Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 66 (16.8.1935)
- Date
- 1935-08-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 66, 16. VIII. 1935 Aus der arabischen Welt Emir Saud in Palästina Luiir Saud, der Sohn Ihn Sauds, der vor einiger Zeit in London war, ist in PaJäMina eingetroffen. Im Hause des überkoimnissars fand ihm zu Lhren am H. d. M. ein Frühstück statt. Das fur zwei Tage berechnete Programm umfaßt verschiedene Veranstaltungen des modemiwhen Verbandes und Zusammenkünfte mit arabischen Notabeln. Am Freitag begibt sieh der Krimpriuz zu einem viertägigen Besuch zum E m i r Abdullah in Amman. Aus diesem Anlaß sind auch Vertreter der palästinensischen und syrischen Araber nach Amman eingcladen. Diese Zu-ammenktinft ist schon darum bemerkenswert, weil Ibn Saud früher in scharfer Fehde mit Emir Abdullah lebte. Den Streitpunkt zwischen den beide״ Ländern, IhuDehas und Transjordnttien, bildet noch beute insbesondere der Besitz der Städte M a a n und A k ,1 b a am Rötet; Meer. 1 fiese hnnden Städte gehöre״ seit dein Vertrag von Dschidda zu L! ans]01׳datnen, das heißt also zum englischen Mandatsgebiet und Fnglamt beabsichtigt den Hafen von Akaba aiis/ubauen. Emir Saml bat über diesen Punkt auch in London mit der englische•!! Regierung verhandelt, Joch sind die Resultate nicht initgeteilt worden. Araber in der abessinischen Armee? Jerusalem. (Paleor.) Du• arabische Presse meldet, daß viele A r a b e r a u s P .1 i .1 s 1! 1 ך;* und den Nachbarländern, die wahrend des Wc'tkrirgc.- als Offiziere im türkischen Heere ge!lie11t haben, sieh an den abessinischen Kon- Stil in Jerusalem gewandt und ihn! vorgeschlagen haben, sie für das abessinische Heer im Zusammenhang mit dem gegemvärtigen italienisch-abessinisehen Konflikt in Dienst zu nehmen. Auch in der arabischen Presse Syriens wird eine starke Propaganda unter den dortigen Arabern, die einmal iin türkischen Heere gedient haben, getrieben, sie sollten sich freiwillig für das abessinische Heer melden. Die frauzösische Regierung in Serien hat eine der arabischen Zeitungen, die diese Propaganda besonders eifrig betrieb, für drei Monate verboten. Um den Legislat:ve Council Jerusalem, ft. August. (jTA.) Das Zentralorgan des ״Waid“ (Aegyptische nationale Unabhängigkeitspartei) in Kairo ״Dschihad“ brachte zwei scharfe Artikel gegen die Teilnahme der palästinensischen Araber an dem geplanten Gesetzgebenden Kat, da diese Teilnahme gleichbedeutend mit Akzeptierung des Mandats und des Jüdischen Nationalhcims wäre. Dies würde dem ״arabischen revolutionären Geist" Abbruch tun. * Auel! der jaffaer Korrespondent des s y r i s c h - arabischeu Blattes ״Aijesira" tritt in einem Artikel scharf gegen das Projekt eines Legislative Council für Palästina auf. Er sieht in diesem nur ein Manöver Englands gegen die äugenblickliche gespannte Situation in der politischen Welt. Das handelspolitische Paradox Für Aenderung von Art. 18 Im Zu-anin!™!!.m;; mit der Linie Juli im englischen Unterhaus ahgehntu lu't! Pal i-nua-l )chnH•• Yerüifeiitüclit die l.ondoner Zeii-dinft ״War La-t and liuiia" einen Leitartikel, worin dir dii/igartige Meiiimg Pal.istinas he!vorgchobcii wird Ls gibt für die Probleme Palästinas keinen Präzedenzfall; die Bedingungen amlmi steh -t.iinlig, mitl es bedarf eines großen Weitblicks, um Out f rlordcnii'.-vn des I andes gerecht zu werden. Das Blau kommt iii-he-nnilen.• aul die t hiterliaus- Rede von James Roll!