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Jüdische Rundschau · 1935-08-20 · Heft 67 (20.8.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 67 (20.8.1935)
Date
1935-08-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seife 6 jüdische Rundschau Nr. 67, 20. VIII. 1935 T Nr. < Wirtschaftliche Möglichkeiten in Tiberias Von Theodor Z. Harburj er Durch die Bevölkerungszunahme der großen Städte Tel- Awiw, Haifa und Jerusalem gewinnt die Frage des Neuein- Wanderer, der sich auf landwirtschaftliche Arbeit nicht umzustellen vermag, immer stärkere Bedeutung, wo er mit einiger Aussicht aut Erfolg seinen Erwerb finden kann. Wenn im Folgenden unternommen werden soll, die Möglichkeiten, die sich in Tiberias bieten, zu untersuchen, so geschieht dies mit vollem Gefühl für die Verantwortlichkeit dieser Aufgabe. Die klimatischen Bedingungen Vorweg sei eine Frage beantwortet, die gewöhnlich aufgeworfen wird, wenn der Name ״Tiberias“ fällt: Ist es Vom der großen Ueberschwemrmmg im Jahre 1934 sind auch jetzt noch zahlreiche Hainen vorhanden, die, zum Teil notdürjiig wiederhergestellt, bewohnt werden 14 sss Der Beginn der Arbeiten für den Neubau der heißen Bäder ■#%». 1;,*;■ ,<#■»■״. ׳;.i-W; * ' VVg״, dort — insbesondere im Sommer — nicht zu heiß? Können Menschen, die mitteleuropäisches Klima gewohnt sind, dort existieren? Hier darf man darauf verweisen, daß die Temperatur in Tiberias gegenüber Tel-Awiw oder Haifa nur um einige Grade höher ist, daß aber im allgemeinen die Hitze erträglicher ist, weil die Luft trocken und nicht mit dem Salzgehalt des Meeres gesättigt ist. Die Folge ist, daß man sich wohler fühlt, zudem eine herrlich gelegene und modern geiührle Badeanstalt am Kinereth-See mit seinem angenehmen Swliwasser für Erfrischung sorgt. Der GesiHKlhciis/iistand von Tiberias ist. daher auch irn allgemeinen sehr zufriedenstellend, besonders innerhalb des hygienisch einwandfrei lebenden ״neueren“ Jischuw, der aber auch schon größtenteils seit Jahrzehnten ansässig ist. Aber auch die bis jetzt noch geringe Anzahl von neuesten Einwanderern, die nun rund zwei Jahre hier leben, hat sich gut akklimatisiert. Da zudem die meisten Leute der in Frage kommenden Schicht nur beruflich in der alten Stadt zu tun haben, können sie in der Oberstadt ״Kirjath Sch’muel“, zu der ein regelmäßiger Autobusverkehr besteht, wohnen, wo sie mo• derne Kleinhäuschen finden, da seit dem Unglück, das die Altstadt im vorigen Jahre betroffen hat, eine starke Bautätigkeit eingesetzt hat. Auch in der Altstadt sind gewaltige Veränderungen zu ihrer Verschönerung und Moderiiisicrung eingetreten. Durch die Neuanlage breiter Straßen und eines Abzugskanals, die eine Wiederholung des Unglücks verhüten sollen, sind viele alte Häuser beseitigt und dadurch Luft und Licht ins Gewinkel der malerischen Stadt gebracht worden. Auch dort werden mit der Zeit neue Gebäude entstehen und den alten Teil, der durch eine breit« Kaistraße einen neuen Anziehungspunkt gewonnen hat, als Wohnviertel für Europäer geeignet machen. In Tiberias kann man sich um so schneller eingewöhnen, als bekanntlieh die lieblich-heroische Landschaft, die an die norditalienischen Seen gemahnt, jeden in ihren Bann zieht. Die Entwicklung der Quellen Werden somit bereits die Vorbedingungen geschaffen, um den Wohn- und Lebensbedürfnissen der neuen Einwanderungsschicht zu genügen, so zeigen sich auch — ohne übertriebenen Optimismus — bereits alle Anzeichen einer rascheren, aber nicht überstürzten Entwicklung der Stadt. Die Vorbedingungen ihrer wirtschaftlichen Existenz bilden bekanntlich die seit dem Altertum berühmten h e i ß e n Quellen. Gerade in diesem Jahre sind mit überraschendem Erfolge neue Quellen erschlossen worden, die eine über alles Erwarten mächtige Ergiebigkeit besitzen. Nach Vollendung der Quellfassung, an der unter Leitung eines bekannten Fachmannes gearbeitet wird, werden neue Badebaulichkciten aufgeführt, die in etwa zwei Jahren vollendet sein sollen und jeden europäischen Komfort aufweisen werden. Doch bereits vor Vollendung der neuen Anlage wird im Rahmen des bereits bestehenden Unternehmens dem in den fetzten Jahren erheblich gewachsenen Bedürfnis der Badebesuchen entsprochen. Im Jahre 1034/35 wurden 141000 Bäder ausgegeben, das entspricht einer Benutzerziffer von 9—10 000 oder dem Besuch eines ziemlich großen Badeorts in Mitteleuropa. Die zu erwartende weitere Zunahme der Bäderbenützung wird nicht allein von der Modernisierung und Erweiterung des Badehauses herrühren; durch die Steigerung der Einwanderung und besonders durch die Zunahme an älteren Personen, die den Witterungskranklieiten, besonders dem Rheuma, gegenüber anfälliger sind, ist das Bedürfnis zur Badcbenützurig bereits merklich gestiegen; der Zuwachs des Jahres 1934/35 betrug 25 °/0 der Bäderzahl des vorangegangenen Jahres. Nach Vollendung des in Angriff genommenen neuen Badehauses werden auch ein Inhalatorium mit modernsten Einrichtungen, Zerstäubung der Quellen mit und ohne Zusatz von Medikamenten, sowie ein Gradierwerk zur Verfügung der Kurgäste stehen, auch werden Salze zum Baden, Trinken und Inhalieren hergestellt und nach dem In- und Ausland zum Versand gebracht werden. Somit ergibt sich für die nächste Zukunft bereits eine günstige Vorhersage, da die Grundlage solid ist und eine überstürzte Entwicklung, die besonders in den großen Städten manches Bedenken hervorruft, nicht zu befürchten steht. Daß bei dem für späterhin zu erwartenden Aufschwung des Hinterlandes, besonders des Huleh-Gebietes und des oberen Gabi, Tiberias eine bedeutende Rolle zu spielen berufen ist, mag hier nur kurz erwähnt werden. ErwerbsmSgllchkeiten Die in Tiberias und Umgebung angesiedelten Juden aus Deutschland und Mitteleuropa — etwa 25 Familie« (ohne die Siedler in den Kwuzotn) — sind größtenteils in den letzten zwei Jahren eingewandert und haben sich klimatisch und wirtschaftlich zufriedenstellend eingelebt. Sie haben eine Zweigstelle der Hitachduth Olej Germania ins Leben gerufen, dessen Sekretariat Neuzuziehenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Ohne an dieser Stelle sich in Einzelheiten zu verlieren, darf man wohl sagen, daß ein Bedarf an europäisch geschulten Kräften, insbesondere Handwerkern und Kleingewerbetreibenden, besteht, die mit einigem Kapital sich eine auskömmliche Existenz schaffen können. Ein Bäcker, ein Metzger, ein moderner Kaffeebetrieb mit Konditorei, eine Damenschneidern!, eine moderne Wäscherei Die Altstadt am See-Ufer 1׳oio»: Li•« KmoiUob _*.1 . und Reinigungsanstalt, ein fnstallationsbetrieb für Wasseranlagen, eine Anstalt für Müll- und Abfuhrverwertung, eine Gerberei, eine Gärtnerei, ferner Hotel- und Hausangestellte würden sicher gut bestehen können. Aus dem arabischen Lager In dem arabischen Dort Bet Djabrin (in der Nähe von Hebron) fand eine Versammlung von