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Jüdische Rundschau · 1935-08-23 · Heft 68 (23.8.1935) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 68 (23.8.1935)
Date
1935-08-23
Page
– (sequence 16)
Language
German
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6 1 »**!«׳$ Jüdische Rundschau NR. 68, 23. VIII. IV35 Die Wilnaer Wissenschaitstagung: Eröffnung: der Iwo - Konferenz Wilna, 21. August. (JTA.) In Wilna wurde die Konferenz des Jiddisch-Wissenschaftlich en Instituts (Iwo) eröffnet. Etwa 500 Delegierte hatten sich im Hause des Instituts versammelt. Man sah auch viele nichtjüdische Persönlichkeiten und Vertreter litauischer wissenschaftlicher Institutionen. Prof. Siinon Dubnow hielt eine längere Rede über die Bedeutung der Iwo, die er in Parallele mit der Hebräischen Universität in Jerusalem setzte. Beide würden sich, so sagte er, in ihrer Tätigkeit ergänzen. Er wies darauf hin, daß die Konferenz mit dem zehnjährigen Jubiläum des Jiddisch-Wissenschaftlichen Institutes Zusammenfalle, während vor kurzem die Hebräische Universität ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte. Er wandte sich sodann gegen den Dualismus von Hebräisch und Jiddisch. Schon zur, Römerzeit habe es gleichzeitig zwei Kulturzentren in Jerusalem und Alexandrien gegeben. Auch heute brauche keine Konkurrenz zwischen beiden Einrichtungen zu herrschen. Am Nachmittag fand unter dem Vorsitz von Prof. Dubnow und A, Tscherikower die erste Wissenschaftliehe Vollversammlung statt, an der 600 Personen teilnahmen. Die Sitzung war der jüdischen Oeschichtsforschung gewidmet. Prof, Dubnow hielt ein Referat über die Aufgaben jüdischer Geschichtsschreibung. Der Vortragende gab einen Ueberblick über die bisherige Entwicklung der jüdischen Geschichtswissenschaft und zog einen Vergleich zwischen den Aufgaben der Hebräischen Universität und denjenigen des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts. Ueber jüdische Geschichtsforschung in Rumänien sprach der Bukarester Gelehrte Dr. M. A. H a I e v y. Ein sehr ausführlichcs Referat über jüdische Geschichtsforschung in Amerika hielt Dr. Jakob Sch atz k y. Der Redner wies auf die Notwendigkeit hin, eine soziologische Darstellung der Geschichte zu schreiben, da sich der Mangel einer solchen Arbeit empfindlich fühlbar mache. Die wirtschaftliche Lage der Juden in Litauen behandelte Dr. H. Landau. Im Anschluß an die geschichtswissenschaftliche Sitzung entwickelte Dr. Philipp Friedmann ein umfassendes Programm für die Organisierung der jüdischen Geschichte« Wissenschaft in der ganzen Welt. Die wissenschaftliche Arbeit soll um das IWO und seine historische Sektion konzentriert werden. Dr. Michael Weichert legte in einem Vortrag die Bedeutung der historischen Theaterforschung für die Entwicklung eines schöpferischen jiddischen Theaters dar. Der jiddische Pen-Klub in Wilna und Warschau hat anläßlich der Tagung einen ״Tag der jiddischen Literatur“ organisiert. M. Wan wild sprach über die jiddische Sprache als nationalen Lebensfaktor, Dr. Jacob Schatzki über die Rolle der jiddischen Schriftsteller in der amcrikanisch-jiddisehen Kulturbewegung. Mosche S c h a 1 i t behandelte jn seinem Referat die Aufgaben des jiddischen Pen-Klubs, dem jetzt 150 Schriftsteller, davon ein Drittel in Polen, angeschlossen seien. Nachman M c i s e 1 gah einen Bericht über 20 Jahre jiddische Literatur. S. Reisen referierte über die jiddische Presse, wobei er feststellte, daß nach den Erhebungen der bibliographischen Abteilung des Iwo im Jahre 1934 367 jiddische periodische Publikationen, davon 75 Tages- Zeitungen, erschienen, gegenüber 50 im Jahre 1926. Weitere Referate erörterten die Lage der jiddischen Literatur in Rumänien, Palästina