■•! iiild zu sprechen, der auf die Gefahren ries j a p a!1 i י e h e 11 Dumping hingeuirseu batte (vgl. ״Indische Rundschau" Nr. 65). Die Zeitung meint, <1nß tatsächlich gewi-se Bestininuingen des Mandats im Lichte der außergew ״linlidu■!! Bedingung!.•״, die mit der rapiden Entwiekhmg Palästinas infolge d! r jüdischen Liiiwanderung verbunden sind, in i d i e r 1 werden sollten. Darunter würde dann der Artikel IS des Mandats fallen, der das Prinzip der ״offenen I m״ fur alle Volk!׳rbtimKm.ichtc (und (apan ist nicht einmal VolkcrbiiinUmacht'/ fcstscl/t, wodurch Palästina jeder handelspolitischen Handlungsfreiheit beraubt ist. Der Schiffsverkehr in den Häfen Jerusalem, 7. August. (JTA.) lieber den Schiffs- Verkehr in den Hafen Palästinas sind soeben amtliche statistische Zahlen veröffentlicht worden. Danach sind im Jahre 1034 HM Dampfer mit einer Gosamttonnagc von 2 454 000 t im Hafen von Jaffa eingelaufen, während 1033 die Zahl der Dampfer 866 und die Tonnage 2 011 000 t betrug. Im Haifa er Hafen landeten 1034 1401 Dampfer mit 3 4(>0 000 t gegenüber 1063 Dampfern mit 2 (>$'2 (KM) t im Jahre 1033. Die Tonnage der in Jaffa!•״!getroffenen Schiffe ist somit gegenüber dem Vorjahr um 20, die der in Haifa gelandeten Dampfer um 24‘,•ו gestiegen. Insge-amt haben (»07 011 t Waren den Jaffaer und 683 030 t den Haifaer Hafen passiert. Neue Erziehungsstätten für Jugendliche aus Deutschland Wie uns aus Paiä-.tiiia berichtet wird, fand dort vor einigen Wochen eine Sn/1mg in Angelegenheit der krz 1 c h u 11 g der j 11 11 i s c 11 e n J 111; e 11 d a 11 s 1) e u ז s c 11 - I a 11 <! stau, an der 11. a. Miß Szold. Sandbank, .sowie eine Reihe von jüdischen Siedlern aus Nahalal, Kfar Jeelieskel und Klar jeliosvliii;! trilnahüieii. Ls wurde beschlossen, daß Frziehungs-Institute tur juili-a'lie |m;end au.s Deutschland in den genannten drei Doriern (Moschawim) errichtet werden sollen. I >er i r/ichungsphm sieht eine Ausbildung von vier Semestern vor, wobei In bensche Sprache und lundwirtschaftliehe Arbeit die I I,u1ptun!e1־richtsfüvlk r sind, wozu noch palästinensische I hnmatskundc, Naturkunde, Geschichte usw. tritt. Fair den Unterricht sind gu Stunde!! wöchentlich bestimmt, die b'rei/cit an den Abenden mul am Schabbat soll gleichfalls .sinngemäß verwendet wert!eil. Durch das Lehen im Moschaw und durch die direkte Beziehung der eingewanderten Jugend mit der im Moschaw bereits beheimateten soll »der Jugendliebe in einem viel höheren Maße in das palästinensische Bauernlebwi eingegliedert werden als dies bisher möglich war. Im Zusammenhang mit diesen Plänen hat kürzlich ein Vertreter des Komitees, Zwi J e 11 u d a aus Nahalal, Berlin besucht und mit den zuständigen Gruppen, sowie dem Komitee der Jupend-Alijah Fühlung genommen. * Freunde der Kinder- und Jußend-Alijah. Die Arbeitegcmeinschaft ftir Kinder- und jugtnd-Alijah hat für die Freunde ihrer Arbeit einen besonderen Dienst in Palästina eingerichtet. Die Touristen, die diesem Werk ihre Aufmerksamkeit schenken wollen, werden Informationell bei der T o u r i s t e n a b t e i 1 u n g d e r A r b e i t s g e m e i!1 s c h a f t für Kinder- und jugend-Alijah empfangen könne!!. Diese Steile wird Reisepkine, die die öicdhmgsptmkte der Jugend-Alijah i!1 den Reiseplan eiuglicdern, ausaibeiten und dem Reisenden das Kennenienten der Arbeit erleichtern. Der Dienst der Arbeit-sgemeinsehaft fur Kinder- und Jugend-Alijah ist dem Zionistischen Informationsbüro für Touristik, Jerusalem, Julian’s Way, P.O.B. 483, angegliedert. Steigerung des Verkehrs in Haifa. Die Entwicklung