Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 68 (23.8.1935)
- Date
- 1935-08-23
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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jüdische rundschad Nr. 68, 73. VW. 1935 $״u#» 18 reifste M a nnschaft war, Hagibor Prag, der sein typtsches Fußballspiel — hervorragende Technik «nd wenig Durch- Schlagkraft — /ei!de, machte einen stärkeren Eindruck als die Hakoa 1 K-ipcnlmccn, die durch besondere Schnelligkeit auffiel. J. S. K. ging durch das Fehlen einiger Mitglieder stark gehandicapt in das Turnier. ln den Pausen wurden interessante Ringkämpfe gezeigt, die von Ringern der Hakoah Kopenhagen und des Jüdischen Boxclubs Maccabi Berlin bestritten wurden. Im ersten Kampf im Bantamgewicht standen sich Sasnowski und R o s e 11 / w c i g gegenüber. Der Kampfverlauf war flott, und es wurden gute Griffe gezeigt. Die größere Erfahrung von Sasnowski führte zu seinem Punktsieg. Im /weiten Kampf standen sich zwei erfahrene Kämpfer gegenüber, i i t w o w und Erwin Becke r. Litwow kämpfte sehr passiv, Becker versuchte mehrere llüftzüge anzubringen, die jedoch keinen Erfolg hatten. Auch dieser Kampf wurde für Kopenhagen gewertet. Zwei Jugendliche bewiesen in einem Rahmenkampf, daß die Jugend im Boxclub ״Maccabi“ gut trainiert wird. Am Abend vereinigte eine Siegerehrung, bei der Dr. Nullbäum eine Ansprache hielt, alle beteiligten Vereine. Jiu-Jitsu im Bar Kochba-Hakoah Berlin. Der Bar Kochba- Hakoah wird in diesem Winter den Jiu-Jitsu-Sport intensiver als bisher betreiben. Der ehemalige deutsche Jiujitsn-Mcider Wittenberg hat sich dein Bar Kochba angeschlossen und sich bereit erklärt, die technische Leitung des Trainings /u übernehmen. Der Betrieb so!! am 1. .Oktober aufgeiummien werden. Interessenten können sich im Büro des Bar Kudib.1-1 takuali Berlin, Meinekestr. 10 (Tel. Bismarck J 1, IW.) anmeldeii. Rückgang der jüdischen Schülerzahl in Preußen Na.'n .Wnu hunecn des Ibeüßischen Uiiterrichtsministe- Tin ms. die d;rc Nacl1ricl1tc1!blatt des Nationalsozialistischen 1tcuiM.I11 11 l ehn. riwndcs ״Wirtschaft und Recht“ veröffentlicht, ist die / a h 1 d e r j ״ d 1 :יי c h e u Sc 11 u 1er u n d S c 11 ii 1 e - rinnen in Preußen irliebiich /tmickgegangen. Ihre Zahl betrug an den Volkes,hnlai 1012 21 •>6d, 1031 dagegen nur nach b> Hl. Da/u kämm an den priwiten Volksschulen 1865 jtiJ: ■1:1 Selml.-r und S. h.ulcriiiiien, und an den öffentlichen und pia. aten .Witte!-, luden 2111, ferner an den Rektoratsschulen wabere ־SW jn,|j .ehe Wt linier und Schülerinnen. Insge:-an 11 gab es naeii der letzten offiziellen Zählung 41׳ öffentliehe indische X'o'ks- ׳hulm. A!1 diesen unterrichteten 97 jiitfiseitc I einer und 25 jüdische I ehrerinnen. Hierzu kommen die 25 privaten jüdischen Volksschulen. Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 23. Augu't: 1 a18.15 .(/־34) - 1!׳: u. a. Offenliach. — Tbit!.׳!•׳■ •: (mV/ 21.(5׳: m. a. Mrf1׳U-!d-whn, (ioK)mnrk. — Rom {492), 22: .1. .־ t Sonnabend, 2t. August: \\ '! n (507), 12: u. a. Meiu/U.