Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 40 (1935)
- Issue
- Heft 56 (12.7.1935)
- Date
- 1935-07-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2653827-2653880--27114-2688536- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Seite 6 jüdische Rundschau Nr. 56, 12. VII. 1935 Das Wohnungsproblem Der Bedarf und seine Deckung l)it Wohnungsfrage in Palästina hat zwei .Seiten. Die eine Seite besteht in dem Beilürfrtis, gegenüber dem Ständigen Zustrom von Einwanderern 11ml dem sclbstvcrständlieh quantitativ viel weniger erheblichen natürlichen Wachstum der jüdischen Bevölkerung die entsprechende Ausdehnung des W o 11 n r a 11 m s zu erreichen. Ihn diesen Neubedarf an Wohnungen zu decken, baut man fieberhaft in den Städten, in den Kolonien und in den landwirtschaftlichen Siedlungen. Der gleichzeitige Zustrom von Menschen und Kapital in das Land hat es ermöglicht, da fl die Bereitstellung von Wohnraum in den letzten Jahren einigermaßen mit der wachsenden Nachfrage Schritt gehalten hat. Wenn man das Tempo des Wachstums der jüdischen Bevölkerung in diesen Jahren berücksiditigt, so liegt allein in diesem Schritthalten der Wohmingsversorgtmg eine technisch-wirtschaftliche Leistung, die »licht gering zu schätzen ist. Diese Leistung ist, da sie sich in einer freien Wirtschaft und im wesentlichen in kapitalistisehen Formen abspielt, mit dem Opfer h 0 her NX׳ o 111111 n g s - preise erkauft worden. Da in dein ständigen Wettlauf zwischen neuer Nachfrage nach Wohnungen und Bautätigkeit bisher immer noch ein (iren/hedarf an Wohnungen ungedeckt bleibt, sind die Preise trotz geset/licliui llemniungeri auf reilgelrieten im allgemeinen weder gestiegen, und es unterliegt keinem Zw edel, dal! eine befriedigende Deckung des Wohnbedarts in Paiä-tiiia gegenwärtig einen erheblich höheren Anteil am i nikonnm 11 der \ ersehn dt nen I’e\ölkenmgsschichten erlorslert als in europäischen I.andern. I )er tatsächliche Ausgabt nantt il kamt bei den Schichten mit geringem Einkommen und 11.1s js(, wie überall, so natürlich auch hier, die grolle Mehrheit ih r Bet olkcrung, sein־ oft gar nicht über tlie auch in anderen I ,indem üblichen Pro/enN.’it/e binaiisgehen, weil sonst für I's-eii, Kleidung, Pr/icluiug tistv. nicht das Notwindigste ubngb'ciben wurde. Die Ikilge ist dann, 11;»li unter dem Zwang der hohen Mieten sich tlie Wohnverhältnisse, vor allem in bezug auf die Wohndichtigkeit, verschlechtern. Das Kostenproblem Von dieser Seite betrachtet, wird das Bauproblem in erster 1 i n i t ■ zu einem Kost c ״ p r o b I e in. Von dies eil Fragen ist an dieser Stelle schon oft tlie Keile gewesen, und es scheint mir nur notwendig, zwei (iesicht'pti nkte immer wietler zu unterstreichen. ITstcus, die enlsclteiiimde Bedeutung, die den Bodenpn isen, vor allem in dui Städten, aber auch schon in den ״rolleren Kolonien, für die < iesamtkosten der NX ohimngs- Herstellung /ukoinnit. Wenn /. B. in Tci-Awiw in be stimmten ('legenden innerhalb zwei Jahren tlie (iesamtkosten eines Drei- Ziinmer-I lauses von kP 328 auf kl* 1017 gestiegen sind, so sind daran tlie eigentlichen Baukosten mit einer Steigerung von kP don auf kl* 503, tl. h. tim 2h1׳,., beteiligt (vor allem aut (irutid einer Steigei 1mg tler Arbeitskosten um (10 "״), der Bo den preis aber ist von kP!28 auf kP 312, d. h. um 3001׳,t, gestiegen. I). 