Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 67 (20.8.1935)
- Date
- 1935-08-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 67, 20. VIII. 1935 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 7 ׳" Um die jüdische Repräsentanz Vorwahlen zum polnischen Sejm Von unserem Korrespondenten s. Warschau, 16. August Die neue Wahlordnung zum polnischen Parlament hat das Elektorensystem eingeführt, indem Wahlkollegien, zusammengestellt von Vertretern kommunaler und wirtschaftlicher Selbstverwaltungskörperschafton sowie professioneller Verbände, in jedem Wahlkreis Kandidaten, die sich um die Stimmen der Wälder zu bewerben haben, nominieren. Da auf jeden Wahlkreis nur 2 Mandate entfallen und das Proporzsystem abgeschafft worden ist, ist es klar, daß Minderheitsgruppen überhaupt keine Aussichten haben, nach der neuen Wahlordnung ihre Kandidaten aufzustellen. Die polnischen Oppositionsparteien, nämlich die Sozialdemokraten, die Nationaldemokraten und ein Teil der Bauernpartei, haben angesichts dieser Situation Wahlabstinenz beschlossen, obwohl sie mancherorts in den Wahlversammlungen einzelne Vertreter, zumeist Delegierte der Arbeiterverbändc, hatten. In einer viel schwierigeren Situation waren die n a t i o - nalen Minderheiten. Die Meinungen bei ihnen über die cinzuschlagende Wahltaktik waren verschieden, man entschied sich aber meistens für Wahlbeteiligung, da die Situation der nationalen Minderheiten von der der polnischen politischen Minderheiten eine prinzipiell verschiedene ist. Die nationalen Minderheiten sollen — argumentierte man mit Recht — bei jedem Regierungs- und Staatssystem auf ihrer parlamentarischen Vertretung beharren, zumal 'bei Einführung der netten Ordnung ausdrücklich betont wurde, daß die nationalen Minderheiten ihrer parlamentarischen Repräsentanz nicht beraubt werden sollen, während aber die Regierung sich mit der ukrainischen Bevölkerung in Ostgalizien verstaudigte und ihr die bisherige Vertretung im Sejm sicherte, wurden die Aussichten der d e 111 s c 11 e n und jiidisc h e 11 Minderheit bedeutend geschmälert. Für die Deutschen wurde nur ein Wahlkreis (in Kaltowitz) bestimmt, jedoch ist bei der Wahl- Versammlung kein einziger deutscher Kandidat tatsächlich dttrehgegangen. Den J uden wurden folgende Wahlkreise (mit ie einem Kandidaten) zugeteilt: Warschau, Lodz, Lemberg, Wilna, Krakau — aber in keinem dieser Wahlkreise (mit Ausnähme von Warschau) ist es den jüdischen Kandidaten möglich, ohne Unterstützung n i c h t j ü d i s c 11 e r Eicktoren nominiert zu werden, d. h. also, daß sich daher die Regierung dadurch die Auswahl der ihr genehmen Kandidaten sicherte. Die jüdischen Parteien standen dieser Situation ziemlich ratlos gegenüber; die zionistische öffentliche Meinung war geteilt, eher zur Wahlabstinenz geneigt (die Grünbaum-Gruppe hat diese auch beschlossen), aber das schlimmste ist, daß allerhand Parteicliquen und persönliche Ambitionen ans Tageslicht kamen, die ein trauriges Bild des Mangels an Verantwortungsgefühl hervorriefen. Die ״Agudah“, der Unterstützung seitens der Regierung sicher, pochte auf ihre Privilegien und verlangte die größte Zahl Mandate, unbekannte Vertreter jüdischer wirtschaftlicher Organisationen traten mit unbegriindeten Ansprüchen auf, und schließlich meldeten auch Führer der zahlenmäßig kleinen jüdischen