Vertretern fast aller arabischen Parteien zum Zwecke der Her- Stellung eines a II g e rn einen Friedens unter ihnen statt. Auf der Versammlung wurde folgendes beschlossen: 1. zu versuchen, alle arabischen Parteien miteinander zu verschmelzen; 2. die arabischen Grundbesitzer dahin zu beeinflussen, daß sie kein Land an Juden verkaufen; 3. die arabische Kolonialhank zu unterstützen; 4. alle Mittel zu ergreifen, damit die jüdische Einwanderung nach Palästina aufhöre. Es ist interessant festzustellen, daß zu dieser Versammlung die Führer der beiden feindlichen Richtungen, der Mufti unu Ragheb Naschaschihi, eingeladen wurden, die Versammlung zu leiten. 111 der letzten :Minute wurden jedoch beide Einladungen zurückgezogen, da die Veranstalter der Versammlung einsahen, daß man nicht zwei Parteifiihrer, von denen einer den anderen bekämpft, zur Leitung einer ״unparteiischen Versammlung“ auffordern kann. Ein großer Teil der arabischen Presse wandte sich scharf gegen dieses Vorkommnis und gegen die Versammlung übernaupt, weil sie in ihr lediglich die Gründung einer neuen Partei erblicken, die in die arabischen Reihen noch mehT Streit und Zerwürfnis hineinbringe. (Paicor.) Nach dem Bericht des Wirtschafts-Departements in Beirut beliet sich der Export aus Beirut und dem Libanon nach Palästina im Jahre 1932 auf 683 000 Pfund, im Jahre 1933 auf 829 000 Pfund, im Jahre 1934 auf 1083 000 Pfund. Der Export aus Palästina nach den Ländern des französischen Mandatsgebietes betrug im Jahre 1934: 222643 Pfund. (Paicor.) (Schluß des Palästina-Teils) JÜDISCHE RUNDSCHAU Die einzige jüdische Zeitung in Deutschland, die zweimal in der Woche — an jedem Dienstag und Freitag — zur Ausgabe gelangt losen Siedl• ״Judisdie Rundschau“ regal mäßig i Bestellen Sie heute für RM 2.— monatl. oder RM 5.75 viertel j. (ohne beton• dere Zustellkosten) beim Verlag, Berlin W15, Melnekestr. 10 Die N acht zum neunten Aw Von H v. r mann Swct ln den späten N a chm i tl a g s s t un d en, als die Hitze nach- .'iilassen begann und ein .sanfter Wind Jerusalem erfrischte, eilt« durch die kurze, van viersföckigecn Steinhäusern um- ,säumte ,Str.dk■!dieser ben Yehuda, die zwischen der King George Avenue und der zentralen Jaffa Road läuft, ein großer Omnibus des ,,Roten Magen-David“, der palästinensischen ,,Schnellen Hilfe“ (Parallelorganisation des europäiselien ,,Roten Kreuzes“). Die Maschine hielt am Eingang des Eckhauses und spie aus ihrem Innern etwa zehn junge Krankenschwestern aus, die üblichen Hauben au! den zum Teil recht hübschen Köpfen und mit Armbinden versehen, die der sechseckige ״(1״\idsstem“ schmückte. Verbandmateritii unter dem Arm, gingen die Schwestern in die Riehtung der ״Mitbaeh-Hapoalim“ — des großen, etwas formlosen Gebäudes der Arbeiter-Organisation, in dessen drei Stookwerken das Büro der Partei, ein Klub, die lokale Filiale der ״Ilistadruth“ und eine Volksküche untergebracht sind, wo man für einen Shilling (= 65 Pfennig) ein ausgezeichnetes, aus frischen Produkten zubereitetes Mittagessen von drei Gängen, dazu mit Tee oder Kaffee, erhalten kann. Als das vorbeidefilierende Publikum das Auto der ״Schnellen Hilfe“ und die jungen Krankenschwestern erblickte, wurde es zunächst unruhig. — Ist etwas passiert? — Bald aber wurde klar, daß es sich einfach um die obügalorisehe Begleitung der Ln wenigen Minuten beginnenden Prozession um die Mauer des Alten Jerusalem handelte. Es war der Vorabend