awiw erhalten, 1700 Pfund das Kran* k en h aus in Safed. 4300 Pfund werden zur Errichtung des Krankenhauses der Kupath Cholim in Petacn F i k w a h gewährt, 1300 Pfund für den Bau eines Krankenheims im Emek Jcsreel, 1765 Pfund für Schul- Hygiene und 1038 Pfund für Jugendwohlfahrt. Tennis-Meisterschaften des Deutschen Makkabikrelses mit Internationaler Beteiligung Polen -Tschechoslowakei - Rumänien - Ungarn - Lettland Tageskarten an dan arstan Tagan RM. 1.— an dan letzten Tagen RM. 1.90 Donnerstag, m 29. August, bis Sonntag, dun 1. September Dauerkarten RM. 3.—, Vorverkauf: Iwrla- Bank e. 8. m.b.H , Dlrcksensir. 28/27, Fasanenatr. 18 Jüdischer Tennis-Club »Bar Kochba« e. V., Charlottenburg, UelbnizstraOe 49-53

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