11. in hohem .Maße ist die Frage der Z 11 g e 1 11 11 g tl e r W o 11 n u n g s kost e n e i 11 P 1־ o h 1 c in der Z u g e lang tl e r (i r 11 n tl s 1 11 c k s p r e i s c, dem man nur mit den aus politischen liründen in diesem Lande nicht leicht anwendbaren Mitteln der Besteuerung des Wcrtzuvvachses beikommen könnte. Die Hypothekenfrage ltn Zusammenhang mit dein Kost en prob!em will ich auch eine Bemerkung zur Finanzimnigsfragc machen. Der I lypotiiekcn/inssatz ist zwar auf Grund des reichlieberen Kapital/ustroms in den letzten Jahren etwas gesunken, aber seihst wem! wir mit tler unteren Grenze von 7 ״'« hei ersten I Ivpotheken rechnen und dazu eine Ergänzung der Baufinan/icnitig ilnrch mittelfristige oder kurzfristige Kredite von Ratistnffbnmlkni oder Batiken hin/nkomn!t, für die der effektive Zinssatz zwischen PI ׳׳.> und I I "״ hegt, kommt man zu aulierordcntlii'h hollen Belastungen derjenigen Wohnungshauten, die nicht zu einem erheblichen Teil mit eigenem Kapital tler I rhaiier finan/ieit werden. Besonders schwierig wird aber tiie Kostenfrage gerade für die Beschaffung von f.igt nhatiscrn durch die hoben I ilguiigslwl istungen auf (irund der vcrhaltniMiial'iig k 11 r / e!1 T i I g 11 n g s f r i - t e 11 für Amortisationsln [lolhekeii. Die längste Frist, tlie für erste Hvpo• th>. keil vorkommt, i-t 20 Jahre. Nehmen wir an, tlal! W)“״ dt r Baukosten tlui eh eine solche I fvpnthek gedeckt sind und daII weilt re 20 ׳ , durch I )arlehen getlcckt werden, die innerhalb \ on zwei Jahren getilgt werden müssen (und diese Annahme, hei der 20־.׳ aus eigenen ■Mitteln aulgt'bracht wer- »len, ist keines'.', egbesonders ungünstig), so ergibt sich aus Zinsen plus I 1h׳u!1::'lastt 11, besonders in eien ersten Jahren, eine Btiastung, tlie den I ligenhaiis-H.iu, wie er vor allem in th'11 vnis'.idti'then Wohnsiedlungen tler I listadruth vorhi'dlit h entwickelt woitlen ist, doch mir für tlie ()berschicht der in dt r ht 1111 ■ 11 Koniuiiklur gut verdienenden Arbeiter erträglich ist. Die Verlängerung der Tilgungsfristen für erste Hypotheken und das Schaffen von .Möglichkeiten, auch die zusätzliche bm.iu/it 11mg mit etwas längerfristigen Tilgungen zu ermöglichen, ist eine tler wichtigsten Aufgaben für die Ausdehnung de- Kieme-, tler Menschen, die an den gesunden Wohnforimn, die sieh erfreulicherweise an vielen Stellen im Lande entwickeln, teilnchmen können. Ein Schandfleck Palästinas Neben dieser Seite des Wohnungsproblems, die auf das Schritthalten 11 es Bauens mit der Einwanderung abgestellt ist und die eine spezifische Erscheinung des Einwanderungslandes ist, gibt es eine zweite Seite, die bisher viel zu wenig in der Ocifentlichkeit beachtet worden ist: das soziale Wohnproblem der Schichten der jüdischen Bevölkerung in Palästina, die in der Zeit des allgemeinen Aufschwunges und sogar ganz besonders in dieser Zeit keine Möglichkeiten haben, aus eigener Kraft den Ausweg zu finden aus einem W o h n u n g s e 1 c n d, das hygienisch und moralisch den Verhältnissen in den schlimmsten Oroßstadtslums entspricht Nach verschiedenen Erhebungen, die in .der