Kriegstcilnehmcrorganisation ihr Anrecht an. Vorgestern haben nun sämtliche Wahlkolicgien im l.ande ihre Sitzungen abgehalten und das Resultat ist für die Juden ein z.iemlich trauriges. In drei Wahlkreisen sind jüdische Kandidaten fast reibungslos durchgegangen, und zwar in Lernborg (der bisherige zionistische Abgeordnete l>r. Sommerstein), in Wilna (der Führer des ,,M i s - r a c h i“ Rabb. R u h i n s t ei n), und in Lodz (der Agudist M i n z b e r g). Dagegen ist in Krakau der Senior der jüdischen Parlamentarier Dr. T11 o n dnrchgcfallcn und mit fast nur nichtjüdischen Stimmen ein der jüdischen Oeffentliclikeit vollständig unbekannter Vertreter des dortigen jüdisehen Frontkämpfervereins, namens Leopold Spiro, nominiert worden. In Warschau — wo bei engem Zusammenschluß auch zwei jüdische Mandate zu erreichen sind — gaben die Juden ein trauriges Schauspiel nationaler Zerrissenheit. S e c 11 s Kandidaten stritten tun die Gunst der nichtjüdischen Elektoren. Sensationcll war der Ausgang der Abstimmung, als sicli 11erausstellte, daß der Agudahführer und bisherige Abgeordnete in Warschau, Rabb. Lew in, weder die Stimmen der Nichtjuden, noch eine genügende Zahl der jüdischen Stimmen auf sich vereinigen Konnte, also seine Kandidatur nicht mehr wird aufsteilen können. Diese allenthalben als verdient angesehene Niederlage der ״Agudah“ fand in jüdischen und nicht jüdischen Kreisen einen sehr starken Widerhall. Am 8. September werden nun die jüdischen Wähler zwischen den Kandidaten zu entscheiden haben. Auch bei jüdischer Massenbeteiligung und einheitlichem Vorgehen werden manche jüdische Kandidaten auch auf nicht jüdische Wähler angewiesen sein, um ein Mandat zu erreichen. Also: zahlenmäßige Reduzierung der jüdischen Repräscntanz, (im vorletzten Sejm saßen 9 jüdische Abgeordnete, jetzt werden es •1—5 sein), Unmöglichkeit freier Selbstbestimmung und unabhängiger Auswahl jüdischer Kandidaten, Hinein- Ziehung nichtjüdischer Faktoren in das innere politische jiidische Leben — das sind die Resultate der neuen Wahlordiiung für die polnischen Juden. Ausschlüsse und Verbote Der Gauleiter für Braunschweig und Anhalt, Loeper, hat folgenden Aufruf erlassen: ״Die NS-Hago hat die Geschäftswelt aufgefordert, Schilder anzubringen mit dem Inhalt: Juden sind hier unerwünscht! Ich fordere alle Parteigenossen auf, insbesondere befehle ich allen Parteidienststellen, nur dort zu kaufen, wo man Juden nicht wünscht. Diejenigen Geschäfte, welche diese Schilder nicht haben und also trotz aller Aufklärung weiterhin auf Geschäfte mit Juden Wert legen, können nicht erwarten, daß Nationalsozialisten in ihren Geschäften Gefahr laufen, mit Juden zusammen/utreffen. Wir überlassen gerne den Judengenossen die Juden. Der Deutsche geht zum Deutschgesinnten.“ Bisher konnten nichtarische Firmen in den Kölner Verkehrsverein aufgenommen werden. Man ging dabei von dem Gesichtspunkt aus, daß die Nutznießer der Werbetätigkeit der Stadt und des Verkehrsvereins auch die jüdischen Geschäfte seien, und daß sie sicli deshalb an der Aufbringung der Werbemittel grundsätzlich zu beteiligen hätten. In der Vorstandssitzung des Kölner Verkehrsvereins wurde laut ״Frankf. Zeitung“ vom 13. 