un<1 anderen Ländern. Am dritten Tage der Beratungen wurde vormittags die Aussprache über die bisherige Arbeit des Instituts und die Richtlinien seiner weiteren Tätigkeit fortgesetzt. Das starke Interesse an den Verhandlungen hielt unvermindert an. Im weiteren Verlauf der Tagung wurde der Saal für das jiddische Kunstmuseum heim lwo eingeweiht. Bei dieser Oelegenheit wurde die erste Ausstellung von Werken des Malers Marc Chagal in Polen eröffnet. Der fünfte Tag der Tagung brachte ein mit großem Interesse aufgenommenes Referat des einzigen nichtjüdischen Forschers, der an der Tagung tcilnimmt, des Dr. Franz Berenek über Jiddisch in der Tschechoslowakei. Dr. Joseph Dav i d s o h n, Kopenhagen, berichtete über Methoden zur Erforschung der jiddischen Kultur, Dr. Diamand, Czernowitz, über jiddische Volkskunst. In der Sektion für Pädagogik wurden ebenfalls größere Referate gehalten. Die historische Sektion tagte unter dem Vorsitz von Dr. Schatzky, New York, der den Wunsch nach einer internationalen Verbindung der Geschichtsforscher zum Ausdruck brachte. gaben, wie die, einen solchen Abgewiesenen zu beschwichtigen. Oft genug muß ein Gesuch abgelehnt werden, obgleich der Bewerber alle Voraussetzungen erfüllt, einzig und allein darum, weil es nicht ebensoviel Zertifikate wie geeignete Anwärter gibt. Dies trifft vor allem die Aeiteren, die 35- bis 45-iährigcn, für die es erst seit zwei Jahren überhaupt Zertifikate gibt. Das Angebot aber ist so gering, die Nachfrage so stark, daß Härten nur selten vermieden werden können. Zu den ״Abgewiesenen“ bzw. ״Zurückgestellten“ gehören nicht allein mittellose Bewerber, auch die ״Kapitalisten“ müssen jetzt ihre Reihe abwarteu. Das von der Reichsbank zur Verfügung gestellte Devisen-Kontingent reicht keinesvvegs dazu aus, um allen Antragstellern sofort die gewünschten Devisen zuzuteilen. Auch die ״Kapitalisten“ haben sich jetzt in Geduld zu fassen, bis sie ihre Auswanderung vollziehen können, und es kann schon geschehen, daß nach dem bekannten Sprichwort ein Kamel eher durch ein Nadelöhr kommt als ein Reicher ins Himmelreich — nämlich zur Alijah. Die Herren aus ״Kategorie A“ und die Umschichtler, die Unternehmer und die künftigen Siedler, noch sitzen sie alle im großen Warteraum in der Meinekestraße, auf der langen Bank unter der geographischen Karte, dtp in buntem Relief das Land zeigt, nach dem sie alle streben, Palästina. Ihre Gespräche haben alle das gleiche Thema: die Alijah, und wie kommt man zu einem Zertifikat? Da sitzen die Schönfärber, die nur von ״Milch und Honig“ wissen, neben den Miesmachern, die allein der Not gehorchend sich zur Auswanderung entschlossen haben und alles besser wissen, die ältesten Schekelzahler neben funkelnagelneuen Mitgliedern der Zionistischen Organisation, den ״Neu-Zionisten“, bei denen nach dem Ausspruch eines prominenten Zionisten die Palästina-Beratungsstelle zuweilen zur Palästina-Abratungsstelle werden muß, da sie weder beruflich noch persönlich irgendeine Eignung für das Land mitbringen und die Forderung, vor der Alijah die Sprache des Landes zu lernen, als eine persönliche Schikane betrachten. Da gibt es die vorsichtigen ״Man-kann-nie-wissen-Zionisten“, die rasch noch das Mitgliedsbuch erworben haben und nun siegessicher das Zertifikat verlangen. Sie lesen eifrig in der Informationsbroschüre des Palästina-Amts, der ״Alijah“, und glauben, damit ihren Tribut an die zionistische Literatur gezahlt zu liabcn. Sifimer/c'nskinder Sic sind nicht die einzigen Sorgenkinder des Palästina- Amts. Da gibt es noch den Schrecken jeder Sprechstunde, den ״Herrn von außerhalb“. Er ruft garantiert eine Stunde nach Schluß an. Ist immer ganz zufällig in Berlin. Kann sich leider niemals an die