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Jüdische Rundschau · 1935-08-27 · Heft 69 (27.8.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 69 (27.8.1935)
Date
1935-08-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 69, //. vin. 1y33 Ussisdikins Referat Probleme des Keren Kajemeth Ich glaube immer mehr daran, daß in Ercz Israel die Frage des Bodens das Wesentliehe ist, und daß alle hier besprochenen Probleme nur dann erledigt werden können, wenn man dieser Hauptfrage mehr.Beachtung schenkt. Audi ich könnte Schönes und Erfreulichcs erzählen: ln den letzten Jahren haben sich die Einnahmen des KKL um nahe- 7u 50 סי״ erhöht und der Bodenbesit/ des KKL hat sieh seit 15 Jahren fast verzwan/igfacht. Aber man muß daran denken, daß der jüdische Besitz sich nur um 1,5 ®״ erhöht hat, «ährend die jüdische Bevölkerung heute sdion 21 ".0 ausmacht. Dieses Zahlcnverhältnis 21 «0 Bevölkerung — (),5 ״ ׳ jüdischer Bodenbesitz (KKL, ICA und privater zusammen) sollen für uns ein ״Mene Tekel" sein. F-s ist kein Zweifel, daß die I.anderwerbung in Erez Israel immer schwieriger wird. Die großen Perspektiven, die hier gezeigt wurden, Hule, der N'egew, Transjordanien, tragen aber auch große Oef,ihren in sich. Man sagt, daß nach der Oefinung Transjordaniens die Bodenpreise im VEestjordanland sinken werden. Ich glaube nicht daran. Die Behauptung, daß mehr als 6,3״״ des palasfitieusischeu Bodens in jüdischem Besitz sind, da nur anbaufähiger Ikxlen in Betracht gezogen werden dürfe, ist unrichtig. Es gibt überhaupt nicht Boden in Erez. Israel, der nicht urbar gemacht werden könnte; die einstigen Sümpfe von En Charod sind heute blühendes Land. Leih Jaffes Referat 15 Jahre In der Denn erst;! g-N ach mitlagsit/ung hielt I >1r. Leib Jaffc ein Referat über 13״ a h re K e r c 11 El a j e s s o d.״ ח0ז einer Schilderung der hedrängten Lage der Judenheit in der Diaspora sowie der Schwierigkeiten ausgehend, die sich der Tätigkeit der Organisation und der Arbeit in Palästina eiltgegcnge-tell! iulum, erinnerte der Redner an den ersten Aufruf des Keren Hajessod, der von der Judenheit den ״Maasser“ forderte. Statt der erwarteten 25 .Millionen Pfund innerhalb von fünf Jabren halte das jüdische Volk aber nur 5G Millionen in 13 Jahren zur Verfügung gestellt. T rot/dem blich der (.harakter ״ו,!ו: a!״״״ der Volk s s t e 11 e r im < jegens.1t/. zur bloßen Spende gewahrt. Der Keren Ha jessod, mehr als mir ein Apparat für (jeldaufbriiigiing, brachte' In den letzten Winkel jüdischer Siedlung die־ Botschaft der Volkseriosimg und einen Strahl von dem neuen Leben in unserem Land, Dort war der Keren Ilajcssod Pionier der Entwicklung. Die heutige jüdische Position im Lande wäre undenkbar ohne die von ihm Hurehgeführte Lrschließ 11 n g des Jordantals, des Emek Jesreel, des knick Chcpher, des Emek Sebulon, ohne seine Siedlungsarbeit in der Selia- Die Diskussion um den Legislative Council Die Zeitschrift ״N e a r Hast and 111 d i a“ widmet den ׳.eitartikel ihrer letzten Nummer dem XIX. Zionistenkongreß ind erörtert die Frage des Legislative Council. Das Blatt ist der .Ansicht, daß die bedingungslose Ablehnung des I egislative Council durch die Zionisten vor dkm daher stammt, daß sie befürchten, ״seine Einsetzung werde um ermcidlich verbunden sein 111 i! Diskriminierung gegen sie als von der Mehrheit verschieden — mit anderen Worten, daß sie zur Minderheit gestempelt werden würden, :faß ihnen also gerade jener Stempel aufgedrückt wird, den zu vermeiden, so viele von ihnen Europa verlassen haben". Demgegenüber weist der Artikel darauf hin, daß es minlest!