-ohn; 13.10: u. a. W ׳. n,1v!,5, r. Ik kuüuj!וי er (510), 17.20: u. a. Ca^tclnun. o. - 1;:;:ז'2..י!Uatisph (322), 20: u. a- Meudel.vsolm. - - laivs'nshm2 ,(1304) ״n.40: u. a. 01fenb;u:h. Montag, 26. August: Luxemburg (1304!: 13.35: 11, a. Die Hugenotten von M^yerbeer: 20.40: K1<׳ NiOrei von BniHi. BRIEFE AN DIE REDAKTION Andersen und der Talmud Berlin NO, den 18. August 1935 Sehr geehrte Redaktion! Der Bericht von Dr. Erich Steinitz in der letzten Nummer der ,,Jüdischen Rundschau‘‘ «her seine Plaudereien mit Sclma Lagerlöf, in dem auch der Diebter Andersen und die hebräische Ausgabe seiner Märchen erwähnt werden, erinnert an diesen großen Märchcndirhtcr und seine Stellung *um Judentum. Diese dürfte nicht allgemein bekannt sein. Mir ist es auch nicht in Erinnerung, ob Andersen in seiner Autobiographie ״Das Märchcn meines Lebens“ von Juden spricht. Allein die Schilderung des Gesangsmeisters in seiner Erzählung '.Kickspcter“ gibt uns darüber Aufschluß. Der Gesangsmcistcr, von dem Andersen in -eine! K1/Ii!dung sagt, daß er ״ein ehrenwerter Mann sei, der seinesgleichen nicht hat‘־, ist Jude, Dieser sagt zu Peter, dem eigentlichen Heiden der Erzäh. hing: ,.mit dem Lohn für gute Taten ist cs wie mit Datteln, steht im Talmud, sie reifen spät und werden süß!“ ,.Talmud 2“ fragte l’ctcr, ״was ist das für ein Buch?“ ״Bin Buch“, lautete die Antwort, ״aus dem mehr als ein Getlarikenkeini im Christentum aufgewachsen ist.“ ״Wer lut da- Buch geschrieben?“ ״Wet-c Männer in den ältestell Zeiten. Weise in den verschied enen Völkerschaften und Religionen, Darin i-t die Weisheil in wütigen Weiten verhörgen wie in den Sprüchen Salomonis. Welche Kermvahrlieit! Man lernt, wie die Men ,׳hen rundumher auf der ganzen Erde seit hiiutau-enden immer die-elhcn gewe-cn sind. .Dein Freund hat einen Freund, und deines Breundes Freund hat einen Freund, drum sei vorsichtig in deiner Rede I‘ steht dort. Das ist eine Lehre für alle Zeiten. .Niemand kann über seinen eigenen Schatteil springen!‘ Steht ebenfalls dort, und ,Zertritt den Dorh, wenn du Schuh anhast!‘ Du solltest das Buch lesen! In ihm wirst du die Kultur.'., .hucke deutlicher finden, als in den Erdschichten. Bür mich als Jude ist es obendrein noch ein Erbstück von den Vätern!“ ״Jude!“ sagt Peter, ״sind Sic Jude?“ ״Weißt Du das nicht? Wie seltsam, daß wir beide bis heute nicht davon gesprochen haben!“ An einer anderen Stelle derselben Erzählung läßt Andersen den Juden zu seinem christlichen Freund sprechen: ״Auch ich habe gefühlt und fühle, was du jetzt empfindest, auch ich habe, gleich dir, einmal ein Mädchen geliebt; klug, hübsch, bezaubernd war sie, meine Frau sollte sie werden, ich konnte ihr gute Verhältnbsc bieten und sie haue mich lieb, aber die Heirat konnte nur unter einer Bedingung stattfinden, ihre El tern verlangten es, sie verlangte es; ich sollte Christ werden — —!“ ״Und das wollten Sie nicht?“ ״Ich konnte es nicht! Man kann nicht mit ruhigem Gewissen von einer Religion zur anderen überlaufen, ohne entweder gegen jene zu sündigen, zu der man Übertritt, oder gegen jene, dre man verläßt.