von Haifa hat eine bedeutende Steigerung des Verkehrs in und zu der Stadt gebracht. Täglich treffen in Haifa 200 Autobusse aus anderen Städten des Landes ein. Der Stadtrat hat sich daher veranlaßt gesehen, die Errichtung von zwei Autobusstationen mit einem Kostenaufwand von 8000 Pfund zu beschließen. Ferner wurde der Bau mehrerer Straßen aut dem Karmel und im Viertel Hadar Hakarmcl beschlossen. Für diesen Zweck wurde ein Betrag von 3000 Pfund ausgeworfen. Einen Teil der Kosten trägt die Regierung. Ein Walfischfund Am 20. Juni 1035 wurde 12 km von Hcrzliah entfernt ein großer Walfisch an den Strand gespült. Etwas Derartiges bat sich in den letzten Jahrhunderten nicht ereignet, denn in keiner der zahlreichen Reisebeschreibuugen Palästinas, die in den letzten Jahrhunderten gedruckt wurden, findet sich irgendeine Erwähnung — sei es von Augenzeugen, sei es auch nur auf Grund Hörensagens — die darauf schließen läßt, daß eines dieser riesigen Säugetiere, die im Norden des Atlantischen und des Stillen Ozeans zu Hause sind, in der Nähe Palästinas aufgetaucht wäre. Ls gelang der Hcbräisdien Universität, das Skelett dieses Riesen (das hier gefundene Exemplar iiat nur ]':t der normalen Größe erreicht — seine Länge betrug etwa 7 m) ihrem zoologischen .Museum cinzuverlcihcn und es dort für kommende Geschlechter aufzubewahren. Das zoologische Museum steht unter der Leitung von Josef Aharoni, dem Dozenten für Zoologie an der Univcrsilät Jerusalem, der einen wissenschaftlichen Bericht über seinen Befund verfaßt hat. Wir entnehmen diesem Bericht die folgenden Sätze, die die Auffindung des Walfisches am Meeresstrande beschreiben: ״Am Tage, nach dem mich mein Kollege Dr. Wittenberg (Dozent für Parasitologie an der Universität Jerusalem) von dem Auffinden des Walfisches verständigt hatte, fuhr ich mit meinen Angehörigen an den bezeichneten Ort, der schwierig zu erreichen war; wir mußten eine ziemlich große KI OSTFRS Hotel Silvretta 11. Kurhaus ■lkUwftp ■■ ÄJBÄRÄ# 200 Betten, bietet jeden Komfort. Strandbad Schweiz 1250!» elektrisch geheizt. 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Hätte ich das Tier mit antiseptischen Mitteln reinigen wollen, so würde ich auf und in den riesigen Körper ganze Fässer Flüssigkeit haben gießen müssen, was sich ab undurchführbar erwies, sowohl aus Raumgründen, als auch deshalb, weil der Körper vor unseren Augen immer mehr in Verwesung überging, so daß uns jede Minute kostbarer als Gold war; außerdem steigerte sich der Aasgestank so, daß es kaum mehr möglich war, es in der Nähe des Tieres aus/uhalten. Trotz dieser furchtbaren Bedingungen gingen die sechs Arbeiter mit ungewöhnlichem Mute an die Arbeit des Fntfleischens und ich und meine Tochter an die wissenschaftliche Bestandsaufnahme.“ Luftpost-Beförderung nach Palästina im Monat August 1935 (ab Berlin): I. Sonntag abends Einwurf bis S Uhr abends zum Flug Montag 7 Uhr morgens über Athen (Linie London—Johannisburg): 2. Dienstag abends Einwurf 8 llhr abends zum Flug Mittwoch 7 Uhr morgens über Athen (Linie Amsterdam —Bandoeng I); 3. Mittwoch abends Einwurf bis 8 Uhr abends zum Flug Donnerstag 7 Uhr morgens über Athen (Linie London-Kapstadt); 4. Freitag abends Einwurf bis 8 Uhr abends zum Flug Sonnabend 7 Uhr morgens über Athen (Linie Amsterdam - Bandoeng II); 5. Freitag abends Einwurf bis zur letzten Nachtleernng zum Flug Sonnabend 11.20 Uhr über Münelien (Linie London Singapore). — Schiffspost muß jeden Dienstag bis 1 (ihr mittags im Kasten sein, um den D-Zug 