Sprechstunden halten. — Es gibt so viele ״Herren von außerhalb“, die wie ein Sturmwind in die friedliche Nachmittagsarbeit einbrechen. Es ist nur schwer erfindlich, warum <He.se Herren von außerhalb immer so plötzlich nach Berlin reisen und sich auf keinen Fall mehr rechtzeitig anmelden können. ״Der Herr von außerhalb ist de!" — Die Stenotypistin muH ihren diktatbereiten Stenogrammblock wegpacken. Die eilige Post bleibt zurück. Die Informationen im Falle 13. können erst morgen früh eingeholt werden. Der Nachmittag, ohnehin schon zu kurz für den umfangreichen Innenbetrieb, geht zuweilen auch noch in der Beratung jener Herren von außerhalb drauf. Ein Schmerzenskind ist auch die eilige Dame am Telephon. Sic hat sich ״die Sache mit Palästina“ gerade mal rasch überlegt und möchte nun gern alles gründlich und haargenau erklärt haben. Sie fragt unbekümmert darauflos. Sie sicht weder den Sprechstuivden-Besucher, der schon unruhig auf seinem Beratungs-Sessel hin- und herrückt, noch weiß sie etwas vom überfüllten Warteraum draußen, dem überquellenden Postkorb auf dein Tische neben dein Telephon — sie weiß nur: für ihren Telephongroschen möchte sic ihre Auskunft haben. Mit Vorliebe fragt sie drei- und viermal nach den gleichen Dingen, zumeist Fragen, die durch einen Blick in die Informationsbroschüre ״Alijah“ beantwertet werden könnten. Wenn dann die Antwort ein wenig kurz ausfällt — nun, da dein 1mm es ja wieder... Das böse Palästina-Amt! Duscr Warlerauin der Memckestraße ist mit allen guten Vois.it/cii gepflastert, liier ist ein jeder zu der berüchtilgten ״jeden Arbeit“ bereit, liier ficht ihn kein Klima- Problem au, liier nt er allen Strapazen gewachsen. Hier kann er es nicht mehr erwarten, Spaten und Pflug zu füllreu rxler Dung aufs Feld zu fahren bei 35 Grad im Schatten. Hier schwirren noch edelküline Gelöbnisse durch die Luft: .... . endlich mal ein neues Leben beginnen“, ״am jüdischen Aufbauwerk mit;!!׳beiten“, hier wollen alle nur das Beste. Es ist gar nicht zu ergründen, wo bei manchen dieser Atifliau-1 Jithusiasten all die herrlichen Vorsätze hingeraten, sobald sie ihren Bestimmungsort erreicht haben, — das Land, wo die ״Pardessim“ bliihn .... Weltkonferenz polnischer Juden im Auslande Inder Zeit vom 7. bis /.um 11. September findet in London die erste W e 11 k o 11 1 e 1־ e 11 z aller Verbände und Organi* sationcsn der im Ausland lebenden polnischen Juden statt. Die Initiative dieser Konferenz liegt in der Hand der ״Federation of Polish Jcws“ in England, deren Präsident Nahuni S o k o 1 o w äst, und des Mitteleuropäischen Organi- Sations-Komitees, an dessen Spitze Dr. Taubes, Amsterdam, steht. Die Konferenz, die über parteiisch ist und keinen politischen Charakter trägt, wird in erster Linie sich damit zu beschäftigen haben, eine großangelcgtcHilfsa k t i 0 n in der ganzen Welt zugunsten der notleidenden p o I n i s c h e n J u d e n in die Wege zu leiten. Sic wird von Delegationen ans verschiedenen Ländern, u. a. aus Amerika, Argentänien, Brasilien, Frankreich, Griechenland, Kanada, Mexiko usw, beschickt sein. Auch der Verband der polnischen Juden Palästinas wird an der Konferenz teilnehmcn. Die Delegation zur Konferenz aus Deutschland besteht vorläufig aus folgenden Personen: Ehrmann, Kornfeld, Dr. Meitlis und Vortrefflich in Berlin, Bayer (Köln), Katz (Essen) und Fuchs (Oberhausen). Die Konferenz wird sich auch mit den Auswandererngsproblemen der polnischen Juden aus Deutschland zu beschäftigen haben und eine Weltorganisation der polnischen Juden, die außerhalb der Grenzen Polens wohnen, schaffen. Namhafte Persönlichkeiten des englisch-jüdischen Lebens haben ihre Unterstützung zugesagt. (Wir werden über den Verlauf der Konferenz