“ ״Sic haben keinen Glauben!“ sagte Peter. ״Ich habe den Gott, meiner Väter! Er sei mir Leuchte meineu Füßen und meinem Verst and!“ Der hier zum Schluß angeführte Satz, den der Dichter den Juden sprechen läßt, ist wieder jüdisches Gut (s. Psalm 119. Vers 105). Talmud und Bibel rufen die Bewunderung des Dichters hervor, aber nicht weniger der Jude selbst, hier der GcsangsmeKtor, Berlin, den 19. August 1935 An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“! In Nr. 65 der ״Jüd. Rundschau“ vom 13, August 1935 hat Rechtsanwalt Dr.!!;!:>< Kaliseh unter dem Titel ״Die Neuregehing des Ausländcrrcchts“ die rechtlichen Auswirkungen einer am 28. Februar d. J. in der ״Pale-tme Gazette“ veröffentlichten Verordnung über die Siellung des Ausländers dargestellt. Eine praktisch wichtige Konsequenz dieser Verordnung bedarf aber noch der Erwähnung. Die Verordnung besagt, daß ,,{<11 eigner!,“ int Sinne des palääiiüensisehen Rechts alle diejenigen Personen sind, die nicht die palästinensische St aal *ungehörig• keit be-itzen. Somit müssen jetzt auch die Staatculo-cn ab ,.i u׳- eigner-" angesehen Werden, viilirend sie bisher in der Praxis der palä•■!inen-tsehen Gerichte in den Sachen des ״personal status“ den Palästinensern gleich■ gestellt wurden. Das hatte vor allem zur Folge, daß die Ehe• Scheidung s' an! enln-cr Per-oncn durch Rabbinaf-gcriehtc in Palästina rechtlich möglich war. wüh• rend hei Nicht -Pidii-tinensern gemaß den Artikeln 59 und 65 der pa'ästinensisclicu Verfassung weder die staatlichen noch die Rabl äna-ga u htc eine Sehen düng rechtlich wirk-am vornehmen können. Der Gesetzgeber hat alter offenbar die Rechtsfolgen für diesen Fall nicht hinreichend Idar erkannt. Wenn die Staatenlosen nunmehr als ״foroigners“ beluindelt werden sollen, erhebt sich die Frage, nach welchem nuteriellcri Recht sie zu behandeln sind; welches Recht also wäre z. B. im Kalle der Ehc-dieidüng atumvenden? Da es bei den uns Andersen als einen der besten Menschen schildert. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die von Dr. Steinitz erwähnte hebräische Uebcrsctztmg der Märchen Andcr-cns von David Frischmann stammt. Wolf Meier Slaatcnlo-cn an einem Heimatrecht fehlt und die fragliche Verordnung in dieser Richtung keine Ausführungen enthält, fehlt es zur Zeit an einer Verweisung des palästinensischen Rechts, welches materielle Recht für Staatenlose nnzmvendcn ist. Diese Lücke wäre also durch eine Aii-lührungsbestimmung zu schließen. Praktisch wichtig ist: die Frage besonders für die Khcscheidungen, die bisher zwischen Staatcnlo-en durch jüdische Rabbinalsgerichle ausgesprochen werden konnten. Es bedarf der Klarstellung, wie denn nun solche Ehen bis zum Erwerb der palast men.isdien Staatsangchötigkeit in Palästina geschieden werden können. Bei dieser Gelegenheit wäre auf ein im Juli d. J. ver ׳!!