letzten Zeit durchgeführt worden sind, gibt es in Tel-Awiw —Jaffa, in Haifa und in Jerusalem (auch außerhalb der Altstadt) Bezirke, die teils aus Steinhäusern, teils aus Holz- und Bleelibarackcn besteben, und die nach der Wohndichte und den hygienischen Verhältnissen Slums sind, deren Bestehen als ein Schandfleck empfunden werden sollte. Ich schätze die Zahl der Juden, die in Palästina, in der Hauptsache in den drei großen Städten, in derartigen unwürdigen Verhältnissen wohnen, auf etwa 30 000 Seelen, d. h. knapp ein Zehntel der jüdischen Bevölkerung. Es ist unwichtig, ob diese Schätzung etwas hinter der Wirklichkeit zurückbleibt oder über sie hinausgeht. Den größten Teil dieser elendwohncndcn Schichten bilden orientalische Juden, aber es fehlt auch durchaus nicht an Juden europäischer Herkunft in diesen Bezirken. Ich möchte zur Illustration an Stelle unsicherer Statistiken aus einer kürzlich durchgeführten Untersuchung ein paar aus einer Vielzahl von Feststellungen herausgegriffene Einzelfällc hier wiedergehen, um dieses!*roblem der Wohnungssanierung zu beleuchten. Ein paar Beispiele Aus Tel-Awiw, Bezirk Ncve-Schaanan: Eine Baracke von zwei Zimmern wird bewohnt von neun Menschen: drei Männern, drei Frauen tintl drei Kindern unter 14 Jahren. Dustiiraum und Klosett werden gemeinsam benutzt mit der Naehbarwohnung, in der in zwei Zimmern sieben Menschen: zwei Männer, zwei Frauen und drei Kinder unter 14 Jahren wohnen. Im Jemenitenbezirk bei Ncve-Schaanan wohnen in einer Baracke, die aus einem Zimmer besteht, 12 Menschen: zwei Männer, drei Frauen und sieben Kinder unter 14 Jahren. Bade- oder Duschraurn gibt cs nicht, Klosett ohne NX'as>er. Fine andere Baracke im gleichen Bezirk besteht aus zwei Zimmern ohne Batle- oder Duschraum, Klosett ohne Wasser und ist bewohnt von 15 Seelen: drei Männer, fünf Frauen und sieben Kinder unter 11 Jahren. Bezirk Ncvc-Sch a I o in, Steinhäuser: Lin.önmier-Wohnung, in der sieben Menschen wohnen: vier Männer, eine Frau und zwei Kinder unter 14 Jahren. Die Benutzung eines Duschraums und eines Klosetts im Hof ist gemeinsam mit den Bewohnern von sechs anderen Einz.immer-Wohnungen, im ganzen von 31 Bewohnern. Eine andere Einzimmer-Wohnung i!n gleichen Bezirk wird von neun Menschen: fünf Männern, einer Frau und drei Kindern unter 14 Jahren bewohnt. In Haifa, in der alten Stadt, wurden bei einer Zählung im Vorjahre 75 Einzimmer-Wohnungen festgestellt, die mit je sechs Seelen belegt waren; 48 Einzimmer-Wohnungen mit je sieben Seelen, 24 Einzimmer-Wohnungen mit je acht See- Habimah-Premiere: Grüne Felder Tel-Awiw, Anfang Juli 1935 Eines der Repertoirestücke der ״Wilnaer Truppe“ waren die ״Grünen Felder“. Sie verhalt dieser harmlosen Idylle, die aufzeigt, wie einem ausgezehrten Talmud-Jünger von einer wohlgenährten jüdisch-ukrainischen Bauernfamilie die Freude an der Natur, am Geruch der Wiesen und des Stalles beigebracht wird, zu einem grofkn Erfolg. Sie hedienten sich der jiddischen Sprache, in der das Original von Perez Hirsch bei n geschrieben wurde, und es war kein Bruch in dem Ganzen. Das Milieu war ihr Milieu, die Sprache ihre Sprache, die Typen ihre Typen und außerdem waren sie, wenn sie sich seihst spielen durften — und das