berichten. Red.) M. Professor Umberto Cassuto, der Inhaber der Lehrkanzel für hebräische Sprache an der Universität Rom, hat ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes bisher unbekanntes Bikinis des Maimonides entdeckt. Die Konferenz des Misrachi Von unserem Korrespondenten s. Warschau, 15. August Zum zweitenmal wurde nach Krakau die Weltkonferenz des ״Misrachi“ einberufen. Seit der vorletzten Tagung in Krakau, die eine scharfe oppositionelle Stellung gegenüber der Zionistischen Exekutive beschloß, haben sich innerhalb des ״Misrachi“ die Gegensätze noch mehr verschärft. Der ״Misrachi“ bildet heute — und dies wurde jetzt in Krakau auch formell festgestellt — keine einheitliche Organisation mehr. Diese Entwicklung wurde beschleunigt durch die Stärkung der misraehistischen Arbeiter, des ״Hapoel Hamisrachi“ in Palästina, die einen sichtbaren Ausdruck bei den letzten Kongreßwahlen in Erez Israel erhielten und durch die separa- Klare und erschöpfende Antwort .u« all• Fragen dar Auswanderung nach Palästina gibt die amtlich« InformationsbroschQra des Palfistln•- Amtas, Berlin Vf ALIJAH“ (Sommer 1935) 120 Saiten stark, mit groBar PalSetina-Karte In deutscher Sprach• Praia: BO Rpf, Zu beziehen durch die Buchhandlungen und das Palfiatlna- Amt, Verlag• •Abteilung, Berlin W 15, MalnakastraBa 10 tistischcn Tendenzen, die sich unter dem Druck der Revisionisten noch fühlbarer machten. Wahrend der fünftägigen, oft sehr stürmischen Beratungen, i" Krakau führten alle diese sich oft widersprechenden Meiinnigen zu heftigen Auseinandersetzungen, die mit einem Kompromiß endeten. Fast sämtliche Delegierte beklagten sich über die Be- Ziehung des Jischuw in Palästina zu den religiösen Postulaten des ״Misrachi“ und führten dies als Hauptgrund an, warum der Misrachi mit der gegenwärtigen Mehrheit nicht zusammenarbeiten könne. Auf dem XIX. Kongreß in Luzern soll aber — darauf einigte sich nach langen Verhandlungen die große Mehrheit der Konferenz — der letzte Versuch unternommen werden, die anderen zionistischen Gruppen zu überzeugen, daß den Forderungen des ״Misrachi“ stattgegeben werden müsse, ln Krakau erwähnte man u. a. als Vorbedingung des Eintrittes in eine Koalition, daß das Majoritätsprinzip aufgehoben und sämtliche Postulate des ״Misrachi“ im vorhinein angenommen werden müßten. Den Vorschlag Dr. Schwarzbarts, der die Konferenz im Namen des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten begrüßte, auf dem XIX. Kongreß mit der Gruppe ״B“ zusammenzugehen, haben die Misrachi-Führer skeptisch aufgenommen, mit der Begründung, auch in den Reihen des ״Weltverbandes“ kein Verständnis für das Programm des ״Misrachi“ zu finden. Im Namen des ״Misrachi Hawatik“ haben Rabbiner Ostrowski und Prof. Pick, ohne die Richtigkeit der vorgebrachten Kritik zu bestreiten, der Konferenz Wege gewiesen, wie allmählich das Programm des ״Misrachi“ zu realisieren sei; nicht durch fruchtlose Opposition, sondern durch schöpferische Arbeit im Geiste des ״Misrachi“ in Palästina und durch unaufhaltsames Bestreben, die anderen Gruppen im Wege der verantwortlichen und positiven Zusammenarbeit‘mit ihnen, von der Richtigkeit der misraehistischen Forderungen zu überzeugen. Rabb. Ostrowski wies auf das misrachfstlsche Schulwesen in Palästina und auf die Leistungen und Anerkennung des ״Hapoel Hamisrachi“ als Beweis für die Richtigkeit dieser Methode hin. Die Konferenz hat sich zwar dadurch nicht beeinflussen lassen, die Gruppe des ״Misrachi Hawatik“ wurde aber in den Ländern, wo sie existiert, als besondere Fraktion innerhalb der Misrachi-Organisation anerkannt Ein verhängnisvoller Beschluß aber wurde nach einer sehr stürmischen Debatte am Schluß der Konferenz gefaßt, um den anderen Flügel