des neunten Aw, des Tages, an dem der erst* und auch der zweite Tempel zerstört und vornicktet worden sind. Es ist Tradition geworfen, an diesem Vorabend in einer Massenprozession tan die Mauer fear Ewigen Stadt zu ziehen. Die jetzige Mauer ist chronologisch die vierte. Sie wurde in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts vom türkisdien Sultan Suleünan dem Prächtigen am die Stadt gezogen. Gegen 7 Uhr abends, als es za dunkeln anfing, wimmelte die schmale Strafte vor dem Gebäude der ״Histadruth“ von Tausenden von Menschen. Das Publikum sehr verschiedenartig. Die Menge der frischen Einwanderer aus Deutschland, die sogen. ״Olej-Germania“, macht sich sehr bemerkbar. Dort steht ein Orientalist, der noch bi» vor kurzem an einer süddeutschen Universität die hohen Weisheiten de» Koran gelehrt hat. Jetzt ist er Professor «an Berge Skopu», an der ersten und einzigen hebräischen Universität der Walt. Hier ein Philologe, der in Berlin »n der Hochschule für Wissenschaft des Judentums gelehrt bet. Unter fern Publikum befindet sich ferner ein bekannter jüdischer Maler aus Paris, Mane Katz, der seine Gemälde zur Ausstellung hierher gebracht hat. Dann die populäre Silbersdunkdin Emmi Roth. In ihrer Nähe zwei Professoren-ßrüder, Aerzte mit europäischem, wenn nicht Weltruf, die sich im Lande niedergelassen haben, der eine in Jerusalem, der andere in Tel-A־.viw. Weiter ein angesehener Professor der Agronomie aus Petersburg, der nach langen Wanderungen hier ein Asyl und ein Professoren-Kalheder gefunden hat, und dann noch viele, viele andere, angefangen von jenem frommen, mit schönem Bart und Scitenlöckehen gesegneten alten Juden, der eben auf Einladung seiner Kinder aus der tiefen polnischen Provinz nach Jerusalem gekommen ist:, bis zu diesem degeneriert scheinenden Jüngling, den die Welle des Schicksals vom Kurlürstendamm auf den Abhang der jüdischen Berge geschleudert hat, und für den hier alles neu und merkwürdig ist. Ein Polizeioffizier, fer erschienen ist, ordnet die Menge in Kolonnen, und dann zieht die Prozession durch die Straße der Propheten zum Damaskus-Tor. Am Platze vor dem Tor, die Beine verschränkt, hocken Araber in ihrer Beduinentracht und teilweise in europäischen Jacketts und beobachten schweigend die vorbeiziehenden Massen, die sich in einer langen Reihe, dje kein Ende nehmen will, vorbeiachlftngeln. Eine kleine Hast bei der Höhle, in der der letzte judäisch« König Zidkia vor den Verfolgungen der Chaldäer Schutz gesucht hat, und dann geht es weiter auf der neuen Chaussee ins Kidrontal, vorbei au der Kirche des Mariengrabes und am Garten Gethsemane, wo an Stelle einer alten Basilika aus dem IV. Jahrhundert von den Franziskanern kürzlich ein neuer Tempel, mit prächtigen Mosaiken auf den Säulengiebeln, errichtet worden ist. Ueber dieser Kirche zeichnen sich die Konturen der vergoldeten Kuppeln der russischen Maria-Mogdfdenen-Kirche ab, die der Vater dea letzten ermordeten, russischen Zaren, Alexander III., erbaut hat. Hier, ab Abhang des Grabmals von Absalom, dem Königssoha ans dem Hause David, fer gegen den eigenen Vater revoltiert hat — es ist ein eigenartige» antikes Monu* ment von gemischtem Stil, das im fünften Jahrhundert der vorchristlichen Epoche entstanden zu sein scheint —, wurde eine größere Ruhepause eingeschaltet. Die tausendjährigen Steine des Kidrontales sind van einer Unmenge heller Flecke, dm Hemden der