taten sie meist ~ Schauspieler von hohem Rang. Das ist nun schon ein Jahrzehnt her. Die jüdische Situation ist eine andere geworden, die Jugend eine andere, die Problcmc andere. Besonders aber in Erez Israel wird darauf geachtet, daß nicht Geist und Sprache der üaluth die neue l.cbcnsforni, die zu finden man anstrebt, gefährden. Im Jiddischen gibt es bekanntlich Worte und Fortmilierungen, tlie in keine andere Sprache übertragbar sind. Versuche, dichterische Produktionen in fremde Sprachen zu tibertragen, sind zum größten Teil gescheitert, haben aus bezaubernden Originalen meist banalen Abklatsch gemacht. An diesem Abend machte man bei ״Habimah“ die Fest- Stellung, daß auch das Hebräische nicht alles aufnehmen kann. Und wenn auch ״Dybuk“ und ״Golem“ und einer Reihe anderer Werke, die aus dem Jiddischen kamen, ein großer Erfolg zuteil wurde — die ״Grünen Felder“ könnten uns auf englisch oder spanisch nicht fremder anrnuten. Besonders aber in Palästina, wo die Frage längst geklärt ist, wer den Acker bebaut und wer den Talmud studiert. ״Habimah“ hat in ihrem Repertoire bereits ״Amcha“ und ״Haozar“; die gleiche Atmosphäre, die gleichen Mensehen, die gleichen Tänzchen wie hier. len, acht Einzimmer-Wohmmgen mit je neun Seelen und sechs Einzimmer-Wohnungen mit je zehn Seelen. In Jerusalem (Bezirk Nachlath Zion): Einzimmer-Wohnung ohne Bade- oder Duschraum, Klosett ohne Wasser, bewohnt von zwei Männern, einer Frau und sechs Kindern unter 14 Jahren (persische Juden). Jerusalem (N a c h I a t h - A c h i m): Einziramer-Wohnung ohne Bade- oder Duschraum, Klosett mit Wasser, bewohnt von zwei Männern, zwei Frauen und vier Kindern unter 14 Jahren (Aschkenasim). Mea-Schearim: Einzimmer-Wohnung ohne Bade- oder Duschraurn, Klosett ohne Wasser, bewohnt von Mann, Frau und sieben Kindern (Jemeniten). Bet h -Israel: Einzimmer-Wohnung ohne Bade- oder Duschraurn, Klosett ohne Wasser, bewohnt von Mann, Frau und sieben Kindern unter 14 Jahren (Perser). Bei diesen Einziminer-Wohnungen gibt es entweder überhaupt keine besondere Küche oder einen kleinen Verschlag, der die Möglichkeit zum Kochen gibt, aber in keiner Weise als Aufenthaltsraum zu werten ist. Die Beispiele ließen sieh beliebig vermehren. Aber es kommt mir hier nur darauf an, zu zeigen, bis zu welchen* Grade das Wohnelend geht. Die Gefahren derartiger Wohn- Verhältnisse in hygienischer und moralischer Beziehung bedürfen keiner näheren Erläuterung und sind auch unabhängig von jeder Diskussion darüber, ob es tausend Menschen mehr oder weniger sind, die in dieser Weise hausen. Aufgaben der Oeffentlichkeit Je länger man solche Slums bestehen und sich entwickelt! läßt, desto schwieriger und kostspieliger wird ihre Beseitigung, wie wir aus den Erfahrungen der Elendsquartiere in den euroäischen Großstädten wissen. Je länger dieses Wohnelend esteht und je mehr es sich ausdelmt, desto größer werden aber auch alle hygienischen und sozialen Gefahren, die von ihm ausgehen. Die Sanierung auf diesem Gebiete ist nur mit dem Einsatz erheblicher öffentlicher Mittel zu erreichen und mit der Mitwirkung öffentlicher Gewalten, deren besondere Schwierigkeit in Palästina nicht zu verkennen ist. Aber all diese Schwierigkeiten werden überwindbar