•ns zwei Gründe gäbe, die dafür sprechen, daß der Legislative Council die erwarteten schädlichen Auswirkungen auf das Jüdische Nationalheim nicht haben wird: der erste sei die Z u s a m m e!1 a r b e i t v o n Ar a b e r n u 11 d j 11 d en in den (j e m e i 11!1 e v e r t r e 111 n g e n so w i e im allgemeinen L a ikJ w i r t s c h a f t s r a t und seinen zahlreichen Kommissionen, eine Zusammenarbeit, die die Zionisten selbst stets zu unterstreichen bemüht waren; diese Gemeinde- Vertretungen gelten seit langem als wesentliche Vorläirfer einer umfassenderen Selbstverwaltung in Palästina; der zweite Grund sei der, daß die Einsetzung; eines Legislative Council von vielen Arabern nur mit lauwarmen Gefühlen aufgenommen wird, da sie glauben, daß er als Instrument gegen die Errichtung eines Jüdischen Nationalheims wertlos sein werde. Irn Hinblick auf diese Gründe werden die Zionisten in dem Artikel aufgefordert, ״sich die möglichen Folgen eines vollständigen Fernhaltens von diesem Legislative Council zu überlegen". Als Außenstehende würden sie wenig tun können; innerhalb des Council trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit viel. Der in seinen politischen Anschauungen im allgemeinen einsichtsvolle Zionist müsse wissen, daß nach den Bestimmungen des Mandats Palästina früher txler später eine auf Volks- Vertretung beruhende Regierung erhalten muß. Könnte dies, fragt das Blatt, vom zionistischen Standpunkt aus gesehen, imter günstigeren Umständen als den jetzigen geschehen? Durch die Verhinderung der Verwirklichung des Legislative Council bis zu der Zeit, da die Juden die Mehrheit haben würden, mußte für immer die Chance verloren gehen, die Bereitsebaft zur Zusammenarbeit der Araber zu gewinnen. Der Artikel befaßt sich weiter mit den von zionistischer Seite gegen die Ei 11 Wanderungspolitik der Re- An dieser Situation in Palästina, fuhr IJssischkin fort, tragen vier Faktoren die Schuld: die englischen Regierungen, die zionistischen Exekutiven, die zionistischen Massen und das jüdische Volk; keine Schuld daran hat das arabische Volk. Die zionistischen Exekutiven haben das Bodenproblem ganz genau gekannt und haben auch die ehrliche Absicht gehabt, es zu lösen. Aber sie alle trifft auch die Schuld, daß sie über der Menge von Augeublicksfordcritngen die _ ewige und aktuellste Forderung nach Baden vernachlässigt haben. Der kommenden Exekutive wird die Pflicht erwachsen, dem nächsten Kongreß zu berichten, daß das Bodcnproblcin sie ununterbrochen beschäftigt hat. Die zionistische Welt hat Augen und Ohren vor dem Bodenproblem, vor der KKL-Arbeit verschlossen und diese Arbeit nur der Jugend überlassen. Es muß dringend gefordert werden, daß Leute, die für die Lösung der wesentliebsten Frage, des Ikxlenproblems, keinen Finger gerührt haben, in Fragen des Zionismus nichts dreinzureden haben. Das jüdische Volk hat die Schuld, daß unter den hunderttausend Menschen, die es ins Land geschickt hat, eine kleine Zahl von Leuten sich befindet, an denen das Bodenproblem in seiner ganzen Größe und Gefahr offenbar wurde. Man darf sich nicht schämen, Immer wieder zu sagen, daß Leute, die Boden als Objekt ihrer Schacherei betrachten, nicht besser sind, als Händler mit lebender Ware. Es besteht kein Anlaß, gegen privaten Bodenkauf Stellung zu nehmen; aber bloßes Handelsobjekt darf jüdische Erde nicht sein. Die kommende Entwicklung wird uns wieder eine Reihe neuer jüdischer Siedltingspunkie bringen. Nach der