8. darauf hingeviesen, daß die Plakette des Vereins, die man allen Mitgliedertt und somit auch den nichtarischen Firmen zugestanden habe, von diesen zur Tarnung für ihre Geschäfte benutzt worden sei. Der Verkehrsverein beschloß deshalb, die j ü - dischen Mitglieder — es handelt sich um 102 Firmen — aus der Organisation auszuschließen. In Wismar wurde nach einer Meldung der ״Frankf. Zeitung“ vom 13. 8. die feierliche Einweihung eines Prangerkastens vorgenannten. Nach einer Ansprache des Kreis- Schulungsleiters Sch öl er verlas ein SA-Führer die Namen solcher Personen, die in jüdischen Geschäften gekauft hatten. Die erste Liste dieser Personen wurde im Prangerkasten aufgehängt. Der Oberbürgermeister von Coburg gibt in einem Runderlaß der Erwartung Ausdruck, daß alle Beamten, Anestcliten und Arbeiter der Stadt und ihre Ehefrauen und Inder Juden weder geschäftlich unterstützen, noch irgendwelche gesellschaftliche Beziehungen mit ihnen pflegen. Von dem, der das nicht tun zu können glaubt, werde erwartet, daß er aus den Diensten der nationalsozialistischen Stadt- Verwaltung ausscheide. Der Bürgermeister von Langenselbold (Hessen- Nassau) hat in einer Bekanntmachung u. a. bestimmt, daß Unterstützungsempfänger, die mit Juden irgendwie in Vorhindüng stehen oder treten, den Anspruch auf Unterstützung durch die Gemeinde verlieren. In Oschersieben (Bode) tragen seit einigen Tagen die von nichtjüdischen Inhabern betriebenen Geschäfte und Gaststätten Zettel mit der Aufschrift: ״ich verbiete jedem Juden das Betreten meines Geschäftes! Der Inhaber.“ Einige wenige sind mit der Fassung: ״Juden unerwünscht!“ vertreten. Der ״Lübecker General-Anzeiger“ vom 11. 8. berichtet, daß an die jüdischen Viehhändler und einen jüdischen Viehtreiber die Aufforderung gerichtet wurde, den Lübecker Nutz- und Zuchtvieh-Markt für immer z־u verlassen. Die Arbeitsgemeinschaft der Käufer und Verkäufer am neuen Nutzviehmarkt zu Oldenburg hat, wie die Essener ״Natiaoalzeitung“ meldet, den jüdischen Händlern die Mitteilung zugehen lassen, daß ihr Erscheinen zum Eröffnungsmarkt nicht erwünscht ist. Diese Maßnahme sei auf Wunsch der Bauernschaft und der deutschen Vieh hlndlerschatt angeordnet worden. In der Stadt Schlüchtern (Hessen-Nassau) sind an den arischen Geschäften Plakate angebracht worden, die Juden den Zutritt verbieten. Jüdische Geschäfte und Privat- Itiuser sind durch gelbe Zettel mit der Aufschrift .Jude“ kenntlich gemacht. Auch in der Umgebung von S c h 1 fl c h - t e r n sind an zahlreichen Gehöften Plakate angebracht, mit der Aufschrift: ״Der Zutritt zu diesem Gehöft ist Juden verboten“. Der Dortmunder Oberbürgermeister hat angeordnet, daß Juden im Stadtleihamt weder Gegenstände versetzen, noch an öffentlichen Versteigerungen teilnehmen dürfen. Ebenfalls werden von Juden aufgekaufte Pfandscheine weder eingelöst noch erneuert. Die NSV. des Kreises L ü b b e n warnt die Volksgenossen vor Einkäufen in jüdischen Geschäften. Wer trotzdem die Ehr- und Instinktlosigkeit an den Tag legt, geht der Betreuung durch das Winterhilfswerk verlustig. Der Gemeiuderat in Steinkirchen bei Lübbeit hat beschlossen, keinem Juden den Erwerb von Haus- und Grundstücken zu gestatten. Handwerker und Geschäftsleute, die Juden unterstützen, erhalten keine Gemeindearbeit oder Gemeindelieferung. Eier Oemeinderat der Stadt Herborn hat beschlossen, daß Handwerker und Gewerbetreibende und andere Geschaftsk-ute, sofern diese in geschäftlicher oder persönlicher Beziehung zu