<•»• lichtes 1.51 Hl des Supreme Court hin,׳uw!5 -r! 1, wonach, trotz den Bus!, der Art. 59 und 65 der paßt -tinonsi.sehen Verfassung, der höchste Gericht-liof Palästinadie Scheidung einer Ehe von ״toieigncrs‘‘ djtroh das jüdische Rabbinnt 111gültig anerkennt, wenn da' Recht des Heimat- Staates die Ehescheidung in religiö-cr Form als wirksam anerkennt. Die-os Urteil würde vor altem für Polen einen Einbruch in die genannten Bestimmungen der palästinensischen Verfassung bedeuten und für diese Kategorie eine we-entliehe Erleichterung der Ehescheidung bis zum Erwerl) der pn'ä-tiin ii-i-dien Staatsangchorigkeit schaffen. Da- Urteil ist in seinem Wortlaut noch mclit veröden!- licht worden. Er-t aus seiner näheren Begründung wir-! zu ersehen sein, ob es auch auf Staatenlose angewandt werden kann. Walter Schwarz Aus •m*r Kritik: «)}DAS JÜDISCHE ABC**gct1S1-tin|edesllmas!» n Leinen RM 4<CtO / Fragen Sie Ihren Buchhändler. Verlag Erwin Löwe, Berlin W50 Augländerredit in Palästina Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Der Literarhi'!. .-ker der Harvard-Universität, A. A. Ra hak, hat ein Buch über!. L. Perez als Psychologen herattsgegeben. iimmmmmmümiiimiiiiiimiimmiHimjimmfHmmiiiimiminmmmiiiinniiiiitiimtMimiiiiiHimiimMiiiiiitiHiiiimmi GESCHICHTE DER JUDEN IN DEUTSCHLAND von Professor 1 smar Ellbogen Das neueslo Werk des berühmten Gelehrten Ganzleinen RM 5.80 durch alle Buchhandlungen oder vom Erich l.ichtenstein- Verlag, BerlinWSO tttiiitmiüt riiin tt 1.1! inmi ..... Adolf Böhm, Die Zionistische Bewegung. N e u auspalie in / w e 1 11,1!!den. I )1c.se.-,, seit vielen Jahren ver-;er1:1me Sf;1:1.1,11־׳,in erb, - r scheint jet/1 111 einer vom Verfasser V (5111 11 in g -1, ׳ r beit e i e 11 U n -1 W C i i e r g e f lt 11 r t C tt N e 1t :1 11 /׳ a :י e tut | 11 d i 5 c h c n V e r 1 a g, B e r I i n \V 50. Fs gehn!n zwei!Hn-ie zur Ausgabe. Der erste Rand, der im September - r--'5ei;:t,!eh.r:׳!!lt die pra/bntiMisclie Zeit und die 1 ׳״-. I!!׳ It'c •11 - 710:5 -1״.ns hi- /mit Ende des Weltkrieges. Auf fast 7511 heilen I exikott-l onnat gibt der Verfasser ein imita-scisies 1 1k! nicht mir des politischen Zionismus, sondein .auch der /ioni-ti-rhcn V o r pt schichte, der /ionistisehen t 1!• i s t e s .,.*.-ehielite, der Koloni-,Mionsarbeit in Palästina 11-« Der /weite Ihiiid erscheint im Jahre 1036. Fr führt die D.ai-trllunq bis zur Gegenwart fort. Ein neues jüdisches Kinderbuch. Soeben ist im Verlag Irwin lewe, Be!lut, ein neues kimk'rlmdi herausgekommen. Das Buch e;!t!1,:11 kleine Fr/ ihhtngen, (bedichte und Spruche von jüdischen Deinem, Dazu lut die junge Malerin Ruth Veit Simon 16 Bilder au,י der biblischen Geschichte beigesteuert, di«' zum Ansiiinlen für die Kinder bestimmt sind. Das Buch heißt ״Die bunte Schüssel“, In der Schriftenreihe ״Sofrejnu“ (Verlag Kedem) herausgegeben und bearbeitet von Dr. Knie ko, ist ein Bialik-Heft erschien en.!dasselbe enthält (in hebräischer Sprache) die Biographie P.inltk-, sowie viele tiedichtc und einiges aus der Prosa des Dichters. KALENDARIUM 1935—-34. Woche 5695 — 45. Woche Freitag 23. August 24. Samstag 24. ראה .25 Sonntag 25. 26 Montag 26, 27. Dienstag 27. 28. Mittwoch 28. 29. Donnersleg 29. א׳ דראש חדש ״ .30 Schftbbai-Atugang 5*rlin 7״ ßretlau 7י־* Frankfurt a. M. •1*. Mündien 7׳'. 