Besied- 11111g des Emek Jesreel, des Emek Sebulun und des Emek Chcfer gehen wir jetzt an die Erschließung des B eis an- Gebietes. Eine ganze Anzahl wichtiger jüdischer Siedhingen soll gegründet werden. Zu all dem ist es notwendig, daß der Kongreß die von der KKL-Konferenz. beschlossenen Forderungen amiimmt und tatsächlich erfüllt. Es ist unbedingt erforderlich, daß in den wachsten zwei Jahren eine Million I’ t u •ג d aufgebracht wird, ron-Ebene und auf den Hügeln Judäas, Die zweite große Errungenschaft sei das hebräische Sc hui werk, das vom Keren Hajessod in einer Zeit aufgebaut wurde, da die jüdische Gemeinschaft Erez Israels noch klein und wirtschattlich schw׳ach war. Heute wird das Schulwcrk mit seinen 33 000 Schülern, das vom Kindergarten über Volks- und höhere Schule bis zur Universität und zum Technikum reicht, von der Knesseth Israel erhalten und vom Keren Hajessod nur noch subventioniert. Die Eingänge des Fonds beginnen nach Jahren des Niedergangs jetzt wieder zu steigen. Der Voranschlag wäre sdion in diesem Jahre überholt worden, wären die Zeichnungen im den Vereinigten Staaten rechtzeitig eingelöst worden. Jetzt gelte es, angesichts des rapiden Zusamrnenbrtichs in der Diaspora eine neue Anstrengung zu machen, um das Werk zu beschleunigen. Die KH.-Propaganda muß verbreitert und vertieft werden. Hierzu seien neue Maßnahmen notwendig, die Jaffe in einem sechs Punkte umfassenden Plan darlegte. Der Redner sprach sodann von dem Abkommen mit dem Keren Kajemeth, das dem Kongreß vorgelegt werden würde. Er kündigte einen ״Propagandamonat des Keren Hajessod" an und machte zum Schluß den Vorschlag, daß in jedem Lande eine Konferenz der KH.־ Zeichner einberufen werde, auf der ein Arbeitsprogramm entworfen und die aktivsten Elemente aus allen Gruppen zu einem Direktorium zusammengefaßt werden sollen. Werde es gelingen, überall in der Welt solche KH.-Konferenzen zu organisieren, so werde damit auch die Grundlage für eine Konsolidierung der Jewish Agency geschaffen werden. gierting und die Sperre Transjordaniens für j 11 d i s c h e A n s i c d 111 n g erhobenen Vorwürfe. Es sei riehtig, daß diejenigen, die die Schaffung eines Jüdischen Nationalhcims versuchen, eine noch größere Einwanderung wiinsehen würden, wie sie auch andere Benefizien seitens der Mandatnrmacht wünschen würden. Im großen ganzen hätten sie aber wenig Grund, mit der Stellung der Zionisten in Paiästina unzufrieden zu sein. Was Transjordanien betreffe, so werde von einigen Beobachtern die schließliche Ansiedlung von Juden dort für gewiß gehalten. Die englische Regierung halle jedoch diese Entwicklung im Augenblick nicht für durchführbar. * In einem Brief an die ״Times“ vom 22. 8. nimmt Norman B ent wich aus Anlaß des auch von uns wiedergegebenen Aufsatzes in der ״Times“ zu der Legislative Council-Frage (s. ״Jüd. Rundschau“ Nr. 67) Stellung. Er unterstreicht die Meinung des ,,Times“־Korrespondenten von der Parität im geplanten Council und sagt, daß Gleichheit in diesem Falle Billigkeit wäre. Das normale demokratische Prinzip der Vertretung nach der Zahl würde »11 Palästina eine Ungerechtigkeit sein. Das Paritäts-System müsse den Charakter des Councils bekommen, welche Gemeinschaft auch immer wachsen würde. Durch dieses System könnte die Palästina- Regierung am besten den zwei Verpflichtungen aus dem Mandat gerecht werden: erstens der Schaffung des Jüdischen Nationallieims und zweitens der Entwicklung einer Selbstregierimg. Die;Schaffung eines Councils mit gesetzgebender Kraft, in dem die