Juden stehen, bei Vergebung städtischer Aufträge nicht mehr berücksichtigt werden können. Auch die städtische Viehwaage darf von Juden nicht mehr benutzt werden, auch nicht von solchen Leuten, die ihr Vieh an Juden verkauft oder van diesen Vieh gekauft haben. Der Gau Mittclelbe-Harz im Reichsverband fiiT deutsche Jugendherbergen gibt bekannt, daß die Jugendherbergen des Gaues strengste Anweisung erlulten naben, keinen Juden aufzunehmen. Ani Waklsclnvimmbad im Rastenberg (Thüringen) wurde ein Schild angebracht: ״Juden ist der Zutritt verboten!“ Wie wir aus Herrenalb (Schwarzwaid) erfahren, sind an dem dortigen Schwimmbad Schilder mit der Aufschrift ״Juden unerwünscht“ angebracht. In Bad Rothenfelde sind Juden unerwünscht. In Stralsund hat sich den Gastwirten, die sich durch Plakataushang den Besuch von Juden verbeten haben, auch eine Reihe von Friseuren angeschlossen. 11t Weimar hat der Betriebsführer eines Lichtspieltheaters den Juden den Zutritt zu den Vorführungen verboten. Die Wirtschaftsgruppe des Gaststätten- und Beherberungsgewerbes in Putbus hat beschlossen, in Zukunft eine Juden mehr zu bewirten und zu beherbergen. Das ״Land der Verheißung“. Zu dem von uns bereits berichteten Erfolg, den der große Palästina-Tonfilm ״Land der Verheißung“ auf der Internationalen Fihnausstellung In Venedig errangen hat, wird 1ms noch berichtet: Das ״Land der Verheißung“ (hergestellt unter Leitung von Leo Herrmann durch die urim Film Co.) ist ein Kulturfilm von einer Stunde Dauer. Auf der Filmausstellung ist es üblich, die Kulturfilme im Laufe des Tages zu zeigen, und nur Kurzfilme dieser Art während der Abendvorstellungen, da die Abend- und Nachtvorstellungen gewöhnlich für die wichtigsten abendfüllenden Spielfilme reserviert sind. Es war daher eine besondere Auszeichnung, daß das Ausstellung«- komitee, nachdem es das ״Land der Verheißung'‘ in einer geschlossenen Vorstellung gesehen hatte, beschloß, den Film in einer Abendvorstellung1 zu zeigen. Zwei andere Filme, die am selben Abend gezeigt wuracn, wurden von dem temperamentvollen Publikum ausgepfiffen, das in den Abend- Vorstellungen außer aus der Filmindustrie und Filmkunst und der internationalen Presse aus einheimischen und internationalen Film-Enthusiasten besieht, die sich in der Saison in Venedig aufhaiten. Das ״Land der Verheißung“ hatte eine begeisterte Aufnahme. Das Publikum verfolgte die Vorstellung mit größter Spannung, die von Zeit zu Zeit von stürmischen Beifallsbezeugungen unterbrochen wurde. Für die zweite Autführung hat die Ausstelhmgsleätung den Palazzo dell’Arte Cinematografica zur Verfügung gestellt und auf einen Ertrag aus den Einnahmen zugunsten jüdisch-palästinensischer Inslitutionen verzichtet. — Der Film wird in der hebräischen Fassung seine öffentliche Uraufführung nächste Woche anllßlieh der Kongreßeröffimng im größt« Filmtheater Luzern*, im Kapitol, erleben. ״Komintern“ und Zionismus In einem Bericht des ״Ost-Expreß“ über die Tagung der Komintern in Moskau, den das ,,Berliner Tageblatt“ veröffentlichte, wird die Rede eines arabischen Kornmunisten wiedergegeben, die insofern interessant ist, als sie sich auch mit Palästina und dem Z i o!1 i s m u s befaßte. Bekanntlich war es häufig die Politik der Dritten Internationale, koloniale Volke zum Widerstand gegen die europäischen Mächte auf/ureizen. Man bediente sich der Methode, den Nationalismus, der doch theoretisch vom Boischewismus abgelehnt wird, dort auf/ustacheln,, wo man in ihm einen Bundesgenossen in der praktischen Politik zu sehen glaubte. So kommt es, daß der Bolschewismus als Bundesgenosse der arabischen FffemJis, dieser notorischen ,,Ausbeuter“ mul ״Klassenfeinde“, in Erscheinung tritt und konsequenterwei.se deren antizionistische Tendenzen unterstützt. Der vom ״B. T.