22.40 ab Anhalter Bahnhof (nach Halle) zu erreichen; ferner jeden Donnerstag abends zur letzten Nachtleernng,!1m den D-Zug ab Anhalter Bahnhof 13.38 Uhr (nach Leipzig) zu erreichen. Die ״Zel Korati“ teilt uns mit: Am 7. Juli fand eine weitere Zuteilung zinsfreier Baudarlehcn durch die erste palästinensische Bausparkasse ״Zel Korati“, Tel-Awivv, statt. Bei der Zuteilungsverhandlung hob Direktor P i n c a s das ausglcichende Arbeitssystem der ״Zel Korati“ hervor. Das kombinierte Zuteilungssystem gewähre zwar dem Mehr- und Schncllsparer die Möglichkeit, den Erhalt seines zinsfreien Darlehens zu beschleunigen, vermeide aber gleichzeitig eine Zuriickdrängung der Normalsparer. Auf Grund der von dem Auditor, Herrn Bawly, festgesetzten Reihenfolge wurden diesma! TP 2000 an vier Sparer (Tel-Awiw, Bait-Wegan, Bnei- Brak, Petach-Tikwah) als zinsfreie, innerhalb 15 Jahre zuriickzuzahlende Darlehen ausgeteilt. Die neue werbebroschüre der ״Zel Korati“ ist drucktechnisch im Propagandabüro Dr. Mechner-Waliisch entworfen. Von der Woche Während seines dreimonatigen Aufenthaltes, den er in England verbringt, wird High Commissioncr Wauchope vom Chefsekretär Hall vertreten. Der Führer der englischen Arbeiterpartei, Herbert Morrison, Vorsitzender der Londoner Stadtverwaltung, ist in Jaffa eiugetroffen. Er wurde u. a. auch von Vertretern der palästinensischen Arbeiterpartei begrüßt. In der Nähe von Petach Tikvvah wurde mit der Erriehtuiig von zwei neuen Siedlungen, Maimonia und Kfar S y r k 1 n, begonnen, in denen 200 jüdische Familien aus Deutschland aut landwirtschaftlicher Basis angesiedelt werden sollen. Die notwendigen Wohnbauten werden in drei Monaten fertiggestellt sein. Die 70 000 Pfund betragenden Kosten werden zum Teil von den Siedlern, zum Teil vom Jüdischen Nationalfonds und der Jewish Agency getragen. Die Telephon Verbindung zwischen Bagdad lind Palästina wurde durch ein Gespräch des Postministers von Bagdad mit dem Oberpostmeister von Palästina zum ersten Maie erprobt. Dies ist die erste Prüfung einer Telephonverbindung, die die Wüste durchkreuzt und der Pipeline der Irak Petroleum Company parallel verläuft. Nach Feststellung der Gebrauchsfähigkeit wird die Linie der allgemeinen Benutziing übergeben werden. Die palästinensische Eisenbahn erhielt sechs neue Lokomotiven, die zu einer Geschwindigkeit von 90 km in der Stunde fähig sind. Die Regierung hofft, durch die Einstellung dieser Lokomotiven, die 50 000 Pfund kosten, die Leistungen, insbesondere die Schnelligkeit, der Eisenbahn zu verbessern und dadurch das immer mehr zu den Autolinien abwandernde Publikum zurückzugewinnen. 111 Hule wurde der Grundstein fiir das erste Gebäude der Verwaltung, die die Entsuinpfungsarbeiten leiten soll, gelegt. im Jerusalemer Stadtrat kam ein Vorschlag der Regierung zur Sprache, die Vorstadt von Jerusalem, Talp i o 111, aus der Jerusalemer Stadtverwaltung auszugliedem und zu einer eigenen Stadtgemeinde zu machen. Es ist beschlossen worden, eine Kommission einzusetzen, die die Grenzen zwischen Jerusalem und Talpioth festlegen soll. Die Kommission, die von der Palästina-Regierung vor kurzem zum Studium der Frage, ob Petach Tikwah zum Range einer Stadt erhoben werden soll, geschaffen worden ist, hat beschlossen, der Regierung vorzuschlagen, Petach Tikwah zur Stadtgemeinde zu erheben. Eine norwegische Schiffahrtsgesellschaft hat soeben ein neues Schiff mit dem Namen ״Mount Carmel“ in Dienst gestellt, das ausschließlich für den Transport von Zitrusfrüchten