Araber nach der Stärke ihrer gegenwärtigen Bcvölkenmgszahl vertreten sind, würde die erste Verpflichtung durchkreuzen, wenn nicht der Council eine Anzahl von offiziellen Mitgliedern einschlösse, die zur Not eine arabische Majorität an der Obstruktion hindern könnten. Oder aber es dürften dem Council nur beratende Befugnisse znerkannt werden. In jedem dieser Fälle aber würde eine Quelle neuen Ressentiments und Unfriedens zwischen Arabern und der Regierimg geschaffen sein. Was die Frage der Regierungsvertretung kn Council anbelangt, so meint Bentwich, daß es ein großer Unterschied sei, ob 2 oder 3 Regierungsmitglieder vertreten seien oder eine beträchtliche Regierungsminorität, die sich stets mit einer anderen Minorität des Councils zusammentun würde. Die Parität zwischen Juden und Arabern würde eine freiere Ver- Sammlung schaffen. Die arabischen und jüdischen Mitglieder müßten erfassen, daß sic gemeinsame ln״u־cssen hätten, und es würde dann eine größere Chance für Ocsetzcsvorschlägc bestehen, die dann als ihre Verdienste angesehen würden. Keren Hajessod Sitzung der weiblichen Delegierten Obgleich das Bild des Kongreßsnales bei diesem Kongreß bunter und belebter ist als je zuvor durch die besonders große Anzahl von Frauen, die den Verhandlungen folgen, haben doch bisher die Frauen nicht sehr viel Gelegenheit zur Mitarbeit gehabt. Die Zahl der weiblichen Delegierten beträgt etwa dreißig, und viele markante Frauengestnltcn, die man sonst sah, fehlen dieses Mal unter den gewählten Kongreßteilnehmern. Auch die Tatsache, daß die große Wizo• Konferenz, liereits im Frühling in Erez. Israel staltgefundeu hat, statt wie früher im Anschluß an den Kongreß zu tagen, vermindert das Interesse an dem Beitrag der Frauen zum zionistischen Gesamlwerk. Um sich über die speziellen Aufgaben klar zu werden, welche die Frauen auf den! Kongreß und außerhalb desselben zu erfüllen haben, hatten deshalb die weiblichen Mitglieder der Arbeiterdelegation die übrigen Delegiertinnen zu einer Besprechung cingeladen. Auch eine Anzahl anderer Frauen, die aktiv an der zionistischen Arbeit teilnehmen, waren zu der Sitzung aufgefordert worden. Zirka 50 Frauen waren anwesend, darunter eine erhebliche Anzahl junger Mädchen, die offenbar in ihrer Vorbereitung für Palästina stehen. Unter den Arbeiterinnen waren die bekannten Erseheinungen von Ada Fischmann, Cliajuta Bussei, Beba Idelson, Golda Meyerson und andere; unter den Wizo-Frauen Ester Smoira, .Jenny Bluinenl'eld, Edith Hirsch und ihre Gefährtinnen; die lladassah war durch eine ganze Anzahl von Amerikanerinnen, darunter Mrs. Jacobs, Mrs. llalperin, Mrs. Lindheim (die jetzt in einer palästinensischen Kwuzah lebt) usw., vertreten. Beba Idelson führte den Vorsitz und erklärte den Zweck dieser Sitzung: neben den vielen Aufgaben, die Männer und Frauen gemeinsam erfüllen, gibt es einige besondere Fruuenuufgaben, und über die wolle man sich aussprechen. Eine Darstellung dieser Aufgaben gab Golda Meyerson in einem äußerst lebendigen Referat. Sie wies auf die ungeheuere Bedeutung der Frau als Miterbauerin des Landes hin; nichts wäre im Lande geschaffen worden: nicht die ersten Bilu - Kolonien, nicht die Emeksiedlungen, die neue Arbeit in lluleh wird nicht geschaffen werden, wenn die Frau nicht mithilft. Dazu aber gehört eine Erziehung und Vorbereitung. Die Menschen, die jetzt ins Land strömen, kommen zuin Teil durchaus ohne zionistische Erziehung. Das macht sich besonders bei den Frauen bemerkbar, die weder innerlich noch in ihren Leistungen genügend