“ ahgcdriickte Bericht lautet wie folgt: ״Unter den Rednern, die aU Vertreter aulivicumpüiM-hvr k-mnuu■ ni'tisrhcr Parteien auf dem Ivoiniiitern-K;mgreß bisher liervorgetrvten sind, befand sic!; auch der Araber R a m s i, der für die arahbehm kommunistischen Gruppen Serien-;, P a 1 :i s t i n;1 s, Trans- Jordaniens, des Irak, Aegyptens und N'.ndafrikas >prach. Diese Kerle erscheint besonders treniyrketiswert, weil Katn-i sich mit grober Scharfe gegen diejenigen Ko'oina’machte wandte, die von Aralxrrn bewohnte Länder beherrschen bzw. dort über Mandat gebiete verfügen. Der Redner vertrat den Standpunkt, daß die etwa sechzig Millionen Ara her < hnk den Mari 1 e n : m-haften der! : m p e r i a 1 i & ז i s 0 11 e n K o 1 o 11 ׳ i a 1 in ä c i 1 t e aui 1.2 verschiedet ie l .linder verteilt - (,!en, eine ' Zt. ,mplittenin^. weh; he dazu diene, dt׳ e Bebcrrmhun^ d er A 1 alter zu tu leiehlei n. Di־.* amhi-t hen Vu!k-Mü iiiiiic hatten aber t'lil .-*ehr den! liehe.׳״ Knipti Inden lur ihre n a t i o n a 1 e Zu- •י a ni m e ־) ״ n 11 o r i«!< e i! m. < t hier mü׳ י sc* d er h [om m uni s mus mit seiner Arbeit einseken. Hoher h :ilH-U aurl 1 v.-l ־ l.iedtl .rn L! 1 י 1 1 i 11111!1:; i ii rir'ii . upjH'u der A! u! H‘l - et rem mU 1 ׳יי י und ain! irrt, .dr mußten ■drii je t/t zusammm m hin •!.V n. um dir i׳Vn! 1 u: j tu. -•r 1t .1! 1 .11: a ' e!: a 1 .1 i! t s e 1! e rv 1! t w e l; 11 n ׳' u׳; er Sa! U׳>׳n. dir־ n; tMllu il ihre e n./r Km!! die dak ai .1! ,h;<!.< V > D יי.׳( 1■־ 111; cd k mdm in t i ■e!;ah ■a; •den K don'ialmachte‘■ /u ri■ Neu hm ׳ <\ Die and! 1 ein 1 ׳. Kon mm.■-mm mü!'■lern daUü k 11! ״ u n d 11 i ü H 1 1 i t! 1 1 i f; o׳׳r1 i! U rn und jt 1. mall di־• emmm. die K<!l.inia)1 1U(I. •ri. I, aicii A:1-!r f׳!D..;u 1 ):.־׳׳!! dt r r :! i 1! sehen H o u r o V o i < '! e" m!r! 1 unters!: :1 t Z 1 - n, ms ■davlirhid! dam auch wa! cn.! ■>e!.n e- 1 >c]!r. , \ r.r .11 :!111 du«* Juch der Kolonial!! ia<'h!r ahzuwerlon. 1 ein ״ml׳ ־-er Teil d.־r Arah ׳er in \h!d mmii und Nordatrika ai 1■ 11 DU׳! n he־ -־ehr־, so AV.i ו re i. irr die e! Je und wich׳, Aufgabe dir Voll »ei■! mirrl 1 ׳ er A״r.1: ׳ rev< du:!• m. R!m1< t; ,enmverkTweise ei : erte der Red nr! auch Uc *ft l\r i.;r[׳rn den Z i O!li י m u s in Palatina . in de׳- ■GH Vei! rele! n t ■i 11 and!a::1.׳er und A<; u men des Impeiiali ■!mix er!!! irkt. ri in׳: N־i dam;m Zu mmmenhamj dam!: erinnert, d aß ■I er Z i n 11 i ■■ 11! u י so;!־ m se it ia!!m־r Zeit in d er Sowjetunion eii : j ■ -; ■ iir sr hier!;1 e Pn--e h >! UI: d witdrihnlt /um < imjen-tand M'harier Km i k ge mar! :1! woidelt! Ist. ihir diejenigen (׳ ruhmaciite, die über von A r a hern hewoisi re Kolm mm oder Mandaten;biete vorfügen, ist diese Rede sehr auiscliiutfueirh, da -sie zeigt, daß die Komintern offenbar der heiklen arabi;eiu-n Frage jetzt besondere Auimeik-amkei! zuwenden wird.