der Organisation zu befriedigen, und zwar diejenige Gruppe, die mit den Revisionisten sympathisiert. Auf Vorschlag der Rabbiner Fischman und Amiel wurde mit einer Mehrheit von 55 gegen 47 Stimmen beschlossen, denjenigen Punkt im Statut des ״Misrachi“ zu streichen, wonach die Mitgliedschaft im Misrachi mit dem Erwerb des zionistischen Schekels verbunden ist. Auf Grund dieses Beschlusses werden also jetzt dem Misrachi auch Mitglicder angehören können, die nicht Angehörige der Zionistischen Weltorganisation sind und die nationalen Fonds nicht unterstützen. Dieser weitgehende Beschluß bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte des ״Misrachi“. Die Weltkonferenz de■ Haschomer Hazair beendet Prag. 19. August. (JTA.) Die IV. Weltkonferenz des Haschomer Hazair in Poprad ist beendet worden. Die von den verschiedenen Kommissionen ausgearbeiteten Vorschläge sind zum größten Teil angenommen worden. Die Beschlösse zeigen die Tendenz., die Bewegung zu einer Einheit zusammenzuschweißcn. Bisher bestand lediglich eine Koordination der Landesorganisationen. Im Mittelpunkt der Erörterungen in der letzten Sitzung stand die Hachscharah und die Arbeit im Hcchaluz. Aus den Berichten ging hervor, daß allein in Polen etwa 21X10 Schomrirn aut ,Hachscharah sind. Lebensrettung. Der Kantor an der Kopenhagener Jüdisehen Gemeinde, Leo Grabowski, hat während seines Ferienaufenthaltes in einem dänischen Seebad eine Dame aus dem Saargebiet vom Tode des Ertrinkens gerettet. Der Vorstand des Israelitischen Frauenvereins Neustettin teilt mit, daß jüdischen Reisenden, die in dortigen Hotels als nicht erwünscht gelten, durch den Israelitischen Frauenverein Zimmer gegen geringes Entgelt bei seinen Mitgliedern nachgewiesen werden können; auch besteht Möglichkeit für Unter- Stellung von Kraftwagen. Telephonische Bestellungen werden unter Nr. 676 entgegengenommen. Bücherspenden für die Jüdische Nationalbibliothek. Einzelne Werke und ganze Bibliotheken nimmt die Zentralsammelstellc für die Jüdische National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem (BZV., W 15, Meinekestr. 10, Tel. J 1, 7165) entgegen. Kostenlose Abholung durch die ״Gepäckfahrt“ (j 1, 8888). Erika Miiee, die kürzlich in Hamburg mit ihrem Tanzspiel ״Vom Zauberberg“ in der Jüdischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft sehr großen Erfolg hatte, erhielt vom Hamburger Amt für Leibesübungen die Erlaubnis für Berufsausbildung io Tanz und Gymnastik. Paläftina Anii BerUn 9IW1IM A 4 BNCY FOR. PALEfiTlNB W15; Meinekestr. 10, Telephon: Jl, Bismarck 7165/70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 16708. Die in letzter Zeit sehr stark zunehmende Belastung der Beratungs-Abteilungen des Palästina-Amtes Berlin durch auswärtige, nicht angemeldete Besucher, macht den Hinweis notwendig, daß die Beratungs-Abteilungen Sprechstunden ledig-!Ich am Vormittag in der Zeit von 1/210 bis 12 Uhr, und zwar von Montag bis Freitag, abhalten. Die Erledigung der ebenfalls immer stärker anwachsenden Korrespondenz auswärtiger Ratsuchender macht es unmöglich, außerhalb der Sprechzeit Besucher zu empfangen. Alle auswärtigen Besucher des Palästina-Amtes Berlin werden daher hierdurch dringend gebeten, sich rechtzeitig schriftlich unter genauer Angabe der Besuchszeit anzumelden, da sie andernfalls nicht darauf rechnen können, noch am gleichen Tage empfangen zu werden. Die Beantwortung schriftlicher Anfragen erfolgt nur bei Voreinsendung eines Unkostenbeitrages von 1,—• RM. in Briefmarken. Die Forderung der Stunde — Neuer Boden für neue Kolonisation Spenden an den KEREN KAJEMETH LEJISRAEL, BERLIN W15, Meinekestraße 10 * Postscheckkonto: Berlin 28247

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