für das Leben im Lande vorbereitet sind. liier leisten die Meschakim und Institute, welche die Arbeiterinnen geschaffen haben — wobei sie von der Wizo unterstützt werden —, ein wichtiges Werk, denn sie übernehmen die Erziehung und Ausbildung der Frauen. Hierbei müssen auch die Frauen des Auslandes helfen, so wie es die amerikanische Frauenliga für das arbeitende Palästina tut. Es ist noch sehr viel in Erez Israel zu tun, denn auch für die Kinder der arbeitenden Stände muß gesorgt werden, damit nicht, wie es jetzt geschieht, Kinder verwahrlosen. Als zweite Rednerin gab Miß 11 c n r i e 11 a S z o 1 d ein Bild des Standes der sozialen Arbeit im Lande, an der Frauen in so hohem Maße Mitarbeiten und durch die der Weg zu einer wirklichen Sozialgesetzgebung geebnet werden soll. Aus der alten Wohltätigkeit wird immer mehr eine moderne vorbeugende und nachgehende Fürsorge. Diese Volkswohlfahrtsarbeit umfaßt auch die Gebiete der Gesundheitspflcge und des Erziehungswesens; dieses ist noch keineswegs befriedigend, während im Gesundheitswesen dank' der1 Hadassah-Frauenorganisation viel erreicht wurde. Die viel zu große Zahl der jugendlichen Delinquenten erklärt sich z.T, aus ungenügender Aufsicht der Kinder durch die Schule, z.T, aber durch die Schwierigkeit der einwandernden orientalisehen Familien, sich an das Fand zu gewöhnen. liier greift die Familienfürsorge ein, welche eine Lücke im Lande, den Mangel einer geregelten Emigranten - Fürsorge, aiiszufüllen strebt. Durch den Waacl Leumi sind in den letzten Jahren soziale Abteilungen in verschiedenen städtischen und ländliehen Gemeinden eingerichtet worden, weiche auch die Fürsorge für die Einwanderer aus Deutschland übernehmen. Dadurch ist das Verständnis des Jischmv für seine sozialen Aufgaben gewachsen, und wird allmählich zu einer organisierten Mittclaufbringung für Wohlfahrtsarbeit im Lande koirtmen. Es muß ein Fürsorgesystem mit drei Abteilungen geschaffen werden: für Alte und Invaliden, für Kinder und für Emigranten (für die letzteren hauptsächlich durch Durlchen). Hierbei muß das Ausland helfen — auch Amerika brauchte zur Fürsorge für seine Emigranten einen Baron Hirsch. An diesem ganzen Fürsorge- und Erziehungswerk müssen Frauen des In- und Auslandes sich beteiligen und das Judentum weiter zum Verständnis seiner Pflichten erziehen. Das dritte Referat sollte Frau Smoira halten, doch mußte die Sitzung abgebrochen werden, weil einige Delegiertinnen zur Arbeit in den Kommissionen nicht länger abkömrnlieh waren. Trotz ihres unvollendeten Programms hatte die Sitzung ein sehr hohes Niveau. Es wurden in beiden Referaten Worte der inneren Einkehr, der strengen Forderung nach wirklich gelebtem Zionismus gesprochen, wie der Plenarsaal des Kongresses sie bisher noch kaum gehört hat. Die anwesenden Frauen hegten sämtlich den Wunsch nach einer Fortsetzung der unterbrochenen Konferenz. II. II. T. J "" ״ in חות מווו וויי ו והוו הורו וותר י ... * ־ ■ר ..?0-190 וולאמי והאו Spender Bfldier Zehnjahresspende der ״Gesellschatt der Freunde der Jerusalem - Bibliothek e. V.״ Zentralaamm«11ut«lle: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15» Meinekosird&e W Ruf: J 1 (Bismarck) 7165 Apparat 44 Weiter« SemmeUftellent Breslauer Zionistische Vereinigung. Breslau 5, Gartenstraße 25 Frankfurter ZionistiachtsVcrcinigunR, Frankfurt a.M., Untcrimdau 21 Hamburger Zionistisch® Vereinigung, Hamburg 37. Brahm&allec 16 DoabUtten ward•■ •a •adara Bttekertlta Iw Luilw falaitat.

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