sein, wenn das Gewicht dieses Problems von allen, die sich für den Aufbau dieses Landes verantwortlich fühlen, richtig gewertet wird. Sicher ist es, daß, wenn man heute mit der Bereinigung dieser Slums beginnt und vor allem ihrer weiteren Ausdehnung vorbeugt, die Aufgabe leichter lösbar ist, als wenn man noch einige Jahrzehnte der Entwicklung abwartet* ehe man sich auch unter großen materiellen Opfern der bcsscrgestellten Schichten entschließt, diesen Kampf gegen Wohnelend aufzunehmen. Nur wenn die beiden Seiten des Wohnungsproblems in Palästina, von denen hier gesprochen worden ist, einer befriedigenden Lösung entgegengeführt werden, werden einmal die Juden in Palästina und in der Welt die Worte ״Wie lieblich Deine Wohnungen Israel“ ausspreclien können, ohne zu erröten. Fritz Naphtaii. Basler Hof. Basel I Das gut geführte Haus Zimmer ab Frs. 4.50 | ln den — alten oder neuen — palästinensischen Theatern ist Bewegung und nochmals Bewegung. ״Ohel“ spielte neben zahlreichen Stücken jüdischen Sujets die' ״Dreigroschen-Oper“, ״Dantons Tod“, ״Lilioni“, bereitet den ״Sclnvejk“ vor; ״Matatc“ ist von schlagkräftiger Aktualität, von den zum Teil gelungenen Experimenten der neuen Theater gar nicht zu sprechen. Und ״Habimah“ verfällt auf nichts anderes, als die Kraft eines so befähigten Regisseurs wie Leopold Lindberg, der ihnen ihr einziges, wirklich aktuelles Stück, ״Profcssor Mannheim“, im vergangenen Jahre hervorragend einstudierte, an Nichtigkeit zu verschwenden? Das Milieu ist Lindberg scheinbar völlig fremd. Es gelingt ihm kaum etwas, außer zwei tänzerisch bewegten Aktschlüssen. Die Lautheit eines Gnessin zu dämpfen ist ihm ebenso unmöglich wie Frau Hendl er am Gebrauch der Schablone zu hindern, mit der sie immer wieder ihre ״Backfische“ malt. Ben- Chajim als ״Bocher“ ist blaß im •doppelten Sinne des Wortes. Einzig Frau Schön und A vital boten erfreuliche schauspielerische Leistungen. Was den ״Wilnaern“ recht war, sollte ״Habimah“ nicht mehr billig sein. Schade um das hübsche Bühnenbild von L u 11 g I a s, schade um die Arbeit Lindbergs, der nur eine Gastrolle im Lande gibt. Manfred Geis Wie das Komitee für die Habitnah mitteilt, hat die Sammlung für das Habimah-Haus in drei Monaten über 11 (X!J Pfund ergeben. In Tel-Awiw wurde vor einem Jahr von Einwanderern aus Deutschland eine Grosso-Buchhandlung begründet, die sich in kurzer Zeit unter dem Namen Bibiion zum Sammelpunkt fast der gesamten für Palästina wichtigen europäischcn Literatur entwickelt hat. Ucbcr 100 Verlagsinstalten aus Deutschland, Holland, Frankreich, England, der Schweiz, der Tschechoslowakei, Oesterreich und Rußland haben ihre Alleinvertretungen in diesem Unternehmen vereinigt. Aus dem Baracken viertel Neve Schaanan in Tel-Awiw Wir wiesen bereits in einem Aufsatz unseres palästinensischen Korrespondenten über die Entwicklung Tel-Awiu>a in Nr. 54 com 5. Juli auf die Mißstände hin, die durch die Aus• breitung der Barachenvieriei in Tel-Awiw entstanden sind. Auch in dem heute abgedruckten Aufsatz von Fritz Naphtaii wird diese Frage ausführlich behandelt. Unsere Bilder vermittein einen Eindruck von dem Aussehen dieser Stadtviertel, Foton Dt. Mim», Hub*■»( StA «Ji•׳/ f j•* T ׳ -s * .׳ £J?v;