Lagernden, bedeckt. Zwischen den Gittern des Absalom-Mals and des benachbarten Grabes des Priesters und Propheten Secharia, der für eine mutige Rede gegen den König Joasch direkt am Tempelplatz gesteinigt wurde, schimmern dünne Lichtstrahlen der Kerzen und elektrischen Taschenlampen hindurch, die die bMMtfei« aengierigea Froaresioaateuixhinw keuchten. lassen. Sie verleihen dem Bild einen phantastischem Charakter. Ueber unseren Köpfen erheben sich — in das zarte Licht des achttägigen Mondes gehüllt — die Zacken jenes Teiles der Mauer der Ewigen Stadt, der den sogen. ״Har- Ilakajith“ umrahmt, den grandiosen und majestätischen Platz, au! dem sich heute die Moscheen Omar und El Aksa befinden und wo vor Jahrtausenden die beiden Tempel gestanden haben, die in dieser Nacht zum neunten Aw zer• stört worden sind. Nach der Pause begibt siel! die Prozession nach oben zum sogen. ״Misttor“. Wir sind im jüdischen Viertel der Altstadt. In dürftig beleuchteten Räumen sitzen greise Männer und Frauen am Boden und singen cP־» Klagelieder Jeremias׳. Die traurigen Klänge des überlieferten ״Ejcho- Gesanges“ dringen auf die Straße und bilden eine Art Bo- Die Buden des arabischen ״Schuk“ sind längst zu. Nur aus den Türen der noch offenen arabischen Kaffeehäuser erklingen Töne der heiseren Grammophone von anno dazumal. In dieser späten Stunde arbeiten sonst nur noch die Friseurlüden. Die arabischen Figaros rasteren mit ernsten and müden Gesichtern die Schädel fer Gläubigen. Es ist ein Bild wie aus 1001 Nacht. Am Ende der König-David-Straße, wo olle vier Quartierc der Altstadt — das jüdische, das moslemische, das christliche und das armenische — einander kreuzen, ist der Menschenandrang so groß, daß man nur schrittweise vorwfirts kommt. Von der Klagemauer hallen die Stimmen der betenden Massen wider. An den Rändern der schmalem Gäßchen, deren Stufen zu dem für di© Juden heiligsten Platz der Welt hinabführen, stellen Polizisten, die den Zug antreiben und ihn hindern, auch bloß für eine Sekunde stehe»• zubleiben. Nur dank den starken Nerven und der Disziplin der englischen Bobbies geht es ohne Unglücksfälle und sogar ohne Ohnmächten ob. Die jungen Magen-David- Schwestern konnten ihr Verbandszeug unversehrt nach Haus zurüokbringen, ohne es auch nur auszupacken. Als wir durch das Jaffa-Tor nach der Neustadt zurückkehrten, war es längst nach Mitternacht. Uns entgegen strömten Menschen, die nicht so leicht als Juden zu erkennen waren. Die Männer dunkel, b&rtig, in bunten Röcken und runden Hütchen, die Frauen in malerische Schals ge• hüllt, mit Ketten geschmückt. Es sind Sephardim und Juden aus Persien, Afghanistan, Kurdistan, Bagdad. Buchara und Jemen. Sie sammeln sich, um bei den ersten Strahlen der Sonne den au!gehenden Tag der Tetnpel Zerstörung an der Klagemauer im Gebet zu begrüßen. Den Tag des neunten Aw im Jahre 6695 »ach Schöpfung fer Welt E Elekt« gestel Selbst bände Stimn Da a Propc Mindi der n L demo partd schlo einze! halt ci I n a 1 c die e scliicc Silual politi natioi Rcchl parlai der n nalen berau der u di gl den c derhe ein VC versa durch je ei wiln nahm ohne zu w die / hat schäf Inhal geno׳ len, 1 jeniff trotz Wert in ih treffe Der Ve bei Wert jüdis Aufb hätte wurd sen, dem habe word dis men Zeliu gerk schul solch Die aufgc I Rund gestc Kind welcl dem daß verw die Gasts Judei ■wen! trete! neues Ess>a dk Eröfl auf händ

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