“ Die Ausdrucksweise dieses Berichtes, daß der Ziontsmus ״schon seit langer Zeit i!1 der Sowjetunion eine sehr schlechte Presse hat“, ist etwas milde. Tatsächlich ist der Zionismus und sogar der Gebrauch der hebräischen Sprache als ״reaktionär“ seit 15 Jahren unterdrückt und verfolgt, und hunderte Zionisten sind nach -Sibirien verschleppt worden. Die treibende Kraft dieser Verfolgungen waren die jüdischen Kommunisten, die im Zionismus eine Störung der von ihnen beabsichtigten ״roten Assimilation“ sahen. Der Führer der englischen Lahour-Partei, Lansbury, forderte in einer Unterredung mit einem Vertreter der United Press den Papst oder den Erzbischof vort Ganterbury auf, einen Weltkongreß aller Religionen einzuberufen, der von den Staaten der Weit die Einstellung der Rüstungsausgaben fordern soll. Als Tagungsort für die Weltkonferenz schlug Lansbury Jerusalem vor, oder, wenn diese Stadt als nicht neutral genug angesehen werden sollte, irgendeinen neutraleren Ort, vielleicht in der Sahara. Paldtiina iitsi Kev&in »CR 3EWISM A6ENCV COR PAL8STINI W 15; Mefnekestr. 10. Telephon: J 1, Bismarck 7165/70. Postscheckkonto: Berlin Nr. 167 08. Umschichtnagsmögllchkeiten auch für Kapitalisten Einwanderer Viele der Einwanderer aus Deutschland der Kategorie Äl* die nur mit einem Kapital von .El* 1000 oder wenig mehr ins Land gekommen sind, und keinen manuellen Beruf beherrschen, haben bald einselten müsset), daß ihr Vermögen, gemessen an den besonderen Bedingungen de« palästinensischen Wirtschaftslebens, nicht ausreicht, um sich dauernd und krisenfest in Palästina einzuordnen. Aehniich wie die Einwanderer der Kategorie C sind auch sie allmählich gezwungen, sich beruflich umzustellen und sich den besonderen Bedürfnissen des Landes anzupassen. Bisher war es schwer, iin Lande Ausbildungsmöglichkeiten für diesen Zweck zu finden, da mangels einer gesetzliehen Regelung des Lehrlingswesens sich die im einzelnen Falle gebotenen Lern- und Verdienstmöglichkeiten als unzureichend erwiesen. Die Hitaehduth Olej Germania hat auf diesem Gebiet die Initiative ergriffen und nunmehr auch für diese Einwanderer-Gruppe, die im Grunde den gleichen wirtschuftliehen Gesetzen unterliegt wie die große Masse der gänzlich mittellosen Einwanderer, eine Ausbildungsmöglichkeit geschaffen, die, aufhauend auf den in den bisherigen Umschichlungskursen bei der Mux-Pein-Schule in Tel-Awiw gewönnenen Erfahrungen, dem kleinen Kapitalisten eine fachlicli gute, zeitlich konzentrierte Ausbildung sichern soll. Außerdem hat sie durch ein von ihr mit der Ilaavarah getroffenes Sonderabkommen den Lebensunterhalt der Teilnehmer für die Dauer des Kurses und für die Ausbildungskosten sichergestellt. Die Hnavarah hat sich bereit erklärt, für diesen Zweck auf Grund noch zu treffender näherer Vereinbarungen die benötigten Summen den Kursteilnehmern bevorzugt zur Aus- Zahlung zu bringen. Die Kursdauer betrügt sechs Monate, die Gebühr £P 15. Nach Beendigung der Ausbildung und Ablegung einer Prüfung können die ,Kursteilnehmer als Facharbeiter oder als Mitglieder selbständiger Genossenschaften tätig sein. Zunächst wird ein Tischlereikurs eröffnet. Die Initativc der Hitaehduth Olej Germania, die ein sehr ernstes Problem von der richtigen Seite her anpackt, ist zu begrüßen, und es ist zu hoffen, daß die Einwanderer aus Deutschland recht zahlreich von dieser Möglichkeil Gebrauch machen werden!