19, 8. 18971 Eröffnung de* 1. ZtonUtenkongre*•«• In 5a«tl Altenburg-Meuselwitz. Eine zahlreiche Zuhörerschaft hatte sich am 11. Augii.-t chigcfuiclcn, um an der 1 lerzl-Bialik-Gedcnkfoier der ZU(., teüziiaebinen. Nach einem Gcigen-olo von den Geschwistern Freilich, Altoilnug, hielt Piediger!,'ritz Colin, A-rhers!efx׳n, e־in Referat ftIrer Herz! und Biaük. Baldenburg. Am 29. Juni sprach Rechtsanwalt Müllerhcim, Stolp. über -13' Thema: ,,Unser Weg“. Die Baldetiburger Gemeinde war fast vollzählig anwe-end. Braunschwtig. Der Makkabi veranstaltete eine llerzl-Gcdenkfeier, l>ei der 8, Goldschmidt, Berlin, das Referat hielt. Vorauf ging eine •An-pracltc von Landesrabbiner Dr. Gärtner. Die Feier wurde umrahmt von Gesängen des Herrn Lehrer Tirhauer. Dresden. Die ZOG. hat nach den Ferien intensiv zu arbeiten be. gönnen. Einen würdigen Verlauf nahm eine IIcrzl-BiaUk-Feier, «n deren Mittelpunkt eine Rede von Lan-Icerichtsdirektnr a. D. Alter- *hum stand. — In einem Heimabend berichteten die Herren Dr. Hurwitz und Maerzon über ihre Eindrücke auf einer Palästina-Reise. —- Am Tischa bcaw veranstaltete die ZOG. einen Rund gang ,um die Gräber verstorbener Zionisten, an den sich eine von Herrn Wieselmann gehaltene Gedenkrede schloß. -— Bei der Generalversammlung am 17. August wurde der bisherige Vorsitzende der ZOG., Herr Hermann Schocken, zum Ehrenvorsitzenden gewählt. 1. Vorsitzender wurde Herr Bochner. Weiter wurden in*den Vorstand gewählt die Herren Bad ner, Dankner, Dym, A. Fischl, Kandel, Karpf, Raismann, Rosenkranz, Schatz, Vogel und die Harnen Frau Fürstenfeid und!•'rau Dr. Ilandzel. Essen. Am 21. Juli gedachte die Jugend der zionistischen Bünde Theodor Ilcrzls und Claim Nachmnn Bialiks anläßlich ihrer Todestage. — Id der Zionistischen Ortsgruppe sprach am 18. Juli Theo lierg über Probleme zum XIX. Zionistenkongreß. — Am 25. Juli gaben im Kahme״ einer S-ichalt Dr, Bercts und Dr. Kahn Belichte über ihre Palästina-Reisen. Ncldenstcfn. Hie Gemeinde spendete «lern KKL zwei Bäume für Palästina. Nürnberg-Fürth. Die Zionistische Ortsgruppe konnte nach längerer Pause ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Am 11. Juli sprach Dr. I. Bambcrger über Eindrücke von seiner Palästina-Reise. Der Abend wurde von Dr. A. Löwenthal geleitet. Schwelnfurt. Ant 22. Juli fand die Griindungsversamtnlung einer Zionistischen Ortsgruppe statt. Die Leitung hat Dr. Fritz Stein, zum Schekel-Kommissar wurde Herr Lehrer Neuberger in Nieder, werrn, als Kassierer Fr!. Ilse Forchheimer bestellt. Würzburg. Der Jüdische Lehrervcrein für Bayern veranstaltete einen viertägigen Fortbildungskursus, den er mit Unterstützung der Reichs- Vertretung der deutschen Juden, des Verbandes Bayerischer Israeliti- -eher Gemeinden und der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung durchgeführt hat. Fragen der Unterrichtsgestaltung nahinen einen wesentlichen Teil der Tagungszeit ein. Oberlehrer Moritz Rosenfeld (München), der 1, Vorsitzende des Jüdischen Lehrervereing für Bayern