aus Palästina nach Norwegen be• stimmt ist. Eine wichtige Erfindung. Paleor meldet: Auf Grund eingehender Experimente fand ein palästinensischer Ingenieur ein Verfahren zur Reduzierung von Basaltstein aut ein flüssiges Element, ohne daß bei diesem Verfahren die Anwendung einer Schmelztemperatur von 3000 Grad notwendig wäre, die früher zu diesem Zweck unumgänglich war. Diese Entdeckung ist wichtig für die palästinensischen industrien, welche Rohstoffe wie Eisen usw. benötigen, die in Palästina nicht Vorkommen. Bisher konnten nur vulkanische Einwirkungen die Flüssigmachung des Elements herbeiführc«, das insbesondere die Elektro-Industrie für Röhren benötigt die durch Hitze, Sonne und Regen nicht beeinflußt werden dürfen. Der Erfinder verhandelt niit Kapitalisten über die Investierung von £ 15 000 zur Gründung einer Gesellschaft; der Bau einer Fabrik soll möglichst bald in Angriff genom-!nen werden, wahrscheinlich in Afuleh, wo Basaltstcin zahlreich vorkommt. Palästinensische Notenfälscher. Die palästinensische Poli/ci hat das Wiener Sicherheitsbüro als Zentral-Falschgeldstelle verständigt, daß aus Palästina der Kaufmann Rashad Efendi Gneim (auch Ignaim genannt) und der Mohammed Saldi Siam verschwunden sind, die verdächtig erscheinen, zahlreiche falsche palästinensische Pfundnoten verbreitet zu haben. Die beiden sollen sich auf der Fahrt nach Europa befinden, um die Falsifikate abzusetzen. Gneim, der zuletzt im September 1932 in Wien gewohnt hat, war damals von der Wiener Polizei auf fünf Jahre aus Oesterreich ausgewiesen worden. Gegen Siam schwebte im Jahre 1931 in Mainz wegen Miinzverbrechens eine Untersuchung, da er bei einer Mainzer Firma 30 000 palästinensische Pfundnoten zur Herstellung in Auftrag gegeben und auch bei zwei Firmen Klischees unter dem Vorwand, es handle sieb um Reklamenoten, bestellt hatte. Eine höhere Mu:derschuie in Jerusalem. Die Erziehung»- Departments des Waad Leuini und der Hebräischen Universität haben gemeinsam eine höhere Musterschule für Knaben und Mädchen gegründet, die die sechs letzten Klassen einer höheren Schule umfassen und in Beth Hak er ein, im Gebäude des dortige!! Lehrerseminars, untergebracht sein wird. 7.11 Beginn des kommenden Schuljahres, am 20. Elul (18. September 1935), werden die ersten drei Klassen eröffnet werden. Die Leitung der Schule liegt in den Hiiii-dcn von Dr. Alexander Duslikin, dem Dozenten für Pädagogik an der Hebräischen Universität, und von Dr. Elieser Rieger, Schuiinspektor des Waad L.eumi. Die Schule wird den Studenten der Pädagogik als Uebungsschule dienen. Synagoge auf Keren Hajessod-Bodenln Jerusalem, in der Nahe von Rcchawia, wird augenblicklich eine große Synagoge gebaut, ln der Nähe dieser Synagoge befindet sich ein Platz, der einem Privatmann gehörte, der auf ihm eine Anzahl von Läden errichten wollte. Um dem Platz völlig seinen Charakter zu wahren, hat der KKL diesen Privatbesitz erworben und er wird als Garten für die Synagoge ״Jcsdniriiii“ dienen. Als Gegenleistung hat die Leitung der Synagoge den Platz, auf dem diese gebaut wird, auf den Namen des KKL eintragen lassen. (Paleor.) (Schluß des Palästina-Teils) DR. MICHAEL TRAUB Durch Planung zur Verwirklichung Aufgaben u. Probleme d.XIX. Zionistenkongresses Pr•!* der Broschüre nur 25 Rpf• Zu beziehen durch alle Buch- Handlungen oder gegen Vorein* aandung zuziigl. 8 Rpf. Porto vom Verlag ״Jüdische Rundschau“ G.m.b.H. Berlin WIS, Meinekestr. 10 / J1 (Biam.) 7165, 7240 Sammeln■ Postscheckkonto: Berlin 17392