als Tagungsleiter, begrüßte die Teilnehmer, die aus allen Peilen Bayerns, aus Württemberg, Baden, Sachsen, Hamburg und Berlin gekommen waren. Justizrat Dr. Haas begiiißte namens des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden und der Israelitischen Kuliu-gcinciiuii■ Wiirzbutg die 1.einer. Bc/irk-rabbiner l)r. ilanover (\\ ürzbmg) retetieru• über ״Prophetenlektimfür die reifere fugend“. Karl Adler (Stuttgart)! Huit uihuü Kuf'us lihcf' <k׳ü fu‘sanj^Niu1!rrrir!u an der jüdischen .Schule. .Studienrat liirnhcimer sprach über ״Vererbung— und Rassenlehre des jüdischen Volke-“. Haupllchrcr Uhl-!ekler behandelte die Oberstufe der Volksschule und ihre besonder• .soziologische, wissenschaftliche und praktische Problematik. Ucb-1 jüdische Kunstaltertiimer sprach Dr. Heinrich I'euchtwanger (Mihidien). Seminarrabbiner Weiß (Wiirzbtirg) bchamlehe die Methodik der Mi'dma. Zwei Referate behandelten Palästina im Unterricht: Seminardirektor Stoß (Würzburg) führte in den geologischen und landschaftlichen Aufbau des Landes ein; Dr. Bambcrger (Nürnberg) entwarf ein lebendiges Bild vom Erez Israel der Gegenwart. Ein Ausspracheabend mit 'Professor Dr. Kantorowiez (Mitrclstelle) gab den Kursusteilnehntern die Möglichkeit, sich über die Aufgaben der jüdischen Erwachsenenbildung zu unterrichten. —• ln Verbindung mit dem Fortbildungskur-us lan-1 die Mitgliederversammlung d- , Bayerischen Lchrcrvcrcins statt. Der Vorsitzende, Oberlehrer Roscnfcld (München) gab einen Bericht über die Tätigkeit des Vereins. Die Neubestclltmg der Verwaltung ergab die Wiedercinsetzung der bisherigen VcrwaHung: Oberlehrer Rosenfeld (Müiieher!) als 1., Dr, Bambcrger (Nürnberg) als 2. Vorsitzender, und Hauptlchrcr Max Adler (München) als Schriftführer. Dr. Weile: (München) vom Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden hieb ein Referat über die Bedeutung und Aufgaben des jüdischen Lehrers in dieser Zeit. Familien - Nachrichteti ]•'rau R. Front tu, München, Rumford-tr. 8, begeht am 24. /August den 80. Geburtstag. Herr Adolf 11 o 11 :1 e 11-1 e r, Bredati, Gabitzslr. 142-144, begeht am 27. August den 60. Geburtstag. Der 1. Vorsteher der Gemeinde Wattenscheid, Karl Kaufmann und Frau F.mtna, geh. Iloffmami, begingen am 21. August die silberne Hochzeit. Herr Adolph Salomon und Frau Viktorinc, gcb. Schloß, Neuwied, begingen am 12. Anglist die goldene Hochzeit. Herr Louis Siegel, Frankfurt am Alain, Mendelssohnstr. 45, begehn am 5. September den 70. Geburtstag. Herr Moritz Wiener, Gleiwitz, Langpstr. 15, begeht am 25. August den 60. Geburtstag. Bar Nlizwah - Termine Am 31. Augu-t —• 2. Elul: Manfred Deutsch, Sohn von Saul Deutsch, Heidelberg, Landhausstr. 11. Die Firma Daniel Guggenheim, Braugerste- und Futtermittel- Großhandlung in Worms, blickt am 25. August, auf ihr hundertjähriges Bestehen zurück. Linoleum für Treppen, Liden, Zimmer und Küchen OroBes Lager In Cocos, Boucle - u. Velourlaufern Begründet 1B98 l a. Referenzen Anschi, kosten!. Fritz Inhaber Kerpet Stoehr Memhardstr